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Title:
METHOD AND DEVICE FOR INTRODUCING RAW MEAL AND SOLID FUEL INTO A CALCINER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/116084
Kind Code:
A1
Abstract:
According to the invention, raw meal is fed into the calciner (10) of an installation for producing cement clinker, the raw meal being delivered pneumatically to the calciner (10) by means of a gas stream. The gas stream is introduced into the calciner (10) in an essentially horizontal manner. The gas stream is conducted with the least possible flow resistance in the calciner (10). Solid fuel is delivered pneumatically to the calciner (10) by means of a delivery air stream (34) via a raw meal feeder skip (22). The gas stream that delivers the raw meal to the calciner (10) is the delivery air stream (34) for the fuel and said stream (34) is conducted parallel to the lateral walls (26) of the raw meal feeder skip (22). The device for this purpose has a meal feeder skip (22) comprising a meal chute (32) and the fuel delivery line (34) opens into the meal chute (32) from the rear in an essentially horizontal manner.

Inventors:
KROHN, Reiner (Friedrich-Schneider-Strasse 11, Dessau, 06844, DE)
Application Number:
EP2007/053529
Publication Date:
October 18, 2007
Filing Date:
April 11, 2007
Export Citation:
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Assignee:
CEMAG ANLAGENBAU DESSAU GMBH (Alte Landebahn 15, Dessau, 06846, DE)
KROHN, Reiner (Friedrich-Schneider-Strasse 11, Dessau, 06844, DE)
International Classes:
F27D3/00; C04B7/43; F27D3/00; C04B7/00
Attorney, Agent or Firm:
GRITSCHNEDER, Martin et al. (Abitz & Partner Patentanwälte, Postfach 860109, München, 81628, DE)
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Claims:

Ansprüche

[0001] Verfahren zum Einführen von Rohmehl in den Kalzinator (10) einer Anlage zur

Herstellung von Zementklinker, wobei das Rohmehl mittels eines Gasstroms pneumatisch in den Kalzinator (10) gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom etwa waagrecht in den Kalzinator (10) eingeleitet wird.

[0002] Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Gasstrom mit möglichst geringem

Strömungswiderstand in den Kalzinator (10) geleitet wird.

[0003] Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei Fest-Brennstoff pneumatisch mittels eines Förderluftstroms (34) über einen Rohmehlaufgabekasten (22) in den Kalzinator (10) gefördert wird.

[0004] Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Gasstrom, der das Rohmehl in den

Kalzinator (10) fördert, der Förderluftstrom (34) des Brennstoffs ist, und der Förderluftstrom (34) parallel zu den Seitenwänden (26) des Rohmehlaufgabekastens (22) geführt wird.

[0005] Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4, mit einem

Mehlaufgabekasten (22), der eine Mehlrutsche (32) aufweist, wobei die Brennstoff-Förderleitung (34) etwa waagerecht von hinten in die Mehlrutsche (32) mündet.

Description:

Beschreibung

VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM EINFüHREN VON ROHMEHL UND FESTBRENNSTOFF IN EINEN KALZINATOR

Technisches Gebiet

[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einführen von

Rohmehl in den Kalzinator einer Anlage zur Herstellung von Zementklinker, wobei das Rohmehl mittels eines Gasstroms pneumatisch in den Kalzinator gefördert wird.

[0002] Zementklinker wird in einem thermischen Prozess aus Rohmehl hergestellt. Dieser Prozess findet beim Einsatz des Trockenverfahrens in einer Anlage statt, in welcher das Rohmehl in einem Zyklonvorwärmer erwärmt und restgetrocknet, in einem Kalzinator kalziniert, in einem Drehofen zu Klinker umgewandelt und dann in einem Klinkerkühler gekühlt wird. Im Allgemeinen weist eine solche Drehofenanlage ferner einen Kalzinator auf und werden die Abgase des Drehofens und ein Teil der Heißluft aus dem Rostklinkerkühler als Tertiärluft dem Kalzinator zugeführt. Die Energiezuführung für die Stoffumwandlung in dieser Anlage erfolgt durch Brennstoffzuführung in den Kalzinator und in den Drehofen. Das Rohmehl wird dem Kalzinator über einen Rohmehlaufgabekasten aufgegeben, der eine Rohmehlrutsche und einen Prallschieber aufweist.

[0003] Für einen gleichmäßigen Ablauf der Verbrennungsreaktion und der dazu parallel verlaufenden Rohmehlkalzinierung ist eine gleichmäßige Verteilung des Brennstoffes und des Rohmehls über den gesamten Kalzinatorqαerschnitt erforderlich.

Stand der Technik

[0004] Aus EP-A-I 310 467 ist es bekannt, zur Bildung einer gleichmäßig verteilten Gas- Rohmehl-Festbrennstoff-Suspension Kohlenstaub als festen Brennstoff in den Rohmehlaufgabekasten einzuleiten, dort mit dem vorerhitzten Rohmehl zu vermischen und danach über den Prallschieber bzw. der Dispersionsplatte in die Reaktions strecke des Kalzinators einzuführen. Der Brennstoffeinführungsstutzen ist oben oder seitlich am Mehlaufgabekasten angesetzt. Dadurch wird ein hoher Verschleiß des Prallschiebers bzw. der dem Einführungsstutzen der Förderrohrleitung gegenüberliegenden Seitenwand des Mehlaufgabekastens verursacht. Um diesen Verschleiß zu minimieren, wird die Fördergeschwindigkeit des festen Brennstoffes durch bestimmte Veränderungen an der Förderrohrleitung verringert.

[0005] Aus DE-A- 196 41 207 ist es bekannt, bei einer gegabelten Tertiärluftleitung einem

Zweig der Tertiärluftleitung das Rohmehl aufzugeben. [0006] Aus DE-A-10 2004 009 689 ist ein thermischer Zersetzungsreaktor bekannt, der mit

Hilfe von zugeführter Tertiärluft aus festen Brennstoffen Brenngase erzeugt, die dann im Kalzinator eingesetzt werden. Zur Manipulation der Temperatur und zum Schutz der im Zersetzungsreaktor eingesetzten Förderer kann dem Zersetzungsreaktor Rohmehl aus dem Zyklonvorwärmer aufgegeben werden.

Darstellung der Erfindung

[0007]

Technische Aufgabe

[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Brennstoff- und Mehlverteilung über den gesamten Kalzinatorquerschnitt zu verbessern, ohne dass ein übermäßiger Verschleiß des Rohmehlaufgabekastens auftritt.

Technische Lösung

[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Festbrennstoff/Rohmehl/ Förderluftstrom etwa waagrecht in den Kalzinator eingeleitet wird.

Vorteilhafte Wirkungen

[0010] Der Festbrennstoff/Rohmehl/Förderluftstrom wird vorzugsweise mit möglichst geringem Strömungswiderstand in den Kalzinator eingeleitet. Die Förderluft für den Kohlenstaub strömt z.B. mit 20 bis 30 m/s.

[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Förderluft des Brennstoffs als der Gasstrom eingesetzt, der das Rohmehl in den Kalzinator fördert. Der staubförmige und flugfähige Brennstoff wird also pneumatisch in den Kalzinator gefördert. Der Rohmehlaufgabekasten hat eine Dispersionsplatte.

[0012] Um das Rohmehl zur Erzielung einer gleichmäßigen Gutverteilung zu beschleunigen, ist die Brennstoff-Förderrohrleitung waagerecht bis leicht schräg an dem Rohmehlaufgabekasten angeordnet. Durch die pneumatische Brennstoffaufgabe von hinten in den Rohmehlaufgabekasten parallel zu den Seitenwänden und zum Prallschieber entsteht kaum Verschleiß und wird das Rohmehl nahezu optimal durch die Förderluft des Brennstoffes zusammen mit dem Brennstoff über den Kalzinatorcμerschnitt verteilt. Eine Reduzierung der Fördergeschwindigkeit des Brennstoffes ist nicht notwendig.

[0013] Die kinetische Energie der Förderluft des festen Brennstoffs wird zur Aufgabe des Rohmehls in den Kalzinator genutzt.

[0014] Gegenstand der Erfindung sind ferner Vorrichtungen zur Durchführung der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 die Einrichtungen zur Einführung des Rohmehls mittels der Förderluft des festen Brennstoffs.

Weg(e) zur Ausführung der Erfindung

[0016] Die Figur 1 zeigt einen vertikalen Abschnitt eines Kalzinators 10 einer

Zementklinkerproduktions anläge. Das im Rohmehlvorwärmer vorerhitzte und in der vorletzten Zyklonstufe ausgeschiedene Rohmehl wird dann zur Vorkalzinierung in den Kalzinator 10 eingeführt. Aus dem Kalzinator 10 wird das Abgas bestehend aus Drehofenabgas, Verbrennungsgas der Kalzinatorfeuerung und CO 2 aus dem Kalziniervorgang, zur untersten Zyklonstufe des Rohmehl Vorwärmers geführt.

[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 wird das Rohmehl mittels eines

Mehlaufgabekastens 22 in den Kalzinator 10 eingeführt. Der Mehlaufgabekasten 22 ist außen an einer öffnung 24 des Kalzinators 10 montiert. Der Mehlaufgabekasten 22 hat zwei Seitenwände 26, eine Unterseite 28 und eine Oberseite 30 sowie eine Rückseite 32. Die Rückseite 32 ist von oben nach unten zur Kalzinatorwand hin schräg gestellt und bildet eine Mehlrutsche. An der Rückseite 32 mündet die Kohlenstaub- Förderrohrleitung 34 in einen Anschlussstutzen 36. Die Kohlenstaub-Förderrohrleitung 34 zielt auf die senkrechte Kalzinatorachse 42. Auf der Unterseite 28 ist noch ein verstellbarer Prallschieber 38 angeordnet. Durch eine öffnung in der Oberseite 30 des Mehlaufgabekastens 22 wird über ein Fallrohr 40 das vorerhitzte Rohmehl so zugeführt, dass es auf die Mehlrutsche fällt. Es rutscht dort ab, wird vom Kohlenstaub- Förderstrom erfasst und von diesem mit hoher Geschwindigkeit durch die öffnung 24 in den Kalzinator 10 getragen. Ein Teil des Rohmehls fällt auf den Prallschieber 38 und wird von diesem verteilt.

[0018] Der Kohlenstaub-Förderstrom wird in der Förderrohrleitung 34 und dem Mehlaufgabekasten 22 so geführt, dass er einen möglichst geringen Strömungswiderstand erfährt und seine Geschwindigkeit nicht reduziert wird. Insbesondere wird eine Umlenkung oder ein Aufprall des Kohlenstaub-Förderstroms auf die Innenseite des Mehlaufgabekastens 22 vermieden. Der Kohlenstaub- Förderstrom wird daher möglichst geradlinig und mittig durch den Mehlaufgabekasten

22 geführt, um das Rohmehl mitzureißen und gut über dem Kalzinatorquerschnitt zu verteilen. Bezugszeichenliste 10 Kalzinator 12 Tertiärluftleitung 14 Rohrstutzen 16 Fallrohr

18 Rohmehlaufgabekasten 22 Mehlaufgabekasten 24 öffnung 26 Seitenwände 28 Unterseite 30 Oberseite

32 Mehlrutsche bzw. Rückwand des Mehlaufgabekastens 34 Kohlenstaub-Förderrohrleitung 36 Förderrohrleitungs-Anschlussstutzen 38 Prallschieber bzw. Dispersionsplatten 40 Fallrohr für Rohmehl 42 Mittelachse des Kalzinators