ZIEGLER, Manfred (Hochweg 3, Ruderting, 94161, DE)
MEINZINGER, Rupert (Sonnenweg 20, Kirchroth, 94356, DE)
ZIEGLER, Manfred (Hochweg 3, Ruderting, 94161, DE)
Patentansprüche
1. Verfahren zur überwachung eines Verdampfers, bei dem auf einen erwärmten Heizkörper eine Flüssigkeit aufgebracht und verdampft wird, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Verdampfungswärme im Heizkörper hervorgerufene Temperaturabfall erfasst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Heizkörpers im
Auftropfbereich der Flüssigkeit gemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich die Temperatur des Heizkörpers außerhalb des Auftropfbereichs der Flüssigkeit gemessen und mit der Temperatur im Auftropfbereich in Relation gesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei überschreiten eines vorgegebenen Temperaturabfalls ein Signal erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zeitliche Verlauf des Temperaturabfalls erfasst und daraus die verdampfte Flüssigkeitsmenge ermittelt wird.
6. Vorrichtung zum überwachen eines Verdampfers (2) für eine Flüssigkeit, mit einem Heizkörper (3), einer auf diesen gerichteten Einspritzdüse (8) für die zu verdampfende Flüssigkeit sowie mit einem die Temperatur des Heizkörpers erfassenden Temperaturfühler (Tl, T2) dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturfühler (Tl) im Auftropfbereich der Flüssigkeit angeordnet ist und den durch die Verdampfungswärme im Heizkörper (3) hervorgerufenen Temperaturabfall erfasst .
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Temperaturfühler (T2) vorgesehen ist, der außerhalb des Auftropfbereichs angeordnet ist und die Temperatur des Heizkörpers (3) außerhalb des Verdampfungsbereichs erfasst .
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturfühler (Tl, T2) an ein Steuergerät (5) angeschlossen ist, dass ein Ventil (9) für die Einspritzdüse (8) intermittierend öffnet, und bei Ausbleiben eines vorgegebenen Temperaturabfalls bei öffnung des Ventils (9) ein Signal erzeugt .
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdampfer (2) intermittierend arbeitet. |
Verfahren und Vorrichtung zum überwachen eines Verdampfers
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum überwachen eines Verdampfers, insbesondere für eine Desinfektionsflüssigkeit zum Sterilisieren von Behältern, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie eine Vorrichtung zu dessen Durchführung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6.
Es ist bereit bekannt, Desinfektionsflüssigkeiten, z. B. Wasserstoffperoxid, durch dosiertes Auftropfen auf einen erwärmten Heizkörper mehr oder weniger vollständig zu verdampfen und den so erzeugten Dampf, ggf. nach Vermischung mit Heißluft, den zu sterilisierenden Behältern wie z. B. Bechern oder Flaschen zuzuführen (DE 37 28 595 Al, US 5,879,648) .
Ferner ist es bekannt, die Temperatur eines Heizkörpers zum Verdampfen von Flüssigkeiten mittels Sensoren abzutasten und so die Heizelemente für den Heizkörper, z. B. elektrische Heizpatronen, zu regeln (WO 90/07366, DE 197 04 639 Al) . Hierdurch wird zwar die Einhaltung der gewünschten Heizkörpertemperatur verbessert; es lässt sich jedoch nicht feststellen, ob die vorgegebene Menge an Flüssigkeit auch tatsächlich zugeführt bzw. verdampft worden ist. Dies ist besonders nachteilig, wenn mit dem erzeugten Dampf Behälter für Lebensmittel sterilisiert werden, da hierbei mehr und mehr eine exakte Kontrolle der Sterilisationswirkung bis hin zur Protokollierung aller maßgeblichen Werte für jeden einzelnen Behälter gefordert wird.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, in einer von einem Verdampfer beaufschlagten Sterilisationskammer für Behälter mittels Sensoren z. B. Temperatur, Feuchtigkeit, Dampfkonzentration, Strömung oder Druck zu messen (EP 1 368 086 Bl) . Diese überwachung ist äußerst aufwendig und von begrenzter Aussagekraft hinsichtlich der Menge des verdampften Sterilisationsmittels .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum überwachen eines Verdampfers der eingangs genannten Art zu schaffen, das einfach durchzuführen ist und eine direkte Kontrolle der verdampften Flüssigkeit erlaubt. Außerdem soll eine kostengünstige und funktionssichere Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens geschaffen werden.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs 1 und hinsichtlich der Vorrichtung durch die Merkmale des Anspruchs 6 gelöst .
Durch die erfindungsgemäße Kontrolle der durch die auftreffende Flüssigkeit vom Heizkörper abgezogenen Verdampfungswärme können auf einfache Weise sowohl Störungen in der Flüssigkeitszufuhr, z. B. durch verstopfte Düsen oder Ventile, als auch Störungen beim Verdampfungsvorgang, z. B durch ungenaues Auftropfen oder verschmutzte Oberflächen zuverlässig erkannt werden. Es hat sich nämlich überraschender Weise gezeigt, dass beim Auftropfein bereits weniger ml Flüssigkeit, z. B. Wasserstoffperoxid in wässriger Lösung, auf einen Heizkörper mit einer Temperatur von z. B. 180° C ein abrupter Temperaturabfall auf beispielsweise 160° C auftritt, der mittels herkömmlicher Temperaturfühler problemlos erfasst werden kann.
Eine besonders exakte Erfassung des Temperaturabfalls ist möglich, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die Temperatur des Heizkörpers im Auftropfbereich der Flüssigkeit gemessen wird.
Eine weitere Steigerung der Genauigkeit ist möglich, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung zusätzlich die Temperatur des Heizkörpers außerhalb des Auftropfbereichs der Flüssigkeit gemessen und mit der Temperatur im Auftropfbereich in Relation gesetzt wird. Auf diese Weise kann der Temperaturabfall in Form einer Temperaturdifferenz gemessen werden, wobei die Grundtemperatur des Heizkörpers und deren Schwankungen kompensiert werden können.
Auch kann gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die verdampfte Flüssigkeitsmenge ermittelt werden, indem der zeitliche Verlauf des Temperaturabfalls erfasst wird.
Im Nachstehenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Diese zeigt die schematische Seitenansicht einer Vorrichtung 1 zum Sterilisieren von Gefäßen F in Form von PET-Flaschen für Getränke mit einem Verdampfer 2 für Wasserstoffperoxid in wässriger Lösung.
Der Verdampfer 2 weist einen metallischen Heizkörper 3 mit integrierten elektrischen Heizpatronen 4 auf, deren Energieversorgung durch ein elektronisches Steuergerät 5 geregelt wird. An dieses sind zwei Temperaturfühler Tl und T2 angeschlossen, wobei der Messbereich des ersten Temperaturfühlers Tl mittig in dem Heizkörper 3 und damit innerhalb der eigentlichen Verdampfungszone und der
Messbereich des zweiten Temperaturfühlers T2 außermittig im Heizkörper 3 und damit außerhalb der Verdampfungszone angeordnet ist. Mit Hilfe des zweiten Temperaturfühlers T2 hält das Steuergerät 5 den Heizkörper 3 auf der gewünschten Verdampfungstemperatur von beispielsweise 180 0 C.
Der Verdampfer 2 umfasst ferner ein topfartiges Gehäuse 6, dessen Boden durch den lösbar befestigten, plattenförmigen Heizkörper 3 gebildet wird. Der Deckel 7 des Gehäuses 6 ist gleichfalls zu Reinigungszwecken lösbar befestigt und trägt eine Einspritzdüse 8, deren öffnung senkrecht nach unten auf die Mitte des Heizkörpers 3 gerichtet ist und so die eigentliche Verdampfungszone definiert. Die Einspritzdüse 8 wird über ein elektromagnetisch betätigtes Ventil 9 und einen Vorratstank 10 mit einer wässrigen Lösung mit ca. 30 % Wasserstoffperoxid versorgt. Das Ventil 9 wird durch das Steuergerät 5 betätigt .
An das Gehäuse 6 ist seitlich eine erste Rohrleitung 11 mit einem Erhitzer 12 und einem Gebläse 13, erforderlichenfalls mit einem nicht gezeigten Sterilfilter und einem nicht gezeigten Trockner, angeschlossen, durch das auf eine Temperatur von mehr als 100° C erwärmte, trockene und sterile Luft von der Seite her mit Abstand zum Heizkörper 3 in das Gehäuse 6 eingeleitet wird. An der der ersten Rohrleitung 11 gegenüberliegenden Seite ist eine zweite Rohrleitung 14 angeordnet, durch welche die durch die Rohrleitung 11 einströmende, mit dem auf der Heizplatte 3 verdampften Wasserstoffperoxid vermischte Luft das Gehäuse 6 wieder verlässt und in die zu sterilisierende Flasche F eingeleitet wird.
Der erste Temperaturfühler Tl ist, wie bereits gesagt, mittig im Heizkörper 3 und zwar mit geringem Abstand zu dessen horizontaler Oberfläche, die die eigentliche Verdampfungsfläche bildet, angeordnet. Er ist daher in der Lage, die Temperatur der Verdampfungsfläche exakt zu erfassen und diese an das Steuergerät 5 zu melden. Dieses ist durch den zweiten Temperaturfühler T2 über die Grundtemperatur des Heizkörpers 3 von z. B. 180° C informiert, die es weitgehend konstant hält .
Ist ein zu sterilisierendes Gefäß F an die zweite Rohrleitung 14 angeschlossen, so löst das Steuergerät 5 (z. B. in Verbindung mit der ZentralSteuerung einer rotierenden Sterilisationsmaschine mit mehreren Verdampfern 2 und mehreren Leitungen 14) durch kurzzeitiges (z. B. 5 sec.) öffnen des Ventils 9 das Auftröpfeln einer vorgegebenen Menge von z. B. 1 ml Wasserstoffperoxidlδsung auf den Heizkörper 3 aus. An dessen Verdampfungsfläche wird die Wasserstoffperoxidlösung schlagartig in die Dampfphase übergeführt, mit der durch die erste Rohrleitung 11 eingeblasenen Heißluft vermischt und in die zweite Rohrleitung 14 mitgerissen, von der es in die Flasche F eingeleitet wird. Gleichzeitig mit dem Verdampfungsvorgang fällt die Temperatur im Verdampfungsbereich um beispielsweise 20° C ab, was durch den ersten Temperaturfühler Tl erfasst und an das Steuergerät 5 gemeldet wird. Dort wird das Steuersignal zum öffnen des Ventils 9 mit dem Temperatursignal des Temperaturfühlers Tl korreliert. Findet der vorbeschriebene momentane Temperaturabfall während und/oder kurz nach dem Auftrδpfeln der
Wasserstoffperoxidlösung auf den Heizkörper 3 statt, so wird der Verdampfungsvorgang und damit der Sterilisationsvorgang für das jeweilige Gefäß F als in Ordnung befunden und evtl.
entsprechend protokolliert. Findet der vorbeschriebene Temperaturabfall nicht statt oder überschreitet er nicht einen vorgegebenen Schwellwert von z. B. 20° C, so wird der Verdampfungsvorgang und somit der Sterilisationsvorgang als nicht ausreichend bzw. fehlerhaft beurteilt und beispielsweise ein Signal erzeugt, das zum Aussortieren des betreffenden Gefäßes F sowie zu einem Warnsignal führt.
Der Schwellwert wird vorzugsweise mit dem vom Temperatursensor T2 gemessenen Basiswert für die Heizkörpertemperatur verknüpft und auf beispielsweise 20° C Temperaturdifferenz eingestellt, so dass Schwankungen in der Grundtemperatur des Heizkörpers 3 automatisch kompensiert werden .
Der vorbeschriebene Temperaturabfall ist relativ kurzzeitig, da die Verdampfungswärme sofort durch die im Verdampfer 2 nachfließende, von den Heizpatronen 4 gelieferte Wärme ersetzt wird. Da diese Parameter im Wesentlichen konstant sind, kann aus dem zeitlichen Verlauf des TemperaturabfalIs auch die Menge der entnommenen Verdampfungswärme und daraus wiederum die Menge des verdampften Wasserstoffperoxids ermittelt und ggf. protokolliert werden. Dies ist insofern von Vorteil, als die bei einem Sterilisationsvorgang für eine Flasche F erforderliche Menge von Wasserstoffperoxidlösung sehr klein ist und daher auf andere Weise, z. B. mittels Durchflussmessung, nur sehr schwer zu erfassen ist. Dem gegenüber ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren auf einfache Weise eine vollständige Kontrolle des Verdampfungsvorgangs .
Erfolgt nach der z . B . einige Sekunden dauernden Verdampfungsphase eine gleichfalls z. B. einige Sekunden
dauernde „Ruhephase" des Heizkörpers 3 bei geschlossenem Ventil 9, während der beispielsweise der
Wasserstoffperoxiddampf aus der Flasche F ausgespült wird, so kann ein einziger Temperaturfühler Tl auch die Regelung der Heizpatrone 4 übernehmen. Er überwacht dann den Temperaturanstieg des Heizkörpers 3 während dieser Ruhephase.
Der Heizkörper 3 kann auch topfartig ausgebildet sein, wie in der Zeichnung strichpunktiert angedeutet ist.
Next Patent: ACCESS LOCK FOR A HOOK RECEPTACLE CONNECTED TO A ROLL CONTAINER
