| WO/2007/007131 | VEHICILE ATTACHABLE SAND DISPENSER |
| WO/1989/002836 | SPREADER FOR ICE-BOUND ROADS, IN PARTICULAR FOR INCORPORATION IN LORRIES AND BUSES |
| WO/1995/022465 | EMERGENCY ANTISLIPPING METHOD FOR AUTOMOBILE TIRES |
BARTLING, Luise (Heilswannenweg 61, Elze, 31008, DE)
BARTLING, Werner (Heilswannenweg 61, Elze, 31008, DE)
Patentansprüche :
1. Verfahren zur überwachung des Sandvorrates in einem Sandbe- halter einer Sandstreuvorrichtung eines Fahrzeuges, insbesondere eines Schienenfahrzeuges, vor allem eines Express- oder Schnellzuges, wobei ein Impulsgeber, z.B. eine Selenzelle, zur überwachung des Niveaus des Sandvorrates vorgesehen ist und diesen an einer Kontrollstelle, insbesondere im Bereich des Fahrzeugfuh- rers, beispielsweise am Armaturenbrett, anzeigt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Diagnosesystem den einen Injektor durch eine Sandzufuhrleitung zugefuhrten Sandstrom überwacht und das Vor- beistromen des Sandstromes an die Kontrollstelle meldet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Sandstrom in aufeinander folgende Zellen eines Zellenrades eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Umdrehungszahl des Zellenrades gemessen wird, worauf das Sandvolumen pro Zeiteinheit beispielsweise nach einer Tabelle oder auf einen Rechner gestutzt ebenfalls gemessen und als Verbrauch pro Zeiteinheit auf der Kontrollstelle, vorzugsweise im Bereich des Fahrzeugfuhrers, sichtbar gemacht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erreichen einer definierten effektiven Betriebszeit ein entsprechendes Wartungssignal für die Sandstreuvorrichtung an die Fahrzeugsteuerung bzw. den Fahrzeugfuhrungsstand erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung der Drehzahl des Zellenrades über ein Tachosignal erfolgt und die Sandmenge fahrgeschwindigkeits- abhangig stufenlos zur Verfugung gestellt wird.
5. Einrichtung zur Durchfuhrung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Zellenrades mittels einer eigenen elektronischen Steuereinheit geregelt ist. |
Verfahren und Einrichtung zur überwachung und Aufbereitung des
Sandvorrates in einem Sandbehälter von Sandstreuvorrichtungen bei Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur überwachung und Aufbereitung des Sandvorrates in einem Sandbehälter von Sandstreuvorrichtungen bei Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen .
Sandstreuvorrichtungen gehören bei Schienenfahrzeugen zu den Systemen, die den Fahrzeugsicherheitsausrüstungen, der Brems- und Antriebstechnik zuzuordnen sind. Sie erfüllen die Aufgabe, bei unzureichender Haftreibung zwischen den Fahrzeugrädern und Schienen (wahrend eines Bremsvorganges oder beim Beschleunigen eines Fahrzeugs) eine Reibwertverbesserung zu bewirken.
Sandmengen werden üblicherweise über kundenseitige, projektspezifische Lastenhefte definiert bzw. vorbestimmt, und somit ist eine separate Steuereinheit zwecks individueller Sandmengeneinstellung notwendig.
Der induktive Sensor dient nur der IST-Datenerfassung.
Durch die WO 2005/077679 Al ist eine Einrichtung zur überwachung des Flusses von Streugut in Fahrzeugen bekannt geworden, bei welcher im Bereich des Flusses des Streugutes Sensoren vorgesehen sind, welche mit einer die ermittelten Daten auswertenden Einrichtung versehen sind. Das System ist mit einer Anzeigevorrichtung im Fuhrerstand des Fahrzeuges verbunden.
Durch die EP 0499 199 A2 ist eine selbsttätig wirkende Füllstandsanzeigevorrichtung bekannt geworden, welche auf optischem Weg durch Messung der Gewichtsdifferenz selbsttätig das Sandvolumen im Behalter feststellt und dann eine Anzeige vermittelt.
Durch die WO 2000/071399 Al wird ein Detektor zur Erfassung der Fullmenge eines Behalters, insbesondere für Sand, erläutert. Ein elektrisches Signal eines Sensors wird in ein Steuergerät übertragen, welches mit einer Anzeigevorrichtung im Führerstand ver-
bunden ist .
Durch die EP 0656 529 Al ist ein Detektor zur Erfassung des Sand-Füllstandes in einem Behälter einer Sandungsanlage bekannt geworden. Bei Unterschreitung einer bestimmten Füllmenge erfolgt eine Warnmeldung an den Triebfahrzeugführer.
Eine ähnliche Anlage ist durch die RU 2 283 788 Cl bekannt geworden.
Alle bekannten Anlagen haben den an sie gestellten Anforderungen hinsichtlich Betriebssicherheit nicht zufriedenstellend entsprochen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein betriebssicheres überwachungsund Analysesystem zu schaffen, das in der Lage ist, die aktive Betriebssicherheit von Schienenfahrzeugen durch eine mitlaufende Betriebsdatenerfassung und Auswertung zu erhöhen, in dem alle wesentlich erfassten Daten aus dem Betrieb der Sandstreuvorrichtungen für eine Auswertung gespeichert werden und alle für den unmittelbaren Fahrbetrieb wichtigen Daten in geeigneter Form an die Fahrzeugsteuerung bzw. den Fahrzeugführerstand geleitet und angezeigt werden.
Diese Aufgabe wird durch die Maßnahme nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das Sandvolumen über ein Zellenrad dosiert, dessen Drehzahl gemessen wird, und nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das Produkt aus Sandvolumen und Verbrauch pro Zeiteinheit auf einer Kontrollstelle sichtbar gemacht. Dadurch kann der Zugführer allenfalls anhand einer Tabelle feststellen, wie lange er mit einem bestimmten Sandvorrat das Auslangen hat. Der Antrieb des Zellenrades ist mittels einer separaten elektronischen Steuereinheit- Drehzahl (Sandmengen) geregelt, z.B. mit einer fest eingestellten Drehzahl (konstante Sandmenge), oder über ein Tachosignal aus der Fahrzeugsteuerung mit einer stufenlosen, analog der Fahrzeuggeschwindigkeit angepassten Sandmengenregelung (proportional zur Fahrgeschwindigkeit stufenlose Sandmengen-Anpassung) .
Der Sandvorratsbehalter hat eine definierte Geometrie und somit ein konstantes Sandfullvolumen. Das Austragsvolumen bei einem Zellenrad kann aus dem Volumen einer Zelle des Zellenrades und der Drehzahl bzw. der Drehzahlimpulse berechnet werden.
Bei Erreichen einer vordefinierten effektiven Betriebszeit erfolgt nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ein entsprechendes Wartungssignal für die Sandstreuvorrichtung an die Fahrzeugsteuerung bzw. den Fahrzeugfuhrungsstand bzw. an die Betriebswerkstatt .
Die rechnerische Umwandlung des unmittelbaren Sandverbrauchs wahrend eines Sandstreuvorgangs (konstantes
Sandaustragsvolumen/Zellenrad x Drehzahlimpulse) und Datenspeicherung ist ein weiteres Merkmal der Erfindung.
Die kontinuierliche rechnerische Ermittlung des Sandvorrats im Sandvorratsbehalter ist ein weiterer Vorteil.
Der Sandvorratsbehalter hat eine definierte Geometrie und somit ein konstantes Sand-Fullvolumen.
Der Sandvorratsbehalter verfugt über einen Sensor (z.B. kapazitive Schalter) , der beim Betanken des Behalters den maximalen Füllstand erkennt und an die Rechnereinheit weiterleitet zwecks Rucksetzung der Fullstandsanzeige im Fahrzeugfuhrerstand auf Behalter voll.
Das definierte Sandvolumen im Sandvorratsbehalter wird bei jedem Sandstreuvorgang rechnerisch um den effektiven Sandverbrauch reduziert, der jeweilige Restfullstand errechnet, gespeichert und an den Fahrzeugfuhrerstand übermittelt. Dort kann der Wert abgefragt oder angezeigt werden, bzw. bei Erreichen eines definierten Rest- (Reserve-) Sandfullvolumens wird ein Warnsignal ausgelost .
Durch die erfindungsgemaße Steuerung können die Streckenabschnitte im Schienennetz bzw. Fahrbetrieb bei einzelnen Gefahrenereignissen oder Gefahrenbereichen auf bestimmten Fahrtstrecken erfasst werden. Um den Sandstrom aus dem Sandbehalter
störungsfrei zu sichern, ist es zweckmäßig, den Sandbehalter mit einem Ruttier zu versehen, welcher in Form von beispielsweise zwei Magneten an der Behalterhalterung angebracht ist und mit einer Frequenz von beispielsweise 10 Hz angeregt wird.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine mehrstufige Einstellung der Dosiereinrichtung bzw. der Frequenz für den Ruttier vorgesehen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnungen naher erläutert.
Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Steuersystems; und
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Sandvorratsbehalter mit den anschließenden Einrichtungen.
Der Sand wird von einem Sandvorratsbehalter 2 einer Dosiereinrichtung zugeführt, welche beispielsweise ein Zellenrad sein kann, dessen Drehzahl durch einen z.B. induktiven Drehzahlgeber erfasst werden kann. Der Drehzahlgeber ist in Fig. 1 mit 3 bezeichnet .
Das Blockschaltbild besitzt einen Vorratsbehalter 2, bei welchem der Sand über eine Leitung 16 einem Injektor 5 zugeführt wird, aus welchem das Sandgut mittels Druckluft, welche von einer Druckluftleitung 6 kommend, über ein Diagnosesystem 7 und eine Sandleitung 10 einem Streurohr 13 zugeführt wird, aus welchem das Sandgut im Bereich des Rades 11 austritt. Das Diagnosesystem besteht aus Sensoren, welche im Bereich des Flusses des Sandgutes vorgesehen und mit einer die ermittelten Daten auswertenden Einrichtung versehen sind, wobei die Photosensoren vorzugsweise einander gegenüberliegend oder parallel nebeneinander (Reflektorsystem) untergebracht sind und zu einer Recheneinheit 8 mit einem Datenspeicher gefuhrt sind, von wo aus die Daten zu einer Fahrzeugsteuerung bzw. einem Fahrzeugfuhrerstand zugeführt werden. Die Recheneinheit 8 ist an einen Impulszahler 9 angeschlossen, welcher die Umdrehungen eines Zellenrades zahlt.
Der z.B. induktive Drehzahlgeber 3 und das vom Motor 14 angetriebene Zellenrad 15 fördern das Sandgut in dosierter Menge in die Sandleitung 10, aus der es durch die von der Druckluftleitung 6 kommenden Druckluft dem Streurohr 13 zugeführt wird, welches das Sandgut wie angedeutet, vor das Rad 11 fördert, das sich im vorliegenden Fall in Richtung des Pfeiles F dreht.
Durch die erfindungsgemäße Verfahrensweise und Einrichtung, beispielsweise aufgrund einer Tabelle und den ausgewerteten Daten oder einer automatisierten Anzeige, kann der Fahrzeuglenker erkennen, wie lange er mit dem vorhandenen Sandvolumen auskommt und wann ein Nachfüllen erforderlich ist; außerdem können auch Instandhaltungsmaßnahmen der Sandstreuvorrichtung nutzungsabhängig exakt geplant werden.
Ein vorhandenes Schienennetz kann beispielsweise in Streckenabschnitte unterteilt werden, so dass in Abhängigkeit von den vorhandenen Betriebsverhältnissen der Verbrauch des Sandgutes pro Zeit- und Streckeneinheit genau berechnet bzw. erkannt werden kann, wo sich besondere Gefahrensbereiche im Streckennetz befinden.
