Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR OPENING A RECEPTACLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/135662
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (100; 100'; 100") for opening a receptacle for transporting valuable objects, comprising a suction device (10, 20, 70) for aspirating the receptacle and a separating device (30, 50) for separating the receptacle in an aspirated area of the receptacle. Said receptacle can be, in particular, in the shape of a plastic bag. The invention also relates to a method for opening the receptacle, comprising the steps of aspirating (S1) the receptacle by means of an aspiration device and separating (S2) the receptacle in an aspirated area of the receptacle by means of the separating device.

Inventors:
STAPFER, Michael (Waldstraße 10B, Neubiberg, 85579, DE)
Application Number:
EP2015/000572
Publication Date:
September 17, 2015
Filing Date:
March 13, 2015
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
GIESECKE & DEVRIENT GMBH (Prinzregentenstraße 159, München, 81677, DE)
International Classes:
B65B69/00; G07D11/00
Foreign References:
DE3931176A11991-03-28
EP2119634A22009-11-18
US4696615A1987-09-29
DE102009053155A12011-05-12
Download PDF:
Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Vorrichtung (100; 100'; 100") zum Öffnen eines Behälters zum Trans- portieren von Wertgegenständen, umfassend

eine Saugeinrichtung (10, 20, 70) zum Ansaugen des Behälters und eine Trenneinrichtung (30, 50) zum Auftrennen des angesaugten Behälters, insbesondere zum Auftrennen des Behälters in einem angesaugten Bereich des Behälters.

2. Vorrichtung (100; 100'; 100") nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugeinrichtung (10, 20, 70) und die Trenneinrichtung (30, 50) derart zueinander angeordnet sind, dass, wenn sich ein Behälter an der Saugeinrichtung befindet, eine Behälterwand des Behälters mittels der Sau- geinrichtung angesaugt wird und das Auftrennen des Behälters mittels der Trenneinrichtung in demjenigen Bereich des Behälters erfolgt, der durch die Saugeinrichtung angesaugt wird.

3. Vorrichtung (100; 100") nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Trenneinrichtung (30, 50) ortsfest relativ zu einem Saugkopf (10) der Saugeinrichtung angeordnet ist, wobei die Trenneinrichtung (30, 50) bevorzugt in den Saugkopf (10) integriert ist.

4. Vorrichtung (100') nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (30, 50) und die Saugeinrichtung (110; 20) derart eingerichtet sind, dass sie relativ zueinander verlagerbar sind.

5. Vorrichtung (100; 100'; 100") nach einen der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (30, 50) ein Trennmittel (50) in Form einer Schneidvorrichtung umfasst. 6. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Metalldetektor umfasst, der insbesondere in einer Auflage (200) der Vorrichtung (100'; 100") integriert ist.

7. Vorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (30) um eine Drehachse drehbar gelagert ist, wobei das Trennmittel (50), insbesondere der zum Auftrennen des Behälters wirksame Abschnitt des Trennmittels (50), außerhalb der Drehachse der Trenneinrichtung (30) angeordnet ist. 8. Vorrichtung (100") nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100") derart eingerichtet ist, dass, zum Öffnen des Behälters, der Behälter relativ zu der Trenneinrichtung (30, 50) verlagert wird. 9. Vorrichtung (100, 100') nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (100, 100') derart eingerichtet ist, dass, zum Öffnen des Behälters, die Trenneinrichtung (30, 50) relativ zu dem Behälter verlagert wird. 10. Verfahren zum Öffnen eines Behälters zum Transportieren von Wertgegenständen, umfassend die Schritte:

Ansaugen (Sl) des Behälters mittels einer Saugeinrichtung und

Auftrennen (S2) des angesaugten Behälters mittels einer Trenneinrichtung, insbesondere in einem angesaugten Bereich des Behälters.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt des Auftrennens des Behälters die Trenneinrichtung relativ zu dem Behälter verlagert wird (S2.2), wobei der Behälter ortsfest bleibt.

12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Schritt des Auftrennens des Behälters der Behälter relativ zu der ortsfest bleibenden Trenneinrichrung verlagert wird (S2.1). 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter derart angesaugt wird, dass der angesaugte Bereich des Behälters im Bereich der Trenneinrichtung angesaugt wird, wodurch bei Verlagern der Trenneinrichtung relativ zu dem Behälter und/ oder bei Verlagern des Behälters relativ zu der Trenneinrichtung der Behälter aufgetrennt wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter in einem sich über eine Oberfläche des Behälters erstreckenden Bereich angesaugt wird, wobei die Trenneinrichtung zum Auftrennen des Behälters innerhalb oder entlang des angesaugten Bereiches verlagert wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter im Schritt des Auf trennens aufgeschnitten wird.

Description:
Verfahren und Vorrichtung z um Öffnen eines Behälters

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Öffnen eines Behälters, welcher zum Transportieren von Wertgegenständen, beispielsweise zum Transportieren von Banknoten und dergleichen eingerichtet ist.

Solche Behälter werden als„Safebags" bezeichnet und sind in der Regel in der Form rundum verschließbarer, beuteiförmiger Einwegbehälter ausgebildet, vorzugsweise aus einer Kunststofffolie. In solchen Behältern werden Wertgegenstände, beispielsweise Banknoten und andere blattförmige Wertdokumente, aber auch Münzen, von einem Lieferanten oder Einzahler zu einer Bank oder einem Cashcenter transportiert.

Das Öffnen eines solchen Behälters bei einer empfangenden Stelle erfolgt derzeit in der Regel manuell, beispielsweise mittels einer Schere oder eines Messers. Nach dem Öffnen des Behälters werden die darin befindlichen Wertdokumente entnommen und beispielsweise mittels einer Wertdoku- mentbearbeitungsvorrichtung geprüft (beispielsweise hinsichtlich Echtheit, Zustand und/ oder Denomination).

Ein manuelles Öffnen eines solchen Behälters mittels Schere oder Messer ist nicht nur zeitaufwändig, sondern beinhaltet stets die Gefahr, dass in dem Behälter befindliche Wertdokumente beim Öffnen beschädigt werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demnach, ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, die den beschriebenen Nachteilen Rechnung trägt. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren mit den Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angege- ben.

Eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung zum zumindest partiellen Öffnen eines Behälters zum Transportieren von Wertgegenständen um- f asst eine Saugeinrichtung zum Ansaugen des Behälters und eine Trennein- richtung zum Auftrennen des von der Saugeinrichtung angesaugten Behälters, insbesondere zum Auftrennen des Behälters in einem angesaugten Bereich des Behälters. Die Saugeinrichtung umfasst vorzugsweise einen Saugkopf und gegebenenfalls eine Einrichtung zum Erzeugen eines Unterdrucks, d.h. ein Saugaggregat, und gegebenenfalls einen mit dem Saugaggregat ver- bundenen Saugschlauch, der den Saugkopf mit dem Saugaggregat verbindet. Der Saugkopf umfasst ein oder mehrere Saugöffnungen zum Ansaugen des Behälters. Die Trenneinrichtung umfasst in der Regel zumindest ein Trennmittel zum Auftrennen des Behälters, beispielsweise eine Klinge zum Aufschneiden des Behälters.

Bevorzugt führt die Trenneinrichtung das Auftrennen des angesaugten Behälters nur im angesaugten Bereich oder zwischen zwei oder mehreren angesaugten Bereichen des Behälters durch, insbesondere nur unmittelbar neben der Saugöffnung/ den Saugöffnungen des Saugkopfs. Die Trenneinrichtung führt das Auftrennen des Behälters bevorzugt nur in solchen Bereichen des Behälters durch, die von den Saugöffnungen maximal 2 cm, besonders bevorzugt von maximal 1 cm, entfernt sind. Dadurch dass nur im angesaugten Bereich oder in unmittelbarer Nähe des angesaugten Bereichs aufgetrennt wird, wird auch in solchen Fällen eine Beschädigung des Behälterinhalts vermieden, bei denen der angesaugte Bereich des Behälters durch das Ansaugen nur wenig von dem Behälterinhalt angehoben werden kann, d.h. bei relativ unelastischem oder straff sitzendem Behältermaterial bzw. bei geringer Saugleistung.

Das Trennmittel befindet sich beispielsweise nicht innerhalb einer Saugöffnung, sondern ist räumlich getrennt von der/ den Saugöffnung/ en in der dem aufzutrennenden Behälter zugewandten Oberfläche des Saugkopfs angeordnet. Bevorzugt weist die dem aufzutrennenden Behälter zugewandte Oberfläche des Saugkopfs mindestens zwei Saugöffnungen auf, wobei das Trennmittel bevorzugt zwischen diesen Saugöffnungen angeordnet ist. Im Vergleich zu einer einzigen (größeren) Saugöffnung, in der sich das Trennmittel befindet, wird dadurch erreicht, dass weniger Saugleistung erforderlich ist, aber der aufzutrennende Behälter dennoch zuverlässig in dem Be- reich angesaugt wird, in dem das Trennmittel den Behälter auftrennt.

Wie erwähnt, sind derartige Behälter zum sicheren Transportieren von Wertgegenständen vorgesehen und in der Regel in Form von Kunststoffbeuteln ausgebildet. Die Saugeinrichtung ist dann eingerichtet, zumindest einen Anteil einer Beutelwand des Behälters anzusaugen. Die Trenneinrichtung ist dann insbesondere eingerichtet zum Auftrennen der Beutelwand in einem angesaugten Bereich der Beutel wand.

Eine bevorzugte Ausführungsform eines Verfahrens zum zumindest partiel- len Öffnen eines Behälters, insbesondere eines beuteiförmigen Kunststoffbehälters, umfasst die Schritte des Ansaugens des Behälters, insbesondere des Ansaugens eines Anteils einer Beutelwand eines beuteiförmigen Behälters, mittels einer Saugeinrichtung und des Auftrennens des Behälters in einem angesaugten Bereich des Behälters mittels einer Trenneinrichtung. Beim Auftrennen des Behälters kann dieser, durch entsprechende Relativbewegungen zwischen der Trenneinrichtung und dem Behälter, z.B. entlang einer L-f örmigen oder U-f örmigen Schnittlinie oder entlang einer oder meh- rerer parallel zu den Seitenkanten des Behälters verlaufender Schnittlinien oder entlang einer oder mehrerer diagonaler Schnittlinien aufgetrennt werden.

Auf diese Weise kann ein entsprechender Behälter zum Transportieren von Wertgegenständen, insbesondere Wertdokumenten, schnell und einfach geöffnet werden. Die Trenneinrichtung und die Saugeinrichtung sind so angeordnet, dass der Behälter, d.h. insbesondere eine Behälterwand eines beuteiförmigen Behälters, mittels der Saugeinrichtung angesaugt wird und das Auftrennen des Behälters mittels der Trenneinrichtung in dem angesaugten Bereich erfolgt. Aufgrund des Ansaugens der Behälterwand im Wirkbereich der Trenneinrichtung kann eine Beschädigung von Wertdokumenten beim Öffnen vermieden werden. Zusätzlich wird das Öffnen des Behälters an sich vereinfacht. Es ist nicht mehr darauf zu achten, dass beim Öffnen der Inhalt des Behälters nicht beschädigt wird, da dies aufgrund des Wirkungsprinzips der Vorrichtung quasi automatisch verhindert wird.

Bevorzugt ist die Trenneinrichtung in den Saugkopf integriert, d.h. die Vorrichtung umfasst einen Saugtrennkopf. Auf diese Weise wird erreicht, dass nur jeweils derjenige (relativ kleine) Bereich des Behälters angesaugt zu wer- den braucht, in dem die Trenneinrichtung diesen gerade auftrennt. Da der angesaugte Bereich - aufgrund des Angesaugtseins - nicht in Kontakt mit Wertdokumenten in dem Behälter ist, können die Wertdokumente durch die Trenneinrichtung nicht beschädigt werden. Insbesondere ist die Trenneinrichtung in dem Saugkopf um eine Drehachse drehbar gelagert. Die Drehachse der Trenneinrichtung ist senkrecht zu der (dem aufzutrennenden Behälter zugewandten) Oberfläche des Saugkopfs orientiert. Das Trennmittel, insbesondere der zum Auftrennen des Behälters wirksame Abschnitt des Trennmittels, ist bevorzugt außerhalb der Drehachse der Trenneinrichtung angeordnet, insbesondere außerhalb des Mittelpunkts der Trenneinrichtung. Damit wird erreicht, dass sich das Trennmittel beim Auftrennen des Behälters - aufgrund der Reibungskraft zwischen Trennmittel und Behälter - selbstständig auf diejenige Seite der Drehachse dreht, in deren Richtung der Behälter relativ zur Trenneinrichtung bewegt wird. Auf diese Weise richtet sich das Trennmittel mit seiner Längsrichtung automatisch in die Schneidrichtung aus, ohne dass ein Bediener darauf achten müsste. Das Trennmittel, insbesondere die Klinge, kann über die (dem aufzutrennenden Behälter zugewandte) Oberfläche des Saugkopfs hinaus stehen, es kann aber auch bündig mit der Oberfläche des Saugkopfs abschließen. Um ein Verletzungsrisiko durch unvorsichtige Handhabung auszuschließen, kann das Trennmittel auch in einer Vertiefung, z.B. in einer Mulde, angeord- net sein, die in der Oberfläche des Saugkopfs vorhanden ist, wobei sich in dieser Vertiefung auch Saugöffnungen befinden. Der aufzutrennende Behälter wird dann in diese Vertiefung hinein gesaugt und durch das Trerinmittel aufgetrennt. Als Sicherheitsmaßnahme kann zusätzlich oder alternativ an der Saugkopf- Oberfläche auch eine (z.B. ringförmige) Hülse um das Trennmittel herum angebracht sein, die in den Saugkopf hinein versenkbar ist. Das Versenken der Hülse (in eine entsprechende Vertiefung des Saugkopfs) erfolgt z.B. entgegen der Kraft einer Feder, sobald der Saugkopf an den aufzutrennenden Behälter (oder umgekehrt der aufzutrennende Behälter an den Saugkopf) angedrückt wird.

Aber es kann auch vorgesehen sein, dass die Trenneinrichtung des Saug- köpf s entgegen der Kraft einer Feder aus dem Saugkopf herausgedrückt werden muss, um einen Behälter aufzutrennen. Bei einem manuell zu benutzenden Saugkopf kann der Saugkopf z.B. einen Grifftaster aufweisen, mit dem der Bediener die Trenneinrichtung gegen die Feder aus dem Saugkopf herausdrücken kann. Beim Loslassen des Grifftasters zieht sich die Trennein- richtung aufgrund der Federkraft wieder in den Saugkopf zurück.

Es kann auch vorgesehen sein, dass der manuell zu benutzende Saugkopf, wenn er nicht benutzt wird, klingenseitig geschützt in einem Köcher steht. Der Köcher kann mit einer Lichtschranke versehen sein, um die Anwesenheit des Saugkopfs zu detektieren. Durch seine Anwesenheit in dem Köcher unterbricht der Saugkopf den Schalter zu einer Saugpumpe. Beim Herausnehmen aus dem Köcher wird der Schalter automatisch geschlossen und schaltet die Saugpumpe ein. Nach dem Auftrennen des Behälters stellt der Bediener den Saugkopf wieder in den Köcher zurück, wodurch die Saugpumpe wie- der ausgeschaltet wird.

Statt des manuell zu benutzenden Saugkopfs kann aber auch einer oder mehrere Saugköpfe innerhalb eines geschlossenen Gehäuses integriert werden. Im Gehäuse kann eine Förderstrecke für den aufzutrennenden Behälter vorhanden sein, entlang der ein aufzutrennender Behälter in einer Folge von (z.B. elastischen rotierenden) Walzenpaaren durch des Gehäuse gefördert wird. Der Behälter kann z.B. in Längsrichtung an zwei zwischen den Walzenpaaren fix montierten Saugköpfen entlanggeführt werden, so dass der Behälter an beiden gegenüberliegenden Längskanten einseitig aufgeschnitten wird. Ein dritter Saugkopf kann, bei kurzzeitig angehaltenem Transport, den Behälter quer zur Transportrichtung aufschneiden (dritte Schnittkante). Das Ein- und Ausschalten der Saugpumpe kann wiederum mit Hilfe von Lichtschranken getriggert werden, die entlang der Förderstrecke angebracht sind und den Behälter detektieren. Der aufgeschnittene Behälter und der Inhalt verlassen das Gehäuse wieder. Da bei dieser Ausführung der Bediener keinen Zugriff auf das Trennmittel hat, besteht überhaupt kein Verletzungsrisiko für den Bediener. Weitere Vorteile des Verfahrens und der Vorrichtung ergeben sich unmittelbar aus den im Folgenden beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen.

Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist die Trenneinrichtung in der Vorrichtung ortsfest relativ zu einem Saugkopf der Saugeinrichtung angeordnet.

Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform können die Trenneinrichtung und die Saugeinrichtung der Vorrichtung derart eingerichtet sein, dass sie relativ zueinander verlagerbar sind. Die Saugeinrichtung kann bei- spielsweise einen Saugkopf umfassen, welcher sich zum Ansaugen des Behälters entlang oder über einen Anteil einer Beutelwand des Behälters erstreckt, beispielsweise in Form eines Rahmens oder dergleichen. Die

Trenneinrichtung kann dann zum Öffnen des Behälters entlang des Rahmens, d.h. entlang des angesaugten Bereichs des Behälters, geführt werden. Mittels dieser Ausführungsform kann beispielsweise ein Öffnen des Behälters entlang vorgegebener Trennlinien optimal unterstützt werden.

Wie bereits erwähnt, kann die Trenneinrichtung ein Trennmittel in Form einer Schneidvorrichtung umfassen, beispielsweise einer Klinge mit zumindest einer Schneide. Alternativ können andere mechanische Trennmittel vorgesehen sein, Trennmittel zum thermischen Trennen einer Kunststofffolie, Trennmittel zum Laserschneiden, oder entsprechende andere, geeignete Trennmittel.

Die Trenneinrichtung, die das Trennmittel aufweist, kann drehbar gelagert sein, z.B. in dem Saugkopf. Auf diese Weise kann das Trennmittel beim Öffnen des Behälters stets automatisch geeignet entgegen der Richtung ausgerichtet werden, in welcher das Trennmittel entlang des Behälters geführt wird bzw. in die Richtung, in die der Behälter entlang des Trennmittels geführt wird.

Gemäß einer ersten Variante kann die Vorrichtung derart eingerichtet sein, dass zum Öffnen des Behälters die Trenneinrichtung, manuell oder automa- tisch, relativ zu dem Behälter verlagert wird. Mit anderen Worten bleibt der Behälter während des Öffnens im Wesentlichen ortsfest, liegt beispielsweise auf eine Unterlage, und die Trenneinrichtung wird an dem Behälter entlang geführt, wodurch dieser geöffnet wird. Gemäß einer zweiten Variante kann die Vorrichtung derart eingerichtet sein, dass zum Öffnen des Behälters der Behälter relativ zu der Trenneinrichtung verlagert wird. Die Trenneinrichtung bleibt dabei im Wesentlichen ortsfest. Mit anderen Worten wird der Behälter geöffnet, indem dieser beispielsweise entlang eines feststehenden Saugtrennkopfes der Vorrichtung entlang ge- führt wird.

Allgemein kann der Behälter zum Öffnen derart angesaugt werden, dass der angesaugte Bereich des Behälters lediglich unmittelbar im Bereich der Trenneinrichtung angeordnet wird. Dies wird in der Regel der Fall sein, wenn die Vorrichtung einen vorstehend beschriebenen Saugtrennkopf um- fasst. Beim Verlagern der Trenneinrichtung relativ zu dem Behälter und/ oder beim Verlagern des Behälters relativ zu der Trenneinrichtung wird der Behälter somit aufgetrennt.

Alternativ kann der Behälter auch in einem sich über eine Oberfläche des Behälters länglich oder flächig erstreckenden Bereich angesaugt werden, beispielsweise dann, wenn der Saugkopf eine vorstehend beschriebene Rahmenform besitzt. Die Trenneinrichtung kann dann zum Auftrennen des Be- hälters innerhalb oder entlang des angesaugten Bereiches verlagert werden, wodurch der Behälter geöffnet wird.

Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beispielhaft beschrieben.

Darin zeigen:

Figuren 1 A und 1B eine bevorzugte Ausführungsform eines Saugtrennkopfes in perspektivische Ansicht und in geschnittener Ansicht;

Figur 2 eine alternative bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung zum Öffnen eines Behälters;

Figur 3 eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung zum Öffnen eines Behälters und

Figur 4 Schritte einer bevorzugten Ausführungsform eines Verfahrens zum Öffnen eines Behälters. In den Figuren 1A und 1B ist ein Saugtrennkopf 100 in perspektivische Ansicht und als Schnittansicht gezeigt. Der Saugtrennkopf 100 kann als eigenständige Vorrichtung 100 zum Öffnen eines Behälters der nachstehend beschriebenen Art verwendet werden oder als Teil einer solchen Vorrichtung 100", wie dies in Figur 3 angedeutet ist.

Behälter, welche mittels der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Vorrichtungen geöffnet werden können, sind Behälter, die zum Transportieren von Wertgegenständen vorgesehen sind. Transportierte Wertgegenstände sind dabei insbesondere blattförmige Wertdokumente, wie beispielsweise Banknoten. Allerdings werden mittels der Behälter häufig auch Münzen oder dergleichen transportiert.

Die Behälter, die„Safebags" genannt werden, liegen in der Regel als flache, beuteiförmige Behälter vor. In Draufsicht auf eine der beiden Hauptoberflächen sind die Behälter meist rechteckig. Vorzugsweise sind diese Behälter aus einer Kunststofffolie gefertigt. Die Behälter sind rundum verschlossen und weisen z.B. in etwa die Größe eines großen Briefumschlages auf, d.h. besitzen Seitenlängen von ca. 20 bis 30 cm. Üblicherweise ist auf dem Behäl- ter eine Anleitung zum manuellen Aufschneiden des Behälters aufgedruckt. Die Behälter können zur eindeutigen Kennzeichnung eine oder mehrere Kodierungen aufweisen, welche maschinell ausgelesen werden können. Geeignete Kodierungen sind beispielsweise Barcodes, kontaktlos auslesbare Transponder oder dergleichen.

Der Saugtrennkopf 100 aus Figur 1 umfasst einen Saugkopf 10 und ist über einen angedeuteten Saugschlauch 20 mit einem Saugaggregat 70 (vgl. Figur 3) verbunden. Durch ein solches Saugaggregat 70 kann Luft durch die Saugöffnungen 40 (wie durch die Pfeile in Figur 1B angedeutet) angesaugt wer- den. Auf diese Weise kann der Saugtrennkopf 100, wenn er nahe genug an einen zu öffnenden Behälter herangeführt wird bzw. wenn ein zu öffnender Beutel nahe genug an den Saugtrennkopf 100 herangeführt wird (vgl. Fig. 3), eine Oberfläche des zu öffnenden Behälters, insbesondere eine Beutelwand eines Kunststoffbeutels, ansaugen.

Die integral mit dem Saugkopf 10 angeordnete Trenneinrichtung 30 umfasst ein Trennmittel 50 in Form einer Klinge. Dieses Trennmittel 50 dient dazu, den Behälter im angesaugten Bereich aufzutrennen, d.h. im gezeigten Bei- spiel aufzuschneiden. Dazu kann einerseits der Saugtrennkopf 100 entlang des Beutels verlagert werden, beispielsweise dann, wenn der Saugtrennkopf 100 als eigenständige, manuell bedienbare Vorrichtung zum Öffnen des Behälters eingerichtet ist. Alternativ kann zum Öffnen des Behälters der Behälter entlang einer feststehenden Trenneinrichtung 30 vorbei geführt werden, beispielsweise dann, wenn der Saugtrennkopf 100 in einer Vorrichtung 100' gemäß Figur 3 integriert ist.

Die Trenneinrichtung 30 ist in dem Saugtrennkopf 100, wie in Figur 1B angedeutet, um eine Drehachse drehbar gelagert. Das Trennmittel 50, insbe- sondere der zum Auftrennen des Behälters wirksame Abschnitt des Trennmittels 50 (also die Spitze der Schneide) ist bevorzugt außerhalb der Drehachse der Trenneinrichtung 30 angeordnet (in Figur 1 A nach hinten versetzt zum Mittelpunkt der Trenneinrichtung 30). Damit wird erreicht, dass sich das Trennmittel 50 beim Auftrennen des Behälters - aufgrund der Reibungs- kraft zwischen Trennmittel 50 und Behälter - selbstständig auf diejenige Seite der Drehachse dreht, in deren Richtung der Behälter relativ zur Trenneinrichtung 30 bewegt wird. Auf diese Weise richtet sich das Trennmittel (die Klinge) 50 mit seiner Längsrichtung automatisch in die Schneidrichtung aus, ohne dass ein Bediener darauf achten müsste. In Figur 2 ist eine alternative Ausführungsform einer Vorrichtung 100' zum Öffnen eines vorstehend beschriebenen Behälters gezeigt. Die Vorrichtung 100' umfasst einen rahmenförmigen Saugkopf 110 mit einer Mehrzahl von Saugöffnungen 40. Die Saugöffnungen 40 sind über einen großen Anteil des Rahmens verteilt, so dass ein Behälter in diesem Anteil angesaugt werden kann. Die Rahmenform kann dabei im Wesentlichen die Ausmaße einer Oberfläche eines zu öffnenden Behälters besitzen. Der Saugkopf 110 kann einen Griff 115 umfassen, um den Saugkopf 110 zum Öffnen des Behälters auf dem zu öffnenden Behälter anzuordnen. Der Behälter kann dabei beispielsweise auf einer Unterlage, z.B. einem Tisch, flach aufliegen.

Figur 2 zeigt die Vorrichtung 100' dabei in Draufsicht auf die Seite, welche beim Öffnen des Behälters auf einer Oberfläche des Behälters aufliegt.

Der rahmenförmige Saugkopf 110 kann eine schlitzförmige Durchgangsöffnung 118 aufweisen, entlang derer ein Trennmittel 50, beispielsweise in Form einer Klinge, mittels einer knaufförmigen Trenneinrichtung 30 geführt werden kann. Dadurch kann der angesaugte Behälter entlang einer L-förmigen Schnittlinie geöffnet werden. Es versteht sich, dass die Form des Rahmens des Saugkopfes 110 beliebig ausgebildet sein kann, um jeweils geeignete Schnittlinien zu definieren. Die Trenneinrichtung 30 kann mit dem Saugkopf 110 verbunden sein oder aber als separate Einrichtung vorliegen. Alternativ kann der Saugkopf 110 ohne die Durchgangsöffnung 118 ausgebildet sein. In diesem Fall kann ein geeignetes separates Trennmittel, beispielsweise ein Messer, zum Öffnen des Behälters entlang des Rahmens geführt werden, während der Behälter an einer Oberfläche durch den Saugkopf 110 angesaugt wird. In Figur 3 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung 100" zum Öffnen eines Behälters zum Transportieren von Wertdokumenten gezeigt. Die Vorrichtung 100" umfasst eine plattenförmige Auflage 200, in welcher ein Saugtrennkopf 100 gemäß Figur 1 derart integriert ist, dass die Saugöffnungen 40 und das Trennmittel 50 an der Oberfläche angeordnet sind. Zum Öffnen eines Behälters kann dieser nun entlang des feststehenden Saugtrennkopfes 100 entsprechend der gewünschten Schnittlinien entlang geführt werden.

Der Saugtrennkopf 100 ist über den schematisch gezeigten Saugschlauch 20 mit einem ebenfalls schematisch angedeuteten Saugaggregat 70 verbunden. Der Saugtrennkopf 100 ist z.B. in einer Auflage der Vorrichtung integriert. Die (z.B. plattenförmige) Auflage 200 liegt in der Ausführungsform nach Fi- gur 3 auf einem quaderförmigen Kubus 300 auf, welcher das Saugaggregat 70 beinhaltet. Der Kubus 300 kann zusätzlich beispielsweise mit Rollen oder dergleichen ausgestattet sein, damit die Vorrichtung 100" als mobile Einheit dienen kann. Gemäß einer alternativen, nicht gezeigten Ausführungsform kann die Auflage 200 separat vorliegen, d.h. ohne den Kubus 300. Die Auflage kann dann beispielsweise auf einem Tisch oder dergleichen angeordnet werden. Die Auflage 200 muss nicht plattenförmig sein, sondern kann auch mehrere ebene, schräge und/ oder gekrümmte Flächen umfassen.

Die Vorrichtung 100" in Figur 3 (oder die entsprechende Ausführungsform ohne Kubus 300) kann zusätzliche Einrichtungen umfassen, welche eine Verarbeitung der aus einem geöffneten Behälter entnommenen Wertdokumente unterstützen. Ein Beispiel einer solchen Einrichtung ist eine Leseeinrichtung 210, welche eingerichtet ist, eine Kodierung, welche auf einem zu öffnenden Behälter angeordnet ist, auszulesen. Die Leseeinrichtung 210 kann beispielsweise als Barcode-Lesegerät oder das Lesegerät zum kontaktlosen Auslesen eines Transponders ausgebildet sein.

In der Regel wird das Öffnen eines solches Behälters zu Überwachungszwecken mittels einer Kamera (z.B. ist die Kamera, analog zur Leseeinrichtung 210, in der Auflage 200 integriert) überwacht. Eine entsprechende Videoaufzeichnung kann beispielsweise dann gestartet werden, wenn die Leseeinrichtung 210 eine Kodierung eines zu öffnenden Behälters ausgelesen hat. Ist das Entleeren eines Behälters abgeschlossen, kann die zu diesem Entleerungsvorgang gehörige Videoaufzeichnung beendet werden, beispielsweise sobald die Kodierung des nächsten Behälters eingescannt wird. Die aus dem Behälter entnommenen Wertdokumente können dann mittels einer geeigneten Bearbeitungsvorrichtung (nicht gezeigt) bearbeitet werden, beispielsweise auf Echtheit geprüft und gezählt werden. Die Vorrichtung 100" kann weiterhin geeignete Kommunikationsanschlüsse (nicht gezeigt) umfassen, beispielsweise einen USB- oder WLAN Anschluss. Damit kann eine Datenkommunikation der Vorrichtung 100" mit einem Steuerterminal (nicht gezeigt) und/ oder der Bearbeitungsvorrichtung erfolgen.

Optional kann die Vorrichtung 100" einen Metalldetektor (der z.B. analog zur Leseeinrichtung 210, in der Auflage 200 integriert ist) umfassen. Der Be- diener bringt den Behälter, nach dessen Entleerung, zur Kontrolle auf Münzen o.ä., in die Nähe des Metalldetektors. Der Metalldetektor kann noch in einem bereits geöffneten Behälter vorliegende Münzen schnell und einfach detektieren. Der Bediener wird, sofern sich noch Münzen in einer noch nicht umgestülpten Ecke des Behälter befindet, durch den Metalldetektor auf diesen Umstand hingewiesen, z.B. durch ein akustisches oder optisches Signal. Der Behälter braucht von dem Bediener dann nicht an jeder seiner Ecken vollständig umgestülpt zu werden. Durch den Metalldetektor wird daher die sichere Entleerung der Behälter vereinfacht und beschleunigt.

In Figur 4 sind die wesentlichen Schritte eines Verfahrens zum Öffnen eines Behälters gezeigt.

In Schritt Sl wird der Behälter mit dem Saugkopf 10, 110 angesaugt. In Schritt S2 wird der Behälter im angesaugten Bereich mittels der Trenneinrichtung 30 aufgetrennt. Dabei kann entweder der Behälter entlang einer feststehenden Trenneinrichtung 30 geführt werden (Schritt S2.1). Alternativ kann die Trenneinrichtung entlang des Behälters verlagert werden, wobei der Behälter nicht bewegt werden muss (Schritt S2.2). Es sind Ausführungsformen denkbar, bei denen beim Öffnen des Behälters sowohl der Behälter als auch die Trenneinrichtung verlagert, d.h. bewegt werden.

Gemäß konventioneller Öffnungsverfahren wird ein rechteckiger, flacher, beuteiförmiger Behälter in der Regel entlang einer oder mehrerer Seitenkanten manuell mittels einer Schere oder eines Messers aufgeschnitten und dann vollständig umgestülpt. Diese Verfahren sind zeitaufwändig und bergen stets die Gefahr, dass in dem Behälter angeordnete Wertdokumente beim Öffnen beschädigt werden.

Ein Öffnen des Behälters in der erfindungsgemäßen, beschriebenen Art bietet demgegenüber zahlreiche Vorteile. Zum einen kann ein Behälter wesentlich schneller und einfacher geöffnet werden. Gemäß einer ersten Variante kann beispielsweise der Saugtrennkopf 10 gemäß Figur 1 als eigenständige Vorrichtung entlang einer frei wählbaren Schnittlinie über eine Oberfläche eines zu öffnenden Behälters geführt werden. Die Schnittlinie kann dabei beispielsweise diagonal über eine Seite oder über beide Seiten des Behälters geführt werden. Alternativ kann der Behälter entlang eines L-förmigen Schnittes entlang zweier Seitenkanten des Behälters geöffnet werden. Auch ein U-förmiger Schnitt ist möglich. Sämtliche dieser Arten, den Behälter aufzutrennen, können mit wenigen Handgriffen durchgeführt werden. Ein Umstülpen des Behälters zum Entnehmen der darin befindlichen Wertdokumente wird im Gegensatz zu den konventionellen Verfahren deutlich erleichtert. Ein zweiter und wesentlicher Vorteil des beschriebenen Verfahrens besteht darin, dass die Gefahr, dass beim Öffnen des Behälters darin befindliche Wertdokumente beschädigt werden, praktisch ausgeschlossen werden kann, Dies liegt daran, dass die Behälterwand durch den Saugkopf 10, 110 angesaugt und damit von in dem Behälter vorliegenden Wertdokumenten weg gehalten wird, während der Behälter in dem angesaugten Bereich geöffnet wird.