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Title:
METHOD AND DEVICE FOR PALLETIZING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/053826
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for palletizing multilayered pallet goods (30), particularly bottles, comprising a mechanical palletizing assembly (1) encompassing three separate palletizing structures (8, 9, 10). The pallet (26) is constructed by said palletizing structures at least at two separate palletizing locations (16, 17, 18, 19) by means of a base part (27), several layers of pallet goods (30), several intermediate layers (28) and a cover (29). The pallet (26) is prepared, arranged into layers, and completed at different locations.

Inventors:
Hirschek, Herwig (Keplerstrasse 3a, Bobingen, 86399, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/014535
Publication Date:
July 03, 2003
Filing Date:
December 19, 2002
Export Citation:
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Assignee:
AUTEFA AUTOMATION GMBH (Röntgenstrasse 1-5, Friedberg, 86316, DE)
Hirschek, Herwig (Keplerstrasse 3a, Bobingen, 86399, DE)
International Classes:
B65G57/00; B65G57/24; (IPC1-7): B65G57/24; B65G57/00
Attorney, Agent or Firm:
Ernicke, Hans-dieter (Schwibbogenplatz 2b, Augsburg, 86153, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Palettieren von mehrlagigen Palettiergütern (30), insbesondere Flaschen, mit einer maschinellen Palettiereinrichtung (1), bestehend aus mindestenseinem Palettiergerät (8,9, 10), dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Palette (26) aus einem Bodenteil (27), mehreren Lagen Palettiergut (30), mehreren Zwischenlagen (28) und einem Deckel (29) durch drei getrennte Palettiergeräte (8,9, 10) mit Einzelfunktionen aufgebaut wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch<BR> g e k e n n z e i c h n e t, dass die Palette (26) an mindestens zwei örtlich getrennten Palettierplätzen (16,17, 18,19) aufgebaut wird, wobei die Vorbereitung, der Lagenaufbau und die Fertigstellung der Palette (26) an unterschiedlichen Stellen stattfinden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Paletten (26) parallel an mindestens zwei Paaren von örtlich getrennten Palettierplätzen (16,18 und 17,19) aufgebaut werden, wobei jeweils an einem ersten Palettierplatz (18,19) die Paletten (26) mit dem Bodenteil (27) und gegebenenfalls einer ersten Zwischenlage (28) vorbereitet und danach zum zugeordneten zweiten Palettierplatz (16,17) transportiert werden, wo der Lagenaufbau mit Palettiergut (30) und Zwischenlagen (28) erfolgt, wonach die Palette (26) zur Fertigstellung wieder zum zugeordneten ersten Palettierplatz (18,19) zurücktransportiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Paletten (26) an den Paaren von örtlich getrennten Palettierplätzen (16,18 und 17,19) mit einander überschneidenden Palettierzyklen aufgebaut werden. <BR> <BR> <P>5.
5. ) Palettiereinrichtung, bestehend aus mindestens einem Palettiergerät (8,9, 10), dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Palettiereinrichtung (1) drei getrennte Palettiergeräte (8,9, 10) mit Einzelfunktionen zum Aufbau der Palette aus einem Bodenteil (27), mehreren Lagen Palettiergut (30), Zwischenlagen (28) und einem Deckel (29) aufweist.
6. Palettiereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Palettiergeräte (8,9, 10) an mindestens zwei örtlich getrennten Palettierplätzen (16,17, 18,19) angeordnet sind, wobei die Vorbereitung, der Lagenaufbau und die Fertigstellung der Palette (26) an unterschiedlichen Stellen stattfinden.
7. Palettiereinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Palettiereinrichtung (1) vier oder mehr Palettierplätze (16,17, 18,19) aufweist, die in zwei oder mehr Paaren angeordnet sind, wobei zwischen den gepaarten Palettierplätzen (16,18, und 17,19) ein Palettenförder (23) angeordnet ist.
8. Palettiereinrichtung nach Anspruch 5,6 oder 7, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Palettiergeräte (8,9, 10) als mehrachsige Roboter, vorzugsweise als 2Achsroboter mit einem portalartigen Gestell (11), einer darauf laufenden Verfahreinheit (12) und einer hebund senkbaren Greifeinrichtung (13, 14., 15) ausgebildet sind.
9. Palettiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Palettiereinrichtung (1) zwei örtlich getrennte Palettiereinheiten (6, 7), aufweist, wobei in der ersten Palettiereinheit (6) zwei Palettierplätze (16,17) und zwei Palettiergeräte (8,9) für den Lagenaufbau aus Palettiergut (30) und Zwischenlagen (28) angeordnet sind und die zweite Palettiereinheit (7) zwei Palettierplätze (18,19) und ein Palettiergerät (10) zur Vorbereitung und Fertigstellung der Palette (26) besitzt.
10. Palettiereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass in der ersten Palettiereinheit (6) die Palettiergeräte (8,9) ein gemeinsames Gestell (11) aufweisen.
11. Palettiereinrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass in der ersten Palettiereinheit (6) neben den zwei eng benachbarten Palettierplätzen (16,17) beidseits eine Bereitstellung (2) für Palettiergut (30) in Lagenform und ein Vorrat (21) für Zwischenlagen (28) angeordnet sind.
12. Palettiereinrichtung nach Anspruch 9,10 oder 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass in der zweiten Palettiereinheit (6) neben den zwei eng benachbarten Palettierplätzen (18,19) beidseits ein ein Vorrat für Bodenteile (20), ein Vorrat (22) für Deckel (29) und ein Vorrat (21) für Zwischenlagen (28) angeordnet sind.
13. Palettiereinrichtung nach einem der vorhergehenden. Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Palettiereinrichtung Palettenförderer (23), Teileförderer (24) und mindestens einen Rangierförderer (25) aufweist.
14. Palettiereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die Bereitstellung (2) für das Palettiergut (30) in Lagenform einen Umsetzer (3) für das von mindestens einem Förderer (5) einzeln oder in Reihe zugeführte Palettiergut (30) und ein oder mehrere Trays (4) zur Bildung und abholgerechten Anordnung von Palettiergutlagen aufweist.
Description:
BESCHREIBUNG Verfahren und Einrichtung zum Palettieren Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Palettieren mit den Merkmalen im Oberbegriff des Verfahrens-und Vorrichtungshauptanspruchs.

Aus der EP-1 073 598 B1 und der Praxis sind Palettiereinrichtungen bekannt, die ein Palettiergerät oder maximal zwei Palettiergeräte umfassen. Die Palettiergeräte sind mit Greifeinrichtungen ausgestattet, mit denen sie das Palettiergut, Zwischenlagen in Form von Kartonböden oder Folien und einen Deckel oder Stabilisierungsrahmen handhaben und nacheinander auf einem meist anderweitig bereit gestellten Bodenteil zur fertigen Palette aufstapeln.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bessere und leistungsstärkere Palettiertechnik aufzuzeigen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Verfahrens-und Vorrichtungshauptanspruch.

Die verschiedenen Arbeitsschritte bei der Palettierung erfolgen mit unterschiedlichen Geräten sowie vorzugsweise an unterschiedlichen Stellen der Palettiereinrichtung und können getrennt voneinander ablaufen. Die maschinelle und vollautomatische Palettiereinrichtung besitzt drei getrennte Palettiergeräte mit unterschiedlichen Einzelfunktionen für den Aufbau der Palette. Durch diese Funktionstrennung kann die Palettierung mit optimaler Leistung und Geschwindigkeit erfolgen. Die Leistungsfähigkeit ist höher als bei der vorbekannten Palettiertechnik. Dies ist vor allem auch in Verbindung mit leistungsstarken Palettiergutzuführungen und einer

Palettenbildung mit kompletten Palettiergutlagen von Vorteil. Es ist möglich, die Palettierleistung mit einer einzelnen Palettiereinrichtung aufzubringen, was einen deutlich verringerten Bau-, Platz-und Investitionsaufwand gegenüber dem Stand der Technik bedeutet.

Eine weitere Leistungssteigerung ist möglich, wenn die verschiedenen Funktionen beim Aufbau der Palette auf mehrere örtlich getrennte Palettierplätze und insbesondere auf mehrere solcher Palettierplatz-Paarungen verteilt werden. Hierdurch kann z. B. die Palettenvorbereitung mit der Bereitstellung des Bodenteils und einer aufgelegten Zwischenlage getrennt von der eigentlichen Palettierfunktion und dem Aufstapeln der verschiedenen Palettiergutlagen mit den eingefügten Zwischenlagen erfolgen. Der Stapelprozess für die Palettiergutlagen kann hierdurch ohne Unterbrechung laufen. Im Weiteren kann auch die Fertigstellung der aufgestapelten Palette mit der Auflage eines Deckels oder Stabilisierungsrahmens und einer evtl. Verpackung oder Umreifung wiederum an anderer Stelle erfolgen, wobei dies ggf. der gleiche Palettierplatz wie bei der Palettenvorbereitung sein kann.

Bei dieser Vorgehensweise werden die eigentlichen Stapelvorgänge für die Palettiergutlagen und die Vorbereitungs-und Fertigstellungsvorgänge örtlich getrennt und mit unterschiedlichen Prozesstakten durchgeführt, was eine Optimierung der einzelnen Vorgänge und Funktionen erlaubt.

Durch die Aufteilung der Palettiervorgänge auf unterschiedliche Palettierplätze kann auch ein weiteres Problem gelöst werden. Die zunächst lose aufgestapelten Paletten lassen sich nämlich wegen ihrer relativen Instabilität nur langsam bewegen und transportieren.

Dieser Fördervorgang braucht relativ viel Zeit, was bei einer Einplatz-Lösung den Geschwindigkeitsgewinn durch den Einsatz von drei Palettiergeräten begrenzen kann. Durch

die Parallelanordnung von mehreren Paarungen örtlich getrennter Palettierplätze kann diese Beschränkung aufgehoben werden. Außer den Zeiten für die Vorbereitung und Fertigstellung der Palette kann auch die Transportzeit aus dem Arbeitszyklus des Lagenaufbaus ausgekoppelt werden. Die Stapelvorgänge für die Palettiergutlagen und die Zwischenlagen können ohne Unterbrechung weiterlaufen.

In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.

Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im Einzelnen zeigen : Figur 1 : eine Draufsicht auf eine Palettiereinrichtung, Figur 2 : eine vergrößerte Darstellung der Anordnung von Figur 1 und Figur 3 : eine fertiggepackte Palette in schematischer Seitenansicht.

Figur 1 zeigt eine maschinelle vollautomatische Palettiereinrichtung (1), die zum Aufbau von Paletten (26) dient, wie sie in Figur 3 näher dargestellt sind.

Diese Paletten (26) bestehen aus einem Bodenteil (27) aus Kunststoff, Holz oder dergleichen, auf dem die nachfolgenden Lagen aufgestapelt werden. Auf dem Bodenteil liegt eine Zwischenlage (28), die aus Karton, Kunststoff oder dergleichen anderen geeigneten Materialien bestehen kann. Auf der Zwischenlage (28) steht eine Palettiergutlage (30), bei der es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um eine Flaschenlage handelt. Hierauf sind wiederum in abwechselnder Reihenfolge Zwischenlagen (28) und Palettiergutlagen (30) gestapelt. Auf die oberste Palettiergutlage (30) wird eine weitere Zwischenlage (28) gelegt und auf dieser ein Deckel (29) angeordnet, der z. B. ein umlaufender Stabilisierungsrahmen aus Holz, Kunststoff oder dergleichen sein kann. Der Deckel (29) kann alternativ ein Stülpboden oder dergleichen andere beliebig geeignete Konstruktion sein. Auf die oberste und unterste Zwischenlage (28) kann ggf. verzichtet werden. Am Ende kann die fertig gepackte Palette (26) mit einer Verpackung (31) umgeben werden. Dies können Stabilisierungsbänder,

eine Folienverpackung, z. B. eine Schrumpffolie oder dergleichen andere Verpackungen sein. Die Verpackung kann innerhalb oder außerhalb der Palettiereinrichtung (1) angebracht werden. Im gezeigten. Ausführungsbeispiel erfolgt die Verpackung außerhalb der Palettiereinrichtung (1) in einer nachgeschalteten Verpackungseinheit (nicht dargestellt).

Die Palettiereinrichtung (1) umfasst drei automatische Palettiergeräte (8,9, 10), die unterschiedliche Einzelfunktionen zum Aufbau der Palette haben. Die Palettiergeräte (8,9, 10) sind an mindestens zwei örtlich getrennten Palettierplätzen (16,17, 18,19) angeordnet.

Hierbei finden die Vorbereitung und die Fertigstellung der Palette (26) sowie der Lagenaufbau mit dem Aufstapeln der Palettiergutlagen (30) an unterschiedlichen Stellen statt.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier Palettierplätze (16,17, 18,19) vorhanden, die in zwei parallelen Paarungen von untereinander durch zwei Palettenförderer (23) verbundenen Palettierplätzen (16,18 und 17,19) angeordnet sind.

Die Palettiereinrichtung (1) ist in der gezeigten Ausführungsform auf zwei nebeneinander angeordnete Palettiereinheiten (6,7) aufgeteilt, welche untereinander durch die Palettenförderer (23) verbunden sind. Die Palettiergeräte (8,9, 10) sind ebenfalls auf die zwei Palettiereinheiten (6,7) aufgeteilt.

Die erste Palettiereinheit (6), die im gezeigten Ausführungsbeispiel an eine nachfolgend beschriebene Bereitstellung (2) für das Palettiergut (30) angeschlossen ist, beinhaltet zwei Palettiergeräte (8,9) und zwei Palettierplätze (16,17), auf denen die Palettiergutlagen (30) und die Zwischenlagen (28) aufeinander gestapelt werden. Die beiden Palettierplätze (16,17) sind eng benachbart nebeneinander angeordnet und werden von beiden

Palettiergeräten (8,9) bedient. Außenseitig neben dem einen Palettierplatz (16) ist ein Vorrat (21) für Zwischenlagen (28) angeordnet. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich neben dem anderen Palettierplatz (17) die Bereitstellung (2) für das Palettiergut (30).

Die zweite Palettiereinheit (7) beinhaltet das dritte Palettiergerät (10) und zwei ebenfalls eng benachbarte Palettierplätze (18,19), auf denen die vorerwähnten Vorbereitungs-und Fertigstellungsvorgänge ablaufen. Die beiden Palettierplätze (18, 19) sind durch die erwähnten Palettenförderer (23) mit dem jeweils zugehörigen Palettierplatz (16,17) für den Lagenaufbau verbunden. In der zweiten Palettiereinheit (7) ist neben dem einen oberen Palettierplatz (18) ein Vorrat (22) für Deckel oder Stabilisierungsrahmen (29) angeordnet. Neben dem anderen unteren Palettierplatz (19) befinden sich nebeneinander ein Vorrat (20) für Bodenteile (27) und ein Vorrat (21) für Zwischenlagen (28).

Die Vorräte oder Vorratsplätze (20,21, 22) können als Magazine zur Aufnahme von ein oder mehreren Stapeln der Bodenteile (27), Zwischenlagen (28) und Deckel (28) ausgebildet sein. Sie sind an Teileförderer (24) angeschlossen, die wiederum mit größeren Vorratsstellen über einen Quer-oder Rangierförderer (25) oder ein oder mehrere andere Förderer verbunden sind. Hierdurch können die Vorratsstellen schnell mit neuem Material versorgt werden. Über den Querförderer oder Rangierförderer (25) können auch die Palettenförderer (23) untereinander verbunden und an eine gemeinsame einheitliche Ausgabelinie (32) angeschlossen werden.

Die Palettiergeräte (8,9, 10) sind in der gezeigten Ausführungsform als Roboter mit zwei oder mehr Achsen ausgebildet, die jeweils aus einem portalartigen Gestell (11) und einer darauf in ausreichender Höhe beweglichen

laufkatzenartigen Verfahreinheit (12) bestehen. Die Verfahreinheiten (12) haben jeweils eine Greifeinrichtung (13,14, 15), die heb-und senkbar am Rahmen der . Verfahreinheit (12) befestigt ist, gegebenenfalls zusätzlich um die Hubachse gedreht werden kann und die an das jeweils zu greifende Teil angepasst ist.

Die Palettiergeräte (8,9, 10) führen in der gezeigten Ausführungsform eine mehrachsige Überhebebewegung durch.

Alternativ sind andere Kinematiken, z. B. eine Verschiebebewegung oder dgl. möglich.

Die Greifeinrichtungen (13,14, 15) können z. B. aus Sauggreifern, Klemmgreifern oder dgl. für das Palettiergut (30), z. B. Flaschen, bestehen. Das Palettiergut (30) kann gegebenenfalls auch von der Bereitstellung (2) auf den Palettierplatz (16,17) mit einem Klemmschieber überschoben werden, wobei an einer der beiden Stellen über einen Hubtisch oder dgl. eine Höhenanpassung an die veränderliche Palettenhöhe erfolgt.

Bei der ersten Palettiereinheit (6) sind die Verfahreinheiten (12) der beiden Roboter (8,9) auf einem gemeinsamen Gestell (11) angeordnet und können quer über die Reihe der Palettierplätze (16,17) und des Vorrats (21) sowie der Bereitstellung (2) hin und her verfahren. Der obere Roboter (9) hat hierbei eine Greifeinrichtung (14), die auf Zwischenlagen (28) abgestimmt ist und diese vom Vorrat (21) entnehmen und auf den Palettierplatz (16,17) ablegen kann. Der andere untere Roboter (8) besitzt eine Greifeinrichtung (13) für das Palettiergut (30), welche vorzugsweise die gesamte Palettiergutlage an der Bereitstellung (2) ergreift und in einem Zug auf den Palettierplatz (16,17) umsetzt. Ein solche lagenweise Palettierung ist besonders schnell und leistungsfähig.

Alternativ können die Palettiergüter einzeln oder in kleineren Gruppen aufgenommen und zur Palettenbildung

umgesetzt werden. Die beiden Roboter (8,9) bedienen dabei beide Palettierplätze (16,17) und arbeiten abwechselnd.

Der Roboter (10) an der zweiten Palettiereinheit (7) ist in ähnlicher Weise mit einem eigenen Gestell (11), einer Verfahreinheit und einer Greifeinrichtung (15) ausgestaltet. Die Greifeinrichtung (15) ist vorzugsweise als multifunktioneller Greifer ausgebildet, der sowohl.

Bodenteile (27), wie auch Zwischenlagen (28) und Deckel (29) greifen, transportieren und auf den Palettierplätzen (18,19) ablegen kann. Der Roboter (10) ist vom Stapeltakt der vorzugsweise sehr schnellen Hochleistungs-Roboter (8,9) in der ersten Palettiereinheit (6) entkoppelt und kann langsamer sein, weil für die Vorbereitung des Bodenteils (27) mit der aufgelegten Zwischenlage (28) und für die Fertigstellung der gestapelten Palette mit der Auflage des Deckels (29) und einer evtl. Zwischenlage (28) relativ viel Zeit zur Verfügung steht. Alternativ kann der Roboter (10) mit einzelfunktionalen und wechselbaren Greifern für Bodenteile (27), Zwischenlagen (28) und Deckel (29) ausgerüstet sein, die nach Bedarf ausgetauscht werden.

Die Bereitstellung (2) für das vorzugsweise in einer Lage bereits zusammengestellte Palettiergut (30) kann in beliebiger Weise ausgebildet sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht das Palettiergut (30) aus Flaschen, insbesondere Kunststoff-oder Glasflaschen.

Diese werden von einem Flaschenerzeuger (nicht dargestellt) über einen Zuführförderer (5) einem Umsetzer (3) zugeführt, der die in ein oder mehreren parallelen Reihen bereit gestellten Flaschen mit einer entsprechenden Greifeinrichtung erfasst, zur Seite bewegt und auf ein oder mehrere Trays oder Zwischenträger (4) umsetzt, wobei auf den Trays (4) die komplette palettiergerechte Flaschenlage gebildet wird. Der Umsetzer (3) kann beispielsweise eine konstruktive Ausbildung wie in der

EP-1 073 598 Bl oder der WO 00/69760 haben.

In der bevorzugten Ausführungsform ist beidseits neben dem quer verfahrbaren Umsetzer (3) jeweils ein Tray (4) angeordnet, der mittels eines geeigneten Längsförderers, z. B. eines Shuttles aus der Übernahmeposition am Umsetzer (3) in die Bereitstellungsposition (2) an der ersten Palettiereinheit (6) gebracht werden kann. Hierbei werden die Trays (4) wechselweise beladen und in die Bereitstellung (2) gebracht. Dies ermöglicht eine unterbrechungsfreie Zuführung von Palettiergutlagen (30).

Zur Bildung einer Palette (26) wird zunächst an einem der beiden Palettierplätze (18,19) vom Roboter (10) ein Bodenteil (27) abgelegt und auf diesem eine Zwischenlage (28) plaziert. Das Bodenteil (27) wird dann über den Palettenförderer (23) zum angeschlossenen Palettierplatz (16,17) in der ersten Palettiereinheit (6) gebracht. Hier werden von den Robotern (8,9) abwechselnd Palettiergutlagen (30) und Zwischenlagen (28) aufeinander gestapelt. Sobald der Stapel fertig ist, wird die fast fertige Palette (26) auf dem gleichen Palettenförderer (23) wieder zurück zum angeschlossenen Palettierplatz (18, 19) in der zweiten Palettiereinheit (7) gebracht, wo der Roboter (10) anschließend den Deckel (22) und ggf. zuvor eine Zwischenlage (28) auflegt. Diese oberste Zwischenlage (28) kann alternativ auch noch in der Palettiereinheit (6) aufgelegt werden. Die nun fertig gestellte Palette (26) wird aus der zweiten Palettiereinheit (7) abtransportiert und über den Palettenförderer (23) sowie ggf. den Rangierförderer (25) zur Ausgabelinie (32) transportiert. Anschließend kann der Palettierzyklus von neuem mit der Bereitstellung eines Bodenteils (27) und einer Zwischenlage (28) in der zweiten Palettiereinheit (7) beginnen.

Durch die Anordnung der Palettierplätze (16,17, 18, 19) in zwei Paaren können einander überschneidende Palettierzyklen gefahren werden. Wie Figur 1 verdeutlicht, wird am oberen Palettierplatz (16) in der ersten Palettiereinheit (6) gerade eine Palette aufgebaut, wobei der obere Roboter (9) eine Zwischenlage (28)--absetzt, während der untere Roboter (8) von der Bereitstellung (2) schon eine Palettiergutlage (30) bringt. Der angeschlossene zweite Palettierplatz (18) ist in diesem Fall leer, was durch die gestrichelte Darstellung eines Bodenteils verdeutlicht wird.

Während dieses Palettierzyklusses wird am anderen Palettierplatz (19) in der zweiten Palettiereinheit (7) am Roboter (10) gerade eine Zwischenlage (28) auf das bereits positionierte Bodenteil (27) aufgelegt. Der zugehörige Palettierplatz (17) in der ersten Palettiereinheit (6) ist gerade leer. Sobald das Bodenteil (27) fertig bestückt ist, wird es auf den Palettierplatz (17) gebracht und steht für den dortigen Stapelprozess bereit, der sofort beginnen kann, wenn am anderen Palettierplatz (16) der Palettenstapel fertig ist und auf dem Palettenförderer (23) abtransportiert wird. Der Wechsel beim Stapelprozess von einem zum anderen Palettierplatz (16,17) kann verzögerungsfrei erfolgen. Für den Abtransport der aufgestapelten und noch labilen Palette (26) auf dem Palettenförderer (23) steht ausreichend Zeit zur Verfügung, so dass die Fördergeschwindigkeit der Palettenlabilität angepasst und niedrig sein kann. Auch für die anschließende Fertigstellung der Palette mit der Deckelauflage sowie den anschließenden Abtransport der vorläufig fertigen Palette (26) und der Vorbereitung einer neuen Palette ist genügend Zeit. Die Zykluszeiten beim Stapelprozess bzw. dem sogenannten Lagenaufbau an den Palettierplätzen (16,17) in der ersten Palettiereinheit (6) sind auf die Zyklus-und Transportzeiten an den anderen Palettierplätzen (18,19) in der zweiten

Palettiereinheit (7) angepasst, so dass vorzugsweise zumindest bei der ersten Palettiereinheit (6) keine Unterbrechung stattfindet.

Abwandlungen der gezeigten Ausführungsform sind in verschiedener Weise möglich. Anstelle der gezeigten zweiachsigen Roboter können die Palettiergeräte (8,9, 10) eine beliebige andere konstruktive Ausgestaltung haben und z. B. als sechsachsige Gelenkarmroboter ausgebildet sein.

Grundsätzlich können hierbei auch drei Palettiergeräte auf einen Palettierplatz in entsprechender Funktionsreihenfolge arbeiten.

Ferner können mehr als zwei getrennte Palettiereinheiten (6,7) vorhanden sein. Hierbei können z. B. an drei in Paletten-Förderrichtung hintereinander angeordneten Palettiereinheiten die Paletten (26) in einem Durchlaufsystem aufgebaut werden, wobei die Vorbereitung der Paletten (26) in der ersten Palettiereinheit und die Fertigstellung der Paletten (26) in der dritten Palettiereinheit stattfinden. Die Fertigstellung kann mit einem Verpackungsvorgang kombiniert sein.

Eine weitere Leistungssteigerung ist möglich, wenn an jeder Palettiereinheit (6,7) mehr als zwei nebeneinander liegende Paarungen von Palettierplätzen (16,17, 18,19) vorhanden sind, z. B. drei, vier oder mehr Paarungen.

Hierbei lassen sich ggf. auch mehrere Paletten gleichzeitig auf verschiedenen Palettierplätzen (16,17) in der ersten Palettiereinheit (6) aufbauen. Hierbei wird von den zur Verfügung stehenden Palettierplätzen einer für den Palettenwechsel bereit gehalten, während auf den verbleibenden anderen Palettierplätzen ein gleichzeitiger Stapelaufbau bei jeweils unterschiedlichem Stapelfortschritt stattfindet. Bei z. B. vier Paarungen erfolgt somit ein gleichzeitiger Stapelaufbau an drei Palettierplätzen, während an einem Palettierplatz ein

Palettenwechsel stattfindet. Sobald ein Stapel fertig ist, wird die Palette ausgefahren und gleichzeitig an dem freigehaltenen Palettierplatz eine neue Stapelbildung begonnen. Sobald kurz darauf der nächste Stapel fertig ist, ist der kurz zuvor geleerte Palettierplatz wieder neu mit einem Bodenteil und einer Zwischenlage beschickt. Ein solcher Mischbetrieb ergibt eine wesentlich höhere Leistungskapazität der Palettiereinrichtung.

In weiterer Abwandlung können in der zweiten Palettiereinheit (7) eine kleinere Zahl von Palettierplätzen (18,19) für Vorbereitung und Fertigstellung der Palette vorgehalten werden, die über ein oder mehrere zwischengeschaltete Rangierförderer mit wahlweiser Belegung an die Palettierplätze (16,17) in der ersten Palettiereinheit (6) angeschlossen sind. Durch diese Entkoppelung der Palettiereinheiten (6,7) über Zwischenförderer oder Rangierförderer kann die Leistungsfähigkeit der Einheiten noch besser und feiner aufeinander abgestimmt werden.

Die gezeigte Palettiereinrichtung (1) ist für beliebige Arten von Palettiergut (30) geeignet. Dies können außer den gezeigten Flaschen auch Dosen, Päckchen oder dergleichen andere Gegenstände sein. Sie können außerdem auf andere als die beschriebene Art an der Bereitstellung (2) zugeführt werden. Ggf. kann an der Bereitstellung (2) auch erst die Lagenbildung und Zusammenstellung der einzelnen Palettiergüter stattfinden.

BEZUGSZEICHENLISTE 1 Palettiereinrichtung 2 Bereitstellung Palettiergut 3 Umsetzer 4 Tray, Zwischenträger 5 Zuführförderer, Flaschenzuführung 6 Palettiereinheit 7 Palettiereinheit 8 Palettiergerät, Roboter 9 Palettiergerät, Roboter 10 Palettiergerät, Roboter 11 Gestell 12 Verfahreinheit 13 Greifeinrichtung für Palettiergut, Flaschenlage 14 Greifeinrichtung für Zwischenlagen 15 Greifeinrichtung für Bodenteil und Deckel 16 Palettierplatz für Lagenaufbau 17 Palettierplatz für Lagenaufbau 18 Palettierplatz für Vorbereitung/Fertigstellung 19 Palettierplatz für Vorbereitung/Fertigstellung 20 Vorrat Bodenteil 21 Vorrat Zwischenlage 22 Vorrat Deckel 23 Palettenförderer 24 Teileförderer 25 Rangierförderer 26 Palette 27 Bodenteil 28 Zwischenlage 29 Deckel, Stabilisierungsrahmen 30 Palettiergut, Flaschenlage 31 Verpackung, Band, Folie 32 Ausgabelinie