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Title:
METHOD AND DEVICE FOR PROCESSING FISH, POULTRY, OR OTHER MEAT PRODUCTS TRANSPORTED IN MULTITUDE ALONG A PROCESSING LINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/043370
Kind Code:
A1
Abstract:
In a method for processing fish, poultry, or other meat products transported in multitude along a processing line (10), components to be excluded from consumption are separated, and the food products (7) thus obtained for consumption are checked for remaining residue by means of an automatic inspection device (3). Separation is carried out such that in a number of food products (7) minimized residue of at least one type is selectively permitted and brought in for further processing, particularly for optimizing food product yield. The automatic inspection device (3) is adjusted to detect the minimized tolerated residue, and inspected food products (71, 72) free of residue and comprising the tolerated residue are separated from each other. In a device (1) for carrying out the method, a separating device (2) is equipped with at least one separating tool such that in a number of food products (7) minimized tolerated residue of at least one type remains for further processing of the food products (7), and the inspection device (3) is connected to a separating device (41), which distinguishes residue-free and residue-containing food products (71, 72) according to the inspection results and delivers the same separately.

Inventors:
HAUCKE, Hartmut A. (Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG, Geniner Strasse 249, Lübeck, 23560, DE)
MILLER, Ralph Anderson (Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG, Geniner Strasse 249, Lübeck, 23560, DE)
HEARN, Paul M. (Baader-Canppolar Inc, 702 Water Street, St. John's NF A1E 1C1, CA)
NICHOLAS, Shawn (Baader North America Comp, 2955 Fairfax TrafficwayKansas City, KS, 66115, US)
Application Number:
EP2006/009682
Publication Date:
April 17, 2008
Filing Date:
October 06, 2006
Export Citation:
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Assignee:
NORDISCHER MASCHINENBAU RUD. BAADER GMBH + CO.KG (Geniner Strasse 249, Lübeck, 23560, DE)
HAUCKE, Hartmut A. (Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG, Geniner Strasse 249, Lübeck, 23560, DE)
MILLER, Ralph Anderson (Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG, Geniner Strasse 249, Lübeck, 23560, DE)
HEARN, Paul M. (Baader-Canppolar Inc, 702 Water Street, St. John's NF A1E 1C1, CA)
NICHOLAS, Shawn (Baader North America Comp, 2955 Fairfax TrafficwayKansas City, KS, 66115, US)
International Classes:
A22C25/00; G01N33/12; A22C25/00; G01N33/02
Attorney, Agent or Firm:
WENZEL & KALKOFF (Grubesallee 26, Hamburg, 22143, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Verfahren zum Bearbeiten von in Mehrzahl entlang einer Bearbeitungslinie (10) geförderten Fisch-, Geflügel- oder anderen Fleischprodukten jeder Art und Form, die nicht verzehrbare oder vom Verzehr auszuschließende abzutrennende Bestandteile (Abtrennbestandteile) wenigstens einer Art enthalten, wobei die Abtrennbestandteile von den Fleischprodukten getrennt werden und dadurch zum Verzehr gewonnene Verzehrprodukte (7) mittels einer automatischen Inspektionseinrichtung (3) auf beim Trennen zurückgebliebene Reste geprüft werden, umfassend folgende Schritte:

i) Die Abtrennbestandteile werden von den Fleischprodukten derart getrennt, dass bei einer Anzahl der Verzehrprodukte (7) minimierte Reste wenigstens einer Art zum weiteren Bearbeiten der Verzehrprodukte (7), insbesondere zum Optimieren der Verzehrproduktgewinnung zugelassen und herbeigeführt werden;

ii) die automatische Inspektionseinrichtung (3) wird zum Feststellen der minimierten Toleranzreste eingestellt und

iii) von der Inspektionseinrichtung (3) abgegebene und mit den Toleranzresten behaftete und restfreie Verzehrprodukte (71, 72) werden separiert.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der automatischen Inspektionseinrichtung (3) festgestellten und von ihr abgegebenen, Toleranzreste aufweisenden Verzehrprodukte (71) getrimmt werden, indem Toleranzreste vorzugsweise manuell abgetrennt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ge- trimmten Verzehrprodukte (73) sowie von der Inspektionseinrichtung (3) als restfrei festgestellte und abgegebene Verzehrprodukte (71) einer gemeinsamen Bearbeitungslinie (10) zugeführt werden.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der gemeinsamen Bearbeitungslinie (10) zusätzlich eine manuelle Inspektion zum Feststellen von Toleranzresten und ein manuelles Trimmen zum Abtrennen von Toleranzresten durchgeführt werden.

5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende der gemeinsamen Bearbeitungslinie eine manuelle oder automatische Endinspektion zum Feststellen von Toleranzresten durchgeführt wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Inspektionseinrichtung (3) wenigstens eine Toleranzreste repräsentierende Textur und gegebenenfalls wenigstens eine weitere Substanz- Textur der Verzehrprodukte gemessen werden und wenigstens eine Größe ermittelt wird, die eine qualitative, quantitative und/oder örtliche Textur-Substanzinfor- mation der Verzehrprodukte (7) repräsentiert und zum Beeinflussen wenigstens eines Abtrennprozesses vor und gegebenenfalls wenigstens eines weiteren Bearbeitungsprozesses (U, D) vor und/oder hinter der Inspektionseinrichtung (3) verwendet wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere zu inspizierende Texturen bzw. abzutrennende Texturstellen durch Toleranzreste bestimmt sind, die Knochen, Knorpel, Blutgefäße, Fett, Haut, Membranen, Blasen, Sehnen, Gewebe, Parasiten, Einschlüsse, Struktur-/Sub- stanzabnormitäten, Fremdkörper od. dgl. enthalten.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere zu inspizierende Texturen durch wenigstens einen Fleischbereich, wenigstens einen Schichtbereich, wenigstens einen Knochenbereich und/ oder eine Mischstruktur solcher Bereiche bestimmt sind.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Vergleichsgröße und/oder Relation von Vergleichs-

großen vorgegeben werden, um nach Maßgabe der Vorgabe(n) wenigstens einen Bearbeitungsprozess (U, D) zu beeinflussen.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgabegröße(n) nach Maßgabe von Charakteristika des zu bearbeitenden

Fleischproduktes, Verzehrproduktes (7) und/oder nach Bearbeitungsparametern bestimmt werden.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeich- n e t, dass mit der Inspektionseinrichtung (3) wenigstens eine den Grad der Verzehrproduktgewinnung (Ausbeute) repräsentierende Größe ermittelt und zum Optimieren der Gewinnung verwendet wird, indem die den Gewinnungsgrad repräsentierende Größe zum Steuern der Bearbeitung vor der Inspektionseinrichtung zum optimalen Verändern der genannten Größe verwendet wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zu bearbeitenden Produkte Fischprodukte sind, die enthäutet werden, und dass mittels der automatischen Inspektionseinrichtung (3) die den Gewinnungsgrad nach dem Enthäuten repräsentierende Silber- oder Fettschicht gemessen und wenigs- tens eine entsprechende Größe ermittelt wird, die insbesondere nach Maßgabe vorgegebener Größe zum Einstellen des Enthäutens verwendet wird, um die Verzehrproduktgewinnung zu optimieren.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeich- n e t, dass wenigstens eine Texturinformations-Größe ermittelt wird, um beim

Abtrennen der Abtrennbestandteile von den Fleischprodukten die Toleranzreste zu minimieren.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass we- nigstens zwei Texturinformations-Größen ermittelt werden, die zum Minimieren der Toleranzreste in Relation zueinander gesetzt werden, wobei zum Herbeiführen minimierter Toleranzreste wenigstens eine bestimmte Relation vorgegeben wird.

15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass an mit minimiertem Toleranzrest behaftetem Verzehrprodukt (7, 71) eine den Toleranzrest repräsentierende Texturinformations-Größe und eine durch einen wenigs- tens teilweise von Toleranzresten freien Bereich bestimmte Texturinformations-

Größe ermittelt werden.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass in Bezug auf eine Produktart ein charakteristischer durchschnittlicher Produktanteil von Toleranzresten und ein durchschnittlicher restfreier Anteil in vorgegebener

Verteilung für einen die Toleranzreste optimal minimierenden Trennvorgang bestimmt werden.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeich- n e t, dass die Abtrennbestandteile der Fleischprodukte von diesen mittels einer automatischen Trenneinrichtung (2) getrennt werden und dass die von der Inspektionseinrichtung (3) gemessenen bzw. ermittelten Größen in Rückkoppelungs- schaltung (32) verwendet werden, um den Trennvorgang zum Minimieren der Toleranzreste zu steuern.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass von der Inspektionseinrichtung (3) abgegebene restbehaftete und restfreie Verzehrprodukte (71, 72) automatisch voneinander separiert werden, indem die Inspektionseinrichtung (3) eine Separator-Einrichtung (41) steuert, die mit To- leranzresten behaftete Verzehrprodukte (72) aus einem Strom von inspizierten

Verzehrprodukten herausführt.

19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die inspizierten Verzehrprodukte (7) von der Inspektionseinrichtung (3) in wenigstens einer Reihe und vorzugsweise in zwei parallelen Reihen abgegeben werden.

20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass herausgeführte, mit Toleranzresten behaftete Verzehrprodukte (72) zum Abtrennen

der Toleranzreste getrimmt werden und die getrimmten Verzehrprodukte (73) in wenigstens einer Reihe der Produktlinie (10) wieder zugeführt werden.

21. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 20, dadurch gekennzeich- n e t, dass mit Toleranzresten behaftete Verzehrprodukte (71) zum Abtrennen der Toleranzreste automatisch getrimmt werden, indem die Inspektionseinrichtung (3) eine Trimmeinrichtung (42) steuert.

22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeich- n e t, dass Geflügel-Vorderhälften oder -Brustkappen bearbeitet und abgetrennte

Filets mittels der automatischen Inspektionseinrichtung (3) inspiziert werden, wobei zum Optimieren des Trennvorgangs der als Toleranzrest verbleibende Anteil von Gabelbeinen und der als Toleranzrest verbleibende Anteil von Rippenfleisch gemessen und die ermittelten Größen in vorgegebene Relation gesetzt werden.

23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Inspektionseinrichtung (3) im anatomischen Bereich eines Verzehrprodukts das Vorhandensein von tolerierten Resten und von Blut gemes- sen wird, um in diesem Bereich durch Schlachtung beeinflusste Eigenschaft des

Produktes festzustellen und die Schlachtbearbeitung zu optimieren.

24. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Minimum tolerierter Reste eingestellt wird, um eine bestimmte Häufigkeit des Auftretens von Verzehrprodukten mit Toleranzresten zu bewirken.

25. Vorrichtung (1) zum Bearbeiten von in Mehrzahl entlang einer Bearbeitungslinie (10) geförderten Fisch-, Geflügel- oder anderen Fleischprodukten jeder Art und Form zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 24, um- fassend eine Trenneinrichtung (2) zum Abtrennen von nicht verzehrbaren oder vom Verzehr auszuschließenden Bestandteilen (Abtrennbestandteile), eine der Trenneinrichtung (2) nachgeordnete automatische Inspektionseinrichtung (3) zum Prüfen der durch die Abtrennung gewonnenen Verzehrprodukte (7) auf zurückge-

bliebene Reste und ein der Inspektionseinrichtung (3) nachgeordnetes Mittel (4) zum Separieren restbehafteter und restfreier Verzehrprodukte (71, 72), wobei die Trenneinrichtung (2) mit wenigstens einem Abtrennwerkzeug derart eingerichtet ist, dass bei einer Anzahl der Verzehrprodukte (7) minimierte Toleranzreste wenigstens einer Art zum weiteren Bearbeiten der Verzehrprodukte (7), insbesondere zum Optimieren der Verzehrproduktgewinnung zurückbleiben, dass die automatische Inspektionseinrichtung (3) zum Feststellen der minimierten Toleranzreste eingerichtet und mit einer Separatoreinrichtung (41) verbunden ist, die restfreie und restbehaftete Verzehrprodukte (7) nach Maßgabe der Inspektions- ergebnisse der Inspektionseinrichtung (3) unterscheidet und voneinander getrennt abgibt.

26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Inspektionseinrichtung (3) wenigstens ein Mess-/Steuermittel (31) aufweist, das Toleranzreste und gegebenenfalls wenigstens eine weitere Textur insbesondere nach Maßgabe von Qualität, Quantität und/oder der Stelle des Auftretens misst und wenigstens eine das Messergebnis repräsentierende Größe zum Steuern wenigstens eines Abtrenn-Bearbeitungsprozesses vor der Inspektionseinrichtung (3) und gegebenenfalls wenigstens eines weiteren Bearbeitungsprozesses vor und/ oder hinter der Inspektionseinrichtung (3) erzeugt.

27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Mess-/Steuermittel (31) der Inspektionseinrichtung (3) zum Messen wenigstens einer durch einen Toleranzrest entstehenden Substanz-Texturstelle der Verzehrprodukte sowie zum Erzeugen einer entsprechenden Größe eingerichtet ist, wobei wenigstens eine Substanz-Texturstelle insbesondere durch Reste, die Knochen, Knorpel, Blutgefäße, Fett, Haut, Membranen, Blasen, Sehnen, Gewebe, Parasiten, Einschlüsse, Struktur-/Substanzabnormitäten, Fremdkörper od. dgl. aufweisen, kenntlich ist.

28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Mess-/Steuermittel (31) der Inspektionseinrichtung (3) zum Messen wenigstens einer Textur der Verzehrprodukte sowie

zum Erzeugen einer entsprechenden Größe eingerichtet ist, wobei die Textur durch wenigstens einen Fleischbereich, wenigstens einen Schichtbereich, wenigstens einen Knochenbereich und/oder eine Mischstruktur solcher Bereiche kenntlich ist.

29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Steuermittel (31, 32, 33, 34) der Inspektionseinrichtung (3) die Steuergröße und/oder Steuergrößen, die durch wenigstens eine Relation bestimmt sind, zum Steuern wenigstens eines Bearbeitungsprozesses nach wenigstens einer Vorgabe erzeugt, die durch Charakteristika des zu bearbeitenden Fleischprodukts, Verzehrprodukts (7) und/oder Bearbeitungsparameter bestimmt sind.

30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 26 bis 29, dadurch g e k e n n- zeichnet, dass ein Mess-Steuermittel (31 ) der Inspektionseinrichtung (3) derart eingerichtet ist, dass es Toleranzreste und damit in Kombination einen wenigstens teilweise von Toleranzresten freien Bereich der Verzehrprodukte (7) zum Steuern der Trenneinrichtung (2) vor der Inspektionseinrichtung (3) hinsichtlich der Minimierung zurückbleibender Toleranzreste feststellt.

31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Kombinations-Mess-Steuermittel (31) ein Röntgen-Messmittel und ein optisches Messmittel umfasst.

32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung (2) vor der Inspektionseinrichtung (3) mit wenigstens einem durch die Inspektionseinrichtung (3) steuerbaren Abtrenn- Werkzeug ausgestattet ist und dass die Inspektionseinrichtung (3) in Rückkoppe- lungsschaltung (34) mit der Trenneinrichtung (2) zum Minimieren der Toleranz- reste nach Maßgabe eines Soll/Ist- Vergleichs verbunden ist.

33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 32, dadurch gekenn-

zeichnet, dass das Separatormittel (4) hinter der Inspektionseinrichtung (3) zum Separieren von von Toleranzresten freien und restbehafteten Verzehrprodukten (7) eine Separatoreinrichtung (41) aufweist, die restbehaftete Verzehrprodukte (72) aus inspiziertem Verzehrprodukt-Förderstrom herausführt.

34. Vorrichtung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Separatoreinrichtung (41) hinter der Inspektionseinrichtung (3) zum Abtrennen von Toleranzresten in Verbindung mit wenigstens einer Trimmeinrichtung (42) angeordnet und eingerichtet ist, die von der Separatoreinrichtung (41) separierte restbehaftete Verzehrprodukte (72) empfängt und sie nach dem Trimmen zum

Zurückführen in den Produktstrom der Vorrichtung (1) bereitstellt.

35. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass die Separator-Trimmeinrichtung (42) mit einem Mittel zum automatischen Abtrennen der Toleranzreste ausgestattet ist.

36. Vorrichtung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass die automatische Trimmeinrichtung (42) mittels Koppelungsschaltung mit der Inspektionseinrichtung (3) derart verbunden ist, dass die Trimmabtrennung nach Maßgabe wenigstens einer von der Inspektionseinrichtung (3) festgestellten

Eigenschaft des Toleranzreste, des Fleischproduktes und/oder des Verzehrproduktes (7) erfolgt.

Description:

Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten von in Mehrzahl entlang einer Bearbeitungslinie geforderten Fisch-, Geflügel- oder anderen Fleischprodukten

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten von in Mehrzahl entlang einer Bearbeitungslinie geförderten Fisch-, Geflügel- oder anderen Fleischprodukten. Es handelt sich um Fleischprodukte, die nicht verzehrbare oder vom Verzehr auszuschließende abzutrennende Bestandteile (Abtrennbestandteile) aufweisen. Es ist bekannt, dass durch das Abtrennen gewonnene Fleischprodukte, nämlich Filets mittels einer automatischen Inspektionseinrichtung auf zurückgebliebene Fehlstellen, nämlich Knochenreste in Fischfilets oder Geflügel-Filetstücken geprüft werden.

Zum Beispiel ist es bekannt, dass Fischfilets, aus denen Pinbones herausgetrennt worden sind, mit einer Sensoreinrichtung inspiziert werden, um zurückgebliebene Pinbonereste festzustellen. Pinbonereste aufweisende Fischfilets werden einer Inspektionsstation zugeführt, in der der Knochenrest auf einem Display angezeigt wird, um durch Bearbeitungspersonal manuell entfernt zu werden. Die Inspektionsergebnisse werden auch genutzt, um Informationen zur Produktqualität zu erhalten.

Beim Filetieren von Fisch- und Fleischprodukten erhält man eine höhere Fleischausbeute dadurch, dass Schnitte näher am Knochen ausgeführt werden. Damit ist jedoch das unbestimmte Risiko verbunden, dass gefährliche verborgene Knochenreste, zum Beispiel des Gabelbeins bei Geflügel oder des Schlüsselbeins bei Fisch bzw. damit verunreinigte Bereiche unkontrolliert in dem Filet (Verzehrprodukt) zurückbleiben. Diese Situation tritt zum Beispiel verschärft auf, wenn beim Schlachten Knochensplitter und/- oder Blutergüsse entstehen. Um das Knochenrisiko zu reduzieren, sind Verarbeiter daher bestrebt, ihre manuellen oder automatisierten Filetiermaschinen so einzustellen, dass möglichst der gesamte Knochen-/Verunreinigungsbereich abgetrennt wird. Dadurch wird die Ausbeute zur Filetgewinnung beeinträchtigt, da in unerwünschtem Maß auch defektfreies Fleisch weggeschnitten wird.

Zum Entbeinen bzw. Filetieren von Geflügel-Vorderhälften sind Maschinen bekannt, die die Geflügelbrust unter Verwendung computergesteuerter Schneidmesser und Schabeklingen abtrennen. Die abgetrennten Geflügelbruststücke (Verzehrprodukte) werden mittels Förderband zu einer Station gebracht, an der Arbeiter die Filets manuell auf Knochenreste prüfen und diese ebenfalls manuell abtrennen. Es ist üblich, dann die als defektfrei festgestellten und getrennten Filets einer Endinspektion zu unterziehen, die manuell oder mit Hilfe einer Röntgeneinrichtung durchgeführt wird.

Um Filets praktisch restlos zu entgräten und von Knochenbestandteilen zu befreien, wird es gerade auch in Verbindung mit einer automatischen Inspektion hinsichtlich höchster Sicherheit zum Entfernen von Defektresten zweckmäßig sein, im Anschluss an die automatische Inspektion durch Personal ein manuelles Trimmen durchzuführen. Selbstverständlich ist es von Bedeutung, dass die Tätigkeit des Trimmens möglichst einfach und zuverlässig gestaltet werden kann, um sie zu erleichtern und sicherer zu machen und gegebenenfalls auch Anforderungen an Personalqualifikation zu reduzieren. Zu diesem Zweck sind Hilfseinrichtungen bekannt, die mit Knochenresten behaftete Filets auf einem Monitor zeigen, um das Trimmen zu erleichtern. Selbst solche Mo- nitor-Hilfssysteme können zu Personalermüdung oder -Unaufmerksamkeit führen, wenn Defektreste in relativ großen Abständen, besonders unregelmäßig und/oder mit erheb- licher Streuung in der Erscheinungsform auftreten.

Nach alledem bestehen Ziele der Erfindung darin, ein Verfahren und eine dafür eingerichtete Vorrichtung anzugeben, um bei Verzehrprodukten mit hoher Effektivität und höchster Sicherheit beim Abtrennen, insbesondere beim Filetieren anfallende Reste zu erfassen und zu beseitigen. Soweit im Gesamtprozess manuelle Bearbeitungen und/oder -kontrollen durchgeführt werden, sollen diese Tätigkeiten hinsichtlich auch der Personalwahl bzw. des Personaleinsatzes vereinfacht sein, und es sollen automatische und gesteuerte Bearbeitungen durchgeführt und verbessert werden können. Das Verfahren mit geeigneter Vorrichtung soll auch ein breites Anwendungsspektrum eröffnen, näm- lieh für jede Art und Form von Fisch-, Geflügel- oder anderen Fleischprodukten verwendbar sein. Das heißt, dass insbesondere ein Verfahren erreicht werden soll, das durchgeführt werden kann einerseits für abzutrennende Bestandteile sehr unterschiedlicher Beschaffenheit, Struktur und Zusammensetzung (Textur) sowie andererseits für

Fleischprodukte in roher, halbfertiger oder fertiger Art und Form, also zum Beispiel auch für gebratenes oder sonstwie zum Verzehr zubereitetes Fleisch oder geformte Fleischmasse.

Die Ziele der Erfindung werden durch ein besonderes Verfahren und eine dazu gestaltete Vorrichtung erreicht. So ist die Erfindung durch ein Verfahren zum Bearbeiten von in Mehrzahl entlang einer Bearbeitungslinie geförderten Fisch-, Geflügel- oder anderen Fleischprodukten jeder Art und Form bestimmt, die nicht verzehrbare oder vom Verzehr auszuschließende abzutrennende Bestandteile (Abtrennbestandteile) wenigstens einer Art enthalten, wobei die Abtrennbestandteile von den Fleischprodukten getrennt werden und dadurch zum Verzehr gewonnene Verzehrprodukte mittels einer automatischen Inspektionseinrichtung auf beim Trennen zurückgebliebene Reste geprüft werden, umfassend folgende Schritte: i) Die Abtrennbestandteile werden von den Fleischprodukten derart getrennt, dass bei einer Anzahl der Verzehrprodukte minimierte Reste wenigstens einer Art zum weiteren Bearbeiten der Verzehrprodukte, insbesondere zum Optimieren der Verzehrproduktgewinnung zugelassen und herbeigeführt werden; ii) die automatische Inspektionseinrichtung wird zum Feststellen der minimierten Toleranzreste eingestellt und iii) von der Inspektionseinrichtung abgegebene und mit den Toleranzresten behaftete und restfreie Verzehrprodukte werden separiert.

Eine für das erfindungsgemäße Verfahren vorgesehene erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst eine Trenneinrichtung zum Abtrennen von nicht verzehrbaren oder vom Verzehr auszuschließenden Bestandteilen (Abtrennbestandteile), eine der Trenneinrichtung nachgeordnete automatische Inspektionseinrichtung zum Prüfen der durch die Abtren- nung gewonnenen Verzehrprodukte aufzurückgebliebene Reste und ein der Inspektionseinrichtung nachgeordnetes Mittel zum Separieren restbehafteter und restfreier Verzehrprodukte, wobei die Trenneinrichtung mit wenigstens einem Abtrennwerkzeug derart eingerichtet ist, dass bei einer Anzahl der Verzehrprodukte minimierte Toleranzreste wenigstens einer Art zum weiteren Bearbeiten der Verzehrprodukte, insbesondere zum Optimieren der Verzehrproduktgewinnung zurückbleiben, dass die automatische Inspektionseinrichtung zum Feststellen der minimierten Toleranzreste eingerichtet und mit einer Separatoreinrichtung verbunden ist, die restfreie und restbehaftete Ver-

zehrprodukte nach Maßgabe der Inspektionsergebnisse der Inspektionseinrichtung unterscheidet und voneinander getrennt abgibt.

Der Erfindung ist es eigen, zum Abtrennen der Abtrennbestandteile bei einer Anzahl der Verzehrprodukte ganz gezielt ein Minimum reduzierte Reste zu bewirken. Das heißt, dass Reste in einem bestimmten Maß sowie für eine Anzahl in Mehrzahl geförderter gleichartiger Verzehrprodukte gezielt toleriert werden. Demgemäß ist die Angabe "Toleranzreste" zu verstehen. Im wesentlichen Unterschied zu üblichen Einstellungen für das Abtrennen von Gabelbeinen, Schlüsselbeinen, Pinbones, also von Defekt-Bestand- teilen, die in Filetstücken nicht enthalten sein dürfen, wobei die bekannten Einstellungen darin bestehen, dass Restbestandteile von vornherein so weitgehend wie möglich vermieden werden, ist erfindungsgemäß gefunden worden, dass das definierte Tolerieren von Restbestandteilen eine Reihe von besonderen Vorteilen für die Bearbeitung insbesondere hinsichtlich Effektivität, sicherer Entfernung zurückgebliebener Reste (Produktsicherheit) sowie Produktgewinnung und -qualität liefert. Mit dem Zulassen der Toleranzreste gelingt es nämlich, ein kontrolliertes Rest- oder Knochenrisiko vorzugeben und einzurichten. Dadurch wird die zu messende und zu ermittelnde Rest- oder Defektstelle hinsichtlich der Messung und Ermittlung zur Inspektion besonders qualifiziert und quantifiziert. Es ist gefunden worden, dass sich die automatische Inspektions- einrichtung auf das Erfassen und Ermitteln der zugelassenen Reste (Toleranzreste) besonders zuverlässig und sicher einstellen lässt. Damit erreicht man, dass das Separieren der von der Inspektionseinrichtung abgegebenen und mit den Toleranzresten behafteten Verzehrprodukte von den restfreien Verzehrprodukten gleichfalls besonders sicher ist.

Die erreichte hohe Erfassungs-Sicherheit ist maßgeblich und wesentlich für das anschließende Separieren. Insbesondere entstehen Vorteile zum Abtrennen der Toleranzreste von den detektierten und separierten Verzehrprodukten. Aufgrund der tolerierten Reste treten diese bei der Mehrzahl entlang der Bearbeitungslinie zu bearbeitender, artgleicher und in der Form entsprechender Stücke mit einer Häufigkeit auf, die sich güns- tig auf die Trimmtätigkeit durch Personal auswirkt. Auch wird das Muster, nämlich das optische Auftreten der (zu beseitigenden) Toleranzreste in einem gewissen Maß vereinheitlicht oder stabilisiert, wodurch ebenfalls eine Begünstigung zur manuellen Bearbeitung erreicht wird. Dies führt auch dazu, dass die Produktlinie mit höherer Geschwin-

digkeit betrieben werden kann. Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen können insbesondere Fisch- und Geflügelprodukte im natürlichen Zustand besonders effektiv hinsichtlich der Produktgewinnung und Produktqualität sowie hinsichtlich eines optimalen Arbeitsablaufs bearbeitet werden. Doch lassen sich aufgrund der erfindungsgemäßen Maßnahme, dass nach dem Abtrennen gezielt minimierte Produktreste zurückgelassen werden, auch Anwendungen durchführen, bei denen die minimierten Reste ganz andere Texturen als Knochenreste aufweisen. Stets kommt es darauf an, dass eine bestimmte und damit qualifizierte und quantifizierte Textur zur Messung und Ermittlung mittels der Inspektionseinrichtung gezielt toleriert wird. Aufgrund der Schwankungsbreite des örtlichen Auftretens in der Folge der Mehrzahl geförderter gleichartiger Produkte macht man sich mit der Minimierung zu Nutze, dass ein Teil der Produkte restfrei ist, während ein anderer Teil der Produkte über den Arbeitsablauf verteilt die abzutrennenden Reste aufweist. Die Einstellung des Maßes der minimierten Reste kann zweckmäßig dazu genutzt werden, die Häufigkeit des Auftretens von Produkten mit tolerierten Resten hin- sichtlich gewünschter Bearbeitung einzustellen. In jedem Fall erreicht man eine große Produktausbeute .

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass mittels der Inspektionseinrichtung wenigstens eine Toleranzreste repräsentierende Textur und gegebe- nenfalls wenigstens eine weitere Substanz-Textur der Verzehrprodukte gemessen werden und wenigstens eine Größe ermittelt wird, die eine qualitative, quantitative und/oder örtliche Textur-Substanzinformation der Verzehrprodukte repräsentiert und zum Beeinflussen wenigstens eines Abtrennprozesses vor und gegebenenfalls wenigstens eines weiteren Bearbeitungsprozesses vor und/oder hinter der Inspektionseinrichtung verwen- det wird. Der erfindungsgemäßen Restminimierung kommt besondere Bedeutung zu, da damit - bei optimaler Gewinnung von restfreiem Fleisch - einerseits gezielt Verzehrprodukte zugelassen werden, die weitgehend definiert minimale Reste aufweisen, und andererseits solche, die frei von tolerierten Resten sind.

Für ein bestimmtes Produkt, zum Beispiel für in Mehrzahl geförderte zu bearbeitende Geflügel-Vorderhälften oder Geflügel-Brustkappen ist es zweckmäßig und wünschenswert, den minimierten Rest in Abhängigkeit von den tatsächlich auftretenden Verhältnissen einzustellen. Dies erreicht man gemäß einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung

dadurch, dass mittels der Inspektionseinrichtung wenigstens eine Toleranzreste repräsentierende Textur gemessen und wenigstens eine zugehörige Größe ermittelt wird, die eine qualitative, quantitative und/oder örtliche Textur-Substanzinformation der Verzehr- produkte repräsentiert und zum Beeinflussen wenigstens eines Abtrennprozesses vor der Inspektionseinrichtung verwendet wird. Um die gesamte Bearbeitung zu optimieren, kann die Inspektionseinrichtung im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens auch dazu genutzt werden, wenigstens eine weitere Substanztextur der Verzehrprodukte zu messen und wenigstens eine zugehörige Größe zu ermitteln, um wenigstens einen weiteren Bearbeitungsprozess vor und/oder hinter der Inspektionseinrichtung zu beeinflussen. Da erfindungsgemäß tolerierte Reste zurückbleiben, können diese gezielt zum Erfassen bzw. zur Messung vorgesehen werden, und die Inspektionseinrichtung, die als solche eine Mess- und Erfassungseinrichtung ist, wird gezielt auf die Textur des zu erfassenden Toleranzrestes eingestellt. Infolge dessen sind Toleranzreste ganz unterschiedlicher Natur und Erscheinungsform erfassbar, nämlich insbesondere solche, die Knochen, Knor- pel, Blutgefäße, Fett, Haut, Membranen, Blasen, Sehnen, Gewebe, Parasiten, Einschlüsse, Struktur-Substanzabnormitäten und/oder Fremdkörper od. dgl. aufweisen. Zusätzlich zu der erfindungsgemäßen Einstellung und Nutzung zugelassener Toleranzreste kann eine besondere Ausgestaltung auch darin bestehen, dass eine oder mehrere zu inspizierende Texturen durch wenigstens einen Fleischbereich, wenigstens einen Schichtbe- reich, wenigstens einen Knochenbereich und/oder eine Mischstruktur solcher Bereiche bestimmt sind.

Um insbesondere die Abtrennung von tolerierten Resten an die Verhältnisse aufgrund einer Echtzeitmessung der Inspektionseinrichtung anzupassen, aber auch, um gegebe- nenfalls andere Bearbeitungsprozesse zu beeinflussen, hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, Soll/Ist-V ergleiche durchzuführen, indem wenigstens eine Vergleichsgröße und/oder Relation von Vergleichsgrößen vorgegeben werden, um nach Maßgabe der Vorgabe(n) den jeweiligen gemessenen Bearbeitungsprozess zu beeinflussen. Zweckmäßig werden die Vorgabegrößen nach Maßgabe von Charakteristika des zu bearbei- tenden Fleischproduktes bzw. Verzehrproduktes, Bearbeitungsparametern und/oder personellen Handhabungsparametern bestimmt.

Bei den Ist-Größen kann es sich um solche handeln, die mittels eines Rechners der Inspektionseinrichtung nach Maßgabe eines Programms und/oder Algorithmus berechnet werden, wobei zweckmäßig durchschnittliche Wertbildungen gemessener Werte einbezogen werden können. Die Durchschnittsbildung setzt die erfindungsgemäß zugelas- senen Toleranzreste voraus.

Besonders vorteilhaft kann mit der Inspektionseinrichtung wenigstens eine den Grad der Verzehrproduktgewinnung (Ausbeute) repräsentierende Größe ermittelt und zum Optimieren der Gewinnung verwendet werden, indem die den Gewinnungsgrad repräsen- tierende Größe zum Steuern der Bearbeitung vor der Inspektionseinrichtung zum optimalen Verändern der genannten Größe verwendet wird. Im Beispiel einer Ausfüh- rungsform werden Fischprodukte enthäutet, wobei mittels der automatischen Inspektionseinrichtung die den Gewinnungsgrad nach dem Enthäuten repräsentierende Silberoder Fettschicht gemessen und wenigstens eine entsprechende Größe ermittelt wird, die insbesondere nach Maßgabe vorgegebener Größe zum Einstellen des Enthäutens verwendet wird, um die Verzehrproduktgewinnung zu optimieren.

Zweckmäßig wird zum Minimieren der Toleranzreste der Verzehrprodukte wenigstens eine Texturinformations-Größe mittels eines Rechners der Inspektionseinrichtung ermit- telt, der die Informations-Größen(n) aufgrund von Messungen berechnet. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, dass mittels der Inspektionseinrichtung wenigstens zwei Texturinformations-Größen ermittelt werden, die zum Minimieren der Toleranzreste in Relation zueinander gesetzt werden, wobei zum Herbeiführen minimierter Toleranzreste wenigstens eine bestimmte Relation vorgegeben wird. Dieses Verfahren wird besonders vorteilhaft und bevorzugt dadurch ausgeführt, dass an mit minimiertem Toleranzrest behaftetem Verzehrprodukt eine den Toleranzrest repräsentierende Texturinformations- Größe und eine durch einen wenigstens teilweise von Toleranzresten freien Bereich bestimmte Texturinformations-Größe ermittelt werden. Dabei ist es zweckmäßig, dass in Bezug auf eine Produktart ein charakteristischer durchschnittlicher Produktanteil von Toleranzresten und ein durchschnittlicher restfreier Anteil in vorgegebener Verteilung für einen die Toleranzreste optimal minimierenden Trennvorgang in der Bearbeitungslinie vor der Inspektionseinrichtung bestimmt werden. Für eine solche Ausgestaltung ist die Inspektionseinrichtung mit einem Rechner eingerichtet, der Daten zur Verteilung

von Toleranzresten nach Maßgabe der laufenden Messungen an den Verzehrprodukten berechnet. Zum Beispiel wird in der Inspektionseinrichtung berechnet, mit welchem durchschnittlichen Niveau in einem Geflügel-Verzehrprodukt Gabelbeinreste und mit welchen durchschnittlichen Niveau Fleisch zwischen Rippen (Rippenfleisch) auftritt. Es ist gefunden worden, dass bestimmte Niveauverhältnisse jeweils eine optimale Abtrennung von abzutrennenden Bestandteilen unter Belassen der Toleranzreste repräsentieren. Wenn zum Beispiel die Inspektionseinrichtung für eine Mehrzahl bearbeiteter Hühnerbrust-Filets durchschnittlich ein Niveau von 20 % an Gabelbeinresten und ein Niveau von 75 % an Rippenfleisch ermittelt hat, hat sich erwiesen, dass der Trennvorgang hinsichtlich höchster Ausbeute (Fleischgewinnung) optimal eingestellt worden ist. Im Rahmen der Erfindung wird eine solche optimale Einstellung als "Sweet Spot" bezeichnet. Eine der Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis besteht also darin, dass eine optimale Ausbeute (Fleischgewinnung) beim Abtrennen vor der Inspektionseinrichtung erreicht wird, wenn man gezielt Knochenreste im Verhältnis zu dem gewonnenen Fleisch belässt bzw. toleriert. Da die Inspektionseinrichtung mit Mess-/Rechnermittel in der Lage ist, den tolerierten Rest sowie den Fleischanteil in höchstem Maße zuverlässig zu ermitteln, entstehen keine Nachteile, da die mit minimalen Resten behafteten Verzehrprodukte entsprechend sicher und zuverlässig erfasst und von den restfreien Verzehr- Filetprodukten separiert werden.

Der mit "Sweet Spot" bezeichnete erfindungsgemäße optimale Trennvorgang wird insbesondere in Abhängigkeit von der Produktgröße, von Bearbeitungsparametern, Handhabungspraktiken beim Beschicken und/oder von der Produktspezies (Schwarmspezies) oder dergleichen vorgegeben. Entsprechend ist der "Sweet Spot" von Fall zu Fall unter- schiedlich, wobei er zum Gewinnen der Vorgabegröße empirisch ermittelt werden kann. Zum Beispiel wird das erwähnte 20 % zu 75 %-Verhältnis als Sollwert verwendet, mit dem der durchschnittliche Ist-Wert, gemessen und berechnet mittels der Inspektionseinrichtung, verglichen wird, um den Trennvorgang so zu beeinflussen und einzustellen, dass die höchste Effektivität ("Sweet Spot") erreicht wird.

Um den "Sweet Spot" gemäß besonders bevorzugter und zweckmäßiger erfϊndungsge- mäßer Gestaltung selbsttätig herbeizuführen, wird das erfindungsgemäße Verfahren so ausgeführt, dass die Abtrennbestandteile der Fleischprodukte von diesen mittels einer

automatischen Trenneinrichtung getrennt werden und dass die von der Inspektionseinrichtung gemessenen und ermittelten Größen in Rückkoppelungsschaltung verwendet werden, um den Trennvorgang zum Minimieren der Toleranzreste zu steuern.

Der "Sweet Spot" kann aber auch in Abhängigkeit von dem Personal bzw. einem Bearbeiter, die zum Beschicken der Filetier-Trenneinrichtung vor der Inspektionseinrichtung und/oder zur Trimmbearbeitung in der Produktlinie hinter der Inspektionseinrichtung eingesetzt werden, aufgrund einer unterschiedlichen Handhabung oder Handfertigkeit beeinflusst sein. Der "Sweet Spot" bzw. die ihm zugehörige optimal erreichbare ReIa- tion zwischen tolerierbarem Rest (zum Beispiel Gabelbeinreste) und gewonnenem Fleisch (zum Beispiel Rippenfleisch) wird also von Fall zu Fall ermittelt. Die Inspektionseinrichtung wird dann eingestellt, um den individuellen "Sweet Spot" - in Zuordnung zu Personal - einzustellen und beizubehalten. Zum Beispiel wird in einem Fall der tolerierbare Rest größer eingestellt als in einem anderen Fall, weil bei einer abschlie- ßenden manuellen Trimmbearbeitung im ersten Fall das Personal sorgfaltiger arbeitet als im zweiten Fall. Bezogen auf die Produktausbeute über alle Bearbeitungsvorgänge ist dann die Ausbeute mit dem individuellen "Sweet Spot" für das Personal im zweiten Fall besser als bei einem Betrieb, bei dem die "Sweet Spof'-Einstellung wie im ersten Fall durchgeführt würde.

Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich besonders vorteilhaft gestalten und Ausführen, wenn von der Inspektionseinrichtung abgegebene restbehaftete und restfreie Ver- zehrprodukte automatisch voneinander separiert werden, indem die Inspektionseinrichtung eine Separatoreinrichtung steuert, die mit Toleranzresten behaftete Verzehrproduk- te aus einem Strom von inspizierten Verzehrprodukten herausführt. Herausgeführte, mit Toleranzresten behaftete Verzehrprodukte können zum Abtrennen der Toleranzreste von Hand oder automatisch getrimmt und der Produktlinie, aus der sie herausgeführt worden sind, wieder zugeführt werden. Im Falle des automatischen Trimmens können die Messungen der Inspektionseinrichtung in Verbindung mit einer Rechner- Steuerung der Inspektionseinrichtung als Steuergrößen zum Trimmen verwendet werden.

Eine besondere Ausgestaltung der erfϊndungsgemäßen Verfahrens besteht auch darin, dass mittels der Inspektionseinrichtung im anatomischen Bereich eines Verzehrpro-

dukts, z. B. eines Geflügelfilets das Vorhandensein von tolerierten Resten - z. B. von Gabelbein-Resten - und von Blut gemessen wird, um in diesem Bereich durch Schlachtung beeinflusste Eigenschaft des Produktes festzustellen und die Schlachtbearbeitung zu optimieren. Die Schlachtbearbeitung wird dann geändert bzw. dahingehend verbes- seit, dass das Auftreten von Hämatomen beseitigt und eine eventuelle Knochensplitte- rung vermieden werden.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist zweckmäßig mit einer Inspektionseinrichtung ausgestattet, die wenigstens ein Mess-/Steuermittel aufweist, das Toleranzreste oder an- dere Substanz-Texturstellen misst und entsprechende Anzeige- und/oder Steuergrößen ermittelt. Das genannte Mittel ist zweckmäßig mit einem elektronischen Rechner oder einer Prozessoreinheit ausgestattet, die nach Maßgabe eines Programms oder eines Algorithmus Steuergrößen berechnet. Parameter für solche Berechnungen oder Einstellungen dazu können insbesondere durch Art und/oder Eigenschaft der Reste, durch Ver- hältnisgrößen restbehafteter und restfreier Anteile, Bearbeitungsparameter und -infor- mationen, zu denen auch Handhabungsmuster bzw. -fähigkeiten von Bedienpersonal gehören, bestimmt sein.

Ein Steuermittel bzw. ein Rechner dieses Steuermittels ist zweckmäßig auch so vor- bereitet und geschaltet, dass wenigstens ein Bearbeitungsprozess durch einen Soll/Ist- Vergleich gesteuert wird, wobei die Soll-Vorgabe insbesondere durch Charakteristika des zu bearbeitenden Fleischproduktes bzw. Verzehrproduktes und/oder Bearbeitungsparameter einschließlich Handhabungsbesonderheiten bestimmt ist.

Die Inspektionseinrichtung ist in bevorzugter Ausgestaltung mit einem Mess-/Steuer- mittel mit gegebenenfalls einem rechnergesteuerten Mittel derart eingerichtet, dass es Toleranzreste und damit in Kombination einen wenigstens teilweise von Toleranzresten freien Bereich der Verzehrprodukte zum Steuern der Trenneinrichtung vor der Inspektionseinrichtung hinsichtlich einer wahlweisen Minimierung zurückbleibender ToIe- ranzreste feststellt. Vorzugsweise und zweckmäßig ist die Inspektionseinrichtung mit einem Mess-/Steuermittel ausgestattet, das Texturstellen in einer kombinierten Rönt- gen-/Optikmessung erfasst. Zum Beispiel werden mittels der Röntgenstrahlung nicht transparente Teile wie insbesondere nicht sichtbare verborgene Knochen und Knorpel

erfasst, während ein optisches Messmittel transparente Texturen wie Fleisch, Bluteinschlüsse, Parasiten und dergleichen und gegebenenfalls sichtbare Knochen erfasst. Es ist gefunden worden, dass insbesondere mit einer Kombinationsmessung, die für unterschiedliche Texturstelle eingerichtete Messsensoren aufweist, eine im Wesentlichen 100 % ige Erkennung erreicht werden kann. Dies ist für das erfindungsgemäße Verfahren, das Verzehrprodukte/-stücke mit tolerierten Resten zulässt, zum Erfassen dieser Reste von besonderer Bedeutung.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung ist die Trenneinrichtung vor der Inspektions- einrichtung mit wenigstens einem durch die Inspektionseinrichtung steuerbaren Abtrennwerkzeug ausgestattet, wobei die Inspektionseinrichtung in Rückkoppelungsschal- tung mit der Trenneinrichtung zum Minimieren der Toleranzreste nach Maßgabe eines Soll/Ist- Vergleichs verbunden ist. Zweckmäßig ist die Inspektionseinrichtung für den Soll/Ist- Vergleich so eingerichtet, dass die Steuerung nach Maßgabe einer vorgegebe- nen Relation zwischen restfreien und restbehafteten Teilen des Verzehrprodukts erfolgt.

Die Inspektionseinrichtung ist besonders vorteilhaft und zweckmäßig mit einer Separatoreinrichtung in einer Steuerschaltung verbunden, wobei die Separatoreinrichtung angeordnet und ausgebildet ist, um restbehaftete Verzehrprodukte aus inspiziertem Ver- zehrprodukt-Förderstrom herauszuführen. Die Separatoreinrichtung wird zweckmäßig so ausgestattet, dass sie zum Abtrennen von Toleranzresten in Verbindung mit wenigstens einer Trimmeinrichtung angeordnet und eingerichtet ist, wobei die Trimmeinrichtung von der Separatoreinrichtung separierte restbehaftete Verzehrprodukte empfängt und sie nach dem Trimmen zum Zurückführen in den Produktstrom der Vorrichtung be- reitstellt. In Ausgestaltung kann die Trimmeinrichtung mit einem Mittel zum automatischen Abtrennen der Toleranzreste ausgestattet sein. Besonders vorteilhaft kann die automatische Trimmeinrichtung mittels Koppelungsschaltung mit der Inspektionseinrichtung derart verbunden sein, dass die Trimmabtrennung nach Maßgabe wenigstens einer von der Inspektionseinrichtung festgestellten Eigenschaft des Toleranzrestes, des Fleischproduktes und/oder des Verzehrproduktes erfolgt.

Unteransprüche sind auf die genannten und noch andere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gerichtet. Besonders zweckmäßige und vorteilhafte

Ausbildungsformen oder -möglichkeiten der Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung der in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben:

Fig. 1 und 2 Diagramme zur Darstellung einer erfϊndungsgemäßen Vorrichtung und eines damit durchgeführten erfindungsgemäßen Verfahrens,

Fig. 3 in axonometrischer Ansicht eine Bearbeitungslinie entsprechend der Diagrammdarstellung nach Fig. 1 und 2 und

Fig. 4 ein Diagramm zur Darstellung von Bearbeitungsstationen in Verbindung mit einer automatischen Inspektionseinrichtung, die gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren betrieben und zur Steu- erung von zusätzlichen Verfahrensabläufen im Zusammenhang mit erfindungsgemäßer "Sweet Spof'-Steuerung vorgesehen ist.

Wie aus Fig. 1 , 2 und 3 ersichtlich, weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 entlang einer Bearbeitungslinie 10 Abschnitte 11, 12, 13 und 14 auf. Im Ausführungsbeispiel werden Geflügel-Vorderhälften filetiert. In einer an sich bekannten automatischen Trenneinrichtung 2 werden die Geflügel-Vorderhälften mit nicht dargestellten Halteeinrichtungen gehalten und transportiert. Vom Verzehr auszuschließende Bestandteile der Geflügel-Vorderhälfte werden dadurch abgetrennt, dass die zum Verzehr zu gewinnende Geflügelbrust unter Verwendung von nicht dargestellten computergesteuerten Schneidmessern und/oder Schabeklingen entfernt wird. Die gewonnenen Geflügelbrust- Verzehrprodukte 7 werden im Zuführabschnitt 12 auf einen Förderer 21 aufgegeben. Dort werden die Verzehrprodukte 7 (Filet-Geflügelbruststücke) auf horizontaler Bearbeitungsfläche derart platziert und ausgerichtet, dass sie nicht überlappen und die Schnittseiten nach oben gerichtet sind. Die Verzehrprodukte 7 werden so dann in dem Abschnitt 13 zunächst in eine Inspektionseinrichtung 3 längs der Linie 10 hineingeför- dert. Dort liegen die Verzehrprodukte 7 mit ihrer Schnittseite nach oben, so dass sie auf beim Trennen in der Trenneinrichtung 2 zurückgebliebene Reste von oben geprüft werden können.

In den Abschnitt 13 werden die inspizierten Verzehrprodukte 7 in zwei zur Bearbei- tungs-/Transportlinie 10 parallelen, auf einem Förderer außen liegenden Reihen ausgegeben. Den beiden Transportreihen ist im Abschnitt 13 ein Separiermittel 4 zugeordnet, das durch eine Separatoreinrichtung 41 mit Auswurfarmen 410 gebildet ist. Das Separiermittel 4 ist über eine elektrische Koppelungsschaltung 33 mit der Inspektionseinrichtung 3 derart geschaltet und verbunden, dass Verzehrprodukte 72, die mit Defektresten behaftet sind, aus dem Strom von Verzehrprodukten 71, die die Inspektionseinrichtung 3 als restfrei erkannt hat, zu einer zusätzlichen Trimmbearbeitung, nämlich zum Abtren- nen der Defektreste mittels einer Trimmeinrichtung 42 herausgeführt werden. Die derart getrimmten Verzehrprodukte 73 werden im Ausführungsbeispiel in eine Förderreihe zwischen den Reihen der Verzehrprodukte 71 wieder in die Bearbeitungslinie 10 eingeführt. Die anschließend in drei Reihen im Abschnitt 14 mit einem Förderer geförderten Verzehrprodukte 71 bzw. 73 werden einer Größensortier-Einrichtung 6 zugeführt, die die Verzehrprodukte 71 , 73 automatisch nach ihrer Größe klassifiziert.

Erfindungsgemäß werden die Trenneinrichtung 2 und die dieser unmittelbar nachgeord- nete Inspektionseinrichtung 3 derart betrieben, dass bei einer Anzahl der Verzehrprodukte 7 minimierte Reste zum weiteren Bearbeiten der Verzehrprodukte 71 zugelassen und herbeigeführt werden. Im Ausführungsbeispiel geht es darum, den Trennvorgang in der Trenneinrichtung 2 derart definiert nach Maßgabe der Inspektionsergebnisse der Trenneinrichtung 2 auszuführen, dass in einem definierten Maß Gabelbeinreste in den Verzehrprodukten (Geflügelbruststücken) 7 im Abschnitt 12 zugelassen werden, wobei die Inspektionseinrichtung zum Messen und Auswerten auf diese Reste eingerichtet und eingestellt wird.

Im Abschnitt 14 kann eine weitere Kontrolle vorgesehen sein, indem dort eine manuelle Inspektion zum Feststellen von Verzehrprodukten mit Resten und ein manuelles Trimmen zum Abtrennen der Reste durchgeführt werden. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist am Ende der Förderstrecke im Abschnitt 14 auch noch eine manuelle Endinspektion zum Feststellen von Verzehrprodukten mit Resten vorgesehen worden. Das Enderzeugnis wird dann zum anschließenden Abpacken zu der automatische Größensortiervorrichtung 6 gefördert.

Im Ausführungsbeispiel erreicht man erfindungsgemäß eine besondere Einstellung und Ausführung des Trennvorgangs in der Trenneinrichtung 2 dadurch, dass die Inspektionseinrichtung 3 aufgrund einer Kombinationsmessung Defektverteilungsdaten be- rechnet und diese Ergebnisse verwendet werden, um nach Maßgabe einer vorgegebenen Verteilung den Trennvorgang einzustellen, also eine Soll/Ist-Steuerung bzw. -Regelung vorzunehmen.

Die Inspektionseinrichtung 3 ist mit einem Messmittel 31 ausgestattet, das einerseits ei- ne Sensoreinrichtung für verborgene, nicht sichtbare oder nicht durchscheinende Reste sowie andererseits eine Sensoreinrichtung für optisch erfassbare Reste aufweist. Im Ausführungsbeispiel ist das Messmittel 31 mit einer Röntgeneinrichtung ausgestattet, die nicht sichtbare, vollkommen verborgene Gabelbeinreste jedenfalls nahezu zu 100 % feststellt. Die optische Sensoreinrichtung erfasst Helligkeits- und/oder Farbunterschie- de. Sie wird so ausgerichtet und eingestellt, dass sie den Anteil von knochenfreiem

Fleisch, also dem Rippenfleisch in dem Geflügelbruststück ebenfalls wenigstens nahezu vollständig erfasst. Zweckmäßig wird die optische Messung zusätzlich eingestellt, um sichtbare oder durchscheinende Knochenreste zu messen. Erfindungsgemäß werden die Messungen an in Mehrzahl längs der Bearbeitungslinie 10 durch die Inspektionseinrich- tung 3 transportierten Verzehrprodukten 7 derart durchgeführt, dass durch Auswertung und Verarbeitung der Messergebnisse in einem für sich bekannten programmgesteuerten Prozessrechner 32 Durchschnittswerte bzw. ein Durchschnittsverhältnis für die Anteile von Gabelbeinrest und Rippenfleisch erhalten wird.

Zum Beispiel ist gefunden worden, dass sich eine Hühnerbrust, die zum Filetieren von der Geflügel-Vorderhälfte abgetrennt wird, mit optimaler Qualität und Ausbeute filetieren lässt, wenn durchschnittlich ein Niveau von 20 % an Gabelbeinresten und ein Niveau von 75 % an Rippenfleisch gemessen wird. Der Trennvorgang wird dann erfindungsgemäß so eingestellt, dass diese durchschnittlichen Niveauverhältnisse auftreten bzw. beibehalten werden. Im Rahmen der Erfindung wird diese optimale Einstellung mit "Sweet Spot" bezeichnet. Die "Sweet Spot"-Einstellung kann empirisch ermittelt werden, und sie ist von einer Reihe von Faktoren abhängig, die durch das Fleischprodukt und Bearbeitungs- und/oder Handhabungsparameter oder -Charakteristika be-

stimmt werden. Insbesondere kann die "Sweet Spof'-Einstellung von Verarbeitungsanlage zu Verarbeitungsanlage, also von Verwender zu Verwender unterschiedlich sein bzw. genau auf den Verwender und die Anlage abgestimmt und eingestellt werden. Die Einstellungen des Prozessrechners 32 der Trenneinrichtung 2 müssen zum Beispiel in Abhängigkeit von Geflügelgröße, Schwarmspezies und Handhabungspraktiken eingestellt werden. Zum Beispiel werden auch eine individuelle manuelle Bearbeitung oder Handhabung berücksichtigt. Insbesondere wird eine Arbeitsauslastung einbezogen, die in Abhängigkeit von Anzahl und/oder Qualifikation der bearbeitenden Personen längs der Bearbeitungslinie ermittelt wird.

Insbesondere ist gefunden worden, dass unter Verwendung eines bestimmten Verhältnisses aus Defektrest und defektfreiem Anteil eine Optimierung auch hinsichtlich von Resten erfolgen kann, die nicht zur Bestimmung des Restverhältnisses für den "Sweet Spot" herangezogen werden. Die erfindungsgemäß verwendete Inspektionseinrichtung 3 misst und ermittelt jede Art von Resten, die von dem Verzehrprodukt, im Ausführungsbeispiel also von dem Geflügelprodukt-Filet auszuschließen sind, also insbesondere auch Reste, die nicht zur minimalen tolerierbaren Resteinstellung verwendet werden. Dabei kommt es in jedem Fall wesentlich auf die Eignung der Inspektionseinrichtung 3 an, Reste bzw. diese bestimmende Texturstellen vollständig und jedenfalls mit nahezu 100 % -iger Sicherheit zu erfassen. Zu diesem Zweck wird das erwähnte Messsystem 3 eingesetzt, das Hybridmessungen ausführt, um ganz unterschiedliche Texturen gleichermaßen zuverlässig in einem gewünschten Zeitfenster zu erfassen.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die Verwendung einer Inspektions-/ Messeinrichtung mit Hybrid-Messung eingeschränkt. Zum Beispiel kann es schon ausreichen, den Grad oder das Niveau eines tolerierten Restes mit einer Messart, z. B. mit einer Röntgenmessung zu erfassen. Soweit das Messsystem in der Lage ist, einen Rest ausreichend aufgrund des bloßen Auftretens ohne visuelle Erfassung zu ermitteln, müssen die zu prüfenden Verzehrprodukte zum Beschicken der Inspektionseinrichtung 3 nicht besonders ausgerichtet werden.

Mit Ermittlung der Festkörper-(Knochen-) oder anderer Rest- Anteile bzw. restfreier Anteile erhält man einen Maßstab für ein Knochenrisiko, das durch den Prozessrechner 32

der Inspektionseinrichtung 3 ermittelt wird. Selbstverständlich ist es Ziel, das Knochenrisiko zu minimieren. Erfindungsgemäß wird aber gezielt ein Knochenrisiko zugelassen, um damit Basis und Maßstab für die "Sweet Spof'-Optimierung zu erhalten.

Der Prozessrechner 32 der Inspektionseinrichtung 3 wird zu dem vorstehend beschriebenen Soll/Ist-Vergleich mit den gewünschten charakteristischen bzw. anwendungs- bezogenen Solldaten gespeist. Diese werden in den Rechner eingegeben. Im Ausfuhrungsbeispiel der Fig. 1 und 2 ist die Trenneinrichtung 2 automatisiert und mittels der Inspektionseinrichtung 3 steuerbar. Zu diesem Zweck ist der Rechner 32 der Inspek- tionseinrichtung 3 in Rückkoppelungsschaltung 34 mit der Trenneinrichtung 2 verbunden. Auf diese Weise kann der Schnittvorgang oder jede andere zur Abtrennung geeignete, auch schnittfreie Trennung in der Trenneinrichtung 2 optimal an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden, um den "Sweet Spot" beizubehalten oder auch, um ihn mit geänderter Vorgabe neu einzustellen.

Aus der perspektivischen Ansicht der Fig. 3 in Verbindung mit der schematischen Draufsicht in Fig. 2 wird die im Ausführungsbeispiel dargestellte Bearbeitungslinie 10 mit den Abschnitten 1 1 bis 14 besonders deutlich. In Fig. 3 ist die Trenneinrichtung 2 nicht dargestellt. An dem Förderer 21 sieht man eine erste mit Personal besetzte Station, in der die zu bearbeitenden Verzehrprodukte 7, das heißt die Geflügelbruststücke zum Beschicken der Inspektions-/ Auswertungseinrichtung 3 vorbereitet werden. Die Trimmeinrichtung 42 hinter der Inspektionseinrichtung 3 wird durch zwei Bedienungspersonen (Trimmer) 421 betrieben. Die Trimmstation weist vier Arbeitsplätze auf, von denen zwei besetzt sind. Die Separatoreinrichtung 41 ist mit Auswurfarmen 410 in Betrieb, die der besetzten Trimmstation zugeordnet sind. Mittels Steuerung über die Koppelungsschaltung 33 werden die defektbehafteten Verzehrprodukte 72 durch zeit- und ortgerechte Steuerung mittels der Arme 410, die in den Produktstrom quer eingreifen, in Behälter 422 geführt. Auf Trimmtischen 423 trennen die Trimmer 421 die Defektreste ab und führen die so gewonnenen Produkte zum Transport in die Mittelreihe des Förderers des Abschnitts 14. Eine solche Einreihung ist nur beispielhaft; die getrimmten Produkte können auch wieder in eine Reihe eingereiht werden, der sie entnommen worden sind. In Fig. 3 ist eine sich an die Trimmeinrichtung 42 anschließende Zwischen-Kontrollsta- tion nicht mit Personal besetzt, während eine Endstation zur Endkontrolle mit zwei Per-

sonen besetzt ist. Von dieser Endstation werden die Verzehrprodukte, d. h. die filetierten Geflügelbruststücke der in Fig. 3 nicht dargestellten Größensortiereinrichtung 6 zugeführt.

Erfindungsgemäß können auch Stationen, die wie die Trimmstationen in Fig. 3 durch Personal betrieben werden, aber auch andere Bearbeitungen vor und nach der Inspektionseinrichtung 3, also stromaufwärts bzw. stromabwärts automatisiert und nach Maßgabe von Mess- und Auswertungsergebnissen der Inspektionseinrichtung 3 von dieser gesteuert werden. Dies wird anhand der Fig. 4 erläutert.

In Fig. 4 sind längs einer Bearbeitungslinie 10 Bearbeitungsstationen Ul, U2, U3, ... Un oberhalb der Inspektions-/Auswertungseinrichtung 3 sowie Bearbeitungsstationen Dl , D2, D3, D4, ... Dn stromabwärts dargestellt. Dabei stehen Un und Dn jeweils für eine freie Anzahl.

Im Ausführungsbeispiel soll die Station Ul eine Schlachtstation für Geflügel darstellen, die Station U2 repräsentiert die Trenneinrichtung 2 zum Entbeinen gemäß dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel und die Station U3 kann eine Station zum Entfernen einer Außenschicht von dem zu bearbeitenden Verzehrprodukt sein.

Die Stationen Ul, U2, U3, ... Un sind jeweils in Rückkoppelungsschaltung mit der In- spektions-/ Auswertungseinrichtung 3 verbunden, während die Stationen Dl, D2, D3, D4, ... Dn jeweils in einer Vorwärtsschaltung mit der Inspektions-/Auswertungsschal- tung 3 verbunden sind.

In Verbindung mit der erfindungsgemäßen "Sweet Spof'-Steuerung mittels der Station U2, wie anhand der Fig. 1 bis 3 beschrieben, kann auch der Schlachtvorgang optimiert werden. So ermittelt die Inspektions-/ Auswertungseinrichtung 3 nicht nur den "Sweet Spot", sondern es wird mittels der Einrichtung 3 auch festgestellt, ob im anatomischen Bereich der Gabelbeinreste in dem Geflügelbruststück Blutreste auftreten, die beim Schlachten durch zerstörte Blutgefäße entstehen können. Zudem wird mit der Einrichtung 3 die Beschaffenheit der Gabelbeinreste ermittelt. Das Auftreten von Blutresten und/oder zertrümmerten Gabelbeinresten ist darauf zurückzuführen, dass der Schlacht-

Vorgang zum Beispiel durch mangelnde Betäubung unbefriedigend ist. Die mittels der Inspektionseinrichtung 3 festgestellten Ergebnisse werden nun genutzt, um den Schlachtvorgang der Station Ul zu optimieren.

Die Station U3 steht stellvertretend für einen weiteren Abtrenn-Bearbeitungsprozess zum Optimieren der Produktgewinnung und/oder der Qualitätsverbesserung. Das Abtrennen einer Schicht zur Filetgewinnung kann mit Bezug auf den nach der Schichtabtrennung verbleibenden, zum Vorschein kommenden Bereich genutzt werden. Wenn nämlich die dann zum Vorschein kommende Schicht den Gewinnungsgrad repräsentiert, so wird zweckmäßig mittels der Inspektions-/ Auswertungseinrichtung 3 die verbleibende Schicht gemessen und dazu ein Wert berechnet, der zum Optimieren des Gewinnungsgrads zur Steuerung der Schichtabtrennung genutzt wird. Wenngleich ein solcher Prozess hier im Zusammenhang mit der Linie für ein Geflügelprodukt angesprochen wird, wird die Bedeutung einer solchen Bearbeitung besonders deutlich, wenn die zu bearbeitenden Produkte Fischfilets oder andere Fischprodukte sind, die enthäutet werden. Dann kann nämlich mittels der automatischen Inspektionseinrichtung die den Gewinnungsgrad nach dem Enthäuten repräsentierende Silber- oder Fettschicht gemessen und wenigstens eine entsprechende Größe ermittelt werden, die zweckmäßig nach Maßgabe vorgegebener Größe zum Einstellen des Enthäutens verwendet wird.

Die Station Dl ist bereits anhand der Fig. 1 bis 3 beschrieben worden. Diese Station ist in Kombination mit der beschriebenen "Sweet Spof'-Steuerung eine wesentliche Maßnahme, um Produkte, die die festgestellten Reste aufweisen, individuell zu bearbeiten und zu diesem Zweck automatisch aus dem Fluss der anderen Produkte herauszuführen.

Die individuelle Bearbeitung besteht insbesondere im Trimmen der ermittelten Verzehrprodukte und zweckmäßig auch im Zurückführen der getrimmten Verzehrprodukte in die Haupt-Bearbeitungslinie 10. Auch insoweit ist es vorteilhaft, dass auf Basis der erfindungsgemäßen "Sweet-Spof'-Steuerung und im Zusammenhang damit das Nachtrim- men und gegebenenfalls das Zurückführen der getrimmten Verzehrprodukte nach Maßgabe der mit der Inspektions-/ Auswertungseinrichtung 3 festgestellten Verzehrprodukte bzw. der Inspektionsergebnisse durch die dargestellte Koppelungsschaltung automatisiert und gesteuert werden.

In Fig. 4 soll die Station D3 eine automatische Bearbeitung zur Endinspektion darstellen. So können Inspektionen im Abschnitt 14 des Ausfuhrungsbeispiels gemäß Fig. 1 bis 3 automatisiert werden. Denkbar ist auch, dass von einer Inspektionseinrichtung der Station D4 gemessene und berechnete Daten bzw. Werte, die schließlich noch übrig gebliebene Defektreste erfassen, zu der Inspektions-/ Auswertungseinrichtung 3 zurückgeführt und im Prozessrechner dieser Einrichtung 3 verarbeitet werden, um in der Station U2 den Trennvorgang weiter zu optimieren. Bei einer geeigneten Führung und Weiterleitung automatisch nachgetrimmter und wieder zurückgeführter Verzehrprodukte können die Auswertungsergebnisse der Einrichtung 3 auch dazu genutzt werden, gezielt in Bezug auf nachgetrimmte Verzehrstücke oder eine definierte Gruppe bzw. Charge von Verzehrstücken und/oder bei Feststellung erhöhter Häufigkeit mittels der Einrichtung 3 wenigstens eine weitere automatische Inspektion durchzuführen.

In Fig. 4 soll die Station D4 eine Einrichtung sein, die die Verzehrstücke automatisch zum Beispiel nach ihrem Gewicht portioniert und sortiert. Auch dazu können die mit der Inspektions-/ Auswertungseinrichtung 3 ermittelten Daten herangezogen werden, indem mit der Einrichtung 3 die Produktgröße und/oder das Produktgewicht betreffende Werte der Verzehrprodukte ermittelt und zur automatischen Steuerung der Sortierein- richtung, zum Beispiel der Sortiereinrichtung 6 verarbeitet und genutzt werden. Die

Verbindungen und Kopplungen der Inspektions-/Auswertungseinrichtung 3 mit den automatisierten Station Ul, U2, ... Un bzw. Dl, D2, ... Dn können wie im Beispiel der Station D3 auch derart sein, dass von den Stationen Daten an die Einrichtung 3 gegeben werden, um Steuerungsvorgänge mit Rückmeldungen gesteuerter/steuernder Stationen durchzuführen.

Man erkennt, dass die Inspektions-/ Auswertungseinrichtung 3 in Verbindung mit der Durchführung der Messung und Auswertung zu dem "Sweet Spot" zur Steuerung einer Reihe von Bearbeitungsstationen einsetzbar ist. Eine wesentliche Grundlage dafür ist, dass die Inspektions-/ Auswertungseinrichtung erfindungsgemäß vorgesehen wird, um beim Abtrennen zurückbleibende Reste zur Messung und Auswertung besonders zu definieren und vorzubereiten, indem sie in definiertem Maß zugelassen und herbeigeführt werden.