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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A CABLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/110761
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention specifies a method and a device for producing a twisted cable (2) comprising at least two cable cores (4). The at least two cable cores (4) are unwound from at least one draw-off coil (6) and are twisted in a twisting unit (16) to form the twisted cable (2), wherein the twisting unit (16) has a first roller (18) and a second roller (20) and the at least two cable cores (4) are supplied to a twisting region (26) between the two rollers (18, 20) and are twisted by turning the rollers (18, 20) in the same direction.

Inventors:
MARTINS, Paulo (Im Richthofen Circle 4, Kitzingen, 97318, DE)
Application Number:
EP2018/083872
Publication Date:
June 13, 2019
Filing Date:
December 06, 2018
Export Citation:
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Assignee:
LEONI BORDNETZ-SYSTEME GMBH (Flugplatzstraße 74, Kitzingen, 97318, DE)
International Classes:
H01B13/02
Domestic Patent References:
WO2016035779A12016-03-10
WO2013139452A12013-09-26
Foreign References:
JP2007227185A2007-09-06
EP0017177A11980-10-15
DE102014201992A12015-08-06
DE7440528U1976-11-18
Attorney, Agent or Firm:
FDST PATENTANWÄLTE (Nordostpark 16, Nürnberg, 90411, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer verdrillten Leitung (2) mit zumindest zwei Leitungsadern (4), wobei die zumindest zwei Leitungsadern (4) von zumin- dest einer Abzugsspule (6) abgewickelt werden und in einer Verdrilleinheit (16) zu der verdrillten Leitung (2) verdrillt werden,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Verdrilleinheit (16) eine erste Walze (18) und eine zweite Walze (20) aufweist und die zumindest zwei Leitungsadern (4) einem

Verdrillbereich (26) zwischen den beiden Walzen (18,20) zugeführt werden und durch eine gleichsinnige Drehung der Walzen (18,20) verdrillt werden.

2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Walze (18) eine konische Form aufweist.

3. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass durch eine Längsverschiebbarkeit zumindest einer Walze (18,20) eine Schlaglänge der verdrillten Leitung (2) eingestellt wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die zumindest zwei Leitungsadern (4) nach dem Abwickeln und vor dem Verdrillen einer Zuführeinheit (12) zugeführt werden, die die zumindest zwei Leitungsadern (4) getrennt durchlaufen.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Leitungsadern (4) nach dem Verdrillen fixiert werden.

6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,

dadurch gekennzeichnet, dass die verdrillte Leitung (2) nach dem Verdrillen durch eine Fixiereinheit (28) geführt wird, in der die Leitungsadern (4) miteinander verklebt werden.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Abzugsspulen (6) rotieren.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die verdrillte Leitung (2) als eine UTP-Leitung ausgebildet wird.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass es als ein Endlos-Verfahren ausgebildet ist.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die verdrillten Leitungsadern (2) mittels einer der Verdrilleinheit (16) nachgeordneten Abzugseinheit (32) abgezogen werden.

11. Vorrichtung zur Herstellung einer verdrillten Leitung (2) mittels eines Ver- fahrens insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung sich entlang einer Produktionsrichtung (24) erstreckt und aufweist:

- zumindest eine Abzugsspule zum Abwickeln von zumindest zwei Lei- tungsadern (4) sowie in Produktionsrichtung (24) nachfolgend

- eine Verdrilleinheit (16), der die zumindest zwei Leitungsadern zuführbar sind,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Verdrilleinheit (16) eine um eine erste Rotationsachse (Ri) rotie- rende erste Walze (18) und eine um eine zweite Rotationsachse (R2) rotie- rende zweite Walze (20) aufweist,

wobei die beiden Walzen (18,20) sich entlang der Produktionsrichtung (24) erstrecken, nebeneinander angeordnet sind und zwischen sich einen Verdrillbereich (26) aufweisen, dem die Leitungsadern (4) zu einem Verdril len zuführbar sind. 12. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Walze (18) eine konische Form aufweist und die zweite Walze (20) eine Form nach Art eines Zylinders aufweist. 13. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche,

wobei zumindest die zweite Walze (20) zur Einstellung einer Schlaglänge der verdrillten Leitung (2) in und entgegen der Produktionsrichtung (24) verschiebbar ist.

Description:
Beschreibung

Verfahren sowie Vorrichtung zur Herstellung einer Leitung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Herstellung einer Leitung.

Heutzutage werden für viele technische Anwendungsbereiche häufig verdrillte Lei- tungen eingesetzt, insbesondere bei Datenleitungen. Bei verdrillten Leitungen handelt es sich um eine Leitung, welche miteinander verdrillte Leitungsadern auf- weist. Bei den Leitungsadern selbst handelt es sich dabei um isolierte Leiter. Der Leiter weist dabei häufig einen Litzenleiter oder einen Leiterdraht auf. Verdrillte Leitungen weisen weiterhin oftmals jedoch nicht zwingend einen Leitungsmantel auf, der die Leitungsadern umgibt. Ein derartiger zusätzlicher Leitungsmantel dient als Schutzmantel vor äußeren Einflüssen, beispielsweise als mechanischer, chemischer und / oder UV-Schutz. Weiterhin weisen verdrillte Leitungen häufig - jedoch ebenfalls nicht zwingend - eine Schirmung gegen eventuell auftretende elektromagnetische Einflüsse auf. Alternativ hierzu sind auch sogenannte Un- shielded-Twisted-Pair-Leitungen (UTP-Leitungen) eingesetzt, welche keine Schirmung aufweisen und eine Abschirmung gegenüber elektromagnetischen Ein- flüssen aufgrund einer genauen Verdrillung erreichen.

Zudem sind verdrillte Leitungen bekannt, die zur Querschnittsreduzierung anstelle des Leitungsmantels beispielsweise mit einem Schutzlack überzogen sind. Beispielsweise ist aus der DE 10 2014 201 992 A1 eine elektrische Leitung aus zumindest zwei Einzeladern zu entnehmen, welche eine ringförmig aufgetragene Kleberschicht aufweist. Die Kleberschicht ist als reaktive Beschichtung ausgebil- det, sodass bei einer Aktivierung eine stoffschlüssige Fixierung unter gleichzeitiger Ausbildung eins Schutzmantels der Einzeladern erfolgt. Die Kleberschicht ersetzt somit den Außenmantel.

Aus der WO 2013 / 139 452 A1 ist weiterhin eine Variation einer Schlaglänge mit- einander verdrillter Einzeladern für hochfrequente Signalübertragungen zu ent- nehmen. Hierdurch wird der Effekt des Nebensprechens (engl.: crosstalk) verrin- gert.

Zur Herstellung einer derartigen verdrillten Leitung werden üblicherweise soge- nannte Verseilvorrichtungen eingesetzt. Verdrillte Leitungen werden auch als verseilte Leitungen bezeichnet.

Aus der DE 74 40 528 U ist eine derartige Verseilvorrichtung bekannt. Die zu verseilenden Einzeladern sind auf Abwickelspulen einem Verseilkopf zuführbar.

Häufig sind Verseilvorrichtungen komplex und aufwendig ausgestaltet.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung anzugeben, mit deren Hilfe verdrillte Leitungen einfach herge- stellt werden können.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung einer verdrillten Leitung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausge- staltungen, Weiterbildungen und Varianten sind Gegenstand der Unteransprüche.

Das Verfahren dient der Herstellung einer verdrillten Leitung mit zumindest zwei Leitungsadern. Unter Leitungsadern werden vorliegend speziell einzelne Leiter, beispielsweise Litzenleiter verstanden, die mit einer Isolierung aus einem Isolier- kunststoff umgeben sind. Unter Verdrillen wird vorliegend speziell ein Zusammen- drehen (Umwickeln) um eine Verdrillachse von zumindest zwei Leitungsadern verstanden. Die Verdrillachse ist hierbei in einer Produktionsrichtung orientiert. Die Produktionsrichtung ist weiterhin definiert durch die Richtung (Leitungslängsrich- tung), entlang sich die Leitungsadern bzw. die verdrillte Leitung innerhalb einer Vorrichtung zum Verdrillen erstrecken.

Die Leitungsadern werden von zumindest einer Abzugsspule abgewickelt, nach- folgend einer Verdrilleinheit zugeführt und von dieser zu einer Leitung verdrillt. Alternativ ist jede Einzelader auf einer eigenen Abzugsspule aufgewickelt. Die Verdrilleinheit weist hierzu eine erste Walze und eine zweite Walze auf. Die bei den Walzen rotieren jeweils um eine Rotationsachse. Die Rotationsachse der ers- ten Walze und die Rotationsachse der zweiten Walze sind entlang der Produkti- onsrichtung orientiert. Unter entlang der Produktionsrichtung wird hierbei verstan- den, dass die Rotationsachsen entweder parallel zur Produktionsrichtung oder zumindest innerhalb einer Ebene verlaufen, die von der Produktionsrichtung mit aufgespannt ist. Die zumindest zwei Leitungsadern werden einem Zwischenbereich, vorliegend als Verdrillbereich bezeichnet, zwischen den beiden Walzen zugeführt. Durch die Ro- tation der Walzen werden die Leitungsadern innerhalb des Verdrillbereichs ver- drillt. Mit anderen Worten: Die erste Walze und die zweite Walze drehen gleich- sinnig, d.h. in die gleiche Richtung, beispielsweise im Uhrzeigersinn. Hierdurch sind die Drehbewegungen der Walzen im Zwischenbereich entgegengesetzt. Der Vorteil ist, dass das Verdrillen der Leitungsadern vereinfacht wird. Beispielsweise wird bei einer Verdrillung von zwei Leitungsadern hierbei eine Leitungsader in die eine Drehrichtung und die andere Leitungsader in die entgegengesetzte Drehrich- tung geführt.

Weiterhin weisen die Oberflächen der beiden Walzen bevorzugt ein Material auf, welches einen hohen Haftreibwert aufweist, beispielsweise Gummi. Hierdurch wird das Verdrillen der Leitungsadern aufgrund der besseren Haftung an den Walzen vereinfacht und optimiert.

Der Verdrillbereich zwischen den beiden Walzen ist derart dimensioniert, dass eine Zuführung der Leiteradern ermöglicht ist, jedoch diese von den beiden Wal- zen erfasst werden. Zweckdienlicher Weise sind die Walzen beispielsweise über- einander angeordnet. Ebenso werden die Leitungsadern übereinander angeordnet dem Verdrillbereich zugeführt. Mit anderen Worten: Beim Zuführen der zumindest zwei Leitungsadern wird eine obere Leitungsader von der„oben liegenden“ ersten Walze erfasst und analog dazu eine untere Leitungsader von der„unten liegen- den“ zweiten Walze erfasst und in der jeweiligen Drehbewegung mitgeführt.

Die Leitungsadern erfahren hierdurch eine gegenseitige Verschiebung und wer- den somit in Produktionsrichtung verseilt. Der Vorteil dieser Ausgestaltung ist eine einfache und kostengünstige Fertigung einer verdrillten Leitung, da auf aufwendige und / oder komplizierte Verseilvorrich- tungen verzichtet wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist die erste Walze eine konische Form auf. Unter konischer Form wird vorliegend verstanden, dass der Wert eines Durchmessers der ersten Walze in Produktionsrichtung betrachtet kontinuierlich und stetig zunimmt. Die zweite Walze weist beispielsweise eine Form nach Art eines Zylinders auf, sodass sie über ihre Länge einen gleichen Durchmesser auf- weist. Durch diese Ausgestaltung wird eine Umfangsgeschwindigkeit der ersten, konischen Walze mit zunehmendem Durchschnitt gesteigert, was eine stärkere Verdrillung der Leitungsadern zur Folge hat. Die Verdrillung der Leitungsadern steht in Korrelation mit einer Schlaglänge der verdrillten Leitung. Unter Schlaglän- ge (oftmals auch mit dem englischen Wort Pitch bezeichnet) wird vorliegend eine Länge entlang einer Verdrillachse verstanden, welche eine Leitungsader aufweist, bis sie sich aus einer Ausgangsposition eine volle Umdrehung (von 360 °) um die Verdrillachse gewickelt (verdrillt) hat. Somit folgt aus einer stärkeren Verdrillung eine Verkürzung der Schlaglänge. Mit anderen Worten: Die Verdrillung ist umge- kehrt proportional zu der Schlaglänge. Mittels der konisch ausgeformten Walze sind kürzere Schlaglängen bei gleichzei- tig weniger Platzbedarf und einer weniger komplexen Vorrichtung im Vergleich zu herkömmlichen Verseilvorrichtung erreicht. Je kürzer eine Schlaglänge einer Lei- tung ist, umso höher ist auch ein Zusammenhalt der Leitungsadern, was im Um- kehrschluss zu einer höheren Stabilität und zu einer höheren„Entdrill“-Sicherheit führt.

Zweckdienlicher Weise wird die Schlaglänge der verdrillten Leitung durch eine Längsverschiebbarkeit zumindest einer der beiden Walzen, vorzugsweise der zweiten Walze eingestellt. Unter Längsverschiebbarkeit wird vorliegend verstan- den, dass beispielsweise die zweite Walze in oder entgegen der Produktionsrich- tung verschoben wird. Hierdurch ist insbesondere erreicht, dass mittels einer ein- zigen Verdrilleinheit verschiedene Leitungen mit unterschiedlichen Schlaglängen gefertigt werden.

Dies beruht auf der Überlegung, dass die Schlaglänge durch ein Walzenende festgelegt wird. Unter Walzenende wird vorliegend speziell eine Stelle verstanden, an der - in Produktionsrichtung betrachtet - der Verdrillbereich zwischen den bei- den Walzen endet. Das Walzenende definiert daher einen Verdrillpunkt, an dem die Schlaglänge festgelegt wird. Durch ein Verschieben der Walzen wird dieser Verdrillpunkt entlang der konischen Walze verschoben, sodass hierdurch unter- schiedliche Schlaglängen aufgrund einer unterschiedlichen Umfangsgeschwindig- keit der ersten, konischen Walze am Verdrillpunkt eingestellt werden.

Nach dem Abwickeln von der zumindest einen Abzugsspule werden die Leitungs- adern durch eine Zuführeinheit geführt. Die Zuführeinheit weist bevorzugt einen sich in Produktionsrichtung längserstreckenden Grundkörper mit einer Anzahl an Zuführkanälen auf. Die Leitungsadern werden jeweils separiert durch einen Zu- führkanal geleitet in dem beispielsweise beim Abwickeln aufgetretene Schwingun- gen gedämpft werden, bevor sie anschließend dem Verdrillbereich der

Verdrilleinheit zum Verdrillen zugeführt werden. Weiterhin wird durch die Zuführ- einheit sichergestellt, dass die Leitungsadern nicht einzeln in sich verdreht oder bereits beim Abwickeln miteinander verwickelt sind.

Anschließend an das Verdrillen werden die verdrillten Leitungsadern gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung, aneinander fixiert. Gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung wird die verdrillte Leitung nach der Verdrilleinheit durch eine Fixiereinheit geführt, sodass die die Leitungsadern stoff- schlüssig fixiert, insbesondere verklebt werden. Bevorzugt ist die Fixiereinheit als ein Heizofen ausgebildet, in dem die Leitungsadern der verdrillten Leitung verklebt werden. Hierzu weisen die Leitungsadern beispielsweise eine durch Wärme aktivierbare Beschichtung auf, welche beim Passieren der Fixiereinheit aktiviert wird und die Leitungsadern somit stoffschlüssig verklebt werden. Beispielsweise sind die Leitungsadern nach bereits aus der DE 10 2014 201 992 A1 bekannter Weise aneinander fixiert.

Alternativ oder ergänzend wird innerhalb der Fixiereinheit ein Fixiermedium, bei spielsweise ein Kleber oder ein Lack auf die verdrillte Leitung aufgebracht, wel- cher beispielswese entweder durch Hitze und / oder durch UV-Licht aktivierbar ist und unter einer Aushärtung die Leitungsadern miteinander fixiert.

Um ein Abwickeln der Leitungsadern zu vereinfachen, rotieren die Abzugsspulen. Hierzu sind die Abzugsspulen beispielsweise auf rotierenden Platten angeordnet.

Bevorzugt ist die verdrillte Leitung als eine Unshielded-Twisted-Pair-Leitung (UTP- Leitung) ausgebildet. Die endgefertigte verdrillte Leitung weist daher keine Schir- mung und vorzugsweise auch keinen Mantel auf. UTP-Leitungen haben sich ins- besondere im Bereich der Datenleitungen, speziell im Low-Cost-Bereich als ge- eignet erwiesen. Derartige UTP-Leitungen werden z.B. im Kraftfahrzeugbereich eingesetzt. Alternativ werden mittels des beschriebenen Verfahrens verdrillte Lei- tungen hergestellt, welche bis zu 6 Leitungsadern aufweisen.

Bevorzugt ist das Verfahren als ein Endlos-Verfahren ausgebildet. Unter Endlos- verfahren wird vorliegend allgemein ein Fertigungsverfahren für strangförmige Elemente verstanden. Speziell wird vorliegend ein Verfahren verstanden, bei dem die verdrillte Leitung nach der Fixierung durch die Fixiereinheit beispielsweise auf eine Transportspule aufgewickelt wird. Die verdrillte Leitung wird somit gemäß dem allgemeinen Sprachgebrauch beispielsweise als Meterwarte gefertigt. Endlos wird somit vorliegend entgegen der eigentlichen Bedeutung als die Länge der ver- drillten Leitung definiert, welche einer maximal auf eine Transportspule wickel- baren Länge an verdrillter Leitung entspricht.

Die verdrillten Leitungsadern werden bevorzugt mittels einer in Produktionsrich- tung betrachtetet der Verdrilleinheit nachgeordneten Abzugseinheit abgezogen und vorzugsweise nachfolgend auf eine Transportspule aufgewickelt. Der Vorteil dieser Ausgestaltung ist, dass, unabhängig von ihrer Anzahl, die Leitungsadern, lediglich mittels einer einzigen Abzugseinheit von den Abzugsspulen gewickelt werden, da in Produktionsrichtung betrachtet endseitig an der verdrillten Leitung gezogen wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß weiterhin gelöst durch eine Vorrichtung zur Herstellung einer verdrillten Leitung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 1. Die Vorrichtung ist insbesondere zur Herstellung einer verdrillten Leitung nach dem bereits beschriebenen Verfahren ausgebildet.

Hierzu weist die Vorrichtung zumindest eine Abzugsspule zum Abwickeln von zu- mindest zwei Leitungsadern auf. Weiterhin weist die Vorrichtung eine

Verdrilleinheit auf, der die zumindest zwei Leitungsadern zuführbar sind.

Zum Verdrillen der zumindest zwei Leitungsadern weist die Verdrilleinheit eine um eine erste Rotationsachse rotierende erste Walze und eine um eine zweite Rotati- onsachse rotierende zweite Walze auf. Die erste Walze und die zweite Walze sind nebeneinander angeordnet und verlaufen jeweils entlang der Produktionsrichtung. Weiterhin weisen die beiden Walzen zwischen sich einen Verdrillbereich auf, dem die zumindest zwei Leitungsadern zu einem Verdrillen zuführbar sind. Weiterhin sind die Walzen für eine gleichsinnige Rotation ausgebildet. Die Vorrichtung weist daher insbesondere eine Steuereinrichtung zum Ansteuern der Walzen auf, die derart ausgebildet ist, dass im Betrieb die beiden Walzen gleichsinnig rotieren.

Die erste Walze weist bevorzugt eine insbesondere konische Form auf, wobei der Wert eines Durchmessers der ersten Walze in Produktionsrichtung betrachtet kontinuierlich und stetig zunimmt. Die zweite Walze weist eine Form nach Art ei- nes Zylinders auf.

Bevorzugt ist zumindest die zweite Walze zur Einstellung einer Schlaglänge der verdrillten Leitung in und entgegen der Produktionsrichtung verschiebbar.

Die im Hinblick auf das Verfahren aufgeführten Vorteile und bevorzugten Ausge- staltungen sind sinngemäß auf die Vorrichtung und die Verdrilleinheit zu übertra- gen und umgekehrt.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgen anhand der Figuren näher erläutert. Diese zeigen teilweise in stark vereinfachten Darstellungen:

Fig.1 eine Vorrichtung zur Herstellung einer verdrillten Leitung,

Fig.2 eine vereinfacht skizzierte Seitenansicht einer Verdrilleinheit sowie

Fig. 3 eine vereinfacht skizzierte Seitenansicht einer Verdrilleinheit mit ver- schobenen Walzen.

In den Figuren sind gleichwirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen darge- stellt.

In Fig. 1 ist ein grob skizziertes Blockschaltbild des Verfahrens gezeigt. Zum bes- seren Verständnis wird im Folgenden das Verfahren anhand einer dafür vorgese- henen Vorrichtung erklärt. Gegenständliche Erläuterungen und Beschreibungen dienen somit einem detaillierteren Verständnis des Verfahrens.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind die Verfahrensschritte zur Herstellung einer verdrillten Leitung 2 aus zwei Leitungsadern 4 dargestellt. Die Leitungsadern 4 sind auf Abzugsspulen 6 aufgewickelt, um zum Einen eine platzsparende Lage- rung und zum Anderen einen einfachen Transport der Leitungsadern 4 zu gewähr- leisten. Die Leitungsadern 4 werden von den Abzugsspulen 6 abgewickelt. Um das Abwickeln zu erleichtern, sind die Abzugsspulen 6 drehbar gelagert. Im Aus- führungsbeispiel sind die Abzugsspulen 6 auf Drehtellern 8 angeordnet, welche beispielsweise mittels Drehelementen 10 die drehbare Anordnung ausbilden. Un- ter Drehelement 10 wird vorliegend beispielsweise eine um eine Rotationsachse drehbare Welle und / oder ein Drehlager verstanden. Insbesondere sind die Ab- zugsspulen 6 passiv drehbar gelagert, d.h. sie werden nicht aktiv, beispielsweise mittels eines Motors angetrieben.

Nach dem Abwickeln von den Abzugsspulen 6 werden die Leitungsadern 4 in eine Zuführeinheit 12 geleitet. In der Zuführeinheit 12 werden die Leitungsadern 4 se- pariert und durch einen Zuführkanal 14 geführt, in dem sie eine Beruhigung erfah- ren. Unter Beruhigung wird vorliegend verstanden, dass auftretende Schwingun- gen der Leitungsadern 4, welche beispielsweise durch das Abwickeln aufgetreten sind, in dem Zuführkanal 14 gedämpft werden. Hierzu weist der Zuführkanal 14 einen Durchmesser auf, welcher beispielsweise lediglich um 1 mm bis 5mm größer ist als der Durchmesser der Leitungsadern 4. Hierdurch wird erreicht, dass schwingende Leitungsadern 4 an einer Innenwandung des Zuführkanals 14 an- schlagen und dadurch gedämpft werden.

Nach dem Durchlaufen der Zuführeinheit 12 werden die Leitungsadern 4 einer Verdrilleinheit 16 zugeführt. Im Ausführungsbeispiel weist die Verdrilleinheit 16 eine erste Walze 18 und eine zweite Walze 20 auf, welche üblicherweise in einem hier nicht dargestellten Gehäuse angeordnet sind. Die beiden Walzen 18,20 sind jeweils mittels einer Drehwelle 22 drehbar gelagert und rotieren jeweils um eine Rotationsachse Ri, R 2 , welche der jeweiligen Drehwelle 22 entspricht. Die Walzen 18,20 sind entlang einer Längs- oder Produktionsrichtung 24 angeordnet. Unter Produktionsrichtung 24 wird vorliegend speziell eine Richtung verstanden, entlang der sich die Leitungsadern 4 und die verdrillte Leitung 2 innerhalb der Vorrichtung zum Verdrillen erstrecken, also innerhalb des Bereichs zwischen der Zuführeinheit 12 und einem Bereich nach der Verdrilleinheit 16. Die einzelnen Verfahrensschrit- te von den Leitungsadern 4 zur verdrillten Leitung 2 werden entlang der Produkti- onsrichtung 24 ausgeführt.

Die erste Walze 18 weist eine konische Form auf. Im Ausführungsbeispiel ist die konische Form der ersten Walze 18 derart ausgebildet, dass ein Durchmesser Di der ersten Walze 18 in Produktionsrichtung 24 betrachtet einen stetig und kontinu- ierlich zunehmenden Wert aufweist. Mit anderen Worten: Die erste Walze 18 ver- dickt sich in Produktionsrichtung 24 betrachtet. Die zweite Walze 20 weist eine Form nach Art eines Zylinders auf. D.h. ein Durchmesser D 2 der zweiten Walze 20 weist entlang einer Länge L der zweiten Walze 20 und in Produktionsrichtung 24 betrachtet einen konstanten Wert auf. Durch die konische Ausgestaltung verläuft die erste Rotationsachse Ri schräg geneigt, beispielsweise um einen Winkel im Bereich von 10° bis 30° zur Produktionsrichtung 24 und auch zur zweiten Rotati- onsachse R 2 , die parallel zur Produktionsrichtung 24 verläuft. Die Die Produktions- richtung 24 sowie die beiden Rotationsachse Ri, R 2 sind innerhalb einer gemein- samen Ebene angeordnet, welche gemäß der Fig. 1 durch die Papierebene auf- gespannt ist. Die Mantelflächen der beiden Walzen 18,20 verlaufen in dem Be- reich, in dem sie einander gegenüberliegen, parallel zueinander und damit auch parallel zur Produktionsrichtung 24.

Beide Walzen 18, 20 sind daher in und entlang der Produktionsrichtung 24 und damit in Richtung der Leitungen 4 bzw. der verdrillten Leitung 2 ausgerichtet. Hie- runter wird verstanden, dass die Walzen 18,20 eine Längserstreckung aufweisen, die in Produktionsrichtung 24 orientiert ist. Eine jeweilige Rotationsachse Ri, R 2 der Walzen 18, 20 verläuft parallel zur Produktionsrichtung 24 und damit parallel zu den Leitungsadern 4 und der verdrillten Leitung 2. Zumindest verläuft eine Richtungskomponente der jeweiligen Rotationsachse Ri, R 2 parallel zur Produkti- onsrichtung 24. Hierunter wird verstanden, dass die Rotationsachse Ri, R 2 zu- mindest innerhalb einer Ebene verläuft, die von der Produktionsrichtung 24 und einer weiteren Richtung aufgespannt wird. Die Rotationsachse Ri, R 2 kann also auch schräg geneigt zur Produktionsrichtung 24 verlaufen, Unter parallel wird vor- liegend eine exakt parallele Ausrichtung oder auch eine weitgehend parallele Aus- richtung z.B. mit Abweichungen von maximal +/- 20°, vorzugsweise von maximal +/- 10°und weiter vorzugsweise von maximal +/- 5° von der exakten parallelen Ausrichtung verstanden.

Die beiden Walzen 18,20 sind also insoweit im Ausführungsbeispiel entlang der oder in Richtung der Produktionsrichtung 24 angeordnet. Zwischen ihnen ist ein Verdrillbereich 26 ausgebildet, in den die Leitungsadern 4 zum Verdrillen eingelei- tet werden. Die Walzen 18,20 drehen sich im Ausführungsbeispiel gleichsinnig, d.h. in eine gleiche Richtung, beispielsweise im Uhrzeigersinn. Hierdurch sind die Walzen 18,20 im Verdrillbereich 26 in ihrer Rotationsbewegung entgegengesetzt gerichtet.

Im Folgenden wird kurz auf das Verdrillen der Leitungsadern 4 zur Leitung 2 in- nerhalb der Verdrilleinheit 16 eingegangen: Beim Einleiten der Leitungsadern 4 in den Verdrillbereich 26„erfassen“ die Wal- zen 18.20 im Ausführungsbeispiel jeweils eine Leitungsader 4 und„führen“ sie in ihrer Bewegung mit. Mit anderen Worten: Die erste Walze 18 dreht sich im

Verdrillbereich 26 beispielsweise nach links weg (in Produktionsrichtung 24 be- trachtet). Eine der Leitungsadern 4 wird beim Einleiten von der ersten Walze 18 erfasst und mit nach links geführt. Analog hierzu dreht sich die zweite Walze 20 im Verdrillbereich 26 beispielsweise nach rechts weg und führt die andere der beiden Leitungsadern 4 nach rechts. Die Leitungsadern 4 werden somit in sich verdrillt. Durch ein Alternieren dieses Vorgangs und einem Vorantreiben der Leitungsadern 4 innerhalb der Verdrilleinheit 16 wird die verdrillte Leitung 2 erzeugt. Um die Ver- drillung der Leitungsadern 4 mittels der Walzen 18,20 zu optimieren, weisen die Oberflächen der Walzen 18,20 ein Material mit einer hohen Haftreibung auf. Bei- spielsweise sind die Oberflächen der Walzen 18,20 im Ausführungsbeispiel gum- miert ausgebildet. Durch den in Produktionsrichtung 24 betrachtet zunehmenden Durchmesser Di der ersten Walze 18 erhöht sich eine Umfangsgeschwindigkeit der ersten Walze 18 in Produktionsrichtung 24 betrachtet. Die Vergrößerung der Umfangsge- schwindigkeit hat eine Verstärkung der Verdrillung der Leitungsadern 4 zur Folge, woraus eine kürzere Schlaglänge der verdrillten Leitung 2 resultiert. Die kürzere Schlaglänge weist den Vorteil auf, dass die verdrillte Leitung 2 resistenter gegen ein mögliches Entdrillen ist und die Leitungsadern 4 somit im Vergleich zu einer Leitung, welche eine längere Schlaglänge aufweist fester miteinander verdrillt sind. Insbesondere ist zumindest die zweite Walze 20 in und entgegen einer Längsrich- tung verschiebbar. Im Ausführungsbeispiel entspricht die Längsrichtung der Pro- duktionsrichtung 24. Der Vorteil der Längsverschiebbarkeit der zumindest zweiten Walze 20 ist in der Fertigung von verdrillten Leitungen 2 mit unterschiedlichen Schlaglängen zu sehen. In Fig. 2 und Fig. 3 wird hierauf näher eingegangen.

Nach dem Verdrillen der Leitungsadern 4 in der Verdrilleinheit 16 zur Leitung 2 wird diese in eine Fixiereinheit 28 geleitet. In der Fixiereinheit 28 werden die ver- drillten Leitungsadern 4 miteinander fixiert, beispielsweise verklebt. Hierzu wird beispielsweise ein Kleber innerhalb der Fixiereinheit 28 auf die verdrillte Leitung 2 aufgesprüht und ausgehärtet, beispielsweise mittels Hitze. Alternativ weisen die Leitungsadern 4 eine aktivierbare Beschichtung auf, welche beim Durchlaufen der Fixiereinheit 28 beispielsweise durch Hitze und / oder UV-Licht aktiviert wird und die verdrillten Leitungsadern 4 miteinander irreversibel fixiert.

Nach Durchlaufen der Fixiereinheit 28 wird die verdrillte Leitung 2 zur Vereinfa- chung der Lagerung und des Transports auf eine Transportspule 30 gewickelt.

Das beschriebene Verfahren ist im Ausführungsbeispiel als ein sogenanntes End- losverfahren ausgebildet. D.h., dass insbesondere keine einzelnen Teilstücke der verdrillten Leitung 2 gefertigt werden, sondern die verdrillte Leitung 2 nach Art der im allgemeinen Sprachgebrauch bekannten Meterware hergestellt wird. Unter endlos wird somit vorliegend eine maximale Aufnahmekapazität der Transportspu- le 30 verstanden. Derartige Transportspulen 30 weisen beispielsweise eine Auf- nahmekapazität für Leitungen mit einer Länge im Bereich von 1000m bis 2000m auf. Somit dient der mittels des beschriebenen Verfahrens hergestellte verdrillte Leitung 2 insbesondere einer nachträglichen Konfektionierung, beispielswiese bei einem Großhändler und / oder einem Kunden. Unter nachträglich wird vorliegend speziell ein Zeitraum nach der Herstellung der verdrillten Leitung 2 verstanden Zum Aufwickeln auf die Transportspule 30 und zum Abwickeln von den Abzugs- spulen 6 ist zwischen der Verdrilleinheit 16 und der Transportspule 30 eine Ab- zugseinheit 32 angeordnet. Die verdrillte Leitung 2 wird durch die Abzugseinheit 32 geführt und erfährt in ihr eine Zugkraft in Produktionsrichtung 24. Die Zugkraft wirkt beispielsweise mittels lateral an die verdrillte Leitung 2 angeordneten Ab- zugsrollen 34 auf diese.

In Fig. 2 ist eine skizzierte Seitenansicht einer Verdrilleinheit 16, insbesondere einer ersten Walze 18 und einer zweiten Walze 20 dargestellt. Die Walzen 18,20 sind in Fig. 2 nicht gegeneinander in Produktionsrichtung 24 verschoben, sodass sie jeweils an einem Walzenanfang 36 und einem Walzenende 38 bündig zuei- nander angeordnet sind. Insbesondere durch die konische Form der ersten Walze 18 ist eine Erhöhung einer Umfangsgeschwindigkeit der ersten Walze 18 erreicht. Durch die höhere Umfangsgeschwindigkeit erhöht sich ebenfalls eine

Verdrillgeschwindigkeit mit der die Leitungsadern 4 verseilt werden. Die Umfangs- geschwindigkeit der insbesondere ersten Walze 18 ist umgekehrt proportional mit der Schlaglänge korreliert, sodass eine Erhöhung der Umfangsgeschwindigkeit eine Verkürzung der Schlaglänge zur Folge hat.

Die Schlaglänge ist insbesondere durch das Walzenende 38 festgelegt. D.h. die Leitungsadern 4 werden in dem Verdrillbereich 26 so lange verdrillt, bis sie an dem Walzenende 38 aus der Verdrilleinheit 16 herausgeleitet werden. Die Lei- tungsadern 4 werden jedoch nur dann verdrillt, sofern sie zwischen beiden Wal- zen 18,20 angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel in Fig. 2 werden die Leitungs- adern 4 über die gesamte Länge L der zweiten Walze 20 verdrillt. Ein maximaler Durchmesser D max am Walzenende 38 legt die Umfangsgeschwindigkeit und so- mit die Verdrillgeschwindigkeit sowie die dadurch resultierende Schlaglänge der verdrillten Leitung 2 fest. Aus Gründen einer detaillierteren Beschreibung wird ei- ne Walzenstellung gemäß Fig. 2 des Ausführungsbeispiels vorliegend auch als Maximalstellung M bezeichnet, da in einer derartigen Walzenstellung hinsichtlich der geometrischen Eigenschaften der Walzen 18,20 eine maximal mögliche Ver- drillung der Leitungsadern 4 erfolgt. Aufgrund der Längsverschiebbarkeit in und entgegen der Produktionsrichtung 24 ist ebenfalls eine Walzenstellung gemäß Fig. 3 ermöglicht. Fig. 3 zeigt eine um eine Auslenkung DI aus der Maximalstellung und entgegen der Produktionsrichtung 24 verschobene zweite Walze 20. Der Verdrillbereich 26 in dem die Leitungsadern 4 verdrillt werden ist in einer derartigen - vorliegend auch als Auslenkstellung A bezeichneten - Walzenstellung verkleinert. Somit legt in der Ausgestaltung gemäß Fig.3 nicht der Durchmesser D max die Umfangsge- schwindigkeit und somit auch die Verdrillgeschwindigkeit fest. In Fig. 3 endet der für die Verdrillung erforderliche Verdrillbereich 26 bei einer Auslenkung um DI aus der Maximalstellung M. Somit legt der Durchmesser D A an dieser Stelle S die Um- fangsgeschwindigkeit und somit die Verdrillgeschwindigkeit sowie die daraus re- suitierende Schlaglänge der verdrillten Leitung 2 fest. Aufgrund dessen, dass der Durchmesser D A einen kleineren Wert aufweist als der Durchmesser D max , weist folglich auch die Umfangsgeschwindigkeit an der Stelle - auch als Verdrillpunkt V bezeichnet - einen geringeren Wert auf als am Walzenende 38. Dies wiederum führt zu einer längeren Schlaglänge der verdrillten Leitung 2 im Vergleich zu der mit der Walzenstellung M hergestellten verdrillten Leitung 2.

Alternativ ist auch die erste Walze 18 in und entgegen der Produktionsrichtung 24 verschiebbar. Durch die Ausgestaltung der Längsverschiebbarkeit der zumindest zweiten Walze 20 ist eine individuelle Fertigung von verdrillten Leitungen 2 hinsichtlich ihrer Schlaglängen mit lediglich einer Verdrilleinheit erreicht. Das beschriebene Verfah- ren hat den Vorteil, dass mit ihm auf einfache und kostengünstige Weise derartige verdrillte Leitungen gefertigt werden.

Bezugszeichenliste

2 verdrillte Leitung

4 Leitungsadern

6 Abzugsspulen

8 Drehteller

10 Drehelement

12 Zuführeinheit

14 Zuführkanal

16 Verdrilleinheit

18 erste Walze

20 zweite Walze

22 Drehwelle

24 Produktionsrichtung

26 Verdrillbereich

28 Fixiereinheit

30 Transportspule

32 Abzugseinheit

34 Abzugsrollen

36 Walzenanfang

38 Walzenende

A Auslenkstellung

Di Durchmesser der ersten Walze

D 2 Durchmesser der zweiten Walze

D A Verdrilldurchmesser bei verschobener zweiter Walze D max maximaler Verdrilldurchmesser

L Länge der zweiten Walze

M Maximalstellung

DI Verschiebung der zweiten Walze

R -i Rotationsachse der ersten Walze

R 2 Rotationsachse der zweiten Walze

V Verdrillpunkt