| JP2001123204 | METHOD FOR PRODUCING METALLIC SINTERED BODY |
| JP3710527 | PRODUCTION OF METAL PRODUCT |
| JP63038502 | COMPOSITE SINTERED HARD ALLOY AND ITS MANUFACTURE |
| 1. | Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum, wobei zwischen dem Kern und einer oder mehreren Deckschichten eine metallische Bindung besteht und der Metallschaumkorper aus geschlossenporigem oder auch offenporigen Metallschaum oder auch Metallschwamm bestehen kann, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Deckschichten (10) kurz vor dem Verbinden mit dem Metallschaumkorper (11) durch Walzen (6) oder ein anderes Plattierverfahren in einer oder zwei Erwarmungsvorrichtungen (7) kontinuierlich während des Durchlaufens der Deckschicht (en) (10) auf eine Temperatur erwärmt werden, die entsprechend der jeweiligen Fließkurve des Materials so hoch ist, dass die Deckschichten (10) eine Fließfestigkeit haben, die geringfügig niedriger ist als die Druckfestigkeit des annähernd auf Raumtemperatur abgekuhlten Metallschaumkörpers (11). |
| 2. | Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum, wobei zwischen dem Kern und einer oder mehreren Deckschichten eine metallische Bindung besteht und der Metallschaumkörper aus geschlossenporigem oder auch offenporigen Metallschaum oder auch Metallschwamm bestehen kann, dadurch gekennzeichnet, dass bei Deckschichten (10) bestehend aus Werkstoffen, die höhere Schmelztemperaturen haben als der Metallschaumkern (11) und deren Fließfestigkeit im erwarmten Zustand Ober der Flie#festigkeit oder Druckfestigkeit des kalten Metallschaumkörpers liegt, die Deckschichten (10) auf eine Temperatur erwarmt werden, welche so hoch ist, dass an den Berührungsflächen zwischen Deckschicht (10) und Kern (11) der Metallschaum während des Walzvorganges (6) die äußeren Zellen des Metallschaums aufschmelzen und die Verbindung zwischen Deckschicht und Kern durch Adhäsion oder Diffusion des Metallschaumwerkstoffes an den Deckschichten hergestellt wird. |
| 3. | Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum gemaß den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Durchlaufen der Deckschichten (10) durch die Erwärmungsvorrichtung, (7) deren dem Metallschaumkörper (11) zugewandte Seiten metallisch blank gereinigt (3) werden und dass die Oberflächen des Metallschaumkörpers (11) kurz vor dem Verbinden mit der oder den Deckschichten (10) gereinigt (1) und metallisch'zum Beispiel durch Bürsten aktiviert werden. |
| 4. | Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Walzvorgang (6) die Temperatur des Verbundwerkstoffes (10,11) eine gewisse Zeit auf einem Niveau gehalten wird, bei dem eine Diffusion und ein Ausgleich zwischen den Materialien der Deckschichten (10) und des Metallschaumkörpers (11) stattfinden kann und dass danach der Werkstoffverbund gesteuert abgekuhitwird. |
| 5. | Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Deckschichten (10) sowohl aus Metallblech oder strukturierten flächenförmigen Metallteilen als auch aus Drahtgeflecht oder Drahtgewebe verschiedener Metalle bestehen können. |
| 6. | Einrichtung zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie im Wesentlichen aus Reinigungsvorrichtungen (3), Treibvorrichtungen (5) und Erwarmungsvorrichtungen (7) mit wärmeisolierenden Führungen fur die Behandlung der Deckschichten (10), aus Oberflachenbehandlungsvorrichtungen (1) fur die Behandlung des Metallschaumkorpers (11), aus einem Walzgerüst (6) zum Verbinden von Deckschichten und Metallschaumkörper sowie aus einer Thermokammer (8) und Kuhivorrichtungen (9) besteht, wobei die beiden letztgenannten Vorrichtungen dem Walzgerüst (6) nachgeordnet und steuerbar sind, so dass sie ein variables Erwärmen, Warmhalten und Abkühlen des Verbundwerkstoffes ermöglichen. |
| 7. | Einrichtung zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass a) beidseitig zum zwischen den beiden Deckschichten (10) geführten Metallschaumkörper (11) Oberflachenbehandlungsvorrichtungen (1) vorhanden sind und b) zur Reinigung der beiden Deckschichten (10) einseitig auf der dem Metallschaumkörper (11) zugewandten Seite Reinigungsvorrichtungen (3) angeordnet sind und c) den Reinigungsvorrichtungen (3) Erwarmungsvorrichtungen (7) fur die Deckschichten (10) nachgeordnet sind und d) zum aufeinander abgestimmten Antrieb von Deckschichten (10) und Metallschaumkörper (11) die Treibvorrichtungen (5) fur die Deckschichten und die Transportvorrichtung (2) fur den Metallschaumkörper vorgesehen sind und e) die Verbindung von Metallschaumkörper (11) und der von beiden Seiten auf den Metallschaumkörper zulaufenden Deckschichten (10) im nachgeordneten Walzgerüst (6) erfolgt. |
| 8. | Einrichtung zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflachenbehandlungsvorrichtungen (1) die metallische Aktivierung der Oberflächen des Metal lschaumk6rpers bewirken und die Deckschichten nach der Behandlung durch die Reinigungsvorrichtungen (3) in den Erwärmungsvorrichtungen (7) gleichmäßig Ober die Flache verteilt auf die zum Verbinden erforderliche Temperatur erwarmt werden und dass wahrend des Walzprozesses die Antriebe von Treibvorrichtungen (5), Transportvorrichtung (2) und Walzgerüst (6) aufeinander abgestimmt geregelt werden und die Heizleistung der Erwarmungsvorrichtungen (7), abhangig von der Walzgeschwindigkeit, gesteuert wird. |
Verbundwerkstoffe mit porösem Kern aus Metall und Deckschichten oder Deckblechen aus massivem Metall sowie Verfahren zu deren Herstellung sind in mehreren Arten bekannt.
Bekannt sind erstens metallische Platten mit einem Kern aus Wabenstrukturen, die z. B. aus dünnem Aluminiumblech bestehen und die durch Klebstoffe mit den Deckblechen verbunden sind. Diese sogenannten, honey-comb,, Platten werden fur verschiedene Zwecke, besonders fur den Leichtbau, eingesetzt.
Weiterhin sind Verbundwerkstoffe bekannt, bei denen ein plattenförmiger Kern aus Metallschaum mit Deckschichten oder Blechen durch Kleber verbunden sind. Ein solcher Sandwich-Verbundwerkstoff ist zum Beispiel in der Patentschrift US 37 11 363 beschrieben. Beide Typen von geklebten Verbundwerkstoffen haben den Nachteil, dass sie wegen der Verwendung von Klebstoffen eine verhältnismäßig geringe Temperaturbestandigkeit haben und sich deshalb nicht fur Konstruktionen eignen, bei denen Verbindungen zwischen Bauteilen durch Schweißverfahren oder andere Fügeverfahren, bei denen hohe Temperaturen aufgewendet werden, verbunden werden.
In DE 43 18 540 A1 wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Verbundmaterials beschrieben, bei dem flüssiger Aluminiumschaum auf vorgewarmtes Aluminiumblech aufgebracht wird und wobei mittels einer beheizten Reguliereinrichtung, durch Verprägen von Schaum und Blech,
Formteile hergestellt werden. Dieses Verfahren gestattet zwar eine metallische Verbindung zwischen einem Blech und Metallschaum, hat aber den Nachteil, dass die Größe der Bauteile durch die Form begrenzt ist und das Deckblech nur einseitig auf den Metallschaumkorper aufgebracht werden kann.
Ein weiteres Verfahren ist aus der Patentschrift DE 44 26 627 C2 bekannt.
Dabei werden ein Kern aus pulverf6rmigen aufschaumbaren Metallwerkstoffen und mindestens eine Deckschicht aus Massivmaterial metallisch verbunden und der Kern dieses Verbundes durch Erwärmung des gesamten Bauteils aufgeschäumt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass nach dem Aufschäumen des Verbundes die Qualität, Porengröße und Gleichmäßigkeit der Metallschaumstruktur im Inneren des Bauteils nicht oder nur sehr aufwendig kontrollierbar ist. Weiterhin sind die Kosten dieses Verfahrens wegen der Verwendung von Metallpulver und weiterer Bestandteile als Treibmittel sehr hoch. In der Gesamtbilanz hat diese pulvermetallurgische Methode einen großen Energieaufwand im Vergleich zur schmelzmetallurgischen Herstellung von Metallschaum.
Hier setzt die nachfolgend beschriebene Erfindung an.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum zu schaffen, mit denen sich die genannten Nachteile des Standes der Technik dahingehend vermeiden lassen, dass mit einem kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Prozess eine hohe Produktivität und damit eine vergleichsweise kostengünstige Herstellung der Verbundwerkstoffe ermöglicht wird.
Darüber hinaus soll ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung von plattenförmigen Verbundwerkstoffen entwickelt werden, mit denen der Metallschaumkern metallisch mit einer oder mehreren Deckschichten
verbunden wird, wodurch gegenüber geklebten Verbundwerkstoffen eine höhere Temperaturbeständigkeit des Verbundes erreicht wird.
Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist in den Patentansprüchen 1, 2 fur das Verfahren sowie 6 fur die Einrichtung angegeben.
Nach der Konzeption der Erfindung wird ein abgekuhlter plattenförmiger Körper aus Metallschaum, der bereits ausgehartet ist, mit einer oder mehreren erwarmten Deckschichten durch Walzen verbunden, so dass zwischen dem Metallschaumkorper und der oder den Deckschichten eine metallische Bindung entsteht. Bei der Verfahrensdurchführung nach den Ansprüchen 1 und 2 erfolgt die Erwärmung der Deckschicht oder der Deckschichten in einer oder zwei Erwarmungsvorrichtungen kurz vor dem Verbinden mit dem Metallschaumk6rper durch den Walzprozess. Zur Erreichung vergleichsweise geringer Kosten des Verbundwerkstoffes sollte der Metallschaumkorper vorzugsweise aus gießtechnisch hergestelltem Metallschaum bestehen. Die Erwarmungsvorrichtungen sind in der Lage, die Deckschichten kontinuierlich wahrend des Durchlaufs auf die, fur das metallische Verbinden, erforderliche Temperatur zu erwärmen. Die Erwärmung der Deckschichten kann sowohl durch elektrische Induktion als auch durch Brenner, die mit Gas oder anderen Heizmedien betrieben werden, durchgeführt werden. Die erwärmten Deckschichten werden bis zum Walzspait in einer Führung geleitet, die wärmeisolierend ist und unmittelbar an die Erwarmungsvorrichtung anschließt.
Die Vorbehandlung der Deckschichten vor dem Einlauf in die Erwarmungsvorrichtungen gemäß Anspruch 3 soll gewährleisten, dass Oxidschichten und mögliche Rückstände von Walzölen oder Walzemulsionen bei Verwendung von Blechen, die auch direkt von Coils abgezogen werden können, sicher entfernt werden. Es ist zweckmäßig, dass die Deckschichten durch eine Treibvorrichtung mit regelbarer Geschwindigkeit in die Reinigungsvorrichtungen und die Erwarmungsvorrichtung geführt werden. Die Treibvorrichtungen müssen reversierbar sein, um bei Unterbrechung des
Prozesses oder Havarien die Beraumung der Einrichtung zu ermöglichen.
Sobald das Walzgerüst die Deckschichten gefasst hat, müssen die Drehzahlen von Treibeinrichtungen und Walzgerüst aufeinander abgestimmt geregelt werden. Ersatzweise kann ab diesem Zeitpunkt auch die Treibvorrichtung außer Betrieb gesetzt werden, so dass das Walzgerüst die Deckschichten dann einzieht.
Die Vorbehandlung der Metallschaumkörper nach Anspruch 3 kann in Abhangigkeit von deren Größe, Art und Beschaffenheit in unterschiedlicher Weise erforderlich sein. Wenn die Ebenheit der Oberflächen im Verhältnis zur Dicke der Deckschichten ausreicht, um nach dem Walzprozess einen planparallelen und ebenen Verbundkörper zu erhalten, kann einfaches Bursten ausreichen. Insbesondere bei starker Gusshaut an der Oberflache des Metallschaums kann eine spanende Bearbeitung, zum Beispiel durch Frasen der Flache, notwendig sein. Diese Bearbeitung kann auch durch eine, vor der erfindungsgemäß beschriebenen Einrichtung, im kontinuierlichen Fluss angeordnete Vorrichtung vorgenommen werden.
Erfindungsgemäß kann bei gießtechnisch hergestellten Metallschaumkörpern die G usshautoberfläche auch im noch formbaren halbflüssigen Zustand geglättet und mit einer Textur versehen werden. Bei Aufwalzung einer Deckschicht auf nur eine Seite des Metallschaumkörpers kann eine Gusshaut auf der betreffenden Seite entfernt werden, und auf der zweiten Seite wird die Gusshaut im Walzprozess weiter geglattet.
Der Walzprozess sollte von seinen Parametern her so eingestellt sein, dass auf den Verbundwerkstoffkorper ein solcher Druck wirkt, dass im Metallschaum nur ein geringer Umformgrad erreicht wird.
Eine Gusshaut des Metallschaumkörpers kann erfindungsgemäß beim Einwalzen von Drahtgewebe oder Drahtgeflecht gemäß Anspruch 5 bei Verwendung von Drahtmaterial, das einen höheren Schmelzpunkt als der Metallschaumwerkstoff hat, örtlich aufgeschmolzen werden. Das Drahtgewebe
wird in die Gusshaut eingedrückt und als Verstarkungsebene des Verbundwerkstoffes eingelagert und metallisch mit dem Metallschaum verbunden.
Die Verbundplatte kann nach dem Walzvorgang kontinuierlich oder diskontinuierlich in einer Thermokammer thermisch behandelt werden. Die Zeiten und Temperaturen für den Ausg leich gemä# Anspruch 4 Können abdhängig von den Werkstoffen sehr unterschiedlich sein.
Bei entsprechender Zähigkeit des Grundwerkstoffes des Metallschaums kann im erwarmten Zustand in begrenztem Umfang eine Umformbarkeit der Verbundplatte in allen Achsen der Ebene, zum Beispiel durch Biegen, erreicht werden. Die dafür erforderlichen Vorrichtungen zum Trennen und Umformen können zur Vermeidung einer erneuten. Erwärmung des Verbundwerkstoffes, unmittelbar nach der erfindungsgemäßen Einrichtung, in einer nachfolgenden technologischen Linie angeordnet werden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile werden insbesondere darin gesehen, dass nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kostengünstige Leichtbau- Verbundwerkstoffe hergestellt werden können, die eine hohe Temperaturbeständigkeit und gute Verbindungsmöglichkeiten der Platten durch Schweißverfahren und andere thermische Fugeverfahren gewahrleisten. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das kontinuierliche Verfahren die Möglichkeit zur Herstellung von Verbundplatten mit großen Abmessungen, besonders hinsichtlich der Lange, gegeben ist.
Zusätzlich ist vorteilhaft, dass mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Einrichtung verschiedene Kombinationen von Werkstoffen und Strukturen von sowohl Deckschichten als auch Metallschaumkorpern zu verschiedenartigen Verbundwerkstoffen mit spezifischen Eigenschaften verarbeitet werden können. Es können Verbundwerkstoffe mit verschiedenen Arten und Materialien von Kernen aus Metallschaum, beziehungsweise Metallschwamm und variablen metallischen
Deckschichten kombiniert und solche Verbundwerkstoffe in großen Abmessungen hergestellt werden.
So ist es zum Beispiel möglich, einen Verbundwerkstoff herzustellen, dessen Deckschichten aus Stahlblech und dessen Kern aus Aluminiumschaum bestehen. Dieser Verbundwerkstoff hat die vorteilhafte Eigenschaft, dass die Oberflächen sehr widerstandsfahig gegen mechanische Beanspruchungen sind und das Bauteil trotzdem ein geringes spezifisches Gewicht hat.
Die Verfahrensdurchführung gestattet auch eine einfache Kontrolle der Gleichmäßigkeit und der Größe der Poren des Schaumkerns und somit die Gewährleistung einer gleichbleibenden Qualität des Verbundes.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung eines Ausführungsbeispiels.
Fur die Herstellung einer Leichtbau-Verbundplatte wurde schmelzmetallurgisch hergestellter partikelverstarkter Aluminiumschaum nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mit einem Deckblech aus Aluminium verbunden. Der verwendete Aluminiumschaum hat eine Dichte von 0,3 kg/dm3, wahrend die Dichte von Aluminium 2,7 kg/dm3 betragt. In der Figur 1 ist eine Mikroskopaufnahme von einer Verbindungsstelle zwischen dem Aluminiumblech 13 und einer Zelle des Aluminiumschaums 12 zu sehen.
Deutlich sichtbar ist, dass ein Teil der zu Beginn des Verbindungsprozesses kalten Zellstruktur des Metallschaums in das zu diesem Zeitpunkt erwarmte und somit weiche Aluminiumblech eingedrückt wurde. Sichtbar ist auch, dass die beiden Teile miteinander verschmolzen und eine metallische Verbindung eingegangen sind.
Wenn man eine solche Verbundplatte mit einer Dicke des Kerns aus Aluminiumschaum 12 von 15 mm und von zwei Aluminiumblechen 13 von je 1,5 mm herstellt, so beträgt die Dichte des Verbundwerkstoffes rund
0,7 kg/dm3. Eine massive Aluminiumplatte der gleichen Dicke von 18 mm hatte ein um den Faktor 3,9 größeres Gewicht, wobei die Steifigkeit der Platte nur geringfügig höher wäre.
Die Verbundplatte kann an den Deckblechen mit anderen Bauteilen mittels geeigneter Schweißverfahren, wie zum Beispiel WIG-oder Laserschweißen, verbunden werden.
Da beide Komponenten des Verbundwerkstoffes aus dem gleichen Grundmaterial bestehen, kann die Verbundplatte dem Metallrecycling zugeführt werden.
Eine solche Leichtbau-Verbundplatte bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Besonders kann bei Fahrzeugen aller Art und beweglichen Einrichtungen Masse eingespart und somit der Energieverbrauch gesenkt werden.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum soll anhand der schematischen Darstellung in Figur 2 naher erlautert werden. Figur 2 zeigt einen senkrechten Schnitt in Richtung des technologischen Flusses durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Einrichtung zur Herstellung von Verbundwerkstoffen mit einem Kern aus Metallschaum. Die Einrichtung besteht im Einlaufteil aus einer Transportvorrichtung 2 fur den Metaitschaumkorper 11, ein oder zwei Reinigungsvorrichtungen 3 fur Deckschichten 10, mehreren Absaugungen 4, fur die bei der Reinigung der Deckschichten 10 und des Metallschaumkorpers 11 anfallenden Stäube und Verunreinigungen, einer oder mehreren Treibvorrichtungen 5 fur die Deckschichten 10 und einer oder zwei Oberflächenbehandlungsvorrichtungen 1 fur den Metallschaumkörper 11.
Die Transportvorrichtung 2 kann ein bekannter Rollgang oder ein Bandförderer oder eine Kombination aus beiden sein und zusätzlich mit einer Treibvorrichtung ausgestattet werden, die nicht dargestellt ist. Im Mittelteil der Einrichtung sind eine oder zwei Erwärmungsvorrichtungen 7 und ein
Walzgerüst 6 angeordnet. Die Erwarmungsvorrichtung 7 ist auf der Auslaufseite mit einer wärmeilsolierenden Führung ausgestattet, die die Deckschichten 10 bis kurz vor den Walzspalt umschließt und eine vorzeitige Abkühlung der Deckschichten verhindert. Das Walzgerüst 6 kann ähnlich bekannten Walzgerusten mit Duo-oder Quartowalzensatzen ausgestattet sein.
Der Auslaufteil der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht aus einer Thermokammer 8 und Kuhlvorrichtungen 9.
Die erfindungsgemäße Einrichtung wirkt in der Weise, dass von der Transportvorrichtung 2 ein plattenförmiger erkaltete Metallschaumkörper 11 durch die Oberflächenbehandlungsvorrichtung 1 in den Walzspalt des Walzgerüstes 6 bewegt wird.
In der Oberflächenbehandlungsvorrichtung 1 kann sowohl die Reinigung von Verunreinigungen und Oxidschichten, eine metallische Aktivierung der Oberflächen als auch eine spanende Bearbeitung der möglicherweise vorhandenen Gusshaut des Metallschaumkörpers erfolgen. Die beschriebene Oberflächenbehandlung kann gleichzeitig auf der Ober-und Unterseite des Metallschaumkörpers oder nur einseitig durchgeführt werden. Entsprechend kann die Behandlung und Verbindung der Deckschichten 10 zum Metallschaumkörper 11 ein-oder beidseitig vorgenommen werden. Der Einfachheit halber wird nachfolgend nur die Behandlung einer Deckschicht beschrieben.
Eine bandförmige Deckschicht 10, die wie in Anspruch 5 beschrieben beschaffen sein kann, wird mittels der Treibvorrichtung 5 durch die Reinigungsvorrichtung 3 in die Erwarmungsvorrichtung 7 eingeführt. Wenn die Deckschicht quasi endlos von einem Coil zugeführt wird, das in Figur 1 nicht dargestellt ist, kann die Treibvorrichtung 5 ebenfalls zum Abziehen der Deckschicht 10 von einer nicht dargestellten Abwickelvorrichtung eingesetzt werden. Die Treibvorrichtung 5 ist gleichermaßen in der Lage, durch Drehen
der Treibrollen in die entgegengesetzte Richtung die Deckschicht aus der Erwärmungsvorrichtung 7 zuruckzuziehen.
Die Reinigungsvorrichtung 3 entfernt auf der beim Verbinden mit dem Metallschaumkorper 11 diesem zugewandten Seite der Deckschicht 10 vorhandene Rückstände von Konservierungsmitteln oder Oxidschichten. In der Erwarmungsvorrichtung 7 werden die Deckschichten 10 gleichmäßig uber die Breite verteilt auf die erforderliche Temperatur, wie in den Ansprüchen 1 und 2 beschrieben, erwarmt. Um die schnelle Abkühlung von Deckschichten mit geringer Dicke zu vermeiden, wird das erwarmte Band durch einen geschlossenen und wärmeisolierten Kanal bis in die Nahe des Walzspaltes gefuhrt.
Kurz vor dem Walzspalt treffen Deckschicht 10 und Metallschaumkorper 11 aufeinander. Sie werden durch die rotierenden Walzen des Walzgerüstes 6 erfasst und im Walzspalt wird die Pressung zwischen den Komponenten so groß, das sie sich metallisch zum Verbundwerkstoff verbinden.
Um wahrend des Walzvorganges die gleiche Geschwindigkeit von Metallschaumkörper 11, Deckschichten 10 und Walzenmantelfläche zu gewährleisten, müssen die Antriebe von Treibvorrichtung 5, Transportvorrichtung 2 und Walzgerüst 6 aufeinander abgestimmt geregelt werden. Zur Sicherung der jeweils notwendigen Temperatur der Deckschichten 10 entsprechend den Ansprüchen 1 und 2, kann es auch erforderlich sein, die Leistung der Erwarmungsvorrichtungen 7 abhangig von der Walzgeschwindigkeit zu steuern.
Nach dem Verlassen des Walzgerüstes 6 kann zur Stabilisierung des Verbundes ein Temperieren der Verbundplatten notwendig sein. In der Thermokammer 8, die unmittelbar nachfolgend in der Walzrichtung angeordnet ist, kann der Verbundwerkstoff auf eine bestimmte Ausgleichstemperatur erwärmt oder nur Ober einen bestimmte Zeitraum warmgehalten werden. Die
Thermokammer 8 und die Kühlvorrichtungen 9 sind regelbar und gestatten ein variables Erwärmen, Warmhalten und Abkühlen der Verbundwerkstoffe.
Die Kuhtvorrichtung 9 arbeitet vorzugsweise mit Luft, wobei die Abkuhigeschwindigkeit durch veränderlichen Luftdurchsatz gesteuert wird.
Insbesondere kann auch durch verschiedene Langen der Thermokammer 8 die Dauer Temperierens und die Verweilzeit des Verbundwerkstoffes im durchlaufenden Prozess beeinflusst werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit ohne Einsatz der Kuhivorrichtung 9 die oben beschriebenen Umformprozesse anjschlie#end auszufuhren.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN <BR> <BR> 1 Oberflachenbehandlungsvorrichtung 2 Transportvorrichtung 3 Reinigungsvorrichtung 4 Absaugung 5 Treibvorrichtung 6 Walzgerüst 7 Erwarmungsvorrichtung 8 Thermokammer 9 Kühlvorrichtung 10 Deckschicht 11 Metallschaumkörper 12 Aluminiumschaumstruktur 13 Aluminiumblech
