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Title:
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A COMPOSITE PROFILE AND COMPOSITE PROFILE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/089159
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method and device for producing a composite profile made of extrudable plastics, wherein a first profile (1) is first extruded and then cooled in a calibration fixture until a dimensionally stable state is reached, then extrusion coated in an extrusion coating zone (3, 18, 19) by at least one second profile (2), characterized by treating by a mechanical and/or chemical pretreatment, by changing the ambient pressure in a pretreatment zone (4, 14, 15) and/or by irradiation by laser radiation (40) for heating the first profile (1), wherein said treatment is upstream of the extrusion coating zone (3, 18, 19) in the direction of extrusion (E).

Inventors:
KRUMBÖCK, Erwin (Laaherstraße 81, Ansfelden, A-4052, AT)
HUBL, Bernhard (Edtfleck 12, Nussbach, A-4542, AT)
FISCHER, Bernhard (Liliengasse 10, Wartber, A-4554, AT)
GEBESMAIR, Karl (Weinmeisterstraße 14, Kirchdorf/Krems, A-4560, AT)
Application Number:
EP2011/050697
Publication Date:
July 28, 2011
Filing Date:
January 19, 2011
Export Citation:
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Assignee:
GREINER TOOL.TEC GMBH (Friedrich-Schiedel-Straße 1, Nussbach, A-4542, AT)
KRUMBÖCK, Erwin (Laaherstraße 81, Ansfelden, A-4052, AT)
HUBL, Bernhard (Edtfleck 12, Nussbach, A-4542, AT)
FISCHER, Bernhard (Liliengasse 10, Wartber, A-4554, AT)
GEBESMAIR, Karl (Weinmeisterstraße 14, Kirchdorf/Krems, A-4560, AT)
International Classes:
B29C47/02
Attorney, Agent or Firm:
GROSS, Felix et al. (Maikowski & Ninnemann, Postfach 15 09 20, Berlin, 10671, DE)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Verfahren zur Herstellung eines Verbundprofils aus

extrudierbaren Kunststoffen, bei welchem zunächst ein erstes Profil (1) extrudiert und anschließend in einer Kalibriereinrichtung bis zum Erreichen eines

formstabilen Zustands abgekühlt wird, anschließend in einer Aufextrusionszone (3, 18, 19) mindestens ein zweites Profil (2) aufextrudiert wird, gekennzeichnet durch eine Bearbeitung durch eine mechanische und/oder

chemische Vorbehandlung, durch Änderung des

Umgebungsdrucks und / oder durch eine Bestrahlung mit Laserstrahlung (40) zur Erwärmung des ersten Profils (1) in einer Vorbehandlungszone (4, 14, 15) wobei diese in Extrusionsrichtung (E) vor der Aufextrusionszone (3, 18, 19) liegt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profil (1) in der Vorbehandlungszone (4, 14, 15) durch mindestens ein Formwerkzeug (5) in einem mechanischen Trennverfahren, wie z.B. durch Fräsen, Raspeln, Kerben oder Schneiden, und / oder durch einen auslaufseitig befestigten Kamm eine Profilierung erhält.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass das erste Profil (1) in der

Vorbehandlungszone (4, 14, 15) durch mindestens ein Formwerkzeug (5) in einem Umformungsverfahren,

insbesondere durch Prägen, Rändeln oder Walzprägen eine Profilierung erhält.

4. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Vorbehandlung eine Veränderung der Oberfläche des ersten Profil (1) bis zu einer mittleren Tiefe von 0,5 mm bewirkt .

5. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die

Vorbehandlung unter Erwärmung ausgeführt wird und / oder das Formwerkzeug (5) unterhalb oder oberhalb der

Erweichungstemperatur des Materials des ersten Profils (1) temperiert wird.

6. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profil (1) in der Vorbehandlungszone (4, 14, 15) mit mindestens einer chemischen Substanz oder einer Mischung chemischer Substanzen in Kontakt gebracht wird, welche durch eine Reaktion mit dem ersten Profil (1), die

Oberflächenbeschaffenheit verändert .

7. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf das erste Profil (1) in der Vorbehandlungszone (4, 14, 15) mindestens ein Haftvermittler mit oder ohne mindestens einem Zusatzstoff aufgebracht wird.

8. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung des ersten Profils (1) durch eine Laservorrichtung (41) mit mindestens einer Laserdiode erfolgt.

9. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufextrusion des zweiten Profils (2) auf das erste Profil (1) unter Erniedrigung des Umgebungsdrucks vor und/oder innerhalb der Aufextrusionszone (3, 18, 19) erfolgt.

10. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach der

Aufextrusion des zweiten Profils (2) auf das erste

Profil (1) eine Erhöhung des Umgebungsdrucks in dem Bereich nach der Aufextrusionszone (3, 18, 19) mittels insbesondere einer Druckkammer oder Druckluft erfolgt.

11. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profil (1) in der Vorbehandlungszone (4, 14, 15) erhitzt wird.

12. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der in der Vorbehandlungszone (4, 14, 15) vorbehandelten Fläche des ersten Profils (1) größer, kleiner oder gleich der Breite des zweiten Profils (2) ist.

13. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profil (1) und das zweite Profil (2) aus den gleichen

KunstStoffkomponenten oder aus unterschiedlichen

KunstStoffkomponenten bestehen können.

Vorrichtung zum Herstellen eines Verbundprofils aus extrudierbaren Kunststoffen nach einem Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch mindestens eine Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21, 22) zur Bearbeitung des ersten Profils (1) durch eine mechanische und/oder chemische Vorbehandlung und/oder durch Änderung des Umgebungsdrucks in der

Vorbehandlungszone (4, 14, 15).

15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21,22) und die Aufextrusionsvorrichtung (9, 23) in räumlich

voneinander getrennten Vorrichtungen oder integriert in einer Kombinationsvorrichtung (16) angeordnet sind.

Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch

gekennzeichnet, dass die Ausrichtung der Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21, 22) und/oder einer nachfolgenden Aufextrusionsvorrichtung (9, 23) und/oder einer Kombinationsvorrichtung (16) entsprechend der Oberkante und/oder den Seitenkanten des ersten Profils (1) erfolgt.

17. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

16, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine

Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21, 22) und/oder mindestens eine nachfolgende Aufextrusionsvorrichtung (9, 23) und/oder mindestens eine Kombinationsvorrichtung (16) mit dem ersten Profil (1) gekoppelt wird, die a) beweglich gelagert und federnd an das erste Profil (1) angelegt wird, und/oder b) lagerichtig zum ersten Profil (1) positioniert wird und/oder c) die Zuordnung zum ersten Profil (1) durch eine Anschlagfläche (7), welche mit einer Kante des ersten Profils (1) zusammenwirkt, gewährleistet wird.

18. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

17, dadurch gekennzeichnet, dass in der

Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21, 22) und/oder kurz vor dem Düsenausgang (8) der Aufextrusionsvorrichtung (9, 23) und/oder in der Kombinationsvorrichtung (16) mindestens ein justierbares und/oder beschichtetes Formwerkzeug (5), insbesondere messerartige Schneiden oder eine Walze mit scharfkantigen Profilierungen, angeordnet ist.

19. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein

Formwerkzeug (5) in dem Bereich, der sich nicht im

Eingriff mit dem ersten Profil (1) angeordnet ist, durch eine a) Kühlvorrichtung, insbesondere eine Luft- oder

Wasserkühlung, oder eine

b) Heizvorrichtung, insbesondere eine Heizfläche, eine Heißluft-Vorwärmung oder durch eine Strahlungsquelle, unterhalb oder oberhalb der Erweichungstemperatur des ersten Profils (1) temperiert wird.

20. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

19, dadurch gekennzeichnet, dass in und / oder an der Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21, 22) mindestens eine Heizvorrichtung (24, 25), insbesondere eine

Heizplatte, Heißluft-Vorwärmung oder eine

Strahlungsquelle, und / oder eine Laservorrichtung (41) angeordnet ist.

21. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

20, dadurch gekennzeichnet, dass in der

Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21, 22) und/oder der Kombinationsvorrichtung (16) sich mindestens eine

Zufuhrvorrichtung (12), a) mit einem variablen Abstand zum Düsenausgang (8) der Aufextrusionsvorrichtung (9, 23) oder der

Kombinationsvorrichtung (16), um die Kontakt zeiten mit der behandelten Oberfläche zu kontrollieren, b) zur Auftragung mindestens einer chemischen Substanz oder einer Mischung chemischer Substanzen und/oder c) zur Auftragung mindestens eines Haftvermittlers mit oder ohne mindestens einen Zusatzstoff angeordnet ist.

22. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

21, dadurch gekennzeichnet, dass der Umgebungsdruck vor und/oder innerhalb der Aufextrusionszone (3, 18, 19) in mindestens einer Hohlkammer (13), welche durch a) unmittelbaren Kontakt des ersten Profils (1) mit der Aufextrusionsvorrichtung (9, 23) und/oder der

Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21, 22) und/oder der Kombinationsvorrichtung (16) einlaufseitig und seitlich abgedichtet wird und sich b) auslaufseitig bis zum Düsenausgang (8) erstreckt, mittels einer Pumpvorrichtung erniedrigt wird.

23. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

22, dadurch gekennzeichnet, dass der Umgebungsdruck nach und/oder innerhalb der Aufextrusionszone (3, 18, 19), insbesondere durch Luftdruck oder mittels einer

Druckkammer, erhöht wird.

24. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

23, dadurch gekennzeichnet dass die

Vorbehandlungsvorrichtung (6, 20, 21, 22) und/oder die Aufextrusionsvorrichtung (9, 23) und/oder die

Kombinationsvorrichtung (16) a) an den Randbereichen der Kontaktfläche auf das erste Profil (1) angelegt wird und/oder b) einlaufseitig auf dem ersten Profil (1) aufliegt und dadurch Wärme auf das Profil (1) überträgt und/oder c) die Kontaktfläche mit dem Profil (1) entgegengesetzt zur Extrusionsrichtung (E) variabel verlängert werden kann, um die Eindringtiefe der Wärme und somit die Schichtdicke mit erhöhter Temperatur durch längere Kontakt zeiten zu erhöhen.

25. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis

24, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der

Aufextrusionsvorrichtung (9, 23) und/oder der

Kombinationsvorrichtung (16) zum ersten Profil (1) in Richtung der Auslaufseite hin zunimmt. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass nach der zweiten

Extrusionsvorrichtung weitere Kühl- und

Kalibriervorrichtungen mit weiteren darauf folgenden Vorbehandlungsvorrichtungen und/oder weiteren

Aufextrusionsvorrichtungen und/ oder

Kombinationsvorrichtungen folgen .

Profil aus formstabilem Kunststoff herstellbar mit einem Verfahren gemäß den Ansprüche 1 bis 13.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Verbundprofils und ein Verbundprofil

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Verbundprofils nach Anspruch 1 und eine Vorrichtung zur

Herstellung eines Verbundprofils nach Anspruch 13. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verbundprofil mit den Merkmalen des Anspruchs 27.

Es ist bekannt, dass die Herstellung eines Verbundprofils aus mindestens zwei thermoplastischen KunstStoffkomponenten in einem fortlaufenden Arbeitsgang mittels Koextrusion erfolgen kann. Hierzu ist es üblich, dass zunächst ein erstes Profil in einem ersten Extrusionsvorgang aus einer Düse extrudiert und in einer anschließenden Kalibriereinrichtung bis zum

Erreichen eines formstabilen Zustandes abgekühlt wird.

Anschließend wird in einem weiteren Extrusionsvorgang ein zweites Profil auf das erste Profil ein- bzw. aufextrudiert . Die Haftung zwischen den Profilen wird durch Wechselwirkung zwischen den beiden Komponenten mittels Physisorption bzw. Chemisorption erreicht.

Aus der EP 0 455 670 AI ist bekannt die Kontaktfläche eines bis zum Erreichen eines formstabilen Zustandes abgekühltem Profils wieder zu erhitzen, so dass die Kontaktfläche des Profils erweicht wird.

Die bekannten Verfahren und Vorrichtungen haben den Nachteil, dass sie hinsichtlich der Materialwahl eingeschränkt sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Haftfähigkeit zwischen verschiedenen KunstStoffkomponenten bei einem

Verfahren oder einer Vorrichtung der eingangs genannten Art zu verbessern .

Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des

Anspruchs 1 angegebenen Merkmale und durch die im

kennzeichnenden Teil des Anspruchs 12 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltungen der

Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass ein erstes Profil (d.h. ein Kunststoffextrusionsprofil ) , welches in einer

Kalibriereinrichtung bis zum Erreichen eines formstabilen Zustands abgekühlt wurde, in einer Vorbehandlungszone, insbesondere mittels einer Vorbehandlungsvorrichtung,

bearbeitet wird. Die Vorbehandlungszone liegt in

Extrusionsrichtung vor einer Aufextrusionszone . In der

Aufextrusionszone wird in einem weiteren Extrusionsvorgang, insbesondere mittels einer Aufextrusionsvorrichtung mindestens ein zweites Profil aufextrudiert . Die Bearbeitung erfolgt durch ein mechanisches Fertigungsverfahren und/oder durch eine chemische Vorbehandlung und/oder durch eine Änderung des

Umgebungsdrucks und führt im Endergebnis zu einer Verbesserung der Haftfähigkeit zwischen den einzelnen

KunstStoffkomponenten .

Die Vorbehandlung erfolgt somit explizit nach der

Kalibrierung. Das erste Profil ist an dieser Stelle weitgehend abgekühlt. Die Vorbehandlung erfolgt bevorzugt sehr nahe

(zeit- und wegmäßig), bevor das zweite Profil aufextrudiert wird .

Auch kann eine Verbesserung der Verbindung zwischen dem ersten Profil und dem zweiten Profil durch eine der genannten

Vorbehandlungsmethoden oder eine Kombination aus mehreren oder allen Methoden erreicht werden, je nach den

Materialeigenschaften der verwendeten Komponenten.

An der Vorbehandlungsvorrichtung ist vorteilhafterweise mindestens ein Formwerkzeug zur Aufbringung einer Profilierung auf und/oder in dem ersten Profil in der Vorbehandlungszone angeordnet. Mit Vorteil kann die Profilierung des ersten

Profils durch Formwerkzeuge, z.B. auslaufseitig angeordnet, mittels eines mechanischen Trennverfahrens erzeugt werden. Dies kann mit Vorteil durch Schleifen und Aufrauen der

Kontaktfläche geschehen oder auch durch messerförmiges Schneiden, welche Rillen und/oder Aufwerfungen erzeugen und / oder durch einen auslaufseitig befestigten Kamm. Alternativ oder zusätzlich können noch weitere mechanische Trennverfahren wie beispielsweise Fräsen, Raspeln und Kerben eingesetzt werden .

Weiterhin kann die Profilierung des ersten Profils auch durch eine auslaufseitig befestigte Walze mit einem gewünschten Profilierungsmuster , welches in das erste Profil gedrückt wird. Alternativ oder zusätzlich können noch weitere

Umformungsverfahren für die Vorbehandlung, wie beispielsweise Rändeln, Stempeln oder Prägen verwendet werden.

Vorteilhaft ist es, wenn die Vorbehandlung eine Veränderung der Oberfläche des ersten Profil bis zu einer mittleren Tiefe von 0,5 mm bewirkt. Damit wird die Oberfläche im Mikrobereich vorbehandelt. Dies ist im Unterschied zu dem Aufbringen von Noppen oder dem Einbringen von Nuten zu sehen.

Die Formwerkzeuge in der Vorbehandlungszone sind mit Vorteil justierbar gelagert, um die Eindringtiefe und Art der

Profilierung auf dem ersten Profil zu steuern. Weiterhin ist es von Vorteil die Formwerkzeuge zu beschichten. Hierbei ist zu beachten, dass der Abstand der Aufextrusionsvorrichtung vom ersten Profil in Richtung der Auslaufseite hin zunimmt, um die entstandenen Aufwerfungen der Profilierung nicht zu zerstören. Dabei ist es sinnvoll, wenn nach dem Profilieren der

Kontaktfläche die entstandenen Aufwerfungen und Einkerbungen nicht wieder eingeebnet werden. Das kann z.B. durch einen geeigneten Abstand zwischen Profil und Düse bewirkt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird das

Formwerkzeug unterhalb oder oberhalb der Erweichungstemperatur des Materials des ersten Profils temperiert und / oder die Vorbehandlungszone vorgewärmt (z.B. durch Infrarot oder

Laserstrahlung). Damit kann z.B. eine bessere

Verbindungsfestigkeit durch die Kombination einer Vorwärmung der Oberfläche des ersten Profils mit einem mechanischen Fertigungsverfahren erreicht werden. Die Vorwärmung erfolgt vorteilhafterweise in der Vorbehandlungsvorrichtung noch vor einer Profilierung durch ein Formwerkzeug. Diese Abfolge ist nicht zwingend und kann, je nach Bedarf, angepasst werden. Ein Erhitzen dieses Bereichs, vorzugsweise in einem

Temperaturrahmen von 100°C bis 250°C, kann beispielsweise durch eine Heizfläche und Kontakt über Wärmeleitung, über Heißluftwärme oder eine Strahlungsquelle erfolgen. Die Wärme wird über eine Fläche auf das erste Profil übertragen und kann in seiner Breite dem aufextrudierten zweiten Profil

entsprechen. Diese Zuordnung ist allerdings nicht zwingend. Die Breite der auf jeglicher Art vorbehandelten Fläche des ersten Profils kann ebenso größer oder kleiner der Breite des zweiten Profils sein.

Ferner ist es vorteilhaft, wenn das erste Profil in der

Vorbehandlungszone mit mindestens einer chemische Substanz oder einer Mischung chemischer Substanzen in Kontakt gebracht wird, welche durch eine Reaktion mit dem ersten Profil die Oberflächenbeschaffenheit verändert. In der

Vorbehandlungsvorrichtung ist vorteilhafterweise eine

Zufuhrvorrichtung für chemische Substanzen angeordnet. Der Kontakt des ersten Profils mit den chemischen Substanzen erfolgt mit Vorteil mittels eines filzartigen Verschlusses der Zuführöffnung oder mittels einer entsprechenden Düse und

Dosierpumpe. Alternativ kann beispielsweise auch ein

Sprühverfahren verwendet werden. Der Abstand der Zuführöffnung zum Düsenausgang des zweiten Profils ist variabel einstellbar, um die Kontakt zeiten der aufgebrachten Substanz mit dem ersten Profil vor dem Auftragen des zweiten Profils zu kontrollieren. Die chemische Substanz (oder auch eine Mischung von

Substanzen) ist so zu wählen, dass es zu einer chemischen Reaktion mit dem ersten Profil kommt. Durch solch eine Art des „Ätzens" wird die Oberflächenbeschaffenheit des ersten Profils verändert und das Profil erhält eine Mikroprofilierung . Die Verbindungsfestigkeit wird durch diese Vergrößerung der

Kontaktfläche der beiden KunstStoffkomponenten verbessert.

Neben mechanischen Fertigungsverfahren eignen sich somit auch chemische Verfahren zur Vorbehandlung, um die Haftfestigkeit von KunstStoffkomponenten zu erhöhen. Grundsätzlich sind mechanische und chemische Verfahren miteinander kombinierbar.

Ebenfalls ist es vorteilhaft, wenn auf das erste Profil in der Vorbehandlungszone mindestens ein Haftvermittler mit oder ohne mindestens einen Zusatzstoff aufgebracht wird. Das Verfahren erfolgt vorteilhafterweise analog zur Aufbringung der

chemischen Substanz. Gerade bei KunstStoffkomponenten mit deutlich unterschiedlichen physikalischen und chemischen

Eigenschaften ist dieses Verfahren von Vorteil.

Eine weitere Verbesserung der Verbindungsfestigkeit kann durch Auftragen eines Haftvermittlers mit inerten Zusatzstoffen erreicht werden. Dem Haftvermittler werden, je nach Bedarf, in unterschiedlicher Körnigkeit KunstStoffkomponenten zugefügt. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften dieser

Zusatzstoffe werden an die Erfordernisse der zu verbindenden Profile angepasst. Dadurch wird eine erhöhte Wechselwirkung zwischen den einzelnen Komponenten erreicht. Weiterhin wird die Haftfestigkeit durch die größere Oberfläche und zusätzlich aufgebrachte Profilierung positiv beeinflusst.

Alternativ oder zusätzlich kann der Umgebungsdruck in der Vorbehandlungszone verringet werden. Das Verfahren erfolgt vorteilhafterweise analog zur Druckerniedrigung des

Umgebungsdrucks in der Aufextrusionszone . Eine

Druckerniedrigung in der Vorbehandlungszone ermöglicht

beispielsweise ein Entfernen vorher aufgebrachter

leichtflüchtiger Substanzen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform erfolgt die Aufextrusion des zweiten Profils auf das erste Profil unter Erniedrigung des Umgebungsdrucks vor und/oder innerhalb der Aufextrusionszone . Der Umgebungsdruck in der Aufextrusionszone wird vorteilhafterweise in mindestens einer Hohlkammer, welche durch den unmittelbaren Kontakt des ersten Profils mit der Aufextrusionsvorrichtung einlaufseitig und seitlich

abgedichtet wird und sich auslaufseitig bis zum Düsenausgang erstreckt, verringert. Die Druckerniedrigung erfolgt mit Vorteil mittels einer entsprechenden Pumpvorrichtung, die beispielsweise über Bohrungen oder Schlitze mit dem Hohlkörper verbunden ist. Eine Druckerniedrigung verringert die Gefahr von Lufteinschlüssen zwischen den beiden

Kunststoffkomponenten, welche die Haftfestigkeit negativ beeinflusst. Gerade bei einer Profilierung der Oberfläche des ersten Profils ist diese Gefahr deutlicher ausgeprägt. Somit wird durch das Anlegen eines Unterdrucks die Haftfestigkeit der einzelnen Komponenten erhöht.

Die Beaufschlagung mit Unterdruck bewirkt, dass keine

Luftblasen in der Kontaktfläche zwischen den beiden Profilen eingebettet werden. Luftblasen können das Anhaften des zweiten Profils stören. Der Bereich unmittelbar vor dem Aufbringen des zweiten Profils wird druckmäßig evakuiert. Außerdem kann eine Evakuierung das „Ansaugen" des zweiten Profils auf die

vorbehandelte Oberfläche fördern.

Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Erhöhung des

Umgebungsdrucks nach der Aufextrusionszone vorteilhaft sein. Die Erhöhung erfolgt insbesondere mittels einer Druckkammer oder Druckluft. Durch eine Druckerhöhung werden Verteilung und Kontakt des zweiten Profils mit dem ersten Profils maximiert .

Die Verbindungsfestigkeit einzelner KunstStoffkomponenten kann vorteilhafterweise durch eine gezielte Veränderung des

Umgebungsdruckes während oder nach der Auftragung des zweiten Profils. Grundsätzlich ist dieses Verfahren auch mit

mechanischen und chemischen Verfahren kombinierbar.

Auch ist es vorteilhaft, wenn das erste Profil in der

Vorbehandlungszone erhitzt wird.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Breite der in der Vorbehandlungszone vorbehandelten Fläche des ersten Profils größer, kleiner oder gleich der Breite des zweiten Profils . Auch ist es vorteilhaft, wenn das erste Profil und das zweite Profil aus den gleichen KunstStoffkomponenten oder aus

unterschiedlichen KunstStoffkomponenten bestehen. Im ersten Fall ergibt sich eine einfachere Verfahrensgestaltung, im zweiten Fall lässt sich das Gesamtprofil besser an

Beanspruchungsanforderungen anpassen .

Die Aufgabe wird auch durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst. Dabei dient mindestens eine

Vorbehandlungsvorrichtung zur Bearbeitung des ersten Profils durch eine mechanische und/oder chemische Vorbehandlung und/oder durch Änderung des Umgebungsdrucks in der

Vorbehandlungszone. Vorteilhaft ist es dabei, wenn die

Vorbehandlungsvorrichtung und die Aufextrusionsvorrichtung in räumlich voneinander getrennten Vorrichtungen oder integriert in einer Kombinationsvorrichtung angeordnet sind. Bei einer getrennten Anordnung lassen sich z.B. unterschiedliche

Vorbehandlungen konstruktiv leicht realisieren. Bei einer kompakten Bausweise kann die Vorrichtung insgesamt

platzsparend ausgebildet werden.

Die Kombinationsvorrichtung liegt mit Vorteil einlaufseitig in der Vorbehandlungszone auf dem ersten Profil auf und überträgt dadurch Wärme. Weiterhin ist es vorteilhaft, die Kontaktfläche der Kombinationsvorrichtung mit dem ersten Profil

entgegengesetzt zur Extrusionsrichtung variabel zu verlängern. Durch längere Kontakt zeiten erhöht sich die Eindringtiefe der Wärme und somit die Schichtdicke mit erhöhter Temperatur. Das Formwerkzeug zur Profilierung wird mit Vorteil direkt vor den Düsenausgang der Kombinationsvorrichtung angeordnet. Der

Vorteil dieses Verfahrens ist, dass ein Erhitzen der

Oberfläche des ersten Profils durch die Düse und ohne eine zusätzliche Wärmequelle erfolgt. Somit kann die Abwärme der Kombinationsvorrichtung effizient genutzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Abstand der Kombinationsvorrichtung zum ersten Profil in Richtung der Auslaufseite zunimmt, um die entstandenen Aufwerfungen der Profilierung nicht zu zerstören. Eine vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich, wenn die Ausrichtung der Vorbehandlungsvorrichtung und/oder einer nachfolgenden Aufextrusionsvorrichtung und/oder einer

Kombinationsvorrichtung entsprechend der Oberkante und/oder den Seitenkanten des ersten Profils erfolgt.

Auch ist es vorteilhaft, wenn mindestens eine

Vorbehandlungsvorrichtung und/oder mindestens eine der

nachfolgenden Aufextrusionsvorrichtung und/oder mindestens eine Kombinationsvorrichtung mit dem ersten Profil gekoppelt wird, die a. beweglich gelagert und federnd an das erste Profil angelegt wird, und/oder b. lagerichtig zum ersten Profil positioniert wird und/oder c. die Zuordnung zum ersten Profil durch eine Anschlagfläche, welche mit einer Kante des ersten Profils zusammenwirkt, gewährleistet wird.

Für eine mechanische Bearbeitung ist es vorteilhaft, wenn in der Vorbehandlungsvorrichtung und/oder kurz vor dem

Düsenausgang der Aufextrusionsvorrichtung und/oder in der Kombinationsvorrichtung mindestens ein justierbares und/oder beschichtetes Formwerkzeug, insbesondere messerartige

Schneiden oder eine Walze mit scharfkantigen Profilierungen, angeordnet ist.

Dabei kann das zur Profilierung verwendete Formwerkzeug unterhalb der Erweichungstemperatur des ersten Profils gekühlt werden. Dies kann z.B. durch Luftkühlung oder eine

entsprechende Wasserkühlung erfolgen. Alternativ kann es aber auch zweckmäßig sein die Formwerkzeuge mit einer Beschichtung zu versehen und sie zu erhitzen. Durch eine geeignete

Beschichtung wird ein Anhaften von Kunststoff auf dem

Formwerkzeug vermieden. Die Wärmeübertragung kann mit Vorteil durch eine Heizfläche, Heißluftwärme oder eine

Strahlungsquelle erfolgen. Auch kann in der Vorbehandlungsvorrichtung mindestens eine Heizvorrichtung, insbesondere eine Heizplatte, eine Heißluft- Vorwärmung oder eine Strahlungsquelle, angeordnet sein.

Eine Temperatur der Formwerkzeuge zwischen 20 und 60 Kelvin oberhalb der Erweichungstemperatur des ersten Profils ist vorteilhaft. Dadurch schmilzt das erste Profil im

Eingriffsbereich der Formwerkzeuge auf. Die Vorteile dieses Verfahrens sind, neben einer Profilierung mit deutlich

geringerem Kraftaufwand, eine bessere Haftfestigkeit, welche durch Verschweißen der nun erweichten profilierten Oberfläche mit dem zweiten Profil erreicht wird.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn in der

Vorbehandlungsvorrichtung und/oder der Kombinationsvorrichtung mindestens eine Zufuhrvorrichtung, a) mit einem variablen Abstand zum Düsenausgang der

Aufextrusionsvorrichtung oder der Kombinationsvorrichtung, um die Kontakt zeiten mit der behandelten Oberfläche zu

kontrollieren, b) zur Auftragung mindestens einer chemischen Substanz oder einer Mischung chemischer Substanzen und/oder c) zur Auftragung mindestens eines Haftvermittlers mit oder ohne mindestens einen Zusatzstoff angeordnet ist.

Für Veränderung des Druckniveaus ist es vorteilhaft, wenn der Umgebungsdruck vor und/oder innerhalb der Aufextrusionszone in mindestens einer Hohlkammer welche durch a) unmittelbarem Kontakt des ersten Profils mit der

Aufextrusionsvorrichtung und/oder der

Vorbehandlungsvorrichtung und/oder der Kombinationsvorrichtung einlaufseitig und seitlich abgedichtet wird und sich b) auslaufseitig bis zum Düsenausgang erstreckt, mittels einer Pumpvorrichtung erniedrigt wird. Auch ist es vorteilhaft, wenn der Umgebungsdruck nach und/oder innerhalb der Aufextrusionszone, insbesondere durch Luftdruck oder mittels einer Druckkammer, erhöht wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden die

Vorbehandlungsvorrichtung und/oder die

Aufextrusionsvorrichtung und/oder die Kombinationsvorrichtung a) an den Randbereichen der Kontaktfläche auf das erste Profil angelegt und/oder b) einlaufseitig auf dem ersten Profil zur Übertragung von Wärme auf das Profil aufgelegt und/oder c) die Kontaktfläche mit dem Profil entgegengesetzt zur

Extrusionsrichtung variabel verlängert, um die Eindringtiefe der Wärme und somit die Schichtdicke mit erhöhter Temperatur durch längere Kontakt zeiten zu erhöhen.

Die Aufextrusionsvorrichtung wird vorteilhaferweise in den Randbereichen der Kontaktfläche an das Profil angelegt. Die Schmelze des zweiten Profils wird durch den Massendruck in den entstanden Profilierungsformen verteilt. Dadurch wird eine zusätzliche Verankerung erreicht. Es wird eine deutlich höhere Haftfestigkeit im Vergleich zu einer reinen Verschweißung ohne Profilierung erzielt. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Auftragung auf ein schon formstabiles Profil erfolgt, so dass die Formgenauigkeit des ersten Profils unbeeinträchtigt bleibt.

In einer weiteren vorteilhaften Vorrichtung nimmt der Abstand der Aufextrusionsvorrichtung und/oder der

Kombinationsvorrichtung zum ersten Profil in Richtung der Auslaufseite hin zu.

Zur Stabilisierung des Gesamtprofils ist es vorteilhaft, wenn nach der zweiten Extrusionsvorrichtung weitere Kühl- und

Kalibriervorrichtungen mit weiteren darauf folgenden Vorbehandlungsvorrichtungen und/oder weiteren

Aufextrusionsvorrichtungen und/oder Kombinationsvorrichtungen folgen .

Die Aufgabe wird auch durch ein Profil aus formstabilem

Kunststoff gemäß Anspruch 27 gelöst.

Ein Vorteil dieses Verfahrens und der Vorrichtung ist, dass die oben beschriebenen Ausführungsformen sowohl alleinstehend, als auch in jeglichen Kombinationsmöglichkeiten angewandt werden können. Weiterhin ist es möglich, die Verfahren und Vorrichtungen beliebig für mehr als zwei Profile zu

kombinieren, um ein komplexeres Produkt zu erhalten. Dadurch wird gewährleistet, dass je nach den Materialeigenschaften der einzelnen KunstStoffkomponenten, ein möglichst wirtschaftlich effizientes Verfahren unter gleichzeitiger verbesserter

Qualität des Produktes erzielt wird.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die

Figuren der Zeichnung an mehreren Ausführungsbeispielen, insbesondere Fig. 1, näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines ersten

Ausführungsbeispiels der Erfindung;

Fig. 2 eine schematische Darstellung der

Vorbehandlungsvorrichtung von Fig. 1 ;

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer

Vorbehandlungsvorrichtung mit einer

Heißluftvorwärmung;

Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Formwerkzeugs;

Fig. 5 eine schematische Darstellung eines zweiten

Ausführungsbeispiels der Erfindung;

Fig. 6 eine schematische Darstellung eines dritten

Ausführungsbeispiels der Erfindung; eine schematische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels der Erfindung; ein vergrößerter Ausschnitt des Ausführungsbeispiels von Fig. 7; eine schematische Darstellung eines Profils; eine schematische Darstellung einer fünften

Ausführungsform mit einer Laservorrichtung zur

Erwärmung; eine Detaildarstellung der fünften Ausführungsform gemäß Fig. 10; eine Variante der fünften Ausführungsform.

Das in Figur 1 dargestellte erste Profil 1 wurde in einer vorangehenden, aus Gründen der Einfachheit nicht näher

gezeigten, Kalibriereinrichtung weitestgehend abgekühlt und ist formstabil. Somit wird eine negative Beeinträchtigung der Formgenauigkeit des ersten Profils 1 vermieden. Die

Extrusionsrichtung E ist in Fig. 1 durch einen Pfeil

dargestellt .

Das erste Profil 1 kann durch hier nicht dargestellte

Führungsflächen und/oder -rollen lagekonstant geführt werden. Die Vorbehandlung des Profils 1 erfolgt in der

Vorbehandlungszone 4. Die Vorbehandlungsvorrichtung 6 ist beweglich gelagert und wird federnd an das erste Profil 1 angelegt. Alternativ kann sie auch lagerichtig zum ersten Profil 1 positioniert sein. Die Zuordnung zum ersten Profil 1 wird durch eine Anschlagfläche 7, die hier nicht, aber in Figur 2 dargestellt ist, gewährleistet. Sie wirkt mit einer Kante des ersten Profils 1 zusammen. Die Ausrichtung der Vorbehandlungsvorrichtung 6 und der nachfolgenden Aufextrusionsvorrichtung 9 auf die entsprechende Oberkante des ersten Profils 1 ist nicht zwingend und kann alternativ oder zusätzlich auf den Seitenkanten des ersten Profils 1 erfolgen.

Das erste Profil 1 wurde in einer Kalibriereinrichtung

abgekühlt und ist formstabil, um eine negative

Beeinträchtigung der Formgenauigkeit zu vermeiden. Das erste Profil 1 wird z.B. durch Führungsflächen und/oder -rollen lagekonstant geführt.

Das erste Profil 1 wird an der Oberfläche in der

Vorbehandlungsvorrichtung 6, vorzugsweise in einem

Temperaturbereich von 100°C bis 250°C, erhitzt. Dadurch wird ein Erweichen der Oberfläche des ersten Profils 1 erzielt. Die Wärmeübertragung erfolgt über eine (hier nicht, aber in Fig. 2 dargestellte) Heizvorrichtung 24 und wird über die Heizfläche auf das erste Profil 1 übertragen. Die Heizfläche entspricht in der Breite dem zweiten Profil 2.

Diese Übereinstimmung der Breite der Heizfläche 24 mit dem zweiten Profil 2 ist nicht zwingend und kann nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden. Auch die angegebene

Wärmeübertragung kann beispielsweise durch Heißluftwärme oder eine Strahlungsquelle ersetzt werden.

Auslaufseitig ist an der Vorbehandlungvorrichtung 6 ein

Formwerkzeug 5 angeordnet, welches auf der erhitzten

Oberfläche des ersten Profils 1 eine Profilierung hinterlässt. Dies geschieht durch messerförmige Schneiden, welche Rillen und/oder Aufwerfungen erzeugen. Alternativ kann die

Profilierung auch durch Schleifen und Aufrauen der Oberfläche geschehen oder durch eine auslaufseitig befestigte Walze mit einem gewünschten Profilierungsmuster . Weiterhin können andere Umformungs- oder Trennverfahren wie beispielsweise Rändeln, Prägen, Fräsen und Raspeln vorteilhaft sein. Die Fläche des Formwerkzeugs 5 kann der Breite des zweiten Profils 2 entsprechen. Diese Zuordnung der Breite ist

allerdings nicht zwingend und kann nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden. Das Formwerkzeug 5 ist justierbar gelagert um die Eindringtiefe und Art der Profilierung auf dem ersten Profil 1 zu steuern. Es kann, je nach Bedarf, mit einer

Beschichtung versehen werden.

Alternativ kann es vorteilhaft sein, die Formwerkzeuge 5 unterhalb der Erweichungstemperatur des ersten Profils 1 zu kühlen. Dies kann z.B. durch Luftkühlung oder eine

entsprechende Wasserkühlung erfolgen. Weiterhin kann es aber auch zweckmäßig sein, die Formwerkzeuge 5 mit einer

Beschichtung zu versehen und sie zu erhitzen.

Das Auftragen eines zweiten Profils 2 erfolgt im Anschluss an die Vorbehandlungsvorrichtung 6 in der Aufextrusionszone 3. Die Aufextrusionsvorrichtung 9 wird in den Randbereichen der Kontaktfläche an das erste Profil 1 angelegt. Die Schmelze des zweiten Profils 2 wird durch den Massendruck in den entstanden Profilierungsformen verteilt. Hierbei ist zu beachten, dass der Abstand der Aufextrusionsvorrichtung 9 zum ersten Profil 1 im dargestellten Ausführungsbeispiel in Richtung der

Auslaufseite hin zunimmt, um die entstandenen Aufwerfungen der Profilierung nicht zu zerstören.

Die Fig. 2 zeigt die in Fig. 1 beschriebene

Vorbehandlungsvorrichtung 6 in einer perspektivischen Ansicht. Es sindd deutlich das auslaufseitige Formwerkzeug 5, die

Heizvorrichtung 24 und die seitliche Anschlagfläche 7 zu erkennen. Die Extrusionsrichtung E ist in Fig. 2 durch einen Pfeil dargestellt.

Die Fig. 3 zeigt eine alternative Vorbehandlungszone 14 mit einer Vorbehandlungsvorrichtung 20 in einer weiteren

Ausführungsform, wobei unveränderte Elemente mit den gleichen Bezeichnungen wie in der Figur 1 versehen sind. Die

Wärmeübertragung dieser Heizvorrichtung 25 erfolgt hier durch Heißluftvorwärmung . Die Extrusionsrichtung (E) ist in Fig. 3 durch einen Pfeil dargestellt.

Die Fig. 4 zeigt eine alternative Vorbehandlungsvorrichtung 21, wobei unveränderte Elemente mit den gleichen Bezeichnungen wie in der Figur 1 versehen sind. Die die Anschlagfläche 7, welche eine Zuordnung zum Profil 1 ermöglicht, ist deutlich erkennbar. Die Profilierung durch ein Formwerkzeug 5 erfolgt hier über eine auslaufseitig befestigte Walze mit einem

Profilierungsmuster . Die Heizvorrichtung 24 entspricht der in Fig. 1 dargestellten Variante.

Die Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung, wobei unveränderte

Elemente mit den gleichen Bezeichnungen wie in der Figur 1 versehen sind. Bezüglich einer entsprechenden Erläuterung wird auf die obige Ausführung der Figur 1 verwiesen. Aus Gründen der Einfachheit wurde nur ein Ausschnitt der veränderten

Vorbehandlungsvorrichtung 22 näher gezeigt.

Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 erfolgt keine Profilierung durch ein mechanisches

Fertigungsverfahren. In der Vorbehandlungsvorrichtung 22 ist eine Zufuhrvorrichtung 12 zur Aufbringung eines

Haftvermittlers auf die Kontaktoberfläche angeordnet, um die Haftfestigkeit der einzelnen Profile zu erhöhen. Die

Auftragung erfolgt mittels eines filzartigen Verschlusses der Zuführöffnung. Diese Art der Auftragung ist aber nicht als zwingend anzusehen und kann je nach Bedarf beispielsweise mittels einer entsprechenden Düse mit Dosierpumpe oder einem Sprühverfahren erfolgen. Der Abstand der Zufuhröffnung zum hier nicht dargestellten Düsenausgang 8 des zweiten Profils 2 ist variabel einstellbar, um die Kontakt zeiten des

Haftvermittlers mit dem ersten Profil 1 vor dem Auftragen des zweiten Profils 2 zu kontrollieren.

Eine weitere Verbesserung der Verbindungsfestigkeit kann durch Auftragen eines Haftvermittlers mit inerten Zusatzstoffen erreicht werden. Dem Haftvermittler werden, je nach Bedarf, in unterschiedlicher Körnigkeit KunstStoffkomponenten und / oder mineralische Zuschlagstoffe zugefügt.

Alternativ oder zusätzlich kann die Haftfestigkeit zwischen den beiden Profilen auch durch Aufbringen einer chemischen Substanz (oder auch eine Mischung von Substanzen) erhöht werden. Sie ist/sind so zu wählen, dass es zu einer chemischen Reaktion mit dem ersten und / oder zweiten Profil kommt. Durch solch eine Art des „Ätzens" wird die Oberflächenbeschaffenheit des ersten Profils verändert und das Profil erhält eine

Mikroprofilierung . Das Verfahren erfolgt vorteilhafterweise analog zur Aufbringung des Haftvermittlers.

Grundsätzlich ist dieses Verfahren auch mit mechanischen

Verfahren oder dem in Fig. 6 erläuterten Verfahren unter gezielter Veränderung des Umgebungsdrucks kombinierbar.

Die Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels der Erfindung, wobei unveränderte

Elemente mit den gleichen Bezeichnungen wie in der Figur 1 versehen sind. Bezüglich einer entsprechenden Erläuterung wird auf die obige Ausführung der Figur 1 verwiesen. Aus Gründen der Einfachheit wurde nur ein Ausschnitt der

Aufextrusionsvorrichtung 23 näher gezeigt.

Im Unterschied zu den vorangehenden Beispielen erfolgt hier die Auftragung des zweiten Profils 2 in der Aufextrusionszone 18 unter einer Erniedrigung des Umgebungsdrucks. Der

Umgebungsdruck wird in einer Hohlkammer 13, welche durch den unmittelbaren Kontakt des ersten Profils 1 mit der

Aufextrusionsvorrichtung 23 einlaufseitig und seitlich

abgedichtet 30 wird und sich auslaufseitig bis zum

Düsenausgang 8 erstreckt, verringert. Die Druckerniedrigung erfolgt mittels einer entsprechenden (hier nicht

dargestellten) Pumpvorrichtung über Bohrungen 26. Der Einsatz von Bohrungen 26 ist nicht zwingend und kann auch über

Schlitze oder Vergleichbares erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann der Umgebungsdruck in der Vorbehandlungszone verringet werden. Das Verfahren erfolgt vorteilhafterweise analog zur Druckerniedrigung des

Umgebungsdrucks in der Aufextrusionszone .

Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Erhöhung des

Umgebungsdrucks nach der Aufextrusionszone vorteilhaft sein. Die Erhöhung erfolgt insbesondere mittels einer Druckkammer oder Druckluft.

Grundsätzlich ist dieses Verfahren auch mit mechanischen und chemischen Verfahren kombinierbar.

Die Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels der Erfindung, wobei unveränderte

Elemente mit den gleichen Bezeichnungen wie in der Fig. 1 versehen sind. Bezüglich einer entsprechenden Erläuterung wird auf die Beschreibung der Fig. 1 verwiesen.

Im Unterschied zur ersten Ausführungsform in Fig. 1 sind die Vorbehandlungsvorrichtung und die Aufextrusionsvorrichtung in einer Kombinationsvorrichtung 16 integriert angeordnet. In der Vorbehandlungszone 15 ist das Formwerkzeug 5 zur Profilierung der Oberfläche des ersten Profils 1 direkt vor den

Düsenausgang 8 angeordnet. Die Kombinationsvorrichtung 16 liegt einlaufseitig auf dem ersten Profil 1 auf und überträgt dadurch Wärme auf das erste Profil 1. Die Länge der

Kontaktfläche der Kombinationsvorrichtung 16 mit dem ersten Profil 1 ist nicht zwingend festgelegt und kann je nach Bedarf entgegengesetzt zur Extrusionsrichtung variabel verlängert werden. Die Abwärme der Kombinationsvorrichtung 16 wird auf den Kontaktflächenbereich des ersten Profils 1 übertragen. Hierbei ist ebenfalls zu beachten, dass der Abstand der

Kombinationsvorrichtung 16 vom Profil in Richtung der

Auslaufseite zunimmt, um die entstandenen Aufwerfungen der Profilierung vor der Aufextrusionszone 19 nicht zu zerstören.

Ein vergrößerter Ausschnitt dieses Ausführungsbeispiels ist zum besseren Verständnis in Fig. 8 dargestellt. Das in Figur 9 schematisch dargestellte Profil zeigt das erste Profil 1 aus formstabilem Kunststoff mit einem zweiten

aufextrudierten Profil 2.

In den Fig. 10 bis 12 werden Ausführungsformen dargestellt, bei denen eine Bearbeitung in der Vorbehandlungszone 4 durch eine Bestrahlung mit Laserstrahlung 40 zur Erwärmung des ersten Profils 1 erfolgt. Auch wenn in den Fig. 10 bis 12 nur jeweils allein Laservorrichtungen 41 dargestellt sind, kann die Laserbearbeitung der Vorbehandlungszone 4 auch in

Kombination mit mindestens einer der anderen oben

beschriebenen Vorrichtungen oder einem der anderen oben

beschriebenen Verfahren betrieben werden.

Mittels einer Laservorrichtung 41 wird die Oberfläche des ersten Profils 1 erwärmt. Dabei kann insbesondere ein

Diodenlaser vorteilhafterweise verwendet werden. Die in Fig. 10 und 11 dargestellte Laservorrichtung 41 weist zwei Laserdioden auf .

Die Laserstrahlung 40 ist dabei auf eine rechteckige Fläche exakt fokussierbar (z.B. 5 x 10 mm) . Die Breite der erwärmten Fläche auf dem ersten Profil 1 ist exakt begrenzt und benötigt keine mechanisch wirkenden „Begrenzer".

Auch ist die spezifische Energieabgabe bzw. -einbringung über die bestrahlte Fläche konstant. Auch lässt sich eine

vergleichbar hohe Energiedichte (z.B. 4 W/mm 2 ) damit erzielen, die im Übrigen auch gut regelbar ist, indem z.B. der Stromfluss der Laservorrichtung 41 beeinflusst wird.

Die Oberflächentemperatur kurz vor der Kontaktstelle kann berührungslos mittels Pyrometer sehr genau gemessen werden. Diese Temperatur kann für eine Steuerung oder Regelung der Laservorrichtung 41 verwendet werden.

Die Baugröße des Diodenlasers ist im Vergleich zu den bekannten Verfahren und im Vergleich zur Koextrusionsdüse, der Aufextrusionsvorrichtung 9 selbst sehr klein (z.B. 30 x 15 x 3 mm) , so dass eine Anwendung unter sehr beengten

Platzverhältnissen möglich ist.

In Fig. 10 ist dargestellt, wie das erste Profil 1 die

Koextrusionsdüse als Aufextrusionsvorrichtung 9 durchläuft und mit dem zweiten Profil 2, einer Dichtlippe aus weichelastischem Kunststoff, versehen wird.

Einlaufseitig zur Koextrusionsdüse als Aufextrusionsvorrichtung 9 ist mindestens eine Laserdiode der Laservorrichtung 41 angeordnet. Aus dem Diodenlaser 41 werden energiereiche

Laserstrahlen 40 emittiert, welche eine rechteckige Fläche auf dem ersten Profil 1 erwärmen. Wird nur ein Diodenlaser 41 eingesetzt, ist die Oberflächentemperatur an der effektiven Kontaktstelle mit etwa 150°C begrenzt, weil während der kurzen Einwirkzeit der Laservorrichtung 14 auf das mit der

Extrusionsgeschwindigkeit (z.B. 2,0 bis 8 m/s) vorbeilaufende erste Profil 1 nur eine sehr geringe Eindringtiefe der Wärme in die Profilwandung bewirkt wird, und im Zeitraum bis zum

Erreichen der Kontaktstelle Wärme von der Oberfläche weg in tiefer liegende Schichten abgeleitet wird. Höhere Temperaturen ohne örtlicher Überhitzung können erreicht werden, wenn man mehrere Laserstrahler, hintereinander anordnet, so dass die Wärme in tiefere Schichten vordringt und die Abkühlung der Oberfläche durch kleiner werdende Wärmegradienten vermindert wird. Die Wärme kann umso schonender in die Profiloberfläche eingebracht werden, je näher die Laserbestrahlung an der

Kontaktstelle liegt, wobei dann auch die Eindringtiefe abnimmt.

In Fig. 12 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt. Dabei weist die Aufextrusionsvorrichtung 9 (d.h. die

Koextrusionsdüse) einlaufseitig eine Ausnehmung auf, in die die Laserstrahlung 40 unter einem stumpfen Winkel einstrahlen kann. Die bestrahlte Fläche auf dem ersten Profil 1 wird infolge Schrägstellung des Diodenlasers 4 und dessen vergrößerten

Abstandes zum ersten Profil größer. Dadurch ist die Einwirkzeit der Wärme auf das erste Profil 1 länger und gleichzeitig die spezifische Energieeinbringung geringer. Die gleiche Energieeinbringung erfolgt über einen längeren Zeitraum, im Vergleich zur senkrechten Laseranordnung in obigem Beispiel. Das bedeutet, dass die Wärme in etwas tiefere Schichten vordringt und die Höchsttemperatur der

Oberfläche geringer ist, andererseits erfolgt deren Abkühlung etwas langsamer. Da die Erwärmung näher an der Kontaktstelle erfolgt und dadurch auch weniger Zeit für die Abkühlung zur Verfügung steht, ergeben sich vergleichsweise schonende

Verhältnisse .

Die Laserbestrahlung zur Vorwärmung weist im Vergleich zu den bekannten Vorwärmverfahren folgende Vorteile auf:

Guter energetischer Wirkungsgrad, weil eine Erwärmung an unerwünschten Stellen vermieden wird.

Hohe Reproduzierbarkeit einmal aufgefundener, optimaler Einstellungen .

Keine Markierungen auf dem Profil im Randbereich.

Anwendbarkeit unter engen Platzverhältnissen infolge kleiner Dimensionen des Diodenlasers.

Die gezeigte Laserbestrahlung kann selbstverständlich mit den anderen Vorbehandlungsvorrichtungen kombiniert werden, z.B. mit einem mechanischen Profilieren der Kontaktfläche oder einer Beaufschlagung mit einem Haftvermittler oder Lösungsmittel.

Weitere, nicht in einer Figur explizit dargestellte

Ausführungsbeispiele der Erfindung enthalten Vorrichtungen zum (a) Kühlen oder b Erhitzen der Formwerkzeuge 5 oder der

Aufbringung einer chemischen Substanz.

Weiterhin ist zu beachten, dass die oben beschriebenen

Verfahren sowohl alleinstehend, als auch in jeglichen

Kombinationen angewandt werden können. So kann beispielsweise nach einer Profilierung der Kontaktoberfläche nach dem

Ausführungsbeispiel von Fig. 1 die Auftragung des weiteren Profils im Unterdruck nach dem Ausführungsbeispiel von Fig. 6 erfolgen. Weiterhin könnte vor der Auftragung eines Haftvermittlers nach Fig. 5 eine Profilierung nach Fig. 1 erfolgen. Dies sind nur einige Beispiele der

Kombinationsmöglichkeiten .

Das erste Profil kann aus der gleichen KunstStoffkomponente wie das zweite Profil bestehen. Alternative können beide auch aus unterschiedlichen KunstStoffkomponenten bestehen.

Außerdem können die einzelnen Verfahren je nach Bedarf

mehrmals hintereinander in einem Arbeitsgang verwendet werden, um weitere Profile auf eine oder mehrere der Kanten des

Profils zu bringen.