| Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von - mit einer Mehrzahl von flächig aneinander gebundenen Lagen von übereinander und einander kreuzend, längsseitig seitlich aneinander liegend angeordneten Brettern aus Holz, welche auf einer oder auf beiden Seiten zu ihrer Längs- und Faserrichtung parallel verlaufende, durch Längsstege voneinander getrennte, zueinander parallele Nuten aufweisend - gebildeten Kreuzlagen-Platten, dadurch gekennzeichnet, dass über zumindest zwei jeweils übereinander angeordnete, zueinander parallel oder mit spitzem positivem und/oder negativem Vertikal-Winkel α von 1 bis 15°, insbesondere von 5 bis 10° zur Horizontale zu ihren Auslaufenden hin absinkend und aufsteigend angeordnete Zuführungsbahnen (2, 2', 2", 2'"), beginnend von einer untersten Zuführungsbahn (2) jeweils abwechselnd - eine erste Lage von mit positiv spitzem Winkel +ß von +15 bis +75°, insbesondere von +40 bis +50°, zur Fortbewegungsrichtung fr mit ihren Seitenflanken eng aneinander liegenden oder aneinander gebundenen, längsgenuteten Brettern (58) - insgesamt eine erste, positiv schräg genutete, positive Nut-Brettschicht (S1) bildend - kontinuierlich fortbewegt, von oben her mit einem Klebemittel in dünner Schicht beaufschlagt wird und als solche über eine erste Ausmündungsstelle (202) auf einer sich in gleicher Richtung kontinuierlich bewegenden Fortführungsbahn (3) abgelegt wird und - eine zweite Lage mit negativ spitzem Winkel -ß von -15 bis -75°, insbesondere von -40 bis - 50° zur Fortbewegungsrichtung fr mit ihren Seitenflanken eng aneinander liegenden oder aneinander gebundenen, längsgenuteten Brettern (58) - insgesamt eine zweite, negativ schräg genutete, negative Nut-Brettschicht (S2) bildend - kontinuierlich fortbewegt von oben her mit einem Klebemittel in dünner Schicht beaufschlagt wird und über eine zweite, höher angeordnete Ausmündungsstelle (202) auf der kontinuierlich fortbewegten ersten, positiven Nut-Brettschicht (S1) flächig abgelegt wird, und - dass für den Fall der Herstellung von Brettschicht-Stapeln (580) mit mehr als zwei Lagen von Nut-Brettern (58) in gleicher Weise abwechselnd weiter, über Zuführungsbahnen (2", 2'",...) weitere derartige, einander jeweils abwechselnd, positive und negative Nut- Brettschichten (S3, S4,...) abgelegt werden, - dass der aus diesen so flächig aufeinander liegenden positiven und negativen Nut- Brettschichten gebildete, kontinuierliche Brettschicht-Stapel (580) unter kontinuierlicher Weiterführung in der Fortführungsbahn (3) durch eine zumindest einstufige kontinuierliche Presse (5) oder Heißpresse geführt wird, wobei die den Brettschicht-Stapel (581) bildenden, positiven und negativen Nut-Brettschichten (S1, S2, S3, S4, ...) aneinander gepresst und miteinander flächig verklebt werden, - wonach der so gebildete kontinuierliche Kreuzlagen-Schicht-Kuchen (100) mittels Schneideinrichtung, insbesondere Säge (6), quer, bevorzugt senkrecht, zur Weiterführungsrichtung fr und zu den Haupterstreckungs- bzw. Ober- und Unterseite(n) desselben zu Kreuzlagen-Platten (10) mit jeweils gewünschter Längsausdehnung (Ip) zerschnitten wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Zuführungsbahnen (2, 2\ 2", 2"') an den Einmündungsstellen (23, 231, 23", 23'" oder 202) mit jeweils gleichem positivem oder negativem spitzem Winkel (+ß) oder (-ß) zur Fortbewegungsrichtung (fr) der Zuführungsbahnen (2, 2', 2", 2"') und der Fortführungsbahn (3) angeordnet oder ausgebildet sind, wie die jeweils auf diesen Bahnen weiterbewegten Nut-Bretter (58) und die mit denselben gebildeten Brettschicht-Stapel (580). 3. Variante des Verfahrens zur Herstellung von - mit einer Mehrzahl von flächig aneinander gebundenen Lagen von übereinander und einander kreuzend, längsseitig seitlich aneinander liegend angeordneten Brettern aus Holz, welche auf einer oder auf beiden Seiten zu ihrer Längs- und Faserrichtung parallel verlaufende, durch Längsstege voneinander getrennte zueinander parallele Nuten aufweisend - gebildeten Kreuzlagen-Platten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über, einander abwechselnd jeweils im Winkel 2ß von 30° bis 150°, insbesondere von 80° bis 100°, zueinander und jeweils im positiven und negativen Winkel ± ß von + 15 bis ± 75°, insbesondere von ± 40 bis + 50°, zur Fortbewegungsrichtung (fr) einer gemeinsamen Fortführungsbahn (3) ausgerichtete, jeweils in Abständen (af) voneinander in Fortbewegungsrichtung (fr) derselben in die Fortführungsbahn (3) mündende Zuführungsbahnen (2, 2', 2", 2'") mit Längserstreckungs-, Faser- und Nutenrichtung jeweils senkrecht zum Verlauf und zur Fortbewegungsrichtung (fr1) derselben ausgerichtet, jeweils eine Lage (L1, L2, L3, L4) von seitlich aneinander liegenden oder aneinander gebundenen genuteten Brettern (58) eingebracht und in höhenmäßig übereinander angeordneten Lagen (L1 bis L4) und nach Bewegungsrichtungswechsel (fr'-fr) jeweils an den Einmündungsstellen (23 bis 23'") im einander - hinsichtlich Bretterstreckung und Faserverlauf - windschief im Winkel (2ß) kreuzenden Zustand, in der Fortbewegungsrichtung (fr) der Fortführungsbahn (3) weitergeführt werden, wobei die jeweils zugeführten seitlich aneinander liegenden oder aneinander gebundenen Nut-Bretter (58) jeder Bretter-Lage (L1 bis L4) innerhalb der Abstände (af) zwischen den Einmündungen (23 bis 23'") der Zuführungsbahnen (2 bis 2'") auf ihrer jeweils oberseitigen Fläche mit einem Klebemittel versehen werden und, dass alle - einander kreuzende - Bretter 58 aufweisenden, mit Klebemittel versehenen Bretter-Lagen (L1 bis L4) nach Einmündung (23"') der letzten Lage (L4) aus zugeführten Brettern (58) unter kontinuierlicher Weiterführung in der Fortführungsbahn (3) durch eine zumindest einstufige kontinuierliche Presse (5) oder Heißpresse geführt werden, wobei die positiven und negativen Brettschichten aneinander gepresst und miteinander flächig verklebt werden, wonach der so gebildete kontinuierliche Kreuzlagen-Schicht-Kuchen (100) mittels Schneideinrichtung, insbesondere Säge (6), bevorzugt senkrecht quer zur Weiterführungsrichtung (fr) und zu den Haupterstreckungs- bzw. Ober- und Unterseite(n) zu Kreuzlagen-Platten (10) mit jeweils gewünschter Längsausdehnung (Ip) zerschnitten wird. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Nut- Bretter (58) mit entlang ihrer Längserstreckung und ihrer Faserungsrichtung verlaufenden, bevorzugt mit einem Brandschutzmittel auf den Nutwandungen und in den Nutgründen versehenen, Längs-Nuten (60) auf nur einer Seite der Bretter (58), wobei dieselben einen im wesentlichen kammartigen Querschnitt mit durchgehendem Kamm-Balken und von demselben wegragenden Kamm-Zähnen aufweisen, eingesetzt werden, oder aber in sonst gleicher Weise beidseitig längs-genutete Bretter (58) mit einem Querschnitt, der einem kontinuierlichen, zinnen- bzw. einfach-mäanderartigen, kontinuierlichen, im wesentlichen einer Kasten- bzw. Rechteckimpulsfolge entsprechenden mäandierenden Rechteck- Zig/Zagband entspricht, und bei welchem abwechselnd jeweils in jedem der Stege zwischen den Längs-Nuten auf einer Seite des Brettes eine zu derselben seitlich versetzte Längs-Nut eingearbeitet ist und demselben entlang verläuft, die von der anderen Seite des Brettes her eingetieft ist, und so weiter, wobei bevorzugter Weise in die Längs-Nuten (60) auf beiden Seiten ein Brandschutzmittel eingebracht ist. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, - dass im Falle des Einsatzes von einseitig Längsnuten (60) aufweisenden Brettern (58), dieselben in jeder der Zuführungsbahnen ( 2 bis 2'") mit nach aufwärts gerichteten offenen Nuten (60) und Stegen fortbewegt werden, oder dass in jeder der Zuführungsbahnen (2 bis 2") außer der letzten, obersten Zuführungsbahn (2"1), die Bretter (58) mit nach aufwärts gerichteten offenen Nuten (60) längsgeführt werden und nur auf der letzten Zuführungsbahn (2'") mit nach abwärts gerichteten Nuten (60), und - dass - im Falle der Verfahrens-Variante gemäß Anspruch 4 - die auf jeder der Zuführungsbahnen (2 bis 2"') fortbewegten, schräg quer oder aber senkrecht zur Bahn- und Fortbewegungsrichtung (fr) angeordneten, seitlich aneinander liegenden Bretter (58) in den Nahbereichen jeder der Einmündungen (23 bis 23'") in die gemeinsame Weiterführungsbahn (3) auf der Seite des längeren Bahnweges (bl) um bis zu 5% schneller längs weiterverfrachtet werden als auf der Seite des kürzeren Bahnweges (bk) und - dass die über die Zuführungsbahnen (2 bis 2"') zugeführten, seitlich aneinander liegenden Bretter (58) auf der Seite des kürzeren Bahnweges (bk) mittels eines/einer die selben im wesentlichen stirnseitig angreifenden Transportbandes/Transportkette (20) von der Zuführungsbahn (2) in die Fortführungsbahn (3) geleitet werden. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebemittelauftrag auf die oberseitige Fläche (40) der in der gemeinsamen Fortführungsbahn 3 längsbewegten, seitlich aneinander liegenden Bretter (58) jeder der Bretter-Lagen (L1 bis L3) oder Bretterschichten (S 1 bis S3) mittels auf der Wegstrecke af zwischen jeweils zwei aufeinander folgenden Einmündungen (23 bis 23'") versetzt oder schon über den Zuführungsbahnen (2, 2', 2") angeordneten, im wesentlichen quer bzw. senkrecht zur Längs- und Fortbewegungsrichtung (fr) der Fortführungsbahn (3) und vorzugsweise einander im Mittenbereich überlappend angeordneten, Klebemittel-Auftragsgeräten, insbesondere oszillierenden Sprühgeräten oder Auftragswalzen (4) vorgenommen wird, wobei der Klebemittel- bzw. Leimauftrag jeweils auf die Stege zwischen den Nuten (60) der kontinuierlich weiterbewegten, seitlich aneinander liegenden oder geklebten Bretter (58) vorgenommen wird. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die über die höhenmäßig unterschiedlich zueinander im horizontalen Winkel (2ß) oder aber höhenmäßig direkt übereinander in einer Linie horizontal und in positiven und negativen Winkeln ± α auf- und absteigend angeordneten Zuführungsbahnen (2 bis 2'") zugeführten Bretter (58) an ihren Schmalseiten jeweils parallel im Winkel (ß) schräg zu ihrer Längserstreckung zugeschnitten sind, wobei diese schrägen Stirnseiten parallel zur Längserstreckungs- und zur Fortbewegungsrichtung (fr) der Fortführungsbahn (3) ausgerichtet sind. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach Auflage der jeweils obersten Nut-Brettlage (L4) oder Nut-Brettschicht (S4) auf die schon auf der gemeinsamen Fortführungsbahn (3) aufliegenden vorher eingebrachten Nut-Brettlagen (L1 bis L3) oder Nut-Brettschichten (S1 bis S3) der gebildete Stapel (580) von aufeinander liegenden Nut-Brettschichten in der (Heiß)Presse (4) kontinuierlich zusammengepresst wird, wobei dort über Heißluftkanäle (40) in die durch die Nuten (60) gebildeten Hohlräume die Abbindung bzw. Erhärtung des Klebemittels zwischen den Bretter-Schichten (S1 bis S4) fördernde Heißluft eingeblasen wird. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass von dem die Fortführungsbahn (3) verlassenden Kreuzlagen-Plattenkuchen (100) mittels Säge (6), in jeweils gewünschter Dicke Schrägfaser/Schräghohlraum-Leisten (500) abgetrennt werden. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei Aufgabe von im Stapel herangeführten nur einseitig genuteten Bretter auf jede der Zuführungsbahnen (2 bis 2") eine Mehrzahl von seitlich aneinander liegenden, mit den Nuten (60) nach abwärts angeordneten Bretter (58) mittels mit Saugnäpfen für das Halten der Bretter (58) ausgestatteten Schwenkarmen um 180° unter Umdrehung der Bretter (58) vor dem Auflegen auf die jeweilige Zuführungsbahn (2 bis 2") mit den Nuten (60) nach aufwärts auf die dieselben aneinanderliegend weitertransportierenden Zuführungsbahnen (2 bis 2") mit Ausnahme der Zuführungsbahn (2'") aufgelegt werden. 11. Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe jeweils hintereinander in einem positiven und einem negativen horizontalen Winkel (ß) zur Weiterführungsbahn (3) oder die direkt übereinander angeordneten in Höhen von mindestens, bevorzugt von zumindest etwas mehr als, einer Dicke der zu verarbeitenden genuteten Holzbretter (58) übereinander angeordnete, Auslaufmündungen der bevorzugt in geradzahliger Mehrheit vorliegende, Zuführungsbahnen (2 bis 2"1) aufweist, auf welche kontinuierlich jeweils Schichten von quer zum Zuführungsbahn-Verlauf (zfr) seitlich längsseitig eng aneinander liegenden Brettern (58), gegebenenfalls über jeweils in Abständen (af), nacheinander angeordnete Ausmündungsstellen (23 bis 23'") oder Übergangs-Kanten (202) in Lagen (L1 bis L4) bzw. Schichten (S1 bis S4) übereinander in die gemeinsame Fortführungsbahn (3) einbringbar sind, - wobei jeweils in den Abständen zwischen den Ausmündungsstellen ein Leimauftragsgerät (4), angeordnet ist, mittels welchem die Brett-Lagen (L1 bis L3) oder Brettschichten (S1 bis S3) mit einem Latenz-Klebemittel, insbesondere mit in der Hitze erhärtendem Leim, beaufschlagbar sind, - wonach dann in der Fortführungsbahn (3) eine kontinuierlich arbeitende (Heiß-) Presse folgt, in welcher selbst oder in einer zweiten Stufe derselben ein - beidseitig in die einander kreuzenden Nuten (60) der Bretter (58) in den Bretter-Schichten (S1 bis S4) Heißluft (HL) einblasendes - Leimhärtungsgerät (40) und wobei schließlich - eine Sägeeinrichtung, insbesondere Bandsäge (5), zum Abtrennen von jeweils gewünschte Länge aufweisenden Platten (10) von dem über die Fortführungsbahn (3) kontinuierlich vorgeschobenen Endlos-Kreuzlagen-Kuchen (100) vorgesehen ist. |
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Hersteilung von eine Mehrzahl von flächig aneinander gebundenen und einander kreuzenden Schichten von genutete Bretter aus Holz aufweisenden Platten gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Dieses neue Verfahren weist die im kennzeichnenden Teil dieses Anspruches im Einzelnen genannten Merkmale auf.
Sie betrifft weiters eine Variante des eben genannten Verfahrens gemäß Anspruch 3 mit den dortigen Merkmalen des kennzeichnend en Teils dieses Anspruchs.
Die Erfindung betrifft weiters eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Kreuzlagenschichtholz-Herstellungsverfahren gemäß Anspruch 11.
Es ist schon eine größere Zahl von Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von in mehreren Lagen zueinander gekreuzt angeordnete und flächig aneinander gebundene Bretter oder Schichten von Brettern aufweisenden Platten bekannt geworden, wobei auch längsgenutete Bretter zum Einsatz gelangt sind.
Derartige Platten zeichnen sich durch wesentlich verbesserte mechanische Eigenschaften und hohe Formhaltigkeit aus im Vergleich zu Platten, welche aus üblichem Holz ohne Verleimung, das immer zum Verziehen neigt, gebildet sind.
Kommen längs-genutete Bretter zum Einsatz, so können mechanisch sehr stabile Bauplatten od. dgl. hergestellt werden, welche wesentlich geringere Dichte und somit auch wesentlich geringere Gesamt-Masse aufweisen, als wenn sie aus vollem Holz hergestellt wären. Es sei hier als einfaches Beispiel auf die DE 9408382 U1 hingewiesen. Weiters soll auf die AT 503236 B1 und auf die EP 1 913211 A1 verwiesen werden, welche zum ersten Mal Platten mit zwischen zwei Deckschichten, insbesondere aus Holz, angeordneter, üblicherweise mehrlagiger Kernschicht offenbaren, wobei in dieser Kernschicht die Faserung der dieselbe bildenden Schräg-Querhohlräume aufweisenden Leisten schräg quer in positivem und negativem Winkel zu der Erstreckung der beidseitigen Deckplatten ausgerichtet sind und die Hohlräume in jeweils gleichen positiven und negativen schrägen Winkeln schräg-quer zu den Hauptebenen der Kernschicht und zu den auf dieser beidseitig angeordneten Deckschichten verlaufen.
Die vorliegende Erfindung hat insbesondere die kontinuierliche Herstellung von beispielsweise aus der DE 19604433 A1 an sich bekannten Kreuzlagen-Nutbrettplatten zum Gegenstand, von welchem Vorprodukt mittels Schnitten quer oder senkrecht zu dessen Haupterstreckungsebenen Schrägfaser/Schräghohlraum-Leisten mit jeweils gewünschter Dicke abgetrennt werden können. Nach Drehung dieser Leisten um ihre Längsachse um einen Winkel, insbesondere um 90°, können dieselben seit und seit anliegend und aneinander gebunden zu Kernplatten vereinigt werden, welche eine Faserung schräg-quer zu den Hauptebenen der selben aufweisen, wobei die Hohlräume parallel zu den Fasern ausgerichtet sind und die Richtung der Erstreckung der Hohlräume und der Fasern in positiven und/όder negativen spitzen Winkeln schräg-quer zu den Hauptflächen bzw. - ebenen, derselben verläuft.
Mit dem neuen erfindungsgemäßen Verfahren gelangt man zu breiten kontinuierlichen Endlos-Kreuzlagen-Nutbrett-Kuchen oder -Platten mit abwechselnd positiv und negativ schräg zur Fortbewegungsrichtung ausgerichteten Brettern mit eben solchen Längs-Nuten und Fasern. Der A n s p r u c h 2 betrifft die schräg zur Richtung der einzelnen
Zuführungsbahnen und der Fortführungsbahn - also in gleicher Richtung wie die laufend schräg zur Fortbewegungsrichtung ausgerichteten Nut-Bretter - angeordneten Ausmündungsstellen in Form von im spitzen Winkel ß schräg zur Fortbewegungsrichtung verlaufenden Übergangs-Kanten. Der A n s p r u c h 3 hat eine durchaus günstige Variante des bisher erörterten
Verfahrens gemäß den Ansprüchen 1 und 2 zum Gegenstand, bei welcher die Zuführungsbahnen zur bzw. in die Weiterführungsbahn hintereinander jeweils einmal im spitzen Winkel von rechts und einmal im spitzen Winkel von links in die Fortführungsbahn münden. Ein gewisser Nachteil dieser Verfahrens-Variante besteht darin, dass die Anlage zur Durchführung derselben infolge der rechts- und Hnkseitig im spitzen Winkel einmündenden Zuführungsbahnen beidseitig jedenfalls wesentlich mehr Platz braucht als die Anlage zur Durchführung des Verfahrens gemäß den Ansprüchen 1 und 2 mit den höhenmäßig übereinander, also in einer Linie, angeordneten Zuführungsbahnen.
Die ein- oder beidseitig genuteten Bretter können mit spitzen Winkeln 2ß in einem extrem weiten Bereich von extrem 20 bis 160°, insbesondere von 15 bis 75°, zueinander gekreuzt in den neuen Platten vorliegen, wobei kleine Kreuzungswinkel im Extrem-Bereich von 10 bis 20° insbesondere für Leicht-Stegplatten von Beton-Schalungsträgern mit Schräghohlräumen in Frage kommen. Am häufigsten betragen die Kreuzungswinkel 2ß der Bretter mit ihren Längsnuten 80 bis 100°. Was die bevorzugten Querschnittsformen der erfindungsgemäß einzusetzenden genuteten Bretter betrifft, so sei hiezu insbesondere auf die Angaben des A n s p r u c h s 4 hingewiesen.
Wenn nur auf einer Seite Längsnuten aufweisende, also im Wesentlichen etwa kammartigen Querschnitt (siehe AT 503236 B1) aufweisende, zueinander im Winkel kreuzweise angeordnete, Bretter als Ausgangsprodukt in dem neuen Verfahren eingesetzt werden, so ist es gemäß A n s p r u c h 5 vorteilhaft, wenn dieselben mit nach oben hin offenen Nuten in Lagen oder Schichten einander kreuzend, flächig aufeinander geschichtet und in dieser Weise miteinander verbunden werden, und dann letztlich die oberste der Bretter-Lagen mit nach unten hin offenen Nuten auf die restlichen schon zumindest latent aneinander gebundenen, also geleimten Bretter-Lagen aufgelegt und oberseitig an dieselben gebunden wird.
Wenn, wie bevorzugt, beidseitig längs-genutete Bretter über in Abständen hintereinander angeordnete Ausmündungsstellen aus den Zuführungsbahnen in die Fortführungsbahn jeweils positiv und negativ schräg zur Fortbewegungs-Richtung eingebracht werden, werden sie in Lagen aufeinander weitertransportiert und die Ausrichtung der nach oben und nach unten weisenden Öffnungen der Nuten braucht nicht näher beachtet zu werden, da beide Brett-Hauptflächen in gleicher weise längs-genutet sind. Bevorzugt werden hiebei Bretter eingesetzt, welche einen Querschnitt aufweisen, der einem kontinuierlichen, zinnen- bzw. einfach-mäanderartigen, kontinuierlichen, im wesentlichen einer Kasten- bzw. Rechteckimpulsfolge entsprechenden Rechteck- Zig/Zagband entspricht, und bei welchem abwechselnd jeweils in jedem der Stege zwischen den Längs-Nuten auf einer Seite des Brettes eine zu derselben seitlich versetzte Längs-Nut eingearbeitet ist bzw. und demselben entlang verläuft, die von der anderen Seite des Brettes her eingetieft ist, und umgekehrt.
Derartige beidseitig genutete Bretter sind als Ausgangsmaterial zu den Schrägfaser/Schräghohlraum-Leisten-Kernschichten und -Bauplatten gemäß der AT- Patentanmeldung A 1287/2008 vom 19. August 2008 im Detail beschrieben. Um die fortlaufende Einmündung der längs aneinander anliegenden Nut-Bretter von den gemäß der Verfahrens-Variante gemäß Anspruch 3 jeweils im Winkel ß zur Weiterführungsbahn ausgerichteten Zuführungsbahnen in die Fortführungsbahn zu erleichtern, ist es günstig, wenn die Nut-Bretter im Nahbereich der Ausmündungen aus den Zuführungsbahnen auf der insgesamt längeren Seite der Bahnen etwas schneller fortbewegt werden, als auf der insgesamt kürzeren Bahnenseite.
In Sinne der Erleichterung der Ausmündung ist bei dieser Verfahrens-Variante ein auf der kürzeren Bahnenseite seitlich etwa an die Stirnseite der eng aneinanderliegend zugeführten, jeweils beidseitig parallel schräg abgelängten Bretter ' angreifendes Weitertransporthilfsmittel über den bahnen-außenseitigen stumpfen Mündungswinkel von den Zuführungsbahnen in die Fortführungsbahn von Vorteil.
Für die später erfolgende flächige Aneinanderbindung der Bretter der aufeinander abgelegten Brett-Schichten ist gemäß dem A n s p r u c h 5 bevorzugt vorgesehen, dass auf die Oberseite der jeweils über die Zuführungsbahnen einlaufenden längsseitig seitlich aneinanderliegenden Bretter ein, beispielsweise hitzehärtbares, Bindemittel, bevorzugt mittels Leimauftragswalzen oder oszillierendes Leim-Sprühgerät, aufgetragen wird. Hiebei hat es sich als günstig erwiesen, wenn die Achsen dieser Walzen oder der Sprühgerätfinger quer bzw. senkrecht zur Fortbewegungsrichtung der seitlich eng aneinander liegenden Nut- Bretter ausgerichtet sind. Günstig ist es weiters, wenn die Leimauftragsorgane, wie oszillierende Düsen- Sprühgeräte oder Auftragswalzen geteilt und gegeneinander seitlich versetzt hintereinander angeordnet sind, wodurch die Bahnlänge zwischen den einzelnen Einmündungsstellen der Zuführungsbahnen in die Fortführungsbahn verkürzt werden kann. Hierbei ist es günstig, wenn sich die eben genannten Organe, insbesondere Walzen, in ihrer Länge mittig um ein zumindest kleines Stück überschneiden.
Der Leimauftrag erfolgt vorteilhafter Weise jeweils oberseitig, also jeweils von oben auf die Stege bzw. Flächen zwischen der Längsnuten, gleichgültig, ob diese nun nach oben hin offene Nuten von kammartigen Querschnitt aufweisenden Brettern oder Nuten von Brettern, die etwa kastenimpuls-förmigen, bandartigen Querschnitt aufweisen, sind, wobei hierzu insbesondere auf den A n s p r u c h 6 verwiesen wird.
Es ist weiters, wie dem A n s p r u c h 7 zu entnehmen, besonders günstig, wenn auf die jeweilige Zuführungsbahn Bretter seit an seit aneinanderliegend aufgebracht werden, deren zueinander parallele Stirnseiten im spitzen Winkel schräg zu der Längserstreckung der Bretter, zum Verlauf der Längsnuten und zum Faserverlauf derselben geschnitten sind, wobei dieser Winkel vorteilhaft dem halben Winkel ß der einander im Winkel 2ß windschief kreuzenden Nuten und Fasern der in Schichten über- bzw. aufeinander geschichteten und miteinander flächig verklebten Bretter entspricht.
Die endgültige Aneinanderbindung der übereinander geschichteten und miteinander flächig latent zu einem kontinuierlichen Bretterstapel verklebten Bretterschichten erfolgt, wie dem A n s p r u c h 8 zu entnehmen, in einer kontinuierlich arbeitenden Presse, bevorzugt in einer Heißpresse. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Presse beispielsweise zweistufig ausgebildet ist und dass erst nach Durchlaufen des kontinuierlichen Brett-Stapels durch den ersten Pressenteil, im zweiten Pressenteil ein Ein- und Durchblasen von Heißluft in und durch die schräg-quer gekreuzt die jeweilige Brett-Schicht durchmessenden, von den ursprünglichen Längsnuten der Bretter her stammenden Nutkanäle erfolgt, wodurch ein besonders rasches, intensives Abbinden und Härten des Klebemittels zwischen den Bretter- Schichten erreicht wird und ein kontinuierlicher kompakter Kreuzlagen-Nutbrett-Kuchen vorliegt. Gegen Ende des Verfahrensablaufs erfolgt gemäß A n s p r u c h 9 durch Führen eines Schnittes, insbesondere mittels Säge, senkrecht quer zur Weiterführungsrichtung ein Auftrennen des, wie bisher geschildert, erhaltenen kontinuierlichen Endlos-Kreuzlagen- Nutbrett-Kuchens in einzelne Platten mit jeweils gewünschter Längenausdehnung oder in - relativ schmale - Schrägfaser/Schräghohlraum-Leisten. Wenn der kontinuierliche Kreuzlagen-Kuchen oder eine aus demselben schon abgelängte Platte schließlich, in wesentlich kleineren, jeweils gewünschten bzw. vorgesehenen Abständen voneinander senkrecht quer durchtrennt wird, werden lauter längliche Schrägfaser/Schräghohlraum-Leisten erhalten, welche nach Drehung um einen Winkel, insbesondere um 90°, längsseitig seitlich aneinander gebunden werden und so eine Lage der Kernschicht von Schrägfaser/Schräghohlraum-Bauplatten mit zu beiden Hauptflächen hin offenen, mit spitzen positiven oder negativen Winkeln dorthin mündenden Hohlräumen erhalten. Diese Schrägfaser/Schräghohlraum-Kernschichten und -Bauplatten sind in der AT
503236 B1 und in der österreichischen Patent-Anmeldung A 1287/2008 vom 19. August 2008 näher beschrieben.
Was die neue V o r r i c h t u n g zur Herstellung der neuen Mehrlagen-Kreuzlagen- Platten betrifft, so weist diese die Merkmale gemäß dem A n s p r u c h 1 1 auf. Diese Vorrichtung kann jedes der Ausführungsmerkmale enthalten, welche im Einzelnen in den Verfahrens-Ansprüchen 1 bis 10 geoffenbart sind.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen die Fig. 1 ein Stück eines als Ausgangsprodukt für das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzten, nur auf einer Seite längsgenuteten Brettes mit kammartigem Querschnitt, die Fig. 2 ein erfindungsgemäß besonders bevorzugt einzusetzendes Nut-Brett mit gleichmäßiger, abwechselnd oberseitiger und unterseitiger Nutung und kontinuierlich durchlaufendem, mäander-bandartigem Holz-Querschnitt, die Fig. 3 erläutert die Herstellung von Kreuzlagen-Platten im Verein mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung der erfindungsgemäßen neuen Verfahrens - Variante gemäß Anspruch 4, die Fig. 4a, 4b und 5 erläutern das erfindungsgemäße Verfahren gemäß Anspruch 1 und anhand der Fig. 6 wird eine der möglichen Arten der Weiterverarbeitung von aus den erfindungsgemäß erhältlichen Platten gewonnenen Schrägfaser/Schräghohlraum-Leisten zu Bauplatten mit Schrägfaser/Schräghohlraum-Kernschicht erläutert.
Die Fig. 1 zeigt ein kurzes Stück eines Brettes 58, das oberseitig 40 mit gleichmäßig parallelen Längsnuten 60 versehen ist und im Querschnitt einen unterseitigen Kammbalken mit von diesem nach oben hin gerichteten Zähnen aufweist, also kammartig ausgebildet ist und eines der möglichen Ausgangs- oder Vorprodukte für die erfindungsgemäß herstellbaren Kreuzlagen-Nutbrett-Platten 100 darstellt.
Das in der Fig. 2 gezeigte, ebenfalls als Ausgangsmaterial einsetzbare, beidseitig genutete Holzbrett 58 ist von seiner Ober- und Unterseite 40, 30 her abwechselnd mit gleichartigen rechteckigen Querschnitt aufweisenden, bretterstreckungs- und faserrichtungs- längs verlaufenden Längs-Nuten 60 versehen und weist einen, etwa rechteck-zig/zag- mäanderbandförmigen Querschnitt Qm auf. Bei dem hier dargestellten Brett 58 weisen alle Wandungsabschnitte gleiche Wandstärken bb und bz (bb = bz) auf. Diese neuen Bretter 58 zeigen keine Unterschiede in den Eigenschaften zwischen Unter- und Oberseite 30, 40, und neigen daher absolut nicht zu einem Verziehen, was sich besonders günstig auf die Lagerung und spätere Verarbeitung, insbesondere zu Holz-Leicht-Bauplatten für die verschiedensten Anwendungszwecke auswirkt. In der Fig. 3 ist anhand der für die Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahrensvariante gemäß Anspruch 4 konzipierten Anlage 1 gezeigt, wie über hier insgesamt vier von beiden Seiten zu einer gemeinsamen Fortführungsbahn 3 führende Zuführungsbahnen 2 bis 2'" in jeweils einer Ebene eng seit an seit längs aneinander liegende und hier jeweils quer, also senkrecht zur Zuführungsbahn-Richtung zfr angeordnete Bretter 58 hier mit Längsnuten 60 als Brettlagen L1 bis L4 über jeweils im Abstand af voneinander beabstandete Einmündungen 23 bis 23'" übereinander auf die schon genannte Fortführungsbahn 3 aufgegeben werden. Die hier horizontalen Zuführungsbahnen 2 bis 2'" münden jeweils höhenmäßig angepasst und zwar jeweils abwechselnd von rechts und von links in einem Winkel ß, beispielsweise ± 45°, in Bezug auf die Richtung fr der gemeinsamen Fortführungsbahn 3 in dieselbe.
Die über die Zuführungsbahnen 2 bis 2'" zugeführten, längsseitig seitlich eng aneinander liegenden oder aneinander gebundenen Bretter 58 weisen beidseitig an ihren stirnseitigen Enden zur Bretterstreckung im Winkel ß schräge Schnitte auf, welche parallel zur Richtung fr der Fortführungsbahn 3 und ihrer Weiterbewegung ausgerichtet sind, sodass an jeder der Ein- bzw. Ausmündungsstellen 23 bis 23"' in die Fortführungsbahn 3 keinerlei Winkelverdrehung der Bretter 58 stattfinden muss und die hier eng aneinander liegend verbleibenden Bretter 58 in ihrer Längserstreckung im Winkel + ß schräg zur Richtung fr der Fortführungsbahn 3 ausgerichtet sind und deren abgeschrägte Stirnseiten mit der Bahnrichtung fr konform gehen.
Die Aufgabe der Bretter 58 kann mittels einer um eine horizontale Achse schwenkbaren Schwenkvorrichtung mit Saugnäpfen zum Halten der Bretter 58 erfolgen, wobei jeweils gleich mehrere seit an seit eng aneinanderliegende Bretter 58 von einer Anlieferungspalette unter Umkehrung auf die jeweilige Zuführungsbahn 2 bis 2'" aufgebracht werden können. Diese Art der Aufbringung ist insbesondere bei Anlieferung von einseitig genuteten Brettern 58 mit abwärts offenen Nuten 60 von Vorteil, die dann mit nach oben hin offenen Nuten 60 auf der jeweiligen Zuführungsbahn 2 bis 2" weitertransportiert werden. Auf die oberste Zuführungsbahn 2 "' werden die Nut-Bretter 58 mit nach abwärts offenen Nuten, also in Lieferlage aufgebracht. Innerhalb der Abstände af zwischen den in Richtung fr der Weiterführungsbahn 3 - die gleichzeitig die Fortbewegungs-Richtung der Nut-Bretter 58 ist - nacheinander folgenden Zuführungsbahn-Ausmündungsstellen 23 bis 23'" sind jeweils zueinander versetzt und einander in ihrer Wirkung vorteilhafter Weise zumindest gering überlappend und im Abstand voneinander jeweils hier zwei quer, insbesondere senkrecht zur Richtung fr der Fortführungsbahn 3 angeordnete Bindemittel- bzw. Leim- Auftragsorgane, wie Sprüh- Auftragsfinger oder Auftragswalzen 4 angeordnet, mittels welchen z.B. ein zumindest latent klebebereites Klebemittel auf die Stege zwischen den nach oben gerichteten Längsnuten 60 der Bretter 58 auftragbar ist. Hingewiesen sei insbesondere noch darauf, dass jeweils in den Zuführungsbahnen 2 bis 2'" dort, wo die Gesamt-Bahnlänge bl größer ist, in Nähe der Einmündungsstellen 23 bis
23"', also konkret knapp vor der Einmündung, die unterhalb der Bretter 58 laufenden
Transportketten bzw. -bänder z.B. um bis zu 5% etwas schneller laufen, als auf der Seite der insgesamt kürzeren Bahnenlänge bk.
Weiters ist es günstig, wie in der Fig. 3 nur bei der Einmündungsstelle 23 konkret gezeigt, auf der kürzeren Bahnseite bk seitlich an die Spitzen der abgeschrägten
Stirnflächen der Bretter 58 angreifende Fortbewegungsketten 20 anzuordnen, welche die
Einfügung der schräg zugeführten Bretter 58 aus den Zuführungsbahnen 23 bis 23"' in die gemeinsame Fortführungsbahn 3 fördern.
Sind in der Fortführungsbahn 3 letztlich alle Brettlagen bzw. Brettschichten L1 bis L4 gekreuzt übereinander gelagert und latent aneinander gebunden, so werden sie als Nut- Brett-Stapel 580 auf der Weiterführungsbahn 3 durch eine - hier einstufige - kontinuierliche Heißpresse 5 geführt, wo von beiden Seiten jeweils in Richtung des Verlaufs der schrägen Nuten 60 Heißluft eingeblasen werden kann, um die Erhärtung des Bindemittels zwischen den Nut-Brett-Schichten L1 bis L4 des Stapels 580 zu beschleunigen und so die Bindung der Nut-Brett-Schichten aneinander zu stabilisieren.
Schließlich werden mit einer Säge 6, z.B. mit einer rasch laufenden Bandsäge, jeweils durch die kontinuierlich über die Fortführungsbahn 3 herantransportierte, nun als fertiger Kuchen vorliegende Endlos-Kreuzlagen-Platte 100 zur Fortführungsbahn-Richtung fr und zu den Hauptebenen der Endlos-Kreuzlagen-Platte hier senkrechte Schnitte geführt. Auf diese Weise werden große Platten 10 mit vorbestimmter Länge Ip in Fortführungs-Richtung fr erhalten. Diese Platten können dann in die entsprechenden Schrägfaser/Schräghohlraum- Leisten 50-50' = 500, wie dieselben in Fig. 4 gezeigt sind, zerschnitten und zu Kernplatten für Schrägfaser/Schräghohlraum-Bauplatten verarbeitet werden.
Es können aber auch gleich kurz vor Austrag aus der Fortführungsbahn 3 in kurzen
Abständen voneinander Schrägfaser/Schräghohlraum-Leisten 50-50' = 500 in der jeweils gewünschten Dicke von der kontinuierlich über die Weiterführungsbahn herangeführten kontinuierlichen Endlos-Kreuzlagen-Platte 100 geschnitten werden, die dann als solche in die Verarbeitung zu den Kernschicht- und Bauplatten übergeführt werden.
In grundsätzlich ähnlicher Weise erfolgt das erfindungsgemäße Verfahren gemäß Anspruch 1 in einer Produktions-Anlage 1 , wie sie die Fig. 4a und 4b sowie in Gesamt- Schrägansicht die Fig. 5 zeigen.
Wie insbesondere aus der Fig. 4b ersichtlich, ist die eigentliche Produktionsanlage 1 , abgesehen von den Antriebsaggregaten 80 od. dgl. bloß so schmal wie die dort ersichtliche, obere Zuführungsbahn 2"' und die Fortführungsbahn 3. Dies ist eine unmittelbare Folge der höhenmäßig direkten Übereinander-Anordnung der Zuführungsbahnen 2, 2', 2", 2"', wie sie aus der Seitenriss-Darstellung der Fig. 4a ersichtlich ist.
Aus dieser Fig. 4a ist eine unterste, zuerst horizontale und dann über eine Übergangs-Kante 201 in einem Winkel -α zur Horizontale ansteigende, erste Zuführungsbahn 2 zu erkennen, welche wieder über eine Übergangs-Kante 202 als Ausmündungsstelle in die horizontale Fortführungsbahn 3 ausmündet.
Oberhalb dieser ersten Zuführungsbahn 2 folgt eine weitere, zweite Zuführungsbahn 2', welche hier horizontal verläuft und ohne Kanten horizontal über eine nicht auffallende Ausmündungsstelle in die Fortführungsbahn 3 mündet.
Weiter oberhalb folgt eine dritte Zuführungsbahn 2", welche wieder von einem horizontalen Ast über eine erste Kante 201 in einen schrägen, zur Horizontale im Winkel +α ausgerichteten, absteigenden Ast übergeht, der seinerseits wieder über eine Übergangskante 202 als Ausmündungsstelle in die horizontale Fortführungsbahn 3 mündet. Schließlich ist hier eine oberste vierte Zuführungsbahn 2'" angeordnet, welche grundsätzlich ähnlich mit zwei Übergangskanten 201 , 202 und einem im Winkel +α absteigenden Ast aufgebaut ist, wie die dritte Zuführungsbahn 2".
Gut zu erkennen sind die auf jeder der - hier mit Triebbändern - in Weiterbewegungsrichtung fr auf den Zuführungsbahnen 2 bis 2"' fortbewegten Bretterschichten S1, S2, S3, S4, welche schließlich nach Beleimung übereinander geschichtet als aus diesen flächig aufeinander lagernden Nut-Bretterschichten S1 bis S4 gebildeten, latent verleimten Brettschicht-Stapeln 580 auf der Fortführungsbahn 3 weiterbewegt.
In der Fig. 4a sind noch die Portale 59 von zwei Nutbretter-Zulieferungs-Stapeln 581 zu sehen, über welche die Beaufschlagung der Zuführungsbahnen 2 bis 2"'mit den Nut- Brettern 58 erfolgt.
Die Aufsicht-Darstellung der Fig. 4b zeigt, wie die Nut-Bretter 58 im negativen Winkel -ß von -45° zur Weiterbewegungsrichtung fr auf der obersten Fortführungsbahn 2'" seitlich aneinanderliegend geführt sind. Über eine erste, im Winkel -ß angeordnete Übergangskante 201 gelangen sie über einen entsprechenden absteigenden Ast der Bahn 2 auf das Niveau das der Aufstapelhöhe der obersten, vierten Nut-Brettschicht S4 auf der darunter liegend in gleicher Geschwindigkeit weiterbewegten, dritten Nut-Brettschicht S3, die in der Fig. 4b in deren rechtem Teil angedeutet ist, entspricht.
Gezeigt sind hier noch zwei zu verarbeitende Stapel aus jeweils stirnseitig im Winkel ß schräg abgelängen Nut-Brettern 58 und die Portale 59 vor den Zuführungsbahnen.
Die Fig. 5 zeigt - bei sonst zu den Fig. 4a und 4b gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - die Gesamtanlage 1 zur Durchführung des neuen Verfahrens mit den mittels herantransportierten die noch losen, schräg abgelängten Nut-Brettern 58 enthaltenden Nut-Bretterstapeln 581 und den in unterschiedlichen Höhen angeordneten Nut- Brett-Zulieferbahnen 57 zu den Zuführungsbahnen ' 2", 2"'.
In den Fig. 4a, 4b und 5 sind die nach dem gezeigten Teil des Verfahrens vorgesehenen, zu der Fig. 3 erläuterten Verfahrensteile nicht abgebildet. Die Fig. 6 erläutert eine mögliche Ausführungsform der Herstellung einer Kernschicht
5 von neuen Bauplatten 1.
Es werden zuerst in Bretter 58 in Längsrichtung, und in Faserrichtung ausgerichtete, faserparallele, senkrechte Wandungen aufweisende Nuten 60 ober- und unterseitig eingefräst. Jeweils in einem Winkel +ß und -ß zur Mittellinie, welche gleichzeitig die kontinuierliche Fortbewegungsrichtung fr in bzw. durch eine Heißpresse HP ist, werden zwei der Bretter 58 mit Nuten 60 zueinander gekreuzt in Verarbeitungsrichtung fr eingezogen. An die Bretter 58 jeweils längsseitig direkt anschließend werden jeweils zueinander in gleicher Weise gekreuzt laufend weitere derart genutete Bretter 58 kontinuierlich eingezogen. Bei der in Fig. 6 gezeigten Verfahrensweise werden zwischen den, gekreuzt eingezogenen ober- und unterseitig längsgenuteten Brettern 58 laufend dünne Zwischenlage-Schichten Zl eingezogen, was keineswegs zwingend ist.
Der größte Vorteil der mit den neuen Schrägfaserleisten 50, 50' gebildeten neuen Kernschichten 5 besteht darin, dass zwischen den beiden Hauptflächen der auf erfinderische neue Art beidseitig längs-genuteten Bretter bzw. Leisten keine unterschiedlichen mechanischen Verhältnisse vorliegen, da die Leisten die Schräghohlräume bzw. Schrägnuten auf beiden Seiten aufweisen, was für die mechanische Festigkeit und Homogenität der Kernschichten von wesentlicher Bedeutung ist. Es soll gleich hier betont werden, dass die Anordnung von Zwischenlage-Schichten Zl absolut nicht notwendig ist, ja dass in den meisten Fällen keine solchen vorgesehen sind.
Es können die Zwischenlagen Zl beliebig oder eben nicht eingesetzt werden, und es können innerhalb eines weiten Bereiches die Winkel +ß und -ß der zueinander gekreuzt geführten Holzbretter 58 variiert werden, wobei es besonders bevorzugt ist, wenn diese Winkel +ß und -ß in einem Bereich zwischen 40 und 50° liegen, wenn also Faser- und Nut- Erstreckungen der beiden gekreuzt in die Heißpresse einlaufenden Bretter 58 im Wesentlichen - windschief - zueinander senkrecht (80 bis 100°) angeordnet sind.
Laufend werden nach Durchlaufen einer Heißpresse HP hier mit Schnitten S, symbolisiert durch ein Sägesymbol, in geringen Abständen senkrecht zur Weiterführungsrichtung wfr bzw. zur dargestellten Mittellinie ML in jeweils gewünschter Stärke der späteren Bauplatten-Kernschicht 5 (Doppel-)Schrägfaser-Leisten 50 + 50' = 500 abgetrennt, siehe Phase II.
Hier ist ersichtlich, wie aus dem Zwischenlage-Brett Zl der Phase I eine Armierungsleiste 7 gebildet worden ist. Zur Phase III hin wird die (Doppel-)Schrägfaser-Leiste 50+50' = 500 um 90° um eine Längsachse nach vorne gedreht und an dieselbe werden Seit an Seit, bzw. längsseitig anliegend weitere derart erhaltene Schrägfaser-Leisten angeordnet.
Diese längsseitig seitlich aneinander anliegenden Mehfach-Schrägfaser-Leisten 500 bilden insgesamt eine Schrägfaser-Kernschicht 5, an welche gegebenenfalls weitere derartige Kemschichten 5 und gewünschtenfalls dann unter- und oberseitig jeweils - hier nicht gezeigte - Deckschichten gebunden bzw. heißgeleimt werden können.
Der Auf- bzw. Eintrag einer Brandschutzmasse in die Nuten 60 der Bretter kann günstigerweise gleich nach Durchlaufen des Nuten-Fräswerkzeug bei der - nicht gezeigten - Erstellung der ober- und unterseitig längs-genuteten Bretter 58 erfolgen.
In dem neuen Verfahren werden - bevorzugs geradzahlig - mehrere Lagen von genuteten Brettern 58 mit kammartiger Querschnittsgestalt gemäß Fig. 1 und besonders bevorzugt von Nut-Brettern 58 mit fortlaufendem Rechteck-Zigzag-Band-Mäander- Querschnitt gemäß Fig. 2 eingesetzt.
Next Patent: MICROFLUID DEVICE
