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Title:
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING ROTORS AND STATORS INCLUDING THE PRODUCTION OF CONNECTION WIRES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/134849
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing rotors and stators of electric motors including the production of connection wires, the method comprising the following steps: winding the coil windings (12), which consist of a plurality of individual wires (14), on a wire winder (28), to which the individual wires (14) are fed from a wire supply unit (16) via wire guide (18, 20, 22); depositing the coil windings (12) in a draw-in tool (36); drawing the coil windings (12) into grooves of a stator body (84) or rotor body; combining the individual wires (14) in phases by means of slide-on tubes (52) in order to produce the connection wires of the stator or rotor in question. The aim of the invention is to be able to automate the production of the connection ends, which was previously performed in manual work steps. This aim is achieved, according to the invention, in that: the individual wires (14) of each coil winding (12) are fastened to each other in the region of the wire guide (18, 20, 22) in order to form winding ends (46) and winding beginnings (32); after the winding and before or during the depositing, the winding ends (46) and winding beginnings (32) of each coil winding (12) are fastened in first position holders (42, 44) arranged in certain positions with respect to the draw-in tool; and during the drawing of the coil windings (12) into the stator or rotor, the winding ends (46) and winding beginnings (32) are transferred from the first position holders (42, 44) into second position holders (90, 92) arranged in certain positions with respect to the stator body (84) or rotor body. The invention further relates to a device for carrying out the method above.

Inventors:
SADIKU, Sadik (Friedrich Ebert Strasse 64, Neuberg, 63543, DE)
Application Number:
EP2018/086316
Publication Date:
July 11, 2019
Filing Date:
December 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ELMOTEC STATOMAT HOLDING GMBH (Max-Planck-Straße 20-24, Karben, 61184, DE)
SADIKU, Sadik (Friedrich Ebert Strasse 64, Neuberg, 63543, DE)
International Classes:
H02K15/06; H02K15/04
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE OLBRICHT BUCHHOLD KEULERTZ PARTNERSCHAFT MBB (Bettinastraße 53-55, Frankfurt am Main, 60325, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung von Rotoren und Statoren von Elektromotoren einschließlich der Konfektionierung von Anschlussdrähten, das die folgenden Schritte aufweist:

Wickeln der aus mehreren Einzeldrähten (14) bestehenden Spulenwicklungen (12) auf einem Drahtwickler (28), dem die Einzeldrähte (14) über eine Drahtführung 18, 20, 22) von einer Drahtzuführeinheit (16) zugeführt werden,

Ablegen der Spulenwicklungen (12) in einem Einziehwerkzeug (36),

Einziehen der Spulenwicklungen (12) in Nuten eines Stator- (84) oder Rotorkörpers, phasenweises Zusammenfassen der Einzeldrähte (14) zur Konfektionierung der An- schlussdrähte des jeweiligen Stators oder Rotors mittels Aufsteckschläuchen (52), dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeldrähte (14) jeder Spulenwicklung (12) im Be- reich der Drahtführung (18, 20, 22) zur Ausbildung von Wicklungsenden (46) und Wick- lungsanfängen (32) aneinander festgelegt werden, die Wicklungsenden (46) und Wick- lungsanfänge (32) jeder Spulenwicklung 12) nach dem Wickeln vor oder während des Ablegens in in bestimmten Positionen zu dem Einziehwerkzeug angeordneten ersten Positionshaltern (42, 44) festgelegt werden und beim Einziehen der Spulenwicklungen (12) in den Stator oder Rotor die Wicklungsenden (46) und -anfänge (32) aus den ersten Positionshaltern (42, 44) in in bestimmten Positionen zu dem Statorkörper (84) oder Ro- torkörper angeordneten zweite Positionshalter (90, 92) übergeben werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Aufsteckschläuche (52) vor dem Einziehen der Spulenwicklungen (12) in den Stator- (84) oder Rotorkörper auf die Wickelungsenden (46) und/oder -anfänge (32) aufgesteckt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeldrähte (14) der Wicklungsenden (46) und/oder -anfänge (32) vor dem Aufstecken der Aufsteck- schläuche (52) auf einen Durchmesser kompaktiert werden, der kleiner als der Innen- durchmesser der Aufsteckschläuche (52) ist.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeldrähte(14) zur Ausbildung der Wicklungsenden (46) und/oder -anfänge (32) miteinander verdrillt werden.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeldrähte (14) im Bereich der Drahtzuführeinrichtung (16) durch eine Einzeldraht- führung (22) geführt werden, die um eine Drehachse parallel zur Drahtführrichtung dreh- bar ist.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser der Aufsteckschläuche (52) an der Aufsteckseite vor dem Aufste- cken auf die Wicklungsenden (46) und/oder -anfänge (32) aufgeweitet wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufsteckschläuche (52) zu den Wicklungsenden (46) und/oder -anfängen (32) mittels einer Zentriervorrichtung (54) ausgerichtet werden, die in den jeweiligen Aufsteck- schlauch (52) eingreift.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriervorrichtung (54) einen beweglichen Greifer (68) aufweist, mit welchem die Wicklungsenden (46) oder -anfänge (32) gegriffen und kompaktiert werden.

9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufsteckschläu- che (52) vor dem Aufstecken auf eine bestimmte Länge konfektioniert und in einem Ma- gazin (64) aufgenommen werden, durch welches die Position der Aufsteckschläuche (52) relativ zu der Zentriervorrichtung (54) definiert wird.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den Aufsteckschläuchen (52) umhüllten Wicklungsenden (46) und/oder -anfänge (32) in jeweils mehreren zweiten Positionshaltern (90 a, b, c, 92 a, b, c) mit Bezug auf den Rotor- oder Statorkörper (84) fixiert werden.

11. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden An- sprüche, mit folgenden Merkmalen: einer Drahtzuführeinrichtung (16) zum parallelen Zuführen von Einzeldrähten (14), die gemeinsam eine Spulenwicklung (12) für einen Stator oder Rotor eines Elektro- motors bilden,

einem Drahtwickler (28) mit Wickelschablonen (30), auf welchen die Spulenwicklun- gen (12) sukzessive gewickelt werden, wobei ein Schablonendrahtgreifer (34) zum Halten der Anfänge der Einzeldrähte an dem Drahtwickler (28) vorgesehen ist, einem Einziehwerkzeug (36) zur Aufnahme der Spulenwicklungen (12) nach dem Wickeln,

einem Stator- (86) oder Rotorträger zur Aufnahme eines Stator- (84) oder Rotorkör- pers,

einer Übertragungsvorrichtung zum Übertragen der Spulenwicklungen (12) von dem Einziehwerkzeug (36) in den Stator- (84) oder Rotorkörper,

dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin wenigstens eine Verbindungsvorrichtung vor- gesehen ist, mit welcher die Drahtanfänge und/oder -enden der Einzeldrähte (14) mitei- nander zu Wicklungsenden (46) oder -anfängen (32) verbunden werden.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrich- tung eine Einzeldrahtführung (22) im Bereich der Drahtzuführeinrichtung (16) aufweist, die um eine Drehachse parallel zur Zuführrichtung der Einzeldrähte (14) zum Drahtwick- ler (28) drehbar ist.

13. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass in definierter Lage zu dem Einziehwerkzeug (36) erste Positionshalter (42, 44) für die Wicklungsenden (46) und Wicklungsanfänge (32) und in definierter Lage zu der Übertragungsvorrichtung zweite Positionshalter (90, 92) für die Wicklungsanfänge (32) und Wicklungsenden (46) vorgesehen sind.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zentriervorrichtung (54) zum Ausrichten und eine Aufsteckvorrichtung (56) zum Aufzie- hen von Aufsteckschläuchen (52) auf das jeweilige Wicklungsende (46) oder den jeweili- gen Wicklungsanfang (32) vorgesehen ist.

15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriervorrichtung (54) einen Greifer (68) zum Greifen und Kompaktieren der Wicklungsenden (46) oder Wicklungsanfänge (32) aufweist, der durch den Innendurchmesser der Aufsteckschläu- che (52) durchführbar ist.

16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriervor- richtung (54) wenigstens einen Mitnehmer (74) zum Greifen und Aufziehen oder Aufste- cken der Aufsteckschläuche (52) auf die Wicklungsenden (46) oder -anfänge (32) auf- weist.

17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifer (68) eine Zangenvorrichtung (78) und ein axial zur Zangenvorrichtung (78) bewegliches Betäti gungsrohr (80) aufweist, das durch axiales Zustellen die Zangenvorrichtung (78) in eine Schließstellung bewegt.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rotoren und Statoren einschließlich der

Konfektionierung von Anschlussdrähten

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Rotoren und Statoren einschließlich der Konfektionierung von Anschlussdrähten gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens. Gegenstand der vorliegenden Erfin- dung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens.

Üblicherweise weist ein solches Verfahren die folgenden Schritte auf:

Wickeln der aus mehreren Einzeldrähten bestehenden Spulenwicklungen auf einem Drahtwickler, dem die Einzeldrähte über eine Drahtführung von einer Drahtzuführeinheit zuge- führt werden,

Ablegen der Spulenwicklungen in Einziehwerkzeugen,

Einziehen der Spulenwicklungen in Nuten eines Stator- oder Rotorkörpers,

phasenweises Zusammenfassen der Einzeldrähte zur Konfektionierung der An- schlussdrähte des jeweiligen Stators oder Rotors mittels Aufsteckschläuchen. Dieses Verfahren hat den Nachtteil, dass es sich nur teilweise automatisieren lässt, weil das Greifen der Einzeldrähte und das Aufziehen oder Aufstecken der Aufsteckschläuche aufgrund der Undefinierten Lage der Einzeldrähte manuell durchgeführt werden muss.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, das eine Automatisierung der Herstellung von Statoren oder Rotoren mit fertig konfektionierten Anschlussdrähten erlaubt.

Hauptmerkmale der Erfindung sind in den kennzeichnenden Teilen der Ansprüche 1 und 1 1 angegeben. Ausgestaltungen des Verfahrens sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 10, Weiter- bildungen der Vorrichtung Gegenstand der Ansprüche 11 bis 17.

Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass die Einzeldrähte jeder Spulenwicklung vor- zugsweise während, unmittelbar vor oder unmittelbar nach ihrem Durchtrennen im Bereich der Drahtführung zur Ausbildung von Wicklungsenden und Wicklungsanfängen aneinander festge- legt werden, die Wicklungsenden und Wicklungsanfänge jeder Wicklung nach dem Wickeln vor oder während des Ablegens in in bestimmten Positionen zu den Einziehwerkzeugen angeord- neten ersten Positionshaltern festgelegt werden und beim Einziehen der Spulenwicklungen in den Stator oder Rotor die Wicklungsenden und -anfänge aus den ersten Positionshaltern in in bestimmten Positionen zu dem Statorkörper oder Rotorkörper angeordneten zweite Positions- haltern übergeben werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren nutzt die in der Drahtzuführeinrichtung noch gegebene defi- nierte Lage der Einzeldrähte einer Wicklung aus, um diese dann an dieser Stelle mittels geeig- neter Mittel, auf die später noch näher eingegangen wird, zu fassen und miteinander zu einem Wicklungsanfang und/oder Wicklungsende aneinander festzulegen. Idealerweise werden gleichzeitig an der Trennstelle, an welcher zwei aufeinanderfolgende Spulenwicklungen im Be- reich der Drahtzuführeinrichtung durch ein Trennwerkzeug getrennt werden, ein Wicklungsan- fang und ein Wicklungsende erzeugt. Durch das Festlegen der Enden der Einzeldrähte anei- nander werden die Wicklungsenden und -anfänge stabilisiert und eignen sich für ein automati- siertes Drahthandling. Auf diese Weise kann bis zur endgültigen Konfektionierung eines Stators oder Rotors eine definierte Position sichergestellt werden, so dass die Wicklungsenden und - anfänge im gesamten Prozess bis zum Anbringen von Anschlusslaschen für die elektrischen Anschlüsse der Stators oder Rotors jederzeit von einer geeigneten Handlingvorrichtung für den jeweils anstehenden Bearbeitungsschritt in definierter Lage gegriffen werden können. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Aufsteckschläu- che vor dem Einziehen der Spulenwicklungen in den Stator- oder Rotorkörper auf die Wicke- lungsenden und/oder -anfänge aufgesteckt werden.

Den Schritt des Aufziehens bereits zu diesem frühen Zeitpunkt vorzusehen, hat den Vorteil, dass die Wicklungsenden und -anfänge zusätzlich stabilisiert werden und die Einzeldrähte über die Länge des Aufsteckschlauches innerhalb von diesem in einer definierten Lage gehalten werden. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass sich Einzeldrähte beim Ablegen in dem Einzieh- werkzeug oder beim Einziehen in die Statornuten verformen könnten, wodurch ein späteres, automatisiertes Aufziehen oder Aufstecken der Aufsteckschläuche erschwert sein könnte. Die frühzeitige Umhüllung der zusammengehörigen Einzeldrähte bietet auch den Vorteil, dass die Aufsteckschläuche in allen Verfahrensschritten eine günstige Angriffsfläche für jeweils zum Ein- satz kommende Handlingvorrichtungen bieten.

Eine bevorzugte Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass die Einzeldrähte der Wicklungs- enden und/oder -anfänge vor dem Aufstecken der Aufsteckschläuche auf einen Durchmesser kompaktiert werden, der kleiner als der Innendurchmesser der Aufsteckschläuche ist. Das Kompaktieren ist so zu verstehen, dass die Einzeldrähte enger aneinander gepresst werden als es ich beim losen Beieinanderliegen der Einzeldrähte ergeben würde. Die Aufsteckschläuche, die meist auf einem elastischen Gewebe bestehen, aber auch aus einem homogenen elasti schen Material bestehen können, können dadurch leichter auch die Wicklungsenden oder - anfänge aufgefädelt werden. Wenn die Enden der Einzeldrähte einmal in das Schlauchende eingefädelt sind, kann sich der Aufsteckschlauch kurzen Erweiterungsstellen des Gesamt- durchmessers der Einzeldrähte durch einzelne Ausbiegungen gut anpassen oder auch die aus- bauchenden Einzeldrähte auf einen kleineren Gesamtdurchmesser beim Aufstecken zusam- mendrücken. Die zum Aufschieben erforderliche Kraft wird dadurch nicht wesentlich erhöht.

Besonders bevorzugt wird das Verfahren dahingehend weitergebildet, dass die Einzeldrähte zur Ausbildung der Wicklungsenden und/oder -anfänge miteinander verdrillt werden. Das Verdrillen hat gegenüber anderen Alternativen, wie z.B. dem Verschweißen oder Verkleben der Einzel- drähte oder dem Anbringen einer Manschette um die Einzeldrähte, den Vorteil, dass es sich sehr einfach automatisiert durchführen lässt und in den weiteren Verfahrensschritten keine Be- sonderheiten durch die Art der Verbindung der Einzeldrähte berücksichtigt werden müssen. Das Verdrillen kann zum Beispiel in der Weise einfach durchgeführt werden, dass die Einzel- drähte im Bereich der Drahtzuführeinrichtung durch eine Einzeldrahtführung geführt werden, die um eine Drehachse parallel zur Drahtführrichtung drehbar ist. Die Einzeldrahtführung weist ent- sprechend der Anzahl der Einzeldrähte Führungen auf, die an einem gemeinsamen Halter an- geordnet sind, der in der genannten Art und Weise drehbar ist. Damit lassen sich die Einzel- drähte miteinander verdrillen, indem die Einzeldrahtführung um einen geeigneten Drehwinkel gedreht wird, bis die gewünschte Verdrillung erreicht wird. Die drehbare Einzeldrahtführung ist hierzu in der Regel zwischen zwei starren Drahtführungen angeordnet, die den Gegenhalt bil den, so dass das Verdrillen nur in einem gewünschten Endbereich stattfindet, der die Wick- lungsenden oder -anfänge ausbildet. Nach dem Verdrillen werden die Drähte dann im verd rill ten Bereich durchtrennt, so dass eine Hälfte das Wicklungsende der vorausgehenden Wicke- lung und die andere Hälfte den Wicklungsanfang der nachfolgenden Wicklung bildet. Durch das Verdrillen werden die Einzeldrähte auch zu einer verjüngten Spitze als Beispiel für eine Kom- paktierung geformt.

Die drehbare Einzeldrahtführung hat den weiteren Vorteil, dass mit ihr auch während eines Wi- ckelvorgangs die Lage der Einzeldrähte zueinander um beispielsweise 180° gedreht werden kann. Es hat sich gezeigt, dass sich mit derartigen Spulenwicklungen die elektrischen Verluste der hergestellten Stators vermindern lassen.

Alternativ oder ergänzend zu der Kompaktierung der Einzeldrähte an den Enden der Wick- lungsenden oder Wicklungsanfänge kann vorgesehen sein, dass der Innendurchmesser der Aufsteckschläuche an der Aufsteckseite vor dem Aufstecken auf die Wicklungsenden und/oder -anfänge aufgeweitet wird. Hierzu kann beispielsweise ein Konus in den Aufsteckschlauch ein- gesteckt werden, über dessen erweitertes Ende dann die ggf. kompaktierten Einzeldrähte der Wicklungsenden oder -anfänge in den jeweiligen Aufsteckschlauch eingeführt werden.

Eine zweckmäßige Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass die Aufsteckschläuche zu den Wicklungsenden und/oder -anfängen mittels einer Zentriervorrichtung ausgerichtet werden, die in den jeweiligen Aufsteckschlauch eingeschoben wird. Durch dieses Aufspannen der Aufsteck- schläuche sind diese einfacher zu handhaben und können ihre Form im Prozess auch nicht ändern, so dass die Prozesssicherheit erhöht wird. Zur bevorzugten Weiterbildung des Verfahrensschrittes des Zentrierens ist vorgesehen, dass die Zentriervorrichtung einen beweglichen Greifer aufweist, mit welchem die Wicklungsenden oder -anfänge gegriffen und kompaktiert werden. Auf diese Weise wird durch die durch den Aufsteckschlauch geführten Greifer ein Ausrichten und ein Fixieren des Aufsteckschlauches relativ zu einem Wicklungsende oder Wicklungsanfang erreicht. Gleichzeitig vereinfacht der Greifer durch das Zusammendrücken und damit Kompaktieren der Einzeldrähte das Aufste- cken, -ziehen oder -schieben des Aufsteckschlauches auf die Drähte.

Eine bevorzugte Weiterbildung zur Handhabung der Aufsteckschläuche sieht vor, dass die Aufsteckschläuche vor dem Aufstecken auf eine bestimmte Länge konfektioniert und in einem Magazin aufgenommen werden, durch welches die Position der Aufsteckschläuche relativ zu der Zentriervorrichtung definiert wird, z.B. indem dieses als Teil der Zentriervorrichtung ausge- bildet ist.

Eine weitere bevorzugte Maßnahme zur Verbesserung des Handlings der Wicklungsenden und Wicklungsanfänge sowie des fertigen Stators besteht darin, dass die mit den Aufsteckschläu- chen umhüllten Wicklungsenden und/oder -anfänge in jeweils mehreren zweiten Positionshal- tern mit Bezug auf den Rotor- oder Statorkörper fixiert werden. Auf diese Weise können die Wicklungsenden und -anfänge in gekrümmten Kurven auf scheibenförmigen Ablagen abgelegt werden, die einem Stator- oder Rotorträger zugeordnet sind, in dem der mit den Spulenwick- lungen bestückte Rotor oder Stator gehalten ist. Das definierte Ablegen erleichtert zum einen das maschinelle Wiederaufnehmen der Wicklungsenden und -anfänge und zum anderen kann der Durchmesser der scheibenförmigen Ablage verringert werden, so dass die Abmessungen des Statorträgers ingesamt reduziert werden können, was wiederum dessen Handling zu Gute kommt.

Grundsätzlich ist noch anzumerken, dass das Verfahren zunächst nur für einen Teil der Spu- lenwicklungen, zum Beispiel den Wicklungen einer Phase durchgeführt und dann für die übri- gen Phasen oder verbleibenden Spulenwicklungen wiederholt werden kann.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch eine Vorrichtung zur Durchführung des zuvor beschriebenen Verfahrens. Neben den Vorrichtungsmerkmalen: einer Drahtzuführeinrichtung zum parallelen Zuführen von Einzeldrähten, die ge- meinsam eine Spulenwicklung für einen Stator oder Rotor eines Elektromotors bilden, eines Drahtwickler mit Wicklungsschablonen, auf welchen die Spulenwicklungen suk- zessive gewickelt werden, wobei ein Schablonengreifer zum Halten der Anfänge der Einzel- drähte an dem Drahtwickler vorgesehen ist,

einem Einziehwerkzeug zur Aufnahme der Spulenwicklungen nach dem Wickeln, eines Stator- oder Rotorträger zur Aufnahme eines Stator- oder Rotorkörpers, und einer Übertragungsvorrichtung zum Übertragen der Spulenwicklungen von dem Ein- ziehwerkzeug in den Stator- oder Rotorkörper, die aus dem Stand der Technik bekannt sind, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass weiterhin wenigstens eine Verbindungsvorrichtung vorgesehen ist, mit welcher die Drahtanfänge und/oder -enden der Einzeldrähte miteinander zu Wicklungsenden oder -anfängen verbunden werden.

Durch diese Ergänzung werden aus den bislang schwer kontrollierbaren abgeschnittenen Ein- zeldrähten an den Enden und Anfängen der Wicklungen maschinell handhabbare Wicklungs- enden und -anfänge geformt, die den Einsatz geeigneter Greifer zur Automatisierung von Ein- zelschritten im Herstellungsvorgang eines Stators oder Rotors ermöglichen.

In einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Verbindungsvorrichtung eine Einzeldrahtführung im Bereich der Drahtzuführeinrichtung aufweist, die um eine Drehachse parallel zur Zuführrichtung der Einzeldrähte zum Drahtwickler drehbar ist.

Die drehbare Einzeldrahtführung kann zunächst die Aufgabe erfüllen, durch eine Rotation die gewünschte Verdrillung der Einzeldrähte herbeizuführen. Hierbei werden die erzeugten Wick- lungsenden und -anfänge auch in vorteilhafter Weise verjüngt, d.h. kompaktiert.

Eine besonders bevorzugte Weiterbildung der Vorrichtung sieht vor, dass in definierter Lage zu den Einziehwerkzeugen erste Positionshalter für die Wicklungsenden und Wicklungsanfänge und in definierter Lage zu der Übertragungsvorrichtung zweite Positionshalter für die Wick- lungsanfänge und Wicklungsenden vorgesehen sind.

Eine bevorzugte Ergänzung der Vorrichtung besteht darin, dass eine Zentriervorrichtung zum Ausrichten und eine Aufsteckvorrichtung zum Aufziehen von Aufsteckschläuchen auf das jewei- lige Wicklungsende oder den jeweiligen Wicklungsanfang vorgesehen ist. Die Zentriervorrichtung dient der Handhabung der in sich nur bedingt formstabilen Aufsteck- schläuche, zu deren Ausrichtung in Bezug auf die Wicklungsenden und -anfänge sowie vor allem dazu, die Wicklungsenden und -anfänge durch die aufgesteckten Schläuche für weitere Prozessschritte noch besser handhabbar zu machen.

Ein bevorzugte Weiterbildung der Zentriervorrichtung sieht vor, dass diese einen Greifer zum Greifen und Kompaktieren der Wicklungsenden oder Wicklungsanfänge aufweist, der durch den Innendurchmesser der Aufsteckschläuche durchführbar ist. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass sie gleichzeitig der Stabilisierung der Aufsteckschläuche und der relativen Ausrich- tung von diesen zu den Wicklungsenden- und anfängen dient.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Aufsteckvorrichtung sieht vor, dass diese wenigs- tens einen Mitnehmer zum Greifen und Aufziehen oder Aufstecken der Aufsteckschläuche auf die Wicklungsenden oder -anfänge aufweist. Nachdem der Greifer den Aufsteckschlauch aus- gerichtet und das jeweilige Wicklungsende oder den jeweiligen Wicklungsanfang fixiert hat, greifen die Mitnehmer den Aufsteckschlauch und schieben ihn über den Greifer und das ver- jüngte Ende auf das jeweilige Wicklungsende oder den jeweiligen Wicklungsanfang. Die Mit nehmer können zangenartig ausgebildet sein und den Schlauch reibschlüssig mitnehmen, bei einem Gewebeschlauch oder auch einem gummiartigen Schlauch können aber kleine kurze Vorsprünge für eine formschlüssige Mitnahme sorgen.

Eine bevorzugte Weiterbildung des Greifers kann vorsehen, dass dieser eine Zan- genvorrichtung und ein axial zur Zangenvorrichtung bewegliches Betätigungsrohr aufweist, das durch axiales Zustellen die Zangenvorrichtung in eine Schließstellung bewegt. Diese Ausfüh- rungsform baut im Durchmesser sehr kompakt und lässt sich auf den Durchmesser der Auf- steckschläuche abstimmen, wobei das Betätigungsrohr unmittelbar zur Zentrierung des ihn um- gebenden Aufsteckschlauches genutzt werden kann.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zur Herstellung von Spulenwicklun- gen;

Fig. 2 eine Ansicht eines Einziehwerkzeuges zur Aufnahme von Spulenwicklungen; Fig. 3 eine schematische Ansicht des Übergabevorgangs der Spulenwicklungen vom Drahtwickler an das Einziehwerkzeug;

Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf einen Spulenteller des Einziehwerkzeuges mi einer übergebenen Spulenwickung;

Fig. 5 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zur Bestückung der Wick- lungsenden und -anfänge mit Aufsteckschläuchen;

Fig. 6 eine Detailansicht einer Zentriervorrichtung der Bestückungsvorrichtung;

Fig. 7 eine schematische Draufsicht auf die Zentriervorrichtung;

Fig. 8 einen schematischen Schnitt einer ersten Ausführungsform eines Greifers der Zentriervorrichtung;

Fig. 9 einen schematischen Schnitt einer zweiten Ausführungsform eines Greifers der Zentriervorrichtung in halb geschlossener Stellung;

Fig. 10 einen Schnitt des Greifers nach Fig. 9 in der geöffneten Stellung;

Fig. 11 einen schematischen einer weiteren Ausführungsform eines Greifers der

Zentriervorrichtung;

Fig. 12 eine schematische Ansicht des Einziehens der Spulenwicklungen in einen

Statorkörper;

Fig. 13 eine Ansicht des Statorträgers aus Fige. 12 von unten mit einem Positionie- rungsgreifer.

In Fig. 1 ist eine Vorrichtung 10 zum Wickeln von Spulenwicklungen 12 aus Einzeldrähten 14 gezeigt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel bilden jeweils sechs Einzeldrähte 14 eine Spu- lenwicklung 12. Die sechs Einzeldrähte 14 werden über eine geeignete und an sich bekannte Drahtzuführeinheit 16 zugeführt, die die Einzeldrähte 14 von nicht gezeigten Drahtvorratsspulen abzieht. Die Einzeldrähte 14 werden über eine erste feststehende Drahtführung 18 und eine zweite feststehende Drahtführung 20 geführt, wobei zwischen den beiden feststehenden Draht- führungen 18, 20 eine mit Bezug auf die Zuführrichtung drehbare Einzeldrahtführung 22 ange- ordnet ist. Der Antrieb ist schematisch durch eine Antriebswelle 24 veranschaulicht, die über ein Zahnradgetriebe 26 die drehbare Einzeldrahtführung 22 antreibt. Weiterhin weist die Drahtzu- führeinrichtung 16 eine an sich bekannt e und daher nicht gezeigte Trennvorrichtung im Bereich der drehbaren Einzeldrahtführung 22 auf.

Das Wickeln der Wickelspulen selbst erfolgt mit Hilfe eines an sich bekannten Drahtwicklers 28 mit einer verstellbaren Wickelschablone 30, um die die Einzeldrähte durch eine Drehbewegung des gesamten Drahtwicklers 28 gewickelt werden. Ein Wicklungsanfang 32 der Spulenwicklung ist dabei an einem mit dem Drahtwickler 28 rotierenden Schablonendrahthalter 34 fixiert.

Fig. 2 zeigt ein bewegliches Einziehwerkzeug 36, das eine Vielzahl kranzförmig angeordneter Einziehlamellen 38 aufweist, in die die Spulenwicklungen 12 abgelegt werden. Das Einzieh- werkzeug 36 weist außerdem einen Spulenteller 40 auf, der im Unterschied zu bekannten Aus- füh rungsformen von Einziehwerkzeugen mit ersten Positionierhaltern 42, 44 für Wicklungsen- den 46 und die bereits erwähnten Wicklungsanfänge 32 ausgebildet ist. Das gesamte Einzieh- werkzeug 36 ist relativ zu dem Drahtwickler 28 drehbar und axial beweglich, wobei der Spulen- teller 40 zu den Einziehlamellen 38 axial verstellbar sein kann. Auf den Antriebsmechanismus 46 zur Verstellung des Spulentellers 40 und/oder der Einziehlamellen 38 wird hier nicht näher eingegangen.

In Fig. 2 ist auch ein erster Handlinggreifer 48 gezeigt, der die zunächst in dem Schablonen- drahthalter 34 gehaltenen Wicklungsanfänge 32 dort entnehmen und an einen ersten Positio- nierhalter 44 für einen Wicklungsanfang 32 übergeben kann.

Der Wicklungsvorgang läuft so ab, dass zunächst ein durch den drehbaren Einzeldrahthalter 22 erzeugter Wicklungsanfang 32 in dem Schablonendrahthalter 34 verklemmt wird. Anschließend wird der Drahtwickler 28, der auch doppelt oder mehrfach zum gleichzeitigen Wickeln mehrerer Spulenwicklungen 12 vorhanden sein kann, gedreht, bis die gewünschte Windungszahl der sechs Einzeldrähte 14 auf der Wickelschablone 30 aufgewickelt ist. Zwischen den einzelnen Windungen kann der drehbare Einzeldrahthalter 22 einmalig oder mehrmals um 180° gedreht werden, so dass die Anordnung der nebeneinander liegenden Einzeldrähte 14 getauscht wird.

Nach Abschluss des Wickelvorgangs wird der drehbare Einzeldrahthalter 22 zum Verdrillen der Drähte um einen geeigneten Drehwinkel gedreht, der 360° oder mehr betragen kann. Anschlie- ßend werden die Einzeldrähte im Bereich der drehbaren Einzeldrahthalterung 22 gedreht, so dass gleichzeitig ein Wicklungsende 46 der soeben gewickelten Spulenwicklung 12 und ein Wicklungsanfang 32 der als nächstes zu wickelnden Spulenwicklung 12 erzeugt wird. Es schließt sich dann die Übergabe der erzeugten Spulenwicklung 12 an das Einziehwerkzeug 36 an, die in Fig. 3 veranschaulicht ist.

In Fig. 3 sind auch noch die beiden feststehenden Drahtführungen 18, 20 und die dazwischen angeordnete drehbare Einzeldrahtführung 22 gezeigt, die hier den bereits separierten, verd rill ten Wicklungsanfang 32 der nachfolgenden Spulenwicklung 12 hält. Das Wicklungsende 46 der zuvor gewickelten Spulenwicklung 12 ist von einem zweiten Handlinggreifer 50 bereits ge- griffen worden, der das Wicklungsende 46 in einem davor vorgesehenen ersten Positionie- rungshalter 42 verklemmt, während der erste Handlinggreifer 48 den Wicklungsanfang 32 aus dem Schablonendrahthalter 34 entnimmt und in dem ersten Positionierungshalter 44 für den Wicklungsanfang 32 verklemmt. Die Lage der beiden Positionierungshalter 42, 44 für das Wick- lungsende 46 bzw. den Wicklungsanfang 32 auf dem Spulenteller 40 ergibt sich aus der Drauf- sicht gemäß Fig. 4, die auch die beiden Handlinggreifer 48, 50 zeigt. Im Übrigen ist die in Fig. 4 gezeigte Spulenwicklung 12 nur beispielhaft zu verstehen. Durch geeignete Wickelschablonen, die axial verstellbar sind, lassen sich mit einem entsprechenden Drahtwickler beispielsweise auch zwei miteinander bereits verdrahtete Spulenwicklungen 12 wickeln, die dann gemeinsam in dem Einziehwerkzeug abgelegt werden. Dies bedeutet, dass die Wicklungsanfänge und - enden dieser Spulenwicklungen bereits verbunden sind, so dass nur das Wicklungsende einer der beiden Spulenwicklungen und der Wicklungsanfang der anderen Spulenwicklung in den ersten Positionierungshaltern 42, 44 verklemmt werden müssen. Diese liegen dann in der Regel in einem größeren Winkelabstand zueinander als in Fig. 4 gezeigt.

In Fig. 3 ist auch der an sich in üblicher Weise ablaufende Vorgang des Ablegens der Spulen- wicklungen 12 in dem Einziehwerkzeug 36 veranschaulicht, indem das Einziehwerkzeug 36 axial in Richtung der ausgerichteten Wickelschablone 30 des Drahtwicklers 28 bewegt wird. Nach dem Ablegen der gewickelten Spulenwicklung 12 im Einziehwerkzeug 36 kann die nächs- te Spulenwicklung 12 mittels des Drahtwicklers 28 gewickelt werden, so dass Zeit zur Verfü- gung steht, die durch das Verdrillen miteinander verbundenen Einzeldrähte 14 über eine ge- wünschte Länge mit einem Aufsteckschlauch 52 zu überziehen, was bislang als manueller Vor- gang durchgeführt werden musste.

Das Aufstecken der Aufsteckschläuche 52 ist in Fig. 5 bis 11 veranschaulicht. Fig. 5 zeigt das Einziehwerkzeug 36 mit einer darin abgelegten Spulenwicklung 12, deren Wicklungsanfang 32 und -ende 46 in den ersten Positionierungshaltern 42, 44 abgelegt sind. Es sind eine Zentrier- Vorrichtung 54 und eine Aufsteckvorrichtung 56 gezeigt, die dazu dienen, die Aufsteckschläu- che 52 mit einer bestimmten Länge auf die Wicklungsenden 46 und Wicklungsanfänge 32 zu stecken. Hierzu werden zunächst die Aufsteckschläuche 52 von Vorratsrollen 58, 60, 62 abge- zogen, in ein Magazin 64 überführt und auf eine gewünschte Länge vom Schlauchvorrat abge- schnitten. Dabei nehmen die derart konfektionierten Aufsteckschläuche 52 bereits eine vordefi- nierte Position in dem Magazin 64 ein. Sofern keine farbliche Unterscheidung, beispielsweise nach Phasenzugehörigkeit der zu umhüllenden Enden der Wicklungen gewünscht ist, kann auch eine einzige Schlauchfarbe verwendet werden.

Das Magazin 64 kann senkrecht in Bezug auf die Ausrichtung der Aufsteckschläuche 52 verla- gert werden, so dass der gewünschte Aufsteckschlauch in Flucht zu der Zentriervorrichtung 54 gelangen kann. Hierzu wird im Folgenden auf Fig. 6 verwiesen. In Fig. 6 ist das Magazin 64 teilgeschnitten dargestellt, wobei es mit drei Aufsteckschläuchen unterschiedlicher Farbcodie- rung bestückt ist. Während die im Sinne der Darstellung unteren beiden Aufsteckschläuche durch eine bewegliche Arretierung 66 in dem Magazin gesichert sind, ist der oberste Aufsteck- schlauch 52 fluchtend zu der Zentriervorrichtung 54 und dem verdrillten Wicklungsende 46 aus- gerichtet. Das Wicklungsende 46 oder ein mit einem Aufsteckschlauch zu versehender Wick- lungsanfang 32 werden auch durch geeignetes Drehen und falls erforderlich Verstellen der Hö- henlage des Spulentellers 40 ausgerichtet.

In der in Fig. 6 gezeigten Stellung ist auch bereits ein Greifer 68 in den aufzuziehenden Auf- steckschlauch 52 eingeschoben worden. Ein Schieber 70 hat nach dem Öffnen der betreffen- den Arretierung 66 den Aufsteckschlauch auch bereits um ein Wegstück aus dem Magazin her- ausgeschoben, wobei das aus dem Magazin 64 hervorstehende Schlauchende 72 durch einen Mitnehmer 74 der Aufsteckvorrichtung 56 axial verklemmt sein kann.

Der in den Aufsteckschlauch 52 eingeschobene Greifer 68 besitzt bei der gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel einen Lagerdorn 76, eine daran gelenkig gelagerten Zangenvorrichtung 78 sowie ein den Lagerdorn umfassendes Betätigungsrohr 80, das auf die Zangenvorrichtung wirkt. Die- ser Greifer ist in Fig. 9 und 10 näher veranschaulicht. Das Betätigungsrohr 80 ist von dem Dorn 76 getrennt axial beweglich, wozu eine nicht näher erläuterte Betätigungsvorrichtung 82 vorge- sehen ist, die z.B. mit pneumatischen Stellzylindern arbeitet. In Fig. 6 ist die Zangenvorrichtung 78 in einer Schließstellung gezeigt, in der sie das hier gezeigte Wicklungsende 46 fixiert und die Einzeldrähte 14 zusammendrückt, so dass deren Durchmesse kleiner als der Innendurchmes- ser des auf dem Betätigungsrohr 80 mit leichtem Spiel sitzenden Aufsteckschlauches 52 ist. Die Zangenvorrichtung 78 befindet sich beim Einschieben in den Aufsteckschlauch in einem bezüglich ihres Außendurchmessers minimierten Schließzustand, wobei die Zangenvorrichtung z.B. durch eine Rückstellfeder in einem maximal geöffneten Zustand überführt wird, wenn das Betätigungsrohr 80 um ein bestimmtes Wegstück zurückgezogen wird (siehe Fig. 10). Durch axiales Verstellen des Betätigungsrohres 80 relativ zu dem Lagerdorn 76 (siehe Fig. 9) wird nun die Zangenvorrichtung 78 geschlossen, wobei diese das Wicklungsende 46 oder den Wick- lungsanfang 32 greift, zu dem Aufsteckschlauch 52 zentriert und kompaktiert.

Nach diesem Vorgang wird der Mitnehmer 74 der Aufsteckvorrichtung 56 axial verlagert, wobei er den Aufsteckschlauch 52 reibschlüssig oder durch zahnartige Vorsprünge (nicht gezeigt), die in das Gewebe oder das elastische Material des jeweils zum Einsatz kommenden Schlauches eingreifen, formschlüssig mitnimmt, bis der gesamte Aufsteckschlauch 52 auf das Wicklungs- ende 46 aufgezogen ist. Nachdem das Wicklungsende 46 mit einem Aufsteckschlauch 52 ver- sehen worden ist, wir der Vorgang für den Wicklungsanfang 32 nach einem entsprechenden Drehen des Spulentellers 40 (siehe Fig. 7) wiederholt, wobei die Bestückung auch in umgekehr- ter Reihenfolge erfolgen kann.

In Fig. 8 und 11 sind noch zwei weitere Ausführungsbeispiele für Greifer 168 bzw. 268 gezeigt. Bei dem in Fig. 8 gezeigten Greifer 168 ist die Zangenvorrichtung 178 einstückig mit dem La- gerdorn 176 als ein Art Federgabel ausgebildet, deren Vorspannung bestrebt ist, die Zangen- vorrichtung 178 in den geöffneten Zustand zu bewegen. Durch eine Relativbewegung des Betä- tigungsrohres 180 kann die Zangenvorrichtung 178 dann gegen die Rückstellkraft der Federga- bel geschlossen werden.

In Fig. 11 ist ein Greifer 268 gezeigt, bei dem das Betätigungsrohr 280 nur auf eine Zange 279 der Zangenvorrichtung 278 wirkt, während die zweite Zange 277 starr mit dem Lagerdorn 276 ausgebildet ist.

In Fig. 12 ist das an sich bekannte Einziehen der Spulenwicklungen in die Nuten (nicht einzeln gezeigt) eines Statorkörpers 84 veranschaulicht. Während das Einziehen selbst bekannten Ab- läufen folgt und daher hier nicht näher erläutert werden soll, ist an einem Statorträger 86, der den Statorkörper 84 in einer definierten Position hält, eine scheibenförmige Ablage 88 mit zwei- ten Positionierungshaltern 90, 92 vorgesehen, die beim Einziehen der Spulenwicklungen 12 in den Statorträger 84 die in den ersten Positionierungshaltern 42, 44 verklemmten Wicklungsen- den 46 und Wicklungsanfänge 32 übernehmen und verklemmen. Hierbei ist es hilfreich, dass die Wicklungsenden 46 und -anfänge 32 bereits mit den Aufsteckschläuchen 52 umhüllt sind, so dass sichergestellt ist, dass auch alle Einzeldrähte 14 in die zweiten Positionierungshalter 90, 92 übergeben werden. Dies kann durch aktiv zwischen ein gelösten Stellung und einer Klemmstellung verstellbare erste 42, 44 und/oder zweite 90, 92 Positionierungshalter erfolgen oder durch abgestimmte Klemmkräfte in passiven Halterungen.

In Fig. 12 ist auch zu erkennen, dass der Spulenteller 40 des Einziehwerkzeuges 36 sehr nah an die scheibenförmige Ablage 88 des Statorträgers 86 herangefahren werden sollte, wozu er- forderlichenfalls eine von den Einziehlamellen 38 gesonderte axiale Verstellung des Spulentel- lers 40 hilfreich sein kann. Es ist aber auch möglich, die Wicklungsenden und -anfänge mit Ro- botergreifern zu übergeben. Weiterhin ist in Fig. 12 zu erkennen, dass der Durchmesser der scheibenartigen Ablage 88 kleiner ist als der Durchmesser des Spulentellers 40. Unter Verweis auf Fig. 13 ist dies dadurch ermöglicht, dass die zweiten Positionierungshalter 90, 92 mehrfach ausgebildet sind, wobei die Wicklungsenden und -anfänge gekrümmt in Kurven abgelegt wer- den, die ihre radiale Erstreckung verkleinern. Das gezielte Ablegen in den hier jeweils drei Posi- tionierungshaltern 90 a, b, c und 92 a, b, c für jedes Wicklungsende 46 und jeden Wicklungsan- fang 32 erfolgt mittels einer Robotergreifvorrichtung 94. Das Ablegen in drei Positionierungshal- tern pro Wicklungsanfang und Wicklungsende hat neben dem möglichen verkleinerten Durch- messer der scheibenförmigen Ablage 88 des Statorträgers 86, der die Handhabung des be- stückten Statorträgers 86 in weiteren Prozessschritten vereinfacht, auch den weiteren Vorteil, dass die Wicklungsenden 46 und -anfänge 32 in einer noch genauer definierten Position abge- legt sind, so dass das Greifen in weiteren Prozessschritten, z.B. zum Anschweißen von elektri- schen Verbindungslaschen, vereinfacht wird.

Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern in vielfältiger Weise abwandelbar.

Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merk- male und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und Ver- fahrenssch ritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfin- dungswesentlich sein. Bezu gszei chen l iste

Wickelvorrichtung 70 Schieber

Spulenwicklung 72 Schlauchende

Einzeldrähte 74 Mitnehmer

Drahtzuführeinrichtung 76 Lagerdorn

erste feststehende Drahtführung 78 Zangenvorrichtung zweite feststehende Drahtführung 80 Betätigungsrohr

drehbare Einzeldrahtführung 82 Betätigungsvorrichtung Antriebswelle 84 Statorkörper

Zahnradgetriebe 86 Statorträger

Drahtwickler 88 scheibenförmige Ablage Wickelschablone 90 zweite Positionierungshalter Wicklungsanfang 92 zweite Positionierungshalter Schablonendrahthalter 94 Robotergreifvorrichtung Einziehwerkzeug 168 Greifer

Einziehlamellen 176 Lagerdorn

Spulenteller 178 Zangenvorrichtung erste Positionierungshalter 180 Betätigungsrohr erste Positionierungshalter 268 Greifer

Wicklungsende 276 Lagerdorn

erster Handlinggreifer 277 zweite Zangenhälfte zweiter Handlinggreifer 278 Zangenvorrichtung Aufsteckschläuche 279 erste Zangenhälfte Zentriervorrichtung 280 Betätigungsrohr

Aufsteckvorrichtung

erste Schlauchrolle

zweite Schlauchrolle

dritte Schlauchrolle

Magazin

Arretierung

Greifer