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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A SAUSAGE PRODUCT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/000519
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for producing a sausage product from a sausage casing receiving a sausage meat. The method includes interalia the following step: Production of a tubular sausage casing section from a sausage casing strip material that is removed from a supply (V) and comprises perforations (P) during the production of the tubular sausage casing section by shaping the strip material into a tube and non-detachably connecting the edges of the strip material, which are placed on top of one another. According to the invention, the region where the edges of the sausage casing ship material are joined to each other , is perforated prior to adding the sausage meat.

Inventors:
HANTEN, Jürgen (Am Ölberg 9, Bad Nauheim, 61231, DE)
Application Number:
EP2007/005853
Publication Date:
January 03, 2008
Filing Date:
July 02, 2007
Export Citation:
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Assignee:
POLY-CLIP SYSTEM GMBH & CO. KG (Westerbachstrasse 45, Frankfurt/Main, 60489, DE)
HANTEN, Jürgen (Am Ölberg 9, Bad Nauheim, 61231, DE)
International Classes:
A22C13/00; A22C13/00
Attorney, Agent or Firm:
FRITSCHE, Rainer (Eisenführ, Speiser & PartnerArnulfstr. 25, München, 80335, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zum Herstellen eines Wurstprodukts aus einer ein Wurstbrät aufnehmenden Wursthülle (W), wobei das Wurstprodukt nach dem Abfüllen des Wurstbräts und Verschließen der Wursthülle (W), insbesondere vor der Wei- terverarbeitung, einem Reifevorgang unterzogen wird, enthaltend die folgenden Schritte:

- Zuführen von unter Druck stehendem Wurstbrät zu einem Füllrohr (R),

- Herstellen eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts aus einem von einem Vorrat (V) abgezogenen und bei Herstellung des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts Perforationen (P) aufweisenden Wursthüllenbahn- material durch Formen des Bahnmaterials zu einem Schlauch und unlösbares Verbinden der übereinandergelegten Bahnmaterialränder miteinander,

- Zuführen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts zu dem Füllrohr (R),

- Verschließen des in Förderrichtung (F) des Wurstbräts stromabwärts lie- genden Endes des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts durch wenigstens einen Verschlussclip (C),

- Abfüllen des für ein Wurstprodukt notwendigen Volumens an Wurstbrät durch das Füllrohr (R) in einen schlauchförmigen und am vorderen Ende verschlossenen Wursthüllenabschnitt, - Verschließen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts mit mindestens einem zweiten Verschlussclip (C) nach Befüllen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts mit dem notwendigen Volumen an Wurstbrät an einer Stelle in Förderrichtung (F) des Wurstbräts stromaufwärts des in den schlauchförmigen Wursthüllenabschnitt eingefüllten Volumens an Wurst- brät, und

- Abtrennen der Wursthülle des so hergestellten Wurstprodukts von dem auf dem Füllrohr (R) befindlichen Wursthüllenabschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der miteinander verbundenen Ränder des Wursthüllenbahnmaterials vor dem Einfüllen des Wurstbräts per- foriert wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Perforation (P) des Wursthüllenbahnma- terials vor dem Formen zu einem Schlauch in das Bahnmaterial eingebracht wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Perforation (P) des Wursthüllenbahnma- terials bereits in das in dem Vorrat (V) vorhandene Bahnmaterial eingebracht worden ist.

4. Vorrichtung zum Herstellen eines Wurstprodukts aus einer ein Wurstbrät aufnehmenden Wursthülle (W), wobei das Wurstprodukt nach dem Abfüllen des Wurstbräts und- Verschließen der Wursthülle (W),- insbesondere vor der Weiterverarbeitung, einem Reifevorgang unterziehbar ist, enthaltend:

- ein Füllrohr (R) zum Zuführen von unter Druck stehendem Wurstbrät,

- einen Vorrat an Wursthüllenbahnmaterial zur Herstellung eines schlauch- förmigen Wursthüllenmaterials (W),

- eine Schlauchbildungseinheit (U) zum Erzeugen eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts aus dem Wursthüllenbahnmaterial und zum Zuführen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts zu dem Füllrohr (R),

- eine Verbindungseinheit (S) zum unlösbaren Verbinden der in der Schlauchbildungseinheit (U) zur Bildung des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts übereinander gelegten Ränder des Wursthüllenmaterials (W), und

- eine Verschließ- und Trenneinheit zum Verschließen des vorderen und hinteren Endes des schlauchförmigen mit dem notwendigen Volumen für ein Wurstprodukt gefüllten Wursthüllenabschnitts durch jeweils mindestens einen Verschlussclip (C) und Abtrennen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts von dem Wursthüllenbahnmaterial zur Herstellung eines einzelnen Wurstprodukts, dadurch gekennzeichnet, dass sich Förderrichtung (F) des Wurstbräts stromabwärts der Verbindungseinheit (S) eine Verbindungsnahtperforations- einheit (1 , 100) zum Perforieren der Verbindungsnaht N vorgesehen ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich in Förderrichtung (F) des Wurstbräts stromaufwärts der Schlauchbildungseinheit eine Perforationseinheit (1 , 100) zum Perforieren des Wursthüllenbahnmaterials vorgesehen ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Vorrat (V) an Wursthüllenbahnmate- rial perforiertes Wursthüllenbahnmaterial vorhanden ist.

Description:

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Wurstprodukts

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Wurstprodukts entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines Wurstprodukts aus einer ein Wurstbrät aufnehmenden Wursthülle, wobei das Wurstprodukt nach dem Abfüllen des Wurstbräts und Verschließen der Wursthülle, insbesondere vor einer Weiterverarbeitung, einem Reifevorgang unterzogen wird und wobei das Verfahren die folgenden Schritte beinhaltet:

Zuführen von unter Druck stehendem Wurstbrät zu einem Füllrohr, Herstellen eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts aus einem von einem Vorrat abgezogenen und bei Herstellung des schlauchförmigen Wursthülienabschnitts Perforationen aufweisenden Wursthüllenbahnmaterial durch Formen des Bahnmaterials zu einem Schlauch und unlösbares Verbinden der übereinandergeleg- ten Bahnmaterialränder miteinander, Zuführen des schlauchförmigen Wursthülienabschnitts zu dem Füllrohr, Verschließen des in Förderrichtung des Wurst- bräts stromabwärts liegenden Endes des schlauchförmigen Wursthülienabschnitts durch wenigstens einen Verschlussclip, Abfüllen des für ein Wurstpro-

dukt notwendigen Volumens an Wurstbrät durch das Füllrohr in einen schlauchförmigen und am vorderen Ende verschlossenen Wursthüllenabschnitt, Verschließen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts mit mindestens einem zweiten Verschlussclip nach Befüllen des schlauchförmigen Wursthüllenab- Schnitts mit dem notwendigen Volumen an Wurstbrät an einer Stelle in Förderrichtung des Wurstbräts stromaufwärts des in den schlauchförmigen Wursthüllenabschnitt eingefüllten Volumens an Wurstbrät, und Abtrennen der Wursthülle des so hergestellten Wurstprodukts von dem auf dem Füllrohr befindlichen Wursthüllenabschnitt.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wurstprodukts entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 4. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Herstellen eines Wurstprodukts aus einer ein Wurstbrät aufnehmenden Wursthülle, wobei das Wurstprodukt nach dem Abfüllen des Wurstbräts und Verschließen der Wursthülle, insbesondere vor einer Weiterverarbeitung, einem Reifevorgang unterziehbar ist und wobei die Vorrichtung enthält: ein Füllrohr zum Zuführen von unter Druck stehendem Wurstbrät, einen Vorrat an Wursthüllenbahnmaterial zur Herstellung eines schlauchförmigen Wursthüllenmaterials, eine Schlauchbildungseinheit zum Erzeugen eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts aus dem Wursthüllenbahnmaterial und zum Zuführen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts zu dem Füllrohr, eine Verbindungseinheit zum unlösbaren Verbinden der in der Schlauchbildungseinheit zur Bildung des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts übereinander gelegten Ränder des Wursthüllenmaterials, und eine Verschließ- und Trenneinheit zum Verschließen des vorderen und hinteren Endes des schlauchförmigen mit dem notwendigen Volumen für ein Wurstprodukt gefüllten Wursthüllenabschnitts durch jeweils mindestens einen Verschlussclip und Abtrennen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts von dem Wursthüllenbahnmaterial zur Herstellung eines einzelnen Wurstprodukts.

Erfindungsgemäß wird unter einem Reifevorgang jeder Vorgang zur Behandlung des Wurstprodukts nach dem Abfüllen des Wurstbräts und Verschließen der

Wursthülle, insbesondere vor einer Weiterverarbeitung, wie beispielsweise ein Abtrennen einzelner Wurstscheiben und ein Verpacken einzelner oder mehrerer der Wurstscheiben in Vakuumverpackungen, verstanden, der den Geschmack und/oder die Haltbarkeit des Wurstprodukts verändert. Dies können beispielswei- se ein Trocknungsvorgang oder ein Räuchervorgang sein, sowie eine Kombinationen verschiedener Reifevorgänge.

Der Begriff Perforation bezeichnet erfindungsgemäß in dem Wursthüllenmaterial vorhandene Strukturen zur Erzeugung einer Durchlässigkeit des Wursthüllen- bahnmaterial für beispielsweise Sauerstoff, Wasserdampf und/oder Rauch in gasförmigem oder flüssigem Zustand. Hierbei kann es sich beispielsweise um mikroskopische öffnungen handeln.

Unter dem Begriff Perforieren sollen erfindungsgemäß Verfahren verstanden werden, die geeignet sind eine Durchlässigkeit des Wursthüllenbahnmaterial für beispielsweise Sauerstoff, Wasserdampf oder Rauch in gasförmigem oder flüssi- gern Zustand herzustellen. Es kann aber auch bedeuten, die durch eine Behandlung des Wursthüllenbahnmaterials beeinträchtigte Durchlässigkeit in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherzustellen

Verfahren sowie Vorrichtungen der eingangs genannten Art werden zur Herstellung von Wurstprodukten verwendet. Es können aber auch andere pastöse oder granuläre Füllguter, wie beispielsweise Silikone oder Kleber zu wurstförmigen Produkten verarbeitet werden.

Sollen Wurstprodukte einem obengenannten Reifevorgang, wie einem Trocknungs- oder Räuchervorgang, unierzogen werden, bei dem die Umge- bungsbedingungen die Reifung wesentlich beeinflussen, werden für diese Wurst- produkte vorgefertigte schlauchförmige Wursthüllenabschnitte verwendet. Diese werden vor dem Abfüllen des Wurstbräts in einem, von der Herstellung des Wurstprodukts unabhängigen Prozess hergestellt und auf das Füllrohr aufgezogen. Diese vorgefertigten schlauchförmigen Wursthüllenabschnitte besitzen eine über die gesamte Oberfläche der Wursthülle gleichmäßig durchgehende Durch-

lässigkeit, welche durch eine Perforierung des Wursthüllenmaterials erreicht wird. Hierdurch kann eine gleichmäßige Reifung des Wurstprodukts gewährleistet werden.

Aus dem DE-Patent 196 08 001 sind eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Herstellung von Wurstprodukten bekannt, bei dem die schlauchförmige Wursthülle während der Herstellung des Wurstprodukts gebildet wird und bei dem das Wurstprodukt anschließend einem Reifevorgang zugeführt wird.

Die in diesem Dokument des Standes der Technik beschriebene Vorrichtung weist ein Füllrohr auf, das an einem Ende mit einer Füllmaschine verbunden ist. Die Füllmaschine presst das Füllgut, beispielsweise Wurstbrät, in das Füllrohr, sodass dieses am anderen Ende des Füllrohrs in das auf dem -Füllrohr angeordnete und an diesem Ende durch einen Verschlussclip einseitig verschlossene schlauchförmige Wursthüllenmaterial austritt. Ist eine vorbestimmte Menge Füllgut in das einseitig verschlossene Wursthüllenmaterial abgefüllt, wird dieses durch Verdrängereinheiten abgeschnürt, durch einen weiteren Verschlussclip verschlossen und vom übrigen Wursthüllenmaterial abgetrennt, sodass ein fertiges Wurstprodukt entsteht.

Das siegelfähige Wursthüllenmaterial liegt zunächst als zu einer Rolle aufgewickeltes Wursthüllenbahnmaterial vor. Das Wursthüllenbahnmaterial wird von der Rolle abgezogen und dem Füllrohr zugeführt. An einer Formschulter, die auf dem Fülirohr angeordnet ist, wird das Wursthüllenbahnmaterial zu einem Schlauch um das Füllrohr herum gebogen, sodass sich dessen Längskanten um eine bestimmte Breite überlappen. Eine über dieser überlappung befindliche Siegeleinrichtung verschweißt die überlappten Bereiche des Wursthüiienbahnmateriais, sodass ein schlauchförmiges Wursthüllenmaterial gebildet wird. Ein zwischen der Siegeleinrichtung und der Auslassöffnung des Füllrohrs angeordnetes Förderwerk zieht das Wursthüllenbahnmaterial vom Vorrat durch die Formschulter und die Siegeleinrichtung ab und transportiert es weiter in Richtung der Auslassöffnung des Füllrohrs, wo es zwischen dem Förderwerk und dem austrittseitigen Ende des

Füllrohrs zu einem Vorrat gefaltet wird, von dem das schlauchförmige Wursthüllenmaterial beim Abfüllvorgang abgezogen wird.

In dem vorbekannten Verfahren wird weiterhin das Wursthüllenbahnmaterial so mit einem Flüssigrauch benetzt, dass sich dieser nach Fertigstellung des Wurst- produkts auf der Innenseite des schlauchförmiges Verpackungshüllenmaterials befindet, also in direktem Kontakt mit dem Füllgut und so im anschließenden Reifevorgang direkt auf das Füllgut einwirken kann. Diese vorgenannte Vorrichtung und das Verfahren erfordern eine in die Vorrichtung integrierte Beschich- tungs- und Trocknungsstation zum Aufbringen und Trocknen des Flüssigrauchs auf das Wursthüllenbahnmaterial.

Die vorbekannten Vorrichtung und Verfahren weisen aber Nachteile auf. So müssen die mit dem vorgefertigten schlauchförmigen Wursthüllenmaterial bestückten Füllrohre, die wegen der geringen Menge auf ihnen gespeichertem schlauchförmigen Wursthüllenmaterial sehr schnell geleert sind, in sehr kurzen Zeitabständen gegen neu befüllte Füllrohre ausgetauscht werden.

Bei Anwendung des Verfahrens, das aus der DE-Patent 196 08 001 bekannt ist, wir zwar der Abfüllgeschwindigkeit entsprechend, kontinuierlich schlauchförmiges Wursthüllenmaterial hergestellt. Jedoch kann die Beschichtung des bandförmigen Wursthüllenmaterials die Siegelfähigkeit der beschichteten Bereiche des Wursthüllenmaterials negativ beeinflussen.

Soll ein anderer Reifevorgang als der vorbeschriebene Räuchervorgang mit auf der Innenseite aufgebrachtem Flüssigrauch durchgeführt werden, wie beispielsweise ein Trocknungsvorgang oder ein Räuchervorgang in einer Räucherkammer, bei dem ein Einfluss von außen, wie Luftfeuchtigkeit, Rauch oder Umge- bungstemperatur, erforderlich ist, wird das Füllgut ungleichmäßig behandelt, da das Wursthüllenmaterial das Füllgut im Bereich der Siegelung doppellagig bedeckt, im Gegensatz zur übrigen Wursthülle, die einlagig ist. Auf diese Weise kann das Füllgut ungleichmäßig reifen, was zu geschmacklichen und optischen Beeinträchtigungen des Wurstprodukts führen kann. . . _ _

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorgenannten Nachteile zu überwinden und ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der eingangsgenannten Art zur Verfügung zu stellen, bei dem ohne zeitliche Unterbrechung, fortlaufend Wurstprodukte hergestellt werden, die einem anschließenden Reifevorgang unterzogen werden können und bei dem weiterhin eine gleichmäßige Reifung des Wurstprodukts während eines Reifevorgangs erreicht wird.

Die vorstehend genannte Aufgabe wird durch ein Verfahren entsprechen Anspruch 1 sowie eine Vorrichtung entsprechend Anspruch 4 gelöst. In den sich anschließenden Ansprüchen 2 und 3 sowie 5 und 6 finden sich vorteilhafte Aus- gestaltungen hierzu.

Es wird ein Verfahren zum Herstellen eines Wurstprodukts aus einer ein Wurstbrät aufnehmenden- Wursthülle vorgeschlagen, wobei das Wurstprodukt nach dem Abfüllen des Wurstbräts und Verschließen der Wursthülle, insbesondere vor der Weiterverarbeitung, einem Reifevorgang unterzogen wird, das die folgenden Schritte enthält:

Zuführen von unter Druck stehendem Wurstbrät zu einem Füllrohr, Herstellen eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts aus einem von einem Vorrat abgezogenen und bei Herstellung des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts Perforationen aufweisenden Wursthüllenbahnmaterial durch Formen des Bahn- materials zu einem Schlauch und unlösbares Verbinden der übereinandergeleg- ten Bahnmaterialränder miteinander, Zuführen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts zu dem Füllrohr, Verschließen des in Förderrichtung des Wurstbräts stromabwärts liegenden Endes des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts durch wenigstens einen Verschlussclip, Abfüllen des für ein Wurstpro- dukt notwendigen Volumens an Wurstbrät durch das Füllrohr in einen scniauch- förmigen und am vorderen Ende verschlossenen Wursthüllenabschnitt, - Verschließen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts mit mindestens einem zweiten Verschlussclip nach Befüllen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts mit dem notwendigen Volumen an Wurstbrät an einer Stelle in Förder- richtung des Wurstbräts stromaufwärts des in den schlauchförmigen Wursthüllenabschnitt eingefüllten Volumens an Wurstbrät, und Abtrennen der Wursthülle

des so hergestellten Wurstprodukts von dem auf dem Füllrohr befindlichen Wursthüllenabschnitt.

Erfindungsgemäß wird in diesem Verfahren weiterhin vorgeschlagen, dass der Bereich der miteinander verbundenen Ränder des Wursthüllenbahnmaterials vor dem Einfüllen des Wurstbräts perforiert wird. Die durch das Perforieren wieder hergestellte Durchlässigkeit des Wursthüllenbahnmaterial im Bereich der überlappung garantiert eine gleichmäßige Reifung des gesamten Wurstprodukts.

Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Perforieren des Wursthüllenbahnmaterials vor dem Verschweißen durchgeführt wird, beispielsweise unmittelbar vor dem For- men des Wursthüllenbahnmaterials zu einem Schlauch. Das ermöglicht die Verwendung unterschiedlicher Materialien als Wursthüllenbahnmaterial, beispielsweise auch solches mit einer geringen oder keiner Durchlässigkeit, da diese durch das Perforieren hergestellt oder verbessert wird.

Die Perforation kann ebenso bereits in das in dem Vorrat vorhandene Bahnmate- rial eingebracht worden sein. Ein Perforiervorgang, wie zuvor beschrieben, kann dann entfallen, was zu einer vereinfachten Steuerung des vorgenannten Verfahrens führt.

Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird weiterhin eine Vorrichtung zur Herstellen eines Wurstprodukts aus einer ein Wurstbrät aufnehmenden Wursthülle vorgeschlagen, wobei das Wurstprodukt nach dem Abfüllen des Wurstbräts und Verschließen der Wursthülle, insbesondere vor der Weiterverarbeitung, einem Reifevorgang unterziehbar ist und wobei die Vorrichtung enthält: ein Füiirohr zum Zuführen von unter Druck stehendem Wurstbrät, einen Vorrat an Wursthüllenbahnmaterial zur Herstellung eines schlauchförmigen Wursthüllen- materials, eine Schlauchbildungseinheit zum Erzeugen eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts aus dem Wursthüllenbahnmaterial und zum Zuführen des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts zu dem Füllrohr, eine Verbindungseinheit zum unlösbaren Verbinden der in der Schlauchbildungseinheit zur Bildung des schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts übereinander gelegten Ränder ,des_.

Wursthüllenmaterials, und eine Verschließ- und Trenneinheit zum Verschließen des vorderen und hinteren Endes des schlauchförmigen mit dem notwendigen Volumen für ein Wurstprodukt gefüllten Wursthüllenabschnitts durch jeweils mindestens einen Verschlussclip und Abtrennen des schlauchförmigen Wursthül- lenabschnitts von dem Wursthüllenbahnmaterial zur Herstellung eines einzelnen Wurstprodukts.

Bei der erfindungsgemäß Vorrichtung wird weiterhin vorgeschlagen, dass in Förderrichtung des Wurstbräts stromabwärts der Verbindungseinheit eine Perforationseinheit zum Perforieren der Verbindungsnaht vorgesehen ist. So kann eine Verbindungsnaht mit einer definierten Perforation sichergestellt werden.

In einer vorteilhaften Ausführung- ist in Förderrichtung des Wurstbräts stromaufwärts der Schlauchbildungseinheit eine Perforationseinheit zum Perforieren des Wursthüllenbahnmaterials vorgesehen. Die Perforationseinheit kann dann an jeder beliebigen Stelle zwischen dem Vorrat an Wursthüllenbahnmaterial und der Schlauchbildungseinheit angeordnet sein, wodurch beispielsweise bei einer Nachrüstung keine Platzprobleme auftreten.

In einer weiterhin vorteilhaften Ausführung ist in dem Vorrat an Wursthüllenbahnmaterial perforiertes Wursthüllenbahnmaterial vorhanden. Da das Wursthüllenbahnmaterial die Perforation also bereits enthält, kann auf das Integrieren einer Perforationseinheit in die Verpackungsvorrichtung verzichtet werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sowie Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungsfiguren näher erläutert. Die bei der Beschreibung des Ausführungsbeispiels verwendeten Begriffe „oben", „unten", „links" und „rechts" beziehen sich auf die Zeichnungsfi- guren in einer Ausrichtung mit normal lesbaren Bezugszeichen und Figurenbezeichnungen.

Dabei zeigen:

Fig. 1 : eine perspektivische Ansicht einer Anordnung zur Herstellung eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts;

Fig. 2: die Seitenansicht einer ersten Ausführung der erfindungsgemäßen Perforationseinheit mit einem Perforationsrad;

Fig. 3: die Seitenansicht einer weiteren Ausführung der erfindungsgemäßen Perforationseinheit mit einem Perforationsstempel;

Fig. 4a: die Draufsicht auf eine Verbindungsnaht eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts ohne Perforation;

Fig. 4b: die Draufsicht auf eine Verbindungsnaht eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts mit Perforation.

Fig. 1 zeigt eine Anordnung zur Herstellung eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts um ein Füllrohr R. Diese Anordnung ist Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung eines Wurstprodukts.

Die Anordnung der Fig. 1 zeigt ein im wesentlichen horizontal ausgerichtetes Füllrohr R. Unterhalb der Füllrohrs R ist ein Vorrat V an Wursthüllenbahnmaterial auf einer Rolle gespeichert. Waagerecht über dem Füllrohr R und in Füllausstoßrichtung F ausgerichtet, ist eine Verbindungseinheit angeordnet, die im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Siegeleinrichtung S mit einem Siegelbalken SB ist. In Füllausstoßrichtung F unmittelbar hinter der Siegeleinrichtung S befindet sich eine in der Fig. 1 nur schematisch und unabhängig von ihrer tatsächlichen Aus- yeäidiiUny di» KdöicPi udrycaienie rci lυi SiiυπScn ιι ICH ι , l uυ, uci cn yσi lαüc

Anordnung und Funktion im Zusammenhang mit den Fig. 2 und 3 beschrieben wird.

Stromaufwärts der Siegeleinrichtung S ist um das Füllrohr R herum eine Form- schulter U angebracht, die das Wursthüllenbahnmaterial zu einem Schlauch um das Füllrohr R herum , biegt. Das Wursthüllenbahnmaterial wird zuvor zwischen

dem Vorrat V und der Formschulter U über mehrere nicht näher bezeichnete Umlenkrollen geglättet.

Stromabwärts der Perforationseinheit 1 , 100 unmittelbar vor der Austrittsöffnung des Füllrohrs R ist eine Bremseinheit B angeordnet, die ein faltenfreies Abziehen des schlauchförmigen Wursthüllenmaterials W vom Füllrohr R gewährleisten soll.

Zwischen der Perforationseinheit 1 , 100 und der Bremseinheit B ist eine nicht- dargestellte Fördereinrichtung angeordnet, die das zu einem Schlauch geformte und gesiegelte schlauchförmige Wursthüllenmaterial W in Füllausstoßrichtung F transportiert.

Weiter stromabwärts der Perforationseinheit 1 , 100, vor der Austrittsöffnung des Füllrohrs R ist das ~ schlauchförmige Wursthüllenmaterial W gerafft und durch einen Verschlussclip C füllgutdicht einseitig verschlossen, sodass Füllgut durch das Füllrohr R in das schlauchförmige Wursthüllenmaterial W eingefüllt werden kann.

Die in Fig. 2 dargestellte Perforationseinheit 1 ist unmittelbar stromabwärts, also in Füllausstoßrichtung F, hinter der Siegeleinrichtung S über dem Füllrohr R in der in Fig. 1 ausschnittsweise gezeigten Anordnung, die Teil der Vorrichtung zur Herstellung von Wurstprodukten ist, angeordnet. Zur Vereinfachung und zur Verdeutlichung der Erfindung wird daher auf eine detaillierte Darstellung und Beschreibung der bekannten Vorrichtung verzichtet.

Das in Fig. 2 horizontal von links nach rechts ausgerichtete Füllrohr R ist an seinem rechten Ende mit einer nicht gezeigten Füllmaschine verbunden, die Füllgut in Füllausstoßrichtung F in das Füllrohr R presst, das am linken Ende des Füllrohrs R in einen um das Füllrohr R angeordneten und einseitig durch einen Verschlussclip C füllgutdicht verschlossenen schlauchförmigen Wursthüllenabschnitt austritt.

Das Wursthüllenmaterial W wird, wie bereits erwähnt, in bekannter Weise als Bahnmaterial einer Formschulter U zugeführt, die das Bahnmaterial um das Füllrohr R herum zu einem Schlauch faltet. Die sich dabei überlappenden Randbereiche des Wursthüllenmaterials W bilden die Verbindungsnaht N.

Im dargestellten Fall befindet sich die in Füllausstoßrichtung F verlaufende Verbindungsnaht N senkrecht über dem Füllrohr R und ist parallel zur Mittellängsachse des Füllrohrs R ausgerichtet. Ebenfalls senkrecht über dem Füllrohr R befindet sich die Siegeleinrichtung S. Sie ist mit einem Siegelbalken SB über der Verbindungsnaht N und parallel zu ihr angeordnet.

Die dargestellte Siegeleinrichtung S besitzt einen beheizbaren Siegelbalken SB, durch den die sich überlappenden Bereiche des Wursthüllenmaterials W miteinander verschweißt werden. Es kann aber auch eine Klebevorrichtung vorgesehen sein, die die sich überlappenden Bereiche des Wursthüllenmaterials W miteinander verklebt.

Wie weiter aus Fig. 2 zu ersehen, ist stromabwärts, unmittelbar hinter der Siegeleinrichtung S die Perforationseinheit 1 angeordnet. Die Perforationseinheit 1 weist im Ausführungsbeispiel entsprechend Fig. 2 ein Perforationsrad 10 auf. Das Perforationsrad 10, das um eine Rotationsachse 20 drehbar gelagert ist, besitzt an seinem Umfang radial nach außen gerichtete Perforationselemente 12 in Form von Spitzen. Das Perforationsrad 10 ist so ausgerichtet, dass es die Verbindungsnaht N mit seinen Spitzen 12 berührt und dabei so tief in die Verbindungsnaht N eindringt, dass diese durch die Spitzen 12 perforiert wird. Die Rotationsachse 20 des Perforationsrad 10 ist senkrecht zur Füllausstoßrichtung F angeordnet, sodass die Laufrichtung des Perforationsrades 10 in Füiiausstoßrich- tung F ausgerichtet ist.

Das Perforationsrad 10 hat eine Breite, die der Breite der Verbindungsnaht N entspricht. Das Perforationsrad 10 kann allein durch sein Eigengewicht auf die Verbindungsnaht N gedrückt werden, um eine Perforation zu erreichen. Es ist aber auch denkbar, das Perforationsrad 10 mit einer definierten Kraft._auf die

Verbindungsnaht N zu drücken, die beispielsweise über die Drehachse 20 aufgebracht werden kann.

Wird schlauchförmiges Wursthüllenmaterial W durch eine Fördereinrichtung stromabwärts der Perforationseinheit 1 transportiert, wird dadurch Wursthüllen- bahnmaterial von dem als Rolle vorhandenen Vorrat V abgezogen. Das Abziehen des schlauchförmige Wursthüllenmaterials W erfolgt üblicherweise kontinuierlich. Das Wursthüllenbahnmaterial wird dabei an der Formschulter U um das Füllrohr R herum zu einem Schlauch gebogen, wobei sich seine Längskanten um eine bestimmte Breite überlappen. Diese überlappung bildet die Verbindungsnaht N. Diese wird, während sie unter dem Siegelbalken SB der Siegeleinrichtung S hindurchgeführt wird, von dem Siegelbalken SB durch Wärmeeinwirkung unlösbar verschweißt.

Durch die überlappung und das anschließende Verschweißen wird die Perforierung des Wursthüllenbahnmaterials im Bereich der Verbindungsnaht N beein- flusst. Die Perforierung wird überdeckt oder durch den Siegelvorgang verschlossen und ist im Bereich der Verbindungsnaht N damit praktisch nicht mehr vorhanden.

Beim weiteren Abziehen des nun schlauchförmigen Wursthüllenmaterials W wird dieses unter der Perforationseinheit 1 hindurch geführt. Das auf dem Wursthül- lenmaterial W aufsitzende Perforationsrad 10 dreht sich entsprechend der Abzugsgeschwindigkeit des Wursthüllenmaterials W mit und perforiert die Verbindungsnaht N. Das Perforationsrad 10 kann dabei von dem abgezogenen Wursthüllenmaterial W mitgedreht werden. Es kann aber auch über einen eigenen Antrieb verfügen, dessen Geschwindigkeit dann auf die Abzugsgeschwindigkeit des Wursthüllenmaterials W abgestimmt werden muss.

Wie bereits eingangs erwähnt, werden unter Perforation erfindungsgemäß in dem Wursthüllenmaterial vorhandene Strukturen zur Erzeugung einer Durchlässigkeit des Wursthüllenbahnmaterial für beispielsweise Sauerstoff, Wasserdampf oder

Rauch in gasförmigem oder flüssigem Zustand verstanden, wie beispielsweise mikroskopische öffnungen.

In einem sich anschließenden Reifevorgang, der, wie eingangs erwähnt, ein Raucher- oder Trocknungsvorgang sein kann, wird so eine gleichmäßige Reifung des Wurstprodukts erreicht.

Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Perforationseinheit 100. Die Abfüllvorrichtung für das Füllgut ist identisch zu dem im Zusammenhang mit Fig. 2 beschriebenen. Im Gegensatz zu Fig. 2 weist die Perforationseineinheit 100 entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 einen Perforationsstempel 1 10 auf.

Der Perforationsstempel 110 kann einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt haben. Wichtig ist dabei, dass seine Unterkante 102 parallel zu dem Füllrohr R verläuft und senkrecht zum Füllrohr R ausgerichtete Perforationselemente 112 ebenfalls in Form von Spitzen aufweist, die so tief in die Verbindungs- naht N eindringt, dass diese durch die Spitzen 112 perforiert wird. Der Perforationsstempel 110 hat wenigstens die Breite der Verbindungsnaht N.

Der Perforationsstempel 1 10 weist weiterhin einen bekannte, nicht dargestellten Exenterantrieb auf, der ihn in eine intermittierende Bewegung zwischen zwei Umkehrpositionen versetzt, die durch den Richtungspfeil E angezeigt ist. Die untere Umkehrposition ist in Fig. 3 dargestellt. In dieser Position dringen die Spitzen 112 so tief in die Verbindungsnaht N eindringt, dass diese durch die Spitzen 1 12 perforiert wird. In der in ausreichendem Abstand senkrecht darüber liegenden Umkehrposition sind die Spitzen 112 des Perforationsstempels 100 soweit von der Verbindungsnaht N entfernt, dass die Spitzen 112 beim Weiter- transport des schlauchförmigen Wursthüllenmaterials W in Füllausstoßrichtung F die Verbindungsnaht N nicht berühren.

Die Geschwindigkeit der intermittierenden Bewegung des Perforationsstempels 110 ist so an die Abzugsgeschwindigkeit bzw. Siegelgeschwindigkeit des

schlauchförmigen Wursthüllenmaterials W angepasst, dass eine gleichmäßige Perforation erfolgt. Auch der Perforationsstempel 110 kann in Abhängigkeit von der Breite der Verbindungsnaht N und der gewünschte Perforationsdichte mehrere Reihen Spitzen 112 nebeneinander aufweisen.

5 Wie zuvor im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben, wird Wursthüllenbahnma- terial beim Abziehen von schlauchförmiges Wursthüllenmaterial W durch eine stromabwärts der Perforationseinheit 100 angeordnete Fördereinrichtung an der Formschulter U zu einem Schlauch um das Füllrohr R herumgebogen und in der Siegeleinrichtung S zu einem schlauchförmigen Wursthüllenmaterial W ver- schweißt.

Beim weiteren Abziehen passiert die Verbindungsnaht N den Perforationsstem- " ' pel 110 der Perforätionseinheit 100. Dieser bewegt sich, angetrieben durch einen nicht dargestellten Exenterantrieb, mit einer intermittierenden Bewebung senkrecht zur Füllausstoßrichtung F. Dabei perforiert er die unter ihm befindliche Verbindungsnaht N, wenn er die in Fig. 3 dargestellte untere Umkehrposition erreicht hat. Anschließend bewegt er sich senkrecht nach oben, bis die obere Umkehrposition erreicht ist, von der aus sich der Perforationsstempel 1 10 wieder in Richtung der unteren Umkehrposition bewegt.

In der Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Perforierungen, also wenn sich der Perforationsstempel 110 nach der Perforation der Verbindungsnaht N in Richtung der oberen Umkehrposition bewegt, diese erreicht und sich wieder in Richtung der unteren Umkehrposition bewegt, jedoch bevor er diese erreicht, wird eine Länge schlauchförmiges Wursthüllenmaterial W durch die Fördereinrichtung abgezogen, die der Länge des Perforationsstempel 110 entspricht. Dadurch wird eine gleichmäßige lückenlose Perforierung der Verbindungεnaht N erreicht.

Die Geschwindigkeit der intermittierenden Bewegung des Perforationsstempels 110 muss dabei auf die Abzugsgeschwindigkeit der Fördereinrichtung abgestimmt sein. . . . _

Fig. 4a zeigt die Draufsicht auf eine Verbindungsnaht N eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts direkt nach der Siegelung und noch vor der Perforierung entsprechend dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel.

Wie aus Fig. 4a zu ersehen, ist durch die Siegelung der überlappten Bereiche des Wursthüllenmaterials W, die die Verbindungsnaht N bilden, die Perforation P im Bereich der Verbindungsnaht N beeinträchtigt.

Fig. 4b zeigt die Draufsicht auf eine Verbindungsnaht N eines schlauchförmigen Wursthüllenabschnitts direkt nach der Perforierung entsprechend dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel.

Wie dort zu sehen ist, wurde die Perforation P, die zuvor durch den Siegelvorgang beeinträchtigt wurde, durch die Perforationseinheit- 1 , 100 wieder hergestellt. Die Perforation P hat im Idealfall die gleiche Perforationsdichte und damit die gleichen Eigenschaften bezüglich der Durchlässigkeit für beispielsweise Sauerstoff, Wasserdampf oder Rauch in gasförmigem oder flüssigem Zustand, wie das ungesiegelte Wursthüllenmaterial W.

Je nach Breite der Verbindungsnaht N und der gewünschten Perforationsdichte können mehrere Perforationsräder 10 nebeneinander angeordnet sein. Bei Verwendung des Perforationsstempels 110 kann dieser selbstverständlich ebenfalls mehrere Reihen Spitzen 112 aufweisen.

Der Perforationsstempel 110 kann auch durch andere Antriebe als einen Exenter betätigt werden, wie beispielsweise einen linear wirkenden hydraulischen oder pneumatischen Antrieb.

Um bei Verwendung eines Perforationsstempels 110 eine gleichmäßige Perforation P zu gewährleisten, kann das Abziehen des schlauchförmigen Wursthüllen- materials auch diskontinuierlich erfolgen.

Die Perforation P kann auch durch andere Mittel als den dargestellten Spitzen 12, 1 12 erzeugt werden, wie beispielsweise dünne Nadeln oder durch eine Behandlung der Verbindungsnaht N mit einem Laser.

Anstelle der vorbeschriebenen Siegeleinrichtung S kann auch eine Klebeeinheit vorgesehen sein, die die Verbindungsnaht N durch verkleben unlösbar verbindet.

Bezugszeichenliste

B Schlauchbremse

C Verschlussclip

E Richtung der intermittierenden Bewegung F Füllausstoßrichtung

N Verbindungsnaht

P Perforation

R Füllrohr

S Siegeleinrichtung SB Siegelbalken

V Vorrat

W Wursthüllenmaterial

1 , 100 Perforationseinheit

10 Perforationsrad 12, 112 Spitzen

20 Drehachse

102 Unterkante des Perforationsstempels

110 Perforationsstempel




 
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