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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR REDUCING CUTTINGS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/060522
Kind Code:
A1
Abstract:
A method and two devices for the reduction of cuttings are disclosed. Cutting breakers without coarse particle ejector elements are often used for reducing cuttings. Components which cause a blockage must then be laboriously removed, for example, by hand. Where a coarse particle ejector is provided, no differentiation is made between a blockage caused by solid pieces or bundles of cuttings, but, rather, both are ejected. According to the invention, a differentiation of blocking elements into categories depending upon the deceleration of the shaft (3, 17, 18), caused by the blockage is possible and each category is assigned a defined reversing process to loosen the blocking component, with an optional ejection from the reducing chamber (1, 15), by means of a coarse particle ejector (12, 32).

Inventors:
Van Loo, Joseph Hubert (Ringhof 5 Hoensbroek, NL-6432, NL)
Application Number:
PCT/EP2001/001620
Publication Date:
August 23, 2001
Filing Date:
February 14, 2001
Export Citation:
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Assignee:
MAYFRAN INTERNATIONAL B.V. (Edisonstraat 14 AA Landgraaf, NL-6370, NL)
Van Loo, Joseph Hubert (Ringhof 5 Hoensbroek, NL-6432, NL)
International Classes:
B02C18/14; B02C18/18; B02C18/22; B02C18/24; B02C23/04; B02C18/06; B02C23/00; (IPC1-7): B02C18/22; B02C18/24; B02C23/04
Attorney, Agent or Firm:
König, Werner E. (Patentanwälte König & Kollegen Habsburgerallee 23-25 Aachen, 52064, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Verfahren zum Zerkleinern von Spänen in einem Zerkleinerungsraum zwischen einer angetriebenen, in beide Richtungen drehbaren, mit Scherelementen besetzten, horizontalen Welle und zugeordneten Gegenscherelementen, wobei von oben eingegebene Späne zerkleinert und nach unten über einen Lochsiebboden ausgetragen werden und blockierende Bestandteile, die einen Wellenstillstand verursachen, nach Reversieren der Welle ausgesondert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der angetriebenen, mit Scherelementen besetzten Welle erfasst wird, dass aufgrund der erfassten Geschwindigkeit der Änderung der Belastung unter Berücksichtigung von Spanart,menge, und/odergroße das Vorliegen blockierender Bestandteile festgestellt wird und dass daraufhin die nicht zerkleinerten blockierenden Bestandteile nach ein oder mehreren Reversierungen der Welle ausgeworfen werden.
2. Verfahren zum Zerkleinern von Spänen in einem Zerkleinerungsraum nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der angetriebenen, mit Scherelementen besetzten Welle die Beschleunigung der Welle erfasst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass aufgrund des festgestellten Beschleunigungsprofils die eine Blockierung verursachenden Bestandteile in mindestens zwei Kategorien unterteilt werden, wobei die Bestandteile je nach zutreffender Kategorie mehr oder weniger häufig durch Reversieren der Welle bewegt und entweder zerkleinert weitergeführt oder unzerkleinert zurückgeworfen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kategorien nach steigender negativer Beschleunigung geordnet werden und mit steigender negativer Beschleunigung die Häufigkeit des Reversierens von Kategorie zu Kategorie sinkt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung einer negativen Wellenbeschleunigung die Drehzahländerung des Antriebs gemessen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass während des Reversierens der Welle die Drehgeschwindigkeit niedriger als die normale Drehgeschwindigkeit eingestellt wird.
7. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der vorhergegangenen Ansprüche zum Zerkleinern von Spänen in einem Zerkleinerungsraum (1) mit einer mittels Antrieb (5) und Steuerung in beide Richtungen drehbaren, mit Scherelementen (4) besetzten, horizontalen Welle (3), mit dieser Welle (3) zugeordneten Gegenscherelementen (8,11) und mit einem der Wellenform angepassten, gewölbten Lochsiebboden (14), dadurch gekennzeichnet, dass an den parallel zur Wellenachse liegenden Wandungen (7,10) des Zerkleinerungsraums (1) ein zu öffnendes Grobteilauswurfelement (12) angebracht ist, dass die Gegenscherelemente (8,11) an parallel zur Wellenachse liegenden Wandungen (7,10) des Zerkleinerungsraumes (1) in zwei Reihen angeordnet sind, dass eine Steuerung für das Grobteilauswurfelement (12) vorgesehen ist, dass die Steuerungen von Welle (3) und Grobteilauswurfelement (12) untereinander vernetzt sind, dass zur Erfassung der Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der Welle (3) eine die negativen Beschleunigungen der Welle (3) erfassende Steuerung für das Grobteilauswurfelement (12) vorgesehen ist, und dass in Abhängigkeit von der jeweiligen negativen Beschleunigung eine variable Anzahl an Reversiervorgängen bei geschlossenem und/oder geöffnetem Grobteilauswurfelement (12) programmierbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die negativen Beschleunigungen der Welle über die Erfassung von Messwerten am Antrieb (5) ermittelbar sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Scherreihen (11) auf Höhe der Wellenachse oder tiefer, d. h. unterhalb der Öffnung des Grobteilauswurfelements (12), liegt und die andere Scherreihe (8) an der gegenüberliegenden Wandung (7) oberhalb der Wellenachse angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die tiefer liegende Scherreihe (11) die untere Begrenzung des Grobteilauswurfelements (12) ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Scherreihen (8,11) an den Wandungen (7,10) mit einem Gefälle zum Grobteilauswurfelement (12) hin montiert sind.
12. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zum Zerkleinern von Spänen in einem Zerkleinerungsraum (15) mit einer mittels Antrieb (30) und Steuerung in beide Richtungen drehbaren, mit Scherelementen (19) besetzten, horizontalen Welle (17) und auf einer zugeordneten gleichartigen Gegenwelle (18) angeordneten Gegenscherelementen (19') und einem passend zu Welle (17) und Gegenwelle (18) gewölbten Lochsiebboden (22), dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer der parallel zur Wellenachse liegenden Wandungen (28,29) des Zerkleinerungsraums (15) ein zu öffnendes Grobteilauswurfelement (32) angebracht ist, dass zur Erfassung der Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der angetriebenen Welle (n) (17,18) eine die negativen Beschleunigungen mindestens einer der Wellen (17,18) erfassende Steuerung für das Grobteilauswurfelement (32) vorgesehen ist, dass die Steuerungen von Welle (17), Gegenwelle (18) und Grobteilauswurfelement (32) untereinander vernetzt sind und dass in Abhängigkeit von der jeweiligen negativen Beschleunigung eine variable Anzahl an Reversiervorgängen bei geschlossenem und/oder geöffnetem Grobteilauswurfelement (32) programmierbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die negativen Beschleunigungen mindestens einer der Wellen über die Erfassung von Messwerten am Antrieb (30) ermittelbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (17) gegenüber der Gegenwelle (18) erhöht gelagert und ein Grobteilauswurfelement (32) an der der Gegenwelle (18) zugewandten Wandung angebracht ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet. dass die Vorrichtung mit einem Neigungswinkel um eine oder zwei Achsen aufzustellen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Neigungswinkel bzw. beide Neigungswinkel individuell einstellbar ist (sind).
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet. dass die Scherelemente (4 ; 19) und/oder Gegenscherelemente (19') einzeln auf der Welle (3 ; 17,18) zu befestigen sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Scherelemente (4 ; 19) und/oder Gegenscherelemente (19') auf einer Welle (3 ; 17, 18) unterschiedlich ausgebildet sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 18, dadurch gekennzeichnet. dass als Antrieb (5 ; 30) ein Elektrooder Hydraulikmotor vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der negativen Wellenbeschleunigung ein Impulsaufnehmer zur Drehzahlmessung an einem Elektromotor (5 ; 30) vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Impulsaufnehmer eine rotorförmige Signaldisk (36) mit einem Näherungsschalter (39) ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der negativen Wellenbeschleunigung der Anstieg des Stromes an einem Elektromotor (5 ; 30) zu messen ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 19, ddurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der negativen Wellenbeschleunigung eine Volumenstromoder Drehzahlmessung an einem Hydraulikmotor vorgesehen ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Grobteilauswurfelement (12 ; 32) mit einem Sensor zum Erfassen von passierenden Grobteilen ausgerüstet ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor ein optischer Sensor ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Grobteilauswurfelement eine mittels Pneumatik oder Hydraulik zu öffnende Klappe ist.
Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern von Spänen Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zerkleinern von Spänen in einem Zerkleinerungsraum zwischen einer angetriebenen, in beide Richtungen drehbaren, mit Scherelementen besetzten, horizontalen Welle und zugeordneten Gegenscherelementen, wobei von oben eingegebene Späne zerkleinert und nach unten über einen Lochsiebboden ausgetragen werden und blockierende Bestandteile, die einen Wellenstillstand verursachen, nach Reversieren der Welle ausgesondert werden. Die Erfindung betrifft des Weiteren zwei Vorrichtungen zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Die Zerkleinerung von Spänen in Horizontalspänebrechern ist aus der DE 94 18 904 U1 bekannt.

Hierbei werden Späne, die bei der Bearbeitung von Werkstücken aus Metall, Kunststoff oder Holz anfallen, in einem Zerkleinerungsraum zwischen zwei elektrisch angetriebenen Wellen, deren Schermesser beim Rotieren ineinandergreifen, zerkleinert und über ein Lochblech ausgetragen. Wenn ein Grobteil zwischen den beiden Wellen hängenbleibt und somit einen Stillstand der Wellen hervorruft, dann können die Wellen mittels einer entsprechenden Steuerung in entgegengesetzter Drehrichtung bewegt werden.. Im allgemeinen kann dann ein blockierendes Grobteil von Hand oder bei magnetischen Teilen mittels Magneten aus dem Zerkleinerungsraum entnommen werden. Jedesmal kommt es bei der Entnahme von Grobteilen zu Stillständen und somit verminderten Durchsatzleistungen. Zudem ist hierzu der Einsatz von Personal notwendig.

Aus der EP 0 717 663 B l ist ein Vertikalspänebrecher für Stahl-oder Metallspäne mit einem Grobteilauswurfelement bekannt. Dieser Einwellenbrecher besteht aus einem Aufnahmetrichter und einem sich nach unten anschließenden Mahltrichter mit umfangsverteilt angeordneten Reissblöcken, an deren Reisskanten die an einem rotierenden Messerkopf angebrachten Reissmesser vorbei bewegbar sind. Unterhalb des Mahltrichters schließt sich ein Mahlwerk an.

Im unteren Bereich des Mahltrichters ist ein mittels eines kraftangetriebenen Kanalschiebers zu öffnender Auswurfkanal für Grobteile vorgesehen. Wenn sich nun ein Grobteil zwischen dem Spänematerial befindet, dann liegt dieses auf dem Mahlwerk und wird vom Messerkopf zusammen mit den Spänen solange rotierend bewegt, bis es zu einer Blockierung des

Messerkopfes kommt. Zur Behebung der Blockade wird ein Langsam-Reversiervorgang eingeleitet und das Grobteilauswurfelement geöffnet, damit die Störelemente vom Messerkopf zum Auswurf hin und durch diesen hindurch transportiert werden können.

Nachteilig an dieser Ausführung ist, dass sie nicht für Horizontalspänebrecher einsetzbar ist.

Zudem wird hier bei einer Beeinträchtigung der Drehbewegung des Messerkopfes nicht zwischen dichten Spanbüscheln und Grobteilen bzw. Kombinationen der beiden unterschieden.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass oftmals auch dichte Spanbüschel zu einer Blockade führen können. Diese Büschel werden hier ebenfalls über den Auswurf entfernt und somit dem Zerkleinerungsvorgang entzogen.

Die Aufgabe der vorstehenden Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren und zwei Vorrichtungen der eingangs erwähnten Art zur Verfügung zu stellen, wobei ein Horizontalspänebrecher vorgesehen ist, der die blockierenden Bestandteile nach Gruppen, z. B. dichte Spanbüschel, reine Grobteile, unterscheidet und jeder Gruppe einen definierten Reversiervorgang und gegebenenfalls einen Austragen aus dem Zerkleinerungsraum über ein Grobteilauswurfelement zuordnet.

Erfindungsgemäß ist zur Lösung der Aufgabe ein Verfahren vorgesehen, bei dem die Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der angetriebenen, mit Scherelementen besetzten Welle erfasst wird., wobei aufgrund der erfassten Geschwindigkeit der Änderung der Belastung unter Berücksichtigung von Spanart,-menge, und/oder-große das Vorliegen blockierender Bestandteile festgestellt wird und daraufhin die nicht zerkleinerten blockierenden Bestandteile nach ein oder mehreren Reversierungen der Welle ausgeworfen werden.

Bei der Erfassung der Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der mit Scherelementen besetzten Welle durch blockierende Bestandteile zeigt sich, dass jede Bestandteilart eine unterschiedliche Geschwindigkeit der Änderung der Belastung bewirkt. Harte, einstückige Grobteile, z. B. Bruchstücke von spanend bearbeiteten Werkstücken, erzeugen eine hohe Geschwindigkeit der Änderung der Belastung. Sehr dichte Spanbüschel bewirken eine niedrigere Geschwindigkeit der Änderung der Belastung. Für weniger dichte Spanbüschel ist der Wert nochmals geringer. Dabei gilt es auch auf die verschiedenen Spanparameter zu achten, da Späne in Abhängigkeit von z. B. dem Herstellungsmaterial unterschiedlich leicht brechen. Liegt nun eine Betriebsstörung durch ein blockierendes Teil vor, so kann dieses automatisch durch ein oder mehrere Reversiervorgänge über ein Grobteilauswurfelement ausgetragen werden. Ein

Eingreifen des Betreibers ist nicht vonnöten. Der Zerkleinerungsvorgang wird nach dem Entfernen wieder fortgesetzt. Für Ausführungen bei denen die Gegenscherelemente auf einer zweiten Welle angebracht sind, kann es von Vorteil sein, die Steuerungen von Welle und Gegenwelle derart zu programmieren, dass beim Reversiervorgang eine Welle stillsteht oder deutlich langsamer als die andere Welle reversiert. Dadurch wird einem Herausschleudern der vormals blockierenden Bestandteile entgegengewirkt. Zudem ist es bei einem derartigen Bewegungsablauf wahrscheinlicher, dass die blockierenden Bestandteile eher durch die schnellere Welle mitgenommen werden und somit zur gleichen Seite des Zerkleinerungsraums hingetragen werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann in vorteilhafter Weise so ausgeführt werden, dass zur Erfassung der Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der angetriebenen, mit Scherelementen besetzten Welle die Beschleunigung der Welle erfasst wird. Harte, einstückige Grobteile, z. B. Bruchstücke von spanend bearbeiteten Werkstücken, erzeugen eine hohe negative Beschleunigung. Sehr dichte Spanbüschel bewirken eine niedrigere negative Beschleunigung.

Für weniger dichte Spanbüschel ist der Wert nochmals geringer. Selbstverständlich kann die Geschwindigkeit der Änderung der Belastung auch z. B. über die Änderung des Drehmomentes der Welle mittels Dehnmessstreifen erfasst werden. In Abhängigkeit von der Last würde hierbei die Geschwindigkeit der Verformung der Welle variieren. Auch sind Erschütterungsmessgeräte vorstellbar, da eine Blockade durch Grobteile eine höhere Erschütterung hervorrufen würde als dichte Spanbüschel.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann so ausgeführt werden, dass aufgrund des festgestellten Beschleunigungsprofils die eine Blockierung verursachenden Bestandteile in mindestens zwei Kategorien unterteilt werden, wobei die Bestandteile je nach zutreffender Kategorie mehr oder weniger häufig durch Reversieren der Welle bewegt und entweder zerkleinert weitergeführt oder unzerkleinert zurückgeworfen werden.

Ein Unterteilen in Kategorien erlaubt bei blockierenden Bestandteilen für jede Bestandteilart einen optimierten Programmablauf zu gestalten. So werden verdichtete Spanbüschel, die eine Blockierung hervorrufen, aufgrund der durch sie verursachten, relativ niedrigen negativen Beschleunigung als solche erkannt. Es kann ein lang andauerndes wiederholtes Reversieren bei geschlossenem Grobteilauswurfelement folgen, wodurch das verdichtete Spanbüschel zerkleinert werden soll. Am Ende des Reversiervorgangs können noch bestehende dichte Büschelreste über

das zu öffnende Grobteilauswurfelement ausgetragen werden. Eine weitere Kategorie bilden blockierende Grobteile. Grobteile können z. B. Bruchteile von spanend bearbeiteten Werkstücken oder Schrauben sein. Diese Grobteile bewirken bei einer Blockade abrupt eine hohe negative Beschleunigung. Da ein Zerkleinem derartiger Bestandteile durch die Scherelemente nicht möglich ist, wird ein kurzer Reversiervorgang bei geöffnetem Grobteilauswurfelement eingeleitet, um das Grobteil schnellstmöglich auszuwerfen.

Es kann vorteilhaft sein, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Kategorien nach steigender negativer Beschleunigung anzuordnen, wobei mit steigender negativer Beschleunigung die Häufigkeit des Reversierens von Kategorie zu Kategorie sinkt. Je fester ein blockierender Bestandteil ist, desto höher wird die negative Beschleunigung bei einer Blockade sein und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit diesen Bestandteil durch häufiges Reversieren zu zerkleinern und die Blockade zu beenden. Daher ist es sinnvoll, bei festen Gegenständen zur Beendigung der Blockade kurz zu reversieren und anschließend den Bestandteil über das Grobteilauswurfelement auszusortieren, so dass die Spänezerkleinerung unverzüglich weitergehen kann.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann vorteilhaft auch so ausgeführt werden, dass zur Erfassung einer negativen Wellenbeschleunigung die Drehzahländerung des Antriebs gemessen wird. Durch Erfassung der negativen Wellenbeschleunigung über die Drehzahländerung des Antriebs erübrigt sich eine direkte Erfassung an der Welle. Eine Erfassung an der Welle wäre nur aufwendig zu verwirklichen. Z. B. müsste ein Sensor vor Verunreinigung durch anhaftende oder ins Gehäuse eindringende Spanstäube geschützt werden. Ein optischer Sensor wäre aufgrund der zu zerkleinernden Späne nicht einzusetzen.

Schließlich kann das erfindungsgemäße Verfahren auch so ausgeführt werden, dass während des Reversierens der Welle die Drehgeschwindigkeit niedriger als die normale Drehgeschwindigkeit eingestellt wird. Ein Herabsenken der Geschwindigkeit beim Reversieren verhindert, dass blockierende Bestandteile abrupt gelöst und im Zerkleinerungsraum herumgeschleudert werden.

Statt dessen gilt es das blockierende Bestandteil vorsichtig zu lösen und durch Reversieren über die Welle hinweg zu dem Grobteilauswurfelement zu tragen.

Die vorgenannte Aufgabe wird bei einer ersten Vorrichtung zum Zerkleinern von Spänen, welche mit einer in einem Zerkleinerungsraum angeordneten, mittels Antrieb und Steuerung in beide Richtungen drehbaren, mit Scherelementen besetzten, horizontalen Welle, mit dieser Welle zugeordneten Gegenscherelementen und mit einem der Wellenform angepassten, gewölbten

Lochsiebboden ausgestattet ist, dadurch gelöst, dass an den parallel zur Wellenachse liegenden Wandungen des Zerkleinerungsraums ein zu öffnendes Grobteilauswurfelement angebracht ist und die Gegenscherelemente an parallel zur Wellenachse liegenden Wandungen des Zerkleinerungsraumes in zwei Reihen angeordnet sind. Zudem ist eine Steuerung für das Grobteilauswurfelement vorgesehen, wobei die Steuerungen von Welle und Grobteilauswurfelement untereinander vernetzt sind. Des Weiteren ist zur Erfassung der Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der Welle eine die negativen Beschleunigungen der Welle erfassende Steuerung für das Grobteilauswurfelement vorgesehen und in Abhängigkeit von der jeweiligen negativen Beschleunigung eine variable Anzahl an Reversiervorgängen bei geschlossenem und/oder geöffnetem Grobteilauswurfelement programmierbar.

Der erfindungsgemäße erste Vorrichtung, d. h. der horizontale Einwellenbrecher, ermöglicht einen nahezu reibungslosen Ablauf des Zerkleinerungsvorgangs. Es findet eine Trennung von Hartteilen und Spänen statt. Ein Austragen von Spänen über das Grobteilauswurfelement wird weitestgehend vermieden. Die Stillstandszeiten werden kürzer und eine Abnutzung der Scherelemente verringert. Die Vorrichtung arbeitet automatisch, was den Bedarf an Arbeitskräften verringert. Die Vorrichtung kann einfach und preiswert hergestellt werden. Es ist möglich, bestehende Brecher entsprechend nachzurüsten, bzw. bei der Herstellung neuer Brecher weitestgehend auf bereits vorhandene Module zurückzugreifen. So ist als Grobteilauswurfelement z. B. eine einfache Klappe, die nach außen zu öffnen ist, vorstellbar. Es kann sich aber auch um eine seitlich zu verschiebende Tür handeln.

Es kann vorteilhaft sein, die erfindungsgemäße erste Vorrichtung so auszubilden, dass die negativen Beschleunigungen der Welle über die Erfassung von Messwerten am Antrieb ermittelbar sind. Der Antrieb eines Spänebrechers ist normalerweise außerhalb des Spänebrechers angeordnet, so dass dort eine Messvorrichtung staubfrei untergebracht und einfach gewartet werden kann.

Es kann vorteilhaft sein, die erfindungsgemäße erste Vorrichtung so auszubilden, dass eine der Scherreihen auf Höhe der Wellenachse oder tiefer, d. h. unterhalb der Öffnung des Grobteilauswurfelements, liegt und die andere Scherreihe an der gegenüberliegenden Wandung oberhalb der Wellenachse angeordnet ist. Bleibt ein Bestandteil zwischen der tieferen Scherreihe und der Welle hängen, so kann ein einmaliges Reversieren diesen Bestandteil lockern und direkt an die Öffnung in der Wandung bewegen, wodurch er den Zerkleinerungsraum verlässt. An der

gegenüberliegenden Seite gilt es die Scherreihe höher anzubringen, damit ein blockierender Bestandteil, der zum Grobteilauswurfelement hin transportiert werden muss, leichter über die Welle hinweg transportiert werden kann.

Weiterhin kann es vorteilhaft sein, die erfindungsgemäße erste Vorrichtung derart auszubilden, dass die tiefer liegende Scherreihe die untere Begrenzung des Grobteilauswurfelements ist.

Durch eine derartige Ausführungsform ist ein blockierender Bestandteil bereits nächstmöglich am Grobteilauswurfelement. Ein kurzes Reversieren reicht aus, um diesen Bestandteil zu lockern und sofort auszusondem.

Vorteilhaft kann die erfindungsgemäße erste Vorrichtung derart ausgebildet sein, dass die Scherreihen an den Wandungen mit einem Gefälle zum Grobteilauswurfelement hin montiert sind. Ein derartiges Gefälle erleichtert beim Reversieren den Transport von blockierenden Bestandteilen zum Grobteilauswurfelement hin und durch dieses hindurch.

Die vorgenannte Aufgabe wird bei einer zweiten Vorrichtung zum Zerkleinem von Spänen, welche mit einer in einem Zerkleinerungsraum angeordneten, mittels Antrieb und Steuerung in beide Richtungen drehbaren, mit Scherelementen besetzten, horizontalen Welle und auf einer zugeordneten gleichartigen Gegenwelle angeordneten Gegenscherelementen und einem passend zur Welle und Gegenwelle gewölbten Lochsiebboden ausgestattet ist dadurch gelöst, dass an mindestens einer der parallel zur Wellenachse liegenden Wandungen des Zerkleinerungsraums ein zu öffnendes Grobteilauswurfelement angebracht ist. Des Weiteren ist zur Erfassung der Geschwindigkeit der Änderung der Belastung der angetriebenen Welle (n) eine die negativen Beschleunigungen mindestens einer der Wellen erfassende Steuerung für das Grobteilauswurfelement vorgesehen, wobei die Steuerungen von Welle, Gegenwelle und Grobteilauswurfelement untereinander vemetzt sind ; dabei ist in Abhängigkeit von der jeweiligen negativen Beschleunigung eine variable Anzahl an Reversiervorgängen bei geschlossenem und/oder geöffnetem Grobteilauswurfelement programmierbar.

Die zweite erfindungsgemäße Vorrichtung, d. h. der horizontale Zweiwellenbrecher, ermöglicht einen reibungslosen Ablauf des Zerkleinerungsvorgangs. Es findet genau wie der ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung, d. h. bei dem Einwellenbrecher, eine nahezu reine Trennung von Hartteilen und Spänen statt, wobei ein Austragen von Spänen über das Grobteilauswurfelement weitestgehend vermieden wird. Die Stillstandszeiten werden kürzer und eine Abnutzung der Scherwellen verringert. Auch diese Vorrichtung arbeitet automatisch und

kann einfach und preiswert hergestellt werden. Es ist möglich, bestehende Zweiwellenbrecher entsprechend nachzurüsten, bzw. bei der Herstellung neuer Brecher weitestgehend auf bereits vorhandene Module zurückzugreifen. Es können ein oder zwei Grobteilauswurfelemente z. B. in Form von Klappen oder Schiebetüren vorgesehen sein.

Es kann vorteilhaft sein, die erfindungsgemäße zweite Vorrichtung, d. h. den Zweiwellenspänebrecher, derart auszubilden, dass die negativen Beschleunigungen mindestens einer der Wellen über die Erfassung von Messwerten am Antrieb ermittelbar sind. Der Antrieb eines Spänebrechers ist normalerweise außerhalb des Spänebrechers angeordnet, so dass dort eine Messvorrichtung staubfrei untergebracht und einfach gewartet werden kann.

Es kann vorteilhaft sein, die erfindungsgemäße zweite Vorrichtung, d. h. den Zweiwellenspänebrecher, derart auszubilden, dass die Welle gegenüber der Gegenwelle erhöht gelagert und ein Grobteilauswurfelement an der der Gegenwelle zugewandten Wandung angebracht ist. Durch die erhöhte Lagerung der Welle werden die vormals blockierenden Bestandteile eher von der tiefer gelagerten Gegenwelle zum Grobteilauswurfelement hin getragen. Dadurch verringert sich die Anzahl der benötigten Reversierungen, zudem kann auf ein zweites Grobteilauswurfelement verzichtet werden.

Zudem kann es vorteilhaft sein, beide erfindungsgemäßen Vorrichtungen, d. h. den Einwellen- bzw. den Zweiwellenbrecher, derart auszubilden, dass die Vorrichtung mit einem Neigungswinkel um eine oder zwei Achsen aufgestellt ist. Dabei kann es weiterhin vorteilhaft sein, dass der eine bzw. beide Neigungswinkel individuell einstellbar ist (sind). Bei einer Ausführungsform, bei der z. B. die Drehachse der Neigung parallel zu den Drehachsen der Wellen ausgebildet ist, kann das Auswerfen von Grobteilen durch eine Schräglage der Vorrichtung zum Grobteilauswurfelement hin deutlich vereinfacht werden.

Weiterhin kann es für beide erfindungsgemäßen Vorrichtungen vorteilhaft sein, die Scherelemente und/oder Gegenscherelemente einzeln auf der Welle zu befestigen. Bei der Zerkleinerung von Spänen kommt es zu einer unregelmäßigen Abnutzung der (Gegen-) Scherelemente. Manche (Gegen-) Scherelemente sind schneller abgenutzt als andere. Diese (Gegen-) Scherelemente können nun einzeln entnommen und erneuert werden.

Auch kann es für beiden erfindungsgemäßen Vorrichtungen vorteilhaft sein, die Scherelemente und/oder Gegenscherelemente auf einer Welle unterschiedlich auszubilden. So kann eine Welle,

bzw. können beide Wellen mit unterschiedlich scharfen (Gegen-) Scherelementen bestückt sein.

Die schärfere (Gegen-) Scherelemente können an den Bereichen stärkerer Beanspruchung angeordnet sein. Bei einer Anordnung mit in Gravitationsrichtung leicht geneigter Wellenachse ist es z. B. sinnvoll, vom höheren Wellenende zum niederen Wellenende hin zunehmend schärfere (Gegen-) Scherelemente anzubringen.

Vorteilhaft können beide Vorrichtungen mit einem Antrieb in Form eines Elektro-oder Hydraulikmotors ausgestattet sein.

Es kann für beide Vorrichtungen vorteilhaft sein, soweit sie mit einem Elektromotor versehen sind, zur Erfassung der negativen Wellenbeschleunigung einen Impulsauffiehmer zur Drehzahlmessung an dem Elektromotor vorzusehen. Dabei kann als Impulsaufnehmer eine rotorförmige Signaldisk mit Näherungsschalter eingesetzt sein. Durch Erfassung der negativen Wellenbeschleunigung über die Drehzahländerung des Antriebs erübrigt sich eine direkte Registrierung an der Welle, was auch nur aufwendig zu verwirklichen wäre.

Weiterhin kann für beide Vorrichtungen vorteilhaft sein, soweit sie mit einem Elektromotor versehen sind, die negative Wellenbeschleunigung über den Anstieg des Stromes zu messen.

Auch kann für beide Vorrichtung vorteilhaft sein, soweit sie mit einem Hydraulikmotor versehen sind, die negative Wellenbeschleunigung über eine Volumenstrom-oder Drehzahlmessung zu erfassen.

Weiterhin kann es vorteilhaft sein, die erfindungsgemäßen Vorrichtungen derart auszubilden, dass das Grobteilauswurfelement mit einem Sensor zum Erfassen von passierenden Grobteilen ausgerüstet ist. Dabei kann es sich um einem optischen Sensor handeln. Passiert ein Bestandteil das Grobteilauswurfelement, so wird direkt danach das Grobteilauswurfelement verschlossen und der Reversiervorgang beendet.

Vorteilhaft können die erfindungsgemäßen Vorrichtungen derart ausgebildet sein, dass das Grobteilauswurfelement eine mittels Pneumatik oder Hydraulik zu öffnende Klappe ist. Derartig betriebene Klappen sind bereits aus anderen Bereichen bekannt und bewährt. Ein Auswurfelement in Form einer Klappe ist einfach und kostengünstig herzustellen. Diese Ausführungsform ist zudem robust genug gegenüber der täglichen Beanspruchung beim Zerkleinerungsvorgang.

Vorteilhafte Ausführungs-bzw. Ausbildungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der erfindungsgemäßen horizontalen Ein-und Zweiwellenbrecher sind im Folgenden anhand mehrerer Figuren dargestellt.

Es zeigt : Figur 1 : eine schematische Aufsicht auf einen Einwellenspänebrecher Figur 2 : einen Schnitt B-B aus Figur 1 durch einen Einwellenspänebrecher mit geschlossenem Grobteilauswurfelement Figur 3 : einen Schnitt B-B aus Figur 1 durch einen Einwellenspänebrecher mit geöffnetem Grobteilauswurfelement Figur 4 : eine Aufsicht auf einen Zweiwellenspänebrecher mit geschlossenem Grobteilauswurfelement Figur 5 : einen Schnitt durch einen Zweiwellenspänebrecher mit geschlossenem Grobteilauswurfelement und zwei auf gleichem Niveau angeordneten Wellen Figur 6 : einen Schnitt durch einen Zweiwellenspänebrecher mit geschlossenem Grobteilauswurfelement und zwei auf unterschiedlichem Niveau angeordneten Wellen Figur 7 : Ansicht eines geneigten Zweiwellenspänebrechers, wobei die Drehachse der Neigung parallel zu den Drehachse der Wellen ist Figur 8 : Ansicht eines geneigten Zweiwellenspänebrechers wobei die Drehachse der Neigung normal zu den Drehachsen der Wellen verläuft Figur 9 : eine schematische Aufsicht auf einen elektrischen Antrieb In Figur 1 ist ein Einwellenspänebrecher mit einem Zerkleinerungsraum 1 und einer Auswurfkammer 2 dargestellt. In dem Zerkleinerungsraum 1 ist eine horizontale Scherwelle 3 mit einer Vielzahl an Scherelementen 4 angeordnet, die von einem elektrischen Antrieb 5 angetrieben wird und mit einer hier nicht dargestellten Steuerung versehen ist. Eines der Scherelemente 4 ist detailliert, die anderen sind schematisch dargestellt. Die Scherelemente 4 sind einzeln in Reihen überwiegend parallel zur Scherwellenachse mit Abstand zueinander auf der Scherwelle 3 angeschraubt. Jedes Scherelement 4 kann mit einem oder mehreren Schermessern unterschiedlichster Gestaltung ausgestattet sein. In der hier vorliegenden Ausführung ist das Scherelement 4 mit einem einzelnen Schermesser 6 einstückig ausgebildet.

Dabei wurde das Schermesser 6 in das Scherelement eingefräst. Das Schermesser 6 liegt überwiegend quer zur Scherwellenachse.

An der Wandung 7 ist ein Gegenscherelement in Form einer Scherreihe 8 mit Scherzähnen 9 verschraubt. Diese Scherreihe 8 ist oberhalb der Scherwellenachse mit einer Neigung zur Scherwellenachse hin ausgerichtet. Auf der gegenüberliegenden Wandung 10, die in den Figuren 2 und 3 dargestellt ist, ist auf Höhe der Scherwellenachse eine weitere Scherreihe 11 verschraubt. Sie bildet die untere Begrenzung eines nach außen klappbaren Grobteilauswurfelementes in Form einer Auswurfklappe 12. Diese Scherreihe 11 ist zur Auswurfkammer 2 hin mit einer Neigung nach unten angebracht. Beim Drehen der Scherwelle 3 greifen die Schermesser 6 der Scherwelle 3 zwischen die Scherzähne 9 der beiden Scherreihen 8,11. Die Scherzähne innerhalb einer Scherreihe können unterschiedlich ausgebildet sein. Sie können z. B. in Form, Härte und Schärfe variieren. Je nach dem wie passend die Schermesser 6 in die Bereiche zwischen die Scherzähne 9 eingreifen, tritt an die Stelle einer scherenden Beanspruchung der Späne eine schneidende Beanspruchung.

Die Auswurfklappe 12 kann über eine Hebelvorrichtung 13 zur Auswurfkammer 2 hin geöffnet werden. Sie ist während des normalen Zerkleinerungsvorgangs geschlossen. Die hier nicht dargestellte Steuerung der Auswurfklappe 12 ist mit der Steuerung der Scherwelle 3 vernetzt.

Hier nicht dargestellt ist ein unterhalb der Scherwelle 3 angeordneter, konkav gewölbter Lochsiebboden 14. Dieser Lochsiebboden 14 ist den Figuren 2 und 3 zu entnehmen.

Werden nun von oben zu zerkleinernde Späne, z. B. metallische Späne, in den Zerkleinerungsraum 1 gegeben, so werden diese von der sich drehenden Scherwelle 3 ergriffen, zu der Scherreihe 8 bewegt, zwischen den Scherelementen 4 der Scherwelle 3 und der Scherreihe 8 zerkleinert und zum Lochsiebboden 14 hin getragen. Die Späne, die bereits klein genug sind, fallen durch den Lochsiebboden 14 hindurch. Größere Späne werden zwischen Scherwelle 3 und Lochsiebboden 14 scherend beansprucht und zum Teil durch den Lochsiebboden 14 ausgetragen oder von der Scherwelle 3 mitgenommen. Zwischen der Scherreihe 11 und der 3 werden die mitgenommenen Späne nochmals zerkleinert und wieder zum Ausgangspunkt transportiert. Dort treffen diese Späne auf neue, noch unzerkleinerte Späne und werden mit diesen erneut zur ersten Scherreihe 8 transportiert und wiederum zerkleinert.

Häufig geschieht es, dass die zu zerkleinernden Späne mit Grobteilen versetzt sind. Das können z. B. Bruchstücke von spanend bearbeiteten Werkstücken sein. Gelangt ein solches Teil nun in

dem Zerkleinerungsraum 1 zwischen Scherwelle 3 und Scherreihe 8, so wird die 3 umgehend blockiert. Auch verdichtete Spanbüschel können ein Blockieren der Scherwelle 3 bewirken, jedoch ist hierbei die erzeugte negative Beschleunigung der Scherwelle 3 geringer als bei Grobteilen.

Die negative Beschleunigung der Scherwelle 3 wird von der Scherwellensteuerung z. B. über Drehzahlmessungen am elektrischen Antrieb 5 erfaßt. Die Vorrichtungsteile zur Drehzahlmessung sind in Fig. 9 dargestellt. Je nach Stärke der negativen Beschleunigung und in Abhängigkeit von der Spanart,-große und-menge beginnt ein programmiertes Reversier-und Auswurfprogramm. Dabei ist die Drehgeschwindigkeit der Scherwelle 3 beim Reversieren gegenüber der normalen Drehgeschwindigkeit deutlich herabgesetzt.

Für Blockaden durch dichte Spanbüschel wird beispielsweise ein Reversiervorgang von 20 Reversierschritten bei geschlossener Auswurfklappe 12 eingestellt. Diese Anzahl sollte ausreichend hoch gewählt werden, damit die verdichteten Spanbüschel doch noch zerkleinert werden können. Wird die vorgegebene Anzahl an Reversierschritten überschritten, so kann die Auswurfklappe 12 geöffnet und ein u. U. noch vorhandener unzerkleinerter Bestandteil über die nochmals reversierende Scherwelle 3 hinweg ausgetragen werden.

Bei harten Grobteilen, die bei Blockaden eine hohe negative Beschleunigung der Scherwelle 3 hervorrufen wird ein kurzes, z. B. 3-4maliges Reversieren der Scherwelle 3 bei geöffneter Auswurfklappe 12 durchgeführt. Das Grobteil kann dadurch sofort ausgesondert werden.

Anschließend wird die Auswurfklappe 12 wieder verschlossen und die Scherwelle 3 nimmt ihre normale Drehrichtung und-geschwindigkeit wieder auf.

In den Figuren 2 und 3 ist jeweils ein Schnitt B-B durch den Einwellenspänebrecher aus Figur 1 mit geschlossener und mit geöffneter Auswurfklappe 12 dargestellt. Auf der Scherwelle 3 sind mit gleichbleibendem Abstand Scherelemente 4 mit jeweils einem Schermesser 6 angebracht.

Diese Schermesser können unterschiedlich scharf ausgebildet sein. Zu beiden Seiten der Scherwelle 3 ist jeweils eine Scherreihe 8,11 verschraubt. Die Scherzähne 9 der Scherreihen 8,11 greifen zwischen die Schermesser 6 der Scherwelle 3. Die Scherzähne 9 können innerhalb einer Scherreihe 8,11 unterschiedlich scharf ausgebildet sein. Unterhalb der Scherwelle 3 ist ein konkav gewölbter Lochsiebboden 14 angeordnet. Die tiefer angeordnete Scherreihe 11 bildet die untere Begrenzung der Auswurfklappe 12. Diese Auswurfklappe 12 kann hydraulisch oder pneumatisch mittels einer hier nicht dargestellten Hebelvorrichtung 13 in einen Auswurfraum 2

hineingeklappt werden und gibt somit in der Zerkleinerungsraumwandung 10 einen Durchlaß frei.

In den Figuren 4 und 5 sind eine Aufsicht auf und ein Schnitt durch einen Zweiwellenspänebrecher mit einem Zerkleinerungsraum 15 und einer Auswurfkammer 16 dargestellt. In dem Zerkleinerungsraum 15 sind eine Scherwelle 17 und eine Gegenscherwelle 18 horizontal auf gleichem Niveau angeordnet. Die Wellen 17,18 sind mit einer Vielzahl an Scherelementen 19,19' in Form von Scherscheiben versehen. Die Scherscheiben können unterschiedlich in Schärfe, Härte und Form ausgebildet sein können. Diese Scherscheiben 19,19' sind derart mit Abstand auf der jeweiligen Welle 17,18 aufgereiht, dass die Scherscheiben 19 der Scherwelle 17 in die Zwischenräume zwischen den Scherscheiben 19'der Gegenscherwelle 18 eingreifen können. Die Außenkante einer jeden Scherscheibe 19,19' ist mit mindestens einem Scherzahn 20 oder ähnlichem versehen.

Unterhalb der beiden Wellen 17,18 ist ein Lochsieb 21 angeordnet. Dieses besteht aus einem zu den Wellenunterseiten hin zweifach konkav gewölbten Lochsiebboden 22, einem Mittelsteg 23, 2 Seitenwänden 24,25 und Versteifungen. Diese Einzelteile sind über Schweißnähte 26,27 miteinander einstückig verbunden. Das Lochsieb 21 ist über seine Seitenwände 24,25 mit den Wandungen 28,29 des Zerkleinerungsraumes 15 verschraubt.

Die Wellen 17,18 werden von einem elektrischen Antrieb 30 angetrieben und sind mit mindestens einer-hier nicht dargestellten-Steuerung versehen. An der Wandung 28 ist eine erste Lochsiebseitenwand 24 derart angebracht, dass deren Kopffläche 31 oberhalb der Wellenachsen liegt. An der gegenüberliegenden Wandung 29, die den Zerkleinerungsraum 15 von der Auswurfkammer 16 trennt, befindet sich eine geschlossene Auswurfklappe 32. Die untere Begrenzung des Auswurfs, die durch eine Kopffläche 33 der Wandung 29 gebildet wird, ist mit einer Neigung zur Auswurfkammer 16 hin ausgebildet. Die zum Zerkleinerungsraum 15 hin gewandte Kante dieser Kopffläche 33, d. h. die höher liegende Kante der Kopffläche 33, befindet sich auf Höhe der Wellenachsen. Die Auswurfklappe 32 kann pneumatisch oder hydraulisch über eine Hebelvorrichtung 34 zur Auswurfkammer 16 hin geöffnet werden. Sie ist während des normalen Zerkleinerungsvorganges geschlossen. Wie bereits beim Einwellenspänebrecher geschildert, ist auch beim Zweiwellenspänebrecher die Steuerung der Auswurfklappe 32 mit der Steuerung der Scherwelle 17 vernetzt. Beide Steuerungen sind hier nicht dargestellt. Es ist zudem

möglich evtl. eine weitere Steuerung, d. h. eine Steuerung der Gegenscherwelle 18 mit zu vemetzen.

Werden nun von oben zu zerkleinernde Späne z. B. metallische Späne. in den Zerkleinerungsraum 15 gegeben, so werden diese von den Scherscheiben 19,19' der beiden sich drehenden Wellen, d. h. der Scherwelle 17 und der Gegenscherwelle 18 ergriffen, zwischen diesen zerkleinert und zum Lochsiebboden 22 hin getragen. Dabei kommt es je nach Anordnung der Scherscheiben 19,19' zwischen diesen zu einer scherenden oder schneidenden Beanspruchung der Späne. Generell sind die Scherscheiben 19,19'derart angeordnet, dass eine schneidende Beanspruchung der Späne vorliegt. Die Späne, die bereits klein genug sind, fallen direkt durch den Lochsiebboden 22 hindurch. Zu große Späne werden zwischen den Scherscheiben 19,19' der jeweiligen Welle 17,18 und dem Lochsiebboden 22 scherend beansprucht und zum Teil über den Lochsiebboden 22 ausgetragen bzw. von den Wellen 17,18 mitgenommen und wieder zum Ausgangspunkt der Zerkleinerung transportiert. Diese mitgenommenen Späne werden zusammen mit neuen Spänen abermals durch weitere Drehungen der Wellen 17,18 zerkleinert.

Gelangt nun im Zerkleinerungsraum 15 ein Grobteil zwischen die beiden Wellen 17,18, so kann es zu einer Blockade der Wellen 17,18 kommen. Grobteile können sowohl harte Bruchstücke als auch verdichtete Spanbüschel sein. Die negative Beschleunigung der Scherwelle 17 und/oder der Gegenscherwelle 18 wird z. B. über Drehzahlmessungen am elektrischen Antrieb 30 erfaßt. Die Vorrichtungsteile zur Drehzahlmessung sind in Fig. 9 dargestellt. Je nach Stärke der negativen Beschleunigung und in Abhängigkeit von der Spanart,-große und-menge beginnt ein programmiertes Reversier-und Auswurfprogramm. Dabei reversiert sowohl die Schenvelle, die von der Auswurfklappe 32 weiter entfernt ist (hier : Scherwelle 17) als auch die andere Welle (hier : Gegenscherwelle 18). Selbstverständlich könnte auch die Scherwelle 17 näher an der Auswurfklappe und die Gegenscherwelle 18 entfernter angeordnet sein. Es sind die Reversiervorgänge der beiden Wellen 17,18 derart aufeinander abzustimmen, dass die auszutragenden Grobteile schnellstmöglich zur Auswurfklappe 32 transportiert werden. Es kann vorgesehen sein, dass eine der beiden Wellen oder beide Wellen 17,18 während dieses Programmablaufs ihre Drehgeschwindigkeit gegenüber der normalen Drehgeschwindigkeit deutlich herabsetzen.

Liegt nun ein hartes grobes Bruchstück zwischen der Wandung 28 und der Scherwelle 17, so wird beim kurzen, z. B. 5-6maligen Hin-und Her-Reversieren derselben das Bruchstück von der Scherwelle 17 erfasst und über dieselbe zur Gegenscherwelle 18 hin transportiert. Zur Erleichterung dieses Transportvorgangs ist an der Wandung 28 die erste Lochsiebseitenwand 24 mit einer Kopffläche 31 oberhalb der Scherwellen-und Gegenscherwellenachse angebracht. Das zur Gegenscherwelle 18 transportierte Grobteil wird nun von derselben ergriffen und durch Reversieren zur Auswurfklappe 32 befördert. Durch diese Auswurfklappe 32 fällt das Grobteil in die Auswurfkammer 16. Anschließend wird die Auswurfklappe 32 wieder verschlossen und die Wellen 17,18 nehmen ihre normale Drehrichtung und-geschwindigkeit wieder auf.

Für Blockaden durch dichte Spanbüschel wird beispielsweise ein Reversiervorgang von 20 Reversierschritten bei geschlossener Auswurfklappe 32 eingestellt. Diese Anzahl sollte ausreichend hoch gewählt werden, damit verdichtete Spanbüschel doch noch zerkleinert werden können. Wird die vorgegebene Anzahl an Reversierschritten überschritten, so kann die Auswurfklappe 32 geöffnet und ein u. U. noch vorhandener unzerkleinerter Bestandteil über die nochmals reversierenden Wellen 17,18 hinweg ausgetragen werden.

Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform eines Zweiwellenspänebrechers nach Figur 4 und 5, die hier nicht explizit dargestellt ist, ist vorgesehen, dass an der der Auswurfklappe 32 gegenüberliegenden Wandung 28 eine weitere Auswurfklappe angebracht ist ; dabei ist die erste Lochsiebseitenwand 24 entsprechend verkürzt auszubilden. Durch eine derartige Ausführungsform können Grobteile durch den Transport über nur eine der Wellen 17 oder 18 ausgetragen werden. Auf eine genaue Koordination der Reversierbewegungen der beiden Wellen kann somit verzichtet werden.

Figur 6 zeigt eine im Vergleich zu den Figuren 4 und 5 leicht abgewandelte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zweiwellenspänebrechers. Hierbei ist die Scherwelle, die von der Auswurfklappe 32 weiter entfernt ist (hier : Scherwelle 17) höher angeordnet als die Gegenscherwelle 18. Eine derartig erhöhte Anordnung der Scherwelle 17 erleichtert den Transport eines Grobteils zur Auswurfkammer 16 hin.

Die Figuren 7 und 8 zeigen einen erfindungsgemäßen Zweiwellenspänebrecher in geneigter Form. Hierbei ist die Drehachse der Neigung einmal parallel und einmal normal zu den Drehachsen der Wellen 17,18 ausgebildet. Bei einer Neigung um einen Winkel a zur Grobteilauswurfkammer 16 hin wird der Austrag von Grobteilen oder verdichteten Spanbüscheln

durch die Auswurfklappe 32 erleichtert. Durch eine Neigung der Vorrichtung um einen Winkel ß zu den nahe des Antriebs 30 liegenden Enden der Wellen hin wird das zu zerkleinernde Gut zu den tiefer liegenden Enden der Wellenl7,18 hin bewegt. Dort können Scherscheiben 19,19' höherer Schärfe vorgesehen sein, die insbesondere schwer zu zerkleinernde Spanbüschel stücken können. Natürlich können beide Neigungen kombiniert und in ihrem Ausmaß variiert werden. Ein derart geneigter Aufbau ist auch für Einwellenspänebrecher vorstellbar.

Figur 9 zeigt einen elektrischen Antrieb 5 bzw. 30 auf dessen Motorwelle 35 ein flacher Rotor 36 angebracht ist. Dieser Rotor 36 weist an seinem äußeren Rand eine Vielzahl an Rotorzähnen 37 auf, die in gleichmäßigem Abstand zueinander angeordnet sind. Der Rotor 36 ist in der Figur nicht durchgehend dargestellt. Oberhalb des Rotors 36 ist ein Leichtmetallüfter 38 angedeutet.

Unterhalb der Rotorzähne 37 ist ein Näherungsschalter in Form eines Signalaufnehmers 39 auf einer Halterung 40 statisch befestigt. Dieser Signalaufnehmer 39 kann ein optischer Sensor sein.

Dreht sich die Motorwelle 35, so wird auch der Rotor 36 mitbewegt. Der Signalaufhehmer 39 erfaßt die Anzahl der an ihm vorbeibewegten Rotorzähne 37. Den hier nicht dargestellten Steuerungen der Scherwelle (n) 3 bzw. 17,18 und Auswurfklappe (n) 12 bzw. 32 werden über den Signalaufnehmer 39 die jeweiligen negativen Beschleunigungen der Motorwelle 35 übermittelt, so dass je nach Beschleunigungskategorie ein definiertes Programm abläuft, das Reversiervorgänge und eventuell ein Öffnen der Auswurfklappe (n) 12 bzw. 32 umfaßt.

Bezugszeichen 1. Zerkleinerungsraum 2. Auswurfkammer 3. Scherwelle 4. Scherelement 5. Elektrischer Antrieb 6. Schermesser 7. Wandung 8. Höhere Scherreihe 9. Scherzähne 10. Wandung mit Auswurfklappe 11. Tiefere Scherreihe 12. Auswurfklappe 13. Hebelvorrichtung 14. Lochsiebboden 15. Zerkleinerungsraum 16. Auswurfkammer 17. Scherwelle 18. Gegenscherwelle 19. Scherscheibe auf Scherwelle 17 19.'Scherscheibe auf Gegenscherwelle 18 20. Scherzähne 21. Lochsieb 22. Lochsiebboden 23. Mittelsteg 24. l. Lochsiebseitenwand 25.2. Lochsiebseitenwand 26. Schweißnaht 27. Schweißnaht 28. Wandung 29. Wandung unter der Auswurfklappe 30. Elektrischer Antrieb

31. Kopffläche der 1. Lochsiebseitenwand 24 32. Auswurfklappe 33. Kopffläche der Wandung 29 34. Hebelvorrichtung 35.-Motorwelle 36. Rotor (rotorförmige Signaldisk) 37. Rotorzähne 38. Leichtmetallüfter 39. Signalaufnehmer (Näherungsschalter) 40. Halterung