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Title:
METHOD AND DEVICE FOR RELEASING A BLOCK ON A BORE-CROWN DURING A BORING PROCESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/019594
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for releasing a block on a bore-crown (1) during a boring process, especially percussion boring or rotary percussion boring, for boring holes in the ground or rock, whereby a borehole is formed by a bore-crown (1) mounted on a boring rod (2) and connected thereto and acted upon by the boring rod to generate a rotational movement and optionally a percussive movement. According to the invention, when the bore-crown (1) is blocked, preventing the continuation of the boring process and especially another rotational movement of the bore-crown (1), the bore-crown (1) is subjected to a linear movement in the opposite direction to the boring direction by means of the boring rod (2), and to a rotational movement in a direction opposing the direction of the rotational displacement during the boring process by means of a corresponding connection (7, 9) between the end of the boring rod (2) facing the bore-crown (1), and the bore-crown (1), independently of a rotary drive for carrying out the boring process. As a result the borehole can be bored in a simple manner after releasing the block on the bore-crown (1).

Inventors:
MOCIVNIK, Josef (Robert Stolz Gasse 3, Fohnsdorf, A-8753, AT)
Application Number:
AT2006/000338
Publication Date:
February 22, 2007
Filing Date:
August 11, 2006
Export Citation:
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Assignee:
ALWAG TUNNELAUSBAU GESELLSCHAFT M.B.H. (Wagram 49, Pasching, A-4061, AT)
MOCIVNIK, Josef (Robert Stolz Gasse 3, Fohnsdorf, A-8753, AT)
International Classes:
E21B17/07; E21B31/00; E21B17/02; E21B31/00
Attorney, Agent or Firm:
MIKSOVSKY, Alexander (Miksovsky & Pollhammer OEG, Währinger Strasse 3, Wien, A-1096, AT)
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Claims:

P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verfahren zum Aufheben einer Blockierung einer Bohrkrone (1) beim Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial, wobei durch eine an einem Bohrgestänge (2) gelagerte und durch das Bohrgestänge (2) zu einer Rotationsbewegung und gegebenenfalls Schlagbewegung beaufschlagte und mit diesem verbundene Bohrkrone (1) ein Bohrloch gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Blockierung der Bohrkrone (1) , welche einen weiteren Bohrvorgang und insbesondere eine weitere Rotationsbewegung der Bohrkrone (1) verhindert, die Bohrkrone (1) über das Bohrgestänge (2) einer linearen Bewegung entgegen der Bohrrichtung und über eine entsprechende Verbindung (7, 9) zwischen dem zur Bohrkrone (1) gewandten Ende des Bohrgestänges (2) und der Bohrkrone (1) und unabhängig von einem Rotationsantrieb zur Durchführung des Bohrvorgangs darüber hinaus zu einer Rotationsbewegung in einer Richtung entgegengesetzt zu der Richtung der Rotationsbewegung während des Bohrvorgangs unterworfen wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem zur Bohrkrone (1) gewandten Ende des Bohrgestänges (2) und der Bohrkrone (1) über einen wenigstens eine schrauben- bzw. spiralartige Vertiefung bzw. Abflachung (19) oder Erhebung (7) aufweisenden Adapter

(3) und eine hiezu komplementäre Profilierung (9) an der Bohrkrone (1) vorgenommen wird, wobei die schrauben- bzw. spiralartige Vertiefung bzw. Abflachung (19) oder Erhebung

(7) eine zur Längsachse des Bohrgestänges (2) große Neigung bzw. Steigung aufweist.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von schrauben- bzw. spiralartigen Profilierungen (7, 9, 19) vorgesehen wird, welche gleichmäßig um den Umfang des zur Bohrkrone (1) gewandten Endes vorgesehen werden.

4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein lediglich punktweiser Eingriff an mehreren Stellen im Bereich der Profilierungen (7, 9, 19) zwischen dem Bohrgestänge (2) oder dem Adapter (3) und der Bohrkrone (1) vorgesehen wird.

5. Vorrichtung zum Aufheben einer Blockierung einer Bohrkrone (1) beim Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial, wobei eine Bohrkrone (1) an einem Bohrgestänge (2) gelagert und durch das Bohrgestänge (2) zu einer Rotationsbewegung und gegebenenfalls Schlagbewegung zur Ausbildung eines Bohrlochs beaufschlagt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem zur Bohrkrone gewandten Ende des Bohrgestänges (2) und der Bohrkrone (1) wenigstens eine spiral- oder schraubenartige Verbindung (7) vorgesehen ist, welche bei einer Blockierung der Bohrkrone (1) bei einem Zurückziehen des Bohrgestänges (2) entgegen der Bohrrichtung die Bohrkrone neben einer linearen Bewegung entgegen der Bohrrichtung die Bohrkrone (1) unabhängig von einem Rotationsantrieb zur Durchführung des Bohrvorgangs zu einer Rotationsbewegung in einer Richtung entgegengesetzt zu der Rotationsrichtung während des Bohrvorgangs beaufschlagt.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine spiral- oder schraubenartige Verbindung durch eine Vertiefung oder Erhebung (7) oder Abflachung

(19) an einem zwischen dem Bohrgestänge (2) und der Bohrkrone (1) zwischengeschalteten Adapter (3) und einer komplementären Profilierung (9) an der Bohrkrone (1) gebildet ist .

7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6 , dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von schrauben- bzw. spiralartigen Profilierungen (7, 9, 19) zwischen dem Bohrgestänge (2) bzw. dem Adapter (3) und der Bohrkrone (1) vorgesehen ist, welche jeweils gleichmäßig beabstandet sind.

8. Vorrichtung nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine schrauben- bzw. spiralartige Verbindung bzw. Profilierung (7, 19) eine gegenüber der Längsachse des Bohrgestänges große Steigung bzw. Neigung aufweist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8 , dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von im wesentlichen punkt- bzw. halbkugelförmigen Erhebungen (9) in einem Sackloch (11) der Bohrkrone (1) für ein Zusammenwirken mit der (den) spiral- bzw. schraubenartigen Vertiefung (en) bzw.

Aussparung (en) (7) am zur Bohrkrone gewandten Ende (6) des Adapters (3) vorgesehen ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von aneinander angrenzenden, spiralförmigen Abflachungen (19) am Außenumfang des Adapters (3) bzw. Bohrgestänges (2) sowie komplementäre Abflachungen in einem Sackloch (11) der Bohrkrone (1) vorgesehen sind, welche im Querschnitt eine polygonförmige, beispielsweise sechseckige, Kontur aufweisen.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Innere des Bohrgestänges (2) und/oder des Adapters (3) ein Durchtrittskanal (12, 13) zur Zufuhr eines Kühl- bzw. Spülfluids zu Austrittskanälen bzw. -löchern (14, 16) der Bohrkrone (1) und/oder des Adapters (3) vorgesehen ist, welche an der Abbaufläche (15) der

Bohrkrone (1) und/oder der ümfangsflache des Adapters (3) münden.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise am Außenumfang der Bohrkrone (1) Vertiefungen bzw. Ausnehmungen (18) und/oder Durchtrittslδcher (17) zum Abtransport von abgebautem Material über einen Ringraum zwischen dem Außenumfang des Bohrgestänges (2) und der Innenwand des hergestellten Bohrlochs vorgesehen sind.

Description:

VERFAHREN IMD VORRICHTUNG ZUM AUFHEBEN EINER BLOCKIERUNG EINER BOHRKRONE BEIM BOHREN

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufheben einer Blockierung einer Bohrkrone beim Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial, wobei durch eine an einem Bohrgestänge gelagerte und durch das Bohrgestänge zu einer Rotationsbewegung und gegebenenfalls Schlagbewegung beaufschlagte und mit diesem verbundene Bohrkrone ein Bohrloch gebildet wird. Die vorliegende Erfindung bezieht sich weiters auf eine Vorrichtung zum Aufheben einer Blockierung einer Bohrkrone beim Bohren, insbesondere Schlag- oder Drehschlagbohren, von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial, wobei eine Bohrkrone an einem Bohrgestänge gelagert und durch das Bohrgestänge zu einer Rotationsbewegung und gegebenenfalls Schlagbewegung zur Ausbildung eines Bohrlochs beaufschlagt ist.

Im Zusammenhang mit der Herstellung von Bohrlöchern durch ein Schlag- oder Drehschlagbohren in Boden- oder Gesteins- material treten insbesondere bei Boden- bzw. Gesteinsschichten, welche gegeneinander verschiebbar bzw. verlagerbar sind, Fälle auf, wonach es, insbesondere bedingt durch beim Bohren eingebrachte Kräfte und Vibrationen zu einem Verklemmen bzw. Blockieren oder Festfressen der Bohrkrone durch ein Verschieben bzw. Verlagern von Gesteinsschicht im Inneren eines Bohrlochs kommen kann. In einem derartigen Fall ist üblicherweise der Rotationsantrieb der Bohrvorrichtung zur Herstellung einer derartigen Bohrung nicht ausreichend stark dimensioniert, um bei einem Verlagern von Gesteinsschichten auftretende Kräfte überwinden zu können und somit den blockierten Zustand der Bohrkrone wie-

derum aufzuheben. In einem günstigen Fall gelingt bei Auftreten einer derartigen Blockierung der Bohrkrone zumindest ein Trennen des Bohrgestänges von der im nicht fertiggestellten Bohrloch verbleibenden Bohrkrone, so daß wenigstens das Bohrgestänge zu Durchführung eines neuerlichen Bohrvorgangs wiederum verwendet werden kann. In ungünstigen Fällen muß auch das Bohrgestänge im nicht fertiggestellten Bohrloch verbleiben, so daß neben der Tatsache, daß ein erhöhter Zeitaufwand für die Herstellung einer neuerlichen Bohrung, welche zur Erzielung der erforderlichen Festigkeitseigenschaft im wesentlichen dem nicht fertiggestellten Bohrloch unmittelbar benachbart sein muß, auch ein entsprechend erhöhter Kosten- und Materialaufwand durch das im Bohrloch verbleibende Bohrgestänge und die in jedem Fall im Bohrloch zurückzulassende Bohrkrone auftritt.

Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Aufheben einer Blockierung einer Bohrkrone während eines Bohrvorgangs zur Verfügung zu stellen, so daß nicht nur der zur Herstellung einer neuerlichen Bohrung erforderliche zusätzliche Zeit- und Kosten- sowie Materialaufwand vermieden werden kann, sondern daß auch in einfacher Weise nach einem Aufheben der Blockierung der Bohrkrone die Bohrung im nicht fertiggestellten Bohrloch weitergeführt bzw. fertiggestellt werden kann.

Zur Lösung der oben genannten Aufgaben ist ein Verfahren der eingangs genannten Art im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Blockierung der Bohrkrone, welche einen weiteren Bohrvorgang und insbesondere eine weitere Rotationsbewegung der Bohrkrone verhindert, die Bohrkrone über das Bohrgestänge einer linearen Bewegung entgegen der

Bohrrichtung und über eine entsprechende Verbindung zwischen dem zur Bohrkrone gewandten Ende des Bohrgestänges und der Bohrkrone und unabhängig von einem Rotationsantrieb zur Durchführung des Bohrvorgangs darüber hinaus zu einer Rotationsbewegung in einer Richtung entgegengesetzt zu der Richtung der Rotationsbewegung während des Bohrvorgangs unterworfen wird. Dadurch, daß erfindungsgemäß bei einer Blockierung der Bohrkrone die Bohrkrone über das Bohrgestänge nicht nur einer linearen Bewegung entgegen der Bohrrichtung, sondern auch unabhängig von einem wie oben erwähnt üblicherweise nicht ausreichend starken Rotationsantrieb zusätzlich zu einer Rotationsbewegung in einer Richtung entgegengesetzt zu der Richtung der Rotationsbewegung während des Bohrvorgangs unterworfen wird, kann durch das wenigstens teilweise Zurückziehen der Bohrkrone entgegen der Bohrrichtung und Erzielen einer gleichzeitigen Rotationsbewegung das Verklemmen bzw. Festfressen der Bohrkrone gelöst bzw. aufgehoben werden, so daß nach Aufhebung der Blockade bzw. des Verklemmens der Bohrkrone in weiterer Folge der durch die Blockade unterbrochene Bohrvorgang des nicht fertiggestellten Bohrlochs weitergeführt bzw. fertiggestellt werden kann. Es ist hierbei davon auszugehen, daß der Linearantrieb ausreichend stark ist, um eine ausreichende Ausziehkraft auf das Bohrgestänge und somit in weiterer Folge auf die Bohrkrone entgegen der Bohrrichtung auszuüben, so daß es zu einem Lockern der Bohrkrone in linearer Richtung des Bohrlochs kommt. Durch zusätzliches Vorsehen der entsprechenden Verbindung zwischen dem Bohrgestänge und der Bohrkrone wird darüber hinaus die Bohrkrone einer Rotationsbewegung entgegen der Rotationsrichtung zur Durchführung des Bohrvorgangs unterworfen, so daß sich die Bohrkrone aus einem verkeilten bzw. blockierten Zustand lösen kann, welcher beispielsweise durch geringfügige Verla-

gerungen von benachbarten Gesteinsschichten bewirkt wird. Durch Vorsehen der Rotationsbewegung entgegen der Rotationsrichtung zur Durchführung des Bohrvorgangs wird darüber hinaus sichergestellt, daß kein Lösen der Bohrkrone vom Bohrgestänge erfolgt und nach einem Aufheben der Blockade der .Bohrkrone unmittelbar der Bohrvorgang weitergeführt werden kann.

Für eine besonders zuverlässige und einfach herzustellende Verbindung zur Erzielung der gleichzeitigen Rotationsbewegung während Ausübung der Ausziehkraft auf das Bohrgestänge wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß die Verbindung zwischen dem zur Bohrkrone gewandten Ende des Bohrgestänges und der Bohrkrone über einen wenigstens eine schrauben- bzw. spiralartige Vertiefung bzw. Abflachung oder Erhebung aufweisenden Adapter und eine hiezu komplementäre Profilierung an der Bohrkrone vorgenommen wird, wobei die schrauben- bzw. spiralartige Vertiefung bzw. Abflachung oder Erhebung eine zur Längsachse des Bohrgestänges große Neigung bzw. Steigung aufweist. Durch Vorsehen einer großen Steigung bzw. Neigung zur Längsrichtung der wenigstens einen schrauben- bzw. spiralartigen Verbindung bzw. Profilierung lassen sich bei Ausübung einer entsprechend hohen Ausziehkraft auf das Bohrgestänge entgegen der Bohrrichtung auch entsprechende Kräfte zur Erzielung der Rotationsbewegung entgegen der Rotationsrichtung während des Bohrvorgangs ausüben.

Für eine Erzielung entsprechend hoher Kräfte zur Erzielung der Rotationsbewegung zum Lockern bzw. Freigeben der Blockade der Bohrkrone und für eine entsprechende Verteilung über den Außenumfang des zur Bohrkrone gewandten Ende des Bohrgestänges und/oder Adapters, welches in einer ent-

sprechenden komplementären Ausnehmung bzw. einem Sackloch der Bohrkrone aufgenommen ist, wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß eine Mehrzahl von schrauben- bzw. spiralartigen Verbindungen bzw. Profilierungen vorgesehen wird, welche gleichmäßig um den Umfang des zur Bohrkrone gewandten Endes vorgesehen werden.

Um übermäßige Reibungskräfte im Bereich der Verbindung zwischen dem Bohrgestänge und/oder Adapter und der Bohrkrone insbesondere während des Bewegungsvorgangs zur Aufhebung der Blockierung der Bohrkrone zu vermeiden, wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß ein lediglich punktweiser Eingriff an mehreren Stellen im Bereich der Profilierungen zwischen dem Bohrgestänge oder dem Adapter und der Bohrkrone vorgesehen wird. Ein derartiger punktweiser Eingriff an mehreren Stellen ist für die übertragung erforderlicher Kräfte zur Erzielung der gleichzeitigen linearen Ausziehbewegung und der Rotationsbewegung entgegen der Rotationsrichtung beim Bohrvorgang ausreichend und ermöglicht, daß beispielsweise im Bereich der Verbindung zwischen der Bohrkrone und dem Bohrgestänge bzw. dem Adapter durch übermäßige Reibungskräfte die angestrebte gleichzeitige lineare Ausziehbewegung und Rotationsbewegung erzielt werden kann.

Zur Lösung der eingangs genannten Aufgaben ist darüber hinaus eine Vorrichtung der eingangs genannten Art im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem zur Bohrkrone gewandten Ende des Bohrgestänges und der Bohrkrone wenigstens eine Spiral- oder schraubenartige Verbindung vorgesehen ist, welche bei einer Blockierung der Bohrkrone bei einem Zurückziehen des Bohrgestänges entgegen der Bohrrichtung die Bohrkrone neben einer linearen Bewegung ent-

gegen der Bohrrichtung die Bohrkrone unabhängig von einem Rotationsantrieb zur Durchführung des Bohrvorgangs zu einer Rotationsbewegung in einer Richtung entgegengesetzt zu der Rotationsrichtung während des Bohrvorgangs beaufschlagt. Wie oben bereits ausgeführt, gelingt somit in einfacher und zuverlässiger Weise die Bereitstellung von entsprechenden Elementen zur Ausübung einer gleichzeitig linearen Ausziehbewegung als auch einer Rotationsbewegung entgegen der Rotationsrichtung beim Durchführen des Bohrvorgangs zur Aufhebung einer Blockierung bzw. eines Verklemmens der Bohrkrone .

Zur Erzielung einer einfach herstellbaren und paßgenauen Ausführungsform wird bevorzugt vorgeschlagen, daß die wenigstens eine spiral- oder schraubenartige Verbindung durch eine Vertiefung oder Erhebung oder Abflachung an einem zwischen dem Bohrgestänge und der Bohrkrone zwischengeschalteten Adapter und einer komplementären Profilierung an der Bohrkrone gebildet ist.

Zur gleichmäßigen Krafteinleitung auch gegebenenfalls großer Kräfte wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß eine Mehrzahl von schrauben- bzw. spiralartigen Verbindungen bzw. Profilierungen zwischen dem Bohrgestänge bzw. dem Adapter und der Bohrkrone vorgesehen ist, welche jeweils gleichmäßig beabstandet sind.

Um eine zuverlässige übertragung der gleichzeitig wirkenden Ausziehkräfte als auch der Rotationsbewegung vom Bohrgestänge auf die Bohrkrone zu ermöglichen, ist darüber hinaus vorgesehen, daß die wenigstens eine schrauben- bzw. spiralartige Verbindung bzw. Profilierung eine gegenüber der Längsachse des Bohrgestänges große Steigung bzw. Neigung

aufweist, wie dies einer weiters bevorzugten Ausfüh- rungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung entspricht.

Wie oben bereits angedeutet, soll das Einbringen von übermäßigen Reibungskräften zwischen dem Bohrgestänge und/oder Adapter und der Bohrkrone nach Möglichkeit vermieden werden. In diesem Zusammenhang wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß eine Mehrzahl von im wesentlichen punkt- bzw. halbkugelförmigen Erhebungen in einem Sackloch der Bohrkrone für ein Zusammenwirken mit der (den) spiral- bzw. schraubenartigen Vertiefung (en) bzw. Aussparung (en) am zur Bohrkrone gewandten Ende des Adapters vorgesehen ist .

Zur gleichmäßigen Verteilung der Kräfte über den gesamten Umfang sowohl des Adapters bzw. des Bohrgestänges als auch der Bohrkrone wird gemäß einer weiters bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, daß eine Mehrzahl von aneinander angrenzenden, spiralförmigen Abflachungen am Außenumfang des Adapters bzw. Bohrgestänges sowie komplementäre Abflachungen in einem Sackloch der Bohrkrone vorgesehen sind, welche im Querschnitt eine polygonförmige, beispielsweise sechseckige, Kontur aufweisen. Ein derartiges Wendelpolygon läßt sich einfach ausbilden und stellt gleichzeitig eine zuverlässige Kopplung zur Verfügung.

Für eine zuverlässige Kühlung und/oder Spülung der Bohrkrone und/oder des Adapters während des Bohrvorgangs wird darüber hinaus vorgeschlagen, daß im Innere des Bohrgestänges und/oder des Adapters ein Durchtrittskanal zur Zufuhr eines Kühl- bzw. Spülfluids zu Austrittskanälen bzw. -löchern der Bohrkrone und/oder des Adapters vorgesehen ist, welche an der Abbaufläche der Bohrkrone und/oder der

Umfangsflache des Adapters münden, wie dies einer weiters bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung entspricht.

Für einen zuverlässigen Abtransport von abgebautem Material während des Bohrvorgangs, wodurch auch die Chance eines Blockierens bzw. Verklemmens der Bohrkrone während der Durchführung des Bohrvorgangs weiter verringert werden, ist darüber hinaus bevorzugt vorgesehen, daß in an sich bekannter Weise am Außenumfang der Bohrkrone Vertiefungen bzw. Ausnehmungen und/oder Durchtrittslöcher zum Abtransport von abgebautem Material über einen Ringraum zwischen dem Außenumfang des Bohrgestänges und der Innenwand des hergestellten Bohrlochs vorgesehen sind.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand von in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Bohrkrone der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;

Fig. 2 eine Rückansicht auf die in Fig. 1 gezeigte Bohrkrone ;

Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1; Fig. 4 in einer zu Fig. 3 ähnlichen Darstellung einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1;

Fig. 5 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines zwischen der Bohrkrone und dem Bohrgestänge gemäß Fig. 1 bis 4 zum Einsatz gelangenden Adapters; Fig. 6 in einer zu Fig. 5 ähnlichen Darstellung eine Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungsform eines zwischen einer Bohrkrone und einem Bohrgestänge zum Einsatz gelangenden Adapters; und

Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 6 in einem gegenüber Fig. 6 vergrößerten Maßstab.

Aus Fig. 1 bis 4 ist ersichtlich, daß zwischen einer allgemein mit 1 bezeichneten Bohrkrone und einem allgemein mit 2 bezeichneten Bohrgestänge ein Adapter 3 vorgesehen ist, wobei das Bohrgestänge 2 über eine schematisch mit 4 angedeutete Verschraubung mit dem Adapter 3 verbunden ist, wobei der Adapter 3 getrennt in Fig. 5 dargestellt ist.

Wie insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich, weist der Adapter 3 an seinem zur Bohrkrone 1 gewandten Ende 6 an seinem Außenumfang eine Mehrzahl von schrauben- bzw. spiralartigen Vertiefungen 7 auf, welche ein zur in Fig. 3 schematisch mit 8 bezeichneten Längsachse große Steigung bzw. Neigung aufweisen. Die Spiral- bzw. schraubenartigen Vertiefungen bzw. Verbindungen bzw. Profilierungen 7 am Außenumfang des Endes 6 des Adapters 3 wirken mit punkt- bzw. halbkugelförmigen Erhebungen 9 der Bohrkrone zusammen, welche in Fig. 3 und 4 näher dargestellt sind und welche ein zuverlässiges Festlegen der Bohrkrone 1 am Adapter 3 und somit am Bohrgestänge 2 ermöglicht.

Für den Fall eines Blockierens der Bohrkrone 1 während des Bohrvorgangs, beispielsweise bewirkt durch ein Verschieben bzw. Verlagern von Gesteinsschichten im Bereich der Bohrkrone 1, worauf in weiterer Folge eine Fortsetzung des Bohrvorgangs nicht möglich ist, werden das Bohrgestänge 2 und somit der Adapter 3 als auch die Bohrkrone 1 einer linearen Ausziehbewegung entsprechend dem Pfeil 10 unterworfen, wobei die Bewegungsrichtung der üblichen Bohr- bzw. Vortriebsrichtung entgegengesetzt ist.

Durch ein Zusammenwirken der spiral- bzw. schraubenartigen Vertiefungen 7 am Adapter 3 bzw. dessen zur Bohrkrone gewandten Ende 6 und den entsprechenden Erhebungen 9 im Inneren des Sacklochs 11 der Bohrkrone zur Aufnahme des freien Endes 6 des Adapters 3 wird durch das Vorsehen der Ausziehbewegung 10 gleichzeitig eine Rotationsbewegung der Bohrkrone 1 entlang der spiral- bzw. schraubenartigen Verbindungen bzw. Profilierungen 7 bewirkt, so daß durch die lineare Ausziehbewegung und gleichzeitige Rotationsbewegung der Bohrkrone 1 ein Lockern bzw. Aufheben der Blockade der Bohrkrone 1 erzielbar ist. Es kann nach einem Lockern der Bohrkrone 1 unmittelbar der Bohrvorgang über eine entsprechende Beaufschlagung des Bohrgestänges 2 und somit in weiterer Folge der Bohrkrone 1 unter Zwischenschaltung des Adapters 3 durch bekannte Antriebseinrichtungen vorgenommen werden, welche an einem aus dem Bohrloch vorragenden Ende des Bohrgestänges 2 in bekannter Weise angreifen.

Zur Erzielung einer entsprechenden Kühl- bzw. Spülwirkung ist darüber hinaus sowohl das Bohrgestänge 2 als auch der Adapter 3 mit einem mit 12 bzw. 13 bezeichneten Durchtrittskanal versehen, welcher in entsprechende Austrittskanäle bzw. Löcher 14 der Bohrkrone 1 mündet, welche wiederum an der Abbaufläche 15 der Bohrkrone 1 münden. Darüber hinaus ist auch der Adapter 3 ausgehend von dem Durchtrittskanal 13 mit Austrittskanälen 16 versehen, um einen Abtransport von abgebautem Material zu unterstützen.

Für einen Abtransport des abgebauten Materials aus dem Bereich der Abbaufläche 15 der Bohrkrone 1 sind darüber hinaus am Außenumfang der Bohrkrone 1 Durchtrittsöffnungen 17 vorgesehen. Darüber hinaus weist die Bohrkrone 1 an ihrem Außenumfang entsprechende Vertiefungen 18 auf, welche eben-

falls einen zuverlässigen Abtransport von Material aus dem Bereich der Abbaufläche 15 der Bohrkrone 1 ermöglichen.

Anstelle der in Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführung mit einer Mehrzahl von über den Umfang verteilten Verbindungs- elementen in Form von Vertiefungen 7 sowie Erhebungen 9 kann auch mit einer einzigen Verbindung das Auslangen gefunden werden, welche bei Ausübung einer linearen Ausziehbewegung entgegen der Bohrrichtung der Bohrkrone 1 eine entsprechende Rotationsbewegung in einer Richtung entgegengesetzt zu der Richtung der Rotationsbewegung während des Bohrvorgangs verleiht.

Anstelle des Versehens des Adapters 3 bzw. dessen Endes 6 mit den spiral bzw. schraubenartigen Vertiefungen 7 kann die Bohrkrone 1 bzw. deren Sackloch 11 mit entsprechenden Vertiefungen bzw. Rillen versehen sein, welche mit korrespondierenden Profilierungen, insbesondere Erhebungen am Umfang des Endes 6 des Adapters 3 zusammenwirken.

Anstelle des in der Zeichnung dargestellten Adapters 3 kann das zur Bohrkrone gewandte Ende des Bohrgestänges 2 unmittelbar mit den entsprechenden spiral- bzw. schraubenartigen Vertiefungen oder Erhebungen versehen sein, welche mit korrespondierenden Profilierungen der Bohrkrone 1 zusammenwirken, so daß ein zusätzlicher Fertigungsaufwand für den Adapter 3 vermieden werden kann.

Bei Einsatz des Adapters 3 kann jedoch mit konventionellen Ausführungen, insbesondere des Bohrgestänges 2 das Auslangen gefunden werden, so daß nicht spezielle Ausführungsformen des Bohrgestänges 2 zur Erzielung einer einfachen Aufhebung einer Blockade einer Bohrkrone 1 bereitgestellt wer-

den müssen. Derart kann es in Fällen, wo aufgrund der Beschaffenheit des zu durchbohrenden Boden- bzw. Gesteinsma- terials aufgrund von Verschiebungen bzw. Verlagerungen Blockaden bzw. ein Verklemmen der Bohrkrone befürchtet werden müssen, unter Einsatz eines konventionellen Bohrgestänges 2 durch Vorsehen des Adapters 3 sowie einer darauf abgestimmten Bohrkrone 1 unmittelbar ein Bohrvorgang durchgeführt werden, so daß insbesondere auf die Herstellung von speziellen Bohrgestängeelementen verzichtet und somit die Lagerhaltung vereinfacht werden kann.

Bei der in Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsform eines wiederum mit 3 bezeichneten Adapters ist ersichtlich, daß dieser am wiederum mit 6 bezeichneten, zur nicht näher dargestellten Bohrkrone gewandten Ende mit einer Mehrzahl von schrauben- bzw. spiralartigen Abflachungen 19 versehen ist, welche, wie dies insbesondere aus Fig. 7 ersichtlich ist, eine im Querschnitt polygonale, insbesondere sechseckige, Kontur ausbildet. Durch ein Vorsehen der schrauben- bzw. spiralartigen Abflachungen 19 am Ende 6 des Adapters 3 sowie einer Ausbildung eines Sacklochs 11 einer nicht näher dargestellten Bohrkrone mit entsprechend komplementären, eine polygonartige Kontur bildenden Abflachungen läßt sich wiederum bei einem Herausziehen des Bohrgestänges und des Adapters 3 eine Drehbeaufschlagung auf die in Fig. 6 und 7 nicht näher dargestellte Bohrkrone in einer Richtung entgegen der Bohrrichtung ausüben, um eine festsitzende Bohrkrone 1 zu lockern, so daß in weiterer Folge eine Fertigstellung eines Bohrlochs möglich wird.

Anstelle der in Fig. 6 und 7 dargestellten, im wesentlichen sechseckigen Kontur des Wendelpolygons können selbstverständlich entsprechend abgewandelte, polygonartige Kon-

turen, beispielsweise mit vier, fünf, sieben oder mehr Erhebungen, zum Einsatz gelangen.

Weiters ist in Fig. 6 und 7 angedeutet, daß die aneinander angrenzenden Abflachungen 19 jeweils über abgerundete Bereiche 20 verbunden sind, welche durch den Außenumfang des zylinderartigen Endes 6 des Adapters 3 definiert sind.