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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR REMOVING AND/OR INSTALLING A FIRE EXTINGUISHER IN AN AIRPLANE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/131640
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for removing and/or installing a fire extinguisher (1) in an airplane. The method has the following steps: a) transporting multiple individual parts, which can be removably assembled, into the airplane, said multiple individual parts being selected from the group consisting of a receiving element (2), a support (3), an outer support element (4), an inner support element (5), a column element (6), a base (8), a longitudinal support (9), and a transverse support (10), b) assembling the multiple individual parts into a device, and c) removing and/or installing the fire extinguisher (1).

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Inventors:
TATAR BILGINER (DE)
HEINRICH THOMAS (DE)
Application Number:
EP2013/000648
Publication Date:
September 12, 2013
Filing Date:
March 06, 2013
Export Citation:
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Assignee:
LUFTHANSA TECHNIK AG (Weg beim Jäger 193, Hamburg, 22335, DE)
International Classes:
A62C3/08
Domestic Patent References:
WO2001024972A22001-04-12
Foreign References:
US20100230122A12010-09-16
JPH08198585A1996-08-06
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
VERWEYEN, Andreas (Müller Verweyen Patentanwälte, Friedensallee 290, Hamburg, 22763, DE)
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Claims:
Ansprüche :

1. Verfahren zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters (1) in einem Flugzeug, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: a) Transport von mehreren lösbar zusammensetzbaren Einzelteilen in das Flugzeug, wobei die mehreren Einzelteile aus der Gruppe aus einem Aufnahmeelement (2) , einem Träger (3) , einem äußeren Trägerelement (4) , einem inneren Trägerelement (5) , einem Säulenelement (6) , einem Fuß (8) , einem Längsträger (9) und einem Querträger (10) ausgewählt sind, b) Zusammenbau der mehreren Einzelteile zu einer Vorrichtung,

c) Aus- und/oder Einbau des Feuerlöschbehälters (1) .

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge des Schrittes c) ein Höhenverstellelement (7) zum Anheben und/oder Absenken des Aufnahmeelementes (2) betätigt wird, wobei das Höhenverstellelement (7) vorzugsweise ein ein Gewinde des Säulenelementes (6) umgebendes Handrad umfasst .

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters (1) in verschiedenen Flugzeugmustern eingesetzt wird, wobei für unterschiedliche Flugzeugmuster ein unterschiedliches, an den Feuerlöschbehälter (1) des Flugzeugmusters angepasstes Aufnahmeelement (2) eingesetzt wird.

4. Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters (1) in einem Flugzeug, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters (1) in einem Flugzeug vorgesehen ist und mehrere lösbar zusammenbaubare Einzelteile umfasst, wobei die mehreren Einzelteile aus der Gruppe aus einem Aufnahmeelement

(2) , einem Träger (3) , einem äußeren Trägerelement (4) , einem inneren Trägerelement (5) , einem Säulenelement (6) , einem Fuß (8) , einem Längsträger (9) und einem Querträger

(10) ausgewählt sind.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeelement (2) austauschbar ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mindestens drei vertikale Schwenkachsen (23) aufweist.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (23) zwischen Aufnahmeelement (2) und äußerem Trägerelement (4) , zwischen äußerem Trägerelement (4) und innerem Trägerelement (5) und um das am innerem Trägerelement (5) angeordnete Säulenelement (6) ausgebildet sind.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche, an die Geometrie von unterschiedlichen Feuerlöschbehältern (1) angepasste Auf- nahmeelemente (2) vorgesehen sind.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein als Handrad ausgeführtes Höhenverstellelement (7) umfasst, welches ein Ge- winde des Säulenelementes (6) umgibt und durch dessen Betätigung das Aufnähmeelernent (2) anhebbar und/oder absenkbar ist .

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere und das innere Trägerelement (4,5) in mindestens zwei verschiedenen Einbaustellungen zusammenbaubar sind und dadurch mindestens zwei unterschiedliche Aufnahmehöhen der Vorrichtung einstellbar sind.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere und das innere Trägerelement (4,5) in mindestens vier verschiedenen Einbaustellungen zusammenbaubar sind und dadurch mindestens vier unterschiedliche Aufnahmehöhen der Vorrichtung einstellbar sind.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuß (8) auf Schienen verschieblich ist, wobei der Fuß (8) den Längsträger (9) und den Querträger (10) umfasst, welche ineinander zusammensteckbar sind.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein auf dem Querträger (10) verschiebliches Klemmelement (13) und/oder Klemmplatte (14) aufweist.

14. Vorrichtung nach Ansprüche 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Klemmplatte (14) zur Fixierung des Querträgers umfasst, wobei der Querträger (10) durch die Klemmplatte (14) durchsteckbar ist.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug und eine entsprechende Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug.

Die Feuerlöschbehälter in Flugzeugen, insbesondere die Feuerlöschbehälter in den Frachträumen von Flugzeugen, müssen aus Wartungsgründen in bestimmten Abständen aus- und eingebaut werden. Im Zuge der Wartung kann es insbesondere erforderlich sein, dass die Feuerlöschbehälter ausgebaut, gewogen und wieder eingebaut werden.

Da die Feuerlöschbehälter ein hohes Gewicht von bis zu 60 kg aufweisen können und zudem zum Teil nur schwer erreichbar in Vertiefungen der Frachtraumwände auf Höhen von bis zu 1,6 m angebracht sind, ist es aus offenkundiger Vorbenutzung bekannt, verschiedene kranartige Vorrichtungen zum Aus- und Einbau der Feuerlöschbehälter einzusetzen.

Diese sind jedoch zum Teil sehr schwer. Bekannte Vorrichtungen weisen ein Gewicht von 95 kg auf, so dass das Verfahren zum Aus- und/oder Einbau eines .Feuerlöschbehälters notwendigerweise beinhaltet, dass die Vorrichtungen mit besonderen Transportfahrzeugen in die Frachträume transportiert und dort von mehreren Personen gleichzeitig bedient werden müssen.

BESTÄTIGUNGSKOPIE Um die Vorrichtung in den Frachtraum zu transportieren, müssen daher an jedem Wartungsort besondere, für den Flugzeuginnenraum zugelassene Frachtraumbeladewagen genutzt werden, da handelsübliche Gabelstapler nicht in Flugzeugfrachträumen eingesetzt werden dürfen.

Um bei dem Transport Platz zu sparen, weisen die aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen einen Klappmechanismus auf. Durch diesen Klappmechanismus wird nach Transport der vormontierten Vorrichtung in den Frachtraum der Hauptausleger aufgerichtet und fixiert, wozu jedoch mehrere Personen erforderlich sind.

Ein üblicher Wartungszyklus beinhaltet demnach als erstes den Transport der Vorrichtung zum Flugzeug, beispielsweise durch einen Gabelstapler, anschließenden Transport der Vorrichtung in den Frachtraum durch einen Frachtraumbeladewagen, gefolgt vom Aufrichten bzw. Ausklappen der Vorrichtung durch mehrere Personen.

Wie später unter Zuhilfenahme der Fig. 1 weiter ausgeführt wird, sieht das Verfahren zum Ausbau dann vor, dass der Feuerlöschbehälter in eine Aufnahmeeinheit der Vorrichtung aufgenommen wird und dann ein Transport über eine Transportschiene zu einer Seilwinde erfolgt, die ebenfalls Teil der Vorrichtung ist. Der Feuerlöschbehälter kann durch die Seilwinde anschließend abgelassen und beispielsweise gewogen und bei Bedarf ausgetauscht werden.

Für verschiedene Flugzeugmuster sind dabei jeweils unterschiedliche Vorrichtungen vorgesehen. Das heißt zum Austausch von Feuerlöschbehältern in einem Flugzeug des Typs A310 wird eine andere Vorrichtung eingesetzt als bei einem Flugzeug des Typs A330/340 oder A380. Dies hat zur Folge, dass eine Mehrzahl von Vorrichtungen beschafft und gelagert werden muss, jedoch jeweils nur eine bestimmte Vorrichtungsart zum Austausch der Feuerlöschbehälter tatsächlich eingesetzt werden kann.

Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug sowie ein entsprechendes Verfahren zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug bereitzustellen, bei denen die beschriebenen Nachteile weniger stark auftreten.

Die Erfindung löst die Aufgabe mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Demnach wird zur Lösung der Aufgabe ein Verfahren zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug vorgeschlagen, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: a) Transport von mehreren lösbar zusammensetzbaren Einzelteilen in das Flugzeug, wobei die mehreren Einzelteile aus der Gruppe aus einem Aufnahmeelement , einem Träger, einem äußeren Trägerelement, einem inneren Trägerelement, einem Säulenelement, einem Fuß, einem Längsträger und einem Querträger ausgewählt sind,

b) Zusammenbau der mehreren Einzelteile zu einer Vorrichtung,

c) Aus- und/oder Einbau des Feuerlöschbehälters.

Zur Lösung der Aufgabe wird weiterhin eine Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug vorgeschlagen, wobei die Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug vorgesehen ist und mehrere lösbar zusammenbaubare Einzelteile umfasst, wobei die mehreren Einzelteile aus der Gruppe aus einem Auf- nahmeelement , einem Träger, einem äußeren Trägerelement, einem inneren Trägerelement, einem Säulenelement, einem Fuß, einem Längsträger und einem Querträger ausgewählt sind.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung ist es möglich, den Aufwand für den Ein- oder Ausbau von Feuerlöschbehältern deutlich zu reduzieren. Im Zuge des Verfahrens wird die zum Austausch benötigte Vorrichtung aus Einzelteilen zusammengebaut, welche viel einfacher in den Flugzeuginnenraum transportiert werden können, als dies bei der großen und vergleichsweise unhandlichen Vorrichtung aus dem Stand der Technik der Fall ist. Insbesondere ist kein besonderes Transportfahrzeug nötig. Die Einzelteile können in einfacher Weise, beispielsweise in Koffern, in den Flugzeuginnenraum transportiert werden.

Im Sinne der Erfindung sind unter mehreren Einzelteilen mindestens zwei Einzelteile zu verstehen. Denn bereits ein modu- larer Aufbau, der zwei derartige Einzelteile vorsieht, kann das Verfahren vereinfachen. Vorzugsweise umfasst der modulare Aufbau jedoch mindestens drei, weiter bevorzugt vier Einzelteile, wie beispielsweise das Aufnahmeelement , den Träger, das Säulenelement und den Fuß.

Ferner ist es bevorzugt, wenn zudem der Träger die Einzelteile äußeres und inneres Trägerelement und der Fuß die Einzelteile Längsbalken und Querbalken umfasst. Ein derart modularisierter Aufbau führt zu Einzelteilen mit einem vergleichsweise geringen Einzelgewicht, die einfach zum Einsatzort im Flugzeug transportiert werden können. Vorzugsweise wird im Zuge des Schrittes c) ein Höhenverstell - element zum Anheben und/oder Absenken des Aufnähmeelementes betätigt, wobei das Höhenverstellelement vorzugsweise ein ein Gewinde des Säulenelementes umgebendes Handrad umfasst . Die Vorrichtung umfasst somit vorzugsweise ein Höhenverstellelement, welches unterschiedlich ausgestaltet seien kann. In einer bevorzugten Ausführungsform ist es als ein Handrad ausgeführt, welches das Säulenelement umgibt und wobei über ein Gewinde im Säulenelement und/oder Handrad die Höhenverstellbar- keit realisiert wird. Alternativ zu dem Handrad können auch andere Schraubgewinde vorgesehen werden, die eine Höhenver- stellbarkeit ermöglichen.

Das Handrad kann in einfacher Weise durch Rotation von verschiedenen Positionen rund um die Vorrichtung herum bedient werden. Durch ein Drehen des Handrades bewegt es sich am Säulenelement hinauf oder hinab. Der Träger wird durch das Anheben oder Absenken entsprechend in seiner Höhe verstellt, da er bevorzugt mit durch Gleitbuchsen ober- und/oder unterhalb des Handrades an dem Säulenelement angeordnet ist und daher einer vertikalen Bewegung des Handrades folgt.

Vorzugsweise wird die Vorrichtung zum Aus- und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters in verschiedenen Flugzeugmustern eingesetzt, wobei für unterschiedliche Flugzeugmuster ein unterschiedliches, an den Feuerlöschbehälter des Flugzeugmusters angepasstes Aufnahmeelement eingesetzt wird. Durch eine Nutzung der Vorrichtung für verschiedene Flugzeugmuster bedarf es nicht mehr einer Vielzahl von verschiedenen Vorrichtungen. Das aufwendige Beschaffen, Lagern und Einsetzen von einer Vielzahl von verschiedenen Vorrichtungen kann entfallen. Das Aufnahmeelement kann zudem auch derart eingerichtet sein, dass es für verschiedene Typen von Feuerlöschbehältern geeignet ist .

Es ist somit bevorzugt, dass das Aufnahmeelement der Vorrichtung austauschbar ist und es sind bevorzugt unterschiedliche, an die Geometrie von unterschiedlichen Feuerlöschbehältern an- gepasste Aufnahmeelemente vorgesehen, wobei ein einzelnes Auf- nahmeelement auch bevorzugt dazu eingerichtet ist, verschiedene Feuerlöschbehälter von verschiedenen Flugzeugtypen aufzunehmen .

Vorzugsweise weist die Vorrichtung mindestens drei vertikale Schwenkachsen auf . Über diese Schwenkachsen der Vorrichtung wird es ermöglicht, dass der Feuerlöschbehälter, der üblicherweise in der Wand des Frachtraums angeordnet ist, in einfacher Weise von der Wand weg in Richtung der Frachtmitte bewegt werden kann. Es ist keine aus dem Stand der Technik bekannte Transportschiene notwendig, sondern vorzugsweise führt der Träger nur eine Schwenk- bzw. Einklappbewegung aus.

Dazu ist es bevorzugt, wenn die Schwenkachsen zwischen Aufnahmeelement und äußerem Trägerelement, zwischen äußerem Trägerelement und innerem Trägerelement und um das am inneren Trägerelement angeordnete Säulenelement ausgebildet sind. Diese Anordnung verschafft der Vorrichtung eine gute Beweglichkeit und nutzt zudem die erfindungsgemäße modulare Bauweise aus, da sich die Drehachsen zwischen den zu verbindenden Einzelbauteilen befinden.

Vorzugsweise sind das äußere und das innere Trägerelement in mindestens zwei verschiedenen Einbaustellungen zusammenbaubar, wodurch mindestens zwei unterschiedliche Aufnahmehöhen der Vorrichtung einstellbar sind. Weiter bevorzugt sind das äußere und das innere Trägerelement in mindestens vier verschiedenen Einbaustellungen zusammenbaubar, wodurch mindestens vier unterschiedliche Aufnahmehöhen der Vorrichtung einstellbar sind. Durch die verschiedenen Einbaumöglichkeiten kann bereits ohne die Verwendung des Höhenverstellelements eine Höhenanpassung des Aufnahmeelementes an den herauszunehmenden oder einzusetzenden Feuerlöschbehälter erfolgen. Die verschiedenen Einbaupositionen können beispielsweise dadurch realisiert werden, dass das innere Trägerelement an zwei unterschiedlich hohen Einbaupositionen eingebaut werden kann und zudem auch in einer „über Kopf" Einbaustellung möglich ist.

Vorzugsweise ist der Fuß auf Schienen verschieblich, wobei der Fuß den Längsträger und den Querträger umfasst, welche in einer bevorzugten Ausführung ineinander zusammensteckbar sind. Die Vorrichtung wird vorzugsweise an der Bördelkante von

Frachtraumschienen fixiert .

Schienen sind üblicherweise in den Frachträumen von Flugzeugen im Bodenbereich angeordnet. Die Vorrichtung nutzt vorzugsweise zwei Schienen zur Führung und Fixierung, wozu bevorzugt Klemmelemente an dem Fuß angeordnet sind. Der Längsträger und/oder der Querträger weisen vorzugsweise ein Klemmelement und/oder eine Klemmplatte zum Fixieren des Fußes an den Schienen auf .

Der Längsträger ist dabei längs auf den Schienen angeordnet, wobei er vorzugsweise auf der von der Frachtraummitte gesehen „äußeren Schiene" angeordnet ist. Näher zur Frachtraummitte ist die „innere Schiene", auf dem der Querträger aufliegt und mit der er vorzugsweise einen rechten Winkel bildet. Dabei ist der Querträger auf der inneren Schiene in Vertikal - richtung gesichert bzw. fixiert, um einem Umkippen der Vorrichtung entgegenzuwirken. Das Aufnehmen des Löschmittelbehäl ters kann nämlich ein Hebelmoment bewirken, welches von der Lagerung des Querträgers an der inneren Schiene aufgenommen werden kann. Dazu wird die Bewegungsmöglichkeit des Querträgers in Vertikalrichtung eingeschränkt, so dass er sich nicht dem Drehmoment entsprechend aufwärts bewegen kann.

Der Abstand zwischen einzelnen Schienen ist nicht immer gleich, sondern kann von Flugzeugtyp zu Flugzeugtyp variieren Um der Vorrichtung zu ermöglichen, auch in verschiedenen Flug zeugtypen mit unterschiedlichen Schienenabständen einsetzbar zu sein, ist es bevorzugt, dass der Querträger ein auf dem Querträger verschiebliches Klemmelement und/oder eine Klemmpatte aufweist.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung eine Klemmplatte zur Fixierung des Querträgers, wobei der Querträger durch die Klemmplatte durchsteckbar ist .

Das verschiebliche Klemmelement ermöglicht es, unterschiedliche Abstände von Schienen auszugleichen. Es wird je nach Schienenbreite in die entsprechende Position auf dem Querträger gebracht und fixiert ihn an der inneren Schiene derart, dass der Querträger sich nicht in Vertikalrichtung aufwärts bewegen kann. Zusätzlich oder alternativ kann auch ein Nieder halter vorgesehen werden, welcher oberhalb des Querträgers in stalliert wird und ebenso eine Aufwärtsbewegung verhindert.

Die Einzelteile sind zur Gewichtsreduktion vorzugsweise als Aluminiumbauteile ausgeführt, die im Steckbausatz zusammengesetzt werden können. Im Zuge des Verfahrens wird der Feuerlöschbehälter vorzugsweise gewogen und das Gewicht mit den entsprechenden Vorgaben verglichen. Entsprechend der Vorgaben kann der Feuerlöschbehälter dann ausgetauscht oder wieder eingesetzt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine Darstellung einer Vorrichtung zum Aus- und/oder

Einbau eines Feuerlöschbehälters in einem Flugzeug nach dem Stand der Technik;

Fig. 2 eine isometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen

Vorrichtung;

Fig. 3 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ;

Fig. 4 eine Draufsicht der Vorrichtung aus Fig. 3;

Fig. 5 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem anderen Aufnahmeelement ;

Fig. 6 unterschiedliche Zusammenbaumöglichkeiten von innerem und äußerem Träger;

Fig. 7 eine isometrische Ansicht eines Aufnahmeelementes mit

Feuerlöschbehälter .

In der Fig. 1 ist eine Darstellung einer Vorrichtung zum Aus und/oder Einbau eines Feuerlöschbehälters 1 in einem Flugzeug nach dem Stand der Technik dargestellt. Der Feuerlöschbehälter

1 kann dabei beispielsweise Halone oder andere Feuerlöschmittel enthalten.

Er wird mittels einer Auf ahmeeinheit 2 aus seiner Einbauposition entnommen, die sich beispielsweise in der Frachtraumwand eines Verkehrsflugzeuges befindet.

Nach Entnahme wird der Feuerlöschbehälter 1 über eine Transportschiene auf einem Träger 3 bewegt.

Nach dem Transport über die Transportschiene kann der Feuerlöschbehälter 1 über eine Seilwinde abgelassen und beispielsweise gewogen werden. Dazu muss er im Ausleger der Seilwinde installiert und mittels der Seilwinde aus der Aufnahmeeinheit

2 herausgehoben werden. Anschließend kann der Ausleger in einer Schwenkbewegung vom Träger 3 wegbewegt und über ein Höhen- verstellelement 7 abgelassen werden. Dieses Verfahren ist umständlich und fehleranfällig und kann zudem mehrere Personen erfordern.

Die Vorrichtung weist einen Fuß 8 auf, der auf zwei Schienen angebracht ist. Die der Einbauposition des Feuerlöschbehälters 1 zugewandte Schiene wird als äußere Schiene 12 bezeichnet, die der Einbauposition abgewandte Schiene als innere Schiene 11.

Die Vorrichtung aus der Fig. 1 weist eine Reihe von bereits beschriebenen Nachteilen auf. Insbesondere ist sie aufgrund unterschiedlicher Schienenabstände und unterschiedlich gestalteter Feuerlöschbehälter 1 nur für bestimmte Flugzeugtypen einsetzbar. Sie ist zudem sehr schwer und muss mit besonderen Transportwägen in den Frachtraum transportiert werden. Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung, die ebenfalls auf einer inneren und einer äußeren Schiene 11, 12 angeordnet ist. Der Fuß 8 der Vorrichtung umfasst einen Querträger 10 und einen Längsträger 9, wobei der Querträger 10 auf einen entsprechenden Aufsatz in der Mitte des Längsträgers 9 aufgesteckt ist. Der Längsträger 9 wird durch nicht dargestellte Kunststoffklotze positioniert, die um die Bördelkante der äußeren Schiene 11 angeordnet sind.

Über Klemmelemente 13 kann der Längsträger 9 auf der äußeren Schiene 12 fixiert werden. Die Klemmelemente 13 können dazu die Kunststoffklotze seitlich an die Bördelkante drücken. Auf den Querträger 10 ist eine Klemmplatte 14 aufgesteckt, die wiederum auf der inneren Schiene 11 fixierbar ist.

Auf den Fuß 8 ist das Säulenelement 6 aufgesetzt. Das Säulenelement 6 weist ein Höhenverstellelement 7 auf, welches hier als Handrad ausgeführt ist. Das Handrad umgibt ein Gewinde des Säulenelementes 6 und kann durch eine Rotation in seiner Höhe verstellt werden.

Oberhalb und unterhalb des Handrades sind Gleitbuchsen 22 angeordnet, die jeweils mit dem inneren Trägerelement 5 verbunden sind. Das innere Trägerelement 5 ist mit dem äußeren Trägerelement 4 verbunden und bildet mit ihm zusammen den Träger 3.

Am äußeren Trägerelement 4 ist das Aufnähmeelement 2 angeordnet, in dem sich ein Feuerlöschbehälter 1 befindet. Die Verbindungsstelle zwischen Aufnahmeelement 2 und äußerem Trägerelement 4 ist eine schwenkbare Achse, wobei die Achse vertikal ausgerichtet ist. Ebenso erlaubt die Verbindung zwischen äuße- rem Trägerelement 4 und innerem Trägerelement 5 eine Schwenkbewegung um eine vertikale Achse.

Eine dritte vertikale Achse bildet das innere Trägerelement 5 um das Säulenelement 6 aus. Diese drei Schwenkachsen 23 ermöglichen es, den mehrgelenkigen Feuerlöschbehälter in einfacher Weise in Richtung weg von der Einbauposition zu bewegen, wofür die Vorrichtung aus dem Stand der Technik eine besondere

Gleitschiene vorsieht.

Durch das HöhenverStellelement 7 kann der Feuerlöschbehälter 1 anschließend mitsamt dem Träger 3 abgesenkt werden. Anschließend kann der Feuerlöschbehälter 1 beispielsweise zum Wiegen mit einer Tragestange von dem Aufnähmeelement 2 abgehoben werden .

Die Vorrichtung bzw. das Aufnahmeelement 2 ist dabei beispielsweise zur Aufnahme von Feuerlöschbehältern 1 im Flugzeugtyp A310 und A330/340 geeignet. Das Aufnahmeelement 2 ist austauschbar, so dass es beispielsweise auch gegen das an späterer Stelle beschriebene Aufnahmeelement 2 aus der Fig. 7 ausgetauscht werden kann.

In der Fig. 3 ist ebenfalls eine erfindungsgemäße Vorrichtung dargestellt. Zusätzlich zu der Vorrichtung aus der Fig. 2 weist diese Vorrichtung einen Niederhalter 15 auf. Der Niederhalter 15 ist oberhalb des Querträgers 10 angeordnet, er ist entlang der nicht dargestellten inneren Schiene 11 orientiert, auf der er bevorzugt für die Dauer des Verfahrens fixiert wird. Die Fixierung erfolgt über mehrere Klemmelemente 13, die an dem Niederhalter 15 angeordnet sind. Durch Aufnahme des Feuerlöschbehälter 1 entsteht ein Drehmoment, welches über den Niederhalter 15 aufgenommen wird. Somit sichert der Niederhalter 15 die Vorrichtung vor einem Umkippen. Über eine am Querträger 10 angeordnete Gewindestange 16 kann die Höhe bzw. Ausrichtung des Querträgers 10 derart eingestellt werden, dass zwischen Querträger 10 und Niederhalter 15 kein Spalt verbleibt, der zu einem Wackeln der Vorrichtung führen könnte .

In der Fig. 4 ist eine Draufsicht der Vorrichtung aus der Fig. 3 dargestellt. Der Längsträger 9 weist vier Klemmelemente 13 auf, über die die Vorrichtung auf der nicht dargestellten äußeren Schiene 12 gesichert werden kann. Zudem sind weiter Gewindestangen 16 an dem Längsträger 9 angeordnet, mit denen auch der Längsträger 9 in seiner Höhe bzw. Ausrichtung eingestellt werden kann, so dass er während des Verfahrens sicher fixiert ist. Die Gewindestangen 16 können die Kunststoffklotze verstellen und an die untere Bördelkante gepresst werden.

Fig. 5 zeigt ebenfalls eine erfindungsgemäße Vorrichtung. Die Vorrichtung ist hier mit einem anders ausgestalteten Aufnahmeelement 2 versehen, welches insbesondere zur Aufnahme von Feuerlöschbehältern 1 im Flugzeugtyp A380 geeignet ist.

Fig. 6 zeigt verschiedene Zusammenbaumöglichkeiten des äußeren und inneren Trägerelementes 4,5. Das äußere Trägerelement 4 kann in verschieden hohe Einbaupositionen eingebaut werden. Darüber hinaus kann es auch in einer „über Kopf" Stellung mit dem inneren Trägerelement 5 verbunden werden. Trotz dieser verschiedenen Einbaupositionen sind die beiden Einzelteile stets so verbunden, dass sich eine vertikale Schwenkachse 23 ergibt . Fig. 7 zeigt ein Aufnahmeelement 2. Das Aufnähmeelement dient zur Aufnahme des Feuerlöschbehälters 1. Dazu weist es eine Aufnahmegabel 17, eine Halteplatte 18 und ein Gurtband 20 auf. Der Feuerlöschbehälter 1 liegt an einer Kontaktfläche 19 an, die beispielsweise als Gummifläche ausgebildet sein kann.

Über das Gurtband 20 und verschiedene Ösen kann der Feuerlöschbehälter 1 im Aufnahmeelement 2 sicher gelagert und transportiert werden.

Bezugszeichenliste :

1 Feuerlöschbehälter

2 Auf ähmeelernent

3 Träger

4 äußeres Trägerelement

5 inneres Trägerelement

6 Säulenelement

7 Höhenverstellelement

8 Fuß

9 Längsträger

10 Querträger

11 innere Schiene

12 äußere Schiene

13 Klemmelement

14 Klemmplatte

15 Niederhalter

16 Gewindestange

17 Aufnahmegabel

18 Halteplatte

19 Kontaktfläche

20 Gurtband

22 Gleitbuchsen

23 Schwenkachsen