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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR SCARFING WARM AND COLD WORKPIECES, SUCH AS SLABS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/160692
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for scarfing warm and cold workpieces (2) such as steel slabs, inside and upstream of continuous casting plants, by means of scarfing burners (5), comprising a line of rollers (6.1) which are arranged in the direction of transport of the workpiece (2), on which the workpiece (2) which is to be scarfed is arranged. An arranging device (7) places the workpiece (2) vertically on one of its long narrow sides and drive rollers (10.1) transporting the workpiece (2) to a scarfing burner frame (4) comprising the scarfing burners (5). Said scarfing burner frame surrounds the workpiece (2) which is to be scarfed. Additional drive rollers (10.2) transport the workpiece (2) after scarfing to a subsequent deposit device (13) for depositing the workpiece (2) on one of its wide sides on an additional line of rollers (6.2). At least one granulating nozzle (14) installed close to the scarfing burner (5) is used to remove by granulation thus produced melted steel and slag, traverse to the vertical.

Inventors:
LOTZ, Horst K. (Fasanenweg 7, Königstein, 61462, DE)
Application Number:
EP2010/058956
Publication Date:
December 29, 2011
Filing Date:
June 24, 2010
Export Citation:
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Assignee:
GESELLSCHAFT FÜR AUTOGENMASCHINEN UND -GERÄTE MBH (Fasanenweg 7, Königstein, 61462, DE)
LOTZ, Horst K. (Fasanenweg 7, Königstein, 61462, DE)
International Classes:
B23K7/06
Attorney, Agent or Firm:
AUE, Hans-Peter (Tannenring 79, Wiesbaden, 65207, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Flämmen von warmen und kalten

Werkstücken (2), wie Brammen, aus Stahl in und nach Stranggießanlagen mittels Flämmbrennern (5) , dadurch gekennzeichnet, dass in einem senkrechten Flämmturm (3) mit einem starren vertikal

aufgerichteten Flämmbrennerrahmen (4), der ein horizontal zugeführtes, auf einer seiner langen Schmalseiten senkrecht aufgestelltes Werkstück (2) allseitig umschließt, der Flämmbrennerrahmen (4) nach dem Anheizen der oberen Werkstückkanten mittels Flämmbrennern (5) , die an allen vier

Seiten am Flämmbrennerrahmen (4) angeordnet sind, das gleichzeitige Flämmen an je zwei

gegenüberliegenden, also an allen vier Seiten des Werkstücks (2) durch Zugabe von Flämmsauerstoff beginnt und dann mit einer gewählten

Transportgeschwindigkeit das Werkstück (2) durch den Flämmbrennerrahmen (4) hindurch transportiert und geflämmt wird und dabei das Flämmbad aus geschmolzenem Stahl und Schlacke durch Schwerkraft nach unten fällt, wobei das Werkstück (2) vor dem Flämmen auf einem Rollgang (6.1) liegend mittels einer AufStellvorrichtung (7) auf eine seiner Schmalseiten senkrecht aufgestellt, während des Flämmens mittels Treiberrollen (10) horizontal durch den Flämmbrennerrahmen (4) geführt und nach dem Flämmen mittels einer Ablagevorrichtung (13) auf einem weiteren Rollgang (6.2) wieder auf eine seine Breitseiten abgelegt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flämmbrenner (5) im Flämmbrennerrahmen (4) das Werkstück (2) in einem Winkel von

vorzugsweise etwa 30° zur Senkrechten flämmen.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer, vorzugsweise der untere Flämmbrenner (5.4) vor dem Anheizen weg vom und wieder hin zum zu flämmenden Werkstück (2)

geschwenkt werden kann.

4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Flämmens mindestens eine in der Nähe der Flämmbrenner (5) befindliche

Granulierdüse (14) den entstehenden geschmolzenem Stahl und die Schlacke quer zur Senkrechten abgranuliert und tiefere Einrichtungsteile

schützt .

5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das senkrecht auf eine seiner Schmalseiten aufgestellte Werkstück (2) während des Flämmens durch Stützwalzen (9) aufrecht gehalten und gegen Umfallen gesichert wird.

6. Einrichtung (1) zum Flämmen von warmen und kalten Werkstücken (2), wie Brammen, aus Stahl in und nach Stranggießanlagen mittels Flämmbrennern (5) , gekennzeichnet durch einen in Transportrichtung des Werkstückes (2) befindlichen Rollgang (6.1), auf dem das zu flämmende Werkstück (2) liegt, mit einer AufStellvorrichtung (7) zum Aufstellen des Werkstückes (2) senkrecht auf eine seiner langen Schmalseiten und Treiberrollen (10.1) zum

Transportieren des Werkstückes (2) zu einem senkrechten Flämmturm (3) mit einem starren vertikal aufgerichteten Flämmbrennerrahmen (4) mit einer Mehrzahl an allen seinen vier Seiten

angeordneten Flämmbrennern (5) , der das auf seiner langen Schmalseite senkrecht aufgestellte und zu flämmende Werkstück (2) umschließt, und mindestens eine in der Nähe der Flämmbrenner (5) installierte Granulierdüse (14) zum Abgranulieren von

entstehendem abgeschmolzenen Stahl und Schlacke quer zur Senkrechten, und weiteren Treiberrollen (10.2) zum Transportieren des Werkstückes (2) zu einer nachfolgenden Ablagevorrichtung (13) zum Ablegen des Werkstückes (2) auf einer seiner

Breitseiten auf einem weiteren Rollgang (6.2) .

Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch

gekennzeichnet, dass der vertikal aufgerichtete Flämmbrennerrahmen (4) rechteckig ausgebildet ist und eine mittige Öffnung zum Hindurchführen des zu flämmenden Werkstückes (2) aufweist.

Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch

gekennzeichnet, dass die Flämmbrenner (5) im

Flämmbrennerrahmen (4) in einem Winkel von

vorzugsweise etwa 30° zur Senkrechten angeordnet und zum zu flämmenden Werkstück (2) hin gerichtet sind .

9. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch

gekennzeichnet, dass jeweils eine Stützeinrichtung zum Aufrechthalten des senkrecht auf einer langen Schmalseite aufgestellten und zu flämmenden

Werkstücks (2) vor und nach dem Flämmturm (3) angeordnet ist und vorzugsweise aus Stützwalzen (9) besteht.

10. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch

gekennzeichnet, dass die Stützwalzen (9) am

Rollgang (6; 8) und/oder an der Aufstell- bzw.

Ablagevorrichtung (7,13) angeordnet sind, wobei die dem Flämmturm (3) am nächsten befindlichen Stützwalzen (9.1; 9.2) wegschwenkbar sind.

11. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch

gekennzeichnet, dass in deren Arbeitsbereich ein Kanal zum Ableiten der granulierten Schlacke und des Granulierwassers vorgesehen ist.

Description:
Verfahren und Einrichtung zum Flämmen von warmen und kalten Werkstücken, wie Brammen

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Flämmen von warmen und kalten Werkstü ¬ cken, wie Brammen, aus Stahl in und nach Stranggießan ¬ lagen mittels Flämmbrennern .

Insbesondere Brammen, Blöcke und Knüppel aus Stahl wer ¬ den gewöhnlich konditioniert bzw. geputzt, indem

Flämmbrenner längs der oberen, unteren und seitlichen Oberflächen eines solchen zu flämmenden Werkstückes be ¬ wegt werden, um normabweichenden Gefügestrukturen und Oberflächenfehler, wie zum Beispiel Risse, Grate und

Schlackeneinschlüsse zu entfernen. Dabei wird das Werk ¬ stück horizontal flach auf einer seiner Breitseiten liegend zu den Flämmbrennern und entlang der Flämmbren ¬ ner geführt. Eine herkömmliche Flämmvorrichtung weist horizontal ausgerichtet obere und gegebenenfalls untere Flämmeinheiten auf, die quer über die Breite und die

Endabschnitte einer Halterung montiert sind, um gleich ¬ zeitig die langen Schmalseiten eines Werkstückes, z.B. eine Bramme, zu flämmen, wenn das Werkstück flach lie ¬ gend zwischen ihnen hindurchgeführt wird. Sollen auch die Breitseiten des Werkstückes geflämmt werden, wird das Werkstück aufgestellt oder die Halterung

verschwenkt, so dass mehrere Arbeitsgänge notwendig sind . Ein Flämmvorgang wird üblicherweise dadurch eingelei ¬ tet, dass zunächst eine Kante oder ein Streifen auf der Werkstückoberfläche auf Eisenzündtemperatur erhitzt wird. Die Breite des Streifens ist normalerweise gleich der Breite der gewünschten Flämmbahn. Ein

Flämmsauerstoffström wird dann auf den vorgeheizten Streifen aufgeblasen und es erfolgt eine Relativbewe ¬ gung zwischen Flämmsauerstoffström und Werkstück.

Nachteilig hierbei ist, dass zum Flämmen aller vier Seiten des Werkstückes, nämlich der langen Schmalseiten und Breitseiten mehrere Arbeitsgänge notwendig sind und das Werkstück mehrfach umgestellt werden muss, was er ¬ heblichen Zeit- und Transportaufwand mit sich bringt. Darüber hinaus spritzen beim Gießen entstandener Zun ¬ der, beim Flämmen abgeschmolzener Stahl und Schlacke unkontrolliert im Arbeitsbereich herum und setzen sich teilweise wieder auf der Oberfläche des zu flämmenden Werkstückes oder anderen Einrichtungsteilen der Flämm- maschine, insbesondere an den Flämmbrennern ab.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Einrichtung zum Flämmen von warmen und kalten Werkstü ¬ cken, wie Brammen, aus Stahl in und nach Stranggießan ¬ lagen mittels Flämmbrennern zu schaffen, die ein siche ¬ res, störungsarmes und sauberes Flämmen des Werkstückes bei möglichst geringem Platzbedarf ermöglichen.

Verfahrensgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass in einem senkrechten Flämmturm mit einem starren verti- kal aufgerichteten Flämmbrennerrahmen, der ein horizon ¬ tal zugeführtes, auf einer seiner langen Schmalseiten senkrecht aufgestelltes Werkstück allseitig umschließt, der Flämmbrennerrahmen nach dem Anheizen der oberen Werkstückkanten mittels Flämmbrennern, die an allen vier Seiten am Flämmbrennerrahmen angeordnet sind, das gleichzeitige Flämmen an je zwei gegenüberliegenden, also an allen vier Seiten des Werkstücks durch Zugabe von Flämmsauerstoff beginnt und dann mit einer gewähl ¬ ten Transportgeschwindigkeit das Werkstück durch den Flämmbrennerrahmen hindurch transportiert und geflämmt wird und dabei das Flämmbad aus geschmolzenem Stahl und Schlacke durch Schwerkraft nach unten fällt, wobei das Werkstück vor dem Flämmen auf einem Rollgang liegend mittels einer AufStellvorrichtung auf eine seiner

Schmalseiten senkrecht aufgestellt, während des Fläm- mens mittels Treiberrollen horizontal durch den

Flämmbrennerrahmen geführt und nach dem Flämmen mittels einer Ablagevorrichtung auf einem weiteren Rollgang wieder auf eine seine Breitseiten abgelegt wird.

Dadurch wird ein Flämmen gleichzeitig aller vier Sei ¬ ten, nämlich der langen Schmalseiten und der Breitsei ¬ ten des Werkstückes, ermöglicht, ohne dass mehrere Flämmschritte notwendig sind. Es sei angemerkt, dass auch andere Werkstücke, wie Blöcke, Knüppel und solche nicht rechteckigen Querschnitts mit diesem Verfahren geflämmt werden können.

Der vertikal im senkrechten Flämmturm aufgerichtete starre Flämmbrennerrahmen umschließt mit den daran an ¬ geordneten Flämmbrennern das zu flämmende, waagerecht auf einer langen Schmalseite im Flämmturm aufgerichtete und auf der Schmalseite liegende Werkstück umfangssei- tig. Das Werkstück wird während des Flämmens durch die Treiberrollen durch den Flämmbrennerrahmen mit einer gewählten Transportgeschwindigkeit , welche die

Flämmgeschwindigkeit bestimmt, verfahren.

Das zu flämmende Werkstück, z.B. eine Bramme, wird auf einem in der Regel ohnehin in einer Stranggießanlage vorhandenen Rollgang an die Flämmmaschine herangeführt, und zwar flach auf einer seiner Breitseiten liegend, wie es aus der Stranggießanlage üblicherweise transpor ¬ tiert wird. Vor dem Flämmen wird das Werkstück mit der am Rollgang angeordneten AufStellvorrichtung um 90° auf eine seiner Schmalseiten aufgerichtet, die dann auf dem Rollgang aufliegt. Beim weiteren Transport des nun auf einer Schmalseite liegenden Werkstückes hin zum

Flämmturm wird das Werkstück durch die Treiberrollen zum vertikalen Flämmbrennerrahmen geführt und bewegt, der das Werkstück allseitig umschließt. Dabei sind die an allen vier Seiten am Flämmbrennerrahmen angeordneten Flämmbrenner auf die jeweilige Werkstückoberfläche ge ¬ richtet. Selbstverständlich können auch mehrere

Flämmbrenner oder Sätze von Flämmbrennern pro Seite des Werkstückes am Flämmbrennerrahmen vorgesehen sein.

Zunächst erfolgt das Anheizen der in Transportrichtung vorderen Werkstückkanten mittels der Flämmbrenner im Flämmbrennerrahmen. Dann wird durch Zugabe von Flämm- sauerstoff der Flämmvorgang durchgeführt, indem mit ei ¬ ner gewählten Transportgeschwindigkeit das Werkstück durch den Flämmbrennerrahmen hindurch transportiert und geflämmt wird. Dabei fällt das Flämmbad aus geschmolze ¬ nem Stahl und Schlacke durch Schwerkraft nach unten. Somit können sich der geschmolzene Stahl und die Schla ¬ cke nicht mehr auf dem Werkstück und andere umgebende Einrichtungsteile absetzen, festsetzen und verkrusten.

Passiert das Werkstück den Flämmbrennerrahmen, erfassen nachfolgende Treiberrollen den bereits geflämmten Ab ¬ schnitt des Werkstückes und bewegen dieses weiter in Transportrichtung auf einen nachfolgenden weiteren Rollgang. Diesem ist eine Ablagevorrichtung zugeordnet, die nun nach Beendigung des Flämmvorganges das geflämm- te Werkstück wieder auf eine seiner Breitseiten ablegt.

Gemäß einer Weiterbildung des Verfahrens flämmen die Flämmbrenner im Flämmbrennerrahmen das Werkstück in e nem Winkel von vorzugsweise etwa 30° zur Senkrechten. Dadurch wird ein optimaler und wirtschaftlicher

Flämmwinkel der Flämmbrenner zum Werkstück erreicht .

Bevorzugt kann zumindest einer, vorzugsweise der untere Flämmbrenner vor dem Anheizen weg vom und wieder hin zum zu flämmenden Werkstück geschwenkt werden. Infolge der Schwerkraft fallen Schmutz und Schlacke beim Anhei ¬ zen und Anflämmen des Werkstückes nach unten. Diese würden somit den unteren Flämmbrenner verschmutzen, verkleben und verkrusten. Zum Flämmen selbst wird der Flämmbrenner wieder beigeschwenkt. Durch das Wegschwen ¬ ken des Flämmbrenners wird erhebliche Reinigungszeit und -aufwand gespart, welche erheblich sind, da im schlechtesten Fall bei jedem einzelnen Werkstück vor dem Flämmen der betroffene Flämmbrenner zeit-, kosten- und personalaufwändig gereinigt werden müsste. Gegebe ¬ nenfalls können alle Flämmbrenner am Flämmbrennerrahmen wegschwenkbar ausgebildet sein, um die Flämmbrenner va ¬ riabel vor Verschmutzungen schützen zu können. Das kann beispielsweise bei zu flämmenden Werkstücken mit nicht rechteckigem Querschnitt der Fall sein.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn während des Flämmens mindestens eine in der Nähe der Flämmbrenner befindli ¬ che Granulierdüse den entstehenden geschmolzenem Stahl und die Schlacke quer zur Senkrechten abgranuliert und somit tiefere Einrichtungsteile schützt. Dabei werden während des Flämmvorganges geschmolzener Stahl und Schlacke aus dem Flämmbereich in Querrichtung weggebla ¬ sen. Der granulierte Abfall kann dann in einem unter oder neben der Flämmmaschine befindlichen Kanal abge ¬ leitet werden.

Weiterhin wird das senkrecht auf eine seiner Schmalsei ¬ ten aufgestellte Werkstück während des Flämmens durch Stützwalzen aufrecht gehalten und gegen Umfallen gesi ¬ chert . Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einer Einrichtung auch gelöst durch einen in Transportrichtung des Werk ¬ stückes befindlichen Rollgang, auf dem das zu flämmende Werkstück liegt, mit einer AufStellvorrichtung zum Auf ¬ stellen des Werkstückes senkrecht auf eine seiner lan ¬ gen Schmalseiten und Treiberrollen zum Transportieren des Werkstückes zu einem senkrechten Flämmturm mit ei ¬ nem starren vertikal aufgerichteten Flämmbrennerrahmen mit einer Mehrzahl an allen seinen vier Seiten angeord- neten Flämmbrennern, der das auf seiner langen Schmal ¬ seite senkrecht aufgestellte und zu flämmende Werkstück umschließt, und mindestens eine in der Nähe der

Flämmbrenner installierte Granulierdüse zum

Abgranulieren von entstehendem abgeschmolzenen Stahl und Schlacke quer zur Senkrechten, und weiteren Trei ¬ berrollen zum Transportieren des Werkstückes zu einer nachfolgenden Ablagevorrichtung zum Ablegen des Werk ¬ stückes auf einer seiner Breitseiten auf einem weiteren Rollgang .

Im senkrechten Flämmturm ist somit der starre vertikal aufgerichtete Flämmbrennerrahmen angeordnet, der eine Mehrzahl an allen seinen vier Seiten angeordnete

Flämmbrenner aufweist. So kann an jeder Seite des

Flämmbrennerrahmens ein Flämmbrenner oder, in Abhängig ¬ keit von der Breite des zu flämmenden Werkstückes, an jeder Seite jeweils eine Gruppe von nach innen gerich ¬ teten Flämmbrennern angeordnet sein. Zweckmäßigerweise sind die Flämmbrenner im Flämmbrennerrahmen in einem Winkel von vorzugsweise etwa 30° zur Senkrechten ange ¬ ordnet und zum zu flämmenden Werkstück hin gerichtet.

Der Flämmbrennerrahmen ist rechteckig ausgebildet und weist eine mittige Öffnung zum Hindurchführen des zu flämmenden Werkstückes auf. Ist das zu flämmende Werk ¬ stück auf eine seiner langen Schmalseiten senkrecht auf dem Rollgang mittels der AufStellvorrichtung aufgelegt, umschließt der Flämmbrennerrahmen das Werkstück mit seiner vom Rahmen gebildeten Öffnung.

Weiterhin ist mindestens eine in der Nähe der Flämmbrenner installierte Granulierdüse zum

Abgranulieren von entstehendem abgeschmolzenen Stahl und Schlacke quer zur Senkrechten vorgesehen. Die

Granulierdüse granuliert die beim Flämmen des Werkstü ¬ ckes entstehende Schlacke in Querrichtung zur Bewe- gungsrichtung des Flämmbrennerrahmens ab und schützt dabei tiefere Einrichtungsteile, insbesondere die

Flämmbrenner vor Verschmutzung.

Nach einer weiteren Ausbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist jeweils eine Stützeinrichtung zum Aufrecht- halten des senkrecht auf einer langen Schmalseite auf ¬ gestellten und zu flämmenden Werkstücks vor und nach dem Flämmturm angeordnet und besteht vorzugsweise aus Stüt zwal zen .

Gemäß einer weiteren Ausbildung der Einrichtung sind die Stützwalzen am Rollgang und/oder an der Aufstell- bzw. Ablagevorrichtung angeordnet, wobei die dem

Flämmturm am nächsten befindlichen Stützwalzen weg ¬ schwenkbar sind. Diese Stützwalzen werden wegge ¬ schwenkt, wenn das Werkstück vor und nach dem Flämmen von den Treiberrollen erfasst und weiter transportiert wird.

Schließlich kann im Arbeitsbereich der Einrichtung ein Kanal zum Ableiten der granulierten Schlacke und des Granulierwassers vorgesehen sein. Das zu flämmende Werkstück wird über einen Rollgang, beispielsweise einer Stranggießanlage, zugeführt. Unter dem Rollgang befindet sich ein mit fließendem Wasser gefüllter, mit Prallblechen ausgekleideter Kanal, der vom Schneiden des Werkstückes abfallenden Zunder ab ¬ führt. Der Kanal erstreckt sich unterhalb des

Flämmbrennerturms und fängt auch den beim Flämmen abge ¬ schmolzenen Stahl und die Schlacke auf, die auch von der Granulierdüse hineingeblasen wird. Der Kanal dient somit zum Auffangen und Abtransport von abgeschmolzenem Stahl, Schlacke und Granulierwasser und darüber hinaus auch gleichzeitig zum Absaugen von Rauchgas.

Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbei ¬ spieles, das in den Zeichnungen dargestellt ist, näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht einer Einrichtung zum Flämmen von Werkstücken,

Fig. 2 eine Teilseitenansicht der Einrichtung gemäß

Fig. 1,

Fig. 3 eine Schnittansicht A-A gemäß Fig. 1 um 90° gedreht und

Fig. 4 eine Schnittansicht B-B gemäß Fig. 1 um 90° gedreht .

Die in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Einrichtung 1 ist eine Flämmmaschine zum Flämmen von warmen und kalten Werk- stücken 2, wie Brammen, aus Stahl in und nach Strang ¬ gießanlagen und weist einen gestellartigen senkrechten Flämmturm 3 auf. In diesem ist ein starrer, vertikal aufgerichteter Flämmbrennerrahmen 4 mit einer Mehrzahl an allen seinen vier Seiten angeordneten Flämmbrennern 5 angeordnet. So sind ein Flämmbrenner 5.1 für die vor ¬ dere Breitseite, ein Flämmbrenner 5.2 für die hintere Breitseite, ein Flämmbrenner 5.3 für die obere lange Schmalseite und ein Flämmbrenner 5.4 für die untere lange Schmalseite vorgesehen, wobei Letzterer weg ¬ schwenkbar vom Werkstück 2 ausgebildet ist. Dadurch wird ein Flämmen gleichzeitig aller vier Seiten, näm ¬ lich der langen Schmalseiten und der Breitseiten des Werkstückes 2, ermöglicht.

Der Flämmbrennerrahmen 4 ist rechteckig ausgebildet und besitzt eine mittige Öffnung zum Hindurchführen des zu flämmenden Werkstückes 2. Die Flämmbrenner 5 im

Flämmbrennerrahmen 4 sind in einem Winkel von vorzugs ¬ weise etwa 30° zur Senkrechten angeordnet und zum Werk- stück hin gerichtet.

Das zu flämmende Werkstück 2, beispielsweise eine Bram ¬ me, wird in Transportrichtung gemäß Pfeil X in Fig. 1 auf einem in einer Stranggießanlage vorhandenen hori ¬ zontalen Rollgang 6.1 an die Flämmmaschine 1 herange- führt, und zwar flach auf einer seiner Breitseiten lie ¬ gend, wie das Werkstück 2 aus der Stranggießanlage üb ¬ licherweise transportiert wird. Dem horizontalen Roll ¬ gang 6.1 sind eine AufStellvorrichtung 7 und ein verti ¬ kaler Rollgang 8.1 zugeordnet, der eine Mehrzahl von Stützwalzen 9.1 aufweist, wobei die dem Flämmturm 3 am nächsten liegende Stützwalze 9.1 seitlich wegschwenkbar ausgebildet ist. Vor dem Flämmen wird das Werkstück 2 gemäß den Fig. 2 und 3 mit der AufStellvorrichtung 7 um 90° auf eine seiner Schmalseiten aufgerichtet, so dass das Werkstück 2 mit seiner Schmalseite auf dem horizontalen Rollgang 6.1 und mit seiner entsprechenden Breitseite am verti- kalen Rollgang 8.1 auf- bzw. anliegt. Dabei liegt die dem Flämmturm 3 am nächsten liegende Stützwalze 9.1 am Werkstück 2 an. Zum Weitertransport des Werkstückes 2 wird diese Stützwalze 9.1 seitlich weggeschwenkt.

Beim weiteren Transport des nun auf einer Schmalseite liegenden Werkstückes 2 hin zum Flämmturm 3 wird das

Werkstück 2 durch eine vor dem Flämmturm 7 angeordnete und von einem Motorantrieb 11.1 angetriebene Treiber ¬ rolleneinheit 10.1 zum vertikalen Flämmbrennerrahmen 4 geführt und bewegt. Dieser umschließt das Werkstück 2 allseitig, wobei die an allen vier Seiten am Flämmbren- nerrahmen 4 angeordneten Flämmbrenner 5 auf die jewei ¬ lige Werkstückoberfläche gerichtet sind. Die Flämmma- schine 1 ist mit einer Bedien- und Kontrolleinheit 12 verbunden, mit der sie vollständig gesteuert wird.

Zunächst erfolgt das Anheizen der in Transportrichtung vorderen Kanten des Werkstückes mittels der Flämmbren ¬ ner 5 im Flämmbrennerrahmen 4. Um eine Verschmutzung des unteren Flämmbrenners 5.4 während des Anheizens zu vermeiden, wird dieser vom Werkstück 2 weg und nach dem Anheizen wieder beigeschwenkt. Dann wird durch Zugabe von Flämmsauerstoff der Flämmvorgang an allen vier Sei- ten, d.h. den langen Schmal- und Breitseiten des Werk ¬ stückes 2 durchgeführt, indem mit einer gewählten

Transportgeschwindigkeit das Werkstück 2 durch die Öff- nung des Flämmbrennerrahmens 4 hindurch transportiert und geflämmt wird. Dabei fällt das Flämmbad aus ge ¬ schmolzenem Stahl und Schlacke durch Schwerkraft nach unten in einen nicht näher dargestellten Kanal zum Ab ¬ leiten der granulierten Schlacke und des

Granulierwassers, der unter und/oder neben der Flämmma- schine angeordnet ist.

Durchläuft das Werkstück 2 den Flämmbrennerrahmen 4, erfasst eine nachfolgende weitere von einem Motoran ¬ trieb 11.2 angetriebene Treiberrolleneinheit 10.2 den bereits geflämmten Abschnitt des Werkstückes 2 und be ¬ wegt dieses weiter in Transportrichtung auf einen nach ¬ folgenden weiteren horizontalen Rollgang 6.2 mit zu ¬ geordneten vertikalen Rollgang 8.2 und einer Ablagevor ¬ richtung 13. Der vertikale Rollgang 8.2 weist eine Mehrzahl von Stützwalzen 9.2 auf, wobei die dem Flämmturm 3 am nächsten liegende Stützwalze 9.2 seitlich wegschwenkbar ausgebildet ist. Zum Weitertransport des Werkstückes 2 wird diese Stützwalze 9.1 seitlich weggeschwenkt und wieder angelegt, wenn das Werkstück 2 die Treiberrol- leneinheit 10.2 passiert hat.

Die Ablagevorrichtung 13 legt nun nach Beendigung des Flämmvorganges das geflämmte Werkstück 2 wieder auf ei ¬ ne seiner Breitseiten auf dem horizontalen Rollgang 6.2 ab, indem dieses wieder um 90° in seine Ausgangsstel- lung gebracht wird. Seitlich am Flämmbrennerrahmen 4 oder am Flämmturm 3 sind in der Nähe der Flämmbrenner 5 installierte

Granulierdüsen 14 zum Abgranulieren von entstehendem abgeschmolzenen Stahl und Schlacke mittels Wasser quer zur Senkrechten angeordnet. So können zwei

Granulierdüsen 14.1 und 14.2 für die Breitseiten vorn und hinten und zwei Granulierdüsen 14.3 und 14.4 für die langen Schmalseiten oben und unten des Werkstückes 2 vorgesehen sein, wobei vorzugsweise die untere

Granulierdüse 14.4 verfahrbar ausgebildet sein kann, um einen größeren Arbeitsbereich zu schaffen.

Während des Flämmens werden durch die Granulierdüsen 14 der beim Flämmen entstehende geschmolzene Stahl und die Schlacke quer zur Senkrechten abgranuliert und aus dem Flämmbereich in den Kanal weggeblasen. Aus diesem wer ¬ den die granulierte Schlacke und das Granulierwasser abgeleitet .

Liste der Bezugszeichen

1 Einrichtung, Flämmaschine

2 Werkstück

3 Flämmturm

4 Flämmbrennerrahmen

5 Flämmbrenner 5.1 bis 5.4

6 Horizontaler Rollgang 6.1 und 6.2

7 AufStellvorrichtung

8 Vertikaler Rollgang 8.1 und 8. 2

9 Stützwalze 9.1 und 9.2

10 Treiberrolleneinheit 10.1 und 10.2

11 Treiberrollenantrieb 11.1 und 11.2

12 Bedien- und Kontrolleinheit

13 Ablage orrichtung

14 Granulierdüse 14.1 bis 14.4