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Title:
METHOD AND DEVICE FOR SCARFING WORKPIECES, SUCH AS SLABS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/160691
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device (1) for scarfing warm and cold workpieces (2), such as steel slabs, inside and at the exit of the continuous casting plants, by means of burners (5) comprising a vertical scarfing flame tower (3) in which a horizontal burner frame (4) having a plurality of flame burners (5) arranged on all of the four sides (5) can be moved vertically. Said burner frames (4) surrounds a workpiece (2) which is to be descaled and which is placed in a vertical manner on a support rod (6) which is arranged in the flame shaft (7) of the flame tower (3). A drive element (10) and guide elements embodied in the flame tower (3) are used to vertically drive the horizontal burner frame (4) in the flame shaft (7). Granulating jets (12) installed close to the burner (5) are provided to granulate resulting melted steel and slag transverse to the vertical. All sides of a workpiece (2) can be descaled in the vertical direction at the same time due to said device.

Inventors:
LOTZ, Horst K. (Fasaneneweg 7, Königstein, 61462, DE)
Application Number:
EP2010/058955
Publication Date:
December 29, 2011
Filing Date:
June 24, 2010
Export Citation:
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Assignee:
GESELLSCHAFT FÜR AUTOGENMASCHINEN UND -GERÄTE MBH (Fasanenweg 7, Königstein, 61462, DE)
LOTZ, Horst K. (Fasaneneweg 7, Königstein, 61462, DE)
International Classes:
B23K7/06
Attorney, Agent or Firm:
AUE, Hans-Peter (Tannenring 79, Wiesbaden, 65207, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Flämmen von warmen und kalten Werk¬ stücken (2), wie Brammen, aus Stahl in und nach Stranggießanlagen mittels Flämmbrennern (5) , dadurch gekennzeichnet, dass in einem senkrechten Flämmturm (3) mit einem horizontalen Flämmbrenner- rahmen (4), der ein auf einem Stützbock (6) auf einer Stirnseite senkrecht aufgestelltes Werkstück (2) allseitig umschließt, der Flämmbrennerrahmen (4) nach dem Anheizen der oberen Werkstückkanten mittels Flämmbrennern (5) , die an allen vier Sei¬ ten am Flämmbrennerrahmen (4) angeordnet sind, das Flämmen durch Zugabe von Flämmsauerstoff das gleichzeitige Flämmen an je zwei gegenüberliegen¬ den, also an allen vier Seiten des Werkstücks (2) beginnt und mit einer gewählten

Flämmgeschwindigkeit das Werkstück (2) flämmt und damit das Flämmbad aus geschmolzenem Stahl und Schlacke von oben nach unten treibt, wobei der Flämmbrennerrahmen (4) im Flämmschacht (7) des Flämmturms (3) mittels einem Verfahrantrieb (10) mit einer gewählten Hubgeschwindigkeit während des Flämmens nach unten und nach Beendigung des Fläm- mens nach oben zurück verfahren wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flämmbrenner (5) im Flämmbrennerrahmen (4) das Werkstück (2) in einem Winkel von vorzugs¬ weise etwa 30° zur Senkrechten flämmen. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flämmbrennerrahmen (4) vorzugsweise an Führungsschienen mittels Seilwinden (11) als

Verfahrantrieb (10) im Flämmschacht (7) des

Flämmturms (3) verfahren wird.

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Flämmens mindestens eine in der Nähe der Flämmbrenner (5) befindliche

Granulierdüse (12) den entstehenden geschmolzenem Stahl und die Schlacke quer zur Senkrechten abgranuliert und tiefere Einrichtungsteile

schützt .

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das senkrecht aufgestellte Werkstück (2) wäh¬ rend des Flämmens durch eine Stützeinrichtung (8) aufrecht gehalten wird und gegen Umfallen sichert.

Einrichtung (1) zum Flämmen von warmen und kalten Werkstücken (2), wie Brammen, aus Stahl in und nach Stranggießanlagen mittels Flämmbrennern (5) , gekennzeichnet durch einen senkrechten Flämmturm

(3) , in dem ein horizontaler Flämmbrennerrahmen

(4) mit einer Mehrzahl an allen seinen vier Seiten angeordneten Flämmbrennern (5) darin vertikal verfahrbar ist, wobei der Flämmbrennerrahmen (4) ein auf einem im Flämmschacht (7) des Flämmturms

(3) befindlichen Stützbock (6) senkrecht auf einer Stirnseite aufgestelltes und zu flämmendes Werk- stück (2) umschließt, eine Stützeinrichtung zum Aufrechthalten des senkrecht aufgestellten und zu flämmenden Werkstücks (2), einen Verfahrantrieb (10) und im Flämmturm (3) ausgebildete Führungs¬ elemente, vorzugsweise Schienen, zum vertikalen Verfahren des horizontalen Flämmbrennerrahmens (4) im Flämmschacht (7) und mindestens eine in der Nä¬ he der Flämmbrenner (5) installierte Granulierdüse (12) zum Abgranulieren von entstehendem abge¬ schmolzenen Stahl und Schlacke quer zur Senkrech¬ ten .

7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Flämmbrennerrahmen (4) rechteckig ausgebildet ist und eine mittige Öffnung zum

Hindurchführen des zu flämmenden Werkstückes (2) aufweist .

8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Flämmbrenner (5) im Flämmbrennerrah¬ men (4) in einem Winkel von vorzugsweise etwa 30° zur Senkrechten angeordnet und zum zu flämmenden Werkstück (2) hin gerichtet sind.

9. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützeinrichtung zum Aufrechthalten des senkrecht aufgestellten und zu flämmenden Werkstücks (2) motorisch betätigbar ist und vor¬ zugsweise aus Stützwalzen (9) besteht.

10. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich- net, dass der Verfahrantrieb (10) zum vertikalen Verfahren des Flämmbrennerrahmens (4) im

Flämmschacht (7) des Flämmturms (3) vorzugsweise aus mindestens einer Seilwinde (11) besteht.

11. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur AufrechtStellung des zu flämmenden Werkstückes (2) schräg angestellte Stützplatten (8) am Boden des Flämmschachtes (7) vorgesehen sind, die vor, neben oder unter dem Stützbock (6) angeordnet und bedarfsweise wegklappbar sind.

12. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Flämmbrennerrahmen (4) an allen vier Seiten Rollen angeordnet sind, um diesen an das zu flämmende Werkstück (2) anzulegen.

13. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützbock (6) im Umfang kleiner als das zu flämmende Werkstück (2) ausgebildet ist.

14. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in deren Arbeitsbereich ein Kanal (13) zum Ableiten der granulierten Schlacke und des Granulierwassers vorgesehen ist.

Description:
Verfahren und Einrichtung zum Flämmen von Werkstücken, wie Brammen

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Flämmen von warmen und kalten Werkstü- cken, wie Brammen, aus Stahl in und nach Stranggießan ¬ lagen mittels Flämmbrennern .

Insbesondere Brammen, Blöcke und Knüppel aus Stahl wer ¬ den gewöhnlich konditioniert bzw. geputzt, indem

Flämmbrenner längs der oberen, unteren und seitlichen Oberflächen eines solchen zu flämmenden Werkstückes be ¬ wegt werden, um normabweichenden Gefügestrukturen und Oberflächenfehler, wie zum Beispiel Risse, Grate und Schlackeneinschlüsse zu entfernen. Dabei wird das Werk- stück horizontal zu den und entlang der Flämmbrenner geführt. Eine herkömmliche Flämmvorrichtung weist hori ¬ zontal ausgerichtet obere und gegebenenfalls untere Flämmeinheiten auf, die quer über die Breite und die Endabschnitte einer Halterung montiert sind, um gleich- zeitig die langen Schmalseiten eines Werkstückes, z.B. eine Bramme, zu flämmen, wenn das Werkstück flach lie ¬ gend zwischen ihnen hindurchgeführt wird. Sollen auch die Breitseiten des Werkstückes geflämmt werden, wird das Werkstück aufgestellt oder die Halterung

verschwenkt, so dass mehrere Arbeitsgänge notwendig sind . Flämmschnitte werden üblicherweise dadurch eingeleitet, dass zunächst eine Kante oder ein Streifen auf der Werkstückoberfläche auf Eisenzündtemperatur erhitzt wird. Die Breite des Streifens ist normalerweise gleich der der gewünschten Flämmbahn. Ein Flämmsauerstoffström wird dann auf den vorgeheizten Streifen aufgeblasen und es erfolgt eine Relativbewegung zwischen

Flämmsauerstoffström und Werkstück, wodurch der

Flämmschnitt entsteht.

Nachteilig hierbei ist, dass zunächst viel Platz für den Arbeitsbereich der horizontalen Flämmmaschine er ¬ forderlich ist, da eine translatorische, also Längsbe- wegung des Werkstückes ausgeführt wird. Darüber hinaus spritzen beim Gießen entstandener Zunder, beim Flämmen abgeschmolzener Stahl und Schlacke unkontrolliert im Arbeitsbereich herum und setzen sich teilweise wieder auf der Oberfläche des zu flämmenden Werkstückes oder anderen Einrichtungsteilen der Flämmmaschine ab.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Einrichtung zum Flämmen von warmen und kalten Werkstü ¬ cken, wie Brammen, aus Stahl in und nach Stranggießan- lagen mittels Flämmbrennern zu schaffen, die ein siche ¬ res, störungsarmes und sauberes Flämmen des Werkstückes bei möglichst geringem Platzbedarf ermöglichen.

Verfahrensgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass in einem senkrechten Flämmturm mit einem horizontalen Flämmbrennerrahmen, der ein auf einem Stützbock auf ei ¬ ner Stirnseite senkrecht aufgestelltes Werkstück all ¬ seitig umschließt, der Flämmbrennerrahmen nach dem An ¬ heizen der oberen Werkstückkanten mittels

Flämmbrennern, die an allen vier Seiten am Flämmbren ¬ nerrahmen angeordnet sind, das Flämmen durch Zugabe von Flämmsauerstoff das gleichzeitige Flämmen an je zwei gegenüberliegenden, also an allen vier Seiten des Werk ¬ stücks beginnt und mit einer gewählten

Flämmgeschwindigkeit das Werkstück flämmt und damit das Flämmbad aus geschmolzenem Stahl und Schlacke von oben nach unten treibt, wobei der Flämmbrennerrahmen im Flämmschacht des Flämmturms mittels einem

Verfahrantrieb mit einer gewählten Hubgeschwindigkeit während des Flämmens nach unten und nach Beendigung des Flämmens nach oben zurück verfahren wird.

Dadurch wird ein Senkrechtflammen gleichzeitig aller vier Seiten des Werkstückes ermöglicht. Es sei ange ¬ merkt, dass auch andere Werkstücke, wie Blöcke, Knüppel und solche nicht rechteckigen Querschnitts mit diesem Verfahren geflämmt werden können.

Der horizontal im senkrechten Flämmturm angeordnete Flämmbrennerrahmen umschließt mit den daran angeordne ¬ ten Flämmbrennern das zu flämmende, aufrecht auf einer Stirnseite im Flämmturm stehende Werkstück umfangssei- tig und wird während des Flämmens durch den

Verfahrantrieb von oben nach unten verfahren. Das zu flämmende Werkstück wird auf einer seiner Stirn ¬ seiten senkrecht auf einem Stützbock im senkrecht ste ¬ henden Flämmturm aufgestellt, und zwar derart, dass der am Flämmturm angeordnete horizontale Flämmbrennerrahmen das Werkstück umschließt und dabei die an allen vier Seiten am Flämmbrennerrahmen angeordneten Flämmbrenner auf die jeweilige Werkstückoberfläche gerichtet sind. Selbstverständlich können auch mehrere Flämmbrenner oder Sätze von Flämmbrennern pro Seite des Werkstückes am Flämmbrennerrahmen vorgesehen sein.

Zunächst erfolgt das Anheizen der oberen Werkstückkan ¬ ten mittels der Flämmbrenner im Flämmbrennerrahmen. Dann wird durch Zugabe von Flämmsauerstoff der

Flämmvorgang durchgeführt, indem der Flämmbrennerrahmen mit den Flämmbrennern das Werkstück an allen vier Sei ¬ ten flämmend mit Flämmgeschwindigkeit das Flämmbad aus geschmolzenem Stahl und Schlacke nach unten treibend mit einer gewählten Hubgeschwindigkeit bewegt wird. So- mit können der geschmolzene Stahl und die Schlacke durch die Schwerkraft nach unten fallen und können sich nicht mehr auf dem Werkstück und andere umgebende Ein ¬ richtungsteile absetzen, festsetzen und verkrusten. Nach Beendigung des Flämmvorgangs bewegt der

Verfahrantrieb den Flämmbrennerrahmen entlang des abge- flämmten Werkstückes wieder nach oben in seine Aus ¬ gangsposition . Gemäß einer Weiterbildung des Verfahrens flämmen die

Flämmbrenner im Flämmbrennerrahmen das Werkstück in ei- nem Winkel von vorzugsweise etwa 30° zur Senkrechten. Dadurch wird ein optimaler und wirtschaftlicher

Flämmwinkel der Flämmbrenner zum Werkstück erreicht . Bevorzugt wird der Flämmbrennerrahmen an Führungsschie ¬ nen mittels Seilwinden als Verfahrantrieb im

Flämmschacht des Flämmturms verfahren. Möglich ist auch eine Verfahrbarkeit des Flämmbrennerrahmens mittels Mo ¬ tor getriebener Zahnstangen oder ähnlichen Einrichtun- gen am Flämmturm.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn während des Flämmens mindestens eine in der Nähe der Flämmbrenner befindli ¬ che Granulierdüse den entstehenden geschmolzenem Stahl und die Schlacke quer zur Senkrechten abgranuliert und somit tiefere Einrichtungsteile schützt. Dabei werden während des Flämmvorganges geschmolzener Stahl und Schlacke aus dem Flämmbereich in Querrichtung weggebla ¬ sen .

Weiterhin wird das senkrecht aufgestellte Werkstück während des Flämmens durch eine Stützeinrichtung auf ¬ recht gehalten und dadurch gegen Umfallen gesichert. Gleichzeitig werden gleichmäßige Abstände der

Flämmbrenner zum Werkstück sichergestellt.

Die Aufgabe der Erfindung wird gemäß einer Einrichtung auch gelöst durch einen senkrechten Flämmturm, in dem ein horizontaler Flämmbrennerrahmen mit einer Mehrzahl an allen seinen vier Seiten angeordneten Flämmbrennern darin vertikal verfahrbar ist, wobei der Flämmbrenner- rahmen ein auf einem im Flämmschacht des Flämmturms be ¬ findlichen Stützbock auf einer Stirnseite senkrecht aufgestelltes und zu flämmendes Werkstück umschließt, eine Stützeinrichtung zum Aufrechthalten des senkrecht aufgestellten und zu flämmenden Werkstücks, einen

Verfahrantrieb und im Flämmturm ausgebildete Führungs ¬ elemente, vorzugsweise Schienen, zum vertikalen Verfah ¬ ren des horizontalen Flämmbrennerrahmens im

Flämmschacht und mindestens eine in der Nähe der

Flämmbrenner installierte Granulierdüse zum

Abgranulieren von entstehendem abgeschmolzenen Stahl und Schlacke quer zur Senkrechten.

Im senkrechten Flämmturm ist somit der horizontale Flämmbrennerrahmen angeordnet, der eine Mehrzahl an al ¬ len seinen vier Seiten angeordnete Flämmbrenner auf ¬ weist. So kann an jeder Seite des Flämmbrennerrahmens ein Flämmbrenner oder, in Abhängigkeit von der Breite des zu flämmenden Werkstückes, an jeder Seite jeweils eine Gruppe von nach innen gerichteten Flämmbrennern angeordnet sein. Zweckmäßigerweise sind die Flämmbren ¬ ner im Flämmbrennerrahmen in einem Winkel von vorzugs ¬ weise etwa 30° zur Senkrechten angeordnet und zum zu flämmenden Werkstück hin gerichtet.

Der Flämmbrennerrahmen ist im Flämmturm vertikal verfahrbar. Unten im Flämmschacht des Flämmturms befin ¬ det sich der Stützbock, in dem das zu flämmende Werk ¬ stück auf einer Stirnseite senkrecht aufgestellt ist. Der Stützbock ist notwendig, damit das Werkstück über dessen gesamte Länge geflämmt werden kann. Der Flämmbrennerrahmen ist rechteckig ausgebildet und weist eine mittige Öffnung zum Hindurchführen des zu flämmenden Werkstückes auf. Ist das zu flämmende Werk ¬ stück auf einer Stirnseite senkrecht auf dem Stützbock aufgestellt, umschließt der Flämmbrennerrahmen das Werkstück mit seiner vom Rahmen gebildeten Öffnung. Da ¬ bei dient eine Stützeinrichtung zum Aufrechthalten des senkrecht aufgestellten und zu flämmenden Werkstücks.

Der Verfahrantrieb und die im Flämmturm ausgebildeten Führungselemente, vorzugsweise Schienen, dienen zum vertikalen Verfahren des horizontalen

Flämmbrennerrahmens im Flämmschacht . Dadurch kann der Flämmbrennerrahmen mit den Flämmbrennern während des Flämmvorganges mit einer gewählten Flämmgeschwindigkeit entlang des aufgestellten und zu flämmenden Werkstückes abgesenkt und nach Beendigung des Flämmens mit einer wirtschaftlichen Hubgeschwindigkeit wieder nach oben zurück gefahren werden. Durch dosierte Zugabe von

Flämmsauerstoff können die Flämmbrenner mit einer lan ¬ gen Heizflamme versehen werden.

Weiterhin ist mindestens eine in der Nähe der

Flämmbrenner installierte Granulierdüse zum

Abgranulieren von entstehendem abgeschmolzenen Stahl und Schlacke quer zur Senkrechten vorgesehen. Die

Granulierdüse granuliert die beim Flämmen des Werkstü ¬ ckes entstehende Schlacke in Querrichtung zur Bewe ¬ gungsrichtung des Flämmbrennerrahmens ab und schützt dabei tiefere Einrichtungsteile vor Verschmutzung. Nach einer weiteren Ausbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist die Stützeinrichtung zum Aufrechthalten des senkrecht aufgestellten und zu flämmenden Werkstücks motorisch betätigbar und besteht vorzugsweise aus Stützwalzen, die auf jeder Breitseite und/oder jeder Schmalseite des zu flämmenden Werkstückes anliegen und ein Umfallen des Werkstücks verhindern und darüber hin ¬ aus einen gleichmäßigen Abstand der Flämmbrenner zum Werkstück sicherstellen.

Der Verfahrantrieb zum vertikalen Verfahren des

Flämmbrennerrahmens im Flämmschacht des Flämmturms be ¬ steht vorzugsweise aus mindestens einer Seilwinde. So kann jeweils eine Seilwinde an jeder Seite des

Flämmturms vorgesehen sein. Motorisch angetrieben er ¬ möglichen die Seilwinden das Absenken des

Flämmbrennerrahmens und die Geschwindigkeit des Absen ¬ kens, so dass dadurch die Flämmgeschwindigkeit regu ¬ liert wird.

Des Weiteren sind zum Aufrichten des zu flämmenden Werkstückes schräg angestellte Stützplatten am Boden des Flämmschachtes vorgesehen, die vor, neben oder un ¬ ter dem Stützbock angeordnet und bedarfsweise wegklapp ¬ bar sind. Die Stützplatten dienen auch dazu, die Stütz ¬ walzen zu schützen und nicht zu überlasten. Sowohl die Stützplatten als auch die Stützwalzen werden durch die quer blasenden Granulierdüsen frei von Verschmutzung gehalten . Gemäß einer weiteren Ausbildung der Einrichtung sind am Flämmbrennerrahmen an allen vier Seiten Rollen angeord ¬ net, um diesen an das zu flämmende Werkstück anzulegen. Darüber hinaus ist der Stützbock im Umfang kleiner als das zu flämmende Werkstück ausgebildet, damit die Bren ¬ nerflamme auch den unteren Bereich des Werkstückes ab- flämmen kann. Schließlich kann im Arbeitsbereich der Einrichtung ein Kanal zum Ableiten der granulierten Schlacke und des Granulierwassers vorgesehen sein.

Das zu flämmende Werkstück wird über einen Rollengang, beispielsweise einer Gießanlage, zugeführt. Unter dem Rollengang befindet sich ein mit fließendem Wasser ge ¬ füllter, mit Prallblechen ausgekleideter Kanal, der vom Schneiden des Werkstückes abfallenden Zunder abführt. Der Kanal erstreckt sich unterhalb des

Flämmbrennerturms und fängt auch den beim Flämmen abge ¬ schmolzenen Stahl und die Schlacke auf, die auch von der Granulierdüse hineingeblasen wird. Der Kanal dient somit zum Auffangen und Abtransport von abgeschmolzenem Stahl, Schlacke und Granulierwasser und darüber hinaus auch gleichzeitig zum Absaugen von Rauchgas.

Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbei ¬ spieles, das in den Zeichnungen dargestellt ist, näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Vorderansicht einer Einrichtung zum Fläm- men von Werkstücken und

Fig. 2 eine Seitenansicht der Einrichtung gemäß Fig.

1.

Die Einrichtung 1 zum Flämmen von warmen und kalten Werkstücken 2, wie Brammen, aus Stahl in und nach

Stranggießanlagen weist einen gestellartigen senkrech- ten Flämmturm 3 auf. In diesem ist ein horizontaler

Flämmbrennerrahmen 4 mit einer Mehrzahl an allen seinen vier Seiten angeordneten Flämmbrennern 5 vertikal verfahrbar angeordnet. Die Fig. 1 und 2 zeigen den Flämmbrennerrahmen 4 in seiner Ausgangsposition vor dem Flämmvorgang in Volllinien und in seiner Endstelleung nach dem Flämmen in Strichlinien. Der Flämmbrennerrah ¬ men 4 ist rechteckig ausgebildet und besitzt eine mit ¬ tige Öffnung zum Hindurchführen des zu flämmenden Werk ¬ stückes 2. Die Flämmbrenner 5 im Flämmbrennerrahmen 4 sind in einem Winkel von vorzugsweise etwa 30° zur

Senkrechten angeordnet und zum Werkstück hin gerichtet. Ein oder ein Satz von Flämmbrennern 5.1 dient somit zum Flämmen der Schmalseiten und ein oder ein Satz von Flämmbrennern 5.2 dient zum Flämmen der Breitseiten des Werkstückes 2. Dadurch wird ein Senkrechtflämmen gleichzeitig aller vier Seiten des Werkstückes 2 ermög ¬ licht .

Am Flämmbrennerrahmen 4 können an allen vier Innensei- ten nicht gezeigte Rollen angeordnet sein, um diesen an das zu flämmende Werkstück 2 anzulegen. Das zu flämmende Werkstück 2 wird senkrecht, also auf einer seiner Stirnseiten stehend, auf einem Stützbock 6 aufgestellt, der sich unten im Flämmschacht 7 des

Flämmturms 3 mittig unterhalb des Flämmbrennerrahmens 4 befindet. Der Stützbock 6 ist im Umfang kleiner als das zu flämmende Werkstück 2 ausgebildet.

Zum Aufrechtstellen des zu flämmenden Werkstückes 2 sind schräg angestellte Stützplatten 8 am Boden des

Flämmschachtes 7 vorgesehen sind, die vor und neben dem Stützbock angeordnet sind, die gegebenenfalls nach dem Aufrechtstellen des Werkstückes 2 weggeklappt werden können .

Eine Stützeinrichtung dient zum Aufrechthalten des senkrecht aufgestellten und zu flämmenden Werkstücks 2. Die Stützeinrichtung ist mittels eines Elektromotors betätigbar und besteht aus an Armen befestigten Stütz- walzen 9.

Im gestellartigen Flämmturm 3 ist ein Verfahrantrieb 10 zum vertikalen Verfahren des Flämmbrennerrahmens 4 im Flämmschacht 7 des Flämmturms 3 angeordnet und besteht aus jeweils einer Seilwinde 11 an jeder dessen Seite. Die Seilwinden 11 sind mit dem rechteckigen Flämmbren- nerrahmen 4 gekoppelt und werden durch einen Elektromo ¬ tor angetrieben. Somit kann der Flämmbrennerrahmen 4 während des Flämmens durch den Verfahrantrieb 10 von oben nach unten und nach dem Flämmen des Werkstückes 2 wieder von unten nach oben verfahren werden. Zur vertikalen Führung während des Verfahrens des

Flämmbrennerrahmens 4 im Flämmschacht 7 ist an jeder Seite des Flämmturms 3 ein nicht näher dargestelltes Führungselement in Form einer Schiene ausgebildet.

Seitlich am Flämmbrennerrahmen 4 sind in der Nähe der Flämmbrenner 5 installierte Granulierdüsen 12 zum

Abgranulieren von entstehendem abgeschmolzenen Stahl und Schlacke mittels Wasser quer zur Senkrechten ange ¬ ordnet. So können zwei Granulierdüsen 12.1 für die Schmalseiten und zwei Granulierdüsen 12.2 für die

Breitseiten des Werkstückes 2 vorgesehen sein.

Weiterhin ist im Arbeitsbereich der Einrichtung 1 ein Kanal 13 zum Ableiten der granulierten Schlacke und des Granulierwassers vorgesehen.

Im Flämmturm 3 verlaufen flexible Medienversorgungslei ¬ tungen 14 insbesondere für Heizgas und Flämmsauerstoff für die Flämmbrenner 5.

Zuerst erfolgt das Anheizen der oberen Werkstückkanten mittels der Flämmbrenner 5 im Flämmbrennerrahmen 4. Dann wird durch Zugabe von Flämmsauerstoff der

Flämmvorgang durchgeführt, indem der Flämmbrennerrahmen 4 mit den Flämmbrennern 5 das Werkstück 2 an allen vier Seiten flämmend mit Flämmgeschwindigkeit das Flämmbad aus geschmolzenem Stahl und Schlacke von oben nach un ¬ ten treibend mit einer gewählten Hubgeschwindigkeit be- wegt wird. Somit können der geschmolzene Stahl und die Schlacke durch die Schwerkraft nach unten fallen.

Während des Flämmens werden durch die Granulierdüsen 12 der beim Flämmen entstehende geschmolzene Stahl und die Schlacke quer zur Senkrechten abgranuliert und aus dem Flämmbereich in Querrichtung in den Kanal 13 weggebla ¬ sen. Aus diesem werden die granulierte Schlacke und das Granulierwasser abgeleitet.

Nach Beendigung des Flämmvorgangs bewegt der

Verfahrantrieb 10 den Flämmbrennerrahmen 4 im Flämmturm 3 entlang des abgeflämmten Werkstückes 2 wieder nach oben in seine Ausgangsposition.

Liste der Bezugszeichen

1 Einrichtung

2 Werkstück

3 Flämmturm

4 Flämmbrennerrahmen

5 Flämmbrenner

6 Stützbock

7 Flämmschacht

8 Stüt zplatten

9 Stützwalze

10 Verfahrantrieb

11 Seilwinde

12 Granulierdüse

13 Kanal

14 Medienversorgungsleitungen