| 1. | Verfahren zur Herstellung einer SanierungsDachbahn (11) mit Dampfdruckausgleichseinrichtungen, mit einem auf ein Flächengebilde (10) auf der Basis von Bitumen unter Zwi schenschaltung einer Kunststofffolie (8) aufkaschierten, in Abständen verteilt von einer Flachseite zur anderen Flachseite durchgehend ausgebildete Öffnungen (2,3,4, 5,6,7) aufweisenden Flächengebilde (1) auf der Basis von Glasvlies, dadurch gekennzeichnet, dass eine minera lische Beschichtung (9) auf die eine Flachseite des Flä chengebildes (1) auf der Basis von Glasvlies aufgebracht wird und die Kunststofffolie (8) durch Auftragen von Kunststoff in schmelzflüssigem Zustand im Extrusions Beschichtungsverfahren auf die andere Flachseite des mit Öffnungen versehenen Flächengebildes (1) auf der Basis von Glasvlies aufgebracht wird, und dass das Flächenge bilde (10) auf der Basis von Bitumen auf die der aufge brachten Kunststofffolie (8) zugewandte Seite des Flä chengebildes (1) auf der Basis von Glasvlies aufka schiert wird. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Aufbringens der Kunststofffolie (8) durch Aufbringen von Kunststoff in schmelzflüssigem Zustand im ExtrusionsBeschichtungsverfahren auf das mit Öffnungen versehene Flächengebilde (1) der auf die der Aufbring seite des Kunststoffs gegenüberliegenden Seite aufge brachte Anpressdruck einen solchen Wert aufweist, dass kein Durchpressen des aufgebrachten Kunststoffs durch die Öffnungen (2,3,4,5,6,7) erfolgt. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich net, dass die im schmelzflüssigem Zustand im Extrusions Beschichtungsverfahren aufzubringende Kunststofffolie an einer Längsseite oder an beiden Längsseiten des Flächen gebildes (1) hinaus vorstehend aufgebracht wird (vor zugsweise ca. 15 cm). |
| 4. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass auf das mit Öffnungen versehene Flä chengebilde eine Polyethylenschicht mit einem Flächenge wicht etwa im Bereich zwischen 15 g/m2 bis 50 g m2 auf gebracht wird. |
| 5. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dichte des im Extrusionsverfahren aufgebrachten Polyethylens etwa im Bereich zwischen 0,915 g/cm3 bis 0,960 g/cm3 liegt. |
| 6. | Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckwalze einer bei dem ExtrusionsBeschichtungsver fahren eingesetzten Laminiervorrichtung eine Antihaftbe schichtung aufweist. |
| 7. | Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckwalze als mit einem Schlauch auf der Ba sis von Polytetrafluorethylen überzogene Gummiwalze aus gebildet ist. |
| 8. | Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckwalze als mit einem Band auf der Basis von Polytetrafluorethylen überlebte Gummiwalze ausge bildet ist. |
| 9. | Halbfertigprodukt zur Herstellung einer SanierungsDach bahn (11) zur Sanierung bestehender Dachabdeckungen (12) od. dgl., vorzugsweise zur Verwendung in einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einer ersten, das Halbfertigprodukt bildenden TeilWarenbahn, welche ein Flächengebilde (1) auf der Basis von Glasvlies mit in Abständen verteilt angeordneten, von einer Flachseite des Flächengebildes (1) zur anderen durchgehend ausge bildeten Öffnungen (2,3,4,5,6,7) aufweist, mit de ren einer Flachseite zur Erstellung der Sanierungs Dachbahn eine zweite TeilWarenbahn in Form eines Flä chengebildes (10) auf der Basis von Bitumen unter Zwi schenschaltung einer Kunststofffolie (8) fest verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie (8) auf einer Flachseite des Flächengebildes (1) auf der Basis von Glasvlies fest aufgebracht ist, vorzugsweise durch Auftragen von Kunststoff in schmelzflüssigem Zu stand im ExtrusionsBeschichtungsverfahren. |
| 10. | Halbfertigprodukt nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass die der Flachseite des Flächengebildes (1) mit aufgebrachter Kunststofffolie (8) gegenüberliegende Flachseite eine mineralische Beschichtung (9) aufweist. |
| 11. | Halbfertigprodukt nach Anspruch 9 oder 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kunststofffolie (8) über wenig stens eine Seitenkante des Flächengebildes (1) auf der Basis von Glasvlies vorstehend ausgebildet ist. |
Es ist bekannt, bestehende Dachabdeckungen dadurch zu sanie- ren, dass auf die vorhandene Dachabdeckung eine Sanierungs- Dachbahn aufgebracht wird. Eine solche Sanierungs-Dachbahn weist ein Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies auf, dessen eine Flachseite unter Zwischenschaltung einer Kunst- stofffolie mit einem Flächengebilde auf der Basis von Bitu- men verbunden ist. Das Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies weist von einer Flachseite zur anderen Flachseite durchgehend ausgebildete Öffnungen auf. Die Montage der Sa- nierungs-Dachbahn erfolgt so, dass sie mit ihrer die dem Flächengebilde auf der Basis von Bitumen abgewandten Flach- seite auf die Dachabdeckung aufgelegt wird. Anschließend wird von der das Flächengebilde auf der Basis von Bitumen aufweisenden Flachseite der Sanierungs-Dachbahn her Wärme aufgebracht, beispielsweise mittels eines Brenners, und zwar derart, dass die Sanierungs-Dachbahn mit der bestehenden Dachabdeckung verklebt bzw. verschmolzen wird. Durch die Einwirkung von Wärme wird das Flächengebilde auf der Basis von Bitumen teilweise flüssig. Die Kunststofffolie, welche
die Öffnungen in dem Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies überdeckt, schmilzt bei diesem Vorgang weg, so dass das Bitumen die Öffnungen durchdringen und sich fest mit der Oberfläche der zu sanierenden Dachabdeckung verbin- den kann. Die Verbindung erfolgt lediglich im'Bereich der Öffnungen und somit partiell und nicht vollflächig, derart, dass auf diese Weise ein Dampfdruckausgleich ermöglicht wird. Die Öffnungen in dem Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies werden vor der Endfertigung in regelmäßigen Ab- ständen ausgestanzt und haben beispielsweise die Größe von etwa 2,5 cm x 7 cm.
Es ist bekannt, zur Herstellung einer Sanierungs-Dachbahn der vorstehend genannten Art eine Kaschieranlage oder eine anderweitig ausgebildete Fertigungsanlage einzusetzen, wobei in die Anlage gleichzeitig oder nacheinander ein die Öffnun- gen aufweisendes Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies, eine Kunststofffolie und ein Flächengebilde auf der Basis von Bitumen eingebracht und miteinander verbunden werden. Es hat sich herausgestellt, dass die Handhabung und das Ein- bringen einer dünnen Kunststofffolie in einer Kaschieranlage oder anderweitig ausgebildeten Fertigungsanlagen problema- tisch ist und oft zu Betriebsstörungen führt.
Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren zur Herstellung einer Sanierungs- Dachbahn der eingangs genannten Art rationeller als bisher zu gestalten.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass eine mineralische Beschichtung auf die eine Flachseite des Flächengebildes auf der Basis von Glasvlies aufgebracht wird und die Kunststofffolie durch Auftragen von Kunststoff in schmelzflüssigem Zustand im Extrusions-Beschichtungsver-
fahren auf die andere Flachseite des mit Öffnungen versehe- nen Flächengebildes auf der Basis von Glasvlies aufgebracht wird, und dass das Flächengebilde auf der Basis von Bitumen auf die der aufgebrachten Kunststofffolie zugewandte Seite des Flächengebildes auf der Basis von Glasvlies aufkaschiert wird.
Das Aufbringen der Kunststofffolie durch Auftragen von Kunststoff in schmelzflüssigem Zustand ist rationeller und preiswerter als das Einbringen einer Kunststofffolie in eine Kaschieranlage oder eine anderweitig ausgebildete Ferti- gungsanlage zur Herstellung von Sanierungs-Dachbahnen.
Im Hinblick auf die in dem Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies vorgesehenen Öffnungen kann weiterhin erfindungs- gemäß vorgesehen sein, dass während des Aufbringens der Kunststofffolie durch Auftragen von Kunststoff in schmelz- flüssigem Zustand im Extrusions-Beschichtungsverfahren auf das mit Öffnungen versehene Flächengebilde der auf die der Aufbringseite des Kunststoffs gegenüberliegende Seite aufge- brachte Anpressdruck einen solchen Wert aufweist, dass kein Durchpressen des aufgebrachten Kunststoffes durch die Öff- nungen erfolgt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass auf das mit Öffnungen versehene Flächengebilde als Kunststofffolie eine Polyethylenschicht mit einem Flä- chengewicht im Bereich von 15 g/m2 bis 50 g/m2 aufgebracht wird. Die Dichte des im Extrusionsverfahren aufgebrachten Polyethylens liegt vorzugsweise im Bereich von 0,915 g/cm3 bis 0,960 g/cm3.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die im schmelzflüssigen Zustand im Extrusions-
Beschichtungsverfahren aufzubringende Kunststofffolie über wenigstens eine Seitenkante des Flächengebildes auf der Ba- sis von Glasvlies hinaus vorstehend aufgebracht wird, der- art, dass hierdurch ein Überstand der Kunststofffolie über den Rand des Flächengebildes auf der Basis von Glasvlies hinaus entsteht. Ein solcher Überstand bringt Vorteile bei der Verlegung durch eine zusätzliche sichere Überlappung der einzelnen Bahnen mit sich.
Da herkömmliche Extrusions-Beschichtungsanlagen nur für die Beschichtung von vollflächig ausgebildeten Trägermaterialien ausgelegt sind, ist in weiterer Ausgestaltung im Hinblick auf die in dem Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies vorgesehenen Öffnungen vorgesehen, dass die Andruckwalze ei- ner bei dem Extrusions-Beschichtungsverfahren eingesetzten Laminiervorrichtung eine Antihaftbeschichtung aufweist.
In zweckmäßiger Ausgestaltung dieses Merkmals kann vorgese- hen sein, dass die Andruckwalze als mit einem Schlauch auf der Basis von Polytetrafluorethylen überzogene Gummiwalze ausgebildet ist. Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Andruckwalze als mit einem Band auf der Basis von Polyte- trafluorethylen überlebte Gummiwalze ausgebildet ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies auf seiner der Kunststofffolie abgewandten Flachseite einen Antihaft- auftrag aufweist, der als mineralische Beschichtung ausge- bildet ist.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Halbfertigprodukt zur Herstellung einer Sanierungs-Dachbahn zur Sanierung beste- hender Dachabdeckungen od. dgl. mit einer ersten, das Halb- fertigprodukt bildenden Teil-Warenbahn, welche ein Flächen-
gebilde auf der Basis von Glasvlies mit in Abständen ver- teilt angeordneten, von einer Flachseite zur anderen durch- gehend ausgebildeten Öffnungen aufweist, mit deren einer Flachseite zur Erstellung der Sanierungs-Dachbahn eine zwei- te Teil-Warenbahn in Form eines Flächengebildes auf der Ba- sis von Bitumen unter Zwischenschaltung einer Kunststofffo- lie fest verbunden wird. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Kunststofffolie auf einer Flachseite des Flächenge- bildes auf der Basis von Glasvlies fest aufgebracht ist, und zwar vorzugsweise dadurch, dass Kunststoff in schmelzflüssi- gem Zustand im Extrusions-Beschichtungsverfahren auf eine Flachseite des Glasvlieses aufgebracht worden ist, wobei die Öffnungen in dem Flächengebilde auf der Basis von Glasvlies von der aufgebrachten Kunststofffolie überdeckt werden. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die der Flachsei- te mit aufgebrachter Kunststofffolie gegenüberliegende Flachseite einen Antihaftauftrag in Form einer mineralischen Beschichtung auf.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen bei- spielhaft näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbei- spiel eines erfindungsgemäßen Halbfertigproduktes zur Herstellung einer Sanierungs-Dachbahn ; Fig. 2 eine Schnittdarstellung entsprechend der Schnittli- nie II-II in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab ; Fig. 3 eine schematische Schnittdarstellung durch eine auf eine bestehende Dachabdeckung aufgelegte Sanie- rungs-Dachbahn, die aber noch nicht mit der beste- henden Dachabdeckung verklebt bzw. verschmolzen ist.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein Halbfertigprodukt gemäß der Erfindung. Ein Flächengebilde 1 auf der Basis von Glasvlies weist in Abständen verteilt angeordnete, von einer Flachseite zur anderen durchgehend ausgebildete Öffnungen 2, 3,4,5,6,7 auf. Eine der beiden Flachseiten ist fest mit einer Kunststofffolie 8 verbunden, die auch die Öffnungen 2 bis 7 überdeckt. Die der Kunststofffolie 8 gegenüberliegende Flachseite des Flächengebildes 1 auf der Basis von Glasvlies weist eine mineralische Beschichtung 9 auf. Die Kunststoff- folie 8 ist durch Auftragen von Kunststoff in schmelzflüssi- gem Zustand im Extrusions-Beschichtungsverfahren auf das mit Öffnungen versehene Flächengebilde 1 aufgebracht worden, und zwar so, dass auch die Öffnungen 5 bis 7 von der Kunststoff- folie 8 überdeckt werden.
Der Gegenstand gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2 ist ein Halbfertig- produkt. Zur Herstellung einer Sanierungs-Dachbahn wird auf die Kunststofffolie 8 ein Flächengebilde 10 auf der Basis von Bitumen aufgebracht. Auf diese Weise entsteht eine ins- gesamt mit 11 bezeichnete Sanierungs-Dachbahn, die zur Sa- nierung einer bestehenden Dachabdeckung 12 (Fig. 3) auf de- ren Oberfläche 13 mit der die mineralische Beschichtung 9 aufweisenden Flachseite aufgebracht wird. Die Befestigung der Sanierungs-Dachbahn 11 auf der Oberfläche 13 erfolgt da- durch, dass der Sanierungs-Dachbahn 11 von ihrer mit 14 be- zeichneten Oberfläche aus Wärme bzw. Hitze (beispielsweise durch einen Brenner) zugeführt wird. Durch diese Wärme bzw.
Hitze wird die Kunststofffolie 8 im Bereich der Öffnung 5 zerstört, und aus dem Flächengebilde 10 auf der Basis von Bitumen austretendes heißes und flüssiges Bitumen dringt durch die Öffnung 5 (und natürlich auch durch die anderen Öffnungen), so dass die Sanierungs-Dachbahn im Bereich der Öffnungen fest mit der Oberfläche 13 der zu sanierenden Ab- deckung 12 verklebt bzw. verschmolzen wird.
Die Dickenabmessungen der Einzelkomponenten gemäß Fig. 2 und Fig. 3 relativ zueinander sind lediglich zur Verdeutlichung der zeichnerischen Darstellung gewählt und entsprechen nicht den tatsächlichen Verhältnissen.
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