Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR SENSING THE CONTENTS OF A STORAGE CHAMBER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/207241
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for sensing the contents of at least one storage chamber (2, 3), in particular one storage chamber (2, 3) of a refrigerating appliance (1), which method comprises the following steps: a) providing a set of data carriers (14) that can be read without contact, wherein each of the data carriers (14) contains information (TID) specific to the data carrier, b) physically connecting one of the data carriers (14) to a storage good (26), c) placing the storage good (26) with the data carrier (14) in the at least one storage chamber (2, 3), d) reading (S9) the data carrier (14) in the at least one storage chamber (2, 3), e) deriving (S12, S13) at least one continuously variable location coordinate of the data carrier (14), and f) marking (S16, S21) the location corresponding to the derived location coordinate.

Inventors:
SCHLOSSER, Johannes (Sechtenhausen 6, Unterschneidheim, 73485, DE)
WIEDEMANN, Marcus (Krautgartenweg 4, Herbrechtingen, 89542, DE)
Application Number:
EP2017/061343
Publication Date:
December 07, 2017
Filing Date:
May 11, 2017
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
BSH HAUSGERÄTE GMBH (Carl-Wery-Str. 34, München, 81739, DE)
International Classes:
F25D27/00; F25D29/00
Domestic Patent References:
WO2005098455A12005-10-20
Foreign References:
US20080055084A12008-03-06
DE102007013237A12008-09-18
US20160021342A12016-01-21
DE69728810T22005-04-14
DE102013015230A12015-03-19
JP2003321107A2003-11-11
Download PDF:
Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Verfahren zur Inhaltserfassung wenigstens eines Lagerraums (2, 3), insbesondere eines Lagerraums (2, 3) eines Kältegeräts (1 ), mit den Schritten: a) Bereitstellen eines Satzes von berührungslos ablesbaren Datenträgern (14), wobei jeder der Datenträger (14) eine für ihn spezifische Information (TID) enthält, b) körperliches Verbinden eines der Datenträger (14) mit einem Lagergut (26), c) Platzieren des Lagerguts (26) mit dem Datenträger (14) in dem wenigstens einen Lagerraum (2, 3), d) Ablesen (S9) des Datenträgers (14) in dem wenigstens einen Lagerraum (2, 3), e) Ableiten (S12, S13) wenigstens einer kontinuierlich variablen Ortskoordinate des Datenträgers (14) und f) Markieren (S16, S21 ) des der abgeleiteten Ortskoordinate entsprechenden Orts.

Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Markieren (S16, S21 ) das selektive Beleuchten des Orts im Lagerraum (2, 3) umfasst.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Markieren das Anzeigen einer Karte (1 ', 1 ") des Lagerraums umfasst, die am der abgeleiteten Ortskoordinate entsprechenden Ort eine Markierung (26', 26") aufweist.

Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Wiedergabe der Karte (1 ', 1 ") die abgeleitete Ortskoordinate an ein mobiles Datenendgerät (10ausgegeben wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablesen des Datenträgers im Lagerraum mit Hilfe wenigstens einer Kamera erfolgt.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablesen des Datenträgers (14) im Lagerraum (2, 3) mit Hilfe wenigstens eines Funksignalempfängers (4, 4') erfolgt.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ortskoordinate mit Hilfe mehrerer Funksignalempfänger (4, 4') durch Triangulation abgeleitet wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit dem weiteren Schritt: g) Anlegen (S6, S12) eines Datensatzes (19), der die für den Datenträger (14) spezifische Information (TID) mit einer Information (21 ) verknüpft, die für das mit dem Datenträger (14) verbundene Lagergut (26) spezifisch ist.

9. Verfahren nach Anspruch 8 mit den weiteren Schritten: h) Empfangen einer Suchanfrage nach Lagergut; i) Entscheiden, ob das mit dem Datenträger (1 1 ) verbundene Lagergut der

Suchanfrage entspricht, anhand der lagergutspezifischen Information (21 ) des Datensatzes (19), wobei Schritt f) nur durchgeführt wird, wenn entschieden wird, dass das Lagergut (26) der Suchanfrage entspricht.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9 mit den weiteren Schritten: j) Aufnehmen eines Eintrags (25) in den Datensatz (19), der das Datum der Einbringung des Lagerguts (26) in den Lagerraum (2, 3) oder ein davon abgeleitetes Datum enthält, und k) Entscheiden anhand des Datums, ob Schritt f) durchgeführt wird.

1 1 . Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagergut (26) in Schritt c) in einem von mehreren sich in ihren Lagerbedingungen unterscheidenden Lagerräumen (2, 3; 27, 28) platziert wird, dass ermittelt wird, in welchem der Lagerräume (2, 3, 27, 28) sich das Lagergut (26) befindet und das abgeleitete

Datum in Schritt j) unter Berücksichtigung der Lagerbedingungen festgelegt wird.

12. Kältegerät (1 ), insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem Lagerraum (2, 3) und einem Lesegerät (4) zum berührungslosen Ablesen von Datenträgern (14), das am Lagerraum (2, 3) angeordnet ist, um in dem Lagerraum (2, 3) befindliche

Datenträger (14) abzulesen.

13. Kältegerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Lesegerät (4) und der Lagerraum (2, 3) von einer gemeinsamen Abschirmung umgeben sind.

14. Kältegerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lagerraum (2, 3) mehrere selektiv steuerbare Leuchtmittel (7) zum Beleuchten jeweils eines Teils des Lagerraums (2, 3) zugeordnet sind.

15. Verwaltungseinheit (8), die mit einem Lesegerät (4) eines Kältegeräts (1 ) und einem mobilen Datenendgerät (10) vernetzbar ist und eingerichtet ist, wenigstens die Schritte c) bis e) des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 auszuführen.

16. Computerprogramm-Produkt mit Programmcode-Mitteln, die einen Computer befähigen, als Verwaltungseinheit (8) nach Anspruch 15 zu arbeiten.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Inhaltserfassung eines

Lagerraums

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Inhaltserfassung eines Lagerraums, insbesondere eines Lagerraums eines Kältegeräts sowie Mittel zur Durchführung des Verfahrens.

Aus EP 1 679 636 A1 ist ein Kältegerät mit einem in mehrere Fächer unterteilten Lagerraum, einem RFI D-Lesegerät und einer Antennenanordnung bekannt, deren Antennen in der Lage sind, mit RFID-Tags zu kommunizieren, die an in dem Lagerraum gelagerten Kühlgutstücken angebracht sind. Basierend auf einem Vergleich von Signalstärken wird entschieden, in welchem der jeweils unterschiedlich weit von der Antennenanordnung entfernten Fächer sich ein RFID-Tag bzw. das mit ihm gekennzeichnete Stück Kühlgut befindet. Damit ein solcher Vergleich zutreffende Ergebnisse liefern kann, muss die Struktur der Antennenanordnung genau auf die Anordnung der Fächer abgestimmt sein; für Kältegeräte mit variabler Fachaufteilung ist der Ansatz daher nicht geeignet, und für verschiedene Kältegerätemodelle, die sich in der Geometrie ihres Lagerraums unterscheiden, wird jeweils eine eigens angepasste Antennenanordnung benötigt.

Damit ein Benutzer dieses bekannten Geräts sich anzeigen lassen kann, in welchem der mehreren Fächer sich ein bestimmtes Stück Kühlgut befindet, muss er in der Lage sein, dem Gerät mitzuteilen, zu welchem Kühlgut er Angaben wünscht. Vorschläge, wie dies sinnvollerweise geschehen kann, werden nicht gemacht. Doch auch wenn es dem Benutzer gelungen ist, das gewünschte Stück Kühlgut zu spezifizieren, und er daraufhin vom Gerät das Fach angegeben bekommt, in dem es sich befindet, kann die Suche nach ihm in einem zahlreiche weitere Kühlgutstücke enthaltenden Fach zeitraubend und mühsam sein, insbesondere wenn, wie in den Fächern von Gefriergeräten häufig der Fall, viele unterschiedliche Kühlgutstücke übereinandergestapelt sind..

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Verfahren zu schaffen, das einem Benutzer das Auffinden eines Gegenstands in wenigstens einem Lagerraum erleichtert und ohne aufwendige Optimierung auf Lagerräume mit unterschiedlichen Geometrien anwendbar ist.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Schritten: a) Bereitstellen eines Satzes von berührungslos ablesbaren Datenträgern, wobei jeder der Datenträger eine für ihn spezifische Information enthält, b) körperliches Verbinden eines der Datenträger mit einem Lagergut, c) Platzieren des Lagerguts mit dem Datenträger in dem wenigstens einen Lagerraum, d) Ablesen des Datenträgers in dem wenigstens einen Lagerraum, e) Ableiten wenigstens einer kontinuierlich variablen Ortskoordinate des Datenträgers und f) Markieren des der abgeleiteten Ortskoordinate entsprechenden Orts.

Zwar kann bei einem Lagerraum, der in mehrere diskrete Fächer unterteilt ist, eine Ungenauigkeit beim Ableiten der Ortskoordinate oder beim Markieren dazu führen, dass ein Benutzer nicht zweifelsfrei zu erkennen vermag, auf welcher Seite der Grenze zwischen zwei Fächern das gesuchte Lagergut sich befindet, doch ermöglicht die kontinuierlich variable Ortskoordinate bei ausreichender Auflösung der Ableitung, den Bereich des Lagerraums, den der Benutzer tatsächlich nach dem Lagergut absuchen muss, auf einen Bruchteil des Volumens eines Fachs einzuschränken. Das Markieren kann unmittelbar im Lagerraum durch Beleuchten des der abgeleiteten Ortskoordinate entsprechenden Orts im Lagerraum erfolgen.

Einer bevorzugten, weil allgemeiner anwendbaren Ausgestaltung zufolge umfasst das Markieren das Anzeigen einer Karte des Lagerraums, die am der abgeleiteten Ortskoordinate entsprechenden Ort eine Markierung aufweist.

Wenn das Verfahren ausschließlich an einem Kältegerät ausgeführt wird, kann ein Anzeigeschirm zum Anzeigen der Karte an dem Kältegerät selber vorgesehen sein. Insbesondere wenn der Lagerraum groß genug ist, um vom Benutzer betreten zu werden, ist von Vorteil, wenn die Karte an ein mobiles Datenendgerät zur Wiedergabe ausgegeben wird und somit vom Benutzer konsultiert werden kann, während er sich in dem Lagerraum aufhält. Ein solcher Lagerraum kann insbesondere eine komplette Vorratskammer einschließlich eines eventuell darin befindlichen Kältegeräts, oder gar mehrere Räume eines Gebäudes umfassen. Als Lesegerät zum Ablesen des Datenträgers im Lagerraum kann eine Kamera verwendet werden. Dies ist insbesondere dann praktikabel, wenn wie meist in einem Regal oder auf den Fachböden eines Kühlschranks der Fall, die Lagergutstücke einzeln stehen und aus wenigstens einer Richtung frei sieht- und identifizierbar sind. Der allgemeineren Anwendbarkeit wegen bevorzugt ist, dass als Lesegerät zum Ablesen des Datenträgers im Lagerraum wenigstens ein Funksignalempfänger, insbesondere ein RFID-Sender/Empfänger, zum Einsatz kommt, da die Kommunikation des Sender/Empfängers mit einem am Lagergut angebrachten Datenträger auch ohne direkte Sichtverbindung möglich ist. Als Datenträger kommen hier insbesondere preiswert verfügbare RFID-Tags in Betracht, es können aber auch andere Standards wie etwa Bluetooth verwendet werden.

Vorzugsweise wird die Ortskoordinate mit Hilfe mehrerer Funksignalempfänger durch Triangulation abgeleitet.

Denkbar wäre auch, Funksignalempfänger mit Anten nen-Arrays einzusetzen, die durch Phasenkoppeln der einzelnen Antennen in der Lage sind, gezielt in eine bestimmte Raumrichtung zu senden und/oder aus dieser zu empfangen, und aus dem jeweils eingestellten Phasenverschiebungen zwischen den Antennen auf die Richtung zu schließen, in der ein Datenträger relativ zur Antenne liegt.

Mit Hilfe eines im Lagerraum angeordneten Lesegeräts kann das Ablesen der Datenträger im Lagerraum auch ohne Präsenz des Verbrauchers erfolgen. Die Ausgabe der gespeicherten lagergutspezifischen Information kann auf Anforderung des Benutzers, insbesondere per Datenfernübertragung, erfolgen, wenn dieser sich, ohne den Lagerraum aufzusuchen, einen Überblick über den Vorratsbestand verschaffen und über Nachkäufe entscheiden will. Die Ausgabe der Information kann auch vollautomatisch, z.B. an einen Händler, erfolgen, wenn dieser basierend auf dieser Information bestimmtes Lagergut nachliefern soll.

Ein Datensatz, der die für den Datenträger spezifische Information mit einer Information verknüpft, die für das mit dem Datenträger verbundene Lagergut spezifisch ist, ist für verschiedene Zwecke vorteilhaft verwendbar.

Zum einen kann bei Empfang einer Suchanfrage eines Benutzers nach Lagergut anhand der lagergutspezifischen Information des Datensatzes entschieden werden, ob das mit dem Datenträger verbundene Lagergut der Suchanfrage entspricht und ob folglich der Ort, an dem sich letzteres befindet, markiert werden sollte oder nicht.

Zum anderen kann in den Datensatz zusätzlich noch ein Eintrag aufgenommen werden, der das Datum der Einbringung des Lagerguts in den Lagerraum oder ein davon abgeleitetes Datum enthält. Anhand eines solchen Eintrags kann eine Suchanfrage des Benutzers nach alsbald zu verbrauchendem Lagergut beantwortet oder eine Empfehlung, ein bestimmtes Lagergut alsbald zu verbrauchen, selbsttätig gegeben werden.

Wenn das Lagergut in Schritt c) in einem von mehreren sich in ihren Lagerbedingungen unterscheidenden Lagerräumen platziert werden kann, dann sollte zweckmäßigerweise ermittelt werden, in welchem dieser Lagerräume sich das Lagergut tatsächlich befindet, das abgeleitete Datum sollte in Schritt j) unter Berücksichtigung der Lagerbedingungen festgelegt werden. So kann z.B. bei der Abschätzung der Haltbarkeit eines Lebensmittels differenziert werden, ob dieses in einem von verschiedenen Bereichen eines Kältegeräts wie etwa einem Kühlfach oder einem Gefrierfach, untergebracht worden ist oder sich gar in einem Lagerraum außerhalb des Kältegeräts befindet.

Die für den Datenträger spezifische Information muss lediglich die Unterscheidung eines jeden Datenträgers von allen anderen Datenträgern des Satzes ermöglichen; eine Verknüpfung dieser Information mit einem bestimmten Lagergut wird erst durch das Verbinden des Datenträgers mit dem Lagergut und das Erstellen des Datensatzes hergestellt. Dieser Vorgang kann für ein und denselben Datenträger beliebig oft wiederholt werden. Da auch ein Privatverbraucher ihn vornehmen kann, ist auch eine Erfassung von umgefülltem oder selbst erzeugtem Lagergut möglich. Wenn der Datenträger an einem Behälter befestigt ist, kann in Schritt b) das körperliche Verbinden das Einfüllen des Kühlguts in den Behälter umfassen. Da der Verbraucher selbst zubereitete Lebensmittel vor dem Einlagern in einen Kühlschrank in der Regel ohnehin in einen Behälter füllt oder Lebensmittel aus angebrochenen, nicht sicher wiederverschließbaren Verkaufsverpackungen umfüllt, ist dieser Schritt für den Verbraucher mit keinerlei zusätzlicher Arbeitsbelastung verbunden.

Wenn Schritt d) nach jedem Schließen des Lagerraums durchgeführt wird, kann dadurch erfasst werden, ob sich Änderungen im Lagerbestand ergeben haben.

Wenn etwa unter den abgelesenen Datenträgern einer ist, zu dem keine lagergutspezifische Information in der Datenbank hinterlegt ist, dann muss dieser während des Offenstehens der Tür neu in den Lagerraum gelangt sein. In diesem Fall kann zum Erstellen eines Datensatzes zu diesem Datenträger benötigter lagergutspezifischer Information vom Verbraucher angefragt werden, d.h. es kann eine Aufforderung an den Verbraucher ergehen, anzugeben, welche Art von Lagergut zu dem Datenträger gehört bzw. was sich in dem mit dem Datenträger versehenen Behälter befindet. Eine zum Ausgeben dieser Aufforderung bzw. Eingeben der lagergutspezifischen Information benötigte Schnittstelle kann am Kältegerät oder am Lagerraum selber vorgesehen sein. Kostengünstiger und für den Verbraucher komfortabler kann jedoch die Nutzung eines mit dem Lesegerät und der Datenbank vernetzten mobilen Datenendgeräts wie etwa eines Tablet-PCs oder eines Smartphones sein.

Wenn in Schritt d) ein Datenträger nicht im Lagerraum gefunden wird, zu dem in der Datenbank ein Datensatz vorhanden ist, dann kann daraus gefolgert werden, dass das mit dem betreffenden Datenträger versehene Lagergut entnommen worden ist. Im einfachsten Fall kann dann angenommen werden, dass das Lagergut verbraucht ist, und der zugehörige Datensatz kann gelöscht werden; dann steht der Datenträger zur Nutzung für anderes Lagergut wieder zur Verfügung. Falls das Lagergut jedoch nicht oder nicht vollständig verbraucht wurde und zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Lagerraum eingestellt wird, dann müsste zu diesem Zeitpunkt auch der Datensatz neu erstellt werden. Deswegen wird vorzugsweise der Datensatz eines entnommenen Kühlguts nicht sofort gelöscht sondern lediglich als entnommen markiert. Falls dann bei einer späteren Wiederholung des Schritts d) der betreffende Datenträger wieder im Lagerraum gefunden wird, kann der vorhandene Datensatz weiterverwendet werden, oder eine Anfrage kann an den Verbraucher ausgegeben werden, in der dieser aufgefordert wird, zu entscheiden, ob der vorhandene Datensatz weiter gelten oder ein neuer erstellt werden soll.

Ein schneller und komfortabler Weg zum Erstellen des Datensatzes ist das Fotografieren des Lagerguts. Insbesondere wenn wie oben erwähnt die Anforderung der lagergutspezifischen Information an ein mobiles Datenendgerät gesendet wird, kann hierfür die in den meisten dieser Geräte eingebaute Kamera verwendet werden.

Um den Datensatz eines Lagerguts zu erstellen, ist es sinnvoll, die datenträgerspezifische Information von dem dem Lagergut zugeordneten Datenträger abzulesen. Dies kann wie oben beschrieben geschehen, indem der zugehörige Datenträger vom Lesegerät des Lagerraums gelesen und der Verbraucher daraufhin aufgefordert wird, den Datensatz durch die lagergutspezifischen Informationen zu ergänzen. Eine solche Vorgehensweise ist allerdings fehlerträchtig, falls mehrere Datenträger gleichzeitig neu in den Lagerraum gelangt sind; in diesem Fall kann es vorkommen, dass der Verbraucher die lagergutspezifischen Informationen den datenträgerspezifischen Informationen falsch zuordnet. Wenn mehrere Gegenstände gleichzeitig neu eingelagert werden sollen, ist es daher vorteilhaft, ein Lesegerät bereitzustellen, mit dem gezielt, insbesondere durch Platzieren eines Datenträgers im Erfassungsbereich des Lesegeräts, die datenträgerspezifische Information eines bestimmten Datenträgers eingelesen werden und durch die zugehörige lagergutspezifische Information ergänzt werden kann. Dieses Lesegerät kann vom gleichen Typ wie das Lesegerät im Laderaum sein. Um allerdings dem Verbraucher die Kontrolle darüber zu erleichtern, welcher von mehreren einander nah benachbarten Datenträgern gelesen wird, ist es vorteilhaft, wenn der Datenträger die für ihn spezifische Information auch in optisch ablesbarer Form aufweist, und das Ablesen der datenträgerspezifischen Information auf optischem Wege erfolgt. Auch hierfür ist die bereits erwähnte, in einem mobilen Datenendgerät eingebaute Kamera vorteilhaft nutzbar. Ein weiterer Vorteil der optischen Informationserfassung liegt darin, dass die datenträgerspezifische Information und die lagergutspezifische Information eines Lagergegenstandes in einem gemeinsamen Bild enthalten sein können und somit ein einziges Bild zum Erzeugen des Datensatzes eines Lagergegenstandes ausreichen kann.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät, mit einem Lagerraum und einem Lesegerät zum berührungslosen Ablesen von Datenträgern, das am Lagerraum angeordnet ist, um in dem Lagerraum befindliche Datenträger abzulesen.

Das Lesegerät und der Lagerraum können von einer gemeinsamen Abschirmung umgeben sein, um sicherzustellen, dass das Lesegerät nur Datenträger ablesen kann, die sich tatsächlich im Lagerraum befinden.

Dem Lagerraum können mehrere selektiv steuerbare Leuchtmittel zum Beleuchten jeweils eines Teils des Lagerraums zugeordnet sein. Noch weitere Gegenstände der Erfindung sind eine Verwaltungseinheit, die mit einem Lesegerät eines Kältegeräts und einem mobilen Datenendgerät vernetzbar ist und eingerichtet ist, wenigstens die Schritte c) bis e) des oben beschriebenen Verfahrens auszuführen, und ein Computerprogramm-Produkt mit Programmcode-Mitteln, die einen Computer befähigen, als die oben beschriebene Verwaltungseinheit zu arbeiten.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen: Fig. 1 Komponenten eines Systems zur Durchführung des Verfahrens gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung;

Fig. 2 ein Flussdiagramm des Verfahrens; Fig. 3 Komponenten gemäß einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung; und

Fig. 4 die Anwendung der Erfindung auf einen Lagerraum außerhalb eines Kältegeräts Fig. 1 zeigt ein Kältegerät 1 , hier ein Kombinations-Haushaltskältegerät mit einem Gefrierfach 2 und einem Normalkühlfach 3. Beide Fächer 2, 3 können zusammen als ein Lagerraum im Sinne der obigen Beschreibung aufgefasst werden. Im Folgenden wird beispielhaft der Fall erläutert, dass jedes Fach 2, 3 für sich einen solchen Lagerraum bildet.

An jedem Fach 2, 3 sind RFID-Sender/Empfänger 4 Lesegeräte für die Kommunikation mit RFID-Tags von in den Fächern gelagertem Kühlgut angebracht. Die Sender/Empfänger 4 können gerichtete Sende-/Empfangscharakteristiken aufweisen, so dass sie - insbesondere bei Anbringung in einer Zwischenwand 5 zwischen den Fächern 2, 3 - in jeweils nur eines der Fächer 2, 3 senden bzw. aus diesem empfangen. Alternativ oder ergänzend können die Fächer 2, 3 können gegeneinander abgeschirmt sein, z.B. durch einen metallischen Verdampfer in einer Zwischenwand 5 zwischen den Fächern 2, 3, so dass jeder Sender/Empfänger 4 nur Signale der Tags in seinem Fach empfängt. Laufzeit-, Phasen- oder Intensitätsdifferenzen zwischen Signalen, die von einem gleichen Tag kommend an verschiedenen Sender/Empfängern 4 ankommen, erlauben einen Rückschluss auf die Position des Tags relativ zu den Sender/Empfängern 4. Zwei Sender/Empfänger 4 genügen, um einen Kreis rings um eine die Sender/Empfänger 4 verbindende Linie angeben zu können, auf dem ein Tag sich befinden muss. Bei einem kleinen Fach wie hier dem Gefrierfach 2 können zwei Sender/Empfänger 4, die vorzugsweise an einander gegenüberliegenden Wänden des Fachs angeordnet sind, ausreichen, um einen Tag im Fach so genau zu orten, dass ein Benutzer ihn anhand des Ortungsergebnisses schnell und sicher finden kann. Bei einem großen Fach, insbesondere einem Fach mit mehreren Fachböden 6 wie dem Normalkühlfach 3, sind drei Sender/Empfänger 4 wünschenswert, um drei Ortskoordinaten eines Tags angeben zu können.

Eine Innenbeleuchtung der Fächer 2, 3 umfasst jeweils eine Vielzahl von einzeln steuerbaren Leuchtmitteln 7, hier z.B. in Form einer Matrix von OLEDs, die an den Fachböden 6, an der Unterseite der Zwischenwand 5 oder an der Decke des Fachs 2 angeordnet ist, um Kühlgut auf einer darunterliegenden Stellfläche selektiv zu beleuchten. Die Sender/Empfänger 4 sind mit einer Verwaltungseinheit 8 verbunden. Die Verwaltungseinheit 8 kann im Kältegerät 1 eingebaut sein. Im in Fig. 1 gezeigten Fall ist sie aus dem Kältegerät 1 ausgegliedert und mit den Sender/Empfängern 4 über ein Netzwerk 9 verbunden. Z.B. kann die Verwaltungseinheit 8 auf einem PC implementiert sein, der zum gleichen Haushalt wie das Kältegerät 1 gehört und mit dessen Sender/Empfängern 4 z.B. über WLAN verbunden ist. Sie kann sich auch einem Computer eines Dienstleisters befinden, wobei dann das Netzwerk 9 ein öffentliches Fernmeldenetz oder das Internet umfassen kann.

An dasselbe Netzwerk 9 ist ein mobiles Endgerät 10 wie etwa ein Smartphone oder ein Tablet-PC angeschlossen. Das mobile Endgerät 10 verfügt in an sich bekannter Weise über eine eingebaute Kamera 1 1 , einen Anzeigeschirm 12 und eine Schnittstelle 13 für die Eingabe von alphanumerischer Information.

Zum Zubehör des Kältegeräts 1 gehört ein Satz von RFID-Tags 14. Diese können in unterschiedlichen Formen bereitgestellt werden, z.B. in Form von preiswerten Aufklebern 15, die an beliebige feste Oberflächen, z.B. von Einwegverpackungen angeheftet und nach Verbrauch des Inhalts zusammen mit den Verpackungen entsorgt werden können. Andere Tags 14 sind dauerhaft an mehrfach verwendbaren Kühlgutbehältern 16 oder an wiederverwendbaren zum Verschließen von Gefrierbeuteln verwendbaren Clips 17 angebracht. Jeder Tag 14 speichert eine für ihn spezifische, ihn von allen anderen Tags unterscheidende Information TID.

Eine Datenbank 18 der Verwaltungseinheit 5 enthält zu jedem Tag 14, der sich in einem der Fächer 2, 3 befindet, einen Datensatz 19 mit mehreren Einträgen 20 bis 25. Der Eintrag 20 enthält jeweils die TID des Tags 14. Der Eintrag 21 enthält Angaben zum Kühlgut, mit dem der betreffende Tag 14 körperlich verbunden ist. Der Eintrag 22 spezifiziert das Fach 2 oder 3, in dem sich der Tag 14 befindet; er kann fehlen, wenn jedem Fach 2, 3 eine eigene Datenbank zugeordnet ist. Der Eintrag 23 spezifiziert die Koordinaten des Tags 14 bzw. des mit ihm verbundenen Kühlguts im Fach 2 oder 3. Die Funktion der Einträge 24, 25, 26 wird in Verbindung mit der Beschreibung des Verfahrens erläutert. Das in Fig. 2 gezeigte Verfahren setzt ein zu einem Zeitpunkt, an dem der Benutzer des Kältegeräts 1 sich entschließt, Vorräte einzukaufen. Mit seinem mobilen Endgerät 10 nimmt er in Schritt S1 Kontakt zur Verwaltungseinheit 5 auf, um die Datenbank 18 einzusehen. Er kann von der Verwaltungseinheit 8 alle Datensätze 19 anfordern, denkbar ist aber auch, in Schritt S1 einen Suchfilter an die Verwaltungseinheit 5 zu übermitteln, so dass diese in Schritt S2 nur bestimmte Datensätze 19 an das Endgerät 10 zurückliefert, z.B. kann der Benutzer sich je nach Abteilung eines Supermarkts, in dem er sich gerade befindet, selektiv die Datensätze 19 zu frischem Obst und Gemüse, zu Fleisch und Wurstwaren oder zu Molkereiprodukten anzeigen lassen, um so schnell zu erkennen, welche Produkte aus der betreffenden Abteilung ggf. nachbesorgt werden müssen.

Diese Schritte können mehrfach wiederholt werden, bis der Benutzer alle seine Einkäufe erledigt hat.

Anschließend lädt der Benutzer seine Einkäufe daheim in das Kältegerät 1 ein. Dazu wählt er zu jedem Produkt, das nicht bereits einen Tag 14 des Herstellers mitbringt, einen geeigneten Typ von Tag 14 aus (S3). Für abgepackte Produkte, bei denen ein Umfüllen die Haltbarkeit beeinträchtigen würde, wie etwa Frischmilch, Joghurt oder dergleichen ist ein Aufkleber-Tag 15 geeignet, der auf die Verpackung des Produkts aufgeklebt wird. Bei Frischthekenprodukten wie etwa Käse oder Aufschnitt, die im Supermarkt üblicherweise in Tüten verpackt werden, kann ein Clip 17 mit Tag 14 angebracht werden, oder sie werden in einen Behälter 16 mit Tag umgefüllt. So hat der Benutzer schließlich eine Mehrzahl von Kühlgutstücken vorliegen, die jeweils mit einem Tag 14 versehen sind.

Das Verbinden mit einem RFID-Tag 14 erübrigt sich für diejenigen vom Benutzer erworbenen Produkte, die bereits vom Hersteller mit einem solchen Tag 14 ausgestattet worden sind. Solche Tags können dieselbe artikelspezifische Information wie die Strichcodes enthalten, die herkömmlicherweise an Supermarktkassen erfasst werden, um den vom Kunden zu entrichtenden Kaufpreis zu ermitteln und den Bestand der Artikel im Supermarkt zu überwachen.

Der Benutzer hat verschiedene Möglichkeiten, um im nächsten Verfahrensschritt S4 für jedes dieser Kühlgutstücke in der Datenbank 18 einen Datensatz 19 anzulegen. Wenn das mobile Endgerät 10 NFC-Kommunikation unterstützt, kann er es so nah an einen Tag 14 halten, dass die Information TID direkt auf dem Funkweg vom Tag 14 an das Endgerät 10 übertragen wird. Um im anschließenden Schritt S5 auf das mit dem Tag 14 gekennzeichnete Kühlgut bezogene Information in das Endgerät 10 einzugeben, kann er dessen Schnittstelle 13 nutzen, oder er macht mit der Kamera 1 1 ein Foto des Kühlguts. In Schritt S6 werden die TID und die kühlgutbezogene Information an die Datenbank 18 weitergegeben und dort in einem gemeinsamen Datensatz 19 als Einträge 20, 21 abgelegt. Der Eintrag 24 dieses Datensatzes wird auf einen Wert gesetzt, der das betreffende Kühlgutstück als noch nicht im Kältegerät 1 aufgenommen kennzeichnet. Im Eintrag 25 können das aktuelle Datum und Uhrzeit vermerkt werden. Bevorzugt ist allerdings, dass die Verwaltungseinheit 5 basierend auf dem Eintrag 21 , d.h. der vom Benutzer in Schritt S5 eingegebenen kühlgutspezifischen Information oder der daraus in S6 abgeleiteten Information, selbsttätig, ggf. unter Berücksichtigung des Eintrags 22, eine empfohlene maximale Lagerzeit eines Kühlgegenstands abschätzt, diese zum Datum der Einlagerung hinzuaddiert und das Ergebnis im Eintrag 25 des Datensatzes 16 dieses Kühlgegenstands ablegt (S7).

Falls als kühlgutbezogene Information nur das von der Kamera 1 1 erzeugte Bild übertragen worden ist, oder ergänzend zu der vom Benutzer über die Schnittstelle 13 eingegebenen Information kann vorgesehen werden, dass die Verwaltungseinheit 8 in Schritt S7 ferner aus dem Bild eine das Kühlgut beschreibende Textinformation oder Klassifikationsinformation ableitet , anhand derer beim nächsten Einkauf des Benutzers auch die neuen Einträge 19 mit Hilfe von Filtern durchsucht und in Schritt S2 selektiv übertragen werden können. Diese Ableitung kann auf der Erkennung von in dem Bild sichtbaren Schriftzeichen, Strich- oder QR-Codes basieren; denkbar ist auch, dass die Verwaltungseinheit 8 zum übermittelten Bild ähnliche Bilder im Internet recherchiert, um aus mit diesen Bildern verknüpften Schlagwörtern auf den dargestellten Gegenstand zu schließen und so eine Textinformation zur Verfügung zu haben, die bei späterer Wiederholung des Schritts S2 mit geringerer Bandbreite als ein Bild an das Endgerät 10 übertragen und dort auf kleiner Anzeigefläche dargestellt werden kann.

Einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Information TID eines jeden Tags 14 auch in optisch ablesbarer Form, z.B. als Strich- oder QR-Code an der Oberfläche des Tags 14 aufgedruckt. Dann kann der Benutzer sie mitfotografieren, wenn er mit der Kamera 1 1 ein Bild des Kühlguts aufnimmt, so dass die oben beschriebenen Schritte S4 des Erfassens der TID und S5 des Erfassens der kühlgutspezifischen Information für den Benutzer durch das Aufnehmen eines einzigen Fotos erledigt sind. Das Extrahieren der TID in Binärform aus den Bilddaten kann dann von der Verwaltungseinheit 8 unter Rückgriff auf bekannte Verfahren der elektronischen Bildverarbeitung erledigt werden.

Die Schritte S4-S6 und ggf. S7 werden für jedes mit einem Tag 14 versehene Kühlgutstück wiederholt. Nachdem auf diese Weise Datensätze 19 für alle neuen Kühlgutstücke angelegt worden sind, lädt der Benutzer sie ins Kältegerät 1 ein. Wenn er damit fertig ist, schließt er die Tür des Kältegeräts 1 . Wenn die Verwaltungseinheit 8 dies in Schritt S8 erkennt, beginnt sie, über die Sender/Empfänger 4 die RFID-Tags 14 in den Fächern 2, 3 anzusprechen und ihre TID abzufragen.

Wenn die TID eines der Tags im Kältegerät 1 empfangen wird, überprüft die Verwaltungseinheit 8 in Schritt S9, ob diese TID in einem der Datensätze 19 der Datenbank 18 enthalten ist. Wenn ja, und wenn der Eintrag 24 dieses Datensatzes das zugehörige Kühlgutstück als im Kältegerät 1 aufgenommen ausweist (S10), dann handelt es sich um Kühlgut, das schon vor dem Öffnen der Tür im Kältegerät 1 gewesen ist; in diesem Fall sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich, und das Verfahren kehrt zu Schritt S9 zurück, um eine weitere empfangene TID zu verarbeiten.

Wenn der Eintrag 24 das Kühlgutstück als nicht im Kältegerät 1 aufgenommen ausweist, dann handelt es sich um eines der neuen Kühlgutstücke. In diesem Fall wird der Eintrag 24 auf „im Kältegerät aufgenommen" geändert (S12), im Eintrag 22 wird das Fach 2 oder 3 vermerkt, von dessen Sender/Empfängern 4 die TID empfangen wurde, und anhand von Laufzeitunterschieden der von den verschiedenen Sender/Empfängern 4 des betreffenden Fachs 2 oder 3 empfangenen Signale werden Koordinaten des Tags 14, von dem die TID herrührt, berechnet. In Schritt S13 werden im Eintrag 23 diese Koordinaten selber oder die von diesen Koordinaten abgeleitete Bezeichnung einer oder mehrerer Leuchtmittel 7 vermerkt, die benötigt werden, um ein Objekt mit den berechneten Koordinaten zu beleuchten. Anschließend kehrt das Verfahren zu Schritt S8 zurück, um, wenn vorhanden, eine weitere TID zu verarbeiten.

Wenn die TID in keinem der Datensätze 19 enthalten ist, dann muss sie von einem Kühlgutstück herrühren, dessen Tag 14 zuvor nicht den Schritten S4-S6 unterzogen worden ist oder bei dem die aufgedruckte TID fehlerhaft erkannt worden ist. In diesem Fall legt die Verwaltungseinheit 8 in Schritt S12 einen neuen Datensatz 19 an, der die TID als Eintrag 20 enthält. Wenn die TID von einem vom Hersteller an einem Produkt angebrachten Tag 14 herrührt, dann kann die für den Eintrag 21 benötigte produktbezogene Information auch aus dem Tag 14 gelesen oder über das Netzwerk 9 aus einer öffentlich zugänglichen Datenbank abgefragt werden; in diesem Fall wird der Datensatz 19 mit der so erhaltenen Information ergänzt, und die Verwaltungseinheit 8 kehrt zu Schritt S8 zurück, um, wenn vorhanden, eine weitere TID zu verarbeiten. Wenn auf dem beschriebenen Wege keine produktbezogene Information zu erhalten ist, dann rührt die TID höchstwahrscheinlich von einem Tag 14 her, den der Benutzer selber wie oben beschrieben mit dem Kühlgutstück verbunden hat. Daher erzeugt die Verwaltungseinheit 8 in Schritt S14 einen Fehlerhinweis, den sie an das Endgerät 10 oder an eine Benutzerschnittstelle des Kältegeräts 1 sendet.

Wenn der Benutzer hierauf nicht reagiert, kehrt das Verfahren zu Schritt S8 zurück, um weitere TIDs zu verarbeiten und dabei ggf. weitere Fehlerhinweise zu generieren. Entschließt sich der Benutzer auf einen solchen Fehlerhinweis hin, die Tür des Kältegeräts wieder zu öffnen, dann wird dies von der Verwaltungseinheit 8 in Schritt S15 erkannt, und die Verwaltungseinheit 8 schaltet in Schritt S16 nur diejenigen Leuchtmittel 7 ein, die diejenigen Tags 14 beleuchten, die Auslöser eines Fehlerhinweises gewesen sind. Der Benutzer kann nun gezielt die beleuchteten Kühlgutstücke noch einmal entnehmen und die Schritte S4, S5 an ihnen wiederholen (S17), woraufhin die Verwaltungseinheit 8 den in Schritt S12 angelegten Datensatz mit den so gewonnenen Informationen ergänzt. Wenn der Benutzer nach dieser Behandlung die betroffenen Kühlgutstücke ins Kältegerät 1 zurückstellt und die Tür wieder schließt, führt dies zur Rückkehr des Verfahrens zu Schritt S8. Wenn nach dem letzten Schließen der Tür eine vorgegebene Wartezeit verstrichen ist, erreicht das Verfahren Schritt S18. Diese Wartezeit ist typischerweise länger als die, die Kühlgut während einer Mahlzeit außerhalb des Kältegeräts bleibt, z.B. 2h. Nach dieser Zeit werden in Schritt S18 alle Datensätze 19 gelöscht, deren Eintrag 24 noch auf „nicht im Kältegerät 1 aufgenommen" gesetzt ist.

Wenn der Benutzer Gegenstände aus dem Kältegerät 1 entnimmt, um sie für eine Mahlzeit auf den Tisch zu stellen, und die Tür wieder schließt, wird auch dies von der Verwaltungseinheit 8 erkannt und führt zur Rückkehr zu Schritt S8. Die entnommenen Gegenstände werden in S9 daran erkannt, dass ihre Tags 14 keine TID an die Verwaltungseinheit 8 liefern können; dementsprechend wird in ihren Datensätzen 19 der Eintrag 24 auf„nicht im Kältegerät aufgenommen" gesetzt.

Nach der Mahlzeit wird das nicht verbrauchte Kühlgut in das Kältegerät zurückgeräumt, und wiederum kehrt das Verfahren zu Schritt S8 zurück. Da für alle zurückgeräumten Gegenstände ein Datensatz 19 mit korrekter TID vorhanden ist, werden für diese Gegenstände jeweils die Schritte S10, S1 1 durchlaufen; Dateneingaben durch den Benutzer sind nicht erforderlich.

Gegenstände, die verbraucht worden sind und deshalb nicht zurückgeräumt werden, können in Schritt S9 keine TID an die Verwaltungseinheit 8 liefern. Ihre Einträge 24 bleiben daher auf dem Status„nicht im Kältegerät 1 aufgenommen", mit der Folge, dass sie bei der nächsten Durchführung des Schritts S18 gelöscht werden. Wenn der Tag 14 eines solchen Gegenstandes, z.B. nach Spülen und erneutem Befüllen des Behälters 15, an dem er angebracht ist, wieder verwendet werden soll, kann für ihn in den Schritten S4- S6 ein neuer Datensatz angelegt werden. Wenn er in das Kältegerät 1 gelangt, ohne vorher diese Schritte durchlaufen zu haben, wird er in S9 als fremd erkannt und löst den Fehlerhinweis S14 aus.

Unabhängig vom Stadium, in dem sich das oben beschriebene Verfahren befindet, untersucht die Verwaltungseinheit 8 jedesmal, wenn die Tür des Kältegeräts 1 geöffnet wird (S19), die Einträge 24, 25 der Datensätze 19 zu überprüfen (S20). Wenn in Schritt S20 ein Datensatz 19 gefunden wird, dessen Eintrag 24 auf „im Kältegerät enthalten" gesetzt ist und bei dem das im Eintrag 25 vermerkte Datum bereits erreicht ist oder innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne erreicht sein wird, und der folglich alsbald zu verbrauchendem Kühlgut entspricht, dann weist die Verwaltungseinheit 8 auf dieses Kühlgut hin, indem sie wenigstens eine Zeitlang nach Öffnen der Tür das betreffende Kühlgut hervorgehoben beleuchtet (S21 ), z.B. indem sie das gemäß Eintrag 23 dieses Kühlgut beleuchtende Leuchtmittel 7 betreibt, während andere Leuchtmittel ausgeschaltet bleiben, indem sie es mit höherer Intensität als andere Leuchtmittel 7 oder blinkend betreibt.

Es kann auch vorgesehen werden, die Überprüfung des Schritts S20 unabhängig vom Öffnen der Tür von Zeit zu Zeit durchzuführen, um, falls alsbald zu verbrauchendes Kühlgut ermittelt wird, einen diesbezüglichen Hinweis an das Endgerät 10 zu senden. Wenn dem Hinweis der Eintrag 21 des betreffenden Datensatzes beigefügt wird, kann der Benutzer erkennen, um welches Kühlgut es sich handelt, ohne dass er dafür das Kältegerät 1 aufsuchen muss. Alternativ kann zusätzlich zu den oben erwähnten Status „nicht im Kältegerät 1 aufgenommen" bzw.„im Kältegerät aufgenommen" ein dritter Status definiert werden, um ein entnommenes und vermutlich verbrauchtes Kühlgut zu kennzeichnen, und in Schritt 18 wird in der Datensatz eines nicht wieder eingeladenen Kühlguts nicht wie oben beschrieben gelöscht, sondern auf diesen dritten Status gesetzt. Dann kann, wenn zu einem späteren Zeitpunkt der RFID-Tag 14, dessen TID dem Eintrag 20 dieses Datensatzes gleicht, wieder im Kältegerät 1 gefunden wird, eine Anfrage an den Benutzer ausgegeben werden, ob der alte Datensatz 19 einschließlich seines kühlgutspezifischen Eintrags 21 weiterverwendet oder ein neuer Datensatz erstellt werden soll. Das jedem ordnungsgemäß in das Kältegerät 1 eingebrachten Tag 14 in Schritt S6 zugewiesene und im Eintrag 25 vermerkte Datum ändert sich nicht, solange der entsprechende Datensatz 19 besteht. Der Benutzer kann dieses Datum in Schritt S1 als ein Abfragekriterium nutzen, um zu erkennen, welches Kühlgut sich am längsten im Kältegerät befindet und ggf. möglichst bald verbraucht werden sollte.

Selektives Beleuchten durch im Kältegerät eingebaute Leuchtmittel ist als Methode zum Hinweisen auf ein bestimmtes Kühlgut gut geeignet, wenn Kühlgutstücke, wie in einem Kältegerät meist der Fall, getrennt voneinander auf einer Stellfläche platziert und einzeln beleuchtbar sind. Wenn Kühlgut dicht gepackt ist, wie häufig in einem Gefriergerät der Fall, kann selektives Beleuchten daran scheitern, dass ein Kühlgutstück, auf das hingewiesen werden soll, nicht beleuchtet werden kann, weil sich anderes Kühlgut zwischen ihm und dem Leuchtmittel befindet. Fig. 3 zeigt die Übertragung der Erfindung auf einen solchen Fall am Beispiel einer Gefriertruhe als Kältegerät 1. Das Fach 2 der Gefriertruhe ist hier der Einfachheit halber leer dargestellt bis auf ein Kühlgutstück 26, auf das hingewiesen werden soll, sei es weil die (nicht dargestellte) Verwaltungseinheit 8 der Gefriertruhe die Lagerzeit dieses Kühlgutstücks 26 als abgelaufen oder demnächst ablaufend erkannt hat oder weil es einem vom Benutzer am mobilen Endgerät 10 eingegebenen Suchschlüssel entspricht. Mehrere Sender/Empfänger 4 an den Wänden des Fachs 2 erlauben eine Lokalisierung des Kühlgutstücks 26 in drei Dimensionen. Da sich bei der Entnahme eines Kühlgutstücks aus der Kühltruhe die Koordinaten vieler anderer Kühlgutstücke ändern können, werden diese vorzugsweise, abweichend von der Darstellung der Fig. 2, nach jedem Schließen des Deckels für alle Kühlgutstücke im Fach 2 neu erfasst.

Wenn das mobile Endgerät 10 als Antwort auf einen vom Benutzer eingegebenen Suchschlüssel oder auf Initiative der Verwaltungseinheit 8 wegen ablaufender Lagerzeit des Kühlgutstücks 26 wenigstens die Einträge 21 , 23 von dessen Datensatz 19 empfangen hat, zeigt es auf seinem Anzeigeschirm 12 eine schematische Darstellung der Gefriertruhe, in der eine der Position des Kühlgutstücks 26 entsprechende, mit 26' bzw. 26" bezeichnete Stelle hervorgehoben ist.

Das EndgerätI O ist hier in an sich bekannter Weise mit einem Neigungssensor ausgestattet, um bei vertikal gehaltenem 10 Endgerät als Karte V, 1 " zum Verdeutlichen der Position des Kühlgutstücks 26 eine Vorderansicht bzw. bei horizontal gehaltenem Endgerät 10 eine Draufsicht anzuzeigen. Indem der Benutzer zwischen den beiden Karten V, 1 " umschaltet, erhält er Aufschluss über die Lage des gesuchten Kühlgutstücks 26 in drei Dimensionen und kann es so unter einer großen Zahl anderer Stücke schnell und gezielt finden.

Die oben beschriebenen Verfahren zum Erfassen und Verarbeiten von Informationen über Lagergut sind nicht nur in einem Kältegerät anwendbar. Fig. 4 zeigt als Anzeige auf dem Bildschirm eines mobilen Endgeräts 10, eine Übersicht über einen Lagerraum, hier eine Ansicht einer Wand eines Vorratsraums, an dem ein Kältegerät 1 zwischen Regalen 27, 28 aufgestellt ist. Sender/Empfänger 4' sind beiderseits der Regale 27, 28 montiert und kommunizieren mit der Verwaltungseinheit 8 über einen Repeater 29 und eine Netzwerkschnittstelle am Kältegerät 1 . Die Sender/Empfänger 4' könnten grundsätzlich auch zum Erfassen der Position von Kühlgut innerhalb des Kältegeräts 1 eingesetzt werden. Da dann allerdings Messungenauigkeiten dazu führen könnten, dass Kühlgut, das sich in Wahrheit in einem der Regale 27, 28 befindet, innerhalb des Kältegeräts 1 lokalisiert wird und umgekehrt, und dies nicht nur das Auffinden des Kühlguts erheblich behindern, sondern auch zu einer falschen Beurteilung der Lagerdauer des Kühlguts führen würde, sind die Außenwände des Kältegeräts 1 vorzugsweise gegen die Signale der Sender/Empfänger 4' abgeschirmt und Sender/Empfänger 4 zum Lokalisieren von Kühlgut im Kältegerät 1 innerhalb der Abschirmung angebracht. Die Abmessungen der Regale 27, 28 brauchen in die Verwaltungseinheit 8 nicht eingegeben zu werden; die Positionen der Regale 27, 28 und die Höhe ihrer Fachböden kann die Verwaltungseinheit 8 im Laufe des Gebrauchs aus den Positionen von auf den Fachböden abgestellten Lagergütern ermitteln. Lagergüter innerhalb und außerhalb des Kältegeräts 1 sind in derselben Datenbank 18 verzeichnet. Wenn ein Benutzer eine Anfrage nach dem Ort eines bestimmten Lagerguts 26, z.B. einer Flasche Wein, an die Verwaltungseinheit 8 richtet und daraufhin die entsprechenden Einträge aus dem Datensatz 19 dieser Flasche auf das Endgerät 10 übertragen bekommt, kann ihm dieses genau zeigen, an welcher Stelle im Kältegerät 1 oder den Regalen 27, 28 sich die Flasche befindet.

Bezugszeichen

1 Kältegerät

2 Gefrierfach

3 Normalkühlfach

4 Sender/Empfänger

5 Zwischenwand

6 Fachboden

7 Leuchtmittel

8 Verwaltungseinheit

9 Netzwerk

10 mobiles Endgerät

1 1 Kamera

12 Anzeigeschirm

13 Schnittstelle

14 RFI D-Tag

15 Aufkleber

16 Kühlgutbehälter

17 Clip

18 Datenbank

19 Datensatz

20 Eintrag (TID)

21 Eintrag (kühlgutspezifisch)

22 Eintrag (Fach)

23 Eintrag (Koordinaten)

24 Eintrag (aufgenommen)

25 Eintrag (Datum)

26 Lagergut

27 Regal

28 Regal

29 Repeater