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Title:
METHOD AND DEVICE FOR SIGNALING A DRIVERLESS OPERATING STATE OF A MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/033280
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for signaling a driverless operating state of a motor vehicle, in which the motor vehicle can be driven in a driverless manner, wherein, so long as the motor vehicle is operated in the driverless operating state, the ground of the environment of the motor vehicle is illuminated with an illuminating light by means of an underbody illuminating device such that it can be signaled to the environment that the motor vehicle is being operated in the driverless operating state. The invention further relates to a corresponding device and to a corresponding motor vehicle.

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WO/2019/155745WORK VEHICLE
Inventors:
HESZLER, Sascha (Holdergasse 24, Schwieberdingen, 71701, DE)
LATSCH, Nico (Theodor-Hepp-Strasse 35, Oppenweiler, 71570, DE)
Application Number:
EP2017/065214
Publication Date:
February 22, 2018
Filing Date:
June 21, 2017
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
B60Q1/50; B60Q1/00
Foreign References:
DE102014226254A12016-06-23
US20150336502A12015-11-26
DE102014223247A12015-05-28
DE102008002274A12009-12-10
EP2333742A12011-06-15
US7175321B12007-02-13
DE102014226188A12016-06-23
DE102011112577A12013-03-14
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Claims:
Ansprüche

1 . Verfahren zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs (301 ), in welchem das Kraftfahrzeug (301 ) fahrerlos fahren kann, wobei, solange das Kraftfahrzeug (301 ) in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben (101 ) wird, mittels einer Unterbodenbeleuchtungseinrichtung (203, 305) des Kraftfahrzeugs (301 ) ein Boden (303) einer Umgebung des Kraftfahrzeugs (301 ) mit einem Beleuchtungslicht beleuchtet (103) wird, um der Umgebung signalisieren zu können, dass das Kraftfahrzeug (301 ) in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei bei einer Detektion eines Verkehrsteilnehmers in der Umgebung des Kraftfahrzeugs (301 ) eine momentane Farbe des Beleuchtungslichts in eine andere Farbe geändert wird, insbesondere in Rot geändert wird, um dem Verkehrsteilnehmer signalisieren zu können, dass er detektiert wurde.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei in einem vorbestimmten zeitlichen Abstand vor einem Anfahren des Kraftfahrzeugs (301 ) aus einem Stillstand der Boden (303) mit Beleuchtungslicht einer ersten Farbe, insbesondere mit grünem Beleuchtungslicht, beleuchtet wird, wobei nach dem Anfahren der Boden (303) mit Beleuchtungslicht einer von der ersten Farbe verschiedenen zweiten Farbe, insbesondere mit blauem Beleuchtungslicht, beleuchtet wird.

4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei während eines Halts des Kraftfahrzeugs (301 ) der Boden (303) mit einem andersfarbigen Beleuchtungslicht beleuchtet wird als während einer Fortbewegung des Kraftfahrzeugs (301 ). Vorrichtung (201 , 309) zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs (301 ), in welchem das Kraftfahrzeug (301 ) fahrerlos fahren kann, umfassend:

- eine Unterbodenbeleuchtungseinrichtung (203, 305) zum Beleuchten eines Bodens (303) einer Umgebung des Kraftfahrzeugs (301 ) mit einem Beleuchtungslicht und

- eine Steuerungseinrichtung (205, 307) zum Steuern der Unterbodenbe- leuchtungseinrichtung (203, 305) derart, dass, solange das Kraftfahrzeug (301 ) in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird, der Boden (303) mit dem Beleuchtungslicht beleuchtet wird, um der Umgebung signalisieren zu können, dass das Kraftfahrzeug (301 ) in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird.

Vorrichtung (201 , 309) nach Anspruch 5, wobei die Steuerungseinrichtung (205, 307) ausgebildet ist, bei einer Detektion eines Verkehrsteilnehmers in der Umgebung des Kraftfahrzeugs (301 ) die Unterbodenbeleuch- tungseinrichtung (203, 305) derart zu steuern, dass eine momentane Farbe des Beleuchtungslichts in eine andere Farbe geändert wird, insbesondere in Rot geändert wird, um dem Verkehrsteilnehmer signalisieren zu können, dass er detektiert wurde.

Vorrichtung (201 , 309) nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Steuerungseinrichtung (205, 307) ausgebildet ist, die Unterbodenbeleuchtungseinrichtung (203, 305) derart zu steuern, dass in einem vorbestimmten zeitlichen Abstand vor einem Anfahren des Kraftfahrzeugs (301 ) aus einem Stillstand der Boden (303) mit Beleuchtungslicht einer ersten Farbe, insbesondere mit grünem Beleuchtungslicht, beleuchtet wird, wobei nach dem Anfahren der Boden (303) mit Beleuchtungslicht einer von der ersten Farbe verschiedenen zweiten Farbe, insbesondere mit blauem Beleuchtungslicht, beleuchtet wird.

Vorrichtung (201 , 309) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Steuerungseinrichtung (205, 307) ausgebildet ist, die Unterbodenbeleuchtungsein- richtung (203, 305) derart zu steuern, dass während eines Halts des Kraftfahrzeugs (301 ) der Boden (303) mit einem andersfarbigen Beleuchtungslicht beleuchtet wird als während einer Fortbewegung des Kraftfahrzeugs (301 ). Kraftfahrzeug (301 ), welches ausgebildet ist, in einem fahrerlosen Betriebszustand betrieben zu werden, in welchem das Kraftfahrzeug (301 ) fahrerlos fahren kann, umfassend die Vorrichtung (201 , 309) nach einem der Ansprüche 5 bis 8.

Description:
Beschreibung Titel

Verfahren und Vorrichtung zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs. Die Erfindung betrifft ferner ein Kraftfahrzeug.

Stand der Technik

Die Offenlegungsschrift DE 10 201 1 1 12 577 A1 zeigt ein Verfahren für ein Assistenzsystem, das zur Durchführung eines autonomen oder teilautonomen Fahrmanövers eines Fahrzeugs dient, insbesondere eines Einpark- oder Ausparkmanövers, und bei dem mittels eines Kamerasystems aus einer Fahrzeugumgebung Bilddaten gewonnen und zur Durchführung des Fahrmanövers verarbeitet werden, wobei mittels wenigstens einer Lichtsignaleinrichtung wenigstens eine Richtung, in die sich das Fahrzeug bei dem Fahrmanöver bewegt, angezeigt wird.

Bei der Lichtsignaleinrichtung handelt es sich zum Beispiel um eine Lichtleiste, die am Fahrzeug angeordnet ist. Die Lichtleiste ist beispielsweise auf einer oder jeweils auf beiden Seiten des Fahrzeugs angeordnet, zum Beispiel im Bereich der Fahrzeugtüren oder als Unterflurbeleuchtung am Fahrzeugboden, insbesondere im Bereich zwischen der Vorder- und Hinterachse des Fahrzeugs.

Bei einem fahrerlos fahrenden Fahrzeug fehlt in der Regel ein Blickkontakt zwischen einem Fahrer und anderen Verkehrsteilnehmern. Der fahrerlose Betrieb ist von außen somit der Regel nicht erkennbar. Dies kann ein Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer darstellen, insbesondere für Fussgänger und Radfahrer.

Es besteht somit ein Bedarf, Verkehrsteilnehmern im Umfeld eines fahrerlos fahrenden Kraftfahrzeugs zu signalisieren, dass das Kraftfahrzeug fahrerlos fährt, so dass sich die Verkehrsteilnehmer darauf einstellen und entsprechend auf die Situation reagieren können.

Offenbarung der Erfindung

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist darin zu sehen, ein Konzept zum effizienten Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird mittels des jeweiligen Gegenstands der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von jeweils abhängigen Unteransprüchen.

Nach einem Aspekt wird ein Verfahren zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs, in welchem das Kraftfahrzeug fahrerlos fahren kann bereitgestellt, wobei, solange das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird, mittels einer Unterbodenbeleuchtungseinrichtung des Kraftfahrzeugs ein Boden einer Umgebung des Kraftfahrzeugs mit einem Beleuchtungslicht beleuchtet wird, um der Umgebung signalisieren zu können, dass das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird.

Nach einem anderen Aspekt wird eine Vorrichtung zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs, in welchem das Kraftfahrzeug fahrerlos fahren kann, bereitgestellt, umfassend:

- eine Unterbodenbeleuchtungseinrichtung zum Beleuchten eines Bodens einer Umgebung des Kraftfahrzeugs mit einem Beleuchtungslicht und

- eine Steuerungseinrichtung zum Steuern der Unterbodenbeleuchtungsein- richtung derart, dass, solange das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird, der Boden mit dem Beleuchtungslicht beleuchtet wird, um der Umgebung signalisieren zu können, dass das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird. Nach einem weiteren Aspekt wird ein Kraftfahrzeug bereitgestellt, welches ausgebildet ist, in einem fahrerlosen Betriebszustand betrieben zu werden, in welchem das Kraftfahrzeug fahrerlos fahren kann, umfassend die Vorrichtung zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs.

Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die obige Aufgabe dadurch gelöst werden kann, dass eine Unterbodenbeleuchtungseinrichtung des Kraftfahrzeugs verwendet wird, um der Umgebung optisch zu signalisieren, dass das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird. Hierbei wird der Boden der Umgebung des Kraftfahrzeugs so lange mit dem Beleuchtungslicht beleuchtet, wie das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird.

Somit wird einem Verkehrsteilnehmer im Umfeld oder in der Umgebung des Kraftfahrzeugs unmittelbar optisch kenntlich gemacht, dass das Kraftfahrzeug in einem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird. Der Verkehrsteilnehmer kann somit in vorteilhafter Weise sein Verhalten auf die Situation abstimmen. Somit weiß der Verkehrsteilnehmer zum Beispiel, dass ein Blickkontakt mit einem Fahrer nicht möglich ist, so dass zum Beispiel unklare Situationen, die zum Beispiel eine Vorfahrt betreffen, nicht über Blickkontakt oder Handzeichen gelöst werden können. Somit kann der Verkehrsteilnehmer entsprechend vorsichtiger agieren, was wiederum in vorteilhafter Weise ein Kollisionsrisiko verringern kann.

Es wird also insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass der fahrerlose Betriebszustand des Kraftfahrzeugs effizient signalisiert werden kann.

Ein fahrerloser Betriebszustand im Sinne der vorliegenden Erfindung kennzeichnet insbesondere einen Betriebszustand, in welchem das Kraftfahrzeug fahrerlos fahren kann. Ein fahrerloses Fahren umfasst insbesondere ein teilautonomes und/oder ein autonomes und/oder ein ferngesteuertes Fahren.

Beleuchtungslicht im Sinne der vorliegenden Erfindung bezeichnet elektromagnetische Strahlung, deren Wellenlänge im Bereich von 380 nm bis 780 nm liegt. Bei einem Beleuchtungslicht im Sinne der vorliegenden Erfindung handelt es sich somit um einen für das menschliche Auge sichtbaren Teil der elektromagnetischen Strahlung.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei einer Detektion eines Ver- kehrsteilnehmers in der Umgebung des Kraftfahrzeugs eine momentane Farbe des Beleuchtungslichts in eine andere Farbe geändert wird, insbesondere in Rot geändert wird, um dem Verkehrsteilnehmer signalisieren zu können, dass er de- tektiert wurde. Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass dem Verkehrsteilnehmer effizient signalisiert werden kann, dass er detektiert wurde, denn eine Veränderung des Beleuchtungslichts wird in der Regel von einem Verkehrsteilnehmer besonders gut erfasst. Insbesondere wenn die momentane Farbe in Rot geändert wird, wird eine besonders effiziente Signalisierung bewirkt, dass der Verkehrsteilnehmer detektiert wurde. Denn Rot ist üblicherweise eine Warnfarbe, so dass der Verkehrsteilnehmer auf eine solche Farbe besonders aufmerksam reagieren wird.

Rotes Beleuchtungslicht im Sinne der vorliegenden Erfindung bezeichnet insbe- sondere Licht mit einer spektralen Verteilung mit einem globalen Maximum im

Bereich zwischen 600 nm und 780 nm. momentane Farbe des Beleuchtungslichts ist zum Beispiel Blau. Blaues Beleuchtungslicht im Sinne der vorliegenden Erfindung bezeichnet insbesondere Licht mit einer spektralen Verteilung mit einem globalen Maximum im Bereich zwischen 460 nm und 480 nm.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass in einem vorbe- stimmten zeitlichen Abstand vor einem Anfahren des Kraftfahrzeugs aus einem

Stillstand der Boden mit Beleuchtungslicht einer ersten Farbe, insbesondere mit grünem Beleuchtungslicht, beleuchtet wird, wobei nach dem Anfahren der Boden mit Beleuchtungslicht einer von der ersten Farbe verschiedenen zweiten Farbe, insbesondere mit blauem Beleuchtungslicht, beleuchtet wird. Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass Verkehrsteilnehmern in der Umgebung des Kraftfahrzeugs effizient signalisiert werden kann, dass das Kraftfahrzeug anfahren wird. Somit kann zum Beispiel vermieden werden, dass der Verkehrsteilnehmer von einem Anfahren des Kraftfahrzeugs überrascht wird.

Der vorbestimmte zeitliche Abstand beträgt zum Beispiel maximal 5 Sekunden, insbesondere maximal 3 Sekunden, insbesondere maximal 1 Sekunde.

Grünes Beleuchtungslicht im Sinne der vorliegenden Erfindung bezeichnet insbesondere Licht mit einer spektralen Verteilung, die ein globales Maximum aufweist, welches im Bereich zwischen 520 nm und 565 nm liegt.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass während eines Halts des Kraftfahrzeugs der Boden mit einem andersfarbigen Beleuchtungslicht beleuchtet wird als während einer Fortbewegung des Kraftfahrzeugs.

Dadurch wird insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass ein Verkehrsteilnehmer in der Umgebung oder im Umfeld des Kraftfahrzeugs effizient erkennen kann, ob das Kraftfahrzeug momentan hält oder sich momentan fortbewegt. Somit kann also in vorteilhafter Weise effizient zwischen einem haltenden und einem sich fortbewegenden Kraftfahrzeug unterschieden werden.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs ausgebildet oder eingerichtet ist, das Verfahren zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs aus- oder durchzuführen.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Verfahren zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs mittels der Vorrichtung zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs ausgeführt oder durchgeführt wird.

Technische Funktionalitäten der Vorrichtung ergeben sich analog aus entsprechenden technischen Funktionalitäten des Verfahrens und umgekehrt. Das heißt also insbesondere, dass sich Vorrichtungsmerkmale aus entsprechenden Verfahrensmerkmalen und umgekehrt ergeben.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Unterbodenbeleuchtungs- einrichtung am Boden des Kraftfahrzeugs angeordnet ist.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Unterbodenbeleuchtungs- einrichtung ein oder mehrere Leuchtmittel umfasst. Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest ein oder mehrere

Leuchtmittel am Boden des Kraftfahrzeugs angeordnet sind. Der Boden des Kraftfahrzeugs wird insbesondere als ein Fahrzeugboden bezeichnet.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest ein oder mehrere Leuchtmittel im Bereich zwischen der Vorder- und Hinterachse des Kraftfahrzeugs angeordnet sind, insbesondere unmittelbar angrenzend an einer Außenkante des Bodens des Kraftfahrzeugs.

Ein Leuchtmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zum Beispiel eine Leuchtdiode.

In einer Ausführungsform sind mehrere Leuchtdioden vorgesehen, wobei die mehreren Leuchtdioden eine oder mehrere rotes Licht emittierende Leuchtdioden und/oder eine oder mehrere grünes Licht emittierende Leuchtdioden und/oder ei- ne oder mehrere blaues Licht emittierende Leuchtdioden umfassen.

Dadurch ist insbesondere der technische Vorteil bewirkt, dass mittels unterschiedliches Licht emittierende Leuchtdioden eine effiziente Farbmischung des jeweiligen emittierten Lichts bewirkt werden kann. Durch eine Farbmischung von rotem, grünen und blauem Licht kann zum Beispiel effizient eine bestimmte Farbe des Beleuchtungslicht im RGB-Farbraum eingestellt werden.

In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Steuerungseinrichtung ausgebildet ist, bei einer Detektion eines Verkehrsteilnehmers in der Umgebung des Kraftfahrzeugs die Unterbodenbeleuchtungseinrichtung derart zu steuern, dass eine momentane Farbe des Beleuchtungslichts in eine andere Farbe geändert wird, insbesondere in Rot geändert wird, um dem Verkehrsteilnehmer signalisieren zu können, dass er detektiert wurde.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Steuerungseinrichtung ausgebildet ist, die Unterbodenbeleuchtungseinrichtung derart zu steuern, dass in einem vorbestimmten zeitlichen Abstand vor einem Anfahren des Kraftfahrzeugs aus einem Stillstand der Boden mit Beleuchtungslicht einer ersten Farbe, insbesondere mit grünem Beleuchtungslicht, beleuchtet wird, wobei nach dem Anfahren der Boden mit Beleuchtungslicht einer von der ersten Farbe verschiedenen zweiten Farbe, insbesondere mit blauem Beleuchtungslicht, beleuchtet wird.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Steuerungseinrichtung ausgebildet ist, die Unterbodenbeleuchtungseinrichtung derart zu steuern, dass während eines Halts des Kraftfahrzeugs der Boden mit einem andersfarbigen Beleuchtungslicht beleuchtet wird als während einer Fortbewegung des Kraftfahrzeugs.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei einer Detektion eines Verkehrsteilnehmers in der Umgebung des Kraftfahrzeugs das Kraftfahrzeug anhält.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich das Kraftfahrzeug innerhalb eines Parkplatzes befindet, während es in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird. So ist zum Beispiel vorgesehen, dass das Kraftfahrzeug fahrerlos innerhalb des Parkplatzes fährt. Somit kann zum Beispiel ein Mischbetrieb von fahrerlos fahrenden Kraftfahrzeugen und mittels eines Fahrers geführten Kraftfahrzeugen effizient durchgeführt werden.

Ein Verkehrsteilnehmer im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zum Beispiel ein Fussgänger. Ein Verkehrsteilnehmer im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zum Beispiel ein weiteres Kraftfahrzeug. Ein Verkehrsteilnehmer im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zum Beispiel ein Radfahrer. Die Detektion eines Verkehrsteilnehmers basiert zum Beispiel auf einer Umfelderfassung mittels eines Umfeldsensors des Kraftfahrzeugs. Die Detektion des Verkehrsteilnehmers basiert zum Beispiel auf einer Umfelderfassung mittels eines Umfeldsensors, der außerhalb oder entfernt vom Kraftfahrzeug angeordnet ist. Zum Beispiel ist ein solcher Umfeldsensor innerhalb eines Parkplatzes angeordnet.

Zur Detektion werden nach einer Ausführungsform mehrere Umfeldsensoren verwendet.

Ein Umfeldsensor im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zum Beispiel einer der folgenden Umfeldsensoren: Radarsensor, Lidarsensor, Infrarotsensor, Magnetsensor, Ultraschallsensor, Lasersensor und Videosensor. Das Kraftfahrzeug weist nach einer Ausführungsform an seinem Fahrzeugboden mehrere Leuchtdioden, allgemein Leuchtmittel, auf. Die Leuchtdioden, allgemein Leuchtmittel, sind vorzugsweise derart am Fahrzeugboden angeordnet, dass sie Licht in Richtung einer Fahrbahn oder eines Bodens emittieren können. Die Leuchtdioden, allgemein Leuchtmittel, sind nach einer Ausführungsform angrenzend an einer linken und rechten Außenkante des Fahrzeugbodens am Fahrzeugboden angeordnet, wobei sich links und rechts auf die Hauptfahrrichtung des Kraftfahrzeugs beziehen. In einer Ausführungsform sind die Leuchtdioden anstelle oder zusätzlich zur linken und rechten seitlichen Anordnung an der Außenkante angrenzend an einer vorderen und/oder hinteren Außenkante des Fahrzeugbodens am Fahrzeugboden angeordnet, wobei sich vorne und hinten auf die Hauptfahrrichtung des Kraftfahrzeugs beziehen.

Die mehreren Leuchtdioden, allgemein Leuchtmittel, bilden somit eine Unterbo- denbeleuchtungseinrichtung. Unter„angrenzend an der Außenkante" wird insbesondere ein maximaler Abstand der Leuchtmittel zur Außenkante von 20 cm, insbesondere 10 cm, verstanden.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Leuchtmittel zum Beispiel maximal 20 cm, insbesondere 10 cm, beabstandet zur (linken und/oder rechten und/oder vorderen und/oder hinteren) Außenkante des Fahrzeugbodens am Fahrzeugboden angeordnet sind.

Die Richtungsangaben links, rechts, vorne und hinten beziehen sich auf die Hauptfahrrichtung des Kraftfahrzeugs.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Hierbei zeigen

Fig. 1 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs,

Fig. 2 eine Vorrichtung zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs und

Fig. 3 ein Kraftfahrzeug.

Fig. 1 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Signalisieren eines fahrer- losen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs, in welchem das Kraftfahrzeug fahrerlos fahren kann. Gemäß einem Schritt 101 ist vorgesehen, dass das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird. Solange das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird, ist gemäß einem Schritt 103 vorgesehen, dass mittels einer Unterbodenbeleuchtungseinrichtung des Kraftfahrzeugs ein Boden einer Umgebung des Kraftfahrzeugs mit einem Beleuchtungslicht beleuchtet wird, um der Umgebung signalisieren zu können, dass das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird.

Ein Boden im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zum Beispiel eine Fahrbahn. Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung 201 zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs, in welchem das Kraftfahrzeug fahrerlos fahren kann. Die Vorrichtung 201 umfasst:

- eine Unterbodenbeleuchtungseinrichtung 203 zum Beleuchten eines Bodens einer Umgebung des Kraftfahrzeugs mit einem Beleuchtungslicht und

- eine Steuerungseinrichtung 205 zum Steuern der Unterbodenbeleuchtungs- einrichtung derart, dass, solange das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird, der Boden mit dem Beleuchtungslicht beleuchtet wird, um der Umgebung signalisieren zu können, dass das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird. Fig. 3 zeigt ein Kraftfahrzeug 301 , welches auf einer Fahrbahn 31 1 fährt.

Das Kraftfahrzeug 301 ist ausgebildet, in einem fahrerlosen Betriebszustand betrieben zu werden. Das Kraftfahrzeug 301 weist an seinem Fahrzeugboden 303 mehrere Leuchtdioden 305 auf. Die Leuchtdioden 305 sind derart am Fahrzeugboden 303 angeordnet, dass sie Licht in Richtung der Fahrbahn 31 1 emittieren können.

Die Leuchtdioden 305 sind nach einer Ausführungsform angrenzend an einer lin- ken und rechten Außenkante des Fahrzeugbodens 303 angeordnet, wobei sich links und rechts auf die Hauptfahrrichtung des Kraftfahrzeugs beziehen.

In einer Ausführungsform sind die Leuchtdioden 305 anstelle oder zusätzlich zur linken und rechten seitlichen Anordnung an der Außenkante angrenzend an einer vorderen und/oder hinteren Außenkante des Fahrzeugbodens 303 angeordnet, wobei sich vorne und hinten auf die Hauptfahrrichtung des Kraftfahrzeugs beziehen.

Die mehreren Leuchtdioden 305 bilden somit eine Unterbodenbeleuchtungsein- richtung. Das Kraftfahrzeug 301 umfasst ferner eine Steuerungseinrichtung 307, die ausgebildet ist, die aus den Leuchtdioden 305 gebildete Unterbodenbeleuchtungs- einrichtung derart zu steuern, dass, solange das Kraftfahrzeug 301 in dem fah- rerlosen Betriebszustand betrieben wird, die Fahrbahn 31 1 mit dem Beleuchtungslicht der Leuchtdioden 305 beleuchtet wird, um der Umgebung signalisieren zu können, dass das Kraftfahrzeug in dem fahrerlosen Betriebszustand betrieben wird.

Somit umfasst das Kraftfahrzeug 301 eine Vorrichtung 309 zum Signalisieren eines fahrerlosen Betriebszustands eines Kraftfahrzeugs gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Zum Beispiel ist vorgesehen, dass, solange das Kraftfahrzeug mit einer Geschwindigkeit > 0 m/s fahrerlos fährt, die Fahrbahn 31 1 mit blauem Beleuchtungslicht beleuchtet wird.

Zum Beispiel ist vorgesehen, dass bei einer Detektion eines Verkehrsteilnehmers im Umfeld des Kraftfahrzeugs 301 das blaue Beleuchtungslicht in rotes Beleuchtungslicht geändert wird, so dass die Fahrbahn 31 1 dann mittels roten Beleuchtungslichts beleuchtet wird.

Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Kraftfahrzeug 301 bei Detektion des Verkehrsteilnehmers anhält.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass, sofern das Kraftfahrzeug 301 still steht, also angehalten hat, aber unmittelbar losfahren will, also anfahren wird, die Fahrbahn 31 1 mit grünem Beleuchtungslicht beleuchtet wird.

Das heißt also insbesondere, dass mit unterschiedlichen Farbkodierungen unterschiedliche Fahrzustände des Kraftfahrzeugs einer Umgebung effizient signalisiert werden können. Die Erfindung stellt somit insbesondere eine effiziente farbenbasierte Kommunikation zwischen einem fahrerlos fahrenden Kraftfahrzeug und seiner Umwelt, also seiner Umgebung, bereit. Eine Unterbodenbeleuchtungseinrichtung im Sinne der vorliegenden Erfindung ist also insbesondere ausgebildet, verschiedenfarbiges Beleuchtungslicht zu emittieren. Zum Beispiel ist vorgesehen, dass die Unterbodenbeleuchtungsein- richtung mehrere Leuchtdioden umfasst, die jeweils unterschiedliches Licht emittieren. Zum Beispiel umfasst die Unterbodenbeleuchtungseinrichtung mehrere Leuchtdioden, die rotes Beleuchtungslicht emittieren. Zum Beispiel umfasst die Unterbodenbeleuchtungseinrichtung mehrere Leuchtdioden, die grünes Beleuchtungslicht emittieren. Zum Beispiel umfasst die Unterbodenbeleuchtungseinrich- tung mehrere Leuchtdioden, die blaues Beleuchtungslicht emittieren.

Je nach konkret vorliegender Situation respektive momentanem Fahrzustand ist somit nach einer Ausführungsform vorgesehen, dass unterschiedliche Leuchtdioden angesteuert werden, so dass entsprechend unterschiedliches Beleuchtungslicht emittiert wird.

Die Formulierung "respektive" umfasst insbesondere die Formulierung

"und/oder".

Zusammenfassend stellt die Erfindung somit ein effizientes Konzept bereit, welches es effizient ermöglicht, dass Außenstehende, also Verkehrsteilnehmer in einer Umgebung eines Kraftfahrzeugs, auf einen aktuellen oder momentanen Fahrzustand des im fahrerlosen Betriebszustand betriebenen Kraftfahrzeugs über verschiedenfarbiges Beleuchtungslicht einer Unterbodenbeleuchtungsein- richtung aufmerksam gemacht werden können.

Folgende Farkodierungen sind nach einer Ausführungsform einzeln oder in Kombination vorgesehen:

Blaues Beleuchtungslicht signalisiert, dass das Kraftfahrzeug fahrerlos mit einer Geschwindigkeit > 0 m/s fährt.

Rotes Beleuchtungslicht signalisiert, dass das Kraftfahrzeug ein Hindernis erkannt hat, zum Beispiel einen Fussgänger, woraufhin dann insbesondere das Kraftfahrzeug anhält. Grünes Beleuchtungslicht signalisiert insbesondere, dass das Kraftfahrzeug still steht, aber in einem vorbestimmten Zeitraum, zum Beispiel in maximal 3 Sekunden, insbesondere maximal 2 Sekunden, anfahren wird.