WORM, Katja (Privatstrasse 5, Nr. 7, Berlin, 13053, DE)
BERGER, Gisbert (Heubergerweg 38A, Berlin, 12487, DE)
WORM, Katja (Privatstrasse 5, Nr. 7, Berlin, 13053, DE)
Patentansprüche
1. Verfahren zum Transport mehrerer Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...), wobei das Verfahren mehrere Transportvorgänge (TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) umfasst, wobei jeder Transportvorgang (TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) die Schritte umfasst, dass
- jeweils mindestens ein Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) in ein Transportmittel (Beh-1, Beh-2) verbracht wird,
- das Transportmittel (Beh-1, Beh-2) mit dem mindestens einen Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) zu einer Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) transportiert wird und — die mit dem Transportmittel (Beh-1, Beh-2) transportierten Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) dergestalt dieser Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) zugeführt werden, dass zunächst alle Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) aus diesem Transportmittel (Beh-1, Beh-2) der Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) zugeführt werden, bevor ihr weitere Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) zugeführt werden, wobei das Verfahren weiterhin die Schritte umfasst, dass
- für jeden Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) ein erstes Mal gemessen wird, welchen Wert ein vorgegebenes Merkmal (Merk-1, Merk-2) für diesen Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) annimmt,
- für jeden Transportvorgang die Transportvorgangsinformation (I_TV-1, I_TV-2, I_TV-3, I_TV-4) ermittelt und abgespeichert wird, welche Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) gemeinsam durch diesen Transportvorgang (TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) transportiert werden und wel- chen Merkmalswert welcher dieser Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) annimmt, für jeden Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) , nachdem dieser der Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) zugeführt wur- de,
- erneut gemessen wird, welchen Wert das Merkmal für diesen Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) annimmt, und
- danach gesucht wird, durch welchen Transportvorgang
(TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) dieser Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) transportiert wurde, dadurch gekennzeichnet, dass für mindestens einen Transportvorgang (TV-w,...) die Schritte durchgeführt werden, dass
- für n Gegenstände (A-I, A-5, ...) , die gemeinsam durch diesen Transportvorgang (TV-w,...) transportiert wurden, die erneuten Messungen durchgeführt werden, so dass die n Messungen n Merkmalswerte liefern, wobei n >= 2 gilt,
- jeder Transportvorgang (TV-I,...) ermittelt wird, durch den jeweils mindestens n Gegenstände (A-I, A-5, ...) mit den n gemessenen Merkmalswerten gemeinsam in ein Transportmittel (Beh-1, Beh-2) verbracht und in diesem transportiert wurden, wobei für diese Ermittlung die n Merkmalswerte sowie die abgespeicherten Transportvorgangs-Informationen (I_TV-1, I_TV-2, I_TV-3, I_TV-4) verwendet werden, und
- für jeden Gegenstand (A-I, A-5, ...) , der durch diesen Transportvorgang (TV-w,...) der Verarbeitungsanlage (AnI- 3, Anl-4) zugeführt wurde, der dergestalt ermittelte mindestens eine Transportvorgang (TV-I,...) als Ergebnis der Suche verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) , die gemeinsam durch einen Transportvorgang (TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) transportiert werden, sich beim Transport in einer bestimmten Reihenfolge im verwendeten Transportmittel (Beh- 1, Beh-2) befinden, diese Reihenfolge ermittelt und als Bestandteil der Trans- portvorgangs-Information (I_TV-1, I_TV-2, I_TV-3, I_TV-4) für diesen Transportvorgang (TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) abgespeichert wird, bei den erneuten n Messungen für die n Gegenstände diese Reihenfolge ausgewertet wird, so dass die n Messungen einen Merkmalswerte-Vektor mit n Merkmalswerten liefern, und bei der Ermittlung des mindestens einen Transportvorgangs (TV-I,...) der Merkmalswerte-Vektor mit den abgespeicherten Transportvorgangs-Informationen (I_TV-1, I_TV-2, I_TV-3, I TV-4) verglichen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Transportmittel (Beh-1, Beh-2) mit einer Kennung versehen ist, beim Verbringen derjenigen Gegenstände, die gemeinsam durch einen Transportvorgang (TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) transportiert werden, in das verwendete Transportmittel (Beh-1, Beh-2) die Kennung dieses Transportmittels ermittelt wird, die Transportvorgangs-Information (I_TV-1, I_TV-2, I_TV-3, I TV-4) die Information umfasst, welche Gegenstände ge- meinsam in dem Transportmittel mit der ermittelten Kennung transportiert werden, für jedes Transportmittel (Beh-1, Beh-2) erneut dessen Kennung ermittelt wird, nachdem es zur jeweiligen Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) transportiert wurde, und bei der Ermittlung des Transportvorgangs zusätzlich die ermittelte Transportmittel-Kennung verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Transportvorgang (TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) und jeden Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) jeweils eine Kennung vergeben wird und jede Transportvorgangs-Information (I_TV-1, I_TV-2, I_TV- 3, I_TV-4) die Kennung des Transportvorgangs (TV-I, TV-2,
TV-3, TV-4) und die jeweilige Kennung jedes Gegenstands (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) , der durch diesen Transportvorgang (TV-I, TV-2, TV-3, TV-4) transportiert wird, umfasst.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn für einen Transportvorgang durch Auswertung der n Messungen mehrere Transportvorgänge ermittelt werden,
— für mindestens einen weiteren Gegenstand, der durch diesen Transportvorgang transportiert wurde, die erneute Messung durchgeführt wird, so dass die mindestens eine zusätzliche Messung einen zusätzlichen Merkmalswerte-Vektor liefert, und
- unter den bereits ermittelten Transportvorgängen jeder Transportvorgang ermittelt wird, durch den ebenfalls ein Gegenstand mit dem zusätzlich gemessenen Merkmalswert gemeinsam den n Gegenständen in ein Transportmittel verbracht und in diesem transportiert wurde.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
- m messbare Merkmale (Merk-1, Merk-2) vorgegeben werden, wobei M >= 2 ist,
- bei jeder Messung eines Gegenstands (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) die m Werte, die die m Merkmale (Merk-1,
Merk-2) für diesen Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) annehmen, gemessen werden und
- als Merkmalswert des Gegenstands die n gemessenen Merkmalswerte verwendet werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) bei der ersten Messung zusätzlich eine Beschriftung, mit dem der Ge- genstand versehen ist, gelesen wird, ein Datensatz erzeugt und abgespeichert wird, der den bei der ersten Messung gemessenen Merkmalswert und eine Kennzeichnung der gelesenen Beschriftung umfasst, für jeden Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) , nachdem die- ser der Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) zugeführt wurde, der abgespeicherte Datensatz unter Verwendung
- des beim erneuten Messen gemessenen mindestens einen Merkmalswertes und
- des durch die Suche ermittelten mindestens einen Trans- portvorgangs (TV-I, ...) ermittelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) als Beschriftung eine Zieladresse (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) gelesen wird, an die der Gegenstand zu transportieren ist, und die Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) einen Transport des Gegenstands (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) zu demjenigen Ziel- punkt, dessen Kennzeichnung vom ermittelten Datensatz um- fasst wird, auslöst.
9. Vorrichtung zum Transport mehrerer Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...), wobei die Vorrichtung
- eine sendende Verarbeitungsanlage (AnI-I, Anl-2),
- eine empfangende Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) und
- eine Datenbank (DB) umfasst und zum Durchführen mehrerer Transportvorgänge (TV-I, ..., TV-4) ausgestaltet ist, wobei die Vorrichtung dazu ausgestaltet ist, dass in jedem Transportvorgang (TV-I, ..., TV-4) folgende Schritte ausgeführt werden: — jeweils mindestens ein Gegenstand von der sendenden
Verarbeitungsanlage (AnI-I, Anl-2) in ein Transportmittel (Beh-1, Beh-2) verbracht wird, - das Transportmittel (Beh-1, Beh-2) mit dem mindestens einen Gegenstand zu der empfangenden Verarbeitungsanlage (anl-3, Anl-4) transportiert wird und
— die mit dem Transportmittel (Beh-1, Beh-2) transpor- tierten Gegenstände dergestalt der empfangenden Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) zugeführt werden, dass zunächst alle Gegenstände aus diesem Transportmittel (Beh-1, Beh-2) der empfangenden Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) zugeführt werden, bevor ihr weitere Ge- genstände zugeführt werden, wobei die sendende Verarbeitungsanlage (AnI-I, Anl-2) dazu ausgestaltet ist,
— für jeden Gegenstand ein erstes Mal zu messen, welchen Wert ein vorgegebenes Merkmal (Merk-1, Merk-2) für die- sen Gegenstand annimmt,
- für jeden Transportvorgang (TV-I, ..., TV-4) die Trans- portvorgangs-Information (I TV-I,..., I TV-4) zu ermitteln und in der Datenbank (DB) abzuspeichern, welche Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) gemeinsam durch diesen Transportvorgang (TV-I, ..., TV-4) transportiert werden und welchen Merkmalswert welcher dieser Gegenstände (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) annimmt, wobei die empfangende Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) dazu ausgestaltet ist, für jeden ihr zugeführten Gegens- tand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...)
— erneut zu messen, welchen Wert das Merkmal (Merk-1, Merk-2) für diesen Gegenstand (A-I, B-I, C-I, D-I, ...) annimmt, und
- in der Datenbank (DB) danach zu suchen, durch welchen Transportvorgang (TV-I, ..., TV-4) dieser Gegenstand
(A-I, B-I, C-I, D-I, ...) transportiert wurde, dadurch gekennzeichnet, dass die empfangende Verarbeitungsanlage (Anl-3, Anl-4) dazu ausgestaltet ist,
- für n Gegenstände, die gemeinsam durch denselben Transportvorgang (TV-w, ...) transportiert wurden, die erneu- ten Messungen durchzuführen, so dass die n Messungen n Merkmalswerte liefern, wobei n >= 2 gilt,
- jeden Transportvorgang (TV-I, ...) zu ermitteln, durch den jeweils mindestens n Gegenstände mit den n gemessenen Merkmalswerten gemeinsam in ein Transportmittel (Beh-1, Beh-2) verbracht und in diesem transportiert wurden, wobei die empfangende Verarbeitungsanlage (Anl-3, AnI- 4) für diese Ermittlung die n Merkmalswerte sowie die abgespeicherten Transportvorgangs-Informationen (I_TV- 1, I_TV-2, I_TV-3, I_TV-4) verwendet, und
- für jeden Gegenstand, der durch diesen Transportvorgang (TV-w, ...) der empfangenden Verarbeitungsanlage (Anl-3,
Anl-4) zugeführt wurde, den dergestalt ermittelte mindestens eine Transportvorgang (TV-I, ...) als Ergebnis der Suche zu verwenden. |
Beschreibung
Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Gegenständen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Transport mehrerer Gegenstände, insbesondere Postsendungen. Eine Postsendung durchläuft typischerweise mindestens zweimal eine Sortieranlage und wird dann an die jeweils vorgegebene Zieladresse transportiert. Beim ersten Durchlauf wird die Zieladresse der Postsendung gelesen. Beim zweiten Durchlauf wird die gelesene Zieladresse wieder ermittelt. Traditionellerweise wird beim ersten Durchlauf eine Codierung der Zieladresse auf die Postsendung gedruckt. Diese Codierung wird beim zweiten Durchlauf gelesen. Um das Bedrucken von Postsendungen zu vermeiden, wird in DE 4000603 C2 vorgeschlagen, beim ersten Durchlauf einen Merkmalsvektor von der Post- sendung zu messen und diesen zusammen mit der gelesenen Zieladresse abzuspeichern. Beim zweiten Durchlauf wird die Postsendung erneut gemessen. Dadurch wird ein weiterer Merkmalsvektor erzeugt. Dieser weitere Merkmalsvektor wird mit den abgespeicherten Merkmalsvektoren verglichen, um den abgespei- cherten Merkmalsvektor von demselben Gegenstand zu finden.
Die Zieladresse, die zusammen mit dem gefundenen Merkmalsvektor abgespeichert ist, wird als diejenige Zieladresse verwendet, an den die Postsendung zu transportieren ist.
Diese Suche erfordert, dass viele Merkmalsvektoren miteinan- der verglichen werden, was zeitaufwendig ist. Bei wachsender Anzahl von transportieren Postsendungen steigt die Gefahr, dass unter den abgespeicherten Merkmalsvektoren der falsche Merkmalsvektor gefunden wird. Daher wurden bereits Einschränkungen des Suchraums vorgeschlagen. Ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 9 sind aus EP 1222037 Bl bekannt. Dort wird beschrieben, wie der Suchraum bei der Suche nach einem abgespeicherten Datensatz für eine Postsendung eingeschränkt
wird. Die Transportmittel, in denen die Postsendungen transportiert werden, sind Behälter, die mit maschinenlesbaren Kennungen versehen sind. Diese Kennungen werden ermittelt und bei der Suche nach Datensätzen verwendet. Die Suche wird auf die Datensätze von Postsendungen aus diesem Behälter beschränkt .
Dieser Ansatz erfordert, dass die Kennung des Behälters zuverlässig gelesen wird. In der Praxis gelingt es manchmal nicht, die Kennung fehlerfrei zu lesen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 9 bereitzustellen, bei dem die Suche nach dem Transportvorgang weder erfordert, dass die Transportmittel in einer bestimmten Reihenfolge zur Verarbeitungsanlage transportiert werden, noch erfordert, dass eine Kennung eines Transportmittels nach dem Transport des Transportmittels zur jeweiligen Verarbeitungsanlage gelesen wird.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden mehrere Transportvorgänge durchgeführt. In jedem dieser Transportvorgänge werden mindestens die folgenden Schritte durchgeführt:
- Jeweils mindestens ein Gegenstand wird in ein Transportmittel verbracht. Möglich ist, dass für jeden Transportvorgang ein anderes Transportmittel verwendet wird oder dass dasselbe Transportmittel für mehrere Transportvorgän- ge verwendet wird.
- Das Transportmittel mit dem mindestens einen Gegenstand wird zu einer Verarbeitungsanlage transportiert.
- Die mit dem Transportmittel transportierten Gegenstände werden der Verarbeitungsanlage zugeführt. Die Gegenstände
werden ihr dergestalt zugeführt, dass zunächst alle Gegenstände aus diesem Transportmittel der Verarbeitungsanlage zugeführt werden, bevor der Verarbeitungsanlage weitere Gegenstände zugeführt werden. Diese weiteren Gegen- stände können aus anderen Transportvorgängen stammen.
Außerdem werden folgende Schritte durchgeführt:
- Für jeden Gegenstand wird ein erstes Mal gemessen, welchen Wert ein vorgegebenes Merkmal für diesen Gegenstand annimmt. Die erste Messung wird durchgeführt, bevor dieser Gegenstand in das jeweilige Transportmittel verbracht wurde.
- Für jeden Transportvorgang wird die Transportvorgangsinformation ermittelt und abgespeichert, welche Gegenstände gemeinsam durch diesen Transportvorgang transportiert werden und welchen Merkmalswert welcher dieser Gegenstände beim ersten Messen jeweils annimmt.
- Für jeden Gegenstand wird erneut gemessen, welchen Wert das Merkmal für diesen Gegenstand annimmt. Die erneute Messung wird durchgeführt, nachdem der Gegenstand der je- weiligen Verarbeitungsanlage zugeführt wurde.
- Es wird danach gesucht, durch welchen Transportvorgang dieser Gegenstand transportiert wurde.
Bei dieser Suche werden für mindestens einen Transportvorgang zusätzlich die folgenden Schritte durchgeführt: - Für n Gegenstände, die gemeinsam durch diesen Transportvorgang transportiert wurden, werden die erneuten Messungen durchgeführt. Hierbei gilt n >= 2. Diese n Messungen liefern n Merkmalswerte.
- Jeder Transportvorgang wird ermittelt, der folgende Eigen- schaft hat: Durch den Transportvorgang wurden jeweils mindestens n Gegenstände mit den n gemessenen Merkmalswerten gemeinsam in dasjenige Transportmittel, das für den Transportvorgang verwendet wird, verbracht und in diesem Trans-
portmittel transportiert. Möglich ist, dass in diesem Transportmittel außer diesen n Gegenständen weitere Gegenstände transportiert werden.
— Für die Ermittlung dieser Transportvorgänge werden die n Merkmalswerte sowie die abgespeicherten Transportvorgangsinformationen verwendet. Die Ermittlung kann keinen, einen oder mehrere Transportvorgänge liefern.
— Für jeden Gegenstand, der durch einen ermittelten Transportvorgang der Verarbeitungsanlage zugeführt wurde, wird der ermittelte Transportvorgang als Ergebnis der Suche verwendet .
Erfindungsgemäß wird also bei der Suche eine Vorauswahl unter den Transportvorgängen durchgeführt. Vor der Suche werden im voraus n Gegenstände gemessen. Anschließend wird die Suche durchgeführt. Die Suche liefert eine Vorauswahl unter Transportvorgängen und bewirkt eine Einschränkung des Suchraums. Um die Suche durchzuführen, werden die gespeicherten Trans- portvorgangs-Informationen und die n Merkmalswerte verwendet. Nicht erforderlich ist es, die Kennung eines Transportmittels zu ermitteln, nachdem dieses Transportmittel zur Verarbeitungsanlage transportiert wurde. Die Reihenfolge, in der Gegenstände in ein Transportmittel verbracht oder einer Verarbeitungsanlage zugeführt werden, wird ebenfalls nicht benötigt. Die Erfindung lässt sich z. B. für die Verarbeitung und Sortierung von Postsendungen, von Gepäckstücken von Reisenden oder auch von Containern oder anderen Frachtstücken anwenden.
In einer Ausgestaltung wird eine Kennzeichnung eines Zielpunkts, an den der Gegenstand zu transportieren ist, oder ei- ne Kennzeichnung eines Eigentümers des Gegenstands gelesen.
Der Zielpunkt ist z. B. eine Zustelladresse für eine Postsendung oder eine Fertigungsstraße einer Fabrik oder ein Zielbahnhof oder Zielhafen oder Zielflughafen für ein Gepäckstück oder Frachtstück.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels gezeigt. Dabei veranschaulichen:
Fig. 1 eine beispielhafte Zerlegung des Merkmalsraums; Fig. 2 die Lage der Messwerte im Merkmalsraum von Fig. 1 ;
Fig. 3 den Transport der Postsendungen A1,...,A5 sowie B1,...,B4;
Fig. 4 den Transport der Postsendungen Cl,..., C6 sowie Dl und D2;
Fig. 5 welche Informationen über Transportvorgänge abgespeichert werden;
Fig. 6 die umgeformten Transportvorgangs-Informationen;
Fig. 7 die Ermittlung des Transportvorgangs für die Postsendungen A-I,..., A-5 des Transportvorgangs TV-w;
Fig. 8 die Ermittlung des Transportvorgangs für die Postsendungen B-I,..., B-4 des Transportvorgangs TV-x;
Fig. 9 die Ermittlung des Transportvorgangs für die Postsendungen C-I,..., C-6 des Transportvorgangs TV-y;
Fig. 10 die Ermittlung von Fig. 9 unter zusätzlicher Berücksichtigung der Anzahlen.
Im Ausführungsbeispiel sind die zu transportierenden Gegenstände Postsendungen. Jede Postsendung ist mit einer Kennzeichnung derjenigen Zustelladresse versehen, an die diese Postsendung zu transportieren ist. Die Zustelladresse fungiert als der Zielpunkt der Postsendung. Die Kennzeichnung ist in der Regel vor Beginn des Transportierens auf die Postsendung aufgebracht worden. Möglich ist aber auch, dass sie erst während des Transportierens angebracht wird.
Jede Postsendung durchläuft mindestens zweimal eine Sortieranlage. Möglich ist, dass eine Postsendung dieselbe Sortieranlage mehrmals durchläuft oder dreimal eine Sortieranlage durchläuft . Beim ersten Durchlauf wird zumindest die Zustelladresse ermittelt. Möglich ist, dass weitere Merkmale gemessen werden, z. B. das Gewicht der Postsendung oder mit welcher Frankierung die Postsendung versehen ist.
Vorzugsweise versucht eine Leseeinrichtung der beim ersten Durchlauf verwendeten Sortieranlage, zunächst automatisch per „Optical Character Recognition" (OCR) die Zustelladresse automatisch zu ermitteln. Gelingt dies nicht, so liest ein Mensch die Zustelladresse und gibt wenigstens einen Teil der gelesenen Zustelladresse, z. B. die Postleitzahl, ein. Jeder möglichen Zustelladresse ist ein Zustellgebiet zugeordnet. Alle Postsendungen an dasselbe Zustellgebiet werden bei jedem Durchlauf in dasselbe Ausgabefach ausgeschleust. Möglich ist, dass Postsendungen an verschiedene Zustellgebiete in dasselbe Ausgabefach ausgeschleust werden. Möglich ist, dass eine Postsendung mehrmals dieselbe Sortieranlage durchläuft, beispielsweise weil die Anzahl von Ausgabefächer geringer als die Anzahl der vorgegebenen Zustellgebiete ist. In diesem Fall wird vorzugsweise ein „n-pass sequencing" durchgeführt. Ein solches Verfahren ist aus EP 948416 Bl bekannt. Nach dem ersten Durchlauf werden die Postsendungen, die die Sortieranlage in ein Ausgabefach ausgeschleust hat, in einen Behälter verbracht. Der Behälter wird zu der Zuführeinrichtung der zweiten Sortieranlage transportiert, und die Postsendungen werden der Sortieranlage für den zweiten Durchlauf zugeführt.
Möglich ist auch, dass ein Behälter mit Postsendungen, die zum ersten Mal eine Sortieranlage durchlaufen haben, an einen anderen Ort transportiert wird und die Postsendungen dort einer weiteren Sortieranlage zugeführt werden. Möglich ist auch, dass einige Postsendungen von einem Ausgabefach der
weiteren Sortieranlage in einem Behälter zu einer Zuführeinrichtung einer anderen Sortieranlage transportiert werden und diese Postsendungen der anderen Sortieranlage zugeführt werden . Sehr unzweckmäßig wäre es, wenn jede weitere Sortieranlage erneut die Zustelladresse lesen müsste, die die erste Sortieranlage schon gelesen hat. Das klassische Vorgehen, dies zu vermeiden, ist dass, dass die erste Sortieranlage eine Codierung der Zustelladresse auf die Postsendung druckt, z. B. in Form eines Strichmusters („bar code") . Jede weitere Sortieranlage liest dieses Strichmuster.
Häufig wird aber nicht gewünscht, dass eine Postsendung mit einem Strichmuster versehen wird. Eine übereinkunft des Weltpostvereins (UPU) sieht vor, dass grenzüberschreitende Post- Sendungen nicht mit einem Strichmuster versehen werden, denn unterschiedliche Postdienstleister verwenden in der Regel verschiedene Systeme der Codierung.
Daher wird im Ausführungsbeispiel ein Verfahren angewendet, das unter der Bezeichnung „Fingerprint" oder auch „Virtual ID" bekannt geworden ist und z. B. in DE 4000603 C2 und
EP 1222037 Bl beschrieben wird und das es ermöglicht, dass jede weitere Sortieranlage diejenige Zustelladresse, die die erste Sortieranlage gelesen hat, ohne ein Strichmuster ermittelt. Im Ausführungsbeispiel werden verschiedene Merkmale einer
Postsendung vorgegeben, die sich optisch messen lassen, während die Postsendung eine Sortieranlage durchläuft, ohne die Postsendung zu beschädigen. Beispiele für derartige Merkmale sind - Abmessungen der Postsendung,
- die Verteilung von Grauwerten und/oder Farbtönen auf einer Oberfläche der Postsendung,
- die Lage und Abmessung des Freimachungsvermerks,
- die Lage und Größe des Adressblocks und/oder einer Kennzeichnung des Absenders sowie
- Merkmale der Zustelladresse, z. B. die Postleitzahl.
Fig. 1 veranschaulicht eine beispielhafte Zerlegung des Merk- malsraums. In diesem illustrierenden Beispiel werden zwei
Merkmale jeder Postsendung gemessen, nämlich Merk-1 und Merk- 2. Der Wertebereich von Merk-1 ist auf der x-Achse aufgetragen, der von Merk-2 auf der y-Achse. Jeder mögliche Merkmalswert ist also ein Tupel. Der von der x-Achse und der y-Achse aufgespannte Raum wird im Beispiel in fünf Teilmengen unterteilt, nämlich Cl-I bis Cl-5. Die Begrenzungslinien dieser Teilmengen verlaufen nicht notwendigerweise parallel zu den Koordinatenachsen. Diese fünf Teilmengen werden im Folgenden als „Cluster" bezeichnet. Im Ausführungsbeispiel wird mindestens zweimal gemessen, welche Werte die beiden Merkmale Merk-1 und Merk-2 für die Postsendungen Al, ..., A5, Bl, ..., B4, Cl, ..., C6, Dl und D2 annehmen. Für jede Postsendung werden somit zweimal jeweils ein Wert des Merkmals Merk-1 und ein Wert des Merkmals Merk-2 ge- messen. Fig. 2 zeigt die Lage dieser Tupel von Messwerten im Koordinatensystem und somit im Merkmalsraum von Fig. 1. Dargestellt ist weiterhin, in welches der fünf Cluster Cl-I, ..., Cl-5 jedes Tupel jeweils fällt. Der Tupel mit den beiden Messwerten für die Postsendung Dl fällt in das Cluster Cl-3, der für D2 in das Cluster Cl-5.
Fig. 3 illustriert den Transport der Postsendungen Al,..., A5 sowie Bl,..., B4. Die Postsendungen Al,..., A5 sowie Bl,..., B4 durchlaufen eine erste Sortieranlage AnI-I. Eine Leseeinrichtung dieser ersten Sortieranlage AnI-I liest die jeweilige Kennzeichnung der Zustelladresse, mit denen die Postsendungen Al,..., A5, Bl,..., B4 und weitere durchlaufenden Postsendungen versehen sind. Eine Messeinrichtung der ersten Sortieranlage AnI-I misst, welche Werte die vorgegebenen Merkmale für die Postsendungen Al,..., A5 annehmen. Diese Messeinrichtung Anl-2
misst außerdem, welche Werte die vorgegebenen Merkmale für die Postsendungen Bl,..., B4 annehmen.
Fig. 4 illustriert den Transport der Postsendungen Cl,..., C6 sowie Dl und D2. Die Postsendungen Cl,..., C6 durchlaufen eine zweite Sortieranlage Anl-2. Eine Leseeinrichtung dieser zweiten Sortieranlage Anl-2 liest die jeweilige Kennzeichnung der Zustelladresse, mit denen die Postsendungen Cl,..., C6, Dl, D2 und weitere durchlaufenden Postsendungen versehen sind. Eine Messeinrichtung der zweiten Sortieranlage Anl-2 misst, welche Werte die vorgegebenen Merkmale für die Postsendungen Cl,..., C6 annehmen. Diese Messeinrichtung misst außerdem, welche Werte die vorgegebenen Merkmale für die Postsendungen Dl und D2 annehmen.
Sobald eine Postsendung zum ersten Mal eine Sortieranlage durchläuft, wird ein Datensatz für diese Postsendung erzeugt und in einer zentralen Datenbank DB abgespeichert. Dieser Datensatz umfasst
— eine interne Kennung für die Postsendung,
— die gelesene Kennzeichnung der Zustelladresse der Postsen- düng,
— die für diese Postsendung gemessenen Merkmalswerte
— sowie vorzugsweise die Information, zu welchem Cluster die für diese Postsendung gemessenen Merkmalswerte gehören.
Die Kennung unterscheidet die Postsendung von allen anderen Postsendungen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine der Sortieranlagen durchlaufen. Der Zeitraum ist z. B. zehn Tage lang.
Jede Sortieranlage, die zum Transport der Postsendungen verwendet wird, hat Lese- und Schriebzugriff auf diese zentrale Datenbank DB. Im Beispiel der Figuren haben die vier Sortieranlagen AnI-I, Anl-2, Anl-3 und Anl-4 Lese- und Schriebzugriff auf diese zentrale Datenbank DB.
Abhängig von der gelesenen Zustelladresse schleust die erste Sortieranlage AnI-I jede durchlaufende Postsendung in eines ihrer Ausgabeeinrichtungen aus. Vor dem Ausschleusen durchlaufen die Postsendungen in einem Strom aufeinander folgender Gegenstände die erste Sortieranlage AnI-I. Die erste Sortieranlage AnI-I schleust einzelne Postsendungen aus dem Strom aus, indem die Sortieranlage AnI-I sie in eines der Ausgabefächer leitet.
Im Beispiel von Fig. 3 schleust die erste Sortieranlage AnI-I die Postsendungen Al,..., A5 in das Ausgabefach Af-A und die Postsendungen Bl,..., B4 in das Ausgabefach Af-B aus.
Im Beispiel von Fig. 4 schleust die zweite Sortieranlage Anl-2 die Postsendungen Cl,..., C6 in das Ausgabefach Af-C und die Postsendungen Dl, D2 in das Ausgabefach Af-D aus. Aus jedem Ausgabefach werden von Zeit zu Zeit Postsendungen entnommen und in einen Behälter verbracht. Diese Behälter fungieren als Transportmittel. Möglich ist, dass hierbei ein Ausgabefach vollständig entleert wird. Möglich ist auch, dass hierbei ein oder mehrere Postsendungen im Ausgabefach verbleiben, z. B. weil nicht alle Postsendungen im Ausgabefach in den Behälter passen.
Vorzugsweise wird jeder Behälter, in den Postsendungen aus dem Ausgabefach verbracht werden, mit einem Etikett versehen. Dieses Etikett legt im Ausführungsbeispiel fest, an welchen Ort der Behälter mit den Postsendungen zu transportieren ist. Dieser Ort wird im Folgenden als „Zwischenpunkt" bezeichnet, denn er ist ein Zwischenpunkt auf dem Weg der Postsendungen im Behälter zur jeweiligen Zustelladresse. Das Etikett kann papiergebunden sein oder einen elektronischen Datenträger um- fassen. Der Zwischenpunkt ist in von einem Menschen lesbarer und/oder in maschinenlesbarer Form auf dem Etikett vermerkt.
Im Beispiel von Fig. 3 werden die Postsendungen Al,..., A5 aus dem Ausgabefach Af-A in einen ersten Behälter Beh-1 verbracht und abtransportiert. Die Postsendungen Bl,..., B4 werden aus
dem Ausgabefach Af-B in einen zweiten Behälter Beh-2 verbracht und abtransportiert.
Im Beispiel von Fig. 4 werden die Postsendungen Cl,..., C6 aus dem Ausgabefach Af-C in den bereits verwendeten ersten Behäl- ter Beh-1 verbracht und abtransportiert. Die Postsendungen Dl und D2 werden aus dem Ausgabefach Af-D in den bereits verwendeten zweiten Behälter Beh-2 verbracht und abtransportiert. Die Behälter Beh-1 und Beh-2 werden also beide zweimal verwendet . Der Zwischenpunkt ist im Ausführungsbeispiel eine Zuführeinrichtung zu einer weiteren Sortieranlage, beispielsweise eine „Stoffeingäbe" („feeder") dieser weiteren Sortieranlage. Der Behälter mit den Postsendungen wird zu diesem Zwischenpunkt transportiert und dort entleert. Die Postsendungen aus dem Behälter werden mittels der Zuführeinrichtung der weiteren Sortieranlage zugeführt. Diese weitere Sortieranlage ermittelt die Zustelladresse jeder Postsendung, welche die erste Sortieranlage gelesen hat. Anschließend schleust die weitere Sortieranlage wiederum die Postsendung abhängig von der Zu- Stelladresse in eines ihrer Ausgabefächer aus. Der Transport der Postsendung zu dieser Zustelladresse wird ausgelöst.
Im Beispiel von Fig. 3 werden die Postsendungen Al,..., A5 im ersten Behälter Beh-1 von dem Ausgabefach Af-A zur Zuführeinrichtung ZE-3 einer dritten Sortieranlage Anl-3 transpor- tiert. Dieser Transport bildet den Transportvorgang TV-I. Die Postsendungen Bl,..., B4 werden von dem Ausgabefach Af-B im zweiten Behälter Beh-2 zur Zuführeinrichtung ZE-4 einer vierten Sortieranlage Anl-4 transportiert. Dieser Transport bildet den Transportvorgang TV-2. Im Beispiel von Fig. 4 werden die Postsendungen Cl,..., C6 im ersten Behälter Beh-1 von dem Ausgabefach Af-C zur Zuführeinrichtung ZE-3 der dritten Sortieranlage Anl-3 transportiert. Dieser Transport bildet den Transportvorgang TV-3. Die Postsendungen Dl und D2 werden von dem Ausgabefach Af-D im zwei- ten Behälter Beh-2 zur Zuführeinrichtung ZE-4 der vierten
Sortieranlage Anl-4 transportiert. Dieser Transport bildet den Transportvorgang TV-4.
Ein Transportvorgang ist also im Ausführungsbeispiel gekennzeichnet durch: - ein Ausgabefach einer Sortieranlage als Ausgangspunkt des TransportVorgangs,
— eine Zuführeinrichtung einer Sortieranlage als Zielpunkt des Transportvorgangs und
— die Postsendungen, die in diesem Transportvorgang trans- portiert werden.
Im Ausführungsbeispiel registriert jede Sortieranlage, welche Postsendungen sie in welches Ausgabefach ausschleust und in welches Cluster die Merkmalswerte dieser Postsendung fallen. Außerdem registriert jede Sortieranlage, welche Transportvor- gänge von dieser Sortieranlage ausgehen.
Fig. 5 veranschaulicht, welche Informationen über Transportvorgänge die erste Sortieranlage AnI-I und die zweite Sortieranlage Anl-2 registrieren. Auch diese Transportvorgangsinformationen I_TV-1, I_TV-2, I_TV-3, I_TV-4 werden in der zentralen Datenbank DB abgespeichert.
über den ersten Transportvorgang TV-I werden folgende Trans- portvorgangs-Informationen I TV-I abgespeichert:
Die entsprechenden Transportvorgangs-Informationen I_TV-2, I TV-3, I TV-4 werden auch über die übrigen drei Transportvorgänge TV-2, TV-3 und TV-4 abgespeichert.
Im Transportvorgang TV-I werden die Postsendungen A-I,..., A-5 von dem Ausgabefach Af-A der ersten Sortieranlage AnI-I im ersten Behälter Beh-1 zur Zuführeinrichtung ZE-3 der dritten Sortieranlage Anl-3 transportiert. Die Erfindung erspart aber die Notwendigkeit, dass die dritte Sortieranlage Anl-3 eine Kennung des ersten Behälters Beh-1 und einen Zeitpunkt, an dem der Transportvorgang TV-I begonnen oder beendet wurde, misst. Es reicht aus, dass die dritte Sortieranlage Anl-3 registriert, dass ein Transportvorgang TV-w die Zuführeinrichtung ZE-3 erreicht. Weiterhin registriert die dritte Sortieranlage Anl-3, welche Postsendungen, die die dritte Sortieran- läge Anl-3 durchlaufen, in diesem Transportvorgang TV-w zur dritten Sortieranlage Anl-3 transportiert wurden. Entsprechend registriert die vierte Sortieranlage Anl-4, dass ein Transportvorgang TV-x mit den Postsendungen B-I,..., B-4 die Zuführeinrichtung ZE-4 erreicht. Die Postsendungen Al,..., A5 werden von der Zuführeinrichtung ZE-3 der dritten Sortieranlage Anl-3 vereinzelt. Eine Messeinrichtung der dritten Sortieranlage Anl-4 misst erneut, welche Werte die vorgegebenen Merkmale für die Postsendungen Al,..., A5 annehmen. Im Ausführungsbeispiel sind dies die Werte der beiden Merkmale Merk-1 und Merk-2. Die Postsendungen
Bl,..., B4 werden von der Zuführeinrichtung ZE-4 der vierten Sortieranlage Anl-4 vereinzelt. Eine Messeinrichtung der vierten Sortieranlage Anl-4 misst erneut, welche Werte die vorgegebenen Merkmale für die Postsendungen Bl,..., B4 anneh- men. Das entsprechende gilt für die Postsendungen Cl,..., C6, Dl und D2.
Immer dann, wenn eine Postsendung erneut eine Sortieranlage durchläuft, wird in der zentralen Datenbank DB nach demjenigen Datensatz gesucht, der für diese Postsendung abgespei- chert wurde. Wenn also die Postsendung A-I die dritte Sortieranlage Anl-3 durchläuft, wird in der zentralen Datenbank
DB nach dem Datensatz für die Postsendung A-I gesucht. Dieser Datensatz wurde angelegt, als die Postsendung A-I die erste Sortieranlage AnI-I durchlief.
Jeder Datensatz für eine Postsendung umfasst - die gelesene Kennzeichnung der Zustelladresse der Postsendung,
— die für diese Postsendung gemessenen Merkmalswerte
- sowie vorzugsweise die Information, zu welchem Cluster die für diese Postsendung gemessenen Merkmalswerte gehören. Außerdem ist die Information abgespeichert, durch welchen
Transportvorgang - oder welche Transportvorgänge - jede Postsendung von einer Sortieranlage abtransportiert wird. Diese Information ist als Teil der Transportvorgangs-Informationen abgespeichert . Um diesen Datensatz zu finden, werden die Merkmalswerte, die beim erneuten Messen für eine Postsendung gemessen wurden, mit Merkmalswerten von gespeicherten Datensätzen verglichen. Diesen Vergleich führt eine Datenverarbeitungsanlage DVA automatisch aus, die mit der zentralen Datenbank DB verbunden ist. Es wäre sehr zeitaufwendig, wenn hierbei die gemessenen Merkmalswerte mit den Merkmalswerten aller abgespeicherten Datensätze verglichen werden müssten. Daher wird eine Vorauswahl unter den abgespeicherten Datensätzen vorgenommen.
Eine Zahl n >= 2 wird vorgegeben. Für n Postsendungen, die gemeinsam durch denselben Transportvorgang transportiert wurden, werden die n Messungen der jeweils m Merkmalswerte durchgeführt. Dies liefert n Messergebnisse mit jeweils m Merkmalswerten. Im Ausführungsbeispiel ist m = 2.
Ermittelt wird jeder abgehende Transportvorgang, durch den jeweils mindestens n Postsendungen mit den n gemessenen Messergebnissen gemeinsam in einen Behälter verbracht und in diesem zur Sortieranlage transportiert wurden. Für diese Ermittlung werden die n Messergebnisse sowie die abgespeicherten
Transportvorgangs-Informationen verwendet. Bei dieser Ermittlung wird jedes Mal mindestens ein Transportvorgang ermittelt, nämlich derjenige Transportvorgang, in denen diese n Postsendungen transportiert wurden. Möglich ist, dass zusätz- lieh weitere Transportvorgänge ermittelt werden, nämlich solche, in denen ähnliche n Gegenstände transportiert wurden.
Bei der Suche in der zentralen Datenbank DB wird für diese n Postsendungen die Suche auf diejenigen Datensätze eingeschränkt, die für Postsendungen abgespeichert wurden, die in dem mindestens einen ermittelten Transportvorgang transportiert wurden.
Fig. 6 bis Fig. 10 veranschaulichen diese Ermittlung des Transportvorgangs .
Die Datenverarbeitungsanlage DVA bereitet die Transportvor- gangs-Informationen i_TV-l, I_TV-2, I_TV-3, I_TV-4 automatisch auf. Ermittelt wird für jeden Cluster, wie viele Postsendungen, die zu diesem Cluster gehören, in welchem ausgehenden Transportvorgang transportiert wurden. In Fig. 6 wird dies für die fünf Cluster Cl-I, Cl-2, Cl-3, Cl-4 und Cl-5 von Fig. 1 veranschaulicht. Für den Cluster Cl-I werden folgende Informationen ermittelt:
Im Ausführungsbeispiel ist n = 3. Wie bereits oben erwähnt, erreichen die Postsendungen A-I,..., A-5 im Transportvorgang TV-w die Zuführeinrichtung ZE-3 der dritten Sortieranlage Anl-3. Die dritte Sortieranlage Anl-3 registriert, dass die Postsendungen A-I,..., A-5 in einem Transportvorgang TV-w gemeinsam die Zuführeinrichtung ZE-3 erreichen. Eine Messein-
richtung der dritten Sortieranlage Anl-3 misst die ersten n = 3 Postsendungen. Hierdurch wird festgestellt, dass die erste Postsendung (also A-I) zum Cluster Cl-I gehört, die zweite Postsendung (also A-2) zum Cluster Cl-2 und die dritte Postsendung (also A-3) zum Cluster Cl-3.
Die Auswertung dieses Ergebnisses illustriert Fig. 7. Fig. 7 veranschaulicht weiter, wie ermittelt wird, in welchem der vier ausgehenden Transportvorgänge TV-I, TV-2, TV-3 oder TV-4 die ersten n = 3 eintreffenden Postsendungen transportiert wird. In diesem Beispiel wird für die Ermittlung nicht einmal die Anzahl der Postsendungen benötigt.
Von den ersten drei eintreffenden Postsendungen gehört je eine zum Cluster Cl-I, Cl-2 und Cl-3. Fig. 7 zeigt die drei umgeformten Transportvorgangs-Informationen von Fig. 6 für die drei ermittelten Cluster Cl-I, Cl-2 und Cl-3.
- Im Transportvorgang TV-I wurde jeweils mindestens eine Postsendung von Cl-I, von Cl-2 und von Cl-3 transportiert. Daher wird der Transportvorgang TV-I ermittelt.
- Im Transportvorgang TV-2 wurde keine Postsendung des Clusters Cl-3 transportiert. Daher wird TV-2 nicht ermittelt.
- Im Transportvorgang TV-3 wurde keine Postsendung des Clusters Cl-2 transportiert. Daher wird TV-3 nicht ermittelt. - Im Transportvorgang TV-4 wurde keine Postsendung des
Clusters Cl-I und auch keine des Clusters Cl-2 transportiert. Daher wird TV-4 nicht ermittelt.
Als einziger Transportvorgang für die fünf Postsendungen A-I,..., A-5 wird daher der ausgehende Transportvorgang TV-I ermittelt. Der eingehende Transportvorgang TV-w kann nur mit dem ausgehenden Transportvorgang TV-I übereinstimmen. Die abgespeicherten Transportvorgangs-Informationen I TV-I erbringen, dass im Transportvorgang TV-I die Postsendungen A-I,...,
A-5 transportiert wurden. In Fig. 7 wird der ermittelte Transportvorgang fett dargestellt.
Der Datensatz, der für die erste Postsendung A-I des eintreffenden Transportvorgangs TV-w abgespeichert wurde, wird an- schließend unter den fünf Datensätzen für die fünf Postsendungen, die im Transportvorgang TV-I transportiert wurden, gesucht. Diese Suchraum-Einschränkung reduziert die Suchzeit drastisch.
Fig. 8 veranschaulicht die Ermittlung des ausgehenden Trans- portvorgangs für die Postsendungen des eintreffenden Transportvorgangs TV-x. Durch den Transportvorgang TV-x werden die vier Postsendungen B-I, ..., B-4 zur Zuführeinrichtung ZE-4 der vierten Sortieranlage Anl-4 transportiert.
Gemessen werden die Merkmalswerte der ersten drei Postsendun- gen, also B-I, B-2 und B-3. Hierbei wird ermittelt, dass die erste Postsendung (also B-I) zum Cluster Cl-2 gehört, die zweite Postsendung (also B-2) zum Cluster Cl-I und die dritte Postsendung (also B-3) zum Cluster Cl-4.
Von den ersten drei eintreffenden Postsendungen gehört also je eine zum Cluster Cl-2, Cl-I und Cl-4. Fig. 8 zeigt die drei umgeformten Transportvorgangs-Informationen von Fig. 6 für die drei ermittelten Cluster Cl-2, Cl-I und Cl-4.
— Im Transportvorgang TV-I wurde keine Postsendung des Clusters Cl-4 transportiert. Daher wird TV-I nicht ermit- telt.
— Im Transportvorgang TV-2 wurde jeweils mindestens eine Postsendung von Cl-2, von Cl-I und von Cl-4 transportiert. Daher wird der Transportvorgang TV-2 ermittelt.
— Im Transportvorgang TV-3 wurde keine Postsendung des Clusters Cl-2 transportiert. Daher wird TV-3 nicht ermittelt.
— Im Transportvorgang TV-4 wurde keine Postsendung des Clusters Cl-2 und auch keine des Clusters Cl-I oder des
Clusters Cl-4 transportiert. Daher wird TV-4 nicht ermittelt.
Fig. 9 veranschaulicht die Ermittlung des ausgehenden Transportvorgangs für die Postsendungen des eintreffenden Trans- portvorgangs TV-y. Durch den Transportvorgang TV-y werden die sechs Postsendungen C-I, ..., C-6 zur Zuführeinrichtung ZE-3 der dritten Sortieranlage Anl-3 transportiert.
Von den ersten drei eintreffenden Postsendungen gehören zwei zum Cluster Cl-4 und eine zum Cluster Cl-I. Fig. 9 zeigt die beiden umgeformten Transportvorgangs-Informationen von Fig. 6 für die beiden ermittelten Cluster Cl-I und Cl-4.
- Im Transportvorgang TV-I wurde keine Postsendung des Clusters Cl-4 transportiert. Daher wird TV-I nicht ermittelt. — Im Transportvorgang TV-2 wurde jeweils mindestens eine Postsendung von Cl-2 und von Cl-4 transportiert. Daher wird der Transportvorgang TV-2 ermittelt.
- Im Transportvorgang TV-3 wurde jeweils mindestens eine Postsendung von Cl-2 und von Cl-4 transportiert. Daher wird der Transportvorgang TV-3 ermittelt.
- Im Transportvorgang TV-4 wurde keine Postsendung des Clusters Cl-I und auch keine des Clusters Cl-4 transportiert. Daher wird TV-4 nicht ermittelt.
In diesem Beispiel werden also zwei Transportvorgänge ermit- telt, nämlich TV-2 und TV-3.
In einer Weiterbildung der Ausführungsform werden zusätzlich die Anzahlen von Postsendungen ermittelt. Wie oben dargelegt, gehören zwei der drei ersten Postsendungen von TV-y zu Cl-I und eine zu Cl-4. Fig. 10 zeigt die Auswertung von Fig. 9, wobei aber zusätzlich die Anzahlen berücksichtigt werden.
- Im Transportvorgang TV-2 wird nur eine Postsendung des Clusters Cl-I transportiert. Bei zusätzlicher Berücksichtigung der Anzahlen wird daher TV-2 nicht ermittelt.
- Im Transportvorgang TV-3 werden zwei Postsendungen des Clusters Cl-I und vier Postsendungen des Clusters Cl-4 transportiert. Auch bei zusätzlicher Berücksichtigung der Anzahlen wird daher TV-3 ermittelt. Bei zusätzlicher Berücksichtigung der Anzahlen wird daher nur TV-3 ermittelt und TV-2 ausgeschlossen.
Der eintreffende Transportvorgang TV-z besteht aus nur zwei Postsendungen. Daher werden zunächst nur diese beiden Postsendungen D-I und D-2 vermessen. Als einziger ausgehender Transportvorgang wird TV-4 ermittelt.
Anstelle oder zusätzlich zur Anzahl lässt sich auch die Reihenfolge ermitteln und auswerten, in der die Postsendungen in das jeweils verwendete Transportmittel verbracht werden. Dies setzt voraus, dass die Postsendungen auch in dieser Reihen- folge wieder aus dem Transportmittel entnommen werden.
Im Ausführungsbeispiel ist die vorgegebene Anzahl n für jeden eintreffenden Transportvorgang dieselbe, es sei denn, im Transportvorgang werden weniger als n Postsendungen transportiert. Möglich ist aber auch, n variabel zu halten. Bei- spielsweise wird n solange vergrößert, bis ein einziger
Transportvorgang ermittelt wird oder alle Postsendungen eines eintreffenden Transportvorgangs vermessen wurden.
In einer Ausführungsform wird der jeweilige Transportvorgang ausschließlich durch das oben beschriebene Verfahren ermit- telt. Möglich ist auch, bei der Ermittlung des Transportvorgangs zusätzlich Kennungen zu berücksichtigen, mit denen die verwendeten Transportmittel gekennzeichnet sind. Beispielsweise wird zunächst aufgrund der Kennung versucht, den Transportvorgang eindeutig zu ermitteln. Gelingt dies nicht, wird das oben beschriebene Verfahren angewendet. Möglich ist auch, umgekehrt zunächst mit dem oben beschriebenen Verfahren Transportvorgänge zu ermitteln und Mehrdeutigkeiten mit Hilfe der Kennungen von Transportmitteln aufzulösen.
Bezugs zeichenliste
Next Patent: A METHOD FOR DETECTING FLAT POLYPS IN THE COLON
