ILLMAIER, Jörg-Andreas (Lohstr. 6b, Kreuzlingen, CH-8280, CH)
BERGER, Gisbert (Heubergerweg 38A, Berlin, 12487, DE)
ILLMAIER, Jörg-Andreas (Lohstr. 6b, Kreuzlingen, CH-8280, CH)
Patentansprüche
1. Verfahren zum Transport von Gegenstanden (P-I,.., P-z) , wobei mindestens ein messbares Transport-Attribut und mindestens ein messbares Merkmal vorgegeben werden und das Verfahren die Schritte umfasst, dass für jeden Gegenstand (P-I,.., P-z)
- gemessen wird, welchen Wert das Merkmal für diesen Ge- genstand (P-I,..., P-z) annimmt,
- gemessen wird, welchen Wert das Transport-Attribut für diesen Gegenstand (P-I,..., P-z) annimmt, für jeden Gegenstand (P-I, , P-z) ein Datensatz abgespei ¬ chert wird, der - den gemessenen Transport-Attribut-Wert und
- den gemessenen Merkmalswert umfasst, jeder Gegenstand (P-I,.., P-z) mit Hilfe eines Transport ¬ mittels (Beh-1) zu jeweils einem vorgegebenen Zwischen- punkt (ZE-2) transportiert wird, für jeden Gegenstand (P-I,.., P-z) ermittelt wird, mit welchem Transportmittel (Beh-1) dieser Gegenstand trans ¬ portiert wird, für jeden Gegenstand (P-I,.., P-z) nach dem Transport zum jeweiligen Zwischenpunkt (ZE-2)
- erneut gemessen wird, welchen Wert das Merkmal für die ¬ sen Gegenstand (P-I, ...P-z) annimmt,
- unter abgespeicherten Datensätzen unter Verwendung des beim erneuten Messen gewonnen Merkmalswert derjenige Datensatz ermittelt wird, der für diesen Gegenstand (P-I,..., P-z) abgespeichert wurde,
- wobei bei der Datensatz-Ermittlung für diesen Gegenstand (P-I,...P-z) eine Suchraum-Emschrankung auf die Datensatze von denjenigen Gegenstanden (P-I, , P-x) durchgeführt wird, die im ermittelten Transportmittel (Beh-1) transportiert wurden, und - ein Weitertransport des Gegenstands (P-I,..., P-z) in Ab ¬ hängigkeit von demjenigen Transport-Attribut-Wert, das im ermittelten Datensatz enthalten ist, ausgelost wird, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Transportmittel (Beh-1) , das zum Transport zu einem Zwischenpunkt (ZE-2) verwendet wird, mit jeweils einem Etikett (E-I) versehen wird, wobei das Etikett (E-I) eine maschinenlesbare Etikett- Kennzeichnung (Ke-I) aufweist, für jedes verwendete Transportmittel (Beh-1) die Transport-Information (1-1) abgespeichert wird,
- welche Etikett-Kennzeichnung (Ke-I) das Etikett (E-I) aufweist, mit dem das Transportmittel (Beh-1) versehen wird, und - welche Gegenstande (P-I, ..., P-x) mit Hilfe dieses Trans ¬ portmittels (Beh-1) transportiert werden, und die für jeden Gegenstand durchgeführte Ermittlung, in welchem Transportmittel dieser Gegenstand transportiert wird, die Schritte umfasst, dass - für jedes verwendete Transportmittel (Beh-1) die Kennzeichnung (Ke-I) des Etiketts (E-I) , mit dem dieses Transportmittel versehen ist, gelesen wird, und
- die Transport-Information (1-1) ausgewertet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lesen der Kennzeichnung (Ke-I) eines Etiketts (E-I) eines Transportmittels (Beh-1) durchgeführt wird, nachdem der Transportmittel (Beh-1) zum Zwischenpunkt (ZE-2) transportiert wurde.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Transport des Transportmittel (Beh-1) und dem Lesen der Kennzeichnung (Ke-I) eines Etiketts (E-I)
- durch Auswerten der Transport-Information (1-1) ermittelt wird, welche Gegenstande (P-I, ..., P-x) in diesem Transportmittel (Beh-1) zum Zwischenpunkt (ZE-2) trans ¬ portiert wurden, und
- für ^eden m diesem Transportmittel (Beh-1) transportierten Gegenstand (P-I,..., P-x) der Datensatz, der für diesen Gegenstand abgespeichert ist, unter denjenigen Datensätzen, die für die m diesem Transportmittel (Beh-1) transportierten Gegenstanden (P-I, ..., P-x) abge ¬ speichert sind, ermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Etiketten (E-I), mit dem ein verwendetes Transportmittel (Beh-1) versehen wird, eine Kennzeichnung des Zwischenpunkts (ZE-2) umfasst, zu dem das Transportmittel (Beh-1) zu transportieren ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Transportmittel (Beh-1) mit einer Trans- portmittel-Kennung versehen ist und als Kennzeichnung (Ke-I) ;jedes Etiketts (E-I) , mit dem dieses Transportmittel (Beh-1) versehen wird, die Trans ¬ portmittel-Kennung versehen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass für mindestens ein Transportmittel (Beh-1) das Lesen der Kennzeichnung (Ke-I) des Etiketts (E-I) des Transportmittels die Schritte umfasst, dass - das Etikett (E-I) vom Transportmittel getrennt wird und
- an einer ortsfesten Leseeinrichtung (LG) vorbeigefuhrt wird / welche die Etikett-Kennzeichnung (Ke-I) liest.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (E-I)
- m einen Schlitz (Schi) eingeführt wird und
- danach an der Leseeinrichtung (LG) vorbeigefuhrt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
- mindestens ein Etikett (E-I) auf zwei seiner Oberfla- chen mit der gleichen Etikett-Kennzeichnung (Ke-I) ver ¬ sehen ist und
- die Kennzeichnung (Ke-I) des Etiketts (E-I) von einer der beiden Oberflachen gelesen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Transportmittel (Beh-1) mehrmals
- mit jeweils einem Etikett versehen wird, das eine Kenn ¬ zeichnung eines vorgegebenen Zwischenpunktes und eine Kennzeichnung des Etiketts aufweist,
- mit mindestens einem Gegenstand befullt wird,
- zu dem jeweiligen Zwischenpunkt transportiert wird und
- jeder Gegenstand aus dem Transportmittel entnommen wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gegenstand (RO, SO, Rl,.) mit Angaben versehen ist, zu welchem vorgegebenen Zielpunkt dieser Gegenstand zu transportieren ist, das Messen des Transport-Attributs des Gegenstands (RO, SO, Rl, ..) den Schritt umfasst, dass die Zielpunkt- Angaben, mit denen der Gegenstand (RO, SO, Rl, ..) versehen ist, gelesen werden und ein Weitertransport des Gegenstand (RO, SO, Rl, ) zu dem jeweils gelesenen Zielpunkt ausgelost wird.
11.Verwendung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zum Transportieren von Postsendungen.
12. Vorrichtung zum Transport von Gegenstanden, wobei mindestens ein messbares Transport-Attribut und mindestens ein messbares Merkmal vorgegeben werden und die Vorrichtung
- ein Lesegerat, - ein erstes Messgerat,
- mindestens ein Transportmittel (Beh-1) ,
- ein zweites Messgerat,
- eine Datenbank (DB) ,
- ein Transportmittel-Ermittlungsgerat (LG) - eine erste Datenverarbeitungsanlage und
- eine zweite Datenverarbeitungsanlage umfasst, das Lesegerat dazu ausgestaltet ist, für jeden Gegenstand (P-I, ., P-z) zu messen, welchen Wert das Transport- Attribut für diesen Gegenstand (P-I,.., P-z) annimmt, das erste Messgerat dazu ausgestaltet ist, für jeden Gegenstand (P-I, , P-z) zu messen, welchen Wert das vorgegebenes Merkmal für diesen Gegenstand annimmt, die erste Datenverarbeitungsanlage dazu ausgestaltet ist, in der Datenbank (DB) für jeden Gegenstand (P-I,.., P-z) jeweils einen Datensatz zu speichern, der
- den gemessenen Transport-Attribut-Wert und
- den gemessenen Merkmalswert umfasst, jedes Transportmittel (Beh-1) dazu ausgestaltet ist, jeweils mindestens einen Gegenstand zu jeweils einem vorgegebenen Zwischenpunkt (ZE-2) zu transportieren, das Transportmittel-Ermittlungsgerat (LG) dazu ausgestaltet ist, für jeden Gegenstand (P-I,., P-z) zu ermitteln, mit welchem Transportmittel (Beh-1) dieser Gegenstand transportiert wird, das zweite Messgerat dazu ausgestaltet ist, für jeden Gegenstand (P-I,.., P-z) nach dem Transport zum jeweiligen Zwischenpunkt (ZE-2) zu messen, welchen Wert das Merkmal für diesen Gegenstand annimmt, die zweite Datenverarbeitungsanlage dazu ausgestaltet ist, unter m der Datenbank (DB) abgespeicherten Datensätzen unter Verwendung des beim erneuten Messen gewonnen Merkmalswert derjenige Datensatz zu ermitteln, der für diesen Gegenstand abgespeichert ist, wobei die zweite Datenverarbeitungsanlage bei der Daten ¬ satz-Ermittlung eine Suchraum-Emschrankung auf die Da- tensatze von denjenigen Gegenstanden (P-I, ..,P-χ) durchfuhrt, die im ermittelten Transportmittel (Beh-1) trans ¬ portiert wurden, und die Vorrichtung Mittel (Anl-2) umfasst, die dazu ausgestaltet sind, in Abhängigkeit von demjenigen Transport- Attribut-Wert, das im ermittelten Datensatz enthalten ist, ein Weitertransport jedes Gegenstands (P-I, ..,P-z) auszulosen, dadurch gekennzeichnet, dass ^edes Transportmittel (Beh-1) , das zum Transport zu einem Zwischenpunkt (ZE-2) verwendet wird, mit jeweils einem Etikett (E-I) versehen ist oder versehbar ist, wobei das Etikett (E-I) eine maschinenlesbare Etikett- Kennzeichnung (Ke-I) aufweist, die erste Datenverarbeitungsanlage dazu ausgestaltet ist, für jedes Transportmittel (Beh-1) die Information (1-1) abzuspeichern,
- welche Etikett-Kennzeichnung (Ke-I) das Etikett (E-I) aufweist, mit dem das Transportmittel (Beh-1) versehen ist, und - welche Gegenstande (P-I,..., P-x) mit Hilfe dieses Transportmittels (Beh-1) transportiert werden, das Transportmittel-Ermittlungsgerat (LG) dazu ausgestal ¬ tet ist, für jeden Gegenstand nach dem Transport dieses Gegenstands zum jeweiligen Zwischenpunkt (ZE-2) bei der Ermittlung des zum Transport verwendeten Transportmittels (Beh-1) die Kennzeichnung (Ke-I) des Etiketts (E-I) , mit dem das verwendete Transportmittel (Beh-1) versehen wurde, zu lesen und das Transportmittel-Ermittlungsgerat (LG) dazu ausgestal- tet ist, bei der für jeden Gegenstand durchgeführte Ermittlung, in welchem Transportmittel dieser Gegenstand transportiert wird, die Schritte durchzufuhren, - für jedes verwendete Transportmittel (Beh-1) die Kenn ¬ zeichnung (Ke-I) des Etiketts (E-I), mit dem dieses Transportmittel versehen ist, zu lesen, und
- die Transport-Information (1-1) auszuwerten. |
Beschreibung
Verfahren und Vorrichtung zum Transport von Gegenstanden mittels gekennzeichneter Behalter
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Transport von mehreren Gegenstanden, insbesondere von Postsendungen .
Eine Postsendung durchlauft typischerweise mindestens zweimal eine Sortieranlage und wird dann an die jeweils vorgegebene Zustelladresse transportiert. Beim ersten Durchlauf wird die Zustelladresse der Postsendung gelesen. Beim zweiten Durchlauf wird die gelesene Zustelladresse wieder ermittelt. Die Postsendung wird anschließend an die ermittelte Zustelladresse transportiert.
Traditionellerweise wird beim ersten Durchlauf eine Codierung der Zieladresse auf die Postsendung gedruckt. Diese Codierung wird beim zweiten Durchlauf gelesen. Um das Bedrucken von
Postsendungen zu vermeiden, wird in DE 4000603 C2 vorgeschlagen, beim ersten Durchlauf einen Merkmalsvektor von der Post ¬ sendung zu messen und diesen zusammen mit der gelesenen Ziel ¬ adresse abzuspeichern. Beim zweiten Durchlauf wird die Post- sendung erneut gemessen, Dadurch wird ein weiterer Merkmalsvektor erzeugt. Dieser weitere Merkmalsvektor wird mit den abgespeicherten Merkmalsvektoren verglichen, um den abgespei ¬ cherten Merkmalsvektor von demselben Gegenstand zu finden. Die Zieladresse, die zusammen mit dem gefundenen Merkmalsvek- tor abgespeichert ist, wird als diejenige Zieladresse verwendet, an den die Postsendung zu transportieren ist.
Diese Suche erfordert, dass viele Merkmalsvektoren miteinander verglichen werden, was zeitaufwendig ist. Bei wachsender Anzahl von transportieren Postsendungen steigt die Gefahr, dass unter den abgespeicherten Merkmalsvektoren der falsche Merkmalsvektor gefunden wird. Daher wurden bereits Einschränkungen des Suchraums vorgeschlagen.
Ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 12 ist aus EP 1222037 Bl bekannt. Die Gegenstande sind dort ebenfalls Postsendungen, die Sortierma- schinen durchlaufen. Eine solche Sortiermaschine schleust Postsendungen in Sortierendstellen aus, die als Zwischenspei ¬ cher fungieren. Um Leseergebnisse wiederzuverwenden, wird ein Verfahren verwendet, das als „Fingerpπnt λλ bekannt ist und z. B. in DE 4000603 C2 vorgestellt wird.
Für jede Postsendung wird ein Datensatz erzeugt und in einer zentralen Datenbank abgelegt. Dieser Datensatz umfasst die gelesene Zustelladresse. Um beim Suchen nach diesem Datensatz den Suchraum, einzuschränken, wird abgespeichert, welche Post- sendung in welchem Behalter transportiert wird. Dieser Ansatz erfordert, die Kennung des Behalters zu lesen. Diese Kennung wird gelesen, wahrend der Behalter zugeführt oder abtransportiert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Vor ¬ richtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 12 bereitzustellen, bei dem die Ermittlung des jeweils verwende ¬ ten Transportmittels es nicht erfordert, dass ein Lesegerat sich in der Nahe des Transportmittels befindet.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelost. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteranspruchen angegeben.
Mindestens ein messbares Transport-Attribut und mindestens ein messbares Merkmal werden vorgegeben.
für jeden Gegenstand wird gemessen,
- welchen Wert das Merkmal für diesen Gegenstand annimmt, und
- welchen Wert das Transport-Attribut für diesen Gegenstand annimmt .
Für jeden Gegenstand wird jeweils ein Datensatz abgespei- chert. Dieser Datensatz umfasst
- eine Codierung des gemessenen Transport-Attribut-Werts und
- den gemessenen Merkmalswert.
Jeder Gegenstand wird mit Hilfe eines Transportmittels zu je- weils einem vorgegebenen Zwischenpunkt transportiert. Hierbei wird jedes Transportmittel, das zum Transport zu einem Zwischenpunkt verwendet wird, mit jeweils einem Etikett versehen. Dieses Etikett weist eine maschinenlesbare Etikett- Kennzeichnung auf.
Für jedes Transportmittel wird die Transport-Information abgespeichert,
- welche Etikett-Kennzeichnung das Etikett aufweist, mit dem das Transportmittel versehen wird, und - welche Gegenstande mit Hilfe dieses Transportmittels transportiert werden.
Für jedes verwendete Transportmittel wird die Kennzeichnung des Etiketts, mit dem dieses Transportmittel versehen ist, gelesen. Die Transport-Information wird ausgewertet. Dadurch wird gemessen, welche Gegenstande in diesem Transportmittel transportiert werden.
Für jeden Gegenstand werden nach dem Transport zum jeweiligen Zwischenpunkt die folgenden Schritte durchgeführt:
- Erneut wird gemessen, welchen Wert das Merkmal für diesen Gegenstand annrmmt.
- Unter abgespeicherten Datensätzen wird derjenige Datensatz ermittelt, der für diesen Gegenstand abgespeichert wurde. - Um diesen Datensatz zu ermitteln, wird der beim erneuten
Messen gewonnen Merkmalswert verwendet. Mit diesem mindestens einen Merkmalswert wird der Gegenstand identifiziert.
- Um den Datensatz für diesen Gegenstand zu ermitteln, wird weiterhin eine Suchraum-Einschrankung durchgeführt. Der Suchraum wird auf die Datensatze von denjenigen Gegenstanden eingeschränkt, die im ermittelten Transportmittel transportiert wurden.
In Abhängigkeit von dem codierten Transport-Attribut-Wert im Datensatz wird ein Weitertransport des Gegenstands ausgelost,
Die Erfindung sieht also vor, das πeweils verwendete Etikett mit einer Kennung zu versehen. Die Erfindung spart die Notwendigkeit ein, ein Lesegerat in die Nahe des Transportmittels zu bringen und die Kennung vom Transportmittel zu lesen. Zum Lesen ist es also nicht erforderlich, das Transportmittel in die Nahe eines Lesegeräts oder ein mobiles Lesegerat in die Nahe des Transportmittels zu bringen. Vielmehr wird lo- sungsgemaß eine Kennung dieses Etiketts gelesen. Das Etikett lasst sich viel leichter transportieren als ein Transportmit ¬ tel oder ein mobiles Lesegerat.
Die Erfindung lasst sich auch ohne große Veränderungen m heute üblicherweise verwendeten BriefSortieranlagen verwen ¬ den. Diese Anlagen weisen keine ortsfesten Lesegerate auf, die so angebracht sind, dass sie eine Behalterkennung beim Beladen oder Abtransportieren von Behaltern zu lesen vermögen .
Die Erfindung lasst sich z. B. für die Verarbeitung und Sortierung von Postsendungen, von Gepackstucken von Reisenden oder auch von Containern oder anderen Frachtstucken anwenden.
In einer Ausfuhrungsform ist der Gegenstand mit Angaben versehen, zu welchem jeweils vorgegebenen Zielpunkt dieser Gegenstand zu transportieren ist. Insbesondere ist der Gegen- stand eine Postsendung oder eine Frachtsendung. In einer anderen Ausfuhrungsform ist der Gegenstand ein Gepackstuck eines Reisenden und ist mit Angaben zum Besitzer versehen. Dieses Gepackstuck ist an eine Zieladresse zu transportieren,
die von der Identität des Reisenden abhangt. Die Angaben zum Zielpunkt oder Eigentumer fungieren als der Transport- Attribut-Wert des Gegenstands. Em Weitertransport zu diesem Zielpunkt wird ausgelost.
Das Transport-Attribut ist also beispielsweise erne Kenn ¬ zeichnung einer Zieladresse, an die der Gegenstand zu trans ¬ portieren ist, eine Kennzeichnung des jeweiligen Eigentumers des Gegenstandes oder eine Abmessung oder das Gewicht des Ge- genstands. Der Zielpunkt ist z. B. eine Zustelladresse für eine Postsendung oder eine Fertigungsstraße einer Fabrik oder ein Zielbahnhof oder Zielhafen oder Zielflughafen für ein Gepackstuck oder Frachtstuck. Das Transport-Attribut kann auch das Ergebnis einer Auswertung eines Beforderungsentgelts sein, mit dem der Gegenstand versehen ist.
Vorzugsweise wird das jeweilige Etikett jedes Transportmit ¬ tels gelesen, nachdem das Transportmittel zum Zwischenpunkt transportiert wurde. An diesem Zwischenpunkt treffen in der
Regel mehrere Transportmittel ein. Durch das Lesen der jeweiligen Kennzeichnungen auf den Etiketten lassen sich die Transportmittel unterscheiden.
Vorzugsweise wird das Etikett an einem ortsfesten Lesegerat vorbeigefuhrt . Em ortsfestes Lesegerat lasst sich leichter abschirmen als ein mobiles Lesegerat und kann schwerer und daher auch leistungsfähiger sein.
Vorzugsweise wird das Etikett nur einmal verwendet. Nachdem das Transportmittel mit dem Etikett den vorgegebenen Zwischenpunkt erreicht hat, wird das Etikett fortgeworfen. Bei diesem Vorgang wird die Etikett-Kennung gelesen.
Das Transportmittel ist z. B. ein Behalter oder ein Fahrzeug, z. B. ein nicht angetriebener Anhanger, der von einer Zugmaschine gezogen oder von einem Anlagenbediener geschoben wird. Die Gegenstande sind z. B. Postsendungen, Gepackstucke von
Reisenden oder auch Fertigungsobjekte, die von einer Ferti ¬ gungsanlage zu einer anderen Fertigungsanlage transportiert werden .
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausfuhrungsbei- spiels beschrieben, dabei zeigen:
Fig. 1 schematisch die Durchfuhrung des Ausfuhrungsbei- spiels;
Fig. 2 einen Korb für gebrauchte Etrketten mit einer Le ¬ seeinrichtung für die Etiketten;
Fig. 3 ein Forderband, welches Etiketten zu einem Korb für gebrauchte Etiketten transportiert und über dem ein Lesegerat angebracht ist;
Fig. 4 einen Korb für gebrauchte Etiketten, über dem mehrere ortsfeste Lesegerate angebracht sind.
Im Ausfuhrungsbeispiel sind die zu transportierenden Gegenstande Postsendungen. Jede Postsendung ist mit einer Kennzeichnung derjenigen Zustelladresse versehen, an der diese Postsendung zu transportieren ist. Die Zustelladresse fun- giert als der Zielpunkt der Postsendung. Die Kennzeichnung ist m der Regel vor Beginn des Transportierens auf die Postsendung aufgebracht worden. Möglich ist aber auch, dass sie erst wahrend des Transportierens angebracht wird.
Fig. 1 veranschaulicht schematisch die Durchfuhrung des Aus- fuhrungsbeispiels . Gezeigt werden zwei Sortieranlagen AnI-I und Anl-2, eine zentrale Datenbank DB, ein Lesegerat LG sowie ein Behalter Beh-1. Die erste Sortieranlage AnI-I weist ein Ausgabefach Af-I auf, die zweite Sortieranlage Anl-2 eine Zu- fuhremπchtung ZE-2. Der Behalter Beh-1 weist ein Etikett
E-I auf, das mit einer maschinenlesbaren Kennung Ke-I gekennzeichnet ist. Materialflusse werden mit durchgezogenen Linien dargestellt, Datenflusse mit gestrichelten Linien.
Jede Postsendung durchlauft mindestens zweimal eine Sortier ¬ anlage. Möglich ist, dass eine Postsendung dieselbe Sortier ¬ anlage mehrmals durchlauft oder dreimal eine Sortieranlage durchlauft. Die beim ersten Durchlaufen verwendete Sortieran- läge wird als die erste Sortieranlage AnI-I bezeichnet, die beim zweiten Durchlaufen verwendete Sortieranlage als die zweite Sortieranlage Anl-2.
Im Beispiel von Fig. 1 durchlaufen die Postsendungen P-I, . , P-x, P-y, ... , P-z die erste Sortieranlage AnI-I. Anschließend durchlaufen die Postsendungen P-I, ... , P-x die zweite Sortieranlage Anl-2 und die übrigen Postsendungen eine weitere, nicht gezeigte Sortieranlage. Diese weitere Sortieranlage kann auch wieder die erste Sortieranlage AnI-I sein, bei- spielsweise weil ein „n-pass seguencing" oder ein „off-line Video coding" durchgeführt wird oder einzelne Postsendungen innerhalb eines Orts versandt werden und die erste Sortieranlage AnI-I sowohl die Eingangs- als auch die Abgangssortierung durchfuhrt.
Beim ersten Durchlauf wird zumindest die Zustelladresse ermittelt. Möglich ist, dass weitere Merkmale gemessen werden, z. B. das Gewicht der Postsendung oder mit welcher Frankie ¬ rung die Postsendung versehen ist.
Vorzugsweise versucht eine Leseeinrichtung der ersten Sortieranlage AnI-I, zunächst automatisch per OCR („Optical Cha- racter Recognition") die Zustelladresse automatisch zu ermitteln. Gelingt dies nicht, so liest ein Mensch die Zustellad- resse und gibt wenigstens einen Teil der Zustelladresse, z. B. die Postleitzahl, in einer Videocodierstation ein. Die Sortieradresse schleust die Postsendung in Abhängigkeit von der erkannten Zustelladresse m eines von mehreren Ausgabefa- chern aus.
Automatisch oder manuell mittels eines Anlagenbedieners werden Postsendungen, die die erste Sortieranlage AnI-I m ein bestimmtes Ausgabefach Af-I ausgeschleust hat, in einen Be-
halter verbracht. Dieser Behalter fungiert als eines der Transportmittel. Im Beispiel von Fig. 1 ist dies der Behalter Beh-1. Indem Postsendungen in den Behalter Beh-1 verbracht werden, wird das Ausgabefach Af-I vollständig oder wenigstens weitgehend entleert. Der Behalter Beh-1 wird mit einem Etikett E-I versehen. Dieses Etikett E-I legt im Beispiel von Fig. 1 fest, an welchen Ort der Behalter Beh-1 mit den Postsendungen zu transportieren ist. Dieser Ort wird im Folgenden als „Zwischenpunkt" bezeichnet, denn er ist ein Zwischenpunkt auf dem Weg der Postsendungen im Behalter Beh-1 zur jeweili ¬ gen Zustelladresse.
Erneut befullt die erste Sortieranlage AnI-I das Ausgabefach Af-I. Das Ausgabefach Af-I wird erneut m einen Behalter ent- leert, und zwar vollständig oder teilweise. Dieser Behalter kann derselbe Behalter Beh-1 oder ein anderer Behalter als der sein, in den zum ersten Mal entleert wurde. Auch dieser weitere Behalter wird zu einem weiteren Zwischenpunkt trans ¬ portiert, der durch ein Etikett vorgegeben wird. Dieser wei- tere Zwischenpunkt kann derselbe sein wie der, an den der erste Behalter transportiert wurde, oder ein anderer Zwischenpunkt .
Jeder Zwischenpunkt ist im Ausfuhrungsbeispiel eine Zufuhr- emrichtung zu einer zweiten Sortieranlage Anl-2, beispielsweise eine „Stoffeingäbe" („feeder") dieser zweiten Sortier ¬ anlage Anl-2. Der Behalter mit den Postsendungen wird zu die ¬ sem Zwischenpunkt transportiert und dort entleert. Die Postsendungen aus dem Behalter werden der zweiten Sortieranlage Anl-2 zugeführt. Diese zweite Sortieranlage Anl-2 ermittelt die Zustelladresse jeder Postsendung, welche die erste Sortieranlage AnI-I gelesen hat. Anschließend schleust die zweite Sortieranlage Anl-2 wiederum die Postsendung abhangig von der Zustelladresse in eines der Ausgabefacher aus. Der Trans- port der Postsendung zu dieser Zustelladresse wird ausgelost.
Im Beispiel von Fig. 1 werden die Postsendungen P-I,..., P-x, P-y,...,P-z in ein Ausgabefach Af-I der ersten Sortieranlage
AnI-I ausgeschleust. Die Postsendungen P-l,..,P-x werden an ¬ schließend aus dem Ausgabefach Af-I m den Behalter Beh-1 verbracht. Der Behalter Beh-1 mit den Postsendungen P-I, .. , P-x wird zur Zufuhreinrichtung ZE-2 transportiert. Dort wird der Behalter Beh-1 entladen, und die Postsendungen P-I, , P-χ werden über die Zufuhreinrichtung ZE-2 der zweiten Sor ¬ tieranlage Anl-2 zugeführt.
Jeder möglichen Zustelladresse ist ein Zustellgebiet zugeord- net. Alle Postsendungen an dasselbe Zustellgebiet werden bei jedem Durchlauf m dasselbe Ausgabefach ausgeschleust. Möglich ist, dass eine Postsendung mehrmals dieselbe Sortieranlage durchlauft, beispielsweise weil die Anzahl von Ausgabe- facher geringer als die Anzahl der vorgegebenen Zustellgebie- te ist. In diesem Fall wird vorzugsweise ein „n-pass seguen- cing" durchgeführt. Em solches Verfahren ist aus EP 948416 Bl bekannt. Nach dem ersten Durchlauf werden die Postsendungen, die die erste Sortieranlage AnI-I m ein Ausgabefach ausgeschleust hat, in einen Behalter verbracht. Der Behalter wird zu der Zufuhreinrichtung ZE-2 der zweiten Sortieranlage Anl-2 transportiert, und die Postsendungen werden der Sortieranlage für den zweiten Durchlauf zugeführt.
Möglich ist auch, dass ein Behalter mit Postsendungen, die zum ersten Mal eine Sortieranlage durchlaufen haben, an einen anderen Ort transportiert werden und dort der zweiten Sortieranlage Anl-2 zugeführt werden. Möglich ist auch, dass ei ¬ nige Postsendungen von einem Ausgabefach der zweiten Sortieranlage Anl-2 in einem Behalter zu einer Zufuhreinrichtung ei- ner dritten Sortieranlage transportiert werden und diese Postsendungen der dritten Sortieranlage zugeführt werden.
Sehr unzweckmäßig wäre es, wenn die 2weite Sortieranlage Anl-2 und jede weitere Sortieranlage erneut die Zustelladres- se lesen musste, die die erste Sortieranlage AnI-I schon gelesen hat. Das klassische Vorgehen, dies zu vermeiden, ist dass, dass die erste Sortieranlage AnI-I eine Codierung der Zustelladresse auf die Postsendung druckt, z. B. in Form ei-
nes Strichmusters („bar code") oder eines Matrixcodes. Die zweite Sortieranlage Anl-2 und jede weitere Sortieranlage liest dieses Strichmuster.
Häufig wird aber nicht gewünscht, dass eine Postsendung mit einem Strichmuster versehen wird. Eine übereinkunft des Welt ¬ postvereins (UPU) sieht vor, dass grenzüberschreitende Post ¬ sendungen nicht mit einem Strichmuster versehen werden, denn unterschiedliche Postdienstleister verwenden in der Regel verschiedene Systeme der Codierung.
Daher wird im Ausfuhrungsbeispiel ein Verfahren angewendet, das unter der Bezeichnung „Fingerpπnt" oder auch „Virtual ID" bekannt geworden ist und z. B. m DE 4000603 C2 und EP 1222037 Bl beschrieben wird und das es ermöglicht, dass jede weitere Sortieranlage diejenige Zustelladresse, die die erste Sortieranlage AnI-I gelesen hat, ohne ein Strichmuster ermittelt .
Im Ausfuhrungsbeispiel werden verschiedene Merkmale einer Postsendung vorgegeben, die sich von außen messen lassen. Beispiele für derartige Merkmale sind
- Abmessungen der Postsendung,
- die Verteilung von Grauwerten und/oder Farbtonen auf erner Oberflache der Postsendung,
- die Lage und Abmessung des Freimachungsvermerks,
- die Lage und Große des Adressblocks und/oder der Angaben zum Absender sowie
- Merkmale der Zustelladresse, z. B. die Postleitzahl.
Im Ausfuhrungsbeispiel ist jede Sortieranlage mit derselben zentralen Datenbank DB verbunden. Sobald eine Postsendung die erste Sortieranlage AnI-I durchlauft, wird ein Datensatz für diese Postsendung generiert und in der zentralen Datenbank DB abgespeichert. Dieser Datensatz umfasst
- eine eindeutige Kennung der Postsendung,
- die Zieladresse, die die erste Sortieranlage AnI-I gelesen hat, sowie
- optional weitere Merkmale der Postsendung, z. B. ihr Gewicht oder ihre Frankierung.
Im Beispiel von Fig. 1 sind die beiden Sortieranlagen AnI-I und Anl-2 sowie weitere, nicht gezeigte Sortieranlagen beide mit derselben zentralen Datenbank DB verbunden und haben Lese- und Schreibzugriff auf diese Datenbank DB.
Die erste Sortieranlage AnI-I misst für jede Postsendung, die die erste Sortieranlage AnI-I durchlauft, und für jedes vorgegebene Merkmal den Wert, den dieses Merkmal für diese Postsendung annimmt. Dadurch erzeugt die erste Sortieranlage AnI-I einen Merkmalsvektor für die Postsendung. Bei N Merkmalen besteht dieser Merkmalsvektor aus N Merkmals-Werten. Der Datensatz für die Postsendung umfasst neben der Zustelladresse auch den Merkmalsvektor.
Die zweite Sortieranlage Anl-2 und jede weitere Sortieranlage, welche die Postsendung durchlauft, misst erneut für jedes Merkmal den jeweiligen Wert, den das Merkmal für diese Post ¬ sendung annimmt. Dadurch erzeugt die weitere Sortieranlage ebenfalls einen Merkmalsvektor für die Postsendung, der aus N Merkmalswerten besteht. Dieser Merkmalsvektor wird mit den
Merkmalsvektoren von Datensätzen verglichen, die in der zentralen Datenbank DB abgespeichert sind. Dadurch wird derjenige Datensatz gefunden, der beim Durchlauf der Postsendung durch die erste Sortieranlage AnI-I erzeugt wurde und von derselben Postsendung stammt. Die zweite Sortieranlage Anl-2 und jede weitere Sortieranlage verwendet die Zustelladresse dieses Da ¬ tensatzes als diejenige Zustelladresse, an den diese Postsendung zu transportieren ist.
Weil an einem einzigen Tag eine große Anzahl von Postsendungen jede Sortieranlage durchlaufen, wäre es unzweckmäßig, wenn hierbei der Merkmalsvektor, den die zweite Sortieranlage Anl-2 erzeugt hat, mit allen Merkmalsvektoren von der ersten
Sortieranlage AnI-I verglichen werden wurden. Dies erfordert zu viel Rechenzeit. Insbesondere bei vielen Postsendungen steigt außerdem die Gefahr, dass ein falscher Merkmalsvektor gefunden wird. Daher wird der Suchraum eingeschränkt.
Verfahren, um den Suchraum einzuschränken, sind aus DE 19947259 Cl, EP 1222037 Bl und US 6,888,084 Bl bekannt. Die Erfindung zeigt einen anderen Weg auf, dies zu tun. Dank der Erfindung brauchen die üblichen Prozessablaufe nicht we- sentlich geändert zu werden, und ein erheblicher zusatzlicher apparativer Aufwand ist ebenfalls nicht erforderlich.
Wie bereits dargelegt, wird im Beispiel von Fig. 1 der Behalter Beh-1 , in dem Postsendungen P-I, ... , P-x von einem Aus- gabefach Af-I der ersten Sortieranlage AnI-I zu einer Zufuhreinrichtung ZE-2 der zweiten Sortieranlage Anl-2 transportiert werden, mit einem Etikett E-I versehen. Dieses Etikett E-I legt den Zwischenpunkt fest, an den der Behalter mit den Postsendungen in ihm zu transportieren ist, hier also eine bestimmte Zufuhreinrichtung ZE-2 einer bestimmten Sortieranlage Anl-2 oder auch eine Sortieranlage an einem anderen Ort.
Erfmdungsgemaß weist das Etikett E-I zusätzlich eine maschi ¬ nenlesbare Kennzeichnung Ke-I auf, die dieses Etikett E-I von anderen Etiketten unterscheidet, die zum Transport von Postsendungen verwendet werden. Die Etikett-Kennzeichnung Ke-I ist vorzugsweise maschinenlesbar. Vorzugsweise unterscheidet die Kennzeichnung dieses Etikett E-I von allen anderen Etiketten, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums zum Trans- port von Postsendungen verwendet werden.
Beispielsweise ist das Etikett E-I aus festem Papier, Pappe oder Plastik gefertigt. Die Kennzeichnung Ke-I ist in Form eines maschinenlesbaren Strichmusters („bar code") auf das Etikett gedruckt. Möglich ist auch, dass die Kennzeichnung
Ke-I in von einem Menschen und in von einer Maschine lesbaren Form aufgedruckt ist. In einer anderen Ausgestaltung hat das Etikett E-I die Form eines elektronischen Datenträgers, z. B.
eines RFID-Chips. In diesem Datenträger sind die Kennzeich ¬ nung des Zwischenpunkts und die Kennzeichnung Ke-I des Eti ¬ ketts abgespeichert. Vorzugsweise lasst sich der Datenträger beruhrungslos auslesen.
Die erste Sortieranlage AnI-I ermittelt für 3edes Ausgabefach, welche Kennzeichnung dasjenige Etikett hat, mit dem derjenige Behalter versehen wird, in den die Postsendungen aus diesem Ausgabefach verbracht werden. Für jede Postsendung und damit auch für jede Postsendung, die aus dem Ausgabefach in den Behalter verbracht wird, ist m der zentralen Datenbank DB ein Datensatz mit dem Merkmalsvektor und der gelesenen Zustelladresse abgespeichert. Dieser Datensatz wird um die Kennzeichnung des Etiketts ergänzt.
Nicht erforderlich ist, dass die erste Sortieranlage AnI-I eine Kennzeichnung ermittelt, die fest mit dem Behalter verbunden ist. Denn dies wurde entweder erfordern, dass man ein mobiles Lesegerat verwendet, oder erfordern, dass der Behal- ter zum Lesen in die Nahe eines ortsfesten Lesegeräts verbracht wird. Dank der Erfindung reicht es hingegen aus, die Kennzeichnung Ke-I auf dem Etikett E-I zu lesen.
Oder in der zentralen Datenbank DB wird die Information abge- speichert, welche Postsendungen in demjenigen Behalter transportiert werden, der ein Etikett mit einer bestimmten Kennzeichnung aufweist.
Im Beispiel der Fig. 1 wird m der zentralen Datenbank DB die Information abgespeichert, dass die Postsendungen P-I, , P-x in einem Behalter transportiert werden, der mit einem Etikett versehen ist, der die Kennung Ke-I aufweist. Diese Information wird als Transport-Information 1-1 bezeichnet.
Der Behalter Beh-1 von Fig. 1 wird mit einem Etikett E-I versehen. Der gefüllte Behalter Beh-1 wird zu einer Zufuhreinrichtung ZE-2 der zweiten Sortieranlage Anl-2 transportiert.
Dort werden die Postsendungen aus dem Behalter Beh-1 entnom ¬ men und auf die Zufuhreinrichtung ZE-2 gelegt.
Der Behalter mit den Postsendungen und dem Etikett wird im Beispiel der Fig. 1 zur zweiten Sortieranlage Anl-2 transportiert. Die zweite Sortieranlage ZVnI-2 ermittelt die Kenn ¬ zeichnung, mit dem das Etikett versehen ist. Anschließend durchlaufen die Postsendungen aus diesem Behalter die zweite Sortieranlage Anl-2. Für jede dieser Postsendungen ermittelt die zweite Sortieranlage Anl-2 wie oben beschrieben jeweils einen Merkmalsvektor. Um für eine Postsendung aus dem Behalter unter den abgespeicherten Datensätzen nach demjenigen Datensatz zu suchen, der von der Postsendung stammt, werden folgende Daten verwendet: - der Merkmalsvektor, den die zweite Sortieranlage Anl-2 gemessen hat, und
- die Kennzeichnung des Etiketts, welches die zweite Sortieranlage Anl-2 gelesen hat.
Wiederum ist es nicht erforderlich, eine Kennzeichnung zu lesen, die fest mit dem Behalter Beh-1 verbunden ist.
Die Suche nach dem Datensatz wird auf diejenigen abgespeicherten Datensatze eingeschränkt, die dieselbe Etikett- Kennung aufweisen. Denn die Postsendung ist ja im Behalter mit diesem Etikett von der ersten Sortieranlage AnI-I zur zweiten Sortieranlage Anl-2 transportiert worden. Nur die Merkmalsvektoren derjenigen Datensatze, die diese Etikett- Kennzeichnung umfassen, werden mit dem Merkmalsvektor, der von der zweiten Sortieranlage Anl-2 gemessen wurde, verglichen. Dadurch sind erheblich weniger Vergleiche von Merkmals ¬ vektoren erforderlich, als wenn alle Merkmalsvektoren verglichen werden mussten. Die Gefahr, dass der falsche Datensatz ausgewählt wird, sinkt, weil die Etikett-Kennzeichnung als zusätzliches Unterscheidungsmerkmal verwendet wird.
Im Beispiel der Fig. 1 liest das Lesegerat LG die Kennung Ke-I, mit der das Etikett E-I am Behalter Beh-1 versehen ist.
Durch Lesezugriff auf die zentrale Datenbank DB ermittelt die zweite Sortieranlage Anl-2, dass im Behalter mit der Etikett- Kennzeichnung Ke-I die Postsendungen P-I, ... , P-x transportiert wurden.
Im Folgenden werden zunächst verschiedene Ausfuhrungsformen beschrieben, wie die erste Sortieranlage AnI-I die Kennzeichnung eines Etiketts ermittelt.
In einer Ausfuhrungsform bedruckt die erste Sortieranlage AnI-I selber die Etiketten und versieht sie mit der Kennzeichnung des Zwischenpunkts. Jedes Etikett ist beispielsweise bereits dann mit einer Kennung versehen, wenn es der ersten Sortieranlage AnI-I zugeführt wird. Beispielsweise sind die Etiketten, die der ersten Sortieranlage AnI-I zugeführt werden, mit einer aufsteigenden Nummerierung versehen. Die erste Sortieranlage AnI-I bedruckt die durchnummerierten Etiketten mit einer Kennzeichnung des jeweiligen Zwischenpunkts.
In einer anderen Ausfuhrungsform ist jeder Behalter mit einer maschinenlesbaren Kennung versehen. Diese Kennung unterscheidet den Behalter von allen anderen Behältern, die zum Transport von Postsendungen verwendet werden. Die erste Sortieran ¬ lage AnI-I liest die Kennung dieses Behalters. Als Kennzeich- nung des Etiketts wird die gelesene Behalter-Kennung verwendet. Die erste Sortieranlage AnI-I druckt die gelesene Behalter-Kennung sowie die Kennzeichnung des jeweiligen Zwischen ¬ punkts auf das Etikett.
In beiden Ausfuhrungsformen ermittelt die erste Sortieranlage AnI-I die Kennzeichnung, mit der das Etikett versehen wird oder versehen ist. Die erste Sortieranlage AnI-I speichert diese Etikett-Kennzeichnung so wie oben beschrieben, nämlich als Teil jedes Datensatzes, der für eine Postsendung im Be- halter erzeugt und abgespeichert wird.
Im Folgenden werden weiterhin verschiedene Ausfuhrungsformen beschrieben, wie die zweite Sortieranlage Anl-2 die Kenn-
Zeichnung Ke-I eines Etiketts E-I ermittelt. In jeder Ausfuhrungsform wird mindestens ein Lesegerat LG verwendet, welches die Kennzeichnung Ke-I auf dem Etikett E-I liest. Wie oben dargelegt, wird ein Behalter mit Postsendungen und dem Eti- kett E-I zu einem Zwischenpunkt transportiert, der durch das Etikett E-I vorgegeben wird. Dieser Zwischenpunkt ist im Beispiel der Fig. 1 eine Zufuhrvorrichtung ZE-2 einer zweiten Sortieranlage Anl-2. Die zweite Sortieranlage Anl-2 liest die Etikett-Kennzeichnung .
Möglich ist, dass das Etikett wahrend und nach dem Entladen des Behalters am Behalter verbleibt. Der Behalter wird so aufgestellt, dass eine ortsfeste Leseeinrichtung die Etikett- Kennzeichnung lesen kann.
In einer bevorzugten Ausgestaltung wird das Etikett E-I hingegen vor oder wahrend des Entladens vom Behalter Beh-1 entfernt und in einen Korb Ko zum Aufbewahren von benutzten Eti ¬ ketten gelegt. Dieser Korb Ko ist z. B. ein Abfalleimer. Auf dem Weg vom Behalter Beh-1 zum Korb Ko oder auch im Korb Ko wird die Etikett-Kennzeichnung Ke-I gelesen. Fig. 2 veranschaulicht diese bevorzugte Ausgestaltung.
In einer in Fig. 2 gezeigten Ausfuhrungsform ist der Korb Ko mit einem Schlitz Schi versehen. Em Etikett wird durch diesen Schlitz Schi geworfen und fallt anschließend in den Korb. Der Korb Ko ist mit einem ortsfesten Lesegerat versehen. Nachdem das Etikett durch den Schlitz Schi gefallen ist, bewegt es sich am Lesegerat LG vorbei. Das Lesegerat LG liest die Etikett-Kennzeichnung Ke-I. Vorzugsweise ist das Etikett E-I auf beiden Seiten mit der Etikett-Kennzeichnung Ke-I ver ¬ sehen, so dass es egal ist, welche Seite des Etiketts E-I beim Einwerfen des Etiketts dem Lesegerat LG zugewandt ist. Vorzugsweise ist der Schlitz Schi so ausgestaltet, dass er breiter als die Querkante und schmaler als die Langskante des Etiketts E-I ist. Dann sind nur zwei Positionen möglich, wie das Etikett E-I durch den Schlitz Schi geschoben werden kann.
Fig. 3 zeigt eine alternative Ausfuhrungsform In der Ausfuhrungsform von Fig. 3 wird das Etikett E-I auf waagrecht ein Forderband Fb gelegt. Oberhalb des Forderbands Fb befindet sich ein ortsfestes Lesegerat LG, das auf das Forderband Fb gerichtet ist. Dieses Lesegerat LG liest die Etikett-Kennzeichnung Ke-I auf dem Etikett E-I, wahrend das Etikett E-I auf dem Forderband Fb liegend am Lesegerat LG vorbeigefuhrt wird. Auch in dieser alternativen Ausfuhrungsform ist das E- tikett E-I vorzugsweise auf beiden Seiten mit der Etikett- Kennzeichnung Ke-I bedruckt. Diese Ausgestaltung erspart die Notwendigkeit, dass ein Bediener die Etiketten durch einen Schlitz Schi des Korbs Ko werfen muss. Vielmehr fallen die Etiketten vom Forderband Fb in den nach oben offenen Korb Ko hinein .
In einer weiteren alternativen Ausfuhrungsform, die in Fig. 4 gezeigt wird, ist der Korb Ko wiederum oben offen. Oberhalb des Korbs Ko sind mehrere ortsfesten Lesegerate LG-I, LG-2, LG-3 angeordnet. Diese sind so angeordnet, dass mindestens eines der Lesegerate LG-I, LG-2, LG-3die Etikett-Kennzeichnung Ke-I zu lesen vermag, wenn das Etikett E-I m den Korb Ko eingeworfen wird, egal m welcher Position das Etikett E-I eingeworfen wird.
Bezugszeichenliste
