Siemer, Hans (Kriemhildenstrasse 24, Essen, 45307, DE)
Kerber, Thomas (Baumhofstrasse 39d, Bochum, 44799, DE)
Von Wyl, Horst (Kiebitzmühlenstrasse 4, Duisburg, 47169, DE)
Lohse, Dietmar (Waldstrasse 42, Wesel, 46487, DE)
Siemer, Hans (Kriemhildenstrasse 24, Essen, 45307, DE)
Kerber, Thomas (Baumhofstrasse 39d, Bochum, 44799, DE)
Von Wyl, Horst (Kiebitzmühlenstrasse 4, Duisburg, 47169, DE)
| 1. | Verfahren zum Transportieren eines Anfahrelementes in eine Ver schließstellung am Ausgang einer Stranggießkokille für flüssiges Metall, insbesondere für flüssigen Stahl, aus der ein mit dem Anfahrelement durch Umgießen mit dem Gießmetall verbundener Gießstrang durch ein Stützwalzengerüst in Strangabzugsrichtung kontinuierlich heraustrans portiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anfahrkopf über zumindest einen mitgeführten Eigenantrieb, sich jeweils an Bauelementen des Stützwalzengerüstes oder an Hilfsein richtungen abstützend, in übereinandergreifenden Abständen in die Stranggießkokille bewegt wird und dass der Anfahrkopf mit dem verbun denen Gießstrang aus der oszillierenden Stranggießkokille zwischen nicht angetriebenen Stützwalzenpaaren über den Eigenantrieb in entge gengesetzten Bewegungen kontinuierlich austransportiert wird. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrkopf über Formschluss an jeweils hintereinanderfolgen den Stützrollenpaaren des Stützwalzengerüstes schrittweise abgestützt wird. |
| 3. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrkopf über am Umfang der Stützwalzenpaare abstützen de Spreizelemente, die einoder ausschwenkbar sind, an den Rollen des Stützwalzengerüstes abstützend voroder zurückbewegt wird. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrkopf jeweils über zwischen zwei aufeinanderfolgende Stützwalzenpaare abstützende SpreizelementPaare voroder zurück bewegt wird. |
| 5. | Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsverbindung zwischen zwei SpreizelementPaaren im Zy klus verkürzt oder verlängert wird. |
| 6. | Einrichtung für den Transport eines Anfahrelementes in eine Verschließ stellung am Ausgang einer Stranggießkokille für flüssiges Metall, insbe sondere für flüssigen Stahl, aus der ein mit dem Anfahrelement verbun dener Gießstrang durch ein Stützwalzengerüst in Strangabzugsrichtung kontinuierlich transportierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anfahrkopf (6) gelenkig mit zumindest zwei in Bewegungsrich tung (11) gegenläufig verstellbaren, einzeln jeweils an gegenüberliegen den Paaren von Stützrollen (9) des Stützwalzengerüstes (4) feststellba ren Modulen (a, b, c) verbunden ist. |
| 7. | Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Modul (a, b, c) an einem aus Grundkörpern (13) gebildeten Rahmen (12) nach entgegengesetzten Richtungen (18) ausoder ein schwenkbare Stützelemente (17) trägt und dass ein Stellantrieb (20) zur Verschiebung des Rahmens (12) bei zwischen Rollenpaaren (9) des Stützwalzengerüstes (4) eingeschwenkten Stützelementen (17) vorge sehen ist. |
| 8. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der Module (a, b, c) eine Steuerungsund Energieversor gungseinheit (22) angeordnet ist. |
| 9. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinheit (22) über Funk mit der Leitstelle der Strang gießanlage verbunden ist. |
| 10. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Rahmen (12) senkrecht zur Verschieberichtung verlaufen de, paarweise Verstellspindeln (16) vorgesehen sind, auf denen verstell bare Stützelemente (17) geführt sind, und dass die Verstellspindelge häuse (15) an RahmenLängsholmen (12a) befestigt sind. |
| 11. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Grundkörper (13) und/oder der Verstellspindelge häuse (15) mit Elektromotor (23) der StützrollenMaulweite (38) des Stützwalzengerüstes (4) entspricht. |
| 12. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente (17) als paarweise, unter einem verstellbaren Winkel (25) zueinander verlaufenden, an den Stützrollen (9) tangential anliegende Stützplatten (17a, 17b) ausgebildet sind. |
| 13. | Einrichtung für den Transport eines Anfahrelementes in eine Verschließ stellung am Ausgang einer Stranggießkokille für flüssiges Metall, insbe sondere für flüssigen Stahl, aus der ein mit dem Anfahrelement verbun dener Gießstrang durch ein Stützwalzengerüst in Strangabzugsrichtung kontinuierlich transportierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsund/oder Antriebseinrichtung (8) für den Anfahr kopf (6) aus einem raupenähnlichen Fahrzeug (26) besteht, das mittels innenliegender Rollen (27) oder Rollenpaare (27a), die etwa einen Ab stand (28) eines Rollenpaares (9) des Stützwalzengerüstes (4) aufwei sen, an den Rollenpaaren (9) bzw. der Lagergehäuse des Stützwalzen gerüstes (4) abgestützt ist. |
| 14. | Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsund/oder Antriebseinrichtung (8) für den Anfahrkopf (6) aus zwei Rollenreihen (29a ; 29b) besteht, wobei um jede der Rollen reihen (29a ; 29b) ein strangförmiges, endloses Antriebsübertragungs element (30) geführt ist. |
| 15. | Einrichtung für den Transport eines Anfahrelementes in eine Verschließ stellung am Ausgang einer Stranggießkokille für flüssiges Metall, insbe sondere für flüssigen Stahl, aus der ein mit dem Anfahrelement verbun dener Gießstrang durch ein Stützwalzengerüst in Strangabzugsrichtung kontinuierlich transportierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Paare von mit dem Rollenabstand (28) zweier auf einer Seite des Stützwalzengerüstes (4) jeweils aufeinanderfolgenden Stützrollen (9) einschwenkbaren Spreizelementen (31 a ; 31 b) gelenkig an einem Ver bindungselement (32) angeschlossen sind. |
| 16. | Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden (33) der Spreizelemente (31 a ; 31 b) jeweils Rollen (34) drehgelagert sind. |
| 17. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (32) aus einer in der Länge verstellbaren Verbindungsstange (32a) besteht. |
| 18. | Einrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstange (32a) aus einer hydraulischen Kolben ZylinderEinheit (35) gebildet ist. |
Zum Starten des Gießprozesses in Stranggießanlagen wird ein sogenannter Anfahrstrang (dummy bar) eingesetzt. Der Anfahrstrang kann entweder entge- gen der Produktionsrichtung durch einen (gekrümmten) Teil der Gießmaschine bis zur Stranggießkokille von unten nach oben geführt oder von oben durch die Stranggießkokille z. B. von einem Wagen aus (JP-52 11 45 31 A) eingebracht werden. Zum Starten des Gießprozesses wird dann der gesamte Anfahrstrang in Gießrichtung (Produktionsrichtung) durch die Strangführung, d. h. durch ein Stützwalzengerüst, hindurchbewegt. Nach Beendigung dieses Anfahrvorgangs wird der vordere Teil des Anfahrstranges von dem Gießstrang getrennt und ne- ben oder oberhalb der Stranggießanlage in eine Parkposition gebracht. Für den Antrieb des Anfahrstranges werden die für den Gießstrang vorgesehenen An- triebseinrichtungenn (angetriebene Stützrollenpaare) genutzt.
Bei der Konstruktion der Stranggießanlage ist eine Bedingung, entweder die Länge des Anfahrstranges auf die Positionierung der angetriebenen Stützrol- lenpaare oder umgekehrt abzustimmen. Dadurch wird der Anfahrstrang unnötig lang oder die angetriebenen Stützrollenpaare müssen in Bereichen positioniert werden, in denen sie im Gießbetrieb nicht benötigt werden. Ein weiterer Nach- teil ist das hohe Gewicht des Anfahrstranges, der je nach Gießformat, Ausfüh-
rung und Länge zwischen 5 und 30 Tonnen wiegen kann und an der Spitze das Anfahrelement für das Verschließen der Stranggießkokille von etwa einer Ton- ne Gewicht aufweist.
Das bestehende System erscheint unnötig umfangreich, unhandlich, ungenau und engt den konstruktiven Freiraum zur Auslegung einer Strangführung stark ein. Mit diesem System sind hohe Beschaffungs-und Betriebskosten verbun- den und das System erschwert die Wartung und die Bedienung und verursacht außerdem Betriebsstörungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das beschriebene schwerfällige Sy- stem durch ein einfacheres und leichteres zu ersetzen.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein Anfahr- kopf über zumindest einen mitgeführten Eigenantrieb, sich jeweils an Bauele- menten des Stützwalzengerüstes oder an Hilfseinrichtungen abstützend, in übereinandergreifenden Abständen in die Stranggießkokille bewegt wird und dass der Anfahrkopf mit dem verbundenen Gießstrang aus der oszillierenden Stranggießkokille zwischen nicht angetriebenen Stützwalzenpaaren über den Eigenantrieb in entgegengesetzten Bewegungen kontinuierlich austransportiert wird. Dadurch wird ein schwerer Anfahrstrang nicht mehr benötigt. Es wird eine deutliche Reduzierung des Gesamtgewichts für das Anfahrsystem geschaffen.
Es wird eine Verbesserung der Führungsgenauigkeit erreicht. Das System kann auch beim Umbau bestehender Anlagen mit"von-oben-Einführung"oder"von- unten-Einführung"und eine damit verbundene Erhöhung der Produktions- hauptzeit und eine Entkopplung der Funktionen"Warmstrang fördern"und"Gi- eßbeginn starten"erreichen. Eine Folge ist außerdem eine Verminderung der Anzahl angetriebener Stützrollen.
In Ausgestaltung sind weitere Schritte dahingehend vorgesehen, dass der An- fahrkopf über Formschluss an mehreren hintereinanderfolgenden Stützrollen- paaren des Stützwalzengerüstes schrittweise abgestützt wird.
Ein anderer Schritt der Vorgehensweise besteht darin, dass der Anfahrkopf über am Umfang der Stützwalzenpaare abstützende Spreizelemente, die ein- oder ausschwenkbar sind, an den Rollen des Stützwalzengerüstes abstützend vor-oder zurückbewegt wird.
Diese raupenähnlichen Bewegungen können auch derart ausgeführt werden, indem der Anfahrkopf jeweils über zwischen zwei aufeinanderfolgende Stütz- walzenpaare abstützende Spreizelement-Paare vor-oder zurückbewegt wird.
Eine Kontinuität der Bewegung wird dadurch erzielt, dass eine Längsverbin- dung zwischen zwei Spreizelement-Paaren im Zyklus verkürzt oder verlängert wird.
Die Einrichtung für den Transport eines Anfahrelementes in eine Verschließ- stellung am Ausgang einer Stranggießkokille für flüssiges Metall, insbesondere für flüssigen Stahl, aus der ein mit dem Anfahrelement verbundener Gießstrang durch ein Stützwalzengerüst in Strangabzugsrichtung transportierbar ist, löst die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass ein Anfahrkopf gelenkig mit zumindest zwei in Bewegungsrichtung gegenläufig verstellbaren, einzeln jeweils an gegenüberliegenden Paaren von Stützrollen des Stützwalzengerüstes fest- stellbaren Modulen verbunden ist. Der Vorteil ist ein Abstützen eines Moduls oder von zwei Modulen, währenddem das andere, z. B. das dritte Modul, vor- wärts oder zurück bewegt werden kann. Da diese Bewegungen ineinander übergehen können, findet jeweils eine kontinuierliche Bewegung beim Einfah- ren oder Austransportieren des Anfahrkopfes statt. Dabei kann die Koppelung der Einrichtung an die Stützrollen des Stützwalzengerüstes spielarm bis spiel- frei erfolgen, so dass eine weitgehend gleichmäßige, ruckfreie Förderbewegung zustande kommt.
Eine Ausgestaltung ist dahingehend vorgenommen, dass jedes Modul an einem aus Grundkörpern gebildeten Rahmen nach entgegengesetzten Richtungen
aus-oder einschwenkbare Stützelemente trägt und dass ein Stellantrieb zur Verschiebung des Rahmens bei zwischen Rollenpaaren des Stützwalzengerü- stes eingeschwenkten Stützelementen vorgesehen ist. Zwei oder drei solcher Rahmen sind gelenkig miteinander verbunden, so dass die Bogenbewegung in einer Bogenstranggießanlage mitberücksichtigt wird.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass an einem der Module eine Steue- rungs-und Energieversorgungsvorrichtung angeordnet ist. Dadurch sind die Module völlig autark und können ohne Wechsel von elektrischen Anschlüssen o. dgl. betrieben werden.
Gemäß anderen Merkmalen ist vorgesehen, dass die Steuerungsvorrichtung über Funk mit der Leitstelle der Stranggießanlage verbunden ist.
Der konstruktive Aufbau eines der Module, die weitgehend gleich aufgebaut sein können, ist derart gestaltet, dass an dem Rahmen senkrecht zur Verschie- berichtung verlaufende, paarweise Verstellspindeln vorgesehen sind, auf denen verstellbare Stützelemente geführt sind, und dass die Verstellspindelgehäuse an Rahmen-Längs-holmen befestigt sind. Dadurch entsteht eine kompakte, niedrige Bauweise.
Die zu gießende Strangdicke des Gießstrangs wird dabei dadurch berücksich- tigt, dass die Dicke der Grundkörper und/oder der Verstellspindelgehäuse mit Elektromotor der Stützrollen-Maulweite des Stützwalzengerüstes entspricht. Es können Gießdicken bis unter 200 mm vorausgesetzt werden.
Eine besonders vorteilhafte Ausbildung der Stützelemente ergibt sich daraus, dass die Stützelemente als paarweise, unter einem verstellbaren Winkel zuein- ander verlaufende, an den Stützrollen tangential anliegende Stützplatten aus- gebildet sind. Dabei kann der Öffnungswinkel zwischen je zwei solcher Stütz- platten verstellt werden und bei Anlage an der Stützrolle kann eine hohe Stütz- kraft übertragen werden, ohne die jeweilige Stützrolle zu beschädigen. Von
Vorteil ist dabei, dass unterschiedliche Durchmesser von Stützrollen berück- sichtigt werden können.
Eine alternative Lösung der Hauptaufgabe erfolgt ferner dadurch, dass eine Führungs-und/oder Antriebseinrichtung für den Anfahrkopf aus einem rau- penähnlichen Fahrzeug besteht, das mittels innenliegender Rollen oder Rollen- paare, die etwa einen Abstand eines Rollenpaares des Stützwalzengerüstes aufweisen, an den Rollenpaaren bzw. Lagergehäusen des Stützwalzengerüstes abgestützt ist. Das raupenähnliche Fahrzeug kann dabei über Reibschluss oder Formschluss an den Rollen des Stützwalzengerüstes abgestützt werden.
Eine Ausgestaltung sieht hier vor, dass die Führungs-und/oder Antriebsein- richtung für den Anfahrkopf aus zwei Rollenreihen besteht, wobei um jede der Rollenreihen ein strangförmiges, endloses Antriebsübertragungselement ge- führt ist. Dadurch kann Antriebskraft sowohl von außen durch angetriebene Rollen des Stützwalzengerüstes als auch von innen durch den eigenen Antrieb selbst übertragen werden.
Die Aufstützung wird ferner zwischen zwei auf einer Strangseite benachbarten Stützrollen dadurch begünstigt, dass an den Enden der Spreizelemente jeweils Rollen drehgelagert sind.
Außerdem ist eine weitere Alternative vorgesehen, indem zwei Paare von mit dem Rollenabstand zweier auf einer Seite des Stützwalzengerüstes jeweils auf- einanderfolgenden Stützrollen einschwenkbaren Spreizelementen gelenkig an einem Verbindungselement angeschlossen sind. Dabei kann die Führung je- weils über das Verbindungselement erfolgen, währenddem die Spreizelemente nur die Antriebskraft durch Abstützen am Walzenumfang der Rollen des Stütz- walzengerüstes übernehmen.
Weiter ist vorgesehen, dass an den Enden der Spreizelemente jeweils Rollen drehgelagert sind.
Eine Ausgestaltung dieser Führungs-und/oder Kraftübertragungseinheit be- steht darin, dass das Verbindungselement aus einer in der Länge verstellbaren Verbindungsstange besteht. Dadurch werden Vorschub-oder Rückhub- Bewegungen der spreizbaren Rollenpaare ermöglicht.
Die Längenverstellung der Verbindungsstange kann auch dadurch gestaltet werden, dass die Verbindungsstange aus einer hydraulischen Kolben-Zylinder- Einheit gebildet ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch darge- stellt und werden nachstehend näher erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht eines Bogenstrang-Stützwalzengerüstes mit Stranggießkokille und Antriebseinrichtung für den Anfahrkopf in einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht von drei miteinander gelenkig ver- bundenen Modulen, Fig. 3A eine perspektivische Ansicht eines Moduls in vergrößertem Maßstab, mit vorgeschobenem Anfahrkopf, Fig. 3B dieselbe perspektivische Ansicht des Moduls mit eingefahre- nem Anfahrkopf, Fig. 4 eine zu den Fig. 3A und 3B gehörende Draufsicht, Fig. 5 eine zu den Fig. 3A und 3B gehörende Seitenansicht in der La- ge im Stützwalzengerüst, Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der Stützelemente für eine verän- derte Ausführungsform in vergrößertem Maßstab, Fig. 7 eine perspektivische Ansicht zu der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform, Fig. 8 eine Seitenansicht einer dritten grundlegenden Ausführungs- form mit der Antriebsvorrichtung für den Anfahrkopf,
Fig. 9 eine Seitenansicht einer grundlegenden zweiten Ausführungs- form, Fig. 9A eine Vorderansicht des Anfahrkopfes mit Positioniermitteln beim Einfahren in die Stranggießkokille und Fig. 10 eine perspektivische Darstellung der Stützplatten im Einsatz.
Die Einrichtung für den Transport eines Anfahrelementes 1 in eine Verschließ- stellung 2 am Ausgang 3a einer Stranggießkokille 3 für flüssiges Metall, insbe- sondere für flüssigen Stahl, aus der ein mit dem Anfahrelement 1 lösbar ver- bundener Gießstrang durch ein Stützwalzengerüst 4 in Strangabzugsrichtung 5 transportierbar ist, richtet sich nach einem selbständigen Anfahrkopf 6 ohne den bisher üblichen Anfahrstrang, der mit den beschriebenen Nachteilen behaftet wäre. Dabei ist der Anfahrkopf 6 mittels einer dem Verlauf 7 des Stützwalzen- gerüstes 4 anpassbaren Führungs-und/oder Antriebseinrichtung 8, die sich an einem oder mehreren Rollenparen 9 des Stützwalzengerüstes 4 abstützt und zumindest einen eigenen mittransportierten Antrieb 10 aufweist, der ein Drehantrieb sein kann, schrittweise oder kontinuierlich im Stützwalzengerüst 4 vor-oder rückwärts bewegbar. Die Biegefähigkeit der Antriebs-und/oder Füh- rungseinrichtung 8 richtet sich nach dem Verlauf 7 des Stützwalzengerüstes 4 (Fig. 1).
Der Anfahrkopf 6 (Fig. 2) ist gelenkig mit zwei oder drei (wie gezeichnet) in Be- wegungsrichtung 11 gegenläufig verstellbaren, einzeln jeweils an gegenüberlie- genden Paaren von Stützrollen 9 des Stützwalzengerüstes 4 feststellbaren Mo- dulen a, b, c verbunden. Jedes Modul a, b, c besitzt einen Rahmen 12 aus mehreren Grundkörpern 13. An dem Rahmen sind Gelenkstangen 14 für die Verbindung mit dem nächsten Modul b, c befestigt (vgl. Fig. 3A, 3B). Zwischen dem Rahmen 12 und beidseitig am Rahmen 12 befestigte Verstellspindelge- häuse 15 verlaufen Verstellspindeln 16, auf denen Stützelemente 17 durch Drehen der Verstellspindeln 16 hin-und her verfahrbar sind. Beim Drehen der Verstellspindeln 16 schwenken die Stützelemente 17 in je nach Drehrichtung entgegengesetzter Richtung 18 (vgl. Fig. 4), es sei denn sie werden an der
Schwenkung durch eine Lenkerstange 19 gehindert. Für das Hin-und Herver- fahren der Stützelemente 17 (relativ zu den Rollenpaaren 9 des Stützwalzenge- rüstes 4) ist ein Stellantrieb 20 an dem Rahmen 12 gelagert und wird auf einer Parallelführung 21 mitgeführt.
In einem der Module a, b, c ist eine Steuerungs-und Energieversorgungseinheit 22 angebracht (Fig. 2). Dabei kann die Steuerungseinheit 22 über Funk mit der Leitstelle der Stranggießanlage kommunizieren.
In Fig. 5 ist die Dicke der Grundkörper 13 und/oder der Verstellspindelgehäuse 15 mit den Elektromotoren 23 zusammen sichtbar, wobei die Stützelemente 17 jeweils in einem Stützrollenabstand 24 (verstellbare Maulweite 38) einschwen- ken können, um sich abzustützen, sodass das jeweilige Modul a, b, c verfahren werden kann.
Gemäß Fig. 4 sind die Verstellspindelgehäuse 15 an Längsholmen 12a mitbe- festigt.
Eine bevorzugte Abstützung der Stützelemente 17 ist aus Fig. 6 ersichtlich. Dort sind die Stützelemente 17 als paarweise unter einem Winkel 25 zueinander verlaufende, an den Stützrollen 9 tangential anliegende Stützplatten 17a und 17b ausgebildet.
In Fig. 7 sind die Stützelemente 17 mit den in Fig. 6 erkennbaren Kniehebelge- trieben nebst den Verstellspindeln 16 perspektivisch sichtbar, wobei das Ver- stellspindelgehäuse 15 und die räumliche Ausdehnung angegeben sind.
Eine zweite, grundlegende Ausführungsform ist in Fig. 8 dargestellt. Eine Füh- rungs-und/oder Antriebseinrichtung 8 für den Anfahrkopf 6 besteht aus einem raupenähnlichen Fahrzeug 26, das mittels innenliegenden Rollen 27 oder Rol- lenpaaren 27a, die etwa einen Abstand 28 eines Rollenpaares 9 des Stützwal- zengerüstes 4 einhalten, an den Rollenpaaren 9 des Stützwalzengerüstes 4
abgestützt ist. Dabei besteht die Führungs-und/oder Antriebseinrichtung 8 für den Anfahrkopf 6 aus zwei Rollenreihen 29a und 29b, wobei um jede der Rol- lenreihen 29a, 29b ein strangförmiges, endloses Antriebsübertragungselement 30 geführt ist.
Eine dritte, grundlegende Ausführungsform ist in den Fig. 9 und 9A dargestellt.
Es sind zwei Paare von mit dem Rollenabstand 28 zweier auf einer Seite des Stützwalzengerüstes 4 jeweils aufeinanderfolgenden Stützrollen 9 einschwenk- baren Spreiz-elementen 31 a und 31b gelenkig an einem Verbindungselement 32 angeschlossen.
An den Enden 33 der Spreizelemente 31 a, 31 b sind jeweils drehgelagerte Rol- len 34 vorhanden. Das Verbindungselement 32 ist aus einer in der Länge ver- stellbare Verbindungsstange 32a gebildet. Die Verbindungsstange 32a besteht aus einer hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheit 35. Der Spreizantrieb kann ebenso aus einem hydraulischen Geradschubantrieb 36 gewählt sein.
Gemäß Fig. 9A ist gezeigt, wie sich der Anfahrkopf 6 mittels Federelementen 37, die zwischen dem Anfahrkopf 6 und den Spreizelementen 31 a und 31 b an- geordnet sind, von unten in die Stranggießkokille 3 einspielen lässt, wodurch der gesamte Vorgang des Einfahrens in die Stranggießkokille 3 voll automati- siert werden kann.
Die beschriebenen Ausführungsformen gemäß den Fig. 1,9 und 10 können in allen bestehenden Stranggießanlagen ohne große konstruktiven Änderungen genutzt werden. Die Rollenpaare 9 des Stützwalzengerüstes 4 machen eben- falls keine Änderungen an den Lagern u. dgl. erforderlich und stellen auch keine zusätzlichen Anforderungen an die Ausgestaltung der Lagergehäuse. Für die elektromotorischen Antriebe mit Getriebe, die die Rollenpaare 27a oder die Spreizelemente 31 a, 31 b antreiben, ist ein von unten in Bewegungsrichtung 11 zugeführtes Versorgungskabel zweckmäßig.
Die Ausführungsform der Fig. 6 ist in Fig. 10 perspektivisch gezeigt. Die Stüt- elemente 17 sind paarweise unter dem Winkel 25 zueinander verlaufend an- geordnet und bestehen aus den tangential anliegenden Stützplatten 17a und 17b. Die Kniehebelgetriebe weisen die Verstellspindeln 16 auf. Letztere sind jeweils in dem Verstellspindelgehäuse 15 in der zugehörigen Gewindemutter drehgelagert.
Bezugszeichenliste 1 Anfahrelement 2 Verschließstellung 3 Stranggießkokille 3a Ausgang 4 Stützwalzengerüst 5 Strangabzugsrichtung 6 Anfahrkopf 7 Verlauf des Stützwalzengerüstes (im Kreisbogen) 8 Führungs-und/oder Antriebseinrichtung 9 Rollenpaare des Stützwalzengerüstes 10 mittransportierter Antrieb 11 Bewegungsrichtung 12 Rahmen 12a Längsholm 13 Grundkörper 14 Gelenkstange 15 Verstellspindelgehäuse 16 Verstellspindel 17 Stützelement 17a Stützplatte 17b Stützplatte 18 entgegengesetzte Richtungen 19 Lenkerstange 20 Stellantrieb 21 Parallelführung 22 Steuerungs-und Energieversorgungseinheit 23 Elektromotor
24 Stützrollenabstand 25 Winkel 26 raupenähnliches Fahrzeug 27 innenliegende Rollen 27a Rollenpaare 28 Rollenabstand 29a Rollenreihe 29b Rollenreihe 30 Antriebsübertragungselement 31 a Spreizelement 31 b Spreizelement 32 Verbindungselement 32a Verbindungsstange 33 Enden 34 drehgelagerte Rollen 35 Kolben-Zylinder-Einheit 36 hydraulischer Geradschubantrieb 37 Federelemente 38 Maulweite
