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Title:
METHOD AND DEVICE FOR TRANSPORTING A MOTION PICTURE FILM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/005318
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and to a device for transporting a motion picture film (1) along a film transport path. According to the invention, a friction connection is produced on at least one section of the motion picture film (1) and by means of a film transport means (3, 3') which is displaced in a continuous or intermittent manner on one part of the film transport path, which is placed in a continuous manner on the layer and/or support side of the motion picture film (1).

Inventors:
Handler, Josef (Hettenkofergasse 18-22/4/1, Wien, A-1160, AT)
Application Number:
PCT/DE2005/001205
Publication Date:
January 19, 2006
Filing Date:
July 05, 2005
Export Citation:
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Assignee:
ARNOLD & RICHTER CINE TECHNIK GMBH & CO. BETRIEBS KG (Türkenstrasse 89, München, 80799, DE)
Handler, Josef (Hettenkofergasse 18-22/4/1, Wien, A-1160, AT)
International Classes:
G03B1/30; G03B1/32; G03B41/02; (IPC1-7): G03B1/30; G03B1/32; G03B41/02
Domestic Patent References:
WO2003067322A12003-08-14
Foreign References:
DE3144333A11983-05-19
DE19831211A12000-01-05
GB1371773A1974-10-23
Attorney, Agent or Firm:
Ninnemann, Detlef c/o Patentanwälte (Maikowski & Ninnemann Postfach 15 09 20, Berlin, 10671, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum Transport eines Laufbildfilmes entlang eines Filmtransportweges, gekennzeichnet durch eine reibschlüssige Verbindung mindestens eines Abschnitts des Laufbildfilmes (1 ) mit einem kontinuierlich oder intermittierend über einen Teil des Filmtransportwe ges bewegten Filmtransportmittel (3, 3').
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine fortlaufende, reibschlüs¬ sige Anlage des Filmtransportmittels (3, 3') an mindestens einer Seite des Laufbild filmes (1).
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Filmtransportmit¬ tel (3, 3') zumindest teilweise an der Schichtseite oder an der Trägerseite des Laufbildfilmes (1) reibschlüssig anliegt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Filmtransportmit¬ tel (3, 3') im Bereich der Seitenränder, insbesondere im Bereich der Filmperforati on(en) (11 , 12) des Laufbildfilmes (1 ), reibschlüssig anliegt.
5. Verfahren nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass der Laufbildfilm (1 ) zwischen dem Filmtransportmittel (3, 3') und einer den Laufbildfilm (1 ) gegen das Filmtransportmittel (3, 3') andrückenden Anpresseinrichtung (4, 4') geführt wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeich¬ net durch eine kreisbogenförmige, reibschlüssige Anlage des Laufbildfilms (1) am Filmtransportmittel (3, 3').
7. Verfahren nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass der Laufbildfilm (1) mittels jeweils ein Filmtransportmittel (3, 3') und eine Anpresseinrichtung (4, 4') enthaltenden Vor und Nachwickeleinrich¬ tungen (5, 5'), die zu beiden Seiten eines Bildfensters (13) angeordnet sind, trans portiert wird.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekenn¬ zeichnet, dass die Anpresseinrichtung (4, 4') relativ zum Filmtransportmittel (3, 3') zwischen einer Filmeinlegeposition und einer Filmtransportposition bewegt werden kann.
9. Verfahren nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass der Laufbildfilm (1 ) von einem Abwickelteller (8) über mehrere erste Umlenkrollen (71, 72, 73) und eine erste, den intermittierenden Filmtransport der Vorwickeleinrichtung (5) ausgleichenden Ausgleichsrolle (6) zur Vorwickelein¬ richtung (5), am Bildfenster (13) vorbei zur Nachwickeleinrichtung (51) sowie über mehrere zweite Umlenkrollen (71', 72', 73') und eine den intermittierenden FiIm transport der Nachwickeleinrichtung (5') ausgleichende zweite Ausgleichsrolle (6') zu einem Aufwickelteller (9) geführt wird.
10. Vorrichtung zum Transport eines Laufbildfilmes entlang eines Filmtransportweges, gekennzeichnet durch mindestens ein im Filmtransportweg angeordnetes, mit einer Antriebseinrichtung verbundenes Filmtransportmittel (3, 3'), das reibschlüssig an einem Abschnitt des Laufbildfilmes (1) anliegt und diesen kontinuierlich oder intermittierend an einem Bildfenster (13) vorbeibewegt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Filmtrans¬ portmittel (3, 3') kontinuierlich und reibschlüssig an Abschnitten des Laufbildfilmes (1) anliegt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Film¬ transportmittel (3, 3') mit einer Anpressrolle (4, 4') zusammenwirkt, zwischen der und dem Filmtransportmittel (3, 3') der Laufbildfilm (1 ) kreisbogenförmig geführt ist und reibschlüssig am Filmtransportmittel (3, 3') anliegt.
13. Vorrichtung nach einem der voranstellenden Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass das Filmtransportmittel (3, 3') ein bandförmiges Element (30, 30') enthält.
14. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche 10 bis 13, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass das Filmtransportmittel (3, 3') ein flexibles Zugmittel (30, 30') enthält.
15. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Filmtransportmittel (3, 3') mindestens einen Endlosriemen, insbesondere einen EndlosZahnriemen (30, 30') oder einen Endlos Flachriemen, oder mindestens ein Transportband, insbesondere ein profiliertes Transportband, enthält.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die reibschlüssig am Laufbildfilm (1) anliegende Seite des Endlosriemens (30, 30') oder Transport bandes geschliffen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die reibschlüssige, am Laufbildfilm (1) anliegende Seite des Endlosriemens (30, 30') oder Transport bandes beschichtet und geschliffen ist.
18. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressrolle (4, 4') eine glatte, am Laufbildfilm (1) anliegende Zylinderfläche aufweist.
19. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressrolle (4, 4') eine gummierte, am Lauf bildfilm (1 ) anliegende Zylinderfläche aufweist.
20. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressrolle (4, 4') vorzugsweise senkrecht zum Filmtransportweg von einer den Laufbildfilm (1) in reibschlüssige Anlage an das Filmtransportmittel (3, 3') bringenden Filmtransportposition in eine zum Film¬ transportmittel (3, 3') beabstandete Einlegeposition beweglich ist.
21. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosriemen (30, 30') oder das Transport¬ band um mindestens zwei zueinander beabstandete Antriebsrollen (31 , 32; 31', 32') gelegt ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosriemen (30, 30') oder das Transportband um zwei zueinander beabstandete Antriebsrollen (31, 32; 31', 32') und eine zwischen den Antriebsrollen (31 , 32; 31', 32') angeordne¬ te Spannrolle (33, 33') gelegt ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannrolle (33, 33') angefedert ist.
24. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche 21 bis 23, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass mindestens eine Antriebsrolle (31 , 32; 31', 32') und/oder die Spannrolle (33, 33') mit der Antriebseinrichtung direkt oder über ein Riemenvorge¬ lege (34, 34') verbunden ist/sind.
25. Vorrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass das Filmtransportmittel (3, 3') und die Spannrolle (4, 4') zu ei¬ ner Vorwickel und Nachwickeleinrichtung (5, 5') zusammengefasst sind, die zu beiden Seiten eines Bildfensters (13) angeordnet sind.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass im Filmtransport¬ weg des Laufbildfilmes (1) zwischen der Vorwickei und der Nachwickeleinrichtung (5, 5') und den Laufbildfilm (1 ) aufnehmenden Aufwickel und Abwickeltellern (8, 9) mindestens eine Umlenkrolle (71 , 72, 73; 71', 72', 73') und eine die Filmtransport¬ bewegung der Vor und Nachwickeleinrichtung (5, 5') ausgleichende Ausgleichsrol¬ le (6, 6') angeordnet sind.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichsrol¬ le (6, 6') angefedert ist.
28. Anwendung des Verfahrens nach mindestens einem der voranstehenden Ansprü¬ che 1 bis 9 oder Verwendung der Vorrichtung nach mindestens einem der voran¬ stehenden Ansprüche 10 bis 27 in einem Filmprojektor oder einem Filmscanner.
Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Transport eines Laufbildfilmes

Beschreibung

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Transport eines Laufbildfilmes entlang eines Filmtransportweges.

Aus der DE 198 31 211 A1 ist eine Vorrichtung zum intermittierenden Transport eines Laufbildfilmes bekannt, der parallel zur Filmtransportrichtung mindestens eine Perforati¬ onslochreihe aufweist, in die eine rollierend verzahnte, intermittierend bewegte Zahn¬ trommel zum Filmtransport und Grobpositionieren des Laufbildfilmes vor einem Bildfens- ter eingreift. Zum Feinpositionieren und Fixieren des Laufbildfilmes vor dem Bildfenster ist zusätzlich ein in mindestens ein Perforationsloch eintauchendes Positionierungsele¬ ment vorgesehen, das einen exakten Bildstand des Laufbildfilmes vor dem Bildfenster sichert.

Eine derartige Vorrichtung findet zur Wiedergabe bzw. zur Bearbeitung von Laufbildfil¬ men in Filmprojektoren, Filmscannern und dergleichen Anwendung.

Zum Transport von Archivfilmen, beispielsweise von historischem, ggf. über 100 Jahre altem Filmmaterial, eignet sich eine gegebenenfalls vorhandene Perforationslochreihe nicht oder nur sehr eingeschränkt zum Filmtransport mittels einer Filmzahnrolle bzw. Zahntrommel, da aufgrund von Schrumpfungsprozessen, fehlenden oder beschädigten Perforationslöchern bzw. nicht mehr gängigen Perforationslochformen ein ordnungsge¬ mäßer Filmtransport nicht gewährleistet oder nur mit erheblichen Qualitätseinbußen bei der Wiedergabe bzw. beim Scannen des Laufbildfilmes möglich ist. Ein weiterer Grund für einen Verzicht auf eine Verwendung der üblichen Filmtransportvorrichtungen ist in der Notwendigkeit einer schonenden Behandlung des häufig unwiederbringlichen Filmmate¬ rials zu sehen. Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabenstellung zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Transport eines Laufbildfilmes entlang eines Filmtransportwe¬ ges anzugeben, die einen das Filmmaterial des Laufbildfilmes schonenden Filmtransport gewährleistet, dabei aber eine exakte Einhaltung der Filmtransportschritte und Positionie¬ rung der Filmbilder vor einem Bildfenster sicherstellt, unterschiedliche Filmtransportge¬ schwindigkeiten ermöglicht und eine einfache Handhabung gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des An- Spruchs 1 sowie eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst.

Die erfindungsgemäße Lösung gewährleistet einen das Filmmaterial eines Laufbildfilmes schonenden Filmtransport, eine exakte Einhaltung der Filmtransportschritte und Positio¬ nierung der Filmbilder vor einem Bildfenster sowie eine einfache Handhabung und er- möglicht unterschiedliche Filmtransportgeschwindigkeiten.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein Filmtransport mittels Reibschlus¬ ses zwischen einem geeigneten Filmtransportmittel und fortlaufenden Abschnitten des Laufbildfilmes eine schonende Behandlung des Filmmaterials ermöglicht und durch Ver- meidung jedweden Schlupfes zwischen dem intermittierend oder schrittweise bewegten Filmtransportmittel und dem zu transportierenden Laufbildfilm eine exakte Einhaltung der Filmtransportschritte und Positionierung des Laufbildfilmes vor einem Bildfenster gewähr¬ leistet sind. Da der Reibschluss zwischen dem Filmtransportmittel und dem Laufbildfilm an unterschiedlichen Bereichen des Laufbildfilmes erfolgen kann, ist gleichzeitig gewähr- leistet, dass Kontakte mit den Filmbildern vermieden werden, so dass insbesondere bei der Wiedergabe oder beim Scannen von Archivfilmen die Gefahr einer Beschädigung der Filmbildfläche des Laufbildfilmes minimal ist.

Vorzugsweise erfolgt der Filmtransport durch eine fortlaufende reibschlüssige Anlage des Filmtransportmittels an mindestens einer Seite des Laufbildfilmes, so dass kein in¬ termittierender Kontakt zwischen dem Filmtransportmittel und dem Laufbildfilm auftritt, was einerseits das Filmmaterial schont und andererseits das Auftreten unkontrollierter Bewegungen des Laufbildfilmes verhindert. Ein weiteres Merkmal zur schonenden Behandlung des Filmmaterials beim Filmtransport besteht in einer fortlaufenden, reibschlüssigen Anlage des Filmtransportmittels an der Schicht- und/oder Trägerseite des Laufbildfilmes.

Eine Beschädigung der Filmbilder beim Filmtransport kann dadurch ausgeschlossen werden, dass das Filmtransportmittel im Bereich der Seitenränder, insbesondere im Be¬ reich der Filmperforation(en) des Laufbildfilrnes, reibschlüssig anliegt.

Vorzugsweise wird der Reibschluss zwischen dem Filmtransportmittel und dem jeweili- gen, mit dem Filmtransportmittel reibschlüssig verbundenen Abschnitt des Laufbildfilmes dadurch gewährleistet, dass der Laufbildfilm zwischen dem Filmtransportmittel und einer den Laufbildfilm gegen das Filmtransportmittel andrückenden Anpresseinrichtung geführt wird, wobei insbesondere eine kreisbogenförmige, reibschlüssige Anlage des Laufbild¬ films am Filmtransportmittel vorgesehen ist.

Durch die Anordnung von jeweils ein Filmtransportmittel und eine Anpresseinrichtung enthaltenden, den Laufbildfilm transportierenden Vor- und Nachwickeleinrichtungen zu beiden Seiten eines Bildfensters wird gewährleistet, dass der Laufbildfilm in definierter Weise am Bildfenster vorbeibewegt wird, ohne dass das Abwickeln und Aufwickeln des Laufbildfilmes von einem Abwickelteller bzw. auf einen Aufwickelteller Einfluss auf den Bildstand am Bildfenster hat.

Zur Erleichterung der Handhabung beim Einlegen des Laufbildfilmes in die Filmtrans- portvorrichtung kann die Anpresseinrichtung relativ zum Filmtransportmittel zwischen einer Filmeinlegeposition und einer Filmtransportposition bewegt werden.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ist dadurch gekenn¬ zeichnet, dass der Laufbildfilm von einem Abwickelteller über mehrere erste Umlenkrol¬ len und eine erste, den intermittierenden Filmtransport der Vorwickeleinrichtung ausglei- chenden Ausgleichsrolle zur Vorwickeleinrichtung, am Bildfenster vorbei zur Nachwi¬ ckeleinrichtung sowie über mehrere zweite Umlenkrollen und eine den intermittierenden Filmtransport der Nachwickeleinrichtung ausgleichende zweite Ausgleichsrolle zu einem Aufwickelteller geführt wird. Durch die Anordnung mehrerer Umlenkrollen und jeweils einer Ausgleichsrolle zwischen dem Abwickelteller und der Vorwickeleinrichtung bzw. der Nachwickeleinrichtung und dem Aufwickelteller wird eine exakte Filmführung sowie die Einhaltung einer konstanten Zugspannung auf den Laufbildfilm gewährleistet, wodurch Reißeffekte, die zur Beschädi- gung des Laufbildfilmes führen könnten, sowie Geräuschbildungen vermieden werden.

Eine die Aufgabenstellung lösende Vorrichtung zum Transport eines Laufbildfilmes ent¬ lang eines Filmtransportweges ist durch mindestens ein im Filmtransportweg angeordne¬ tes, mit einer Antriebseinrichtung verbundenes Filmtransportmittel gekennzeichnet, das reibschlüssig an einem Abschnitt des Laufbildfilmes anliegt und diesen kontinuierlich oder intermittierend an einem Bildfenster vorbeibewegt.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Filmtransportvorrichtung ist da¬ durch gekennzeichnet, dass das Filmtransportmittel kontinuierlich und reibschlüssig an Abschnitten des Laufbildfilmes anliegt, wobei das Filmtransportmittel vorzugsweise mit einer Anpressrolle zusammenwirkt, zwischen der und dem Filmtransportmittel der Lauf¬ bildfilm kreisbogenförmig geführt ist und mit seiner Schicht- oder Trägerseite reibschlüs¬ sig am Filmtransportmittel anliegt.

Vorzugsweise enthält das Filmtransportmittel ein bandförmig ausgebildetes, insbesonde¬ re flexibles Zugmittel in Form beispielsweise eines Endlosriemens, eines Endlos- Zahnriemens, Endlos-Flachriemens oder eines Transportbandes, insbesondere eines profilierten Transportbandes.

Um Unebenheiten an der mit dem Laufbildfilm in Kontakt tretenden Oberfläche des Film¬ transportmittels und dadurch bedingte Beschädigungen des Laufbildfilmes auszuschlie¬ ßen, kann die reibschlüssig am Laufbildfilm anliegende Seite des Endlosriemens oder Transportbandes zusätzlich geschliffen bzw. beschichtet und geschliffen werden.

Zur besonders schonenden Behandlung des Laufbildfilmes kann die Anpressrolle mit einer glatten, vorzugsweise einer gummierten, am Laufbildfilm anliegende Zylinderfläche versehen werden.

Zur Erleichterung der Handhabung der Filmtransportvorrichtung beim Einlegen des Lauf- bildfilmes in die Filmtransportvorrichtung bzw. zum Entnehmen des Laufbildfilmes aus der Filmtransportvorrichtung ist die Anpressrolle senkrecht zum Filmtransportweg von einer den Laufbildfilm in reibschlüssige Anlage an das Filmtransportmittel bringenden Filmtransportposition in eine zum Filmtransportmittel beabstandete Einlegeposition be¬ weglich.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Endlosriemen oder das Transportband um zwei zueinander beabstandete Antriebsrollen und eine zwischen den Antriebsrollen an¬ geordnete, vorzugsweise angefederte Spannrolle gelegt. Durch diese Maßnahme wird eine definierte Spannung des Endlosriemens bzw. des Transportbandes gewährleistet.

Der Antrieb des Filmtransportmittels kann dadurch bewirkt werden, dass mindestens eine Antriebsrolle und/oder die Spannrolle mit einer Antriebseinrichtung direkt oder über ein Riemenvorgelege verbunden ist bzw. sind.

Zur intermittierenden Bewegung des Laufbildfilmes am Bildfenster vorbei und zum konti¬ nuierlichen Abwickeln des Laufbildfilmes von einem Abwickelteller sowie zum kontinuier¬ lichen Aufwickeln des Laufbildfilmes auf einen Aufwickelteller werden das Filmtransport¬ mittel und die Spannrolle zu einer Vorwickel- und Nachwickeleinrichtung zusammenge- fasst und zu beiden Seiten eines Bildfensters angeordnet im Filmtransportweg des Lauf- bildfilmes zwischen der Vorwickel- und der Nachwickeleinrichtung und den Laufbildfilm aufnehmenden Aufwickel- und Abwickeltellern mindestens eine Umlenkrolle und eine die Filmtransportbewegung der Vor- und Nachwickeleinrichtung ausgleichende, vorzugswei¬ se angefederte Ausgleichsrolle angeordnet, wobei die Ausgleichsrolle den intermittieren¬ den Filmtransport durch die Vor- und Nachwickeleinrichtung gegenüber dem kontinuierli- chen Abwickeln und Abwickeln des Laufbildfilmes von und auf die Wickelteller ausgleicht und einen im wesentlichen konstanten Filmzug gewährleistet.

Die erfindungsgemäße Filmtransportvorrichtung eignet sich insbesondere zur Verwen¬ dung in einem Filmprojektor oder einem Filmscanner.

Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels sollen der der Erfin¬ dung zugrundeliegende Gedanke und weitere Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigen: Fig. 1 - eine schematische Draufsicht auf einen Teil eines Laufbildfilmes und eines reibschlüssig mit dem Laufbildfilm verbundenen Filmtransportmittels mit einem Zahnriemen;

Fig. 2 - eine schematische Draufsicht auf eine Filmtransportvorrichtung für einen Film¬ scanner mit einer reibschlüssig am Laufbildfilm anliegenden, intermittierend oder kontinuierlich bewegten Vor- und Nachwickeleinrichtung und

Fig. 3 - eine schematische Draufsicht auf die Vor- und Nachwickeleinrichtung und das Bildfenster der Filmtransportvorrichtung gemäß Fig. 2 in einer Filmeinlegeposi¬ tion.

Die in Fig. 1 dargestellte schematische Draufsicht auf einen Lauf bildfilm 1 zeigt in einem Teil detailliert dargestellt die zu beiden Seiten von Filmbildern 10 angeordneten Perfora- tionslochreihen 11 , 12 des Laufbildfilmes 1. Diese üblicherweise zum Filmtransport ver¬ wendeten Perforationslochreihen 11 , 12 erweisen sich jedoch bei Archivfilmen wegen beschädigter oder fehlender Perforationslöcher, aufgrund von Schrumpfungsprozessen oder wegen nicht normgerechter Perforationslochformen als ungeeignet zum Filmtrans¬ port. Anstelle eines in die Perforationslochreihen eingreifenden, bzw. eintauchenden Filmtransportmittels wird ein Reibschluss zwischen einem Teil der Oberfläche entweder der Schicht- oder Trägerseite des Laufbildfilmes 1 und einem Filmtransportmittel 3, 3' hergestellt, das beispielsweise einen Zahnriemen 30, 30' enthält, dessen nicht gezahnter und insbesondere glatter Riemenrücken in reibschlüssige Anlage mit der Schicht- oder Trägerseite des Laufbildfilmes 1 gebracht wird.

Anstelle eines Zahnriemens 30, 30' kann ein beliebiges Transportband oder flexibles Zugmittel in Form eines Flachriemens, Stahlbandes oder dergleichen vorgesehen wer¬ den und den erforderlichen Reibschluss mit dem Laufbildfilm 1 herstellen. Zur Schonung des Filmmaterials kann die in Kontakt mit dem Laufbildfilm 1 tretende Seite des flexiblen Zugmittels zusätzlich geschliffen oder beschichtet und geschliffen werden. Alternativ können auch mehrere parallel geführte Riemen oder Transportbänder vorgesehen wer¬ den, deren in Kontakt mit dem Laufbildfilm 1 tretender Rücken ebenfalls geschliffen oder beschichtet und geschliffen werden kann. Die Herstellung des Reibschlusses zwischen dem Filmtransportmittel 3, 3' und dem Laufbildfilm 1 soll nachfolgend anhand der in Fig. 2 dargestellten Draufsicht auf eine Filmtransportvorrichtung für einen Filmscanner näher erläutert werden.

Da bei der in Fig. 2 dargestellten Filmtransportvorrichtung zu beiden Seiten eines Bild¬ fensters 13 im Filmtransportweg dieselben Bauteile verwendet werden, sind auch diesel¬ ben Bezugszeichen für übereinstimmende Bauteile vorgesehen, wobei sich die Bauteile im Transportweg von einer Nachwickeleinrichtung 5' zu einem Aufwickelteller 9 durch ein zusätzliches Apostroph von den Bezugsziffern der Bauteile im Filmtransportweg zwi- sehen einem Abwickelteller 8 und einer Vorwickeleinrichtung 5 befinden.

Der vor der Projektion, dem Scannen oder der Filmbearbeitung von dem Abwickelteller 8 aufgenommene Laufbildfilm 1 wird über eine erste Umlenkrolle 71 zu einer angefederten Ausgleichsrolle 6 und von dieser über zwei weitere Umlenkrollen 72, 73 zur Vorwickelein- richtung 5 geführt. Von der Vorwickeleinrichtung 5 gelangt der Lauf bildfilm 1 in einen zwischen dem Bildfenster 13 und einer Filmbühne 14 ausgebildeten Filmkanal. Der Film¬ bühne 14 ist eine Beleuchtungseinheit 15 zugeordnet, deren Lichtstrahlen die Filmbilder 10 des Laufbildfilmes 1 durchleuchten und mittels eines Objektivs 16 von einem Bildsen¬ sor 17 empfangen und zur Aufzeichnung auf elektronischem Wege abgetastet werden.

In Filmtransportrichtung hinter dem Bildfenster 13 und der Filmbühne 14 ist die Nachwi¬ ckeleinrichtung 5' angeordnet, der zwei Umlenkrollen 72', 73', eine angefederte Aus¬ gleichsrolle 6' sowie eine weitere Umlenkrolle 71' und der Aufwickelteller 9 zur Aufnahme des projizierten oder bearbeiteten Laufbildfilmes 1 nachgeordnet sind.

Die Vor- und Nachwickeleinrichtungen 5, 5' enthalten ein Filmtransportmittel 3, 3' mit einem als Endlosriemen ausgebildeten Zahnriemen 30, 30' sowie mit Antriebsrollen 31 , 32 bzw. 31 ', 32' und mit einer zwischen den Antriebsrollen 31 , 32; 31', 32' angeordneten, angefederten Spannrolle 33, 33'. Der Antrieb des Filmtransportmittels 3, 3' der Vor- und Nachwickeleinrichtung 5, 5' erfolgt in dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel über ein Riemenvorgelege mit einem die angefederte Spannrolle 33, 33' antreibenden Antriebsriemen 34. Alternativ kann ein Direktantrieb einer der beiden Antriebsrollen 31 , 32 bzw. 31 ', 32' oder der angefederten Spannrolle 33, 33' vorgesehen werden. Zur Erzeugung des für einen Reibschluss zwischen dem Filmtransportmittel 3, 3' und dem Laufbildfilm 1 erforderlichen Anpressdruckes ist jeweils eine Anpressrolle 4, 4' vor¬ gesehen, die sich zum Filmtransport an den Zahnriemen 30, 30' anlegt und dadurch eine kreisbogenförmige Umlenkung des Laufbildfilmes 1 mit einer definierten Anpresskraft des Zahnriemens 30, 30' an der Oberfläche des Laufbildfilmes 1 gewährleistet. Die An¬ pressrolle 4, 4' weist eine glatte oder gummierte zylindrische Oberfläche auf, die entwe¬ der an der Schichtseite oder an der Trägerseite des Laufbildfilmes 1 anliegt, während der Zahnriemen 30, 30' dementsprechend an der Trägerseite oder an der Schichtseite des Laufbildfilmes anliegt, insbesondere an deren Ränder gemäß Fig. 1.

Alternativ können auch mehrere Anpressrollen 4, 4' vorgesehen werden, die einen ent¬ sprechenden, definierten Anpressdruck zur Herstellung eines ausreichenden Reib¬ schlusses zwischen dem Filmtransportmittel 3, 3' und dem Laufbildfilm 1 erzeugen.

Die im Filmtransportweg zwischen dem Abwickelteller 8 und der Vorwickeleinrichtung 5 bzw. zwischen der Nachwickeleinrichtung 5' und dem Aufwickelteller 9 vorgesehene, angefederte Ausgleichsrolle 6, 6' ist senkrecht zur Filmtransportbahn beweglich, was in Fig. 2 durch die strichpunktierten Linien angedeutet ist. Die angefederten Ausgleichsrol¬ len 6, 6' bewirken einerseits einen Bewegungsaugleich zwischen dem intermittierenden Filmtransport der Vor- und Nachwickeleinrichtung 5, 5' und der kontinuierlichen Abwick¬ lung des Laufbildfilmes 1 vom Abwickelteller 8 bzw. dem kontinuierlichen Aufwickeln des Laufbildfilmes 1 auf den Aufwickelteller 9 und andererseits die Erzeugung eines konstan¬ ten Abwickel- oder Aufwickelzuges, so dass eine im Wesentlichen konstante Zugspan¬ nung auf den Laufbildfilm 1 ausgeübt wird.

Durch die kontinuierliche Anlage des Zahnriemens 30, 30' des Filmtransportmittels 3, 3' am Laufbildfilm 1 wird beim reibschlüssigen Filmtransport ein intermittierender Kontakt zwischen dem Filmtransportmittel 3, 3' und dem Laufbildfilm 1 zur Ausführung des inter¬ mittierenden Filmtransports vermieden und damit eine schonenden Behandlung des Filmmaterials sichergestellt.

Fig. 3 zeigt einen Teil der als Filmscanner ausgebildeten Filmtransportvorrichtung 2 ge¬ mäß Fig. 2 in einer Filmeinlegeposition der Vor- und Nachwickeleinrichtung 5, 5' sowie des Bildfensters 13, in der in diesen Bereichen die Filmbahn zum Erleichtern des Einle- gens des Laufbildfilmes bzw. zum Erleichtern des Herausnehmens des Laufbildfilmes 1 geöffnet sind.

Zum Öffnen der Filmbahn werden die Anpressrollen 4, 4' der Vor- und Nachwickelein- richtung 5, 5' aus der in strichpunktierten Linien dargestellten Position während des Film¬ transportes in die in ausgezogenen Linien dargestellte Filmeinlege- und Filmentnahme¬ position zurückgefahren. In gleicher Weise wird das Bildfenster 13 aus der in Fig. 2 dar¬ gestellten Position während des Filmtransportes und Belichtung des Laufbildfilmes 1 in die in Fig. 3 dargestellte Position verlagert, so dass insgesamt der Laufbildfilm 1 prob- lemlos in den Filmtransportweg eingelegt werden kann und damit ein Einfädeln des Laufbildfilmes 1 nicht erforderlich ist. Bezugszeichenliste

1 Laufbildfilm 2 Filmtransportvorrichtung (Scanner) 3, 3' Filmtransportmittel 4, 4' Anpressrolle 5 Vorwickeleinrichtung 5' Nachwickeleinrichtung 6, 6' angefederte Ausgleichsrolle 10 Filmbilder 11 , 12 Perforationslochreihen 13 Bildfenster 14 Filmbühne 15 Beleuchtungseinheit 16 Objektiv 17 Bildsensor 30, 30' Zahnriemen 31, 32, 31', 32' Antriebsrollen 33, 33' Angefederte Spannrolle 34, 34' Antriebsriemen 71, 72, 73, Umlenkrollen 71', 72', 73'