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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR TRANSPORTING AND OUTPUTTING BAKED GOODS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/025538
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for transporting baked goods (12, 13, 14) in a device (1) arranged downstream of a continuous baking oven (40), wherein the device (1) has a housing (2) for installing in a grocery supermarket or at another point of sale and wherein the housing (2) has a front wall (3) facing a sales space. The method according to the invention is characterized in that the method comprises the following steps: at least one baked good (12, 13, 14), preferably exactly one baked good, of at least one baked good type, is moved by means of a feeding apparatus (15; 18) accommodated in the housing (1) from a region (21) that cannot be seen from the customer side to a presentation window (25; 25a) that can be seen from the customer side; the at least one baked good (12, 13, 14) is presented toward the customer side for the purpose of observation by a customer in the at least one presentation window (25; 25a); and after a request by a customer by means of an input means (31) on the device (1), said baked good or at least one of said baked goods (12, 13, 14) is transported off by means of a removal apparatus (16; 17) into a region (21, 22) that cannot be seen from the customer side and finally output at an output point (35), from which the customer can remove the baked good (12, 13, 14).

Inventors:
WEISS, Reinald (Karl-Philipp-Strasse 23, Schopfloch, 91626, DE)
Application Number:
EP2016/068967
Publication Date:
February 16, 2017
Filing Date:
August 09, 2016
Export Citation:
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Assignee:
R. WEISS VERPACKUNGSTECHNIK GMBH & CO. KG (Zur Fluegelau 28, Crailsheim, 74564, DE)
International Classes:
G07F17/00; A21B3/00; G07F11/26; G07F11/58
Foreign References:
DE102005012821B42009-01-15
US4687119A1987-08-18
US3243034A1966-03-29
DE1474748A11969-05-29
EP1617385A22006-01-18
Attorney, Agent or Firm:
SCHLIEF, Thomas (Friedrich-Ebert-Strasse 84, Ingolstadt, 85055, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1 . Verfahren zum Transportieren von Backwaren (12, 13, 14) in einer einem Durchlaufbackofen (40) nachgeschalteten Vorrichtung (1 ), wobei die Vorrichtung (1 ) ein Gehäuse (2) zum Aufstellen in einem Lebensmittelsupermarkt oder an einer sonstigen Verkaufsstelle aufweist und wobei das Gehäuse (2) eine einem Verkaufsraum zugewandte Vorderwand (3) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

- mindestens eine Backware (12, 13, 14), vorzugsweise jeweils genau eine Backware mindestens einer Backwarensorte, wird mit einer in dem Gehäuse (1 ) untergebrachten Zufördereinrichtung (15; 18) aus einem von der Kundenseite nicht-einsehbaren Bereich (21 ) zu einem von der Kundenseite einsehbaren Präsentationsfenster (25; 25a) gefahren,

- die mindestens eine Backware (12, 13, 14) wird zur Kundenseite hin zwecks Betrachtung durch einen Kunden in dem mindestens einen Präsentationsfenster (25; 25a) präsentiert, und

- diese Backware oder mindestens eine dieser Backwaren (12, 13, 14) wird nach Anforderung seitens eines Kunden über Eingabemittel (31 ) an der Vorrichtung (1 ) mittels einer Abfördereinrichtung (16; 17) in einen von der Kundenseite nicht-einsehbaren Bereich (21 ; 22) abtransportiert und schließlich an einer Ausgabestelle (35) ausgegeben, aus welcher der Kunde die Backware (12, 13, 14) entnehmen kann.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mindestens jeweils eine, vorzugsweise jeweils genau eine, Backware von mehreren Backwarensorten (12,13, 14) in mindestens einem Präsentationsfenster (25; 25a) präsentiert und nach Anforderung durch einen Kunden über Eingabemittel (31 ) an der Vorrichtung (1 ) ausgegeben wird.

3. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine bestimmte Backware (12, 13, 14) unter mehreren, in einem oder mehreren Präsentationsfenstern (25; 25a) präsentierten gleichen Backwaren nach Anforderung durch einen Kunden über Eingabemittel (31 ) an der Vorrichtung (1 ) ausgegeben wird.

4. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine bestimmte Backware (12, 13, 14) einer bestimmten Backwarensorte hinter das mindestens eine Präsentationsfenster (25; 25a) gefahren wird, wenn ein Kunde eine entsprechende Auswahl über Eingabemittel (31 ) an der Vorrichtung (1 ) tätigt.

5. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Backware (12, 13, 14) automatisch zum mindestens einen Präsentationsfenster (25; 25a) nachgefördert wird, wenn eine vorher dort präsentierte Backware (12, 13, 14) aufgrund einer vorherigen Kundenanforderung ausgegeben wurde.

6. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Backwaren (12, 13, 14) ohne Kundenanforderung zu vorgegebenen Zeiten oder zu ungeregelten Zeiten hinter das Präsentationsfenster (25; 25a) gefahren werden.

7. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Backwaren (12, 13, 14) hinter und entlang der Vorderwand (3) des Gehäuses (1 ) zu dem mindestens einen Präsentationsfenster (25) gefahren werden.

8. System mit einem Durchlaufbackofen (40) und einer nachgeschalteten Vorrichtung (1 ) zum Fördern und Abgeben von Backwaren (12, 13, 14) für einen Lebensmittelsupermarkt oder eine sonstige Verkaufsstelle, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, mit:

- einem Durchlaufbackofen (40),

- einer dem Durchlaufbackofen (40) nachgeschalteten Vorrichtung, welche mit dem Durchlaufbackofen (40) über Fördereinrichtungen verbunden ist, die Backwaren (12, 13, 14) vom Durchlaufbackofen (40) zu der Vorrichtung (1 ) transportieren, wobei die Vorrichtung (1 ) aufweist:

- ein Gehäuse (2) mit einer einem Verkaufsraum zuzuwendenden Vorderwand (3);

- mindestens eine in dem Gehäuse (2) untergebrachte Zuförderein- richtung (15; 18), mittels der Backwaren (12, 13, 14) förderbar sind,

- eine in dem Gehäuse (2) untergebrachte Abfördereinrichtung (16), welche die Backwaren (12, 13, 14) abfördert,

- eine Ausgabestelle (35) in oder an dem Gehäuse (2), zu welcher die Backwaren (12, 13, 14) zur Ausgabe und Entnahme befördert werden, und

- Eingabemittel (31 ) an der Vorrichtung (1 ) zum Anfordern von Backwaren (12, 13, 14) zu deren Ausgabe an der Ausgabestelle (35), gekennzeichnet durch ein mindestens ein außerhalb des Gehäuses

(2) durchsichtiges Präsentationsfenster (25; 25a) in der Vorderwand

(3) des Gehäuses (2) für ein oder mehrere Backwaren (12, 13, 14), wobei die mindestens eine Zufördereinrichtung (15; 18) Backwaren (12, 13, 14) aus einem nicht-einsehbaren Bereich (21 ) zu einer Präsentationsstelle (24) hinter dem mindestens einen Präsentationsfenster (25; 25a) hinzuführen und die Abfördereinrichtung (16; 17) Backwaren (12, 13, 14) von der Präsentationsstelle (24; 24a) in einen nichteinsehbaren Bereich (21 ; 22) wegzuführen vermag, wobei das mindestens eine Präsentationsfenster (25; 25a) zum, mittels einer elekt- ronischen Steuereinheit gesteuerten, Präsentieren der mindestens einen Backware (12, 13, 14) ausgebildet ist, und die Eingabemittel (31 ) zum Anfordern der Ausgabe mindestens einer der präsentierten Backwaren (12, 13, 14) ausgebildet sind.

9. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Spiegel (19) hinter, unter und/oder über der Präsentationsstelle (24; 24a) vorgesehen und derart ausgebildet und angeordnet ist, dass die mindestens eine präsentierte Backware (12, 13, 14) von ihrer Hinter-, Unter- und/oder Oberseite vom Kunden betrachtbar ist.

10. System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Präsentationsfenster (25; 25a) zur Präsentation von jeweils genau einer Backware von mehreren Backwarensorten (12,13, 14) ausgebildet ist.

1 1 . System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zufördereinrichtun- gen (15) übereinander in dem Gehäuse (2) angeordnet sind, wobei zumindest einige der Zufördereinrichtungen (15) zu einer jeweiligen Präsentationsstelle (24) führen und wobei das mindestens eine Präsentationsfenster (25) mindestens zwei dieser übereinander liegenden Präsentationsstellen (24) erfasst.

12. System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, gekennzeichnet durch Eingabemittel (31 ) zum Auswählen von in dem mindestens einen Präsentationsfenster (25; 25a) zu präsentierenden Backwaren (12, 13, 14) seitens eines Kunden.

13. System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zuför- dereinrichtung (15) hinter und entlang der Vorderwand (3) des Gehäuses (2) zu dem mindestens einen Präsentationsfenster (25) führt.

14. System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufördereinrichtung (15) und die Abfördereinrichtung (16) identisch sind.

15. System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufördereinrichtung (15) einen Linearförderer, beispielsweise in Form eines Förderbandes oder einer Förderkette, oder einen Schieber (18) umfasst.

16. System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfördereinrichtung (16; 17) einen Linearförderer, einen Aufzug und/oder eine Klappe umfasst.

17. System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) als Speichervorrichtung zum Vorhalten von einer Vielzahl von Backwaren (12, 13, 14) ausgebildet ist, welche vorzugsweise auf Trägern (10) in dem Gehäuse (2) umlaufen oder in stationären, übereinander angeordneten Fächern lagern.

18. System nach mindestens einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (50) zur Ausführung mindestens einer der in den Verfahrensansprüchen genannten Verfahrensschritte ausgebildet und eingerichtet ist.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Transportieren und Ausgeben

von Backwaren

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Transportieren und Ausgeben von Backwaren aus einer Vorrichtung, der ein Durchlaufbackofen vorgeschaltet ist, von dem gebackene Backwaren zu dieser Vorrichtung gefördert werden. Die Erfindung betrifft gleichfalls eine solche Vorrichtung.

Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise aus der EP 1 617 385 A1 bekannt. Hierbei wählt ein Kunde aus einer Mehrzahl von unterschiedlichen Backprodukten mittels Taster ein bestimmtes Produkt aus, welches dann in ein Ausgabefach ausgegeben wird. In der Vorrichtung werden hierbei mehrere Produkte jeweils unterschiedlicher Art vorgehalten, die in einem vorgeschalteten Backofen zuvor gebacken bzw. ausgebacken wurden. Der Transport der Backwaren vom Backofen zur die Backwaren vor Kundenauswahl speichernden Vorrichtung erfolgt automatisch ohne einen Eingriff seitens einer Bedienperson.

Nachteilig bei dem bekannten Verfahren und der bekannten Vorrichtung ist, dass der Kunde im Wesentlichen kaum Informationen über die von ihm auszuwählenden Backwaren erhält.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein kundenfreundlicheres und attraktiveres Verfahren bzw. eine entsprechende Vorrichtung mit einem größeren Informationsgehalt zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.

Die Vorteile der vorliegenden Erfindung liegen insbesondere darin, dass dem Kunden vor einer Ausgabe der Backwaren diese visuell und real in mindes- tens einem durchsichtigen Präsentationsfenster präsentiert werden. Hierbei werden dem Kunden genau die Backwaren gezeigt, die er sich dann ausgeben lassen kann. Er kann also unmittelbar einen Eindruck erhalten, wie die speziell auswählbare Backware aussieht, die er erwerben kann oder erwerben wird. Somit werden einerseits die Attraktivität und andererseits die Entscheidungsmöglichkeiten auf Kundenseite erhöht. Die Kaufentscheidung ist somit viel unmittelbarer und auch persönlicher, da der Kunde genau die Backware präsentiert bekommt, die er sich ausgeben lassen kann.

Besonders bevorzugt wird jeweils genau eine Backware von einer oder mehreren Backwarensorten präsentiert. Werden beispielsweise mehrere Backwarensorten in der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgehalten, wird besonders bevorzugt genau jeweils eine Backware von diesen Backwarensorten gezeigt, wobei diese gezeigten Backwaren insbesondere in einem großen oder in einem unterteilten Präsentationsfenster oder in separaten Präsentationsfenstern präsentiert werden, vorzugsweise übereinander. Das Angebot wird dem Kunden somit übersichtlich vor Augen geführt, so dass dieser einen schnellen Überblick über das ihm zur Verfügung stehende Angebot gewinnt und genau die ihm präsentierte Backware einer bestimmten Backwarensorte zur Ausgabe anwählen kann.

Alternativ oder zusätzlich wird gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante dem Kunden - durch Eingabe über an der Vorrichtung vorgesehene Eingabemittel, beispielsweise über einen berührungssensitiven Bildschirm oder mittels Drucktaster - die Möglichkeit gegeben, eine bestimmte Backware von mehreren gleichen, ihm präsentierten Backwaren einer bestimmten Backwarensorte auszuwählen.

Es ist zudem vorteilhaft, wenn vom Kunden eine Backware einer bestimmten Backwarensorte über Eingabemittel der besagten Art auswählbar ist, um eine solche Backware zunächst hinter das mindestens eine Präsentationsfenster zu fahren und dort dem Kunden zu zeigen. Es bietet sich dann an, dem Kun- den die Möglichkeit zu geben, genau diese Backware durch eine entsprechende Auswahl, vorzugsweise mit Hilfe derselben Eingabemittel, zu erwerben. Auch eine Ablehnung mit ggf. einer erneuten Anfrage zur Präsentation einer weiteren Backware gleicher Art ist vorteilhaft.

Eine entsprechende Weiterbildung sieht vor, dass mehrere Backwaren vorzugsweise einer Backwarensorte auf Anforderung seitens des Kunden sichtbar hinter das Präsentationsfenster gefahren werden und dass dann der Kunde mindestens eines dieser Backwaren auswählen kann, welches dann zur Ausgabestelle gefördert wird.

Gemäß einer - einfacheren - Alternative ist es bevorzugt, wenn eine einzelne Backware, deren Backwarensorte vorher zur Präsentation ausgewählt worden war, nach dem Präsentieren hinter dem Präsentationsfenster automatisch zu einer Ausgabestelle in oder an dem Gehäuse befördert wird und dort vom Kunden entnehmbar ist. In diesem Fall erhält der Kunde nicht die Möglichkeit einer Kaufablehnung nach Präsentation. Bei dieser Ausführung umfasst der Anforderungsbefehl zur Ausgabe der Backware auch die Anforderung zur vorausgehenden Präsentation.

Während der Präsentation im Präsentationsfenster kann die Backware still stehen oder mit gegenüber der Zufördergeschwindigkeit geringerer Geschwindigkeit transportiert werden (auch in changierender Richtung) oder sogar um die eigene Achse gedreht werden.

Vorteilhafterweise kann mindestens ein Spiegel hinter, unter und/oder über der im Präsentationsfenster gezeigten Backware, d.h. hinter, unter und/oder über der Präsentationsstelle angeordnet sein, damit der Kunde auch die Hinter-, Unter- und/oder Oberseite der Backware(n) betrachten kann.

Besonders bevorzugt und einer schnellen und dennoch informativen Präsentation und Backwarenausgabe dienlich ist es, wenn mindestens eine Back- wäre automatisch zu dem mindestens einen Präsentationsfenster nachgefördert wird, wenn eine vorher dort präsentierte Backware aufgrund einer vorherigen Kundenanforderung ausgegeben wurde. Es ist also stets mindestens eine Backware in dem mindestens einen Präsentationsfenster präsent.

Bei einer vorteilhaften Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens werden auch ohne Kundenanforderung Backwaren zu vorgegebenen Zeiten oder zu ungeregelten Zeiten hinter das Präsentationsfenster gefahren. Eine solche Bewegung kann die Aufmerksamkeit der Kunden in der Umgebung der Vorrichtung erregen und somit zum Verkaufserfolg beitragen.

Besonders bevorzugt werden Backwaren hinter und entlang der Vorderwand des Gehäuses zu dem mindestens einen Präsentationsfenster gefahren. Diese Ausgestaltung nimmt wenig Raum ein, was einer entsprechend geringen benötigten Stellfläche in einem Supermarkt entgegen kommt.

Vorteilhafterweise sind mehrere, parallel zueinander verlaufende und vorzugsweise hinter und entlang der Vorderwand des Gehäuses verlaufende Zufördereinrichtungen übereinander in dem Gehäuse angeordnet, wobei zumindest einige der Zufördereinrichtungen zu einer jeweiligen Präsentationsstelle führen und wobei das mindestens eine erfindungsgemäße Präsentationsfenster mindestens zwei dieser übereinander liegenden Präsentationsstellen erfasst. Auf diese Weise können mehrere, auch ggf. unterschiedliche, Backwaren gleichzeitig oder nacheinander in verschiedenen Ebenen betrachtet werden. Das mindestens eine Präsentationsfenster kann mittels Sprossen unterteilt sein, wobei jedes Teilfenster vorteilhafterweise zur Präsentation einer Backware Verwendung findet. Alternativ können auch mehrere räumlich getrennte, vorzugsweise übereinander angeordnete Präsentationsfenster in der Vorderwand des Gehäuses vorgesehen sein.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet den Vorteil, dass dem Kunden ein Backwaren-Endprodukt vor Augen geführt und ihm somit die Kaufentschei- dung erleichtert wird, da sich der Kunde visuell von der Qualität und auch der Größe des Produkts selbst überzeugen kann - und zwar bevor das Produkt in einen Ausgabeschacht o. ä. fällt oder rutscht. Die Präsentationsfahrten der Backwaren auf der Zufördereinrichtung und der Abfördereinrichtung werden hierbei durch eine Steuereinheit gesteuert, welche auch die Ausgabebefehle und ggf. vorangehende Präsentationsbefehle verarbeitet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Zufördereinrichtung und die Abfördereinrichtung identisch. Bei dieser Ausführungsform gibt es verschiedene Untervarianten. Beispielsweise kann das Präsentationsfenster auf einem Teil der Förderstrecke vorgesehen sein, wobei eine Backware dann auf der Zu- und Abfördereinrichtung aus dem nicht-einsehbaren Bereich hinter das Präsentationsfenster angefördert wird, dort verbleibt und insbesondere nach Kundenanforderung weiter auf der Zu- und Abfördereinrichtung abtransportiert wird. Es findet also hierbei keine Übergabe von einer Zuliefer- zu einer Abliefereinrichtung statt.

Die Zufördereinrichtung ist vorzugsweise als Linearförderer, beispielsweise in Form eines Förderbandes oder einer Förderkette, ausgebildet. Die Förderrichtung ist vorzugsweise horizontal, kann aber auch gemäß einer Alternative vertikal verlaufen. Anstelle eines Förderbandes kann auch ein Schieber eingesetzt werden, der Backwaren in das mindestens eine Präsentationsfenster schiebt, hierbei vorzugsweise auf die Vorderwand des Gehäuses zu. Diese Ausgestaltung bietet sich insbesondere bei länglichen Backwaren wie beispielsweise Baguettes an.

Die Abfördereinrichtung umfasst vorteilhafterweise einen Linearförderer, einen Aufzug und/oder eine Klappeneinrichtung mit Abförderung nach unten.

Die Zufördereinrichtung und die Abfördereinrichtung sind gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform derart ausgebildet und eingerichtet, dass die Zu- förderrichtung und die Abförderrichtung identisch, gegenläufig oder senkrecht zueinander verlaufen. Den jeweiligen baulichen Gegebenheiten kann hierdurch Rechnung getragen werden.

Die Vorrichtung ist vorteilhafterweise als Speichervorrichtung zum Vorhalten von einer Vielzahl von Backwaren ausgebildet, welche vorzugsweise auf Trägern aufliegend in dem Gehäuse umlaufen. Von solchen Trägern können dann die Backwaren auf die Zufordereinrichtung überführt und zum Präsentationsfenster gefahren werden. Auch eine direkte Förderung von den Trägern vor das mindestens eine Präsentationsfenster ist möglich.

Gemäß einer Alternative sind Regalfächer zur Vorhaltung von Backwaren in der Speichervorrichtung vorgesehen, in denen die Fördermittel, beispielsweise in Form von horizontal umlaufenden Förderbändern, integriert sein können. Ein Aufzug kann beispielsweise Transferfunktionen von diesen Regalfächern in Richtung auf das mindestens eine Präsentationsfenster übernehmen. Auch kann der Backwarentransport mittels Schiebern von den Trägern bzw. Regalfächern realisiert werden.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung verlaufen die Zufordereinrichtung und somit die Zuforderrichtung entlang der Vorderwand des Gehäuses. Da die Bautiefe der Vorrichtung vorteilhafterweise gering ist und dennoch vorzugsweise eine Mehrzahl von Backwaren in der Vorrichtung bevorratet sein soll, ist eine solche Transportrichtung vorteilhaft. Dies ist insbesondere auch dann der Fall, wenn das Präsentationsfenster auf dem Weg der Backwaren von den Speicherbereichen der Vorrichtung zur Ausgabestelle liegt.

Besonders bevorzugt ist die Steuereinrichtung zur Ausführung mindestens einer der in den Verfahrensansprüchen genannten Verfahrensschritte ausgebildet und eingerichtet. Das mindestens eine Präsentationsfenster ist bevorzugt als Plexiglasscheibe ausgebildet. Es ist hierbei zweckmäßig, wenn es in einen Ausschnitt der Vorderwand des Gehäuses eingesetzt ist, wobei diese Vorderwand vorzugsweise aus einem opaken Kunststoff besteht und ggf. mit einer Beschichtung und/oder einer Folie beklebt ist.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Vorderansicht einer Backwarenförder- und Abgabevorrichtung gemäß der Erfindung, und

Figur 2 eine schematische Draufsicht auf das erfindungsgemäße System mit einem angedeuteten Durchlaufbackofen und einer nachgeschalteten Vorrichtung zum Fördern und Abgeben von Backwaren (mit abgenommener Abdeckung).

In den Fig. 1 und 2 ist ein System mit einem Durchlaufbackofen 40 (nur in der Fig. 2 abschnittsweise angedeutet) sowie eine Vorrichtung 1 zum Fördern und Abgeben von Backwaren dargestellt, wobei die Vorrichtung 1 ein Gehäuse 2 aus undurchsichtigen Wänden aufweist. Hierbei besitzt das Gehäuse 2 eine Vorderwand 3, eine rechte Seitenwand 4 (gesehen von der Vorderwand 3), eine linke Seitenwand 5, eine Rückwand 6 und eine Abdeckung 7. In dem Gehäuse 2 angeordnete und nicht von der Vorderseite des Gehäuses 2 her sichtbare Teile (von einer Person, die vor der Vorderwand 3 steht) sind gestrichelt dargestellt. Innerhalb des Gehäuses 2 laufen Träger 10 (s. Fig. 2) im Wesentlichen in Vertikalrichtung um, die jeweils an ihren Stirnseiten mit Endlosketten 1 1 oder anderen Endlosförderern gekoppelt sind, deren Umlaufrichtung vorzugsweise umgedreht werden kann (s. Doppelpfeile; der besseren Übersichtlichkeit halber ist in der Fig. 1 nur eine Endloskette 1 1 gezeigt, in der Fig. 2 hingegen beide).

Auf den Trägern 10 können unterschiedliche Backwaren 12, 13, 14 platziert werden, die von einem davor geschalteten Durchlaufbackofen 40 (in Fig. 2 nur ausschnittsweise dargestellt) über ein Förderband 41 in Förderrichtung 42 automatisch angeliefert werden, wobei beispielsweise nicht dargestellte Schieber den Transfer vom Förderband 41 auf die Träger 10 realisieren. Die Erfindung bezieht sich auf ein System, das sowohl den Durchlaufbackofen 40 als auch die Vorrichtung 1 zum Fördern und Abgeben von Backwaren um- fasst. In der Fig. 2 liegen auf dem zum Durchlaufbackofen 40 gerichteten obersten Träger 10 - vorzugsweise sind eine Vielzahl von umlaufenden Trägern 10 vorhanden - nebeneinander vier Brote 14 auf, während sich auf dem zur Vorderwand 3 gerichteten obersten Träger 10 drei Brötchen 13 befinden; die drei rechts daneben befindlichen Brötchen 13 wurden schon in Richtung auf die Vorderwand 3 auf eine Zufördereinrichtung 15 geschoben (s. unten). Die unter diesen Trägern 10 vorhandenen Träger sind in dieser Draufsicht nicht zu sehen.

Die Vorrichtung 1 dient als Vorratsspeicher, aus welchem bei Kundenabruf die gewünschte Backwarensorte in der gewünschten Anzahl ausgebbar ist.

Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel beispielhaft zwei Zufördereinrichtungen 15 in Form von horizontal übereinander angeordneten und endlos umlaufenden Förderbändern vorhanden. Wenn ein Träger 10 mit Brötchen 13 oder Broten 14 auf Höhe einer dieser Zufördereinrichtungen 15 - gesteuert durch eine Steuereinrichtung 50 - zum Stehen gebracht wird, können mittels nebeneinander angeordneter Horizontalschieber 18 (s. Fig. 2), ebenfalls gesteuert von der Steuereinrichtung 50, die Backwaren 13, 14 von dem entsprechenden Träger 10 auf diese Zufördereinrichtung 15 geschoben werden. In der Fig. 2 hat der rechte Schieber 18 schon drei Brötchen 13 auf die Zufördereinrichtung 15 geschoben. Bei dieser Ausführungsform sind demnach mehrere (beispielhaft zwei), parallel zueinander verlaufende Zufördereinrichtungen 15 übereinander vorgesehen, die jeweils mit Hilfe von Schiebern 18 mit Backwaren 13, 14 beschickt werden, die auf den Trägern 10 (oder anderen Lager- und Transporteinrichtungen) lagern.

Auf einem Teilstück des Förderwegs dieser Zufördereinrichtungen 15 ist ein vorliegend im Wesentlichen rechteckiges Präsentationsfenster 25 aus vorzugsweise Plexiglas in der Vorderwand 3 des Gehäuses 2 angeordnet, hinter welches die Zufördereinrichtungen 15 eine oder mehrere Backwaren 13, 14 fahren kann, so dass diese Backware 13, 14 auf einer Präsentationsstelle 24 von der Vorderseite der Vorrichtung 1 her durch das Präsentationsfenster 25 betrachtet werden kann. Um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, sich die präsentierte Backware 13, 14 genauer und insbesondere von mehreren Seiten anzuschauen, ist ein - ggf. geneigter - Spiegel 19 hinter der Backware 13, 14 vorgesehen, mit dem deren Rückseite und ein Teil von deren Oberseite betrachtet werden kann. Weitere Spiegel (z.B. auf der Unterseite der Backware 13, 14 angeordnet) sind vorsehbar. Der Kunde kann sich somit die von ihm auszuwählende Backware 13, 14 genau ansehen, was Vertrauen schafft und ihm die Kaufentscheidung wesentlich erleichtert.

Das Präsentationsfenster 25 ist vorliegend höher als breiter ausgebildet und derart ausgeführt, dass stets nur eine einzige Backware jeweils einer Sorte, nämlich nur ein Brötchen 13 und darüber oder darunter (Fig. 2) ein Brot 14, auf der jeweiligen Ebene im Präsentationsfenster 25 von der Vorderseite des Gehäuses 2 aus sichtbar ist. Rechts und links vom Präsentationsfenster 25 befinden sich jeweils von der Vorderseite der Vorrichtung 1 nicht einsehbare Bereiche 21 bzw. 22. Das Präsentationsfenster kann beispielsweise 20 cm bis 50 cm breit und 20 cm bis 100 cm hoch sein. Vorliegend weist das Präsentationsfenster 25 eine Größe auf, die es erlaubt, zumindest und vorzugsweise genau ein Brötchen 13 und ein Brot 14 in voller Größe zu betrachten. Es ist möglich, dass das Präsentationsfenster 25 in kleinere Segmente unterteilt ist, so dass beispielsweise die Fördereinrichtungen 15 und andere in dem Gehäuse 2 untergebrachte technische Elemente in dem Präsentationsfenster 25 kaum zu sehen sind, sondern im Wesentlichen nur die jeweilige Backware 13, 14.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel können auch zu einer Präsentationsstelle 24a geförderte Baguettes 12 in einem Präsentationsfenster 25a begutachtet werden, das unterhalb des Präsentationsfensters 25 angeordnet ist. Hierbei sind die zuvor beschriebene Zufordereinrichtungen 15 nicht geeignet, da ein seitlicher Abtransport (nach rechts in der Fig. 1 ) nicht in Frage kommt. Für Baguettes 12 bietet es sich eher an, eine eigene Zufördereinrichtung einzusetzen. Hierzu können insbesondere Schieber und besonders bevorzugt die Schieber 18 (auf der geeigneten Höhe angeordnet) verwendet werden, welche die Baguettes 12 von den Trägern 10 in Richtung auf die Vorderwand 3 auf eine Präsentationsstelle 24a hinter einem eigenen Präsentationsfenster 25a schieben (s. Fig. 1 ).

In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann das Präsentationsfenster 25a auch mit dem beschriebenen Präsentationsfenster 25 ein entsprechend großes gemeinsames Präsentationsfenster bilden.

Das Vorfahren einer Backware 12, 13, 14 vom nicht einsehbaren Bereich 21 hinter das Präsentationsfenster 25 bzw. 25a erfolgt vorzugsweise mittels Auswahl eines Kunden über an der Vorrichtung 1 angeordnete Eingabemittel. Diese sind vorliegend als Drucktaster 31 ausgebildet, die in einem Auswahlpanel 30 gruppiert sind. Diesen Drucktaster 31 sind vorzugsweise Bilder der unterschiedlichen Backwaren zugeordnet, so dass die Zuordnung seitens des Kunden leicht fällt. Tritt der Kunde an die Vorrichtung 1 heran, liegt vorzugsweise schon ein Brötchen 12, ein Brot 14 und mindestens ein Baguette 12 in dem jeweiligen Präsentationsfenster 25 bzw. 25a. Durch entsprechende Auswahl von beispielsweise einem Brötchen 13 mittels der Eingabemittel 31 wird beispiels- weis das im Präsentationsfenster 25 sichtbare Brötchen 13 über die Abför- dereinrichtung 16 in den nicht einsehbaren Bereich 22 abgefördert. Die Zu- fördereinrichtung 15 und die Abfördereinrichtung 16 sind vorliegend identisch, ebenso wie die Zuförderrichtung 15a und die Abförderrichtung 16a. Die Zu- und Abfördereinrichtung 15, 16 übergibt das Brötchen 13 an eine Rutsche 33, auf der es zu einer Ausgabestelle 35, hier ausgebildet als Fach, gleitet und dort vom Kunden entnommen werden kann.

Zur Ausgabe einer der beiden in dem Präsentationsfenster 25a gezeigten Baguettes 12 (die von unterschiedlicher Sorte sein können und bevorzugt sind) sind unterhalb der Präsentationsstellen 24a in der Länge zweigeteilte Klappen, die als Abfördereinrichtung 17 dienen, angeordnet. Jede Klappe ist hierbei für die Abförderung eines Baguettes 12 zuständig. Auf Anforderung eines Kunden (dem über die Eingabemittel die Möglichkeit gegeben werden kann, welches von beiden Baguettes 12 er der Vorrichtung entnehmen möchte), öffnet sich die jeweilige Klappe nach unten, woraufhin das entsprechende Baguette 12 nach unten in Förderrichtung 17a durch freien Fall in die Ausgabestelle 35 ausgegeben wird.

Die Endlosketten 1 1 , die Zuliefereinrichtungen 15, 18, die Abliefereinrichtungen 16, 17 sowie andere Transportvorgänge in dem Gehäuse 2 werden durch die schon genannte Steuereinrichtung 50 (in Fig. 1 nur schematisch angedeutet) gesteuert. Diese ist bevorzugt für die gesamten Steuerungsaufgaben zuständig und verarbeitet u.a. auch Anforderungsbefehle von Kunden, die über die Eingabemittel 30, 31 Art und Anzahl der von der Vorrichtung 1 vorgehaltenen und auszugebenden Backwaren 12, 13, 14 auswählen können. Die Erfindung wurde anhand eines Ausführungsbeispiels genauer erläutert. Im Rahmen der Ansprüche sind alternative Ausgestaltungen und Abwandlungen ohne weiteres möglich. So ist es beispielsweise auch realisierbar, dass Backwaren 12, 13, 14 ohne Kundenanforderung zu vorgegebenen Zeiten oder zu ungeregelten Zeiten hinter das Präsentationsfenster 25 gefahren werden. Statt einem Fallschacht mit Rutsche 33 können die Backwaren, insbesondere Brötchen 13 und Brote 14, mittels eines Aufzugs zur Ausgabestelle hin abgeholt werden. Auch sind anstelle von umlaufenden Trägern 10 übereinander stationär angeordnete Förderbänder vorsehbar, die eine Art Regal bilden. Hierbei können die vom Durchlaufbackofen 40 angellieferten Backwaren - beispielsweise mittels eines Aufzugs - in die entsprechenden Regalfächer und von dort beispielsweise zu den Zufördereinrichtungen 15 transportiert werden.

Bezuqszeichenliste

Vorrichtung zum Fördern und Abgeben von Backwaren

Gehäuse

Vorderwand

Seitenwand

Seitenwand

Rückwand

Abdeckung

Träger

Endloskette

Baguettes

Brötchen

Brote

Zufördereinrichtung

a Zuförderrichtung

Abfördereinrichtung

a Abförderrichtung

Abfördereinrichtung

a Abförderrichtung

Schieber

Spiegel

nicht einsehbarer Bereich

nicht einsehbarer Bereich

Präsentationsstelle

Präsentationsfenster

a Präsentationsstelle

a Präsentationsfenster

Blickrichtung

Auswahlpanel

Drucktaster Rutsche

Ausgabestelle Durchlaufbackofen Förderband Förderrichtung Steuereinrichtung