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Title:
METHOD AND DEVICE FOR TREATING AT LEAST ONE OBJECT IN AN IMMERSION BATH AND MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/193127
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and device for treating at least one object in an immersion bath, in particular for electro-coating vehicle bodies, and a motor vehicle, in particular a passenger vehicle. The invention also relates to a method for treating at least one object (10) in an immersion bath (20), in particular for electro-coating vehicle bodies (12). Said method comprises the following steps: providing an object (10) which is to be treated, in particular a vehicle body (12) which is to be coated, providing an immersion bath (20) having an immersion product (22) for treating the object (10) and providing a flow device (24) for generating a volume flow of a fluid. The object (10) is then moved (30) in the immersion bath (20), a volume flow of the fluid, directed to at least one area of the object (10) is generated in the immersion bath (20) by means of the flow device (24), and the flow device (24) is moved (32) whilst generating the volume flow.

Inventors:
EBERHARD, Günter (Bronnhaldenweg 11, Nagold, 72202, DE)
DIERKING, Manfred (Rodewalder Str. 6, Gilten, 29690, DE)
SCHULTE, Rolf (Strontianitfeld 13, Senden, 48308, DE)
PLESNIEROWICZ, Robert (Przemyslawa 27, 62-025 Kostrzyn, PL)
MELZER, Stefan (Hindenburgstr. 14, Hannover, 30175, DE)
PATELKA, Jacub (u. Wrzosowa 23, 62-300 Wrzesnia, PL)
Application Number:
EP2018/060248
Publication Date:
October 25, 2018
Filing Date:
April 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BASF COATINGS GMBH (Glasuritstr.1, Münster, 48165, DE)
International Classes:
C25D13/14; C25D13/22; B65G49/04
Foreign References:
GB1112782A1968-05-08
US3839988A1974-10-08
US4663014A1987-05-05
DE10210943A12003-10-09
DE102009034007A12011-01-27
DE10215589A12003-10-30
Attorney, Agent or Firm:
SELIGER, Knut (Schulz Junghans Patentanwälte PartGmbB, Großbeerenstraße 71, Berlin, 10963, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) in einem Tauchbad (20), insbesondere zur Elektrotauchbeschichtung von Karosserien (12), umfassend die Schritte:

- Bereitstellen eines zu behandelnden Gegenstands (10), insbesondere einer zu beschichtenden Karosserie (12),

- Bereitstellen eines Tauchbads (20) mit einem Tauchmedium (22) zur Behandlung des Gegenstands (10),

- Bereitstellen einer Strömungseinrichtung (24) zur Generierung eines Volumenstroms eines Fluids,

- Ausführen einer Bewegung (30) des Gegenstands (10) im Tauchbad (20),

- Generieren eines auf wenigstens einen Bereich des Gegenstands (10)

gerichteten Volumenstroms des Fluids im Tauchbad (20) mittels der

Strömungseinrichtung (24), sowie

- Ausführen einer Bewegung (32) der Strömungseinrichtung (24) während des Generierens des Volumenstroms.

2. Verfahren zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung (32) der Strömungseinrichtung (24), die Bewegung (30) des Gegenstands (10) sowie das Generieren des Volumenstroms zumindest zeitabschnittsweise zeitgleich erfolgen.

3. Verfahren zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Komponente der Richtung des Volumenstroms des Fluids zur Oberfläche des Tauchmediums (22) weist.

4. Verfahren zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 -3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand (10), insbesondere die Karosserie (12), einen bereichsweise offenen Hohlraum definiert, beispielsweise den Karosserie-Innenraum, wobei der im Tauchbad (20) befindliche sowie auf wenigstens einen Bereich des Gegenstands (10) gerichtete Abschnitt des Volumenstroms von einer Position innerhalb des Hohlraums ausgeht.

5. Verfahren zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 -4, dadurch gekennzeichnet, dass der Volumenstrom ein Volumenstrom des Tauchmediums (22) ist, wobei Tauchmedium (22) aus dem Tauchbad (20) zur Generierung des Volumenstroms mittels der

Strömungseinrichtung (24) beschleunigt wird.

6. Verfahren zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 -5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine

Komponente der Richtung des Volumenstroms der Bewegung (30) des Gegenstands (10) entgegen gerichtet ist.

7. Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) in einem Tauchbad (20), insbesondere zur Elektrotauchbeschichtung von Karosserien (12), umfassend

- einen Behälter zur Aufnahme eines Tauchmediums (22) zwecks Ausbildung eines Tauchbads (20) zur Behandlung des Gegenstands (10),

- eine Fixierungseinrichtung zur Fixierung des Gegenstands (10),

- eine erste Bewegungseinrichtung zur Bewegung (30) der

Fixierungseinrichtung zwecks Bewegung des Gegenstands (10) im Tauchbad (20), sowie

- eine Strömungseinrichtung (24) zur Generierung eines Volumenstroms eines Fluids im Tauchbad (20),

dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungseinrichtung (24) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass sie während der Generierung des Volumenstroms eine

Bewegung (32), insbesondere entlang der Richtung der Bewegung (30) der

Fixierungseinrichtung, im Tauchbad (20) ausführen kann.

8. Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungseinrichtung (24) mechanisch mit einer Antriebseinheit (50) gekoppelt ist, mit der die Bewegung (32) der

Strömungseinrichtung (24) unabhängig von der Bewegung (30) des Gegenstands (10) realisierbar ist.

9. Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) nach einem der Ansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine zweite

Bewegungseinrichtung (52) zur Bewegung (32) der Strömungseinrichtung (24) in Bezug zur Fixierungseinrichtung aufweist, insbesondere zum Einführen der Strömungseinrichtung (24) in einen durch den Gegenstand (10) definierten, bereichsweise offenen Hohlraum.

10. Kraftfahrzeug, insbesondere Personenkraftwagen, dadurch gekennzeichnet, dass dieses wenigstens einen mit dem Verfahren zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands (10) gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 -6 behandelten Gegenstand (10), insbesondere eine Fahrzeugkarosserie (12), umfasst.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstandes in einem Tauchbad und Kraftfahrzeug

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands in einem Tauchbad, insbesondere zur Elektrotauchbeschichtung von

Karosserien., sowie ein Kraftfahrzeug, insbesondere einen Personenkraftwagen.

Es existiert eine Vielzahl an Verfahren zur Behandlung von Gegenständen in Tauchbädern. In unterschiedlichen Verfahren zur Tauchlackierung und zugehörigen

Vorbehandlungsverfahren ist in der Regel der ungestörte Kontakt zwischen der zu behandelnden Oberfläche und dem Tauchmedium ein wesentlicher Einflussfaktor auf das Ergebnis. Im Falle eines gestörten Kontakts, beispielsweise bei Einschluss von Luftblasen, treten Fehlstellen auf, die eine aufwändige und teure Nachbearbeitung erforderlich machen. Dies ist auch der Fall, wenn auf Grund derartiger Gas- bzw. Luftansammlungen die notwendigen Behandlungszeiten bereichsweise nicht ausreichen. Beispielsweise muss deshalb ein manuelles Nachschleifen und Nachlackieren erfolgen.

Die Problematik tritt beispielsweise bei Lackierungsverfahren wie dem Tauchlackieren oder der kathodischen oder anodischen Elektrotauchlackierung von Kraftfahrzeugkarosserien oder Bauteilen auf. Auch bei der Vorbehandlung, also beim Entfetten, Spülen, Aktivieren, Phosphatieren, Passivieren, und/oder Spülen, ist der Kontakt von Tauchmedium und zu behandelnder Oberfläche wesentlich, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen.

Beim Eintauchen des Gegenstands kommt es zu Verwirbelungen, in deren Folge sich Luftblasen bilden. Diese können sich, ebenso wie beim Beschichten entstehendes

Elektrolysegas, an der zu behandelnden Oberfläche anlagern bzw. sich in Bereichen des Gegenstands sammeln. Ist der Gegenstand beispielsweise eine Fahrzeugkarosserie in geschlossener Kastenbauweise, können sich z. B. unter dem Dach der Karosserie mitunter größere Luft- bzw. Gasansammlungen bilden. Dadurch kann in großen Bereichen der Oberfläche die Behandlung, also z. B. die Beschichtung gestört werden.

Eine bekannte Lösung des Problems ist das Auftragen größerer oder zusätzlicher

Materialmengen in nachfolgenden Beschichtungsverfahren. Beispielsweise kann zusätzlich flächig oder punktuell ein Klarlack aufgetragen werden. Dies ist jedoch mit zusätzlichem Zeit- und Materialaufwand und damit mit Kosten verbunden.

Mittels der Bewegung des Gegenstands im Tauchbad bzw. in das Tauchbad hinein und aus diesem hinaus kann der Einschluss von Luftblasen beeinflusst bzw. reduziert werden.

Allerdings lassen sich ggf. vorhandene Luftblasen nicht vom Bauteil entfernen und die Bildung und Ansammlung von Elektrolysegas kann ebenfalls nicht beeinflusst werden. Eine alternative Lösung ist das sogenannte Camelback-Verfahren, bei dem die Karosserie eine kamelhöckerartige Bewegung ausführt. Sie vollzieht eine schräg nach oben gerichtete Bewegung, eine horizontale Bewegung sowie eine schräg nach unten gerichtete Bewegung, um an der Karosserie angelagerte Luftblasen zu bewegen. Dadurch können völlig unbehandelte Fehlstellen vermieden werden, allerdings werden die notwendigen

Behandlungszeiten in der Regel nicht eingehalten.

Eine weitere bekannte Lösung ist das Anordnen von Düsen in dem Tauchmedium des Tauchbades oder darüber. Die DE 102 10 943 A1 offenbart eine Anlage zum Behandeln von Gegenständen mit einem nach oben hin geöffneten Behandlungsbehälter mit einer

Düseneinrichtung. Insbesondere ist eine Anlage zum Tauchlackieren von

Fahrzeugkarosserien gemeint. Es ist ein Transportwagen mit einem Fahrwerk sowie einem Schwenkarm beschrieben, an welchem eine Halteeinrichtung für wenigstens einen

Gegenstand angebracht ist. Dieser dient dem Transport der zu behandelnden Gegenstände in den Behandlungsbehälter hinein. In dem Behandlungsbehälter werden die Gegenstände mittels der Düseneinrichtung mit einer Behandlungsflüssigkeit beaufschlagt. Dabei können an den vertikalen Wänden und/oder am Boden des Behandlungsbehälters Schwalldüsen angeordnet sein. Auch die Anordnung von Sprühdüsen am Behandlungsbehälter ist beschrieben. In dieser Anmeldung gibt es einen Überlauf, an dem die durch die

Düseneinrichtungen eingebrachte überschüssige Behandlungsflüssigkeit recycliert werden kann und wieder den Düseneinrichtungen zur Verfügung gestellt werden kann. Dadurch entsteht eine Art Umwälzung der Behandlungsflüssigkeit im Tauchbad, zumindest in der Zeit in der die Düseneinrichtungen betätigt werden.

Aus der DE 10 2009 034 007 A1 ist es bekannt, die Behandlungsflüssigkeit eines

Tauchbades innerhalb einer Zeiteinheit komplett mittels Pumpen, die als

Strömungseinrichtungen dienen, umzuwälzen, so dass sich die Behandlungsflüssigkeit hier immerzu in Bewegung befindet. Da auch hier ein Gegenstand eingetaucht wird, wird er, wenn er selber nicht bewegt wird, durch die permanent in der Behandlungsflüssigkeit herrschenden Volumenströmung umströmt. Hier definiert sich der Volumenstrom anhand der Leistung der Pumpe, bzw. der Querschnitte der Leitungen als Volumen das pro

Zeiteinheit durch die Querschnittsfläche gefördert wird.

Zusätzlich ist es aus der DE 102 15 589 A1 bekannt, einen Rotor sowie eine Hohlwelle als Düse in einem Behandlungsbad anzuordnen. Es ist vorgesehen, mit der Hohlwelle heißen Dampf, körniges Strahlmittel oder auch einen flüssigen Zusatzstoff, wie zum Beispiel einen Reinigungsmittelzusatz, in das Behandlungsbad einzugeben , wobei der flüssige Zusatzstoff durch eine vom Propeller erzeugte turbulente Strömung sehr gleichmäßig verteilt wird. Dabei kann ein in das Behandlungsbad eingebrachtes Werkstück ruhen oder auch bewegt werden.

Die beschriebene Anlage ist zum Phosphatieren, Passivieren, Aktivieren einschließlich der zugeordneten Spülvorgänge nutzbar. Im Behandlungsbehälter kann ein Behandlungsbad angeordnet sein. Der Transportwagen kann zum Schwenken der Gegenstände in diesem eingerichtet sein, um möglichst alle Flächen der Gegenstände mittels der ausgebrachten Behandlungsflüssigkeit zu erreichen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur

Behandlung wenigstens eines Gegenstands in einem Tauchbad zur Verfügung zu stellen, mit denen die Behandlung wenigstens eines Gegenstands auf einfache, kostengünstige und effektive Weise verbessert werden kann.

Die Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren zur Behandlung wenigstens eines

Gegenstands in einem Tauchbad gemäß Anspruch 1 sowie durch die Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands in einem Tauchbad gemäß Anspruch 7.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen 2-6 angegeben, vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Unteransprüchen 8 und 9 angegeben. Des Weiteren wird ein Kraftfahrzeug gemäß Anspruch 10 zur Verfügung gestellt.

Ein erster Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung wenigstens eines

Gegenstands in einem Tauchbad, insbesondere zur Elektrotauchbeschichtung von

Karosserien oder Bauteilen. Dieses umfasst die Schritte Bereitstellen eines zu behandelnden Gegenstands, insbesondere einer zu beschichtenden Karosserie, Bereitstellen eines

Tauchbads mit einem Tauchmedium zur Behandlung des Gegenstands sowie Bereitstellen einer Strömungseinrichtung zur Generierung eines Volumenstroms eines Fluids. Es erfolgt ein Ausführen einer Bewegung des Gegenstands im Tauchbad, ein Generieren eines auf wenigstens einen Bereich des Gegenstands gerichteten Volumenstroms des Fluids im Tauchbad mittels der Strömungseinrichtung, sowie ein Ausführen einer Bewegung der Strömungseinrichtung während des Generierens des Volumenstroms.

Insbesondere ist die Strömungseinrichtung während ihrer Bewegung unterhalb der

Oberfläche des Tauchmediums angeordnet. Das Fluid kann das Tauchmedium sein oder die gleiche Zusammensetzung wie das Tauchmedium aufweisen. Es kann zur Generierung des Volumenstroms aus dem Tauchbad entnommen werden. Auch andere Fluide können zur Generierung des Volumenstroms genutzt werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei allen Methoden zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands in einem Tauchbad eingesetzt werden. Als Beispiele sind das Tauchlackieren und das anodische und kathodische Elektrotauchlackieren zu nennen. Auch zur Vorbehandlung von Gegenständen oder für weitere Schritte beim Lackieren,

beispielsweise zum Entfetten, Reinigen, Beizen, Aktivieren, Phosphatieren, Passivieren und/oder Spülen kann das Verfahren zum Einsatz kommen.

Die Strömungseinrichtung ist eine Einrichtung zur Erzeugung bzw. Ausbringung eines Volumenstroms eines Fluids im Tauchbad. Sie kann beispielsweise als Düse ausgestaltet sein und zur Generierung des Volumenstroms mit einer Pumpe o. Ä. gekoppelt werden. Dies kann mittels Schlauch- bzw. Rohrleitungen realisiert werden, wobei die Pumpe und Teile der strömungstechnischen Verbindungen außerhalb des Tauchmediums angeordnet sein können. Die Strömungseinrichtung ist während der Generierung des Volumenstroms typischerweise in das Tauchmedium eingetaucht. Die Strömungseinrichtung kann ebenso als Propeller bzw. Rührwerk ausgestaltet sein.

Ein auf wenigstens einen Bereich des Gegenstands gerichteter Volumenstrom kann auch auf den gesamten Gegenstand gerichtet sein. Es muss kein punktgenau ausgerichteter

Volumenstrom sein sondern kann auch durch Strömung realisiert werden, welche auf eine größere Fläche des Gegenstands trifft.

Unter einem Gegenstand kann auch ein komplexes Modul verstanden werden, wie zum Beispiel eine Rohbau-Karosserie beispielsweise eines Kraftfahrzeugs.

Es ist auf diese Weise möglich, einen Volumenstrom auf Bereiche des Gegenstands zu richten, an denen sich bedingt durch die Geometrie des Gegenstands bzw. Moduls und/oder durch das Behandlungsverfahren Luft- bzw. Gasblasen sammeln und/oder bilden. An derartigen Bereichen kann das Behandlungsverfahren mit den erfindungsgemäßen Aspekten optimal ausgeführt werden, da der Kontakt der zu behandelnden Oberfläche des

Gegenstands mit dem Tauchmedium gegeben ist. Dies ist beispielsweise bei einseitig geschlossenen Formen von Rohbau-Karosserien der Fall. In der nach oben hin

geschlossenen Form können sich Luftblasen sammeln. Derartige Gegenstände werden typischerweise ohne eine Drehbewegung im Tauchbad behandelt, die derartig

eingeschlossene Luftblasen entfernen könnte.

Der Volumenstrom kann eine Größe von über 50 m 3 /h und insbesondere von über 100 m 3 /h aufweisen. In einer Ausführungsform weist er eine Größe zwischen 150 m 3 /h und 200 m 3 /h auf. Im Falle einer Pumpe kann diese beispielsweise eine mittels eines Frequenzu mformers gesteuerte, selbstansaugende und/oder trocken aufgestellte Pumpe sein. Der

aufzubringende Druck des Fluids kann dabei in Abhängigkeit von den Anforderungen, beispielsweise von der Form des zu behandelnden Gegenstands, gewählt werden. Der Vorteil ist, dass gezielt ein Fluid-Volumenstrom auf Bereiche des Gegenstands und insbesondere unter flächige Formelemente geführt werden kann, unter denen sich im

Tauchverfahren oftmals Luftblasen befinden, um diese Luftblasen durch den Fluid- Volumenstrom von bzw. aus dem Gegenstand zu entfernen. Verbleibende Luft- bzw.

Gasansammlungen werden verdrängt bzw. zerstreut und ausgeströmt. Dies erfolgt beispielswiese durch die Einstellung der optimalen Strömung im Inneren der Karosserie. Auf diese Weise kann eine vollständige Behandlung, beispielsweise Beschichtung, des

Gegenstands mit dem Tauchbad und/oder dem Fluid erreicht werden. Es werden die notwendigen Behandlungszeiten eingehalten und das Behandlungsverfahren ist weniger von der Form des Gegenstands abhängig. Bei einer Fahrzeugkarosserie ist beispielsweise die Anzahl der Fenster, die Wölbung des Daches, die Anzahl an Löchern, z. B. für Antenne oder Schiebedach bzw. Dachfenster nicht mehr entscheidend für das Ergebnis der

Tauchbehandlung. Weiterhin ist kein aufwändiges Anpassen eines etwaig vorhandenen Boden- bzw. Seitenflutsystems in Abhängigkeit der zu behandelnden Gegenstände notwendig, für welches das Tauchbad entleert werden muss.

In einer Ausführungsform des Verfahrens erfolgen die Bewegung der Strömungseinrichtung, die Bewegung des Gegenstands sowie das Generieren des Volumenstroms zumindest zeitabschnittsweise zeitgleich.

Dabei verläuft insbesondere zumindest eine Komponente der Bewegungsrichtung der Strömungseinrichtung entlang der Bewegungsrichtung des Gegenstands. Die Richtungen beider Bewegungen können parallel verlaufen.

Bei der Bewegung des Gegenstands im Tauchbad ist der Gegenstand zumindest zeitabschnittsweise und zumindest teilweise in das Tauchmedium eingetaucht. Der

Volumenstrom ist insbesondere auf einen Bereich unterhalb eines oberen Flächenelementes des Gegenstands gerichtet. Das bedeutet, dass darüber, bezogen auf die Positionen im Tauchbad, zumindest ein weiteres Flächenelement des Gegenstands angeordnet ist.

Die Bewegung des Gegenstands kann eine kombinierte Bewegung mehrerer translatorischer und/oder rotatorischer Bewegungen sein. Insbesondere verläuft zumindest eine Komponente der Bewegungsrichtung der Strömungseinrichtung entlang einer translatorischen Bewegung des Gegenstands, die im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des Tauchmediums im Tauchbad verläuft.

Der sich ergebende Vorteil ist, dass über eine zu definierende Strecke bzw. während einer definierten Zeitdauer, beispielsweise mittels einer parallelen Bewegung von Gegenstand und Strömungseinrichtung, gezielt Luft- bzw. Gasansammlungen vom Gegenstand entfernt werden können. In einer Ausgestaltung des Verfahrens weist zumindest eine Komponente der Richtung des Volumenstroms des Fluids zur Oberfläche des Tauchmediums.

Die Richtung kann eine mittlere Richtung des Volumenstroms sein. Insbesondere entspricht dies der Ausrichtung der Strömungseinrichtung, wenn diese als Düse o. Ä. ausgestaltet ist, oder der Richtung der Achse eines propellerartigen Rührwerks. Die Oberfläche des

Tauchmediums ist dabei dessen obere Oberfläche, also der Flüssigkeitsspiegel.

Mit anderen Worten verläuft eine Komponente des Volumenstroms entlang der Vertikalen. Insbesondere verläuft der Volumenstrom schräg nach oben. Der Winkel zur Horizontalen kann zwischen 0° und 60° und insbesondere zwischen 15° und 45° betragen.

Dies hat den Vorteil, dass oben liegende Luft- bzw. Gasansammlungen gezielt

herausgeblasen werden können. Besonders bei einer nach oben hin geschlossenen Form des Gegenstands, beispielsweise bei einer als quasi geschlossenem Kasten ausgeführten Karosserie, ist diese Ausführungsform vorteilhaft.

In einer weiteren Ausführungsform definiert der Gegenstand, insbesondere die Karosserie, einen bereichsweise offenen Hohlraum, beispielsweise den Karosserie-Innenraum. Dabei geht der im Tauchbad befindliche sowie auf wenigstens einen Bereich des Gegenstands gerichtete Abschnitt des Volumenstroms von einer Position innerhalb des Hohlraums aus.

Der im Tauchbad befindliche Abschnitt des Volumenstroms ist dabei der Abschnitt, in dem das Fluid das Tauchmedium kontaktiert und innerhalb des Tauchmediums strömt. Dieser Abschnitt des Volumenstroms geht von einer Position innerhalb des Hohlraums aus, beginnt also insbesondere innerhalb der Fahrzeugkarosserie.

Der im Tauchbad befindliche sowie auf wenigstens einen Bereich des Gegenstands gerichtete Abschnitt des Volumenstroms ist dabei im Druckbereich der Strömung

angeordnet, das Fluid hat in diesem Abschnitt also bereits eine Beschleunigung durch die Strömungseinrichtung erfahren.

Mit anderen Worten befindet sich die Strömungseinrichtung, beispielsweise die Düse, während der Generierung des Volumenstroms des Fluids in dem Hohlraum. Ist die

Strömungseinrichtung ein Rührwerk, befindet sich dieses in dem Hohlraum und generiert den Volumenstrom durch Beschleunigung des Tauchmediums.

Vorzugsweise ist dabei die Strömungseinrichtung durch die Öffnung der Frontscheibe oder des Heckbereichs der Karosserie in diese eingefahren. Es soll jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Strömungseinrichtung einen Fluid-Volumenstrom auch dann erzeugen kann, wenn sie sich außerhalb des Hohlraumes befindet. Mit einem Hohlraum ist jegliche dreidimensionale Ausgestaltung des Gegenstands bezeichnet, die eine Kavität ausbildet.

Vorteil dieser Ausgestaltung ist die gezielte und über eine kurze, also energetisch effiziente Strecke realisierbare Strömung zur Entfernung von Gas- bzw. Luftblasen.

In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens ist der Volumenstrom ein Volumenstrom des Tauchmediums. Dabei wird Tauchmedium aus dem Tauchbad zur Generierung des

Volumenstroms mittels der Strömungseinrichtung beschleunigt.

Es kann Tauchmedium entnommen und, wie beschrieben, mittels geeigneter Förder- und Leitungselemente zur Strömungseinrichtung transportiert werden.

Es kann im Tauchbad ein beweglich oder unbeweglich ausgestalteter Ansaugstutzen zur Entnahme von Tauchmedium angeordnet sein. Dieser ist beispielsweise mittels geeigneter Leitungselemente an eine Pumpe, die zum Fördern bzw. Pumpen des Tauchmediums eingerichtet ist, und ausgehend von dieser weiter an die Strömungseinrichtung

angeschlossen. Alternativ kann die Pumpe als Tauchpumpe ausgeführt sein und unterhalb der Oberfläche des Tauchmediums im Tauchbad angeordnet sein.

In dieser Ausgestaltung ergibt sich der Vorteil einer sehr einfachen Realisierbarkeit. Es wird kein zusätzliches Fluid benötigt und die Entnahme des Tauchmediums erfolgt direkt aus dem Tauchbad.

Es kann zumindest eine Komponente der Richtung des Volumenstroms der Bewegung des Gegenstands entgegen gerichtet sein.

Der Volumenstrom ist typischerweise auf den Gegenstand oder auf bzw. in einen von diesem ausgebildeten Hohlraum gerichtet. Insbesondere ist der Volumenstrom der

Bewegung des Gegenstands entgegen gerichtet. Damit verstärkt dieser den Volumenstrom des im Wesentlichen ortsfesten, also relativ zur Umgebung still stehenden Tauchmediums relativ zum sich bewegenden Gegenstand und in Richtung desselben. Es wird sichergestellt, dass die Oberfläche vollständig mit dem Fluid bzw. mit dem Tauchmedium behandelt wird . Ein Vorteil ist die Energieeffizienz des Verfahrens, da zur Generierung des Volumenstroms durch die benötigte geringere Relativgeschwindigkeit zum umgebenden Tauchmedium ein geringererEnergieeinsatz notwendig ist. Für den Antrieb der Strömungseinrichtung ist es ausreichend, eine Pumpe relativ kleiner Leistung einzusetzen, so dass die Erzeugung der Strömung ebenfalls energieeffizient ausgeführt werden kann. Wie

Beispielsweise ist die Strömungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens in

Bewegungsrichtung des Gegenstands vor diesem angeordnet. Ein zweiter Aspekt der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands in einem Tauchbad, insbesondere zur Elektrotauchbeschichtung von

Karosserien. Diese umfasst einen Behälter zur Aufnahme eines Tauchmediums zwecks Ausbildung eines Tauchbads zur Behandlung des Gegenstands, eine Fixierungseinrichtung zur Fixierung des Gegenstands, eine erste Bewegungseinrichtung zur Bewegung der Fixierungseinrichtung zwecks Bewegung des Gegenstands im Tauchbad sowie eine

Strömungseinrichtung zur Generierung eines Volumenstroms eines Fluids im Tauchbad. Dabei ist die Strömungseinrichtung derart ausgebildet und angeordnet, dass sie während der Generierung des Volumenstroms eine Bewegung, insbesondere entlang der Richtung der Bewegung der Fixierungseinrichtung, im Tauchbad ausführen kann.

Insbesondere ist die Strömungseinrichtung eine Düse zur gerichteten Ausgabe eines Strahls des Fluids. Alternativ kann sie als Rührwerk ausgestaltet sein, beispielsweise als Propellerbzw. Impellerrührwerk. Ein solches kann zur Generierung des Volumenstroms teilweise oder vollständig unter der Oberfläche des Tauchmediums angeordnet sein. In diesem Fall sind keine Leitungselemente wie Schläuche oder Rohre notwendig.

Wie beschrieben kann die Strömungseinrichtung mit einem Ansaugstutzen zum Ansaugen des Tauchmediums und/oder mit einer Pumpe strömungstechnisch verbunden sein, beispielsweise mittels Rohr- bzw. Schlauchleitungen.

Die Strömungseinrichtung ist insbesondere dazu eingerichtet und angeordnet, eine

Bewegung entlang zumindest einer Komponente der Bewegungsrichtung des Gegenstands auszuführen.

Es können mehrere Strömungseinrichtungen zur gleichzeitigen Behandlung mehrerer Gegenstände bzw. mehrerer Bereiche von Gegenständen angeordnet werden. In einer Ausführungsform, die zur Behandlung mehrerer Gegenstände geeignet ist, sind zwei Strömungseinrichtungen in Form von Düsen angeordnet, wobei ein mittels der ersten Düse ausgebrachter Volumenstrom entlang der Bewegungsrichtung der Gegenstände ausgerichtet und ein mittels der zweiten Düse ausgebrachter Volumenstrom entgegen der

Bewegungsrichtung der Gegenstände ausgerichtet ist. Die Strömungseinrichtungen werden in diesem Fall zwischen zwei Gegenständen positioniert und können beide Gegenstände bzw. Teile der jeweiligen Gegenstände gleichzeitig behandeln.

Auch ein Anordnen mehrerer gleich oder im Wesentlichen gleich gerichteter

Strömungseinrichtungen ist möglich, beispielsweise um die mittels des Volumenstroms anströmbare Fläche zu vergrößern. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere zur Durchführung des

erfindungsgemäßen Verfahrens eingerichtet. Sie hat den Vorteil, dass sie zur gezielten Entfernung von Luft- bzw. Gasblasen geeignet ist und somit eine deutlich verbesserte Behandlung der Gegenstände möglich ist.

In einer Ausgestaltung der Vorrichtung ist die Strömungseinrichtung mechanisch mit einer Antriebseinheit gekoppelt, mit der die Bewegung der Strömungseinrichtung unabhängig von der Bewegung des Gegenstands realisierbar ist.

Beispielsweise kann die Strömungseinrichtung mit einer ihr zugeordneten Verfahreinrichtung verbunden sein, mittels derer sie bewegbar ist. Diese kann Schienen und einen darauf verfahrbaren beweglichen Teil umfassen, mit welchem die Strömungseinrichtung

mechanisch verbunden ist. Zumindest eine Komponente der Bewegungsrichtung verläuft dabei insbesondere entlang der Bewegungsrichtung des Gegenstands im Tauchbad.

Insbesondere ist die Strömungseinrichtung mittels eines Leitungselements

strömungstechnisch mit einem Fluid-Reservoir bzw. mit einer Ansaugeinrichtung verbunden.

In dieser Ausgestaltung kann die die Strömungseinrichtung nach der zeitgleich erfolgten Bewegung der Strömungseinrichtung, der Bewegung des Gegenstands und der Generierung des Volumenstroms in einer zweiten Bewegung wieder in ihre Ausgangsposition bewegt werden. Dies kann mittels einer Rückführeinrichtung realisiert werden, mit der die

Strömungseinrichtung nach erfolgter Fluid-Ausbringung wieder in eine Ausgangsposition verbracht werden kann, in der sie zum Einsatz an einem nächsten zu behandelnden

Gegenstand zur Verfügung gestellt wird.

In einer Ausführungsform ist die zweite Bewegung der Strömungseinrichtung ihrer ersten Bewegung entgegen gerichtet. Somit wird eine Rückführung der Strömungseinrichtung realisiert, die insbesondere entlang desselben Wegs erfolgt wie die vorherige Bewegung.

Die Antriebseinheit kann dabei einen Motor umfassen. Eine solche Ausgestaltung kann beispielsweise zum Nachrüsten bestehender Anlagen gewählt werden, da sie als separates System realisiert werden kann. Sie hat weiterhin den Vorteil eines einfachen Aufbaus.

In einer alternativen Ausgestaltung ist die erste Bewegungseinrichtung auch zur Bewegung der Strömungseinrichtung im Tauchbad eingerichtet.

In dieser Ausgestaltung ist die Strömungseinrichtung an der Bewegungseinrichtung zur Bewegung der Gegenstände angeordnet. Dies kann beispielsweise eine

Pendelförderanlage, eine Rotationstauchanlage, wie z. B. eine Überkopfanlage und/oder eine Förderanlage mit wenigstens einer horizontalen Bewegungsachse, wenigstens einer vertikalen Bewegungsachse und/oder einer Rotationsachse sein. Es kann beispielsweise an einer Förderkette oder an einem Pendelstab einer derartigen ersten Bewegungseinrichtung eine geeignete Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Strömungseinrichtung angeordnet sein.

Es ist somit nur eine erste Bewegungseinrichtung und nur ein Antrieb notwendig, mit der bzw. mit dem zumindest eine Komponente der Bewegung des Gegenstands sowie die Bewegung der Strömungseinrichtung ausgeführt werden können. Diese Ausführungsform hat demnach den Vorteil, dass das erfindungsgemäße Verfahren mit wenigen zusätzlichen Aggregaten ausführbar wird. Somit wird eine besonders einfache und kostengünstige Lösung zur Verfügung gestellt.

Insbesondere ist die Vorrichtung so ausgestaltet, dass die translatorische Komponente der Bewegung des Gegenstands sowie die Bewegung der Strömungseinrichtung dieselbe Geschwindigkeit auf weisen können. Die parallele Bewegung kann über die Länge wenigstens einer Karosserie und in einer Ausgestaltung zweier Karosserien realisiert werden. Somit wird gewährleistet, dass eine ausreichende Zeit zum Austrag der Luft- bzw. Gasansammlung und somit eine ausreichende Kontaktzeit zwischen Tauchmedium bzw. Fluid und Gegenstand zur Verfügung steht.

Es soll dabei nicht ausgeschlossen werden, dass dieselbe Geschwindigkeit lediglich in einem Abschnitt des gemeinsamen Bewegungsweges realisiert wird und insbesondere am Anfang und/oder am Ende der Bewegung des Gegenstands im Tauchbad eine

Relativbewegung zwischen Strömungseinrichtung und Gegenstand erfolgt.

Das bedeutet, dass im Wesentlichen keine Relativbewegung zwischen dem Gegenstand und der Strömungseinrichtung erfolgt, sondern dass die Strömungseinrichtung während der Bewegung des Gegenstands zumindest in einem Teilbereich des Bewegungsweges einen konstanten Abstand zum Gegenstand aufweist.

In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines

Gegenstands weist diese eine zweite Bewegungseinrichtung zur Bewegung der

Strömungseinrichtung in Bezug zur Fixierungseinrichtung auf, insbesondere zum Einführen in einen durch den Gegenstand definierten, bereichsweise offenen Hohlraum.

Die zweite Bewegungseinrichtung ist beispielsweise zur Positionierung der

Strömungseinrichtung in Bezug zur Fixierungseinrichtung bzw. zum Gegenstand und/oder zum Einführen der Positionierungseinrichtung in den durch den Gegenstand definierten Hohlraum eingerichtet. Dabei kann die zweite Bewegungseinrichtung derart mit der ersten Bewegungseinrichtung gekoppelt sein, dass sie mittels derer bewegt werden kann und die Positionierung der Strömungseinrichtung unabhängig von der Bewegung des Gegenstands ausführen kann. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die erste Bewegungseinrichtung wie beschrieben auch zur Bewegung der Strömungseinrichtung eingerichtet ist.

Die Bewegung der Strömungseinrichtung in Bezug zum Gegenstand kann mittels seitlichen Schwenkens und/oder mittels Herauf- bzw. Herabschwenkens der Strömungseinrichtung erfolgen. Dabei soll erfindungsgemäß nicht ausgeschlossen werden, dass mittels der Einrichtung zur Bewegung auch eine Bewegung der Strömungseinrichtung durchgeführt werden kann, die quer zur Bewegungsrichtung des Gegenstands erfolgt.

Insbesondere umfasst die zweite Bewegungseinrichtung weiterhin einen Antrieb und/oder eine geeignete Steuereinrichtung. Sämtliche Bewegungen sowie der Volumenstrom können mittels einer geeigneten Steuereinrichtung gesteuert werden.

Ein dritter Aspekt der Erfindung ist ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein Personenkraftwagen, welches wenigstens einen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelten Gegenstand, insbesondere eine Fahrzeugkarosserie, umfasst.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 : eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur

Behandlung wenigstens eines Gegenstands,

Fig. 2: eine Front- sowie eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands mit hinabgeschwenkter Strömungseinrichtung,

Fig. 3: eine Front- sowie eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus Fig. 2 mit heraufgeschwenkter Strömungseinrichtung, sowie

Fig. 4: eine seitliche Schnittzeichnung einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Behandlung wenigstens eines Gegenstands.

Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Es sind ein Behälter mit einem Tauchmedium 22 zwecks Ausbildung des Tauchbads 20 sowie eine Pendelförderanlage dargestellt. Die Gegenstände 10, hier als teilweise geschlossene Kästen ausgeführte Kraftfahrzeug-Karosserien 12, werden entlang einer Bewegungsrichtung 30 bewegt. Das Eintauchen in das Tauchmedium 22 ist auf der rechten Seite dargestellt und erfolgt mittels einer schrägen Abwärtsbewegung der an Pendelstäben 64 aufgehängten Transportträger 66, auch als Skids bezeichnet, auf denen die jeweilige Karosserien 12 positioniert sind. Mittels einer ersten Bewegungseinrichtung (nicht dargestellt) erfolgt die Bewegung 30 der Karosserien 10 im Tauchmedium 22.

Es ist eine Strömungseinrichtung 24 angeordnet, welche als Düse ausgeführt ist. Diese ist innerhalb des durch die Karosserie 12 definierten Hohlraums positioniert und weist entgegen der Bewegungsrichtung 30 der Karosserie 12 schräg nach oben. Mittels eines

Ansaugstutzens 42 und einer selbstansaugenden Pumpe 40, verbunden über

Leitungselemente 44, hier ausgeführt als Schlauch- bzw. Rohrleitungen, wird Tauchmedium 22 aus dem Tauchbad 20 angesaugt und zur Generierung und Ausgabe eines

Volumenstroms zur Strömungseinrichtung 24 geleitet.

Der Ansaugstutzen 42 kann fest im jeweiligen Tauchbad 20 verankert sein. Weiterhin kann der Ansaugstutzen 42 durch einen zentralen Badüberlauf bzw. einen Absaugstutzen realisiert sein, wobei hier vorgesehen ist, dass der Pumpe 40 von außen das jeweilige zu fördernde Medium zugeführt wird, um eine Kontamination zu vermeiden.

Die Pumpe 40 kann gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit geeigneter Ventiltechnik derart betrieben werden, dass sie bei einer Rückführung der Strömungseinrichtung 24 in eine Ausgangssituation mit Medium befüllt bleibt, so dass eine sofortige Funktionsfähigkeit gewährleistet ist. Dabei ist dieser Aspekt nicht auf eine ständige Befüllung der Pumpe 40 eingeschränkt, sondern es kann alternativ auch vorgesehen sein, dass die Pumpe 40 in ihrer Ausgangsposition zunächst erneut Medium ansaugen muss, um dieses über die

Strömungseinrichtung ausbringen zu können.

Gegebenenfalls kann das erfindungsgemäße Verfahren auch derart ausgeführt werden, dass die Pumpe 40 auf ihrem Weg zur Ausgangsposition betrieben wird, sodass ein Antrockenen von Medium in der Pumpe 40 vermieden wird. In einer alternativen Ausgestaltung wird die Pumpe 40 jedoch nicht betrieben, wenn sie in ihrer Ausgangsposition zurück bewegt wird, um das Verfahren insgesamt energieeffizient auszugestalten.

Die Pumpe 40 kann insbesondere eine Membranpumpe oder eine Drehschieberpumpe sein. Die Auswahl des Funktionsprinzip der Pumpe sollte insbesondere abhängig von der Art und Viskosität des auszubringen Mediums abhängen.

Weiterhin kann die Pumpe 40 eine Zusatzpumpe zu einer Hauptpumpe sein, die das Tauchmedium 22 umwälzt, wobei es möglich ist, zusätzlich Sprühkränze wie sie in der deutschen Patentanmeldung DE 102 10 943 A1 offenbart sind, vorzusehen.

In der Ausgestaltung, in der diese Zusatzpumpe mit eigener Antriebstechnik in Bezug zu dem jeweiligen Tauchbad 20, der sie zugeordnet ist, bewegt wird, bietet es sich an, eine Anzahl an verfahrbaren Pumpen vorzusehen, die ungleich der Anzahl der zu behandelnden Gegenstände ist, um eine höhere Flexibilität bei der Durchführung des Verfahrens zu erreichen. In einer alternativen Ausgestaltung ist die Anzahl der beweglichen Pumpen 20 gleich der Anzahl der zu behandelnden Gegenstände, um eine eineindeutige Zuordnung zu treffen.

Dabei kann die Pumpe 40 selbst außerhalb oder innerhalb des Tauchbades 20 angeordnet sein. Bei einer Anordnung der Pumpe 40 außerhalb des Tauchbades 20 es ist möglich, die Pumpe 40 auf einer separaten Rückführungseinrichtung, gegebenenfalls auf einer in sich geschlossenen Rückführungseinrichtung wie auf einem Rundkurs um das Tauchbad 20, oder auch auf einer Nebenstrecke mit vorheriger Umsetzung, der Ausgangsposition zuzuführen. Allerdings ist auch eine Rückführung auf der gleichen Strecke wie auf der Hinbbewegung möglich, wobei in einer solchen Ausgestaltung lediglich eine Einrichtung oder Ausführung des Verfahrens vorzusehen ist, die eine Kollision mit weiteren vom fahrbaren Pumpen 40 verhindert. Eine jeweilige Rückführungsstrecke ist derart auszugestalten , dass es keinen Konflikt mit Ansaugstutzen 42 und oder Düsenelementen entgegenkommender beweglicher Pumpen 40 gibt.

Weiterhin kann die Pumpe 40 auch auf einem Element angeordnet sein, welches

mechanisch fest mit dem Transportträger 66 verbunden ist, so dass keine Relativ-Bewegung zwischen der Pumpe 40 und dem zu beschichtenden Gegenstand 10 stattfindet. Diese Variante hat den Vorteil, dass keine Kollisionsgefahr besteht, da die Pumpe 40 mit dem Transportträger 66 fest verbunden ist.

Die Alternative der Anordnung der Pumpe 40 im Tauchbad 20 hat den Vorteil, dass der Pumpe 40 lediglich Energie- und Datenleitungen zuzuführen sind, jedoch nicht das auszugebenden Medium über Leitungen. Ansonsten ist auch in dieser Ausgestaltungsform zu verhindern, dass bewegte Pumpen miteinander kollidieren können.

Ein weiterer vorteilhafter Aspekt dieser Ausgestaltungsform liegt darin, dass ein Austrocknen der Pumpe bzw. ein Antrocknen von in der Pumpe befindlichem Medium verhindert wird, da die Pumpe ständig mit dem Medium befüllt ist.

Es ist eine Antriebseinheit 50 vorhanden, mit der die Bewegung 32 der

Strömungseinrichtung 24 unabhängig von der Bewegung 30 des Gegenstands 10, also der Karosserie 12, realisierbar ist. Diese erfolgt im gezeigten Beispiel in gleicher Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Bewegung 30 der Karosserie 12.

Weiterhin ist eine zweite Bewegungseinrichtung 52 angeordnet, mittels derer die

Strömungseinrichtung 24 in den durch den Gegenstand 10 definierten Hohlraum eingeführt werden kann. Dies erfolgt über ein Herauf- bzw. Hinabschwenken, welches mit einem Pneumatikzylinder 54 realisiert wird.

Vorzugsweise ist die Strömungseinrichtung 24 jeweils nur einem Tauchbad 20 bzw. einem bestimmten Tauchmedium 22 im Tauchbad 20 zugeordnet, insbesondere wenn als

Tauchmedien 22 Stoffe verwendet werden, die klebrig sind bzw. an Luft aushärten können, da dann gewährleistet ist, dass die Strömungseinrichtung 24 nicht zum Gebrauch

wechselnder Medien ständig gereinigt bzw. erneuert werden muss.

Fig. 2 zeigt eine Front- sowie eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit abgesenkter Strömungseinrichtung 24. Der in der Seitenansicht gezeigte Aufbau des Tauchbades 20 mit dem Tauchmedium 22 ist analog zur Figur 1. Die Antriebseinheit 50 ist zum Antrieb der Strömungseinrichtung 24 ausgestaltet und umfasst eine Verfahreinrichtung 56, ausgeführt als Schiene mit einem darauf beweglichen Teil. Dieser ist mechanisch mit der Strömungseinrichtung 24 gekoppelt. Weiterhin ist die erste Bewegungseinrichtung dargestellt, welche als Pendelförderanlage 60 ausgeführt ist. Diese umfasst eine über Umlenkeinrichtungen 63 gehaltene Förderkette 62. Daran sind die Pendelstreben 64 angeordnet, an welchen die Transportträger 66 bzw. Skids angeordnet sind. Weiterhin umfasst die Pendelförderanlage 60 einen Rahmen 68 zur mechanischen Befestigung bzw. Positionierung und/oder Aufnahme von Gewichtskräften von Aggregaten der

Behandlungsanlage.

Die Strömungseinrichtung 24 ist als Düse ausgeführt, die mittels einer Rohrleitung 44 mit der Pumpe 40 und dem Ansaugstutzen 42 verbunden ist. Das an der Strömungseinrichtung 24 angeordnete Leitungselement 44 ist um das Drehgelenk 58 drehbar und kann somit herauf- bzw. hinabgeschwenkt werden. Dargestellt ist die hinabgeschwenkte Position, in der das Generieren des Volumenstroms sowie die gleich gerichteten Bewegungen 30, 32 von Gegenstand 12 und Strömungseinrichtung 24 erfolgen.

Dies ist auch in der Frontansicht erkennbar, in der die Strömungseinrichtung 24 unterhalb des oberen Teils der Karosserie 12 angeordnet ist.

In Figur 3 ist die hinaufgeschwenkte Position der Strömungseinrichtung 24 dargestellt. In diese wird die Strömungseinrichtung 24 nach erfolgter Behandlung des Gegenstandes 10 mittels der Antriebseinheit 50 zurück in ihre Ausgangsposition bewegt. Derart wird sichergestellt, dass die Strömungseinrichtung 24 nicht mit nächsten in das Tauchbad 20 einfahrenden Gegenständen 10 kollidiert. Die Strömungseinrichtung 24 ist zu diesem Zweck mit einer geeigneten mechanischen zweiten Bewegungseinrichtung gekoppelt, die die Schwenkbewegung der Strömungseinrichtung 24 um ein Drehgelenk 58 realisieren kann. Eine solche zweite Bewegungseinrichtung kann zum Beispiel eine motorisch angetriebene Einrichtung sein oder auch eine Kulissenführung mit Antriebseinrichtung. Dabei soll jedoch im Sinne der Erfindung nicht ausgeschlossen werden, dass die Strömungseinrichtung mit dieser zweiten Bewegungseinrichtung oder einer weiteren Einrichtung in Bezug zum

Gegenstand auch seitlich geschwenkt werden kann, wie zum Beispiel quer zur

Bewegungsrichtung des Gegenstands. Es bietet sich dabei an, die erfindungsgemäße Vorrichtung mit wenigstens einer Sicherheitseinrichtung auszugestalten, die gewährleistet, dass bei Bewegung der Strömungseinrichtung 24 keine Kollision mit weiteren Elementen der Vorrichtung bzw. den zu beschichteten Gegenständen erfolgt.

Figur 4 zeigt eine alternative Ausgestaltung. Hier ist die erfindungsgemäße Vorrichtung als Überkopfanlage 70 ausgeführt, mittels derer flächige Gegenstände 10 behandelt werden. Diese werden mittels beweglicher Aufhängvorrichtungen 72 bewegt. Zwischen zwei Gegenständen 10 ist ein an einer Antriebseinheit 50 beweglich angeordnetes

Leitungselement 44 mit zwei Strömungseinrichtungen 24 positioniert. Die durchzuführende Bewegung 32 der Strömungseinrichtungen 24 entspricht auch hier den Bewegungen 30 der Gegenstände 10. Die Strömungseinrichtungen 24 sind zur Generierung von nach vorn bzw. nach hinten gerichteten Volumenströmen, bezogen auf ihre Bewegung 32, angeordnet. Somit können jeweils zwei Gegenstände 10 mittels der jeweiligen Volumenströme behandelt werden.

Bezugszeichenliste

Gegenstand 10

Karosserie eines Kraftfahrzeugs 12

Tauchbad 20

Tauchmedium 22

Strömungseinrichtung 24

Bewegung des Gegenstands 30

Bewegung der Strömungseinrichtung 32

Pumpe 40

Ansaugstutzen 42

Leitungselement 44

Antriebseinheit 50

Zweite Bewegungseinrichtung 52

Pneumatikzylinder 54

Verfahreinrichtung 56

Drehgelenk 58

Pendelförderanlage 60

Förderkette 62

Umlenkeinrichtung 63

Pendelstreben 64

Transportträger 66

Rahmen 68

Überkopfanlage 70

Aufhängvorrichtung 72