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Title:
METHOD AND DEVICE FOR WEIGHING PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/145245
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for weighing products, wherein the products are transported individually from a transport device (10) supported by a weighing device, and the weighing device generates a weight signal corresponding to the load thereupon, wherein from said signal the value of the weight of the given product is produced, wherein the weight signal has a periodic interference component caused by at least one periodically circumferential part of the transport device (10), characterized in that a weight correction signal (S) generated during a learning period lasting for at least one period (T) of the periodic interference component during operation of the transport device (10) is stored, and thereby phases of the weight signal (G) corresponding to the phases of the weight correction signal (S) are corrected.

Inventors:
GEORGITSIS, Nikolaos (Dünenweg 14, Hamburg, 21033, DE)
KREIMEYER, Rolf (Am Velberholz 30, Seelze, 30926, DE)
BECK, Harald (Steinborner Gärten 2, Pohlheim, 35415, DE)
Application Number:
EP2008/003594
Publication Date:
December 04, 2008
Filing Date:
May 05, 2008
Export Citation:
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Assignee:
METTLER-TOLEDO GARVENS GMBH (Kampstr. 7, Giesen, 31180, DE)
GEORGITSIS, Nikolaos (Dünenweg 14, Hamburg, 21033, DE)
KREIMEYER, Rolf (Am Velberholz 30, Seelze, 30926, DE)
BECK, Harald (Steinborner Gärten 2, Pohlheim, 35415, DE)
International Classes:
G01G11/00; G01G23/06
Attorney, Agent or Firm:
LEINWEBER & ZIMMERMANN (Rosental 7 / II. Aufgang, München, 80331, DE)
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Claims:

A n s p r ü c h e :

1. Verfahren zum Wiegen von Produkten, bei dem die Produkte einzeln von einer auf einer Gewichtserfassungseinrichtung abgestützten Transporteinrichtung (10) transportiert werden, und die Gewichtserfassungseinrichtung ein der auf sie einwirkenden Abstützlast entsprechendes Gewichtssignal (g) erzeugt, aus dem ein dem jeweiligen Produkt entsprechender Gewichtswert gebildet wird, wobei das Gewichtssignal (g) einen durch mindestens ein periodisch umlaufendes Teil (1 , 1a, 2, 3, 3a) der Transporteinrichtung (10) verursachten periodischen Störanteil aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß ein während einer wenigstens eine Periodendauer (T) des periodischen Störanteils dauernden Lernzeit bei betriebener Transporteinrichtung (10) erzeugtes Gewichtskorrektursignal (S) gespeichert wird und damit den Phasen des Gewichtskorrektursignals (S) entsprechende Phasen des Gewichtssignals (g) korrigiert werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (10) während der Lernzeit im Leerlauf betrieben wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gewichtskorrektursignal (S) eine vorbestimmte Störphase festgelegt ist, die einer Lage des μeriuüisuii uii iiaüfenueα Teils entspricht, und in dem Gewichtssigna! (g) eine Phase vorbestimmt wird, bei der das periodisch umlaufende Teil in der gleichen Lage ist.

4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem die vorbestimmte Phase aufgrund eines fortlaufend von der Transporteinrichtung abgegebenen Phaseninformationssignals (M) auf die festgelegte Störphase aktualisiert wird.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Phaseninformationssignal (M) von einem mit einer in dem periodischen Störanteil enthaltenen Störfrequenz umlaufenden Teil (1 , 1a, 2, 3, 3a) der Transporteinrichtung (10) ausgeht.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch . gekennzeichnet, daß das Phaseninformationssignal (M) mit der Störfrequenz abgegeben wird, und die Aktualisierung jeweils nach dem n-ten Signal (M 6 ) erfolgt, wobei n durch das Produkt aus Periodendauer (T) des periodischen Störanteils und dieser Störfrequenz definiert ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Gewichtssignal (g) Produktgewichtswerte ermittelt werden, aus dem Gewichtskorrektursignal (S) Störwerte ermittelt werden, die Störwerte über mehrere Periodendauern aufgezeichnet werden, jeweils über die Störwerte (s n ) gleicher Phase gemittelt wird, und die so erhaltenen Mittelwerte (s) zur Korrektur der Produktgewichtswerte herangezogen werden.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtskorrektursignal/die Mittelwerte über eine Periodendauer gemittelt und durch Abziehen des so erhaltenen Periodenmittelwerts bereinigt werden, und die bereinigten Werte zur Korrektur des Gewichtssignals der Produktgewichtswerte herangezogen werden.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die phasenrichtig zugeordneten Störwerte des Gewichtskorrektursignals die zur Korrektur der Produktgewichtswerte heranzuziehenden Werte (s) von den Produktgewichtswerten des Gewichtssignals (g) abgezogen werden.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die phasenrichtige Korrektur während einer Arbeitsphase des Verfahrens für alle von der Gewichtserfassungseinrichtung erfaßten Gewichtswerte des Gewichtssignals (g) durchge-

I UMU WII ü .

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Arbeitsphasen des Verfahrens nach einem vorgegebenen Zeitplan Lernphasen aufweisen oder von Lernphasen unterbrochen werden, in denen, ggf. bei Leerlaufbetrieb der Transporteinrichtung (10), die Erfassung der Störung sowie die Ermittlung der zur Korrektur der Produktgewichtswerte heranzuziehenden Werte (s) erfolgt.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ermittlung des Wägeergebnisses aus den berücksichtigten korrigierten Produktgewichtswerten (g c ) durch Mittelwertbildung erfolgt.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der periodische Störanteil mehrere, von verschiedenen umlaufenden Teilen (1 , 1a, 2, 3, 3a) der Transporteinrichtung (10) herrührende Störfrequenzen enthält.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt aus Periodendauer (T) des periodischen Störanteils und niedrigster Störfrequenz 20 oder kleiner, bevorzugt 10 oder kleiner, weiter bevorzugt 5 oder kleiner ist, insbesondere die Frequenz des periodischen Störanteils durch die niedrigste Störfrequenz gegeben ist.

15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Periodendauer (T) ein ganzzahliges Vielfaches des Zeitabstands zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gewichtswerten des erzeugten Gewichtssignals (g) ist.

16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Betrieb der Transporteinrichtung (10) derart gesteuert wird, daß eine in dem periodischen Störanteil enthaltene und von einem umlaufenden Teil der Transporteinrichtung herrührende Störfrequenz oder ein Vielfaches davon mit einer Resonanzfrequenz der Gewichtserfassungseinrichtung in übereinstimmung gebracht wird, insbesondere wenn eine Anregung einer Resonanz mit dieser Resonanzfrequenz zu erkennen/zu erwarten ist.

17. Vorrichtung zum Wiegen von Produkten während ihres Transports, insbesondere zur Durchführung eines Wägeverfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 16, mit

einer Gewichtserfassungseinrichtung, die dazu ausgelegt ist, ein der auf sie einwirkenden

jeweils transportierte Produkt auf Grundlage des erzeugten Gewichtssignais (g) zu ermitteln, und

einer auf der Gewichtserfassungseinrichtung abgestützten Transporteinrichtung (10) mit mindestens einem umlaufenden Teil (1 , 1a, 2, 3, 3a), die dazu ausgelegt ist, die Produkte einzeln über die Gewichtserfassung hinweg zu transportieren, wobei von mindestens einem der periodisch umlaufenden Teile ein periodischer Störanteil in dem Gewichtssignal (g) verursacht wird, dadurch gekennzeichnet, daß

die Gewichtserfassungseinrichtung dazu ausgelegt ist, während einer wenigstens eine Periodendauer (T) des periodischen Störanteils dauernden Lernzeit bei betriebener Transporteinrichtung (10) ein Gewichtskorrektursignal (S) zu erzeugen und zu speichern, und damit den Phasen des Gewichtskorrektursignals (S) entsprechende Phasen des Gewichtssignals (g) zu korrigieren.

18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung ein erstes umlaufendes Teil (2) und ein bezüglich des Umlaufs des ersten Teils (2) zwangsgeführtes zweites umlaufendes Teil (1 , 1a) aufweist, wobei das feste Verhältnis der Umlauffrequenz des ersten Teils zu der Umlauffrequenz des zweiten Teils N 1 ZN 2 beträgt, N 2 und N 1 natürliche Zahlen sind, N 2 größer oder gleich N 1 ist, N 1 und N 2 keinen gemeinsamen ganzzahligen Teiler haben, sowie N 1 gleich 20 oder kleiner, bevorzugt gleich 10 oder kleiner, weiter bevorzugt gleich 5 oder kleiner, und insbesondere gleich 1 ist.

19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt aus N 1 und N 2 gleich 1000 oder kleiner, bevorzugt gleich 500 oder kleiner, weiter bevorzugt gleich 250 oder kleiner, insbesondere gleich 50 oder kleiner ist.

20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung ein bezüglich des Umlaufs des ersten und/oder zweiten Teils zwangsgeführtes drittes umlaufendes Teil (3, 3a) aufweist, das feste Verhältnis der Umlauffrequenz des ersten Teils (2) zu der Umlauffrequenz des dritten Teils (3, 3a) N 1 VN 3 beträgt, wobei N 3 und N 1 ' natürliche Zahlen sind, N 3 größer oder gleich N 1 ' ist, N 1 ' und N 3 keinen gemeinsamen ganzzahligen Teiler haben, sowie N 1 ' gleich 20 oder kleiner, bevorzugt gleich 10 oder kleiner, weiter bevorzugt gleich 5 oder kleiner, und insbesondere gleich 1 ist.

Oi Uλrι-ιOh*nnλ no^h λ ncnπ iλh OD HαHι ιr/~h nolfpnnTAiohriAt HaR NL i inrt/ndpr N,' gleich 3 oder kleiner, bevorzugt 2 oder kleiner, insbesondere gleich 1 sind/ist, und das Produkt aus N 2 und N 3 gleich 1000 oder kleiner, bevorzugt 500 oder kleiner, weiter bevorzugt 250 oder kleiner, insbesondere 50 oder kleiner ist.

22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21 , dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung ein bezüglich des Umlaufs des ersten (2), zweiten (1) und/oder dritten Teils (3) zwangsgeführtes viertes umlaufendes Teil (4) oder noch weitere umlaufende Teile (4, 5) aufweist, wobei das Verhältnis dessen/deren Umlauffrequenz zu der des ersten Teils ebenfalls den in Anspruch 18/Anspruch 20 angegebenen Bedingungen genügt.

23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (10) einen Motor (1) und ein Wägeband (5) aufweist, das von dem Motor (1 ) angetrieben wird.

24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung (10) eine erste (3) und eine zweite (4) Rolle aufweist, und das Wägeband (5) um die Rollen (3, 4) umläuft.

25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Rolle (3) mit dem Motor (1) über eine Bewegungsübertragungseinrichtung (2) gekoppelt ist.

26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß ein umlaufendes Teil aus der Baugruppe Motorrolle (1a) des Motors (1), Bewegungsüber- tragungseinrichtung (2), erste Rolle (3), zweite Rolle (4) und Wägeband (5) gegeben ist.

27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung einen Signalgeber aufweist, der dazu ausgelegt ist, ein Phaseninformationssignal (M) an die Gewichtserfassungseinrichtung abzugeben, wenn ein umlaufendes Teil der Transporteinrichtung eine vorbestimmte Lage/Phase einnimmt.

28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber am Motor (1) vorgesehen ist und die Phase der Motorrolle (1a) übermittelt.

29. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber die Thsss von derTi urr.!c:L:fcr.dcn Teil (2) übermittelt, dessen Um!auffrenn p n7 h<=7iiπliπh aller in dem periodischen Störanteil enthaltenen und zu korrigierenden Störfrequenzen die niedrigste ist.

30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtserfassungseinrichtung dazu ausgelegt ist, das Phaseninformationssignal (M) zu empfangen und als Referenzphase (M 6 ) für die phasenrichtige Zuordnung des Gewichtskorrektursignals (S) zu verwenden.

31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtserfassungseinrichtung eine Speichereinrichtung aufweist, in der eine Folge von Störwerten (s n ) des Gewichtskorrektursignals (S) speicherbar ist, und eine Datenverarbeitungseinrichtung aufweist, die dazu ausgelegt ist, die Störwerte (s n ) zu bearbeiten und die aus der Bearbeitung ermittelten, zur Korrektur der Werte des Gewichtssignals (g) heranzuziehenden Werte (s) phasenrichtig von diesen Werten abzuziehen.

Description:

Verfahren und Vorrichtung zum Wiegen von Produkten

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wiegen von Produkten, bei dem die Produkte einzeln von einer auf einer Gewichtserfassungseinrichtung abgestützten Transporteinπcπ- t'jng transportiert werden, und die Gewichtserfassungseinrichtung ein der auf sie einwirkenden Abstützlast entsprechendes Gewichtssignal erzeugt, aus dem ein dem jeweiligen Produkt entsprechender Gewichtswert gebildet wird, wobei das Gewichtssignal einen durch mindestens ein periodisch umlaufendes Teil der Transporteinrichtung verursachten periodischen Störanteii aufweist, sowie eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Wägevorrichtung.

Derartige Wägeverfahren sind bekannt (WO 2004/102135 A1). Mit ihnen läßt sich ein hoher Durchsatz erreichen, da im Gegensatz zum Wägevorgang mit einer statischen Waage das Einschwingen der Waage auf einen stabilen Endwert nicht abgewartet wird. Dafür wird hingenommen, daß die Gewichtserfassung Störungen unterliegt, die das Wägeergebnis beeinträchtigen können. Hierzu gehören das Einschwingen der Waage unter der Last der Produkte, Erschütterungen durch die übergabe des Wägegutes an die Transporteinrichtung, und insbesondere die eingangs erwähnte, vom Betrieb der Transporteinrichtung verursachte Störung. Diese auch als Laufunruhe bezeichnete Störung wird durch eine wenn auch geringe aber nicht vollständig vermeidbare Unwucht mindestens eines umlaufenden Bauteils der Transporteinrichtung verursacht. Der durch eine derartige Unwucht bedingte Störanteil ist

periodisch und weist eine der Umlauffrequenz des umlaufenden Bauteils entsprechende Grundfrequenz auf.

Zur Verminderung des Einflusses des Störanteils wird der Gewichtswert durch eine Mittelung über das während des Transports des betreffenden Produkts auf der Transporteinrichtung erzeugte Gewichtssignal gebildet. Diese Mittelung beinhaltet auch den durch die Laufunruhe verursachten Störanteil, wodurch sein Einfluß auf das Wägeergebnis zumindest teilweise verringert wird.

Allerdings ist diese Art der Verringerung des Einflusses der Laufunruhe nicht vollkommen zufriedenstellend, insbesondere wenn sich die Laufunruhe mit der Zeit durch Alterung oder Verschleiß von z. B. einem Kugellager eines umlaufenden Teils vergrößert.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Wägeverfahren anzugeben, bei dem der Einfluß der Laufunruhe auf die Bestimmung des Wägeergebnisses zusätzlich verringert wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein während einer wenigstens eine Periodendauer des periodischen Störanteils dauernden Lernzeit bei betriebener Transporteinrichtung erzeugtes Gewichtskorrektursignal gespeichert wird und darr.it den Phasen des Gewic-htskorrektursignals entsprechende Phasen des Gewichtssignals korrigiert werden.

Im Rahmen der Erfindung ist erkannt worden, daß eine verbesserte Kompensation des Einflusses der Laufunruhe dadurch erreichbar ist, daß bereits das Gewichtssignal bzw. dessen einzelne Werte (Produktgewichtswerte) korrigiert werden. Erfindungsgemäß soll der Teil des erfaßten Produktgewichtswerts, der auf den periodischen Störanteil zurückzuführen ist, bei der Korrektur kompensiert werden. Auf diese Weise kann erreicht werden, daß die Schwankungsbreite der einzelnen Produktgewichtswerte vermindert wird. Eine verminderte Schwankungsbreite ist für das Wägeverfahren in vielerlei Hinsicht vorteilhaft. Einerseits kann durch die damit einhergehende Erhöhung der Meßgenauigkeit die Anzahl der zur Ermittlung des Wägeergebnisses nötigen Produktgewichtswerte vermindert werden, so daß die Grundlage für einen weiter erhöhten Durchsatz der Produkte geschaffen wird. Es können auch z. B. weiter vorgesehene Filtervorgänge vereinfacht werden, bei denen die Erschütterungen der Produkte selbst aufgefangen werden sollen. Schließlich kann auch die Signifikanz des ermittelten Wägeergebnisses erhöht werden.

Im Rahmen der Erfindung ist weiter erkannt worden, daß man zur Korrektur der Produktgewichtswerte auf Gewichtswerte (Störwerte) zurückgreifen kann, die während einer Lemzeit bei betriebener Transporteinrichtung von der Gewichtserfassungseinrichtung als ein aus einer auf die Gewichtserfassungseinrichtung einwirkenden Abstützlast erzeugtes Gewichtssignal, das hier als Gewichskorrektursignal bezeichnet wird, ermittelt werden. Dabei wird davon ausgegangen, daß einerseits die Störungen seitens der Transporteinrichtung und andererseits die Störungen aufgrund der Erschütterungen der Produkte voneinander unabhängig sind, so daß die bereits vor Erfassung der in das Wägeergebnis einfließenden Gewichtswerte aufgezeichneten Störwerte im wesentlichen den Störanteilen des ergebnisrelevanten Gewichtssignals entsprechen. Natürlich müssen die aufgezeichneten Störwerte den Produktgewichtswerten phasenrichtig zugeordnet werden. Das heißt, es wird der Störwert zur Korrektur eines Produktgewichtswerts berücksichtigt, der zum Zeitpunkt der Erfassung des Produktgewichtswerts der Wirkung des periodischen Störanteils entspricht. Mit anderen Worten wird der Wägevorgang bei der Erfindung dynamisch tariert.

Zur Durchführung des Verfahrens ist es nicht notwendig, das Verfahren selbst zu unterbrechen. Vielmehr kann das Gewichtskorrektursignal für nachfolgende Produktgewichtsbestimmungen bereits in einer Lemzeit während gerade laufender Produktgewichtsmessungen erzeugt werden, da davon ausgegangen wird, daß sich der periodische Störanteil nicht ändert. Ein genaueres Ergebnis für das Gewichtskorrektursignal erhält man allorrlinπc W/PπH Hie> TranQnnrtf-inriπhti inπ währenri dpr I prn7fiit im Lfifirlanf hfttrifihfin wird. Dann enthält das Gewichtskorrektursignal keine weiteren Störungen, die ansonsten von Schwingungen transportierter Produkte verursacht würden.

Es ist vorgesehen, daß das in dem Gewichtskorrektursignal eine vorbestimmte Störphase festgelegt ist, die einer Lage des periodisch umlaufenden Teils entspricht, und in dem Gewichtssignal eine Phase vorbestimmt wird, bei der das periodisch umlaufende Teil in der gleichen Lage ist. So wird eine zuverlässige phasenrichtige Zuordnung erreicht.

In einer besonders bevorzugten Verfahrensgestaltung ist vorgesehen, daß die vorbestimmte Phase aufgrund eines fortlaufend von der Transporteinrichtung abgegebenen Phaseninformationssignals auf die festgelegte Störphase aktualisiert wird. So entspricht die vorbestimmte Phase immer der richtigen Störphase, und die phasenrichtige Zuordnung bleibt auch beispielsweise bei Schwankungen in der Geschwindigkeit der Transporteinrichtung erhalten.

Dazu kann zweckmäßigerweise vorgesehen werden, daß das Phaseninformationssignal von einem mit einer in dem periodischen Störanteil enthaltenen Störfrequenz umlaufenden Teil der Transporteinrichtung ausgeht. Dabei ist unter dem Ausdruck „in dem periodischen Störanteil enthaltene Störfrequenz" zu verstehen, daß die Periodendauer des periodischen Störanteils gleich der inversen Störfrequenz oder ein ganzzahliges Vielfaches davon ist. So kann die Aktualisierung besonders einfach und mit geringer Fehleranfälligkeit erfolgen.

Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn das Phaseninformationssignal mit der Störfrequenz abgegeben wird, und die Aktualisierung jeweils nach dem n-ten Signal erfolgt, ' wobei n durch das Produkt aus der Periodendauer des periodischen Störanteils und dieser Störfrequenz definiert ist. Ist die Störfrequenz beispielsweise dreimal so hoch, wie die Frequenz des periodischen Störanteils, so ist bei jedem dritten Signal die festgelegte Störphasen des periodischen Störanteils wieder erreicht. Entsprechend einfach wird die phasenrichtige Zuordnung von Produktgewichtswert und Störwert.

Nach einer bevorzugten Verfahrensgestaltung werden aus dem Gewichtssignal Produktgewichtswerte ermittelt, aus dem Gewichtskorrektursignal Störwerte ermittelt, die Störwerte über mehrere Periodendauern aufgezeichnet, jeweils über die Störwerte gleicher Phase gemittelt, und die so erhaltenen Mittelwerte zur Korrektur der Produktgewichtswerte

Es wird davon ausgegangen, daß bei optimaler Messung der über eine volle Periodendauer des periodischen Störanteils gemittelte Wert der Störwerte verschwindet. Um dem praktisch gerecht zu werden, kann vorgesehen sein, daß das Gewichtskorrektursignal/die Mittelwerte über eine Periodendauer gemittelt und durch Abziehen des so erhaltenen Periodenmittelwerts bereinigt werden, und die bereinigten Werte zur Korrektur des Gewichtssignals der Produktgewichtswerte herangezogen werden. Dadurch wird die Genauigkeit des Verfahrens nochmals verbessert, da Meßfehler bei der Aufzeichnung der Störwertfolge bereinigt werden.

Wie oben bereits erwähnt, wird für praktische Zwecke davon ausgegangen, daß die transporteinrichtungsbedingte Laufunruhe einerseits und andererseits Störungen durch die Produkte selbst voneinander unabhängig sind. Folgerichtig können vorteilhaft einfach die phasenrichtig zugeordneten Störwerte des Gewichtskorrektursignals die zur Korrektur der Produktgewichtswerte heranzuziehenden Werte von den Produktgewichtswerten des Ge-

wichtssignals abgezogen werden. Nach der Differenzbildung ist die Störung des periodischen Störanteils in den Produktgewichtswerten kompensiert.

Bevorzugt wird die phasenrichtige Korrektur während einer Arbeitsphase des Verfahrens für alle von der Gewichtserfassungseinrichtung erfaßten Gewichtswerte, daß die phasenrichtige Korrektur während einer Arbeitsphase des Verfahrens für alle von der Gewichtserfassungseinrichtung erfaßten Gewichtswerte des Gewichtssignals durchgeführt wird.

In einer besonders bevorzugten Verfahrensgestaltung werden Arbeitsphasen des Verfahrens nach einem vorgegebenen Zeitplan Lernphasen aufweisen oder von Lemphasen unterbrochen, in denen, ggf. bei Leerlaufbetrieb der Transporteinrichtung, die Erfassung der Störung sowie der Ermittlung der zur Korrektur der Produktgewichtswerte heranzuziehenden Werte erfolgt. Durch die eingeschobenen Lernphasen wird erreicht, daß die aufgezeichneten Störwerte möglichst genau dem aktuellsten Einfluß des periodischen Störanteils entsprechen. Wie oben bereits erwähnt, vergrößerte sich die Laufunruhe durch Alterung oder Verschleiß der Transporteinrichtung bzw. deren umlaufender Teile. Mit welchem Rhythmus (vorgegebener Zeitplan) die Lernphasen eingeschoben werden, kann man z. B. vom Grad der Veränderung der Laufunruhe abhängig machen.

Wie auch bereits bei herkömmlichen Verfahren wird die Ermittlung des Wägeergebnisses aus den berücksichtigten korrigierten Produktgewichtswerten zweckmäßig durch Mittelwertbildung erfolgen. Welche der korrigierten Produktgewichtswerte tatsächlich berücksichtigt werden, kann von weiteren, bereits bekannten Filtereinrichtungen bestimmt werden. Beispielsweise werden nur Produktgewichtswerte berücksichtigt, deren (aufgrund der Störungen der Produkte selbst bedingten) Schwankungen unterhalb einer vorbestimmten Schwelle liegen.

Natürlich kann die transporteinrichtungsbedingte Störung mehrere periodische Anteile (Störfrequenzen) aufweisen. In der Regel wird jedes umlaufende Bauteil, das unwuchtig ist, eine Störfrequenz verursachen. Greift man als den periodischen Anteil eine bestimmte Störfrequenz heraus, wird genau deren Einfluß kompensiert, wobei die weiter auftretenden Störfrequenzen nicht unbedingt mitkompensiert werden. Eine derartige Störungskompensation kann bereits eine deutliche Verbesserung darstellen, wenn z. B. die herausgefilterte Störfrequenz den größten Anteil der Störung ausmacht. Andererseits läßt sich bei ganz- zeiligem Verhältnis der Störfrequenzen immer ein entsprechend langes periodisches Intervall

angeben, das zwei oder mehrere Störfrequenzen enthält. Demgemäß ist eine vorteilhafte Verfahrensgestaltung dadurch gekennzeichnet, daß der periodische Störanteil mehrere, von verschiedenen umlaufenden Teilen der Transporteinrichtung herrührende Störfrequenzen enthält. Zweckmäßig soll die Periodendauer des periodischen Störanteils dabei möglichst gering bleiben. Dies kann etwa durch geeignete bauliche Dimensionierung der umlaufenden Teile erreicht werden, wie in den später folgenden Vorrichtungsansprüchen angegeben.

Bevorzugt soll das Produkt aus Periodendauer des periodischen Störanteils und niedrigster Störfrequenz dabei 20 oder kleiner, bevorzugt 10 oder kleiner, weiter bevorzugt 5 oder kleiner sein, insbesondere die Frequenz des periodischen Störanteils durch die niedrigste Störfrequenz gegeben sein. So kann die Störwertfolge vergleichsweise schnell aufgezeichnet werden, bzw. können die Lernphasen entsprechend kurzgehalten werden.

Ebenfalls kann zweckmäßig vorgesehen werden, daß die Periodendauer ein ganzzahliges Vielfaches des Zeitabstands zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gewichtswerten des erzeugten Gewichtssignals ist. So können z. B. bei den ggf. durchzuführenden Mittelwertbildungen der Störwerte Restfehler vermieden werden. Insbesondere ist dies vorteilhaft, wenn die phasenrichtige Korrektur für alle von der Gewichtserfassungseinrichtung erfaßten Gewichtswerte durchgeführt werden soll.

Nehpn dftn bereits erwähnten, von den Produkten selbst bzw. der Laufunruhe herrührenden Störungen ist es möglichst, daß die Gewichtserfassungseinrichtung selbst die Gewichtserfassung stört, wenn eine Resonanzfrequenz der Gewichtserfassungseinrichtung z. B. von der Laufunruhe oder Produkterschütterungen angeregt wird. In einer weiteren zweckmäßigen Verfahrensgestaltung wird der Betrieb der Transporteinrichtung derart gesteuert, daß eine in dem periodischen Störanteil enthaltene und von einem umlaufenden Teil der Transporteinrichtung herrührende Störfrequenz oder ein Vielfaches davon mit einer Resonanzfrequenz der Gewichtserfassungseinrichtung in übereinstimmung gebracht wird, insbesondere wenn eine Anregung einer Resonanz mit dieser Resonanzfrequenz zu erkennen/zu erwarten ist. Die Resonanzstörung kann dann durch deren Frequenzübereinstimmung mit der kompensierten Störfrequenz mitkompensiert werden.

In vorrichtungstechnischer Hinsicht wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Wiegen von Produkten während ihres Transports mit einer Gewichtserfassungseinrichtung, die dazu ausgelegt ist, ein der auf sie einwirkenden Abstützlast entsprechendes Gewichtssignal zu erzeugen und das Wägeergebnis für das jeweils transportierte Produkt auf Grundlage des erzeugten Gewichtssignals zu ermitteln,

und einer auf der Gewichtserfassungseinrichtung abgestützten Transporteinrichtung mit mindestens einem umlaufenden Teil, die dazu ausgelegt ist, die Produkte einzeln über die Gewichtserfassung hinweg zu transportieren, wobei von mindestens einem der periodisch umlaufenden Teile ein periodischer Störanteil in dem Gewichtssignal verursacht wird, gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Gewichtserfassungseinrichtung dazu ausgelegt ist, während einer wenigstens eine Periodendauer des periodischen Störanteils dauernden Lernzeit bei betriebener Transporteinrichtung ein Gewichtskorrektursignal zu erzeugen und zu speichern, und damit den Phasen des Gewichtskorrektursignals entsprechende Phasen des Gewichtssignals zu korrigieren.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Transporteinrichtung ein erstes umlaufendes Teil und ein bezüglich des Umlaufs des ersten Teils zwangsgeführtes zweites umlaufendes Teil auf, wobei das feste Verhältnis der Umlauffrequenz des ersten Teils zu der Umlauffrequenz des zweiten Teils N 1 /N 2 beträgt, N 2 und N 1 natürliche Zahlen sind, N 2 größer oder gleich N 1 ist, N 1 und N 2 keinen gemeinsamen ganzzahligen Teiler haben, sowie N 1 gleich 20 oder kleiner, bevorzugt gleich 10 oder kleiner, weiter bevorzugt gleich 5 oder kleiner, und insbesondere gleich 1 ist. So können beide Störfrequenzen kompensiert werden, wobei sich keine zu große Periodendauer des periodischen Störanteils ergibt.

Weiter ist es vorteilhaft, wenn das Produkt aus N 1 und N 2 gleich 1000 oder kleiner, h —α —w . i —-ir . _-ri._ in α t. / 3 il.α~i.c~h. . R ~γ —\C\ nHor H . oin —or , u ../oitor h —o\ ./nr7i in ot- π c / lpirh 9FlD nHpr klfi - inp - r , i .n.s- h- pςnnH —prp _ gleich 50 oder kleiner ist. So kann die Periodendauer des periodischen Störanteils und damit die Dauer der Lernphase weiter gering gehalten werden.

Besonders bevorzugt weist die Transporteinrichtung ein bezüglich des Umlaufs des ersten und/oder zweiten Teils zwangsgeführtes drittes umlaufendes Teil auf, dessen Frequenzverhältnis gegenüber dem ersten umlaufenden Teil N 1 VN 3 ebenfalls den oben angegebenen Bedingungen genügt.

Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist N 1 und/oder N 1 ' gleich 3 oder kleiner, bevorzugt 2 oder kleiner, insbesondere gleich 1 , und das Produkt aus N 2 und N 3 ist ebenfalls ähnlich wie oben angegeben begrenzt.

Es können auch noch weitere umlaufende Teile der Transporteinrichtung unter ähnlichen Frequenzabhängigkeiten zwangsgeführt werden.

In einer zweckmäßigen Ausführungsform weist die Transporteinrichtung einen Motor und ein Wägeband auf, das von dem Motor angetrieben wird. Insbesondere bei kurzen Meßintervallen wird es sinnvoll sein, eine Unwucht des Motors zu kompensieren.

Weiter weist die Transporteinrichtung zweckmäßig eine erste und eine zweite Rolle auf, und das Wägeband umläuft beide Rollen. So kann einerseits das Wägeband mit geringem Aufwand geführt werden, wobei Unwuchten der Rollen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kompensiert werden können.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die erste Rolle mit dem Motor über eine Bewegungsübertragungseinrichtung gekoppelt. So kann der Antrieb baulich einfach umgesetzt werden, obwohl mit der Bewegungsübertragungseinrichtung, z. B. einem Antriebsriemen, ein weiteres umlaufendes Teil die Gewichtserfassung stören kann. Jedoch kann auch die Störung durch die Bewegungsübertragungseinrichtung durch geeignete Dimensionierung der Bewegungsübertragungseinrichtung (Länge des Zahnriemens) kompensiert werden.

Entsprechend ist die Vorrichtung besonders bevorzugt dadurch gekennzeichnet, daß ein umlaufendes Teil aus der Baugruppe Motorrolle des Motors, Bewegungsübertragungs- einrichtung, erste Rolle, zweite Rolle und Wägeband gegeben ist.

In einer nochmals bevorzugten Ausführungsform weist die Transporteinrichtung einen Signalgeber auf, der dazu ausgelegt ist, ein Phaseninformationssignal an die Gewichtserfassungseinrichtung abzugeben, wenn ein umlaufendes Teil der Transporteinrichtung eine vorbestimmte Lage/Phase einnimmt. Der Vorteil derartiger Informationen über die vorbestimmte Lage/Phase eines umlaufenden Teils wurde bereits oben ausführlich erläutert. So ist zur phasenrichtigen Zuordnung immer eine aktualisierte Störphase als Referenzphase verfügbar.

Nach einer möglichen Ausführungsform ist der Signalgeber am Motor vorgesehen, und die Phase der Motorrolle wird übermittelt. So müssen keine weiteren Bauteile wie Lichtschranken vorgesehen werden, um einen Phasendurchgang des umlaufenden Teils zu bestimmen.

Nach einer bevorzugten alternativen Ausführungsform übermittelt der Signalgeber die Phase von dem umlaufenden Teil, dessen Umlauffrequenz bezüglich aller in dem periodischen Störanteil enthaltenen und zu korrigierenden Störfrequenzen die niedrigste ist.

Gegebenenfalls kann jedes Signal dann direkt verwendet werden, um den Beginn eines nächsten Periodizitätsintervalls festzulegen. Hierbei ist insbesondere an den Zahnriemen gedacht.

Entsprechend ist die Gewichtserfassungseinrichtung zweckmäßig dazu ausgelegt, das Phaseninformationssignal zu empfangen und als Referenzphase für die phasenrichtige Zuordnung des Gewichtskorrektursignals zu verwenden. Je nachdem, welche Umlauffrequenz (Störfrequenz) von den Signalen angegeben wird, wird die Referenzphase aus jedem n-ten Signal erhalten, wie oben bereits erläutert.

Für eine praktische Ausgestaltung der Wägevorrichtung weist die Gewichtserfassungseinrichtung vorzugsweise eine Speichereinrichtung auf, in der eine Folge von Störwerten des Gewichtskorrektursignals speicherbar ist, und eine Datenverarbeitungseinrichtung, die dazu ausgelegt, die Störwerte zu bearbeiten und die aus der Bearbeitung ermittelten, zur Korrektur der Werte des Gewichtssignals heranzuziehenden Werte pha- senrichtig von diesen Werten abzuziehen. Sobald die Produktgewichtswerte korrigiert vorliegen, wird das Wägeergebnis (wie herkömmlich) aus den korrigierten Produktgewichtswerten erhalten. Selbstverständlich ist die Wägevorrichtung entsprechend ausgelegt, das Wägeergebnis dann in an und für sich bekannter Weise zu ermitteln.

WeiLere Vorteile und Einzelheiten όz: Erfindung ergeben eich aus dsr nachfolgender; Beschreibung mit Bezug auf die beiliegenden Figuren, von denen

Fig. 1 eine erfmdungsgemäß dimensionierte Transporteinrichtung zeigt,

Fig. 2 eine aufgezeichnete Störwertfolge und aufgezeichnete Zeitmarken zeigt,

Fig. 3a und 3b die Störwerte zeigt, bevor bzw. nachdem jeweils über Störwerte gleicher Phase gemittelt wurde, und

Fig. 4 unkorrigierte Produktgewichtswerte, Störwerte und korrigierte Produktgewichtswerte im Vergleich zeigt.

Gemäß Fig. 1 weist eine Transporteinrichtung 10 einer erfindungsgemäßen Wägevorrichtung ein um eine Antriebsrolle 3 und eine Laufrolle 4 endlos umlaufendes Wägeband 5 auf. Das Antriebsmoment für den Umlauf des Wägebandes 5 liefert ein Motor 1 , der über einen um eine mit der Motorwelle drehfeste Antriebsriemenscheibe 1a und eine mit der

Antriebsrolle 3 drehfeste Antriebsriemenscheibe 3a geführten Antriebsriemen 2 mit der Antriebsrolle 3 antriebsmäßig gekoppelt ist. Bei der dargestellten Ausführungsform sind hierdurch die Antriebsriemenscheibe 1a des Motors 1 , der Antriebsriemen 2 und die Antriebsriemenscheibe 3a miteinander zwangsgeführt. Zur Sicherstellung der Zwangsführung sind der Antriebsriemen 2 als Zahnriemen und die Riemenscheiben 1a, 3a als Zahnriemenscheiben ausgebildet.

Dabei entspricht der Grundaufbau und die Funktion der Transporteinrichtung 10 denen herkömmlicher Transporteinrichtungen für Wägevorrichtungen, die zum Wiegen von Produkten während ihres Transports und allgemein als Kontrollwaagen bekannt sind. Die Transporteinrichtung 10 ist dabei in üblicher Weise auf einer Wägezelle (nicht dargestellt) abgestützt. Die Wägezelle bildet in der bei herkömmlichen Kontrollwaagen üblichen Weise ein der auf ihr abgestützten Last entsprechendes Gewichtssignal, das nach Analog/Digitalwandlung in einen Takt mit einer Taktperiode von beispielsweise 1 ms zwischengespeichert wird.

Das besondere der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung liegt in der Dimensionierung von umlaufenden Teilen zueinander. In dem hier dargestellten Fall besteht aufgrund dieser Dimensionierung ein Verhältnis der Drehzahlen zwischen Motor/- Antriebsrolle/Antriebsriemen von 6/3/1 , d. h., daß während 6 Motorumdrehungen der An- triohcriomon o αinmαl umläuft ι inrl ή\a δntriphςrnllp 3 ήrp>\ I Imrirphi innfin ausführt.

Bezeichnet man den Antriebsriemen 2 als erstes umlaufendes Teil und den Motor 1 mit seiner Antriebsriemenscheibe 1a als zweites umlaufendes Teil, so ergibt sich ein festes Frequenzverhältnis von dem ersten zu zweitem Teil von 1/6. Bezeichnet man die Antriebsrolle als drittes umlaufendes Teil, so ist das Frequenzverhältnis von erstem zu drittem Teil 1/3.

Durch diese aufeinander abgestimmte Ausgestaltung der umlaufenden Teile 1a, 2, 3 verursacht der Antriebsriemen 2 die tiefste unwuchtbedingte Störfrequenz, so daß die Umlaufzeit T des Antriebsriemens 2 die längste Periodendauer eines periodischen Störanteils einer von der Transporteinrichtung 10 hervorgerufenen Störung definiert. Demgegenüber entsprechen den höherfrequenten unwuchtbedingten Störfrequenzen des Motors 1 mit seiner Antriebsriemenscheibe 1a und der Antriebsrolle 3 kürzeren Periodendauern, von denen die Periodendauer des Antriebsriemens ein dem jeweiligen Frequenzverhältnis entsprechendes Vielfaches beträgt.

Gegebenenfalls könnte auch die der Antriebsrolle 3 gleich dimensionierte Laufrolle 4 mit zwangsgeführt werden, wodurch auch die von der Laufrolle 4 mit konstanter Phasenlage ausgehende Störfrequenz in dem periodischen Störanteil enthalten wäre.

Ebenfalls könnte das Wägeband 5 mit zwangsgeführt werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Umlaufzeit des Wägebands 5 größer als die Umlaufzeiten aller anderen umlaufenden Teile. Wollte man dessen Störung mitkompensieren, würde man als längste Periodendauer die Umlaufdauer des Wägebands oder ein Vielfaches davon zugrundelegen.

Der Antriebsriemen 2, dessen Umlauffrequenz in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als tiefste Störfrequenz in Betracht gezogen wird, ist mit einer optisch erkennbaren Markierung versehen. Diese wird bei ihrem Vorlauf an einem Lichttaster (nicht dargestellt) von letzterem gelesen, der dadurch für jeden vollen Umlauf des Antriebsriemens eine Zeitmarke liefert. Alternativ könnte der Antriebsmotor 1 mit einem Signalgeber versehen sein, der jeweils nach einer Umdrehung des Motors eine Zeitmarke signalisiert.

Bevor die Wägevorrichtung in normalem Wägebetrieb gefahren wird, „lernt" die Wägevorrichtung in einem Lemzyklus den Einfluß der Störung, die aufgrund des Betriebs der Transporteinrichtung 10 bei der späteren Produktgewichtserfassung zu erwarten ist. Wie cbsr. erwähnt ksnn dsr Lsmz w k!us dabei im πorm?'βπ r "?f ;: *h r θn w p rrifin Hi p Kompensation der periodischen Störanteile wird jedoch hier für den Fall beschrieben, daß die Transporteinrichtung während der Lernzeit im Leerlauf betrieben wird. Sollte die Transporteinrichtung dagegen nicht im Leerlauf gefahren werden, kann einfach der Mittelwert des Gewichtskorrektursignals von diesem abgezogen werden, wodurch die periodische Störung für die weitere Korrektur erhalten bleibt.

Die Transporteinrichtung 10 wird mit der ebenfalls im späteren Wägebetrieb zu verwendenden Geschwindigkeit im Lernzyklus betrieben. Dadurch wird das durch die Störung der Transporteinrichtung bedingte Gewichtssignal der Wägezelle zwischengespeichert. Zusätzlich werden die Zeitmarken M des Signalgebers erhalten, die jeweils Beginn und Ende eines Periodizitätsintervalls des periodischen Störanteils markieren. In Fig. 2 sind das Ausgangssignal S der Wägezelle und die Zeitmarken M für einige Umläufe des Antriebsriemens 2 aufgezeichnet.

In Fig. 3a ist die zwischengespeicherte Störwertfolge als Funktion der Zeit angegeben, wobei eine Anzahl von Kurvenabschnitten S n , deren jeder eine Umlaufperiode des Antriebsriemens 2 entspricht, phasenrichtig übereinander angeordnet sind.

In einem nächsten Datenverarbeitungsschritt während des Lernzyklus wird über diese Kurvenabschnitt S n gemittelt, d. h. jeweils der Mittelwert aus den Störwerten gleicher Phase gebildet. Als Ergebnis wird die in Fig. 3b dargestellte Kurve s der gemittelten Störung erhalten. Aus der in Fig. 3b dargestellten gemittelten Störung s erkennt man gut die Unterstruktur des periodischen Störanteils, nämlich die Störfrequenzen von Antriebsrolle 3 und Motor 1 mit der Antriebsscheibe 1a, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel das 3- fache bzw. das 6-fache der Umlauffrequenz des Antriebsriemens 2 betragen.

Zu den in den Figuren 2 und 3 sowie der nachstehend noch zu erläuternden Fig. 4 angegebenen Ergebnissen ist anzumerken, daß an der Antriebsriemenscheibe 1a, dem Antriebsriemen 2 und der Antriebsrolle 3 Unwuchten durch Anbringen von Zusatzgewichten künstlich hergestellt wurden, um die durch die Erfindung erreichte Wirkung besser zu verdeutlichen. Dies entspricht aber der durchaus realistischen Situation, daß umlaufende Teile der Wägevorrichtung mit der Zeit altern und verschleißen, und daher die Unwuchten vergrößert werden. Bei dem Experiment, das zu den in den Figuren 2 bis 4 angegebenen Ergebnissen geführt hat, wurde die Transporteinrichtung 10 bei einer Laufgeschwindigkeit von 120 m/min belrieutju. Die Frequenz des ZanriricrricriG 2 betrag 7,3 Hz, die der Antriebsrolle 3 (und auch der Laufrolle 4) 21 ,9 Hz, und die des Wägebandmotors 1 43,8 Hz.

Die gemittelte Störung s (Fig. 3b) wird von einer Speichereinrichtung der Gewichtserfassungseinrichtung gespeichert und ist für die folgende Korrektur des während des Wägebetriebs auftretenden Gewichtssignals abrufbar.

Nach Abschluß des Lernzyklus, der z. B. 10 Sekunden dauer, wird die Waage im normalen Wägebetrieb gefahren, und wie herkömmlich gibt die Wägezelle das dem Gewicht der von der Transporteinrichtung 10 transportierten Produkte entsprechende Gewichtssignal aus. Dieses Gewichtssignal g ist in Fig. 4 als die oberste der dort abgebildeten drei Kurven g, s, g c abgebildet. Diese Kurve g ist jedoch gegenüber der Nulllinie um 5 Einheiten nach oben verschoben, um sie von den übrigen Kurven besser unterscheiden zu können. Man erkennt deutlich die vergleichsweise großen periodischen Schwankungen dieser Kurve g.

Die mittlere Kurve gibt eine durch periodische Aneinanderreihung der in der Lernphase gewonnenen gemittelten Störung s gebildete Kompensationskurve wieder. Diese

Kompensationskurve ist der oberen Kurve phasenrichtig zugeordnet. Dies kann in dem dargestellten Beispiel einfach dadurch geschehen, daß die einer vollen Umlaufperiode des Antriebsriemens 2 entsprechende Kurve der gemittelten Störung s genau zwischen zwei vom Signalgeber erhaltenen Zeitmarken M gelegt wird. In dieser Phasenlage wird die Kompensationskurve von der dem Gewichtssignal im Wägebetrieb entsprechenden Kurve g abgezogen. Als Ergebnis ergibt sich die in Fig. 4 unterste Kurve g c , die dem kompensierten Gewichtssignai entspricht und die wiederum gegenüber der Nulllinie um 5 Einheiten nach unten verschoben ist, um sie besser erkenntlich zu machen. Wie deutlich aus Fig. 4 hervorgeht, ist die Schwankung des kompensierten Gewichtssignals g c deutlich geringer als die des von der Wägezelle gelieferten Gewichtssginals g. Aus diesem kompensierten Gewichtssignal g c werden in der bei herkömmlichen Kompensationswaagen üblichen Weise die in einer bestimmten Maßeinheit ausgedrückten Produktgewichtswerte gebildet.

Die anhand der Figuren 2 bis 4 erläuterten Schritte zur Kompensation der trans- porteinrichtungsbedingten Störung werden von einer Kompensationssoftware der Gewichtserfassungseinrichtung durchgeführt. Natürlich kann eine Auswerteeinrichtung, die aufgrund der ermittelten Gewichtssignale sowie der durchgeführten Korrektur das Wägeergebnis bestimmt, auch getrennt von der Gewichtserfassungseinrichtung angeordnet sein, und die nötigen Informationen von dem Signalgeber und der Gewichtserfassungseinrichtung erhalten.

Bei dem dargestellten Beispiel ist der Signalgeber auf den Antriebsriemen 2 gerichtet und gibt bei jedem vollen Umlauf des Antriebsriemens 2 eine Zeitmarke M ab. Man könnte aber den Signalgeber auch einem anderen der umlaufenden Teile zuordnen, z. B. dem Motor 1 , der dann für jeden vollen Umlauf des Antriebsriemens 2 sechs Zeitmarken erzeugen würde. Jede sechste dieser Zeitmarken könnte statt der den Umlauf des Antriebsriemens 2 entsprechenden Zeitmarke M zur Phasensynchronisation herangezogen werden.

Je nach Anforderungen an die Wägevorrichtung bzw. Gesamtdimensionierung der Anlage muß das Frequenzverhältnis der umlaufenden Teile nicht wie in diesem Ausführungsbeispiel auf 6/3/1 festgelegt sein. Vielmehr ist entscheidend, daß diejenigen Störfrequenzen, die kompensiert werden sollen, jeweils ein ganzzahliges Vielfaches einer Grundfrequenz sind, die der niedrigsten Störfrequenz entsprechen kann, aber nicht muß. Hätte man z. B. ein Frequenzverhältnis von 8/5/2, würde man als Periodendauer T des periodischen Störanteils die doppelte Umlaufdauer des Wägebands 2 ansetzen.

Auch weitere in der obigen Beschreibung offenbarten Merkmale sind nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen. Stattdessen können diese sowie die in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.