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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR THE WET TREATMENT OF FLAT MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/133219
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method and a device for the wet treatment of material (1) by sputtering or spraying or for drying the material after a wet treatment, said material being conveyed as sections or from roller to roller in continuous installations having rotating transport means (2) as the transport wheels (6). A liquid film present on a surface (21) of the material (1) in the form of a puddle is sucked off in a horizontal direction, i.e. parallel to the surface (21). Rotating transport means (2) have at least one suction section (3) which has an inlet (25) on the surface (21). The sucking step is performed in locations where the material (1) is supported by the transport means (2), thereby allowing a safe transport of the film. In order to accelerate the sucking step, a gas can be directed in the direction of the inlets (25) to push against the flowing off liquid film, resulting in an effective push and pull system.

Inventors:
HÜBEL, Egon (Altdorfer Strasse 35, Feucht, 90537, DE)
Application Number:
DE2010/000591
Publication Date:
November 25, 2010
Filing Date:
May 18, 2010
Export Citation:
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Assignee:
HÜBEL, Egon (Altdorfer Strasse 35, Feucht, 90537, DE)
International Classes:
F26B5/12
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Nassbehandlung mit Behandlungsflüssigkeit und zum Spülen durch Spritzen, Besprühen und dergleichen oder zum Trocknen nach einer Nassbehand- lung von Gut (1), das als Abschnitte oder von Rolle zu Rolle in Durchlaufanlagen mit rotierenden Transportmitteln (2) als Transporträder (6) gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die auf oder an der Oberfläche (21) des Gutes (1) anhaftende Behandlungsflüssigkeit als Flüssigkeitsfilm durch mindestens einen am Transportrad (6) gebildeten Strömungskanal hindurch aus nächster Nähe der Oberfläche (21) abgesaugt wird.

2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Behandlungsflüssigkeit durch das Saugen horizontal in Richtung des am Transportmittel (2) befindlichen Eingangs (25) bewegt und in dessen Saugbereich (3) annähernd in eine vertikale Richtung mittels eines Umlenkbogens (27) am Transportrad (6) oder ohne Umlenkbogen eines seitlich planen Transportrades umgelenkt wird und dass die abgesaugte Behandlungsflüssigkeit aus dem Saugbereich (3) mittels Unterdruck durch Öffnungen (11) einer Hohlwelle (7) ausgeleitet wird.

3. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Bewegung des Flüssigkeitsfilmes der Behandlungsflüssigkeit auf der Oberfläche (21) des Gutes durch ein strömendes Fluid (14), das mindestens teilweise in Richtung zum Eingang (25) des Transportmittels (2) strömt, beschleunigt wird, wobei das Fluid (14) unter Druck aus Löchern (15) einer von der Oberfläche (21) des Gutes entfernten Fluidzuführeinrichtung (16) oder durch Öffnungen (11) aus einer Druckkammer (22) oder aus Rohrleitungen (24) mit Auslässen (29) in über- wiegend horizontaler Richtung zur Oberfläche (21) des Gutes (1) strömt.

4. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Fluidzuführeinrichtung das Fluid (14) in Richtung zum Druckbereich (19) des Transportmittels (2) strömt und von dort zur Oberfläche (21) des Gutes geleitet wird, wobei der Fluidstrahl (17) am Ausgang (26) in der Nähe des Gutes überwie- gend in eine horizontale Richtung umgelenkt wird und den Flüssigkeitsfilm auf der

Oberfläche (21) in Richtung des Einganges (25) eines benachbarten Transportmittels (2) verdrängt.

5. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hohlwelle (7), bestehend aus einer Druckkammer (22) und einer Saugkammer (23), das Fluid (14) unter Druck aus der Druckkammer (22) durch Öffnungen (11) dem Druckbereich (19) des Transportmittels (2) zuführt, in welchem es zur Oberflä- che (21) des Gutes geleitet wird, wobei der Fluidstrahl (17) am Ausgang (26) in der

Nähe des Gutes überwiegend in eine horizontale Richtung umgelenkt wird und den Flüssigkeitsfilm auf der Oberfläche (21) in Richtung des Einganges (25) und des darauffolgenden Saugbereiches (3) eines benachbarten Transportmittels (2) verdrängt.

6. Vorrichtung zur Nassbehandlung mit Behandlungsflüssigkeit und zum Spülen durch Spritzen, Besprühen und dergleichen oder zum Trocknen nach einer Nassbehandlung von Gut (1), das als Abschnitte oder von Rolle zu Rolle in Durchlaufanlagen mit rotierenden Transportmitteln (2) als Transporträder (6) gefördert wird, zur Durchführung des Verfahrens nach den Patentansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch mindestens eine rotierende Hohlwelle (7) mit mindestens einem Transportrad (6), dessen mindestens eine Stirnwand (5) zusammen mit einer Abdeckung (4) einen Saugbereich (3) als Strömungskanal bilden, wobei dieser seinen Eingang (25) in der Nähe der Oberfläche (21) des Gutes hat und an Öffnungen (11) endet, die in eine Hohlwelle (7) bzw. deren Saugkammer (23) münden, die wiederum mittels einer

Drehkupplung (10) mit einem Unterdruckgenerator in Verbindung steht.

7. Vorrichtung Patentanspruch 6, gekennzeichnet durch mindestens eine rotierende Hohlwelle (7) mit mindestens einem Transportrad (6), dessen mindestens eine Stirnwand (5) zusammen mit einer Abdeckscheibe (20) oder einer Haube (28) einen Druckbereich (19) als Strömungskanal bilden, wobei dieser seinen Eingang am

Rand der Abdeckscheibe (20) oder an Öffnungen (11) und seinen Ausgang (26) in der Nähe der Oberfläche (21) des Gutes hat.

8. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 6 bis 7, gekennzeichnet durch ein Transportrad (6) mit einem Umlenkbogen (27) mindestens an einer Innenseite der Felge (12), der oder die an der Oberfläche (21) des Gutes jeweils nahezu horizontal verlaufen und an der Stirnwand (5) vertikal verlaufen.

9. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 6 bis 8, gekennzeichnet durch eine zweiteilige Hohlwelle (7), bestehend aus einer Druckkammer (22) und einer Saugkammer (23), die jede für sich mit einer Drehkupplung (10) in Verbindung stehen.

10. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 6 bis 9, gekennzeichnet durch einen Druckbereich (19), gebildet von einer Haube (28) und einer Stirnwand (5) des Transportrades (6), der mittels Öffnungen (11) mit der Druckkammer (22) verbunden ist und durch einen Saugbereich (3), gebildet von einer Abdeckung (4) und einer Stirnwand (5) des Transportrades (6), der mittels Öffnungen (11) mit der

Saugkammer (23) verbunden ist.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Nassbehandlung von ebenem Gut

Beschreibung

Die Erfindung betrifft das Behandeln von Gut in Durchlaufanlagen mit rotierenden Transportmitteln. Bei dem Gut handelt es sich um Abschnitte wie z. B. Leiterplatten und Leiterfolien oder um Bänder, die von Rolle zu Rolle gefördert werden. Die Prozesse betreffen insbesondere Spritz- und Sprühbehandlungen. Dies sind allgemeine nasschemische Prozesse, z. B. das Ätzen, Beizen, Entwickeln, Strippen, Reinigen und Spülen. Die Erfindung eignet sich auch zur Unterstützung des Trocknens von nassen Oberflächen. In der Regel wird das ebene Gut in horizontaler Ausrichtung durch die Durchlaufanlage gefördert, wobei meist beide Oberflächen, d. h. die Oberseite und die Unterseite zu behandeln sind. Die Spritzbehandlung ist dann am wirkungsvollsten, wenn der dabei an der Oberfläche des Gutes sich bildende Flüssigkeitsfilm dünn bleibt. An der Oberseite kann die

Behandlungsflüssigkeit nur über die Ränder des meist großflächigen Gutes abfließen. Dies hat zur Folge, dass sich dort ein ungleichmäßig dicker Flüssigkeitsfilm mit dem Maximum in der Mitte bildet. In Richtung der Ränder nimmt die Dicke der so genannten Pfütze mit zunehmender Fließgeschwindigkeit ab. Dies hat zur Folge, dass die Randbereiche an der Oberseite des Gutes in unzulässiger Weise intensiver behandelt werden als der Mittenbereich. Hierfür gibt es bereits bewährte Lösungen.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu beschreiben, die zur horizontalen Nassbehandlung von ebenem, auch sehr flexiblem Gut in Durchlauf- anlagen die Pftitzenbildung an der Oberseite vermeidet, ohne dabei das Gut zu beschädigen. Gelöst wird diese Aufgabe durch das Verfahren nach Patentanspruch 1 und durch die Vorrichtung nach Patentanspruch 6. Die Unteransprüche beschreiben vorteilhafte Ausführungen der Erfindung.

Die Pfützenbildung der Behandlungsflüssigkeit an der Oberseite des Gutes wird erfindungsgemäß durch rotierende Betriebsmittel u. a. als Transportmittel vermieden, die zugleich die Funktion von Saugmitteln oder von Saugmitteln und Druckmitteln haben. Diese Transportmittel sind auf rotierenden Wellen verteilt angeordnet. Die Wellen erstrecken sich quer zur Transportrichtung über die gesamte Breite der Transportbahn. Sie sind in Transportrichtung gesehen abwechselnd mit den bekannten Düsenstöcken zum Bespritzen oder Besprühen des Gutes mit der Behandlungsfiüssig- keit installiert. Die durch diese Betriebsmittel zum Gut gelangte Behandlungsflüssigkeit wird mindestens an dessen Oberseite durch den Saugbereich jedes Transportmittels aufgenommen und abgeführt. Dies geschieht durch Unterdruck. Dabei ist die Saugstelle an der Stelle des Gutes, an der es durch das rotierende Transportmittel gestützt ist. Das Ansaugen der Behandlungsflüssigkeit erfolgt parallel zur Oberfläche des Gutes. Dieses kann somit nicht in den Saugbereich des Transportmittels hineingezogen werden, wodurch eine kratzende Beschädigung des Gutes oder Transportstörungen auch von Folien ausgeschlossen sind. Besonders vorteilhaft erweist sich das horizontal saugende Abziehen des Flüssigkeitsfilmes von der Oberfläche. Es ist wesentlich wirksamer als das bekannte vertikale Absaugen, weil sich Flüssigkeiten auf einer glatten Oberfläche leicht verschieben, nicht aber abheben lassen. Das Transportmittel ist an der Innenseite seiner Felge zur horizontalen Aufnahme der Behandlungsflüssigkeit entsprechend mit einem Umlenkbo- gen profiliert. Die saugend aufgenommene Behandlungsflüssigkeit wird vom

Saugbereich des Transportmittels in eine Hohlwelle, die auch die Transportmittel trägt, abgeleitet. Den dafür erforderlichen Unterdruck in der Hohlwelle erzeugt ein Unterdruckgenerator, der mittels einer Drehkupplung mit dieser Hohlwelle verbunden ist. Das erfindungsgemäße Verfahren kann in Richtung eines so genannten push and pull Verfahrens erweitert werden, d. h. der Flüssigkeitsfilm an der Oberfläche des Gutes wird gedrückt und gezogen. Hierzu wird ein Druckmittel als Fluid, bevorzugt ein Gas verwendet. Dieses Gas strömt derart gerichtet auf die Oberfläche des Gutes, dass der dort befindliche Flüssigkeitsfilm in Richtung zum Eingang des Saugbereiches des Transportmittels verdrängt wird. Dies unterstützt das Entfernen des Flüssigkeitsfilmes von der Oberfläche des Gutes wesentlich, ohne dieses dabei berührend zu beschädigen oder den Transport zu behindern. Das Gas kann mittels Düsenstöcken oder anderen Fluidzuführeinrichtungen, die unten noch detailliert beschrieben werden, einströmen. Die Erfindung zur Entfernung des Flüssigkeitsfilmes von der Oberfläche des Gutes erlaubt die Verwendung der bekannten Einrichtungen zum Bespritzen oder Besprühen des Gutes mit der jeweils erforderlichen Behandlungsflüssigkeit. Hierzu gehören insbesondere Düsenstöcke mit und ohne Oszillation sowie Einrichtungen zum pulsartigen Zufuhren der Behandlungsflüssigkeit an die zu behandelnde Oberfläche des Gutes.

Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der schematischen und nicht maßstäblichen

Figuren 1 bis 6, die einen sehr kleinen Ausschnitt einer Durchlaufanlage im Schnitt zeigen, detailliert beschrieben. Figur 1 zeigt erfindungsgemäße Transportmittel mit zwei Saugbereichen auf einer rotierenden Hohlwelle, die auf dem Gut abrollen.

Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Anordnung mit einer Fluidzuführeinrichtung, die zwischen den Transportmitteln angeordnet ist.

Figur 3 zeigt Transportmittel mit einem Saugbereich und einem Druckbereich sowie einer Fluidzuführeinrichtung, die den Druckbereich des Transportmittels mit Fluid speist.

Figur 4 zeigt in der Seitenansicht ein Transportrad mit dem Verlauf der Fluidstrahlen von der Fluidzuführeinrichtung bis zur Oberfläche des zu behandelnden Gutes.

Figur 5 zeigt Transportmittel mit einem Saugbereich und einem Druckbereich, wobei jeder Bereich mit einer entsprechenden, in der Hohlwelle befindlichen Saugkammer und

Druckkammer in Verbindung steht.

Figur 6 zeigt eine Fluidzuführeinrichtung, die außerhalb der Transportmittel zum annähernd horizontalen Ausströmen des Fluids bis nahe an die Oberfläche des Gutes heranreicht. Die Figur 1 zeigt im Schnitt ein nass zu behandelndes Gut 1, auf dessen Oberseite

Transportmittel 2 abrollen. Die entsprechenden Gegenräder und gegebenenfalls erforderliche Stützräder an der Unterseite des Gutes sind in dieser Figur und in den weiteren Figuren nicht dargestellt. Auch an der Unterseite kann bei Bedarf die erfindungsgemäße Anordnung spiegelbildlich angeordnet sein, z. B. bei einem Trockner.

Die Transportmittel 2 haben in diesem Ausfuhrungsbeispiel beidseitig einen Saugbereich 3, der jeweils von einer Abdeckung 4 und der Stirnwand 5 des Transportrades 6 begrenzt wird. Dieser Saugbereich 3 wirkt als Strömungskanal. Das Transportrad 6 ist an der rotierenden Hohlwelle 7 befestigt. Die Hohlwelle 7 wird von einem Antrieb 8 zum Transport des Gutes 1 in Rotation versetzt. Die Transportrichtung ist hier senkrecht in die Zeichnungsebene hinein. Damit die gelagerten, aber unbefestigt auf der Hohlwelle 7 befindlichen Abdeckungen 4 sich nicht mitdrehen können, sind sie mittels eines Fixpunktes 9 gegen Rotation gesichert. Mittels eines nicht dargestellten

Unterdruckgenerators wird auf dem Weg über eine Drehkupplung 10 in der Hohlwelle 7 ein Unterdruck erzeugt. Die Hohlwelle ist mit Öffnungen 11 versehen, die in die Saugbereiche 3 des Transportmittels 2 münden. Damit wird auch in dem Saugbereich 3 ein Unterdruck erzeugt. Dieser saugt die Abdeckungen 4 in Richtung zur Felge 12 bzw. deren kreisrunde Felgenkante des Transportrades 6, wodurch eine weitgehend dichte Unterdruckkammer beidseitig des Transportrades 6 entsteht. Diese hat nur im Bereich der Oberfläche 21 des Gutes 1 einen Eingang 25. Die Stirnkante der rotierenden Felge 12 gleitet an der statischen Abdeckung 4 entlang. Die Unterdruckkammer ist an der zur Oberfläche 21 des Gutes 1 gewandten Stelle für den Eingang 25 durch eine Einkürzung der Abdeckung 4 spaltartig geöffnet. Durch diesen Spalt 13 wird Behandlungsflüssigkeit, die als Pfütze an der Oberfläche des Gutes 1 steht, in die Unterdruckkammer bzw. in den Saugbereich 3 hineingezogen und durch die Hohlwelle 7 und die Drehkupplung 10 abgeleitet. Die Felgen 12 der Transporträder 6 sind bevorzugt mittels eines Umlenkbogens 27 derart profiliert, dass die Saugwirkung nahezu vollständig parallel zur horizontalen Oberfläche 21 des Gutes gerichtet ist. Wegen der leichten Verschiebbarkeit von Flüssigkeiten auf Oberflächen wird diese besonders vollständig abgesaugt. Weil das Gut 1 dabei vertikal nicht angesaugt wird, besteht auch nicht die Gefahr eines Ansaugens von Folien an das Transportrad 6, wodurch auch ein sicherer Folientransport erreicht wird. Transportstaus des dünnen Gutes in der Durchlaufanlage werden dadurch vermieden.

In Ausnahmefällen, insbesondere wenn starres Gut als Platten zu behandeln ist, kann auf den Umlenkbogen 27 an der Felge 12 verzichtet werden. Die Stirnwände 5 des Transportrades 6 sind in diesem Falle plan bis zur Lauffläche 30. Die hierbei geringere

- A - Wirksamkeit der Flüssigkeitsaufnahme kann durch einen wirksameren Unterdruck ausgeglichen werden.

Die bekannten Düsen zum Bespritzen und Behandeln der Oberfläche 21 des Gutes 1 mit Behandlungsflüssigkeit sind in der Figur 1 und in den weiteren Figuren nicht dargestellt. Diese Düsen als z. B. Düsenstöcke sind in der Regel parallel zu den erfindungsgemäßen Hohlwellen 7 entlang der Transportbahn angeordnet. Sie erstrecken sich quer zur Transportrichtung jeweils abwechselnd mit den erfindungsgemäßen Transportmitteln 2 und deren Hohlwellen 7.

Alle erfindungsgemäßen Transportmittel 2 können bei Bedarf auch an der Unterseite des Gutes angeordnet werden, wenn dies dort zur besonders wirksamen Entfernung eines Flüssigkeitsfilmes erforderlich ist. In der Regel sind an der Unterseite rotierende Stützräder und Transporträder ausreichend. Diese sind den oberen Transporträdern 6 und gegebenenfalls den oberen Spritzstellen der Behandlungsflüssigkeit gegenüberlie- gend zugeordnet.

Die Kombination von Transportmitteln 2 und Saugmitteln auf einer angetriebenen Welle hat des Weiteren den sehr großen Vorteil, dass für die Saugmittel in Transportrichtung gesehen kein zusätzlicher Raum benötigt wird. Dies ergibt im Gegensatz zum Stand der Technik eine besonders kurze Anlage, was aus wirtschaftlichen Gründen stets anzustreben ist.

Die Figur 2 zeigt eine erste Erweiterung der Erfindung. Das Gut 1 wird im Mittenbereich zwischen zwei Transportmitteln 2 mit einem Fluid 14 beaufschlagt, bevorzugt mit einem Gas. In besonderen Fällen kann dieses Fluid 14 auch eine Behandlungsflüssigkeit oder ein Spülmittel sein. Dieses Fluid 14, in der Regel Luft, verdrängt den Flüssigkeitsfilm an der Oberfläche 21 des Gutes 1 in Richtung zu den Transportmitteln 2 und dessen Eingänge 25. Dies bewirkt ein Schieben des Flüssigkeitsfilms zusätzlich zur Saugwirkung, die von den Transportmitteln 2 ausgeht. Das Fluid 14 strömt unter Druck aus Düsen oder Löchern 15 einer Fluidzuführeinrichtung 16 in Richtung zum Gut 1. Diese, den Flüssigkeitsfilm verdrängenden Fluidströme bzw. Fluidstrahlen 17, sind in den Figuren mit Pfeilen dargestellt, die eine offene Pfeilspitze haben. Der Flüssigkeitsweg 18 der zu entfernenden und aufgesaugten Behandlungsflüssigkeit wird ebenfalls mit Pfeilen dargestellt, die eine geschlossene und ausgefüllte Pfeilspitze haben. Beim Aufsaugen der Behandlungsflüssigkeit kann auch das Fluid oder ein Teil desselben mit aufgesaugt werden. Die Fluidzuführeinrichtung 16 kann, wie dargestellt, in Transportrichtung verlaufen. Sie kann bevorzugt auch quer, d. h. parallel zu den Hohlwellen 7 angeordnet sein.

Die Figur 3 zeigt ebenfalls eine Ausführung der Erfindung mit Fluidzuführeinrichtun- gen 16, die längs oder quer zur Transportrichtung des Gutes 1 angeordnet sein können. Die Transportmittel 2 haben hier stirnseitig einen Druckbereich 19 und einen Saugbereich 3. Durch die Löcher 15 der Fluidzuführeinrichtung 16 strömt der Fluidstrahl 17 gegen die Stirnwand 5 des Transportrades 6 in den Druckbereich 19 hinein. Der Druckbereich 19 wird bevorzugt von einer runden Abdeckscheibe 20 nach außen begrenzt. Diese Abdeckscheibe 20 ist an der Hohlwelle 7 befestigt und kann mit ihr rotieren. Die Abdeckscheibe 20 bildet zusammen mit dem Transportrad 6 bzw. dessen Stirnwand 5 einen Strömungskanal, durch den das Fluid 14 in Richtung zur Oberfläche 21 des Gutes 1 strömt. Die Abdeckscheibe 20 schützt die Fluidstrahlen 17 gegen ein Bespritzen durch die Behandlungsflüssigkeit. Wenn dieses Spritzen nicht störend ist, dann kann auf die Abdeckscheibe 20 verzichtet werden. Die andere Seite des Transportrades 6 bildet den Saugbereich 3.

In der Darstellung der Figur 3 werden die Fluidstrahlen 17 im Bereich der Oberfläche 21 des Gutes z. B. vom Umlenkbogen 27 des rechten Transportrades 6 so umgelenkt, dass die Strahlen parallel zur Oberfläche 21 gerichtet werden. In dieser Ausrichtung schieben sie den Flüssigkeitsfilm, der als Pfütze auf der Oberfläche steht, in Richtung zum Saugbereich 3 des links dargestellten Transportrades 6. Dort wird die Behandlungsflüssigkeit in horizontaler Richtung eingesaugt. Vom Saugbereich 3 gelangt diese dann durch die Öffnungen 11 in das Innere der Hohlwelle 7. Aus dieser wird die Behandlungsflüssigkeit, wie beschrieben, mittels der Drehkupplung 10 durch

Unterdruck abgeleitet. Infolge des Schiebens und Saugens des Flüssigkeitsfilmes erfolgt wieder eine gründliche Entfernung der Behandlungsflüssigkeit von der Oberfläche 21 des Gutes. Dieses push and pull Verfahren erlaubt es auch, die Anzahl der Transportmittel 2 auf einer Hohlwelle 7, bei gegebener Breite der Transportbahn zu reduzieren. Bei dieser Ausführung der Erfindung befinden sich an einem Transportmittel 2 ein

Saugbereich 3 und ein Druckbereich 19. Zur Vermeidung des Anhaftens eines Gutes 1 bei sehr flexiblen Folien und/oder bei Anwendung eines sehr wirksamen Unterdruckes im Saugbereich 3 kann das Fluid 14 zugleich oder allein als ein Abweismittel genutzt werden. Hierzu werden im Bereich der Felge 12 bzw. des Umlenkbogens 27 Schlitze 31 und/oder Bohrungen eingebracht, die vom Druckbereich 19 zur Lauffläche 30 verlaufen. Durch diese Schlitze 31 gelangt mindestens ein Teil des Fluidstromes von der Innenseite des Transportrades 6 zur Lauffläche 30. Ein dort anhaftendes sehr flexibles Gut 1 wird durch den Fluidstrom verdrängt, wodurch eine störende dauerhafte Haftung vermieden wird.

Auf einer Hohlwelle 7 befinden sich quer zur Transportrichtung in der Regel mehrere Transportmittel 2. Daher besteht auch die Möglichkeit, ein Transportmittel 2 mit zwei Druckbereichen 19 an den beiden Stirnseiten auszuführen. Die beidseitig auf der Hohlwelle 7 benachbarten Transportmittel 2 sind dann an deren beiden Stirnseiten mit Saugbereichen 3 ausgeführt. Derartige Transportmittel befinden sich abwechselnd auf einer Hohlwelle 7, wodurch wieder das Prinzip des Drückens und Ziehens realisiert ist.

Die Figur 4 zeigt ein Transportrad 6 in der Seitenansicht ohne Abdeckscheibe 20 gemäß der Figur 3. Der Fluidstrahl 17 strömt an der Stirnwand 5 entlang zum

Umlenkbogen 27 und zum Gut 1. Dort trifft er in annähernd horizontaler Ausrichtung und annähernd parallel zur Hohlwelle 7 auf die Oberfläche 21 an der Stelle, an der das Gut vom Transportrad 6 sehr gut geführt ist. Auch dadurch wird bei einer zu transportierenden Folie ein sicherer Transport erreicht. Die am Umfang der Felge 12 verteilten Schlitze 31 oder Bohrungen vom Druckbereich 19 in Richtung zur Lauffläche 30 sind in dieser Figur nur teilweise dargestellt.

Die Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die rotierende Hohlwelle 7 ist hier als Zweikammerwelle ausgeführt. In die Druckkammer 22 wird hier das Fluid 14 mittels einer ersten Drehkupplung 10 eingeleitet. Von dort gelangt es bzw. die Fluidstrahlen 17 durch Öffnungen 11, die nur in den Druckbereich 19 des Transportmittels 2 münden, in diesen Bereich. Der Druckbereich 19 wird von der Stirnwand 5 und einer nicht rotierenden Haube 28 begrenzt, wodurch ein Strömungskanal am rotierenden Transportrad 6 gebildet wird. Dieser Strömungskanal hat nur einen Ausgang 26, der sich unmittelbar an der Oberfläche 21 des Gutes befindet. Am Transportrad 6 bzw. an der Innenseite der Felge 12 ist an den beiden Stirnseiten 5 der Umlenkbogen 27, der die Fluidstrahlen 17 an der einen Stirnwand 5 und die angesaugte Behandlungsflüssigkeit an der anderen Stirnwand 5 um ca. 90° umlenkt. Damit sind das strömende Druckmittel, nämlich das Fluid 14, sowie die Saugwirkung an der anderen Seite des Transportrades 6 sehr wirkungsvoll annähernd parallel zur Oberfläche 21 des Gutes und annähernd parallel zur Hohlwelle 7 gerichtet.

Die zweite Kammer der Zweikammerwelle ist die Saugkammer 23. Diese steht mittels der zweiten Drehkupplung 10 unter Unterdruck. Öffnungen 11 verbinden nur diese Saugkammer 23 mit dem Saugbereich 3 des Transportmittels 2. Damit wird der Druck- /Saugkreislauf der Behandlungsflüssigkeit über zwei Transportmittel 2, die sich auf einer Hohlwelle 7 befinden, geschlossen.

Das Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 6 zeigt eine weitere Möglichkeit der Zuführung des Fluids 14 zur Oberfläche 21 des Gutes 1. Über Rohrleitungen 24, die senkrecht vor dem Gut 1 zwischen zwei Transportmitteln 2 enden, strömt es bevorzugt aus entsprechend gerichteten Auslässen 29 parallel zur Oberfläche 21. Dort schiebt es wieder den Flüssigkeitsfilm in Richtung zu den Saugbereichen 3 der Transportmittel 2. Diese nehmen die Behandlungsflüssigkeit saugend auf und leiten sie über die Hohlwelle 7 und die Drehkupplung 10 ab.

Bezugszeichenliste

1 Gut

2 Transportmittel

3 Saugbereich, Strömungskanal

4 Abdeckung

5 Stirnwand

6 Transportrad

7 Hohlwelle

8 Antrieb

9 Fixpunkt

10 Drehkupplung

11 Öffnung

12 Felge

13 Spalt, Eingang des Strömungskanals

14 Fluid, Gas, Flüssigkeit

15 Loch

16 Fluidzuführeinrichtung

17 Fluidweg, Fluidstrahl, Fluidstrom

18 Flüssigkeitsweg

19 Druckbereich, Strömungskanal

20 Abdeckscheibe

21 Oberfläche

22 Druckkammer

23 Saugkammer

24 Rohrleitung

25 Eingang

26 Ausgang

27 Umlenkbogen

28 Haube

29 Auslass

30 Lauffläche

31 Schlitz, Bohrung