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Title:
METHOD AND DEVICES FOR FEEDING SHEETLIKE MATERIAL INTO A PRINTER OR PHOTOCOPIER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/017563
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method of feeding a sheetlike material (50-54) into a printer. An externally located cover sheet (50-54) is removed from a pile of sheets and conveyed towards a section (a10-a12) of the transport path at a transport speed (V0, V1). The lower limit (v0) of the transport speed is the same as or greater than the transport speed (v0) of the sheets (50-54) in section (a1-a12). Conveyance of the sheet (52,54) is delayed until section (a10-a12) has been reached. Identical predetermined spacing (AS) thus occurs between immediately successive transported sheets (52,54).

Inventors:
Oberhoffner, Gerhard (Paul-Klee-Strasse 4, M�nchen, D-81477, DE)
Pilsl, Stephan (Am St�gnfeld 8a, R�hrmoos, D-85244, DE)
Application Number:
PCT/DE1997/002446
Publication Date:
April 30, 1998
Filing Date:
October 21, 1997
Export Citation:
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Assignee:
OCE PRINTING SYSTEMS GMBH (Siemensallee 2, Poing, D-85586, DE)
Oberhoffner, Gerhard (Paul-Klee-Strasse 4, M�nchen, D-81477, DE)
Pilsl, Stephan (Am St�gnfeld 8a, R�hrmoos, D-85244, DE)
International Classes:
B65H7/02; B65H43/00; (IPC1-7): B65H7/02; B65H43/00
Foreign References:
EP0428922A21991-05-29
EP0167091A11986-01-08
DE2613261A11977-10-06
US4451027A1984-05-29
GB2012727A1979-08-01
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 105 (M-471), 19.April 1986 & JP 60 236954 A (RICOH KK), 25.November 1985,
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 103 (M-377), 8.Mai 1985 & JP 59 227639 A (RICOH KK), 20.Dezember 1984,
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 105 (M-471), 19.April 1986 -& JP 60 236938 A (HITACHI SEISAKUSHO KK), 25.November 1985,
Attorney, Agent or Firm:
Schaumburg, Karl-heinz (Postfach 86 07 48, M�nchen, D-81634, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Eingabe von Blattmaterial (12, 14; 50, 52, 54) in einen Drucker oder Kopierer, mit den folgenden Schritten: Von einem Blattstapel (16) wird ein au en liegendes Deck Blatt (12, 14; 50 bis 54) abgezogen, das DeckBlatt (12, 14; 50 bis 54) wird mit einer Ein zugsgeschwindigkeit (vO, vl) in Richtung eines Teilab schnitts (a10 bis a12) des Transportwegs transportiert, wobei im Teilabschnitt (a10 bis a12) das Blatt (50 bis 54) mit einer Transportgeschwindigkeit (vO) transportiert wird, bis zum Erreichen des Teilabschnitts (a10 bis a12) wird der Transport des Blatts (14; 52, 54) derart verzögert, da sich zwischen unmittelbar hintereinander transpor tierten Blättern ein vorbestimmter gleicher Abstand (AS) ergibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da die untere Grenze der Einzugsgeschwindigkeit (vO, vl) grö er als die Transportgeschwindigkeit (vO) der Blätter (50 bis 54) innerhalb des Teilabschnitts (a10 bis a12) ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da sich zwischen Blattstapel (16) und Teilabschnitt (a10 bis a12) eine Voreinzugsposition (a5) befindet, an wel cher die Lage des Blatts (50 bis 54) bestimmt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, da das Blatt (52, 54) zwischen Blattstapel (16) und Teilabschnitt (a10 bis a12) angehal ten und nach Ablauf einer Haltezeit vorzugsweise mit der Einzugsgeschwindigkeit (vO, vl) transportiert wird, wobei die Haltezeit so bemessen ist, da sich in Transportrich tung gesehen zwischen dem DeckBlatt (52, 54) und einem zuvor abgezogenen Blatt (50, 52) des Blattstapels (16) der Abstand (AS) beim Transport des DeckBlatts (52, 54) bis zum Teilabschnitt (a10 bis a12) einstellt.
5. Einrichtung zum Einziehen von Blattmaterial (50 bis 54) in einen Drucker oder Kopierer, insbesondere zum Durch führen eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden An sprüche, mit mindestens einem Blattfach zum Aufnehmen eines Blatt stapels (16), einer Einzugsvorrichtung (10) zum Abziehen des jeweils am Blattstapel (16) au enliegenden DeckBlatts (50 bis 54) gemä einer Einzugsgeschwindigkeit (vO, vl), mindestens einer Transportvorrichtung (60, 62) zum Trans port der eingezogenen Blätter gemä einer Transportge schwindigkeit (vO), und mit einer Steuereinheit zum Ansteuern der Einzugsvor richtung (10), dadurch gekennzeichnet, da die Steuereinheit den Einzug derart verzögert, da aufeinanderfolgende Blätter (52, 54) in der Transportvorrichtung (60, 62) einen vorgegebe nen Abstand (AS) zueinander haben.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, da die Einzugsgeschwindigkeit (vl) grö er als die Transport geschwindigkeit (vO) ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich net, da die Einzugsvorrichtung (60, 62) eine auf das DeckBlatt (50 bis 54) einwirkende Abzugsrolle (22) hat, mit der das jeweils abgezogene Blatt (50 bis 54) einem Einzugsband (28) zugeführt wird, welches das Blatt (50 bis 54) dann der Transportvorrichtung (60, 62) zuführt.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, da die Transportvorrichtung (60, 62) in einem Abstand (a10) von der Abzugsrolle angeordnet ist, der vorzugsweise etwas kleiner als die Länge (L) eines Blatts in Transportrichtung (36) ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, da eine erste Lichtschranke (56) zum Er fassen der Blattposition in BlattTransportrichtung (42) vorzugsweise nahe hinter der Einzugsvorrichtung (10) an geordnet ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, da die Steuereinheit abhängig von einem Signal der ersten Lichtschranke (56) die Einzugsvorrichtung (10) freischal tet.
11. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeich net, da eine zweite Lichtschranke (58) vorzugsweise etwa in dem vorgegebenen Abstand (AS) in Transportrichtung hinter der ersten Lichtschranke (56) angeordnet ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, da die Steuereinheit abhängig von einem Signal der ersten Lichtschranke (56) oder der zweiten Lichtschranke (58) die Einzugsvorrichtung (10) wirksam schaltet.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, da die Steuereinheit mit Hilfe minde stens einer der Lichtschranken (56, 58) die Einzugsge schwindigkeit (vO, vl) mi t.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, da die Steuereinheit die Einzugsvorrich tung (10) spätestens freischaltet, wenn das Blatt (50 bis 54) von der Transportvorrichtung (60, 62) erfa t wird.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, da die Steuereinheit die Einzugsein richtung (10) wirksam schaltet, wenn das abgezogene Blatt (50 bis 54) einen Mindestabstand (a3 minus a2) zum Blatt stapel (16) erreicht.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, da eine dritte Lichtschranke (64) in der Transportvorrichtung (60, 62; 66, 68) zum Erfassen des Abstands (AO, Al) zwischen aufeinanderfolgenden Blättern (50 bis 54) angeordnet ist, und da die Steuereinheit abhängig vom Abstand (AO, Al) und einer zuvor gemessenen Einzugsgeschwindigkeit (vO, vl) eine Haltezeit bestimmt, während der die Einzugs vorrichtung (10) beim Einziehen eines Blatts (52, 54) freigeschaltet wird, wobei die Haltezeit so bemessen ist, da sich beim Wir kungsschalten der Einzugsvorrichtung (10) nach Ablauf der Halte zeit in Transportrichtung gesehen zwischen den Blät tern (50 bis 54) in der Transportvorrichtung der vorbe stimmte Abstand (AS) einstellt.
17. Verfahren zur Eingabe von Blattmaterial (50 bis 52) in einen Drucker oder Kopierer, mit den folgenden Schritten: Von einem Blattstapel (16) wird ein au en liegendes Deck Blatt (50 bis 54) abgezogen, das DeckBlatt (50 bis 54) wird beim Einziehen mit einer beim Abziehen des DeckBlatts (50 bis 54) vom Blattstapel (16) mehrmals stark variierenden Einzugsgeschwindigkeit transportiert, nach dem Abziehen wird das DeckBlatt (50 bis 54) zumin dest auf einem Teilabschnitt (a10 bis a12) des verblei benden Blattransportwegs mit konstanter Transportge schwindigkeit (vO) weitertransportiert.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, da die Einzugsgeschwindigkeit periodisch variiert.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeich net, da die Einzugsgeschwindigkeit nur dann variiert wird, wenn mehrfach Blatteinzüge auftreten.
20. Einrichtung zum Einziehen von Blattmaterial in einen Drucker oder Kopierer, insbesondere zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Patentansprüche 17 bis 19, mit mindestens einem Blattfach zum Aufnehmen eines Blatt stapels (16), einer Einzugsvorrichtung (10) zum Abziehen des am Blatt stapel (16) au en liegenden DeckBlatts (50 bis 54) gemä einer Einzugsgeschwindigkeit, mindestens einer Transportvorrichtung (60, 62) zum Trans port der eingezogenen Blätter (50 bis 54) gemä einer Transportgeschwindigkeit (vO), und mit einer Steuereinheit zum Ansteuern der Einzugsvor richtung (10), dadurch gekennzeichnet, da die Steuereinheit die Ein zugsgeschwindigkeit beim Abziehen des DeckBlatts (50 bis 54) vom Blattstapel (16) mehrmals stark variiert.
Description:
Beschreibung Verfahren und Vorrichtungen zur Eingabe von Blattmaterial in einen Drucker oder Kopierer Die Erfindung betrifft in einem ersten Aspekt ein Verfahren zur Eingabe von Blattmaterial in einen Drucker oder Kopierer.

Bei bekannten Verfahren zur Eingabe von Blattmaterial wird auf ein Startsignal hin von einem Blattstapel jeweils ein au enliegendes Deckblatt abgezogen und mit einer Einzugsge- schwindigkeit in Richtung eines Teilabschnitts des Transport- wegs transportiert, in welchem es mit einer etwa konstanten Soll-Transportgeschwindigkeit transportiert wird, welche der Einzugsgeschwindigkeit entspricht.

Nachteilig bei dem bekannten Verfahren zum Eingeben von Blattmaterial ist, da der Abstand zwischen aufeinanderfol- genden Blättern variiert. Dies ist darauf zurückzuführen, da der Kraftschlu zwischen Einzugsrollen bzw. Einzugsbänder und den Blättern nicht hundertprozentig gewährleistet ist, so da ein sogenannter Mikroschlupf auftritt. Der auftretende Mikro- schlupf ist von den Papiereigenschaften abhängig, wie z.B.

Papierdicke und Oberflächenrauheit. Auch ein Verstellen der Einzugskraft, insbesondere beim Abziehen der Blätter vom Sta- pel führt zu einer Veränderung des Abstands zwischen aufein- anderfolgenden Blättern. Beim Abziehen der Blätter vom Stapel lä t sich ein minimales Verschieben der dem Deckblatt benach- barten Blätter nicht verhindern, so da beim Einziehen auch die exakte Lage der Blattvorderkante in Transportrichtung nicht bekannt ist. Die Folge ist wiederum, da sich eine Ver- änderung des Abstands zwischen aufeinanderfolgenden Blättern einstellt.

In Hochleistungsdruckern werden über 100 Blatt pro Minute be- druckt. Schwankungen des Blattabstands zwischen einem unteren und einem oberen Grenzwert führen zwangsläufig zu einem Ge- schwindigkeitsverlust beim Drucken im Vergleich zu einem

Druck mit dem unteren Grenzwert. Bei Angabe der druckbaren Blattanzahl pro Zeiteinheit mu vom schlechtesten Wert ausge- gangen werden. Der Nutzer will aber eine berechenbare gleich- bleibende Druckgeschwindigkeit.

Aufgabe des ersten Aspekts der Erfindung ist es, ein einfa- ches Verfahren zur Eingabe von Blattmaterial anzugeben, das einen etwa konstanten Blattabstand zwischen den nacheinander eingegebenen Blättern ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Der erste Aspekt der Erfindung geht von der Erkenntnis aus, da der Blattabstand am einfachsten beim Einziehen der Blätter eingestellt werden kann, da eine spätere Korrektur eines Abstands eine Veränderung der örtli- chen Lage aller folgenden Blätter zur Folge hätte. Ein Ein- stellen des Abstands soll sowohl beim Unterschreiten als auch beim Überschreiten eines Sollabstands möglich sein. Deshalb wird beim ersten Aspekt der Erfindung der Transport des Blatts derart verzögert, da sich bis zum Erreichen des Teil- abschnitts zwischen unmittelbar hintereinander transportier- ten Blättern ein vorbestimmter gleicher Abstand ergibt. Somit erfolgt das Einstellen des Abstands zwischen den Blättern beim Einziehen der Blätter in den Drucker. Ist die Einzugsge- schwindigkeit relativ niedrig, so wird kaum oder gar nicht verzögert. Ist die Einzugsgeschwindigkeit jedoch relativ hoch, so wird länger verzögert, um den Sollabstand einzustel- len. Auch wenn die Einzugsgeschwindigkeit niedriger oder gleich der Transportgeschwindigkeit ist, kann durch Verzögern des Deckblatts beim Einziehen ein Abstand eingestellt werden, wenn die Blätter vom Stapel mit einem geringeren Abstand zu- einander als der vorbestimmte gleiche Soll-Abstand abgezogen werden.

Das Verzögern des Transports ist eine einfache technische Ma nahme, die z.B. durch Anhalten einer Einzugsvorrichtung oder durch Abbremsen derselben durchgeführt wird.

In einem Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach dem ersten Aspekt der Erfindung ist die Einzugsgeschwindigkeit grö er als die Transportgeschwindigkeit der Blätter innerhalb des Teilabschnitts. Durch diese Ma nahme wird Verzögerungszeit zum Regeln des Abstands gewonnen. Somit kann der Abstand beim Abziehen der Blätter vergrö ert werden und auch den Soll-Ab- stand überschreiten, wodurch das Abziehen sicherer wird, da ein Auffahren der Blätter aufeinander vermieden wird. Letzt- lich vergrö ert sich der Regelbereich des Abstands bei Erhö- hung der Einzugsgeschwindigkeit.

Die Anzahl der gedruckten Blätter pro Zeiteinheit verringert sich durch das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung nicht, da die Einzugsgeschwindigkeit im ungünstigsten Fall die Grö e der Transportgeschwindigkeit hat, wobei in diesem Fall keine oder nur eine sehr geringe Verzögerung auftritt.

In einem Ausführungsbeispiel des ersten Aspekts der Erfindung befindet sich zwischen Blattstapel und Teilabschnitt eine Voreinzugsposition, an welcher die Lage des Blatts bestimmt wird. Durch diese Ma nahme wird erreicht, da die Position des Blatts für weitere Steuervorgänge verwendet werden kann.

Die variierende Lage der Blätter im Blatt fach hat durch das Erkennen der exakten Lage des Blatts und darauf aufbauende Ma nahmen keinen Einflu mehr auf eine mögliche Veränderung des Blattabstands.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel des ersten Aspekts der Erfindung wird das Blatt zwischen Blattstapel und Teilab- schnitt angehalten und nach Ablauf einer Haltezeit vorzugs- weise mit der Einzugsgeschwindigkeit weitertransportiert.

Zweckmä igerweise wird das Blatt genau an der Voreinzugsposi- tion angehalten. Die Haltezeit ist so bemessen, da sich in Transportrichtung gesehen zwischen dem Deckblatt und einem zuvor abgezogenen Blatt des Blattstapels der vorbestimmte gleiche Abstand beim Transport des Deckblatts bis zum Teilab-

schnitt einstellt. Die Haltezeit kann durch einfache Weg- Zeit-Berechnungen ermittelt werden. Dabei sind der Abstand zwischen Halteposition und Transportvorrichtung, und die Ein- zugsgeschwindigkeit bekannt. Das Anhalten kann z.B. über Schrittmotoren und/oder Kupplungen realisiert werden.

Die Erfindung betrifft in einem zweiten Aspekt eine Einrich- tung zum Einziehen von Blattmaterial in einen Drucker oder Kopierer, insbesondere zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche. Somit übertragen sich die oben genannten technischen Wirkungen auch auf die Einrichtung zum Einziehen von Blattmaterial nach dem zweiten Aspekt der Erfindung.

In einem Ausführungsbeispiel des zweiten Aspekt der Erfindung wird eine auf das Deckblatt einwirkende Abzugsrolle verwen- det, mit der das jeweils abgezogene Blatt einem Einzugsband zugeführt wird, welches das Blatt dann der Transportvorrich- tung zuführt. Rollen und Bänder sind dabei äquivalente tech- nische Mittel, die auch gegeneinander ausgetauscht werden können. Um einen sicheren Einzug zu gewährleisten, erfa t die Transportvorrichtung das abgezogene Blatt, bevor dessen Rück- kante an der Abzugsrolle vorbeitransportiert wird. Durch diese Ma nahme wird gewährleistet, da die Abzugsrolle, die üblicherweise nicht unmittelbar an der Vorderkante des Blatt- stapels angeordnet ist, beim Erfassen des Blatts durch die Transportvorrichtung freigeschaltet werden kann, bis das Blatt vollständig vom Blattstapel abgezogen ist. Somit wird verhindert, da weitere Blätter vom Blattstapel durch die Ab- zugsrolle abgezogen werden, bevor das Deckblatt vollständig vom Blattstapel abgezogen ist.

Bei einem Ausführungsbeispiel des zweiten Aspekts der Erfin- dung wird mit einer ersten Lichtschranke unmittelbar hinter der Einzugsvorrichtung die Blattposition erfa t. Abhängig von einem Signal der ersten Lichtschranke, welches z.B. beim Un- terbrechen eines Lichtstrahls durch die Vorderkante des Blat-

tes erzeugt wird, wird die Einzugsvorrichtung freigeschaltet, so da das Blatt in einer Voreinzugsposition ruht. Eine zwei- te Lichtschranke ist vorzugsweise etwa in dem vorbestimmten Abstand in Transportrichtung hinter der ersten Lichtschranke angeordnet. Die Steuereinheit schaltet abhängig von einem Signal der zweiten Lichtschranke, welches z.B. durch die Rückkante eines bereits abgezogenen Blattes erzeugt wird, die Einzugsvorrichtung wieder wirksam. Somit wird das in der Vor- einzugsposition befindliche Blatt mit dem vorgegebenen Ab- stand zum vorhergehenden Blatt weitertransportiert. Mit Hilfe der beiden Lichtschranken kann die Einzugsgeschwindigkeit ge- messen werden, indem die Dauer des Transports eines Blattes zwischen den beiden Lichtschranken gemessen wird. Aus der Einzugsgeschwindigkeit lä t sich der Zeitpunkt ableiten, an dem das Blatt von der Transportvorrichtung erfa t wird, so da die Einzugsvorrichtung zu diesem Zeitpunkt freigeschaltet werden kann. Au erdem kann mit Hilfe der Einzugsgeschwindig- keit berechnet werden, wann das abgezogene Blatt einen Min- destabstand zum Stapel hat. Ist der Mindestabstand erreicht, so schaltet die Steuereinheit die Einzugseinrichtung wieder wirksam, so da ein nächstes Blatt abgezogen wird. Eine entsprechende Steuereinheit ist beispielsweise auf dem Gebiet der Briefsendungs-Verarbeitung durch die DE 27 58 007 A bekannt geworden.

Die Erfindung betrifft in einem dritten Aspekt ein Verfahren zum Eingeben von Blattmaterial in einen Drucker oder Kopie- rer, welches in Kombination mit dem Verfahren nach dem ersten Aspekt der Erfindung oder auch separat eingesetzt werden kann. Durch das Verfahren nach dem dritten Aspekt der Erfin- dung sollen Mehrfachblatteinzüge verhindert werden. Bei Mehr- fachblatteinzügen werden mindestens zwei sich zumindest teil- weise überlappende Blätter gleichzeitig vom Blattstapel abge- zogen. Die Folge ist ein erhöhter Blattverbrauch und gegebe- nenfalls Fehldrucke. Ein Fehldruck ist dann unvermeidlich, wenn die Blätter beidseitig bedruckt werden. Eine bekannte Ma nahme zum Verhindern von Mehrfachblatteinzüqen ist ein Er-

höhen der Andruckkraft einer Abzugseinrichtung beim Abziehen der Blätter vom Blattstapel. Durch diese Ma nahme können je- doch nicht alle Mehrfach- bzw. Doppelblatteinzüge verhindert werden. Doppelblatteinzüge ergeben sich z.B. bei schlechter Papierqualität oder an mit einem Grat versehenen Schnittkan- ten.

Aufgabe des dritten Aspekts der Erfindung ist es, Mehrfa- cheinzüge bei der Eingabe von Blattmaterial in einen Drucker oder Kopierer zu verhindern.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15 gelöst. Dabei wird von der Überlegung aus- gegangen, da zwei aneinander haftende Blätter durch eine Art Rüttelbewegung voneinander getrennt werden können. Deshalb wird beim dritten Aspekt der Erfindung das Deckblatt insbe- sondere beim Abziehen vom Blattstapel mit einer mehrmals stark variierenden Einzugsgeschwindigkeit transportiert. Im Extremfall wird das Deckblatt vom Blattstapel weg eine defi- nierte Zeitdauer im Start-/Stop-Betrieb eingezogen. Durch das mehrmalige Variieren der Einzugsgeschwindigkeit lösen sich auch Blätter voneinander, die sich bei einem einmaligen Vari- ieren der Einzugsgeschwindigkeit, z.B. beim Beschleunigen, nicht voneinander lösen würden. Durch ein Verfahren nach dem dritten Aspekt der Erfindung wird somit eine Verringerung von Mehrfachblatteinzügen erreicht.

Variiert die Einzugsgeschwindigkeit periodisch, so kann die Einzugsgeschwindigkeit gemä einem Taktsignal mit geringem schaltungs- bzw. softwaretechnischem Aufwand variiert werden.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel des dritten Aspekts der Erfindung wird die Einzugsgeschwindigkeit nur dann variiert, wenn Mehrfachblatteinzüge auftreten. Das Variieren der Ein- zugsgeschwindigkeit kann sowohl von einer Bedienperson als auch von einer Sensoreinheit wirksam geschaltet werden. Somit wird die zu einem erhöhten Verschlei führende Variation der

Einzugsgeschwindigkeit nur dann durchgeführt, wenn aufgrund der Papierqualität eine erhöhte Zahl von Mehrfach- bzw. Dop- pelblatteinzügen zu erwarten ist. Au erdem tritt durch die variierende Einzugsgeschwindigkeit meist ein Geschwindig- keitsverlust beim Einziehen der Blätter ein, der nur dann vertretbar ist, wenn auch tatsächlich die Gefahr von Mehr- fachblatteinzügen gegeben ist.

Die Erfindung betrifft in einem vierten Aspekt eine Einrich- tung zum Einziehen von Blattmaterial in einen Drucker oder Kopierer, insbesondere zum Durchführen des Verfahrens nach dem dritten Aspekt der Erfindung. Somit übertragen sich die beim dritten Aspekt der Erfindung genannten technischen Wir- kungen auch auf die Einrichtung nach dem vierten Aspekt der Erfindung.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei- spielen beschrieben. Dabei zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung einer Ein- zugsvorrichtung zum Einziehen von Blatt- material in einen Drucker, Figur 2 ein Weg-Zeit-Diagramm zur Darstellung ei- ner Abstandsregelung, und Figur 3 ein Weg-Zeit-Diagramm zur Darstellung einer Abstandsregelung mit Rütteleinzug.

Figur 1 zeigt die Seitenansicht einer Einzugsvorrichtung 10 zum Einziehen von Papierblättern 12, 14 eines Blattstapels 16. Die Bestandteile der Einzugsvorrichtung 10 werden von ei- nem Rahmen 18 getragen, an dem auch ein um sein eines Ende schwenkbarer Hebel 20 befestigt ist. Am anderen Ende des He- bels 20 ist eine Abzugsrolle 22 angeordnet, die mit Hilfe ei- ner nicht dargestellten Feder gegen den Blattstapel 16 ge- drückt wird. Zwischen zwei am Rahmen 18 drehbar gelagerten

Transportrollen 24, 26 ist ein Transportband 28 gespannt. Un- mittelbar am Transportriemen 28 liegt nahe der Transportrolle 24 eine nicht drehbare Stoprolle 30 an, an welcher das Trans- portband etwa in einem Winkel von 1700 vorbeigeführt wird.

Eine Gegenlaufrolle 32 steht mit dem Transportband 28 im Be- reich der Transportrolle 26 in Berührung. Ein nicht darge- stellter Schrittmotor ist über eine Kupplungseinrichtung mit der Abzugsrolle 22, der Transportrolle 24 und der Gegenlauf- rolle 32 getrieblich verbunden, so da sich die Abzugsrolle 22 in Richtung eines Drehrichtungspfeils 34, das Transport- band 28 in Richtung eines Pfeils 36 und die Gegenlaufrolle 32 in Richtung eines Drehrichtungspfeils 38 dreht. Die Oberflä- chen der Abzugsrolle 22, des Transportbandes 28 und der Ge- genlaufrolle 32 besteht aus einem gummierten Material mit einem sehr hohen Reibwert. Beim Wirksamschalten der Einzugs- vorrichtung 10 wird somit das oberste Blatt 12 des Blattsta- pels 16 durch die Abzugsrolle 22 dem Transportband 28 zuge- führt. Ein Leitblech 40 gewährleistet, da nur eine sehr ge- ringe Anzahl von Blättern 12, 14 des Blattstapels 16 gleich- zeitig bis zur Stoprolle 30 gelangen können.

Sobald das Deckblatt 12 vom Transportband 28 erfa t wird, be- wegt es sich in die Transportrichtung 36 auf die Gegenlauf- rolle 32 zu. Unterstützt durch die Gegenlaufrolle 32 wird das jeweils transportierte Blatt aus der Einzugsvorrichtung 10 in Richtung eines Pfeils 42 zu einer weiteren Transportvorrich- tung transportiert, welche die abgezogenen Blätter dann an einem Druckwerk, und einer Fixierstation vorbei zu einer Blattausgabe transportiert.

Figur 2 zeigt ein Weg-Zeit-Diagramm für drei eingezogene Blätter 50, 52 und 54, wobei auf der Ordinatenachse 55 der Transportweg s und auf der Abszissenachse 57 die Zeit t abge- tragen sind. Au erdem ist das Weg-Zeit-Diagramm mit einer Darstellung der Einzugsvorrichtung 10 gemä Figur 1 hinter- legt. Die Abzugsrolle 22 befindet sich im Nullpunkt der Ordi- natenachse 55 am Beginn des Transportwegs s der Blätter.

In Transportrichtung 36 eines Blatts 50, 52 bzw. 54 sind Po- sitionen al bis a12 zu unterscheiden, die in dieser Reihen- folge entlang des Transportwegs angeordnet sind. An der Posi- tion al befindet sich die Transportrolle 24 und an der Posi- tion a2 die Stoprolle 30. Die Differenz einer Position a3 und der Position a2 kennzeichnet einen Mindestabstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Blättern in der Einzugsvorrichtung 10, wobei der Mindestabstand so gewählt ist, da ein Auffah- ren des folgenden Blatts auf das vorhergehende Blatt ausge- schlossen ist. In einem Abstand a4 sind die Transportrolle 26 und die Gegenlaufrolle 32 angeordnet.

Eine erste Lichtschranke 56 ist in einer Position a5 derart angeordnet, da ein Lichtstrahl durch ein vorbeitransportier- tes Blatt unterbrochen wird. Eine Position a6 befindet sich zwischen der Lichtschranke 56 und einer zweiten Lichtschranke 58 zum Erfassen der Blattposition an einer Position a7. Zwi- schen der Lichtschranke 58 und einem ersten Transportwalzen- paar aus Transportwalzen 60 und 62 einer Transportvorrichtung des Druckers an einer Position a9 befindet sich eine Position a8. Die Bedeutung der Positionen a6, a8 sowie einer Position a10 in Transportrichtung gesehen unmittelbar hinter den Transportwalzen 60, 62 wird weiter unten erläutert.

An einer Position all befindet sich eine dritte Lichtschranke 64 in Transportrichtung gesehen vor einem zweiten Transport- walzenpaar aus Transportwalzen 66, 68 an einer Position a12.

Das Blatt 50 wird durch Wirksamschalten der Einzugsvorrich- tung 10 beginnend zu einem Zeitpunkt to eingezogen. Die Vor- derkante 70 des Blatts 50 bewegt sich von der Position al aus mit einer Einzugsgeschwindigkeit vl, dargestellt durch eine Strichlinie 70 Das Blatt 50 ist das erste eingezogene Blatt einer Gruppe von einzuziehenden Blättern 50, 52, 54 usw. und wird deshalb ohne Stop transportiert. Zwischen der Licht-

schranken 56 und 58 wird die Einzugsgeschwindigkeit vl gemes- sen.

Sobald sich die Vorderkante 70 an der Position a10 befindet, kann davon ausgegangen werden, da die Transportwalzen 60, 62 das Blatt 50 sicher erfa t haben. Durch die Transportwalzen 60, 62 wird die Vorderkante 70 mit einer Transportgeschwin- digkeit v0 weiter transportiert, welche kleiner als die Ein- zugsgeschwindigkeit vl ist. Die Transportgeschwindigkeit v0 der Vorderkante 70 und damit auch des Blatts 50 ist durch eine Vollinie dargestellt. Passiert die Vorderkante 70 die Lichtschranke 58 zu einem Zeitpunkt t2, so lä t sich nach der folgenden Formel ein Zeitpunkt t3 berechnen, an dem die Vor- derkante 70 die Position a10 erreicht: t3=t2+(a10-a7)/ vl (1) Zum Zeitpunkt t3 befindet sich die Rückkante des Blatts 50 in Transportrichtung 36 gesehen noch vor der Einzugsrolle 22.

Die Einzugsvorrichtung 10 wird zum Zeitpunkt t3 freigeschal- tet, d.h., da der Schrittmotor, die Einzugsrolle 22, das Transportband 28 und die Gegenlaufrolle 32 nicht mehr an- treibt. Das Blatt 50 wird somit nur noch von den Transport- walzen 60, 62 mit der Transportgeschwindigkeit v0 transpor- tiert, so da auch die Rückkante 72 des Blatts 50 die Trans- portgeschwindigkeit v0 haben mu .

Die Einzugsvorrichtung 10 wird erst wieder wirksam geschal- tet, wenn die Rückkante 72 des Blatts 50 die Position a3 zu einem Zeitpunkt t4 erreicht, welcher nach der folgenden For- mel berechnet wird: t4=t3+(L-(a10-a3))/ vl (2) wobei L die Länge der Blätter 50, 52 bzw. 54 in Transport- richtung 36 ist.

Zum Zeitpunkt t4 beginnt sich die Vorderkante 74 des nächsten Blatts 52 mit der Einzugsgeschwindigkeit vl zu bewegen. Die genaue Startposition der Vorderkante 74 kann nicht genau vor- hergesagt werden, da sie sich zwischen den Positionen al und a2 befindet. Im ungünstigsten Fall ist die Startposition der Vorderkante 74 jedoch, wie in der Figur 2 dargestellt, die Position a2. Der Sicherheitsabstand a3-a2 ist jedoch so ge- wählt, da mit der maximalen Einzugsgeschwindigkeit vl die Vorderkante 74 die Rückkante 72 des vorauslaufenden Blatts 50 bis zur Position a5 nicht einholen kann. An der Position a5, d.h. beim Erreichen der Lichtschranke 56 wird das Blatt 52 dann in einer Voreinzugsposition gestoppt. Das Anhalten in der Voreinzugsposition erfolgt immer dann, wenn sich im Be- reich der Lichtschranke 58 ein vorlaufendes Blatt befindet.

Sobald die Rückkante 72 die Lichtschranke 58 passiert, wird die Einzugsvorrichtung 10 wieder wirksam geschaltet, so da sich die Vorderkante 74 mit der Einzugsgeschwindigkeit vl zu einem Zeitpunkt t5 weiterbewegt (vgl. Pfeil P1) . Zu einem Zeitpunkt t6 erreicht die Vorderkante 74 die Lichtschranke 58. Gemä Formel (1) kann ein Zeitpunkt t7 berechnet werden, wenn in der Formel (1) t2 durch t5 und t3 durch t7 ersetzt wird. Zum Zeitpunkt t7 wird die Einzugsvorrichtung 10 wieder freigeschaltet. Die Vorderkante 74 ist durch die Transport- walzen 60, 62 erfa t und wird mit der Transportgeschwindig- keit v0 transportiert. Zwischen der Rückkante 72 und der Vor- derkante 74 bleibt ein Abstand A1 nunmehr unverändert, da sich beide Kanten mit der gleichen Transportgeschwindigkeit v0 bewegen. Der Abstand Al ist kleiner als ein Sollabstand AS. Der Abstand Al wird mit der Lichtschranke 64 gemessen und ist zu einem Zeitpunkt t9 bekannt, zu welchem die Vorderkante 74 die Position all der Lichtschranke 64 erreicht.

Zu einem Zeitpunkt t8, der etwas vor dem Zeitpunkt t9 liegt, wird die Einzugsvorrichtung 10 wieder wirksam geschaltet, da gemä Formel (2) die Rückkante 74 des Blatts 52 die Position

a3 erreicht hat. Dabei sind in der Formel (2) t3 durch t7 und t4 durch t8 zu ersetzen. Die Vorderkante 78 des Blatts 54 be- wegt sich mit der Einzugsgeschwindigkeit vl bis zur Vorein- zugsposition a5 an der Lichtschranke 56. Die Einzugsvorrich- tung 10 wird demzufolge zu einem Zeitpunkt t10 freigeschal- tet.

Das Wirksamschalten der Einzugsvorrichtung 10 erfolgt aber nunmehr nicht zu einem Zeitpunkt t12, an dem die Rückkante 76 die Lichtschranke 58 passiert, sondern mit einer Verzögerung Atl bezüglich des Zeitpunkts t12 zu einem Zeitpunkt t13 (vgl.

Pfeil P2a), die sich nach folgender Formel berechnet: <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> AS-A1 hA1<BR> <BR> Att = As-Al - AAl (3)<BR> <BR> <BR> vi vl wobei AAl der Abstand ist, um den sich der Abstand Al ver- grö ert.

Erreicht die Vorderkante 78 die Position a10 zu einem Zeit- punkt t14, so wird wiederum die Einzugsvorrichtung 10 freige- schaltet. Ein Abstand Al' zwischen der Rückkante 76 und der Vorderkante 78 entspricht nun genau dem Sollabstand AS. Auch zwischen weiteren Blättern wird genau der Sollabstand AS ein- gestellt.

Wird die Einzugsgeschwindigkeit vl auf einen Wert v0 geän- dert, der der Transportgeschwindigkeit v0 entspricht, erfolgt die Regelung der Abstände zwischen den Blättern 50, 52 und 54 auf ähnliche Art und Weise. Zu einer Veränderung der Einzugs- geschwindigkeit kommt es z.B. beim Einlegen eines Blattsta- pels mit Blättern anderer Qualität, durch Erhöhen der An- druckkraft des Einzugsbandes 28 an die Stopprolle 30.

Das Blatt 50 wird nun zum Zeitpunkt t0 aus der Position a2 gestartet, wobei sich die Vorderkante 70' mit der Einzugsge- schwindigkeit v0 bewegt. Diese Geschwindigkeit wird zwischen der Lichtschranke 56 und der Lichtschranke 58 erfa t, und er-

setzt in den Formeln (1) bis (3) den Wert für die Einzugsge- schwindigkeit vl. Ansonsten erfolgt der Transport des Blatts 50 genau wie oben beschrieben, wobei auch die dort genannten Steuervorgänge durchgeführt werden.

Das Blatt 52 wird zum Zeitpunkt t4 mit der Vorderkante an der Position a2 und der Einzugsgeschwindigkeit v0 gestartet. Die Vorderkante 74' bewegt sich bis zur Position a5, an der sich die Lichtschranke 56 befindet, d.h. bis zur Voreinzugspositi- on. Die Rückkante 72 des Blatts 50 passiert die Lichtschranke 58 wiederum zum Zeitpunkt t5, so da zu diesem Zeitpunkt die Einzugsvorrichtung 10 wieder wirksam geschaltet wird und sich somit das Blatt 52 mit der Einzugsgeschwindigkeit v0 weiter- bewegt (vgl. Pfeil P1). Zu einem Zeitpunkt t7' erreicht die Vorderkante 74' die Position a10, woraufhin die Einzugsvor- richtung 10 freigeschaltet wird. Die Lichtschranke 64 ermit- telt einen Abstand A0 zwischen der Rückkante 72 und der Vor- derkante 74'. Dieser Abstand A0 ist grö er als der Sollab- stand AS. In analoger Weise zur Formel (3) wird nun, anstatt der Verzögerungszeit Atl eine Verzögerungszeit At0 ermit- telt, welche ein negatives Vorzeichen hat. Dabei wird in For- mel (3) anstelle von A1 der Abstand A0 und anstelle von vl die neue Einzugsgeschwindigkeit v0 verwendet. Das negative Vorzeichen von At0 bedeutet, da die Blätter aus der Vorein- zugsposition gestartet werden müssen, bevor die Rückkante, z.B. 76, des vorauslaufenden Blattes die Position a7 an der Lichtschranke 58 passiert. Durch das frühere Starten aus der Voreinzugsposition a5 ergibt sich eine Abstandsänderung AA0, die zu einem Abstand A0' zwischen dem Blatt 52 und dem Blatt 54 führt und so bemessen ist, da der Abstand A0' gleich dem Sollabstand AS ist.

Das frühere Starten (vgl. Pfeil P2b) kann mit Hilfe der Lichtschranke 56 durchgeführt werden, indem ein Zeitpunkt t10 ausgehend von einem Zeitpunkt t* berechnet wird, zu welchem die Rückkante 76 die Lichtschranke 56 passiert:

((a7 - a5) - AAO) tlO=t* + (4), vO wobei die senkrechten Striche die Betragsoperation kennzeich- nen.

Liegt die Einzugsgeschwindigkeit zwischen ihrem Minimalwert v0 und ihrem Maximalwert vl, so lä t sich der Sollabstand AS zwischen den Blättern mit Hilfe der anhand der Figur 2 be- schriebenen Regelung auf analoge Art und Weise einstellen.

Ein konstanter Abstand zumindest zwischen den auf das erste Blatt folgenden Blättern ist von besonderer Bedeutung, wenn die Blätter in Gruppen von z.B. jeweils sechs Blättern in einen Hochleistungsdrucker eingezogen werden, welcher zwei Druckwerke hat und in welchem sich Transportwege zwischen diesen beiden Druckwerken überkreuzen. Die Transportwege kön- nen sehr kurz ausgelegt werden, wenn die Gesamtlänge einer Gruppe von Blättern in engen Grenzen festgelegt werden kann.

Kurze Transportwege haben eine kompakte Bauweise des Hochlei- stungsdruckers zur Folge.

Figur 3 zeigt ein Weg-Zeit-Diagramm für drei eingezogene Blätter 100, 102 und 104, wobei auf der Ordinatenachse 106 der Transportweg s und auf der Abszissenachse 108 die Zeit t abgetragen sind. Au erdem ist das Weg-Zeit-Diagramm mit einer Darstellung der Einzugsvorrichtung 10 gemä Figur 1 hinter- legt. Die anhand der Figur 2 erläuterten Positionen al bis a12 und die dort erläuterten Bezugszeichen 56 bis 78 sind auch in der Figur 3 eingetragen. Die Regelung des Blattab- stands zwischen den Blättern 100, 102 und 104 erfolgt analog zur Regelung des Blattabstands der Blätter 50, 52 und 54 ge- mä Figur 2 bei der Einzugsgeschwindigkeit vl.

Im Unterschied zur Figur 2 wird in der Figur 3 beim Einziehen eines Blattes ein Rütteleinzug verwendet, während sich die Vorderkante 70, 74 bzw. 78 zwischen den Positionen al und a5,

d.h. zwischen der Transportrolle 24 und der Lichtschranke 56 bewegt. Befindet sich die Vorderkante des einzuziehenden Blattes zu Beginn des Einziehvorgangs zwischen der Position al und der Position a2, so erfolgt der Rütteleinzug um eine entsprechend verkürzte Strecke beginnend von der Ruheposition der jeweiligen Vorderkante aus.

Während des Transports des Blatts 100 von der Position al zu Position a5 wird die Einzugsvorrichtung 10 siebenmal wirksam geschaltet und sechsmal freigeschaltet. Dabei sind die Frei- schaltzeiten etwa nur halb so gro , wie die Zeiten, in denen die Einzugsvorrichtung 10 wirksam geschaltet ist. Erreicht ein Blatt mit seiner Vorderkante die Position a5 an der Lichtschranke 56, wird beim ersten Blatt 100 die Einzugsvor- richtung 10 weiter wirksam geschaltet, so da das Blatt 100 nicht in der Voreinzugsposition anhält. Bei den folgenden Blättern 102, 104 wird die Einzugsvorrichtung 10 freigeschal- tet, sobald sich die Vorderkante 74, 78 in der Voreinzugspo- sition befindet, so da das Blatt 102 bzw. 104 in der Vorein- zugsposition angehalten wird.

In einem anderen Ausführungsbeispiel beträgt die Einschalt- zeit der Einzugsvorrichtung 10 jeweils 60 ms und die Aus- schaltzeit jeweils 10 ms während sich die Vorderkante eines Blattes 100, 102 bzw. 104 zwischen den Positionen al und a5 befindet.