| JP04177727 | EXHAUST METHOD FOR AIR LOCK CHAMBER |
| WO/2003/004953 | VACUUM DRYER |
| JP2002350049 | REDUCED PRESSURE DRYER APPARATUS AND REDUCED PRESSURE DRYING METHOD |
| Patentansprüche 1. Verfahren zum Trocknen von zu trocknendem Gut, bei dem während des TrocknungsVorganges verwendetes bzw. entstehendes gasförmiges Trocknungsmedium kondensiert und bei dem hierbei entstehendes Kondensat aufgefangen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Kondensat zur Extrahierung wenigstens eines Inhaltsstoffes aus dem Kondensat weiterbehandelt wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Weiterbehandlung des Kondensates wenigstens ein Inhaltsstoff aus dem Kondensat extrahiert wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren ein Vakuumtrocknungsverfahren ist, bei dem das zu trocknende Gut in wenigstens einer unterdruckbeaufschlagten Trocknungskammer ge- trocknet wird. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Schnittholz getrocknet wird. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil des Kondensates mittels eines Transportfahrzeugs zur Weiterbehandlung zu einer entfernt von der Trocknungskam- mer angeordneten Weiterbehandlungsanlage transportiert wird . 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil des Kondensates aus einem Kondensatreservoir in einen Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter transferiert wird. 7. System zum Trocknen von zu trocknendem Gut, mit einer Trocknungskammer zur Aufnahme des zu trocknenden Gutes , mit einer Kondensationseinrichtung zum Kondensieren von während des TrocknungsVorganges verwendeten bzw. entstehenden gasförmigen Trocknungsmedium und mit einem Kondensatreservoir für das Kondensat, gekennzeichnet durch wenigstens einen Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter (32) zum Transportieren wenigstens eines Teiles des Kondensates zu einer entfernt von der Trocknungs- kammer (4) angeordneten Weiterbehandlungsanlage zur Extrahierung wenigstens eines Inhaltsstoffes aus dem Kondensat und Mitteln zum Transferieren wenigstens eines Teiles des Kondensates aus dem Kondensatreservoir (28) in den Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter (32) . 8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknungskammer (4) als Vakuumtrocknungskammer zur Vakuumtrocknung des zu trocknenden Gutes (6) ausge- bildet ist . 9. System nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn- zeichnet, daß das zu trocknende Gut (6) Schnittholz ist. 10. System nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationseinrichtung (20) innerhalb der Trocknungskammer (4) angeordnet ist. 11. System nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationseinrichtung (20) außerhalb der Trocknungskammer (4) angeordnet und we- nigstens einer Abluftöffnung (24) der Trocknungskammer (4) strömungstechnisch nachgeordnet ist. 12. System nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Transferieren wenig- stens eines Teiles des Kondensates aus dem Kondensatreservoir (28) in den Transport- und/oder Aufbewahrungs- behälter (32) wenigstens eine Pumpe (30) aufweisen. 13. System nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter (32) als Unterdruckbehälter, insbesondere Vakuumbehälter, ausgebildet ist. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zum Trocknen von zu trocknendem Gut. Verfahren der genannten Art sind beispielsweise bekannt durch DE 342 56 42 Cl, DE 344 39 15 C2, EP 016 78 99 Bl, EP 029 27 17 Bl, DE 102 005 030 501 Al.
Zum Trocknen von zu trocknendem Gut sind insbesondere aus oben genannten Schriften Verfahren und Systeme bekannt, bei denen während des Trocknungvorganges ver- wendetes bzw. entstehendes gasförmiges Trocknungsmedium kondensiert und bei dem hierbei entstehendes Kondensat aufgefangen wird. Dabei werden vielfach größere Mengen von zu trocknendem Gut getrocknet, wie dies beispielsweise bei der Holztrocknung der Fall ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art anzugeben, bei dem das Trocknen von zu trocknendem Gut verbessert ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angege- bene Erfindung gelöst.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Wirkungsgrad des Verfahrens zu verbessern.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Kondensat zur Extrahierung wenigstens eines Inhaltsstoffes aus dem Kondensat weiterbehandelt wird.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß in dem Kon- densat enthaltene Inhaltsstoffe, die vor der Trocknung in dem Holz enthalten waren, einer weiteren Nutzung zugeführt werden können, anstatt das Kondensat zusammen mit den Inhaltsstoffen zu entsorgen. Dadurch ergeben sich zunächst ökonomische Vorteile, da das bei dem Verfahren zum Trocknen von zu trocknendem Gut anfallende Kondensat nicht ungenutzt entsorgt wird, sondern vielmehr der weiteren Wertschöpfung zugeführt wird. Im Rahmen der Erfindung kann daher auch das aufgefangene Kon- densat ohne Extrahierung eines Bestandteiles weiterverwendet werden.
Die in dem Kondensat befindlichen Inhaltsstoffe können beispielsweise zur weiteren Verwendung aus dem Kondensat herausgelöst werden, so daß der Verkauf des Kondensats bzw. der darin befindlichen Inhaltsstoffe zu Gewinnsteigerungen beiträgt. Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die für die weitere Wertschöpfung gewonnenen Inhaltsstoffe des Kondensates die Ökobilanz des Trocknens von zu trocknendem Gut bzw. der Gewinnung der Inhaltsstoffe aus dem Kondensat positiv beeinflussen. Diese ökologische Verbesserung zeigt sich beispielsweise in geringeren Entsorgungsmengen des Kondensates bzw. in einer verbesserten Energieausnutzung.
Unter Extraktion wird erfindungsgemäß das Heraus- lösen eines oder mehrerer Inhaltsstoffe aus dem während des Trocknungsvorganges eines erfindungsgemäßen Verfahrens anfallenden bzw. entstehenden Kondensates verstanden, wobei verschiedene Verfahren für das Herauslösen von Inhaltsstoffen aus dem Kondensat verwendet werden können. So werden beispielsweise neben physikalischen
Stofftrennverfahren unter anderem auch die Destillation bzw. die Rektifikation unter dem Begriff Extraktion verstanden, wobei die genannten Verfahren für die erfindungsgemäßen unter den Begriff Extraktion fallenden Verfahren keine abschließende Aufzählung darstellen.
Die Erfindung ist beispielsweise und insbesondere geeignet für die Verwendung bei zu trocknendem Schnittholz, wobei das Verfahren auch für andere zu trocknende Güter verwendet werden kann. Je nach zu trocknendem Gut enthält das während des TrocknungsVorganges entstehende Kondensat unterschiedliche Inhaltsstoffe, die sich insbesondere in Bezug auf die Art, die chemische Zusammensetzung bzw. Bindung und die Konzentration in dem Kon- densat unterscheiden können. Erfindungsgemäß kann das während des Trocknungsvorganges anfallende Kondensat vollständig wie auch teilweise weiterbehandelt werden. Daher kann auch bedarfsgerecht das Kondensat teilweise einer Entsorgung zugeführt werden.
Sofern es sich bei dem zu trocknendem Gut um Holz, insbesondere Schnittholz handelt, können in dem Kondensat verschiedene Inhaltsstoffe enthalten sein, die als Wertstoffe in unterschiedlichen Industriebereichen, insbesondere der chemischen Industrie, aber auch der Landwirtschaft sowie der Medizin und der Kosmetik nutzbar sind. So kann das Kondensat, das während des Trocknungsvorganges von Holz entsteht, Ameisensäure, Essigsäure, Methanol, Gerbsäure, Pyrogallol, ätherische Öle und weitere Inhaltsstoffe enthalten, die für weite- re Produkte bzw. Prozesse verwendbar sind.
Es kann beispielsweise aus ökologischen bzw. ökonomischen Gründen sinnvoll sein, lediglich eine begrenzte Anzahl der Inhaltsstoffe aus dem Kondensat zu extrahieren. Daher sieht eine vorteilhafte Weiterbil- düng der Erfindung vor, daß bei der Weiterbehandlung des Kondensates wenigstens ein Inhaltsstoff aus dem Kondensat extrahiert wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Daher sieht eine vor- teilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, daß das Verfahren ein Vakuumtrocknungsverfahren ist, bei dem das zu trocknende Gut in wenigstens einer unterdruckbeauf- schlagten Trocknungskammer getrocknet wird. Dabei kann das Vakuumtrocknungsverfahren mit wie auch ohne Wärmepumpe zur Anwendung kommen. Durch das Vakuumtrocknungsverfahren ergibt sich der Vorteil, daß eine schonendere Kondensatsbildung aufgrund der niedrigeren Temperaturen erfolgt, wodurch das temperatursensible Kondensat bzw. temperatursensible Inhaltsstoffe des Kondensates nicht unnötig belastet, beschädigt bzw. zerstört werden. Vorteilhafterweise ist zudem durch das Vakuumtrocknungs- verfahren eine Oxidation des Kondensates bzw. der Inhaltsstoffe des Kondensates verhindert bzw. verringert.
Eine Reduzierung des Energiebedarfs ist beispielsweise beim Vakuumtrocknungsverfahren, wie auch anderen Trocknungsverfahren, dadurch möglich, daß die Trocknungskammer durch Anwendung eines Wärmepumpenprozesses erwärmt wird. Darüber hinaus ist es beispielsweise und insbesondere für ein Vakuumverfahren möglich, den
Trocknungsprozeß mittels einer Wärmepumpe zu realisieren.
Eine Alternative zu dem zuvor genannten Vakuum- trockunungsverfahren ist durch eine weitere zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung berücksichtigt, die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Verfahren ein Frisch- /Ab- lufttrocknungsverfahren ist, bei dem wenigstens einer Trocknungskammer, in der das zu trocknende Gut aufgenommen ist, Frischluft zugeführt und Abluft aus der Trocknungskämmer abgeführt wird. Eine Belüftung der
Trocknungskammer, bei der während des TrocknungsVorganges Frischluft der Trocknungskammer zugeführt wird und Abluft aus der Trocknungskammer abgeführt wird, kann auf unterschiedliche Art und Weise erreicht werden. Beispielsweise kann für die Frischluft und für die Abluft jeweils wenigstens eine Öffnung genutzt werden. Darüber hinaus ist es möglich, eine Öffnung reversie- rend zu verwenden, in dem beispielsweise in einer Phase des Trocknungsvorganges Frischluft der Trocknungskammer über diese Öffnung zugeführt wird und in einer weiteren Phase des Trocknungsvorganges Abluft über dieselbe Öffnung aus der Trocknungskammer abgeführt wird. Darüber hinaus ist eine reversierende Nutzung von Öffnungen auch bei mehreren Öffnungen für eine Trocknungskammer möglich.
Weitere Beispiele für das erfindungsgemäße Verfahren sind Solartrocknungs- , Kondensationstrocknungs-, Hochtemperaturtrocknungs-, Kältetrocknungs- , Hochfre- quenztrocknungs- bzw. Mikrowellentrocknungs- , elektrische Widerstandstrocknungs-, Preßtrocknungs- , I/D- Trocknungsverfahren wie auch Trocknungsverfahren mit Verwendung von Lösemitteln bzw. organischen Dämpfen bzw. Chemikalien sowie sonstige Verfahren wie z. B. mechanische Trocknungsverfahren. Darüber hinaus ist auch eine Kombination von Verfahren sowie Teilen von Verfahren möglich. Die Aufzählung stellt diesbezüglich lediglich einen Ausschnitt von möglichen Verfahren zur Trocknung von Holz dar, ohne abschließend zu sein.
Erfindungsgemäß kann die Weiterbehandlung des Kondensates auf verschiedene Art und Weise bzw. an verschiedenen Orten erfolgen, so daß die Weiterbehandlung nicht zwingend an den Ort der Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens gebunden ist. Daher sieht eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, daß wenigstens ein Teil des Kondensats mittels eines Transportfahrzeugs zur Weiterbehandlung zu einer entfernt von der Trocknungskammer angeordneten Weiterbehandlungsanlage transportiert wird. Dadurch entsteht der Vorteil, daß das Kondensat oder wenigstens ein Teil davon unabhängig vom Ort der Anwendung des Verfahrens ist, so daß der Anwender eines erfindungsgemäßen Verfahrens die Weiterbehandlung beispielsweise an Dritte vergeben kann. Darüber hinaus ist es auf diese Weise möglich, das Kondensat bzw. wenigstens ein Teil des Kondensates zu vermarkten, so daß die Käufer des Kondensates bzw. von Teilen des Kondensates dessen Weiterbehandlung übernehmen.
Darüber hinaus sieht eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor, daß wenigstens ein Teil des Kondensates aus einem Kondensatreservoir in einen Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter transferiert wird. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Kondensatreservoir nur eine begrenzte Menge an Kondensat bzw. an Teilen des Kondensates aufnehmen kann, so daß das Kondensat oder wenigstens ein Teil des Kondensates zum Beispiel in einem Aufbewahrungsbehälter gesammelt werden kann, aus dem es anschließend einem Transportbehälter, der beispielsweise durch einen Tanklastzug gebildet sein kann, zugeführt wird.
Darüber hinaus ist es möglich, daß ein Behälter als Transport-/Aufbewahrungsbehälter ausgebildet ist, so daß das Kondensat bzw. Teile des Kondensates bei- spielsweise in ein am Ort der Trocknungskammer befindliches Zwischenlager transportierbar ist. Die Ausbildung eines Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälters kann auf sehr unterschiedliche Weise erfolgen, so daß die oben genannten Beispiele lediglich eine Auswahl an Ausführungsmöglichkeiten darstellen.
Wie bereits beschrieben kann das Kondensat in seiner vorliegenden Zusammensetzung ganz oder teilweise zur Extrahierung wenigstens eines Inhaltsstoffes aus dem Kondensat weiterbehandelt werden. Es ist vorteil- haft, lediglich einen Teil des Kondensates weiterzube- handeln, der von dem Kondensat auf unterschiedliche Weise getrennt werden kann. Dabei kann eine Trennung beispielsweise bereits in dem Kondensatreservoir wie auch beispielsweise in einem Aufbewahrungsbehälter erfolgen, um die zu transportierenden Menge auf ein Minimum zu reduzieren.
Die Bestandteile des Kondensates können beispielsweise unterschiedliche Dichten aufweisen, so daß sich in dem Kondensat aufgrund von Dichteunterschieden unterschiedliche Schichten mit unterschiedlichen Zusammensetzungen bzw. Bestandteilen des Kondensates ausbilden können. Dadurch ist es möglich, mittels geeigneter Meßeinrichtungen, wie es beispielsweise Dichte-Meß- mittel sein können, die sich bildenden bzw. gebildeten Schichten in dem Kondensat zu bestimmen, um diese gezielt entnehmen zu können. So können beispielsweise auf der Grundlage des Archimedischen Prinzips die Ausbildung und Lage bestimmter Schichten im Kondensat fest- gestellt werden, die daraufhin gezielt dem Kondensat entnehmbar sind. Beispielsweise können Meßmittel verwendet werden, die nach dem Prinzip eines Aräometer oder einer Mohr-Westphalschen Waage arbeiten. Die Beispiele sind jedoch weder für die Meßmethoden noch für die Meßmittel abschließend.
Die Trennung der Teile des Kondensates muß jedoch nicht auf der Grundlage von mechanischen Trennverfahren erfolgen. Darüber hinaus können beispielsweise thermische wie auch chemische Trennverfahren für eine Tren- nung von Teilen des Kondensats eingesetzt werden.
Die Verwendung eines mechanischen Trennverfahrens, kann auf kostengünstige und einfache Art und Weise die Entnahme von Teilen des Kondensates beispielsweise durch Nutzung der Trennung mittels der Dichte ermögli- chen, so daß z. B. über eine Saugvorrichtung gezielt bestimmte Schichten im Kondensatvolumen entnommen werden können.
Ferner können Teile des Kondensats, die nicht wei- ter verwertet werden sollen, über eine Ablaßvorrichtung aus dem Kondensatreservoir bzw. Aufbewahrungsbehälter abgeführt werden.
Ein Teil des Kondensats kann beispielsweise aus Kohlenwasserstoffen gebildet sein. Eine schonende Tren- nung von Kohlenwasserstoff aus dem Kondensat kann z. B. durch Einsatz von Aktivkohle in einem Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter vorgenommen werden.
Eine Weiterbehandlung des Kondensats bzw. wenigstens eines Teiles des Kondensats kann beispielsweise in einer Raffinerie erfolgen. Um die für die Weiterbehandlung notwendigen Transportvorgänge möglichst effizient zu gestalten, besteht eine Möglichkeit darin, die Transportmenge auf ein Minimum zu reduzieren. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß das Konden- sat oder Teile des Kondensats, die nicht einer weiteren Wertschöpfung zugeführt werden sollen, am Standort eines erfindungsgemäßen Systems eingedampft werden, um ein gewünschtes Konzentrat zu erhalten.
In diesem Zusammenhang ist eine Alternative zum Erhalt des zuvor beschriebenen Konzentrats die Nutzung einer Umkehrosmose, so daß beispielsweise das Wasser des Kondensats von Kondensat getrennt werden kann und dadurch die Transportmenge um den Wasseranteil des Kondensats reduzierbar ist. Die Verwendung der Umkehrosmo- se kann beispielsweise am Standort eines erfindungsgemäßen Systems oder auch in einem Transport- wie auch Aufbewahrungsbehälter erfolgen. Dadurch ist es möglich, daß die Durchführung der Umkehrosmose Standortunabhängig ist. Darüber hinaus sieht die Erfindung ein System zum Trocknen von zu trocknendem Gut vor, mit einer Trocknungskammer zur Aufnahme des zu trocknenden Gutes, mit einer Kondensationseinrichtung zum Kondensieren von während des Trocknungsverfahrens verwendetem bzw. entstehendem gasförmigen Trocknungsmedium und mit einem Kondensatreservoir für das Kondensat. Ein erfindungsgemäßes System ist gekennzeichnet durch wenigstens einen Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter zum
Transportieren wenigstens eines Teiles des Kondensates zu einer entfernt von der Trocknungskammer angeordneten Weiterbehandlungsanlage zur Extrahierung wenigstens eines Inhaltsstoffes aus dem Kondensat. Darüber hinaus ist ein erfindungsgemäßes System gekennzeichnet durch Mittel zum Transferieren wenigstens eines Teiles des Kondensates aus dem Kondensatreservoir in den
Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter. Dabei ist vorteilhaft, daß bereits bestehende Systeme zur Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens auf einfache und kostengünstige Weise nachgerüstet werden können.
Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil, daß der Trocknungsvorgang insbesondere unter betriebswirtschaftlichen Aspekten Steuer- bzw. regelbar ist. Diesbezüglich kann eine Verbesserung des Trocknungsvorgan- ges beispielsweise im Hinblick auf eine schonende Herstellung des Kondensates erfolgen. Ferner ist es möglich, durch eine entsprechende Anpassung des Trocknungsvorganges, z. B. des Temperaturprofiles, den Ertrag an Kondensat bzw. an bestimmten Inhaltsstoffen zu steigern. Die Steuerung bzw. Regelung des Trocknungs- vorganges kann z. B. rechnergestützt unter Verwendung von entsprechenden Rechnerprogrammen erfolgen.
Eine Möglichkeit der Ausbildung der Trocknungskammer ist dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknungs- kammer als Vakuumtrocknungskammer zur Vakuumtrocknung des zu trocknenden Gutes ausgebildet ist, wie dies eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vorsieht. Dadurch ergeben sich die bereits zum Vaku- umtrocknungsverfahren genannten Vorteile. Alternativ kann die Trocknungskammer auch auf andere Art und Weise ausgebildet sein. Daher sieht eine weitere zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung als Alternative zur Verwendung einer Vakuumtrocknungskammer vor, daß die Trock- nungskammer als Frisch-/Ablufttrocknungskammer zur
Frisch-/Ablufttrocknung des zu trocknenden Gutes ausgebildet ist. Neben den genannten Alternativen ist es möglich, die Trocknungskammer auf andere Art und Weise auszubilden. Daher können auch die bereits zum erfin- dungsgemäßen Verfahren genannten Beispiele als Grundlage zur Ausbildung einer erfindungsgemäßen Trocknungs- kammer bzw. eines erfindungsgemäßen Systems in Betracht kommen.
Ein erfindungsgemäßes System entfaltet seine Vor- züge insbesondere dann, wenn große Mengen an zu trocknendem Gut getrocknet werden. Dies ist beispielsweise bei Holz der Fall, so daß eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung in Bezug auf das System dadurch gekennzeichnet ist, daß das zu trocknende Gut Schnittholz ist. Die Bildung von Kondensat kann auf unterschiedliche Art und Weise vorgenommen werden. Eine Möglichkeit der Kondensatbildung im Zusammenhang mit der Verwendung einer Vakuumtrocknungskammer ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationseinrichtung in- nerhalb der Trocknungskammer angeordnet ist. So kann beispielsweise die Kondensationseinrichtung dadurch gebildet sein, daß die Wandungen der Trocknungskammer die Kondensationseinrichtung bilden, so daß durch eine Temperaturdifferenz der Trocknungskammer und deren Wan- düngen Kondensat insbesondere an den Wandungen gebildet wird. Ferner ist es möglich, das Kondensat insbesondere außerhalb der Vakuumtrocknungskämmer beispielsweise unter Verwendung eines entsprechend angeordneten Wärmetauschers zu bilden. Darüber hinaus ist es bei Verwendung einer Frisch-/Ablufttrocknungskammer möglich, daß die Kondensationseinrichtung außerhalb der Trocknungskämmer angeordnet und wenigstens einer Abluftöffnung der Trocknungskammer strömungstechnisch nachgeordnet ist. Dabei ist es ebenfalls möglich, daß die Abluftöffnung reversierend genutzt wird, so daß diese auch der Zuführung von Frischluft in die Trocknungskammer dienen kann. Die Kondensationseinrichtung kann bei Verwendung einer Frisch-/Ablufttrocknungskam- mer beispielsweise und insbesondere wenigstens einen
Wärmetauscher aufweisen, der außerhalb der Trocknungs- kammer angeordnet ist.
Ferner ist es möglich, daß die Trocknungskammer eine Wärmepumpe aufweist.
Für die Weiterbehandlung des Kondensates bzw. wenigstens eines Teiles davon ist es unter Umständen notwendig, daß das Kondensat bzw. der entsprechende Teil des Kondensates aus dem Kondensatreservoir abgeführt wird. Daher sieht eine weitere vorteilhafte Weiterbil- düng der Erfindung in Bezug auf das System vor, daß die Mittel zum Transferieren wenigstens eines Teiles des Kondensates aus dem Kondensatreservoir in den
Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter wenigstens eine Pumpe aufweisen. Die Pumpe kann auf unterschiedli- che Art und Weise realisiert werden, wobei die Ausbildung als Hand- oder elektrisch betriebene Pumpe lediglich zwei Realisierungsrichtungen kennzeichnet.
Unerwünschte chemische Reaktionen des Kondensates bzw. der Inhaltsstoffe des Kondensates mit insbesondere der Umgebungsluft können dadurch verhindert bzw. verringert werden, daß der Transport- und/oder Aufbewahrungsbehälter als Unterdruckbehälter, insbesondere Vakuumbehälter, ausgebildet ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß beispielsweise eine Oxidation des Kondensates bzw. der Inhaltsstoffe des Kondensates nach dem Trocknungsvorgang verhindert bzw. vermindert ist. Daher ist diese Weiterbildung der Erfindung besonders vorteilhaft in Verbindung mit der Verwendung einer Vaku- umtrocknungskammer.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert, in deren Figuren sechs Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Systems zur Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt sind. Dabei bilden alle beanspruchten, beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Merkmale für sich genommen sowie in beliebiger Kombination miteinander den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen und ihren Rückbezügen sowie unabhängig von ihrer Beschreibung bzw. Darstellung in der Zeichnung.
Die Figuren der Zeichnung zeigen mögliche Anwendungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. mögliche Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Systems in jeweils einer schematischen Darstellung. Die Darstellungen sind daher weder maßstabs- noch detail- getreu, sondern sind zur besseren Übersicht auf die das Verständnis unterstützenden Elemente reduziert. Dabei sind gleiche bzw. sich entsprechende Elemente mit glei- chen Bezugszeichen versehen.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematisierte Darstellung eines
Ausführungsbeispiels eines ersten erfin- dungsgemäßen Systems zur Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens in einer Seitenansicht,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens in der gleichen Darstellungsweise wie in Fig. 1,
Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel, welches eine Weiterbildung des zweiten Ausführungsbeispiels ist, in der gleichen Darstellungsweise wie Fig. 1,
Fig. 4 ein viertes Ausführungsbeispiel, welches eine weitere Weiterbildung des zweiten Ausführungsbeispiels ist, in der gleichen Darstellungsweise wie Fig. 1,
Fig. 5 ein fünftes Ausführungsbeispiel als Weiterbildung des ersten Ausführungsbeispiels in der gleichen Darstellungsweise wie Fig. 1 und
Fig. 6 ein sechstes Ausführungsbeispiel als
Weiterbildung des zweiten Ausführungs- beispiels in der gleichen Darstellungsweise wie Fig. 1.
Die Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems 2 als Anwendungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Verfahren in einer schematisierten Darstellung. Das Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems 2 weist eine Trocknungskammer 4 zur Aufnahme von zu trocknendem Gut 6 auf, wobei das zu trocknende Gut 6 Schnittholz ist. Die Trocknungskammer 4 ist von Wandungen 8 umgeben, die zur besseren Übersicht lediglich einmal mit dem Bezugszei- chen 8 gekennzeichnet sind. Die Trocknungskammer 4 weist darüber hinaus eine verschließbare Beschickungsöffnung 10 auf, über die das zu trocknende Gut 6 in die Trocknungskammer 4 gelangt. Darüber hinaus befinden sich in der Trocknungskammer 4 Beströmungsmittel 12, die dem Beströmen des zu trocknenden Gutes 6 mit einem gasförmigen Trocknungsmedium, welches in diesem Ausführungsbeispiel im wesentlichen durch Luft gebildet ist, dienen. Die Beströmungsmittel 12 sind in der Fig. 1 durch einen symbolisch dargestellten Ventilator 14 repräsentiert. Ferner weist die Trocknungskammer 4 Heizmittel 16 auf, die in der Figur 1 im wesentlichen durch ein symbolisch dargestelltes Heizregister 18 repräsentiert sind. Das System 2 verfügt über eine Kon- densationseinrichtung 20, die in diesem Ausführungsbeispiel einen in der Fig. 1 symbolisch dargestellten Wärmetauscher 22 aufweist, der dazu dient, das während des Trocknungsvorganges in der Trocknungskammer 4 entstehende gasförmige Trocknungsmedium zu kondensieren. Der Wärmetauscher 22 ist außerhalb der Trocknungskammer 4 angeordnet und strömungstechnisch mit einer Abluftöffnung 24 verbunden, die der Abführung von Abluft aus der Trocknungskammer 4 dient . Zur Zuführung von Frischluft während des Trocknungsvorganges sieht die Trocknungs- kammer 4 eine Frischluftöffnung 26 vor. Die Abluftöffnung 24 wie auch die Frischluftöffnung 26 sind in Abhängigkeit des Trocknungsvorganges bzw. der verschiedenen Phasen des Trocknungsvorganges verschließbar. Das sich in dem Wärmetauscher 22 bildende Kondensat wird in einem Kondensatreservoir 28 gespeichert. Für die Weiterbehandlung des Kondensats wird das Kondensat dem Kondensatreservoir 28 mittels einer elektrisch betriebenen Pumpe 30 entnommen und über diese Pumpe 30 einem Transport-/Aufbewahrungsbehälter 32 zugeführt. Dieser Transport-/Aufbewahrungsbehälter 32 ist mittels eines Gabelstaplers 34 transportierbar, um den Transport- /Aufbewahrungsbehälter 32 beispielsweise in einem Zwischenlager bzw. auf einem weiteren Transportfahrzeug abstellen zu können. Bei dem verwendeten Transport-
/Aufbewahrungsbehälter handelt es sich um einen Vakuumbehälter, der das Kondensat in einem Vakuum hält und somit vor Reaktion mit der Umgebung bzw. der Umgebungs- luft sicher schützt. Damit ist eine Oxidation des Kon- densates bzw. im Kondensat vermieden. Die Weiterbehandlungsanlage zur Extrahierung wenigstens eines Inhalts- Stoffes aus dem Kondensat ist in diesem Ausführungsbeispiel entfernt von der Trocknungskammer angeordnet und in der Fig. 1 zur besseren Übersicht nicht dargestellt.
Die Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei aus Gründen des besseren Verständnisses die Beschreibung auf die erfindungsrelevanten Unterschiede zu dem in Fig. 1 darge- stellten Ausführungsbeispiel reduziert ist. Dabei kennzeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente der Ausführungsbeispiele. Die Trocknungskammer 4 ist in diesem Beispiel als Vakuumtrocknungskammer zur Vakuumtrocknung des zu trocknenden Gutes 6 ausgebildet, wobei aus verfahrenstechnischen Gründen Frisch- bzw.
Abluftöffnungen 24, 26 entfallen. Die Kondensationseinrichtung 20 ist in diesem Ausführungsbeispiel durch die Wandungen 8 der Trocknungskammer 4 gebildet und befindet sich daher innerhalb der Trocknungskammer 4. Das sich innerhalb der Trocknungskammer 4 bildende Kondensat wird über eine AblaufÖffnung 36 dem Kondensatreservoir 28 zugeführt. Die Ablauföffnung 36 kann auch verschließbar ausgebildet sein, um eine Vakuumbildung in der Trocknungskammer 4 zu erleichtern. Das Kondensatre- servoir 28 befindet sich in Bezug auf dessen Höhenniveau unterhalb der Trocknungskammer 4.
Die Figur 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Trocknung von zu trocknendem Gut 6. Dabei besteht ein Unterschied zum zweiten Ausführungsbeispiel darin, daß die Kondensationseinrichtung 20 im wesentlichen außerhalb der
Trocknungskammer 4 gebildet ist. Dabei erfolgt die Kon- densatbildung mittels eines außerhalb der Trocknungskammer 4 angeordneten Wärmetauschers 22, der über eine Abluftöffnung 24 mit der Trocknungskammer 4 in strömungstechnischer Wirkverbindung steht. Darüber hinaus wird das mittels des Wärmetauschers 22 gebildete Kon- densat direkt vom Wärmetauscher 22 in einen Transport- /Aufbewahrungsbehälter 32 geleitet, wodurch eine Pumpe 30 bzw. ein Kondensatreservoir 28 entbehrlich ist. Der Transport-/Aufbewahrungsbehälter 32 kann auf unterschiedliche Weise gebildet sein. Dieser kann beispiels- weise mittels eines Gabelstaplers 34 transportierbar sein, wodurch ein schneller Wechsel des Transport-/Aufbewahrungsbehälters 32 ermöglicht ist.
Die Fig. 4 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Trocknen von zu trocknendem Gut 6. Ein Unterschied zum zweiten bzw. dritten Ausführungsbeispiel besteht darin, daß das während des Trocknungsvorgangs sich bildende Kondensat direkt in einen Transport-/Aufbewahrungsbehälter 32 geleitet wird, der unterhalb der Trocknungskammer 4 angeordnet und beispielsweise über einen Gabelstapler 34 transportierbar ist. Die weitere Ausbildung des Ausführungsbeispiels folgt im wesentlichen dem zweiten Ausführungsbeispiel . Fig. 5 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur Ausführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, das im wesentlichen dem strukturellen Aufbau des ersten Ausführungsbeispiels folgt. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird lediglich ein Teil des Kondensats in einen Transport-/Aufbewahrungsbehälter 32 geleitet, der auf einem Auflieger 38 angeordnet ist und auf diese Weise mittels eines Zugfahrzeugs 40 bewegbar ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Kondensat nicht in seiner Gesamtheit für die Weiterbehandlung relevant, sondern lediglich ein Teil des Kondensats. So wird das Kondensat zunächst in ein Kondensatreservoir 28 geleitet, in dem sich durch Anwendung eines mechanischen Trennverfahrens verschiedene Schich- ten im Kondensat ausbilden, die die Teile des Kondensates ausbilden. Die Entnahme des Kondensates erfolgt mittels einer Pumpe 30, die die relevanten Teile des Kondensats über unterschiedlich lange Saugleitungen 42, 44 aus dem Kondensat absaugt und in den Transport-/Auf- bewahrungsbehälter 32 pumpt. Die überflüssigen bzw. nicht benötigten Teile des Kondensats können über eine mittels eines Ventils 46 verschließbare Ablaßöffnung 48 aus dem Kondensatreservoir 28 beispielsweise in eine Kanalisation abgeführt werden. Die Kanalisation ist zur besseren Übersicht nicht dargestellt.
In der Figur 5 ist das Kondensat in dem Kondensatreservoir 28 unter Ausbildung verschiedener Schichten, die wiederum die Teile des Kondensats bilden, dargestellt. Dabei kann ein erster Teil des Kondensats, der in der Figur 5 durch I gekennzeichnet ist, über die Saugleitung 42 abgepumpt werden, während ein zweiter Teil des Kondensats, der in der Figur 5 mittels II gekennzeichnet ist, über eine Saugleitung 44 abgepumpt werden. Die Saugleitungen 42, 44 entnehmen die jeweili- gen Teile des Kondensats den entsprechenden Schichten, wobei die Saugleitungen 42, 44 gemäß der Ausbildung der jeweiligen Schichten auch einstellbar ausgeführt sein können.
Ein dritter Teil des Kondensats ist in der Figur 5 mit III bezeichnet, welcher der weiteren Verwertung nicht zugeführt wird, sondern über die Ablaßöffnung 48 abgelassen werden kann.
In diesem Ausführungsbeispiel ist das Kondensatre- servoir 28 zu einem Teil unterhalb der Erdoberfläche angeordnet. Darauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt, so daß das Kondensatreservoir 28 auch vollständig unterhalb bzw. vollständig oberhalb der Erdoberfläche angeordnet sein kann.
Die Trennung der Teile des Kondensats kann auf unterschiedliche Weise und auch an unterschiedlichen Orten vorgenommen werden. Die Trennung innerhalb des Kondensatreservoirs 28 stellt dabei lediglich eine Möglichkeit zum Trennen der Teile des Kondensats vonein- ander dar. Ferner ist es möglich, daß die Trennung auch beispielsweise in einem Zwischenlager erfolgt, wobei das Kondensat aus dem Kondensatreservoir z. B. in einen Transport-/Aufbewahrungsbehälter 32 geleitet wird und auf diese Weise im Zwischenlager zwischengelagert wird. Dabei kann die Zeit der Zwischenlagerung für die Trennung der Teile des Kondensates in dem Transport-/Aufbewahrungsbehälter 32 genutzt werden.
Die Figur 6 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems zur Anwendung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, das vom strukturellen
Aufbau im wesentlichen dem fünften Ausführungsbeispiel folgt, mit dem Unterschied, daß das Kondensatreservoir 28 vollständig unterhalb der Erdoberfläche angeordnet ist und darüber hinaus die Trocknungskammer als Vaku- umtrocknungskammer im wesentlichen gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ausgebildet ist.
Neben den genannten Ausführungsbeispielen existieren eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten für die Nut- zung eines erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. Systems.
Ferner ist es möglich, ein erfindungsgemäßes System auf verschiedene Weise zu realisieren, beispielsweise durch Kombination unterschiedlicher Verfahrens- technologien bzw. Verfahrenstechniken zu realisieren. Beispielsweise kann eine Wärmepumpe für den Trocknungs- vorgang eingesetzt werden. Darüber hinaus ist die Kondensatbildung auf unterschiedliche Weise möglich. Zudem kann das Speichern und Transportieren des sich bildenden Kondensats auf vielfältige Weise erfolgen.
Die genannten und gezeigten Beispiele eines erfindungsgemäßen Systems bzw. eines erfindungsgemäßen Verfahrens dienen dem besseren Verständnis der Erfindung und stellen keine abschließende Aufzählung bzw. Ausgestaltung dar.
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