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Title:
METHOD FOR DRYING SCARFED VENEERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/015163
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for drying scarfed veneers, in which the veneers pass through a drying furnace (24), wherein the scarfed edges of the veneers (12) are moistened in a wetting station (18) before entering the drying oven (24).

Inventors:
HANSES, Josef (Auf der Knippe 20, Meschede-Remblinghausen, 59872, DE)
Application Number:
EP2017/066830
Publication Date:
January 25, 2018
Filing Date:
July 05, 2017
Export Citation:
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Assignee:
HANSES SÄGEWERKSTECHNIK GMBH & CO. KG (Zum Osterfeld 2, Meschede-Remblinghausen, 59872, DE)
International Classes:
F26B15/12; B27D5/00; B27K1/00; B27L5/02; B27N3/18
Attorney, Agent or Firm:
TER MEER STEINMEISTER & PARTNER MBB (Artur-Ladebeck-Str. 51, Bielefeld, 33617, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Verfahren zum Trocknen von geschäfteten Furnieren, bei dem die Furniere einen Trocknungsofen (24) durchlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass die geschäfteten Kanten (42) der Furniere vor dem Eintritt in den Trocknungsofen (24) befeuchtet werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die geschäfteten Kanten (42) befeuchtet werden, indem sie mit Wasser besprüht werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem eine Furnierbahn (12) oder einzelne Furniertafeln (T) kontinuierlich durch eine Befeuchtungsstation (18) transportiert werden, wobei die geschäfteten Kanten (42) des Furniers die in Transportrichtung verlaufenden Längskanten sind.

4. Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Trocknungsofen (24) und einer Fördereinrichtung (22) für den Transport von Furniertafeln (T) durch den Trocknungsofen (24), dadurch gekennzeichnet, dass dem Trocknungsofen (24) eine Befeuchtungsstation (18) zum Befeuchten der geschäfteten Kanten (42) der Furniertafeln (10) vorgeschaltet ist.

5. Anlage nach Anspruch 4, mit einer der Befeuchtungsstation (18) vorgeschalteten kombinierten Bearbeitungsstation (10) zum Schälen und Schäften der Furniere. 6. Anlage nach Anspruch 5, bei der eine Schneidstation (14) zum Aufteilen der Furnierbahn (12) in einzelne Furniertafeln (T) zwischen der Bearbeitungsstation (10) und der Befeuchtungsstation (18) angeordnet ist.

Description:
VERFAHREN ZUM TROCKNEN VON GESCHÄFTETEN FURNIEREN

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen von geschäfteten Furnieren, bei dem die Furniere einen Trocknungsofen durchlaufen.

In DE 887 702 C wird ein Verfahren beschrieben, bei dem Furniere, die beispielsweise für die Herstellung von Furnierschichtholz verwendet werden sollen, unmittelbar während des Schälens des Furniers an den Kanten der Furnierbahn geschäftet werden. Unter Schäften versteht man einen Bearbeitungsvorgang, bei dem die Kante des Furniers durch Fräsen oder Schleifen angeschrägt wird. Bei der späteren Herstellung von Fur- nierschichtholz werden die getrockneten und beleimten Furniertafeln in mehreren Lagen mit von Lage zu Lage versetzten Stößen zu einem endlosen Strang aneinander gelegt und dann in einer Durchlaufpresse unter Einwirkung von Druck und Hitze verpresst und verleimt. Dabei werden die innerhalb derselben Lage aufeinanderfolgenden Furniertafeln so aneinander angelegt, dass ihre geschäfteten Kanten einander überlappen. Auf diese Weise erhält man einen besseren Verband zwischen den Furniertafeln, ohne dass das Material in den Überlappungszonen zu dick aufträgt. Bei den heute gebräuchlichen Verfahren werden die Furniertafeln erst nach dem Trocknen geschäftet. Das eingangs erwähnte Verfahren, bei dem das Furnier bereits vor dem Trocknen geschäftet wird, hat jedoch den Vorteil, dass das Holz vor dem Trocknen weicher und weniger spröde ist, so dass die geschäfteten Kanten nicht so leicht ausbrechen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Effizienz beim Trocknen der Furniere zu steigern oder bei gleicher Effizienz eine bessere Qualität der Furniere zu erreichen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die geschäfteten Kanten der Furniere vor dem Eintritt in den Trocknungsofen befeuchtet werden.

Durch das Befeuchten wird verhindert, dass die geschäfteten Kanten, an denen die Dicke des Furniers auf nahezu null abnimmt, aufgrund der hohen Temperatur im Trocknungsofen verbrennen. Das ermöglicht es, die Temperatur im Trocknungsofen zu erhöhen und so einen schnelleren Durchlauf der Furniere zu ermöglichen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben.

In einer vorteilhaften Ausführungsform werden die geschäfteten Kanten befeuchtet, indem sie mit Wasser besprüht werden.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Blockdiagramm einer Anlage zum Bearbeiten und Trocknen von

Furnieren;

Fig. 2 eine Schnittdarstellung einer Bearbeitungsstation zum Schälen und

Schäften der Furniere in der Anlage nach Fig. 1; und

Fig. 3 eine Stirnansicht einer Befeuchtungsstation in der Anlage gemäß Fig.

1.

In der in Fig. 1 gezeigten Anlage wird das Furnier in einer Bearbeitungsstation 10 von einem Stamm abgeschält und dabei zugleich an den Längsrändern der entstehenden Furnierbahn 12 geschäftet. Die Furnierbahn durchläuft dann eine Schneidstation 14, in der sie in einzelne Furniertafeln aufgeteilt und um 180° um die Hochachse gedreht werden. Die Furniertafeln werden dann nacheinander auf einem Förderer 16 durch eine Befeuchtungsstation 18 transportiert, in der die geschäfteten Kanten durch Besprühen mit Wasser befeuchtet werden. Der Befeuchtungsstation 18 ist eine Aufgabestation 20 nachgeschaltet, in der die Furniertafeln auf in mehreren Etagen übereinander angeordnete Förderer 22 verteilt werden, auf denen sie dann mit reduzierter Geschwindigkeit einen Trocknungsofen 24 durchlaufen. Die getrockneten Furniere werden in einer Abnahmestation 26 von den Förderern 22 abgenommen und beispielsweise in Stapeln 28 zwischengelagert, bevor sie zu Furnierschichtholz weiterverarbeitet werden.

In Fig. 2 sind die wesentlichen Teile der Bearbeitungsstation 10 dargestellt. Ein Rundholz 30, beispielsweise ein Baumstamm, ist mit seinen entgegengesetzten Enden zwischen nicht gezeigten Pinolen eingespannt und wird um seine Längsachse gedreht, wäh- rend ein Schälmesser 32 die Furnierbahn 12 vom Umfang des Stammes abschält. Die Reaktionskräfte des Schälmessers 32 werden von Druckrollen 34 aufgefangen, die am Umfang des Rundholzes 30 abrollen. An jedem Ende des Rundholzes ist an einem Träger 36, der auch die Druckrollen 34 trägt, ein beweglicher Fräskopf 38 angeordnet der durch eine in der Zeichnung nicht erkennbare Tastrolle in einer definierten Position in Beug auf die Umfangsfläche des Rundholzes 30 gehalten wird und an der umlaufenden Kante des Rundholzes 30 eine schräge Fase 40 erzeugt. Die Umfangsschicht des Rundholzes, in der sich die Fase 40 befindet, wird dann mit dem Schälmesser 32 abgeschält und bildet die Furnierbahn 12, und die Fase 40 bildet dann eine geschäftete Kante 42 (Fig. 3) der Furnierbahn.

Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Befeuchtungsstation 18. Die Furnierbahn 12 ist in der Schneidstation 14 in einzelne Furniertafeln T aufgeteilt worden, die so auf einem Abschnitt des Förderers 16 aufliegen, dass die aus den Fasen 40 entstandenen geschäfteten Kanten 42 nach unten weisen und am stromaufwärtigen und stromabwärtigen Ende des Förderabschnitts überstehen. Der Förderer 16 arbeitet intermittierend, und während eines Halts des Förderers werden die geschäfteten Kanten 42 aus Sprühköpfen 44 mit Wasser besprüht. Unmittelbar danach treten die Furniertafeln T mit den noch feuchten Kanten 42 in den Trocknungsofen 24 ein. Im Trocknungsofen schützt die durch Verdampfung des Wassers von den geschäfteten Kanten 42 entstehende Verdunstungskälte diese Kanten vor dem Verbrennen.

In einer modifizierten Ausführungsform kann die Befeuchtungsstation 18 auch in die Aufgabestation 20 integriert sein und Sprühköpfe aufweisen, die an den einzelnen Förderern 22 angeordnet sind. In dem Fall erfolgt die Befeuchtung der Kanten 42 erst un- mittelbar vor dem Eintritt in den Trocknungsofen 24. Das erlaubt es beispielsweise auch, die Furniertafeln vor dem Befeuchten mit Hilfe der Aufgabeeinrichtung 20 vom Förderer 16 abzunehmen und in Pufferstapeln zwischenzuspeichern.