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Title:
METHOD FOR THE ENERGY-SAVING CONTROL OF A FOOD PROCESSING PROCESS OR A PROCESSING CHAMBER CLEANING PROCESS AND COOKING DEVICE USED THEREFOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/015651
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for the energy-saving control of at least one process in a food processing device comprising a processing chamber, at least one processing device and a control or regulation device. The method is characterized in that the process is subdivided into a plurality of processing steps, a first processing step being selected as one of these processing steps. The control or regulation device can reduce the duration of at least the first process step or the duration of regulation in the fist processing step and/or switch off the processing device during at least a part of the processing step to save energy, namely depending on at least one first variable relating to the climate in the processing chamber and/or at least one second variable relating to the processing device and/or at least one third variable relating to the food item to be processed and/or at least one fourth variable relating to a degree of soiling of the processing chamber, during at least one second processing step directly after the first processing step. The invention also relates to a cooking device for carrying out said method.

Inventors:
BREUNIG, Manfred (Thanellerstrasse 6, Schongau, 86956, DE)
Application Number:
DE2008/001239
Publication Date:
February 05, 2009
Filing Date:
July 30, 2008
Export Citation:
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Assignee:
RATIONAL AG (Iglinger Strasse 62, Landsberg a. Lech, 86899, DE)
BREUNIG, Manfred (Thanellerstrasse 6, Schongau, 86956, DE)
International Classes:
G05D23/19; A21B1/40; A23L1/01; F24C7/08; G05D22/02; H05B1/02
Attorney, Agent or Firm:
WEBER-BRULS, Dorothée et al. (Hollerallee 32, Bremen, 28209, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Verfahren zum energiesparenden Führen zumindest eines Prozesses in einem Nahrungsmittelbehandlungsgerät mit einem Behandlungsraum, zumindest einer Behandlungseinrichtung und einer Steuer- oder Regeleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess in eine Vielzahl von Behandlungsschritte aufgeteilt wird, ein erster Behandlungsschritt als einer dieser Behandlungsschritte ausgewählt wird, und zur Energieeinsparung die Dauer zumindest des ersten Behandlungsschrittes oder die Dauer der Regelung in dem ersten Behandlungsschritt reduziert werden kann und/oder die Behandlungseinrichtung während zumindest eines Teils des ersten Behandlungsschrittes ausgestellt werden kann, und zwar von der Steuer- oder Regeleinrichtung in Abhängigkeit von zumindest einer ersten Größe zum Klima im Behandlungsraums und/oder zumindest einer zweiten Größe zur Behandlungseinrichtung und/oder zumindest einer dritten Größe zu einem zu behandelnden Nahrungsmittel und/oder zumindest einer vierten Größe zu einem Verschmutzungsgrad des Behandlungsraums, jeweils während zumindest eines zweiten Behandlungsschrittes im direkten Anschluss an den ersten Behandlungsschritt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozess als ein Nahrungsmittelbehandlungsprozess oder ein Behandlungsraumrei- nigungsprozess ausgewählt wird, wobei während eines Nahrungsmittelbehandlungsprozesses vorzugsweise Nahrungsmittel im Behandlungsraum zumindest während des ersten Behandlungsschrittes über die Behandlungseinrichtung mit trockener Hitze und/oder feuchter Hitze und/oder Mikrowellen zwecks Garung beaufschlagt werden kann, und/oder während eines Behandlungsraumreinigungsprozesses vorzugsweise der Behandlungsraum mit zumindest einem Reinigungsmittel, insbesondere in Form eines Fluids, und/oder Wärme zwecks Entfernen von Kalk und/oder Schmutz beaufschlagt werden kann.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Größe bestimmt wird aus der Temperatur, der Feuchte und/oder dem VoIu- mendurchfluss der Atmosphäre im Behandlungsraum, und/oder

die zweite Größe bestimmt wird aus der Energiezufuhr zu der Behandlungseinrichtung, und/oder die dritte Größe bestimmt wird aus dem Garegrad des Nahrungsmittels, wobei der Garegrad vorzugsweise bestimmt wird aus der Kerntemperatur, dem Kochwert, dem pH- Wert und/oder der Bräunung, und/oder die vierte Größe bestimmt wird aus der Zusammensetzung einer im oder durch den Behandlungsraum zirkuliert werdenden Reinigungsflotte.

4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn des Verfahrens und/oder über die Steuer- oder Regeleinrichtung dem ersten Behandlungsschritt ein erster Soll- Wert zumindest eines ersten Behandlungsparameters und dem zweiten Behandlungsschritt ein zweiter Soll- Wert zumindest eines zweiten Behandlungsparameters zugewiesen wird, der Ist-Wert des ersten Behandlungsparameters im ersten Behandlungsschritt über zumindest eine Sensiereinrichtung erfasst und mittels der Steuer- oder Regeleinrichtung über zumindest einen Teil der Dauer des ersten Behandlungsschrittes auf den ersten Soll- Wert geregelt wird, und der zweite Soll- Wert bei dieser Regelung in dem ersten Behandlungsschritt zumindest zeitweise berücksichtigt wird, wobei vorzugsweise der erste Behandlungsparameter bestimmt wird aus der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Größe während des ersten Behandlungsschrittes, und der zweite Behandlungsparameter bestimmt wird aus der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Größe während des zweiten Behandlungsschrittes.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung des Ist-Wertes des ersten Behandlungsparameters kürzer als die Dauer des ersten Behandlungsschrittes wird, wenn der zweite Soll- Wert des zweiten Behandlungsparameters, insbesondere betragsmäßig, kleiner als der erste Soll- Wert des ersten Behandlungsparameters ist.

6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer des ersten Behandlungsschrittes verkürzt wird, wenn der zweite Soll- Wert des zweiten Behandlungsparameters, insbesondere betragsmäßig, kleiner als der erste Soll- Wert des ersten Behandlungsparameters ist.

7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkürzung der Dauer der Regelung in dem ersten Behandlungsschritt oder die Verkürzung der Dauer des ersten Behandlungsschrittes von der Differenz zwischen dem ersten Soll- Wert und dem zweiten Soll-Wert abhängt.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkürzung der Dauer der Regelung in dem ersten Behandlungsschritt im Falle eines kerntemperaturgeführten Nahrungsmittelbehandlungsschrittes oder die Verkürzung der Dauer des ersten Behandlungsschrittes im Falle eines zeitgesteuerten Nahrungsmittelbehandlungsschrittes ausgewählt wird.

9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkürzung der Dauer des ersten Behandlungsschrittes oder der Dauer der Regelung in dem ersten Behandlungsschritt und/oder das Ausstellen der Behandlungseinrichtung während zumindest eines Teils des ersten Behandlungsschrittes in Abhängigkeit von der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Größe vor dem ersten Behandlungsschritt stattfindet.

10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über eine Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung ein Energiesparmodus, der Prozess, der erste Behandlungsschritt, der zweite Behandlungsschritt, die erste Größe, die zweite Größe, die dritte Größe, die vierte Größe, der erste Behandlungsparameter, der zweite Behandlungsparameter, der erste Soll- Wert und/oder der zweite Soll- Wert ausgewählt werden kann bzw. können.

11. Gargerät mit einem Garraum, einer Behandlungseinrichtung, umfassend eine Heizeinrichtung, eine Kühleinrichtung, eine Feuchtigkeitszufuhreinrichtung, eine Feuchtigkeitsabfuhreinrichtung, eine Fluidzufuhreinrichtung, eine Fluidabfuhreinrichtung, eine Gebläseeinrichtung, eine Zirkulationseinrichtung, eine Reinigungseinrichtung, zumindest einer Sensiereinrichtung, einer Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung und einer Steuer- oder Regeleinrichtung zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche.

Description:

Verfahren zum energiesparenden Führen eines Nahrungsmittelbehandlungsprozesses oder Behandlungsraumreinigungsprozesses und Gargerät hierfür

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum energiesparenden Führen zumindest eines Prozesses in einem Nahrungsmittelbehandlungsgerät mit einem Behandlungsraum, zumindest einer Behandlungseinrichtung und einer Steuer- oder Regeleinrichtung, und ein Gargerät zum Durchführen solch eines Verfahrens.

Ein gattungsgemäßes Verfahren ist in der nicht- vorveröffentlichten EP 07 009 155 beschrieben, und zwar für eine rollierende Beschickung eines Gargerätes mit Gargut, wobei eine E- nergieoptimierung dadurch erreicht wird, dass einem Benutzer angezeigt wird, wann welches Gargut in welche Behandlungsebene eines Garraums zu laden oder aus dem Garraum zu entfernen ist.

Die DE 41 15 489 Al offenbart ein weiteres gattungsgemäßes Verfahren, bei dem eine Vorrichtung zur Beendigung eines Garvorgangs bei Erreichen eines einstellbaren Endwertes, wie einer Backdauer oder Endkerntemperatur, sowie eine Vorrichtung zum Abschalten einer Heizenergie vor Erreichen des eingestellten Endwertes zum Einsatz kommen. Dabei ist es bekannt, dass nach Aktivierung einer Energiespartaste von einer Steuerschaltung ein Zeitpunkt zum Abschalten einer Heizenergie berechnet wird, der vor dem Erreichen des mit einer Schaltuhr eingestellten Endwertes liegt, wozu die Steuerschaltung Signale eines Temperatursensorspießes und der Schaltuhr erhält, um einen Heizkörper entsprechend anzusteuern.

Ein Verfahren zum Betrieb eines Elektrowärmegeräts, mit dem wenigstens ein Behältnis durch Erwärmung bezüglich seines Zustandes auf einen Endwert gebracht werden soll, ist aus der DE 198 13 550 Al bekannt, wobei dem Elektrowärmegerät der Endwert eingegeben wird, eine Leistungsfreigabe an eine Heizeinrichtung im Wesentlichen von Fühlerdaten abhängt, die über wenigstens einen dem Behältnis zugeordneten Fühler ermittelt werden, und die Leistungsfreigabe ausgehend von vorgegebenen Daten und dem Endwert so lange nach einem vorgegebenen Steuervorgang erfolgt, bis die Fühlerdaten in einem bestimmten Bereich liegen, und ab hier die Leistungsfreigabe von den Fühlerdaten ausgehend geregelt wird.

Die DE 34 47 296 Cl offenbart eine Vorrichtung zum Steuern eines Garvorgangs in einem Dampfdruckkochgefäß, das über ein elektrisches Heizelement aufgeheizt wird. Durch Ermittlung von Werten der Temperatur - Zeit - Kennlinie in einer Aufheizphase wird die Möglichkeit geschafft, die Trägheit des Systems unter vorzeitiger Abschaltung des Heizelements zur Einhaltung der gewünschten Garzeit im Dampfdruckkochgefäß energiesparend auszunutzen.

Die DE 10 2005 046 716 Al offenbart ein Verfahren zur Steuerung oder Regelung eines Gargerätes, bei dem die Position eines Garguts in einem Gargerät erfasst wird und ein Garprozess im Gargeräte am Ort des Garguts energiesparend sowie das Garergebnis optimierend durchgeführt werden kann. Nach Abschluss solch eines Garverfahrens kann ein Reinigungsverfahren stattfinden, bei dem gezielt die Bereiche, in denen sich während des Garprozesses das Gargut und aus dem Gargut eventuell austretende Substanzen befunden haben, gereinigt werden, was wiederum zu einer Energieeinsparung führt.

Aus der DE 199 45 021 Al ist ein kerntemperaturgesteuertes Garverfahren bekannt, bei dem der Energieverbrauch bestimmt und eine Einrichtung zum Zuführen von Energie in Abhängigkeit von Messwerten eingestellt werden kann. Bei diesem bekannten Verfahren wird die Kerntemperatur eines Garguts möglichst gut auf einen vorherbestimmten Soll- Wert geregelt. Ist das Verfahren dabei in mehrere Zeitintervalle unterteilt, wie bspw. in der DE 197 18 399 Al beschrieben, um also bspw. am Ende des Verfahrens nicht nur eine Soll-Kerntemperatur sondern auch eine Soll-Bräunung zu erreichen, so kann bei einem Wechsel zwischen Zeitintervallen, also am Ende eines ersten Zeitintervalls, noch z. B. geheizt oder Dampf produziert werden, obwohl im folgenden, zweiten Zeitintervall eine niedrigere Temperatur oder eine

niedrigere Feuchtigkeit als im ersten Zeitintervall benötigt wird. Dies dient vordergründig der Schnelligkeit des Prozesses, stellt aber tatsächlich einen unnötigen Energieverbrauch dar.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das gattungsgemäße Verfahren derart weiterzuentwickeln, dass eine Energieoptimierung stattfindet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Prozess in eine Vielzahl von Behandlungsschritte aufgeteilt wird, ein erster Behandlungsschritt als einer dieser Behandlungsschritte ausgewählt wird, und zur Energieeinsparung die Dauer zumindest des ersten Behandlungsschrittes oder die Dauer der Regelung in dem ersten Behandlungsschritt reduziert werden kann und/oder die Behandlungseinrichtung während zumindest eines Teils des ersten Behandlungsschrittes ausgestellt werden kann, und zwar von der Steuer- oder Regeleinrichtung in Abhängigkeit von zumindest einer ersten Größe zum Klima im Behandlungsraums und/oder zumindest einer zweiten Größe zur Behandlungseinrichtung und/oder zumindest einer dritten Größe zu einem zu behandelnden Nahrungsmittel und/oder zumindest einer vierten Größe zu einem Verschmutzungsgrad des Behandlungsraums, jeweils während zumindest eines zweiten Behandlungsschrittes im direkten Anschluss an den ersten Behandlungsschritt.

Dabei kann vorgesehen sein, dass der Prozess als ein Nahrungsmittelbehandlungsprozess oder ein Behandlungsraumreinigungsprozess ausgewählt wird, wobei während eines Nahrungsmittelbehandlungsprozesses vorzugsweise Nahrungsmittel im Behandlungsraum zumindest während des ersten Behandlungsschrittes über die Behandlungseinrichtung mit trockener Hitze und/oder feuchter Hitze und/oder Mikrowellen zwecks Garung beaufschlagt werden kann, und/oder während eines Behandlungsraumreinigungsprozesses vorzugsweise der Behandlungsraum mit zumindest einem Reinigungsmittel, insbesondere in Form eines Fluids, und/oder Wärme zwecks Entfernen von Kalk und/oder Schmutz beaufschlagt werden kann.

Mit der Erfindung wird auch vorgeschlagen, dass die erste Größe bestimmt wird aus der Temperatur, der Feuchte und/oder dem Volumendurchfluss der Atmosphäre im Behandlungsraum, und/oder die zweite Größe bestimmt wird aus der Energiezufuhr zu der Behandlungseinrichtung, und/oder die dritte Größe bestimmt wird aus dem Garegrad des Nahrungsmittels, wobei der Garegrad vorzugsweise bestimmt wird aus der Kerntemperatur, dem Kochwert, dem pH- Wert und/oder der Bräunung, und/oder die vierte Größe bestimmt wird aus der Zu-

- A - sammensetzung einer im oder durch den Behandlungsraum zirkuliert werdenden Reinigungsflotte.

Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung können dadurch gekennzeichnet sein, dass zu Beginn des Verfahrens und/oder über die Steuer- oder Regeleinrichtung dem ersten Behandlungsschritt ein erster Soll- Wert zumindest eines ersten Behandlungsparameters und dem zweiten Behandlungsschritt ein zweiter Soll- Wert zumindest eines zweiten Behandlungsparameters zugewiesen wird, der Ist-Wert des ersten Behandlungsparameters im ersten Behandlungsschritt über zumindest eine Sensiereinrichtung erfasst und mittels der Steuer- oder Regeleinrichtung über zumindest einen Teil der Dauer des ersten Behandlungsschrittes auf den ersten Soll- Wert geregelt wird, und der zweite Soll- Wert bei dieser Regelung in dem ersten Behandlungsschritt zumindest zeitweise berücksichtigt wird, wobei vorzugsweise der erste Behandlungsparameter bestimmt wird aus der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Größe während des ersten Behandlungsschrittes, und/oder der zweite Behandlungsparameter bestimmt wird aus der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Größe während des zweiten Behandlungsschrittes.

Dabei kann vorgesehen sein, dass die Regelung des Ist-Wertes des ersten Behandlungsparameters kürzer als die Dauer des ersten Behandlungsschrittes wird, wenn der zweite Soll- Wert des zweiten Behandlungsparameters, insbesondere betragsmäßig, kleiner als der erste Soll- Wert des ersten Behandlungsparameters ist.

Ferner wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass die Dauer des ersten Behandlungsschrittes verkürzt wird, wenn der zweite Soll- Wert des zweiten Behandlungsparameters, insbesondere betragsmäßig, kleiner als der erste Soll- Wert des ersten Behandlungsparameters ist.

Bevorzugt ist erfindungsgemäß, dass die Verkürzung der Dauer der Regelung in dem ersten Behandlungsschritt oder die Verkürzung der Dauer des ersten Behandlungsschrittes von der Differenz zwischen dem ersten Soll- Wert und dem zweiten Soll- Wert abhängt.

Mit der Erfindung wird weiterhin vorgeschlagen, dass die Verkürzung der Dauer der Regelung in dem ersten Behandlungsschritt im Falle eines kerntemperaturgeführten Nahrungsmit-

telbehandlungsschrittes oder die Verkürzung der Dauer des ersten Behandlungsschrittes im Falle eines zeitgesteuerten Nahrungsmittelbehandlungsschrittes ausgewählt wird.

Auch kann vorgesehen sein, dass die Verkürzung der Dauer des ersten Behandlungsschrittes oder der Dauer der Regelung in dem ersten Behandlungsschritt und/oder das Ausstellen der Behandlungseinrichtung während zumindest einem Teils des ersten Behandlungsschrittes in Abhängigkeit von der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Größe vor dem ersten Behandlungsschritt stattfindet.

Ferner wird vorgeschlagen, dass über eine Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung ein Energiesparmodus, der Prozess, der erste Behandlungsschritt, der zweite Behandlungsschritt, die erste Größe, die zweite Größe, die dritte Größe, die vierte Größe, der erste Behandlungsparameter, der zweite Behandlungsparameter, der erste Soll- Wert und/oder der zweite Soll- Wert ausgewählt werden kann bzw. können.

Mit der Erfindung wird auch ein Gargerät mit einem Garraum, einer Behandlungseinrichtung, umfassend eine Heizeinrichtung, eine Kühleinrichtung, eine Feuchtigkeitszufuhreinrichtung, eine Feuchtigkeitsabfuhreiiαrichtung, eine Fluidzufuhreinrichtung, eine Fluidabfuhreinrich- tung, eine Gebläseeinrichtung, eine Zirkulationseinrichtung und/oder eine Reinigungseinrichtung, zumindest einer Sensiereinrichtung, einer Bedien- und/oder Anzeigeeinrichtung und einer Steuer- oder Regeleinrichtung zum Durchfuhren eines erfindungsgemäßen Verfahrens geliefert.

Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass zusätzlich zu einer Regelung auf der Grundlage eines Soll/Ist- Wert- Vergleichs bspw. in einem Garprozess auch eine Regelung in einem Energiesparmodus aktiviert werden kann, die es ermöglicht, dass beispielsweise am Ende eines Garschrittes eine Restwärme oder Restfeuchtigkeit für einen folgenden Garschritt genutzt werden kann, ohne dass aktiv noch Wärme oder Feuchtigkeit einem Garraum, in dem ein Gargut gegart wird, zugeführt werden muss. Dabei wird insbesondere berücksichtigt, ob der folgende Garschritt einen niedrigeren, gleichen oder höheren Soll- Wert für bspw. die Temperatur oder die Feuchtigkeit als der zu regelnde Garschritt aufweist, um entweder die Dauer des zu regelnden Garschrittes zu reduzieren oder aber die Temperatur oder Feuchtigkeit im Garraum nicht weiter zu erhöhen. Dadurch kommt es insgesamt zu einer

Energieeinsparung. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass bereits eine Energieeinsparung von 2 bis 4% einen erheblichen Beitrag zur Schonung unserer Ressourcen hat.

Insbesondere bei Gasgargeräten mit Wärmetauschern rührt das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur zu einer Energieeinsparung, sondern auch zu einer Reduktion der Anzahl der Schaltspiele, was zusätzlich der Lebensdauer der Bauteile zugute kommt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen beispielhaft erläutert werden. Dabei zeigen die Figuren 1 bis 3 jeweils Abschnitte aus erfindungsgemäßen Garverfahren in Form von Flussdiagrammen.

Wie Figur 1 zu entnehmen ist, kann ein Gargerät wie bislang üblich oder nach einem erfindungsgemäßen Verfahren betrieben werden. über eine Energiespartaste (nicht gezeigt) kann nämlich entschieden werden, ob das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen ist (Abschnitt 10). Hat sich ein Bediener für ein konventionelles Verfahren entschieden (Abschnitt 11), verläuft das Garverfahren also in bekannter Weise ab (Abschnitt 12), wie bspw. in der DE 197 18 389 Al beschrieben. Ist jedoch von dem Bediener die Energiespartaste aktiviert worden (Abschnitt 13), beginnt das erfindungsgemäße Verfahren, das eine Vielzahl von Garschritten aufweist, wobei jedem Schritt eine Zeitdauer t und eine Temperatur T des Wärmemediums in einem Garraum eines nicht gezeigten Gargerätes zugewiesen ist, beispielsweise umfassend einen Vorheizschnitt (t ls T 1 ), einen ersten Garschritt (t 2 , T 2 ) und einen zweiten Garschritt (t 3 , T 3 ). So kann also ein erster Schritt der Vorheizschritt sein (Abschnitt 20), um eine gewünschte Vorheiztemperatur T 1 am Ende des Vorheizschrittes t \ zu erhalten. Herkömmlicherweise erfolgt sodann über eine nicht gezeigte Anzeige- und Bedieneinrichtung die Aufforderung zum Beladen des Garraumes mit nicht gezeigtem Gargut. Hat eine entsprechende Beladung stattgefunden, startet der zweite Schritt des Garprogrammes, bei dem es sich um einen ersten Garschritt der Länge t 2 und der Temperatur T 2 handelt (Abschnitt 30). In diesem zweiten Schritt wird von einer nicht gezeigten Steuer- oder Regeleinrichtung überprüft, ob T 2 größer, gleich oder kleiner als eine Temperatur T 1 des ersten Schrittes und größer, gleich oder kleiner als eine Temperatur T 3 eines dritten Schritts, bei dem es sich um den zweiten Garschritt handelt, ist (Abschnitt 31). In dem Falle, in dem T 2 > T 1 und T 3 > T 2 , verläuft der zweite Schritt ohne Veränderung weiter (Abschnitt 32), während jedoch bereits in dem

FaIl, in dem T 2 < T 1 und T 3 > T 2 , eine erfindungsgemäße Zusatzregelung greift (Abschnitt 33). Die Zusatzregelung hängt wiederum davon ab, ob während des Schrittes 2 eine kerntem- peraturgesteuerte oder zeitgesteuerte Garprozessfuhrung stattfindet (Abschnitt 34). Handelt es sich um einen kerntemperaturgesteuerten ersten Garschritt, bei dem auf eine Soll- Kerntemperatur geregelt wird, so wird die entsprechende Regelung beispielsweise bereits dann beendet, wenn die Ist-Kerntemperatur 1°C unterhalb der Soll-Kerntemperatur liegt (Abschnitt 35). Handelt es sich jedoch alternativerweise um einen zeitgesteuerten ersten Garschritt, so kann es zu einer Reduktion der Länge t 2 kommen, und zwar in Abhängigkeit von der Länge t 2 selbst, siehe Abschnitte 36 und 37. Vom Schritt 2 wird dann in den Schritt 3, bei dem es sich um den zweiten Garschritt handelt (Abschnitt 40), gewechselt. Figur 1 zeigt also einen Teil eines Garverfahrens, bei dem es zu einer Energieeinsparung dann in einem ersten Garschritt, hier Schritt 2, kommt, wenn im Garraum zu Beginn des ersten Garschritts, hier durch ein Vorheizen im Schritt 1, eine Garraumtemperatur T 1 herrscht, die oberhalb der für den ersten Garschritt geforderten Garraumtemperatur T 2 liegt. Eine weitere, nicht gezeigte erfindungsgemäße Energieeinsparung erfolgt, wenn für den zweiten Garschritt, hier Schritt 3, eine Garraumtemperatur T 3 vorgegeben wird, die kleiner als die Garraumtemperatur T 2 in dem ersten Garschritt, hier Schritt 2, ist, wobei in beiden Fällen der Energieeinsparung entweder eine Regelung oder aber gleich der komplette erste Garschritt vorzeitig abgebrochen werden kann.

In Figur 2 sind alternative Garprozessabschnitte dargestellt, bei denen eine Feuchtigkeitsregelung stattfindet und zwar mit weiteren Garschritten. Genauer gesagt sind hier ein Schritt 4 vorgesehen, bei dem es sich um einen weiteren, ersten Garschritt handelt, dem ein Soll- Wert der Feuchtigkeit F 4 und eine Soll-Länge t 4 zugewiesen ist (Abschnitt 50), und ein weiterer zweiter Garschritt in einem Schritt 5, in dem ein Soll- Wert der Feuchtigkeit F 5 für eine Soll- Länge t 5 herrschen soll (Abschnitt 60). In einem nächsten Schritt 5 muss daher überprüft werden, ob die dem Folgeschritt, also zweiten Garschritt, zugewiesene Feuchtigkeit F 5 größer oder kleiner oder gleich F 4 ist (Abschnitt 51). Ist F 5 > F 4 , so tritt keine Zusatz-Regelung im Sinne der vorliegenden Erfindung ein (Abschnitt 52). Anderenfalls kommt es zu besagter Zusatzregelung (Abschnitt 53). Diese Zusatzregelung hängt nun wieder davon ab, ob im Schritt 4 eine Kerntemperatur- oder Zeitsteuerung stattfindet (Abschnitt 54). In dem Fall, in dem eine Kerntemperatursteuerung stattfindet, kann ab dem Zeitpunkt die Regelung der Ist-Feuchte auf die Soll-Feuchte beendet werden, wenn die Ist-Kerntemperatur I 0 C unterhalb der Soll- Kerntemperatur liegt (Abschnitt 55). Handelt es sich hingegen im Schritt 5 um ein zeitgesteu-

ertes Verfahren, so kommt es zu einer Verkürzung der Länge t 4 , in Abhängigkeit von der Größe von U, siehe Abschnitte 56 und 57. Also verkürzt sich t4bspw. um 10 %, wenn 30 min. < t 4 < 120 min. Zudem findet eine Energieeinsparung in Analogie zu der gemäß Figur 1 durch eine Berücksichtigung der Feuchtigkeit im Garraum zu Beginn des weiteren, ersten Garschritts in Schritt 4 statt. Schließlich wird zu Schritt 5 übergegangen (Abschnitt 60).

Eine weitere Alternative für Abschnitte eines erfindungsgemäßen Garverfahrens ist in Figur 3 dargestellt. Bei diesen Abschnitten handelt es sich um einen Teil eines Garverfahrens, bei dem erstmals ein Mikrowellengenerator zum Einsatz kommt. Genauer gesagt kann es sich bei einem Schritt 6 um einen ersten Mikrowellen-Garschritt handeln, bei dem der Mikrowellengenerator mit einer Mikrowellenleistung L 6 eingeschaltet wird, und über eine Länge t 6 , wobei L 6 und t 6 als Soll-Werte vorgegeben sind (Abschnitt 70). Zuerst muss dann überprüft werden, ob die Mikrowellenleistung L 7 eines zweiten Mikrowellen-Garschritts (Abschnitt 80) größer, kleiner oder gleich L 6 ist (Abschnitt 71). Liegt der Fall vor, in dem L 7 > L 6 , findet keine Zusatzregelung statt (Abschnitt 72). Anderenfalls kommt es zu einer Implementierung einer erfindungsgemäßen Zusatz-Regelung (Abschnitt 73), bei der berücksichtigt wird, dass vor dem ersten Mikrowellen-Garschritt keine Mikrowellenleistung in den Garraum abgestrahlt worden ist, und zudem wiederum zu unterscheiden ist, ob im Schritt 6 eine Kerntemperatursteuerung oder eine Zeitsteuerung durchgeführt wird (Abschnitt 74). Liegt beispielsweise eine Kerntemperatursteuerung vor, so kann die Regelung der Leistung des Mikrowellengenerators beendet werden, wenn der Ist-Kerntemperaturwert 1°C unterhalb des Soll- Kerntemperaturwertes liegt (Abschnitt 75). Liegt hingegen eine Zeitsteuerung vor, so verkürzt sich t 6 in Abhängigkeit von der Größe von t 6 , siehe Abschnitte 76 und 77. Schließlich wird zum Schritt 7, bei dem es sich um den zweiten Mikrowellen-Garschritt handelt, übergegangen.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren eignet sich bspw. beim Garen von Hähnchenschenkeln, das herkömmlicherweise in vier Schritte unterteil ist, nämlich wie folgt:

Eine Energieoptimierung ist dabei in den Schritten 2 und 3 möglich, und zwar bspw. wie mit Bezug auf Figur 1 oder 2 beschrieben.

Aber auch das Garen von Schinkenbraten kann erfindungsgemäß energieoptimiert werden. Hierbei kommen die folgenden vier Schritte zum Einsatz:

Beispielsweise kann Schritt 2 eine Energieoptimierung wie mit Bezug auf Figur 1 beschrieben und Schritt 3 eine Energieoptimierung wie mit Bezug auf Figur 2 beschrieben nutzen.

Die in der voranstehenden Beschreibung, den Zeichnungen sowie den Zeichnungen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.