FLETZER, Robert (Zum Anninger Blick 15, Vösendorf, A-2331, AT)
THEURER, Josef (Johannesgasse 3, Wien, A-1010, AT)
FLETZER, Robert (Zum Anninger Blick 15, Vösendorf, A-2331, AT)
| P a t e n t a n s p r u c h 1. Verfahren zur Errichtung einer elektrischen Oberleitung (28) innerhalb einer aus einer Anzahl von Fahrleitungsmasten (6) zusammengesetzten Sektion, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: a) in einer ersten Gleissperre werden Fundamentkörper (5) für Fahrleitungsmasten (6) seitlich neben einem Gleis (1 ) an den für eine Errichtung eines Fahrleitungsmastes (6) vorgesehenen Mastposition (10) vorgelagert und eingerammt, b) in einer zweiten Gleissperre werden auf einem Transportfahrzeug (11) gelagerte Fahrleitungsmasten (6) erfasst und mit den eingerammten Fundamentkörpern (5) verbunden, c) in einer dritten Gleissperre wird unter kontinuierlicher Vorfahrt einer ersten Verlegemaschine (18) ein Feeder (19) sowie eine Rückleitung (20) mit den Fahrleitungsmasten (6) verbunden, wonach unter kontinuierlicher Vorfahrt einer zweiten Verlegemaschine (26) eine Montage eines Fahrdrahtes (24) und eines Tragseiles (25) erfolgt, bis schließlich Fahrdraht (24) und Tragseil (25) am Ende der Sektion mit einem Radspannwerk verbunden werden. |
[001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Errichtung einer elektrischen
Oberleitung innerhalb einer aus einer Anzahl von Fahrleitungsmasten zusammengesetzten Sektion.
[002] Es ist bereits durch EP 0459538 oder EP 0459537 bekannt, Fahrdraht und
Tragseil einer elektrischen Oberleitung unter kontinuierlicher Vorfahrt einer
Verlegemaschine mit einer endgültigen Verlegespannung zu verlegen.
[003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines
Verfahrens der eingangs genannten Art, mit dem eine besonders effiziente
Errichtung einer Fahrleitungssektion möglich ist.
[004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren der
gattungsgemäßen Art durch die im Patentanspruch angeführten
Verfahrensschritte gelöst.
[005] Durch diese Kombination von Verfahrensschritten ist es möglich, eine
komplette Sektion einer Oberleitung mit einem Minimum an Gleisbesetzung fertig zu stellen. Dadurch ist es möglich, die Montage der Oberleitung so rasch wie möglich durchzuführen und weiterhin zwischen den Gleissperren einen Gleisverkehr aufrecht zu erhalten.
[006] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
Zeichnungsbeschreibung. [007] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben, wobei die Fig. 1 bis 7 jeweils einen Verfahrensabschnitt mit vereinfacht dargestellten Maschinen zeigen.
[008] In Fig. 1 ist ein auf einem Gleis 1 in einer Arbeitsrichtung 2 verfahrbarer
Arbeitswagen 3 zum Transport von auf einer Ladefläche 4 gelagerten
Fundamentkörpern 5 ersichtlich. Diese werden mit Hilfe eines Kranes seitlich neben dem Gleis 1 an für eine Errichtung eines Fahrleitungsmastes 6 (s. Fig. 3) vorgesehenen Baustellen 10 mit Hilfe einer mit einem Rammgerät 7 ausgestatteten Rammmaschine 8 (s. Fig. 2) abgelegt.
[009] Wie in Fig. 2 ersichtlich, sind zwei parallel arbeitende Rammmaschinen 8 vorgesehen, die nach Beendigung des Rammvorganges gemeinsam zur jeweils übernächsten Baustelle 10 vorgefahren werden.
[010] Wie in Fig. 3 dargestellt, sind insgesamt zwei Fahrzeuge 9 für die
Verbindung der Fahrleitungsmasten 6 mit dem jeweiligen Fundamentkörper 5 vorgesehen. Diese beiden Fahrzeuge 9 arbeiten ebenfalls parallel und werden nach Fixierung des Fahrleitungsmastes 6 gemeinsam zur jeweils übernächsten Baustellen 10 vorgefahren. Jedem Fahrzeug 9 ist ein
Transportfahrzeug 11 mit einer Ladefläche 12 zur Lagerung einer Anzahl von Fahrleitungsmasten 6 zugeordnet.
[01 1] Gemäß Fig. 4 sind zwei Montagefahrzeuge 13 vorgesehen, die jeweils mit einer Hubarbeitsbühne 14, einer Ladefläche 15 zum Transport von Auslegern 16 und einem Kran 17 ausgestattet sind. [012] In Fig. 5 ist eine erste Verlegemaschine 18 dargestellt, die für eine kontinuierliche Verlegung eines Feeders 19 sowie einer Rückleitung 20 in der Arbeitsrichtung 2 auf dem Gleis 1 verfahrbar ist. Feeder 19 und Rückleitung 20 werden jeweils von einer Vorratsrolle 21 abgewickelt. Bezüglich der Arbeitsrichtung 2 hinter der ersten Verlegemaschine 8 ist ein weiteres Montagefahrzeug 22 mit einer Hubarbeitsbühne 23 vorgesehen.
[013] Zur Verlegung eines Fahrdrahtes 24 und eines Tragseiles 25 ist eine in Fig. 6 ersichtliche zweite Verlegemaschine 26 vorgesehen. Dabei werden
Fahrdraht 24 und Tragseil 25 kontinuierlich von entsprechenden
Vorratsrollen 27 abgewickelt und unter vorgeschriebener endgültiger
Zugspannung verlegt. Nachfolgend sind drei weitere Montagefahrzeuge 22 (s. Fig. 6, 7) mit Hubarbeitsbühnen 23 vorgesehen, um Fahrdraht 24 und Tragseil 25 mit den Auslegern 16 zur Bildung einer elektrischen Oberleitung 28 zu verbinden.
[014] Im folgenden wird nun das erfindungsgemäße Verfahren näher beschrieben.
Im Rahmen einer ersten Sperre des Gleises 1 wird bei jeder für die Montage eines Fahrleitungsmastes 6 vorgesehenen Baustelle 10 ein
Fundamentkörper 5 abgeladen. Dies erfolgt derart, dass der
Fundamentkörper 5 ohne zusätzlichen Aufwand vom nachfolgenden
Rammgerät 7 eingerammt werden kann.
[015] Parallel dazu werden die beiden Rammmaschinen 8 eingesetzt, die jeweils nur jede zweite Baustelle bzw. Mastposition 10 anfahren, um den bereitgestellten Fundamentkörper 5 mit Hilfe des Rammgerätes 7 in das Fundament zu rammen.
[016] In einer zweiten Gleissperre werden die beiden Fahrzeuge 9 für die Montage des Fahrleitungsmastes 6 am eingerammten Fundamentkörper 5 eingesetzt. Dabei wird wiederum nur jede zweite Mastposition 10 angefahren.
[017] Die beiden Montagefahrzeuge 13 können in der zweiten bzw. in einer dritten Gleissperre eingesetzt werden, um die Ausleger 16 zu montieren.
[018] In einer Gleissperre wird unter kontinuierlicher Vorfahrt der ersten
Verlegemaschine 18 der Feeder 19 sowie die Rückleitung 20 mit den
Fahrleitungsmasten 6 verbunden, wonach unter kontinuierlicher Vorfahrt der zweiten Verlegemaschine 26 eine Montage des Fahrdrahtes 24 und des Tragseiles 25 erfolgt. Am Ende einer Sektion werden schließlich Fahrdraht 24 und Tragseil 25 mit einem nicht näher dargestellten Radspannwerk verbunden.
Next Patent: PRESSURE MEDIUM CYLINDER HAVING END-POSITION DAMPING
