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Title:
METHOD FOR EVALUATING A PWM SIGNAL PROFILE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/071160
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for evaluating a PWM signal profile (10) on a vehicle bus (12), in particular a PWM signal profile (10) for driving a fan (14). According to the invention, the method comprises the following steps of: providing a diagnostic computer (16) and an intelligent measuring device (18) which is coupled to the latter; using the diagnostic computer (16) to cause the intelligent measuring device (18) to determine data which are characteristic of the PWM signal profile from the PWM signal profile (10) and to store said data; and transmitting the data which are characteristic of the PWM signal profile (10) to the diagnostic computer (16).

Inventors:
VELEV, Ivan (Guardini Str. 75, München, 81375, DE)
Application Number:
DE2007/002194
Publication Date:
June 19, 2008
Filing Date:
December 06, 2007
Export Citation:
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Assignee:
WEBASTO AG (Kraillinger Str. 5, Stockdorf, 82131, DE)
VELEV, Ivan (Guardini Str. 75, München, 81375, DE)
International Classes:
G01R29/02; G06F17/40; G07C5/08
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Claims:

Ansprüche

1. Verfahren zum Auswerten eines PWM-Signalverlaufs (10) auf einem Fahrzeugbus (12), insbesondere eines PWM-Signalverlaufs (10) zur Ansteuerung eines Gebläses (14), dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst:

Vorsehen eines Diagnoserechners (16) und einer mit diesem gekoppelten intelligenten Messeinrichtung (18);

Veranlassen, durch den Diagnoserechner (16), dass die intelligente Messeinrichtung (18) aus dem PWM-Signalverlauf (10) für den PWM-

Signalverlauf charakteristische Daten bestimmt und diese speichert; und

übertragen der für den PWM-Signalverlauf (10) charakteristischen Daten an den Diagnoserechner (16).

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die intelligente Messeinrichtung (18) über einen Diagnoseadapter (32) mit dem Diagnoserechner (16) gekoppelt ist.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Diagnoserechner (16) und der Diagnoseadapter (32) über ein digitales Standartprotokoll kommunizieren.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Diagnoserechner (16) die intelligente Messeinrichtung (18) in einen Befehls-Lesemodus versetzt.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Diagnoserechner (16) die in den Befehls-Lesemodus versetzte intelligente Messeinrichtung (18) auffordert, eventuell gespeicherte charakteristische Daten zu löschen, um die intelligente Messeinrichtung (18) zu veranlassen, aus dem PWM-Signalverlauf (10) für den PWM-Signalverlauf (10) charakteristische Daten zu bestimmen und diese zu speichern.

6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Diagnoserechner (16) die in den Befehls-Lesemodus versetzte intelligente Messeinrichtung (18) auffordert, gespeicherte charakteristische Daten zu übertragen.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die intelligente Messeinrichtung (18) zumindest einige ihr zugehende Aufforderungen bestätigt.

8. System zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen Diagnoserechner (16) und eine über einen Diagnoseadapter (32) mit diesem gekoppelte intelligente Messeinrichtung (18).

Description:

Verfahren zum Auswerten eines PWM-Signalverlaufs

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auswerten eines PWM-Signalverlaufs auf einem Fahrzeugbus, insbesondere eines PWM-Signalverlaufs zur Ansteuerung eines Gebläses. Weiterhin betrifft die Erfindung ein System zur Durchfüh- rung eines derartigen Verfahrens.

Beispielsweise die Integration von Fahrzeugkomfortfunktionen wie Standheizung, Standlüftung, Standklimatisierung usw. setzt eine Ansteuerung des Fahrzeuggebläses voraus. Fahrzeuggebläse werden heute üblicherweise von einem Heizungs-/Klimabedienteil angesteuert, in vielen Fällen über komplexe Datenbussteuerungssysteme wie beispielsweise PWM, Kline, LIN, CAN usw. Beispielsweise um eine derartige Ansteuerung für die Eingangs genannten Komfortfunktionen nachzubilden, ist es häufig erforderlich, zunächst die in dem jeweiligen Fahrzeug standardmäßig verwendeten Steuersignale zu erfassen. Zum Auslesen derartiger Signale werden üblicherweise Zusatzeinrichtungen in Form von Datenerfassungssystemen oder Busmonitoren verwendet, die jedoch ausschließlich zu diesem Zweck vorgesehen sind und angeschafft werden müssen. Diese Problematik wird noch dadurch verschärft, dass für verschiedene Fahrzeugmodelle üblicherweise verschiedene Datenbuserfassungssysteme erforderlich sind, um die entsprechenden Steuersignale richtig auszulesen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die gattungsgemäßen Verfahren so weiterzubilden, dass sie im Vergleich zum Stand der Technik kostengünstiger durchgeführt werden können.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Auswerten eines PWM-Signalverlaufs auf einem Fahrzeugbus, insbesondere eines PWM-Signalverlaufs zur Ansteuerung eines Gebläses, baut auf dem gattungsgemäßen Stand der Technik da- durch auf, dass es die folgenden Schritte umfasst: Vorsehen eines Diagnoserechners und einer mit diesem gekoppelten intelligenten Messeinrichtung; Veranlassen, durch den Diagnoserechner, dass die intelligente Messeinrichtung aus dem PWM-Signalverlauf für den PWM-Signalverlauf charakteristische Daten bestimmt und diese speichert; und überragen der für den PWM- Signalverlauf charakteristischen Daten an den Diagnoserechner. Diese Lösung ermöglicht es, dass ein herkömmlicher PC insbesondere ein herkömmliches Laptop als Diagnoserechner verwendet wird, wobei die intelligente Messeinrichtung vorzugsweise mit einem Speicher und einem MikroController oder - Prozessor ausgestattet ist, der dazu in der Lage ist, die charakteristischen Da- ten für den PWM-Signalverlauf zu bestimmen. Diese charakteristischen Daten können insbesondere durch die Spannung (Amplitude) den Duty-Cycle und die Frequenz des PWM-Signalverlaufs gebildet sein.

Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Ver- fahrens ist vorgesehen, dass die intelligente Messeinrichtung über einen Diagnoseadapter mit dem Diagnoserechner gekoppelt ist. In diesem Fall kann beispielsweise die von der Webasto AG unter der Bezeichnung "Webasto Thermo Test (Version 2.08)" angebotene Diagnose Hard- und Software die Basis bilden (siehe auch zugehörige Bedienungsanleitung, Stand 11/2006). Dies gilt zumin- dest für die Software des Diagnoserechners und den Diagnoseadapter. In diesem Fall gelingt es, anstelle eines teueren separat erforderlichen Bustestsystems ein ohnehin auf dem Markt befindliches System zur Auswertung eines PWM-Signalverlaufs zu nutzen. Anstelle der in der genannten Bedienungsanleitung erwähnten vom Heizgerätetyp abhängigen Steckadapter wird lediglich eine speziell zur Analyse von PWM-Signalverläufen ausgelegte intelligente Messeinrichtung benötigt. Diese intelligente Messeinrichtung, die auch als IPMU (Intelli- gente-Puls-Master-Einheit) bezeichnet werden kann, weist - wie erwähnt - vorzugsweise zumindest einen Mikrocontroller und einen geeigneten Speicher auf.

Insbesondere im vorstehend erläuterten Zusammenhang wird es bevorzugt, dass der Diagnoserechner und der Diagnoseadapter über ein digitales Standartprotokoll kommunizieren. Bei dem digitalen Standardprotokoll kann es sich insbesondere um Protokolle für serielle Schnittstellen handeln, beispielsweise für die USB- oder die RS232-Schnittstelle. Für die Verbindung zwischen dem Diagnoseadapter und der intelligenten Messeinrichtung wird - ohne darauf beschränkt zu sein - vorzugsweise ein anderes Protokoll verwendet, beispielsweise das im Zusammenhang mit dem erwähnten Webasto-Thermo-Test-Paket verwendete Protokoll.

Insbesondere in diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass der Diagnoserechner die intelligente Messeinrichtung in einen Befehls-Lesemodus versetzt.

Dabei kann weiterhin vorgesehen sein, dass der Diagnoserechner die in den Befehls-Lesemodus versetzte intelligente Messeinrichtung auffordert, eventuell gespeicherte charakteristische Daten zu löschen, um die intelligente Messeinrichtung zu veranlassen, aus dem PWM-Signalverlauf für den PWM- Signalverlauf charakteristische Daten zu bestimmen und diese zu speichern.

Weiterhin wird es als vorteilhaft erachtet, dass der Diagnoserechner die in den Befehls-Lesemodus versetzte intelligente Messeinrichtung auffordert, gespeicherte charakteristische Daten zu übertragen.

Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass die intelligente Messeinrichtung zumindest einige ihr zugehende Aufforderungen bestätigt.

Jedes System zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, das einen Diagnoserechner und eine über einen Diagnoseadapter mit diesem gekoppelte intelligente Messeinrichtung umfasst, fällt in den Schutzbereich der zugehörigen Ansprüche.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der zugehörigen Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 ein schematisches Blockschaltbild eines Systems, das zur Durch- führung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist; und

Figur 2 ein Timing-Diagramm, das schematisch einen möglichen Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens veranschaulicht.

Figur 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Systems, das zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist. Gemäß der Darstellung von Figur 1 dient ein herkömmlicher PC oder Laptop als Diagnoserechner 16. Der Diagnoserechner 16 ist über eine USB- oder RS232-Verbindung mit einem Diagnoseadapter 32 gekoppelt. Der Diagnoserechner 16 kann beispiels- weise mit einer modifizierten Variante der zum Webasto-Thermo-Test-Paket gehörenden Software ausgestattet sein, während der Diagnoseadapter 32 durch den zu dem genannten Paket gehörenden Diagnoseadapter gebildet sein kann. Der Diagnoseadapter 32 steht mit einer intelligenten Messeinrichtung 18 in Verbindung, die speziell für den hier in Rede stehenden Zweck ausgelegt ist und als IPMU (Intelligente-Puls-Master-Einheit) bezeichnet werden kann. Die intelligente Messeinrichtung 18 ist im dargestellten Fall mit einem Mikrocontrol- ler 20 und wenigstens einer Speichereinrichtung 22 ausgestattet, wobei die Speichereinrichtung 22 im dargestellten Fall sowohl zum Speichern von Programm- als auch Messdaten dient. Die intelligente Messeinrichtung 18 weist im dargestellten Fall vier Anschlusspins 24, 26, 28, 30 auf. Der dritte Pin 28 ist dabei an einen PWM-Ausgang eines Klimabedienteils beziehungsweise einen PWM-Eingang eines Gebläses 14 angeschlossen, und zwar über einen entsprechenden Fahrzeugbus 12. Somit kann der intelligenten Messeinrichtung 18 über ihren dritten Pin 28 ein PWM-Signalverlauf 10 zugeführt werden. Der erste Pin 24 der intelligenten Messeinrichtung 18 steht im dargestellten Fall mit einer

Versorgungsspannung (zum Beispiel Batterie/Klemme 30) in Verbindung, während der zweite Pin 26 mit der Fahrzeugmasse (Klemme 31 ) in Verbindung steht. über den vierten Pin 30 ist die intelligente Messeinrichtung 18 an den

Diagnoseadapter 32 angeschlossen, um so eine Kommunikation mit dem Diagnoserechner 16 zu ermöglichen.

Mit dem in Figur 1 dargestellten System lässt sich das mit Hilfe des Timingdia- gramms nach Figur 2 veranschaulichte Verfahren wie folgt durchführen.

Zum Zeitpunkt t1 ist die intelligente Messeinrichtung 18 bereits entsprechend der Anordnung von Figur 1 angeschlossen, befindet sich jedoch noch im Normalmodus beziehungsweise Idle-State, das heißt die intelligente Messeinrich- tung 18 tut nichts.

Zum Zeitpunkt t2 versetzt der Diagnoserechner 16 die intelligente Messeinrichtung 18 in einen Befehls-Lesemodus.

Zum Zeitpunkt t3 wird eine positive Antwort (ACK) zum Diagnoserechner 16 weitergeleitet, das heißt die intelligente Messeinrichtung 18 befindet sich tatsächlich im Befehls-Lesemodus.

Zum Zeitpunkt t4 fordert der Diagnoserechner 16 die intelligente Messeinrich- tung 18 über den Diagnoseadapter 32 auf, eventuell in dem Speicher 22 für einen PWM-Signalverlauf gespeicherte charakteristische Daten zu löschen.

Zum Zeitpunkt t5 wird eine positive Antwort (ACK) zum Diagnoserechner 16 weitergeleitet, nach dem die gespeicherten charakteristischen Daten gelöscht wurden.

Zum Zeitpunkt t6, nach dem Löschen der charakteristischen Daten, beginnt die intelligente Messeinrichtung 18 sofort mit dem Messen beziehungsweise erfassen des PWM-Signalverlaufs 10.

Zum Zeitpunkt t7 ist der PWM-Signalverlauf 10 beispielsweise für 10 Sekunden konstant am dritten Pin 28 der intelligenten Messeinrichtung 18 angelegen; die PWM-Signalwerte wurden im Speicher 22 der intelligenten Messeinrichtung 18

gespeichert und die intelligente Messeinrichtung 18 ist in ihren Normalmodus beziehungsweise Idle-State zurückgekehrt.

Zum Zeitpunkt t8 versetzt der Diagnoserechner 16 die intelligente Messeinrich- tung 18 erneut in den Befehls-Lesemodus.

Zum Zeitpunkt t9 erfolgt wieder eine positive Antwort (ACK) zum Diagnoserechner 16, das heißt die intelligente Messeinrichtung 18 befindet sich im Befehls-Lesemodus.

Zum Zeitpunkt t10 fordert der Diagnoserechner 16 die intelligente Messeinrichtung 18 über den Diagnoseadapter 32 auf, die gespeicherten PWM-Werte zu übertragen.

Zum Zeitpunkt t11 werden die gespeicherten, für den PWM-Signalverlauf charakteristischen Daten zum Diagnoserechner 16 geschickt, wobei es sich bei diesen Daten entweder um einen Signalverlauf als solchen oder aber, was bevorzugt ist, um die Spannung (Amplitude, die Frequenz und den Duty-Cycle) handeln kann.

Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.

Bezugszeichenliste

10 PWM-Signalverlauf 12 Fahrzeugbus

14 Gebläse

16 Diagnoserechner

18 Messeinrichtung

20 Mikrocontroller 22 Speichereinrichtung

24 Anschlusspin

26 Anschlusspin

28 Anschlusspin

30 Anschlusspin 32 Diagnoseadapter