Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND EXTINGUISHING AGENT FOR EXTINGUISHING A FIRE CAUSED BY OIL OR FAT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/054773
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method and to an agent suitable for carrying out said method for extinguishing a heated or over-heated and/or burning oil and/or fat, such as is typically implied in deep fat fryer fires, using an aqueous alkaline solution. Said aqueous alkaline solution causes the partial saponification of the oil/fat and the formation of a floating, viscous and non-flammable separating layer that shuts off the supply of atmospheric oxygen to the burning substance. The method is particularly characterized in that the aqueous alkaline solution can be introduced into the burning oil and/or fat in a form in which it is chemically and/or physically bound to a binder and manufactured to a compact enveloped compound. Said compound is introduced into the burning oil and/or fat so as to be immersed, namely by throwing it into the oil and/or fat. The solution is released from the envelope while gradually evaporating the water, preventing fat explosions and saponifying the oil and/or fat.

Inventors:
Göbel, Nicole (Meersburgerstrasse 15 Frankfurt, 60386, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/000904
Publication Date:
August 02, 2001
Filing Date:
January 27, 2001
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
FEBBEX AG (68 rue des Près Steinsel, L-7333, LU)
Göbel, Nicole (Meersburgerstrasse 15 Frankfurt, 60386, DE)
International Classes:
A62D1/00; A62D1/00; (IPC1-7): A62D1/00
Attorney, Agent or Firm:
Oppermann, Ewald (Oppermann & Oppermann Am Wiesengrund 35 Offenbach, 63075, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum Löschen eines erhitzten oder überhitzten brennenden Öls und/oder Fetts mittels einer wässrigen alkali schen Lösung, die zu einer Verseifung des Öls und/oder Fetts unter Bildung einer schwimmenden, nicht brennbaren Trenn schicht führt, die den Zutritt von Luftsauerstoff zu dem Brandgut beendet, dadurch gekennzeichnet, da die wässrige al kalische Lösung chemisch und/oder physikalisch an ein Binde mittel gebunden in kompakter umhüllter Form in das brennende Öl und/oder Fett untertauchend eingebracht wird und darin aus der Umhüllung zur langsamen Verdampfung des Wassers und Ver seifung von Öl und/oder Fett freigesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da als chemischphysikalisch wirkendes Bindemittel ein Superab sorber (SAP) aus vernetzten, Hydrogele bildenden Polymeren, vorzugsweise mit Zusätzen von Materialien mit gro er Oberflä chenstruktur und/oder kapillarem und/oder faserigem Aufbau, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, da ein durch Polymerisation von Acrylsäureamid und/oder Acryl säure und/oder einem Salz davon in Gegenwart von bis zu zwei Gew. o Bisacrylamidoessigsäure, Trimethylolpropantriacrylat und/oder Tetraallyloxyethan hergestellter Superabsorber ver wendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, da als physikalisch wirkende Bindemittel und/oder als Zusätze poröse, saugfähige oder quellfähige Mate rialien einzeln oder in Mischungen ausgewählt aus der folgen den Gruppe verwendet werden : Vermiculite, Kieselgur, gebrannte und/oder ungebrannte Tonerden, Tuffstein, Blähton, Gasbeton, Gips, Guarmehl, Getreidemehl, Stärken aus z. B. Mais oder Kar toffel, Lebensmittelverdicker, Gelatine, Tapetenkleister, Torf, Sägespäne, Holzmehl, Zellstoff, Polypropylenoder Po lyethylenspinnoder Vliesstoffe, Polyurethanschaumstoffe.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, da als wässrige alkalische Lösungen die Hydro xide der Alkalimetalle, beispielsweise Natronund/oder Kali lauge, allein oder zusammen mit anderen alkalischen Substan zen, wie Natriumcarbonat (Soda), Kaliumcarbonat (Pottasche), Ammoniumhydroxid, oder alkalische und/oder erdalkalische Salze von organischen oder anorganischen Säuren, beispielsweise Na triumacetat und/oder Kaliumacetat, verwendet werden.
6. Feuerlöschmittel zum Löschen eines erhitzten oder über hitzten brennenden Öls und/oder Fetts mittels einer wässrigen alkalischen Lösung, die zu einer Verseifung des Öls und/oder Fetts unter Bildung einer schwimmenden, nicht brennbaren Trennschicht führt, die den Zutritt von Luftsauerstoff zu dem Brandgut beendet, zur Verwendung bei dem Verfahren gemä einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, da ein mit ei ner wässrigen alkalischen Lösung beladenes Bindemittel in eine flüssigkeitsdichte, flexible oder starre Umhüllung eingefüllt ist, bestehend aus einem gegenüber alkalischen Lösungen be ständigen Material, ausgewählt aus der folgenden Gruppe : bei den betreffenden Ö1und/oder Fettemperaturen schmelzende thermoplastische Kunststoffe, Aluminium, Glas, Wei blech.
7. Feuerlöschmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da flexible Umhüllungen aus Kunststoffolie bestehen und beu telförmig ausgebildet sind und das mit der wässrigen alkali schen Lösung beladene Bindemittel durch Schwei en oder Kleben flüssigkeitsdicht eingeschlossen enthalten.
8. Feuerlöschmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da starre aus Kunststoff gebildete Umhüllungen einen rascher schmelzenden dünnwandigen Bereich aufweisen.
9. Feuerlöschmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da starre Umhüllungen einen dichtschlie enden Verschlu be sitzen, der im Einsatzfall leicht zu entfernen oder zu öffnen ist.
10. Feuerlöschmittel nach einem der Ansprüche 6,8 und 9, da durch gekennzeichnet, da die starren Umhüllungen von Kugel, Flaschenoder Kanisterform sind.
11. Feuerlöschmittel nach einem der Ansprüche 6 bis 10, da durch gekennzeichnet, da der Umhüllungswerkstoff aus einem thermoplastischen Kunststoff von geringer Flüssigkeitsaufnahme und geringer Permeabilität für Flüssigkeiten und Gase besteht und ausgewählt ist aus der Gruppe Polypropylen, Polyethylen, Polyvinylchlorid, Polyamide.
12. Feuerlöschmittel nach einem der Ansprüche 6,7 und 11, dadurch gekennzeichnet, da die Umhüllung aus einer Kunst stoff/AluminiumVerbundfolie gebildet ist.
13. Feuerlöschmittel nach einem der Ansprüche 6,9 und 10, dadurch gekennzeichnet, da die Umhüllung aus einem gitterför migen Trägermaterial aus Polypropylen, Polyethylen, Papier, Glas oder Metall und einem das Trägermaterial flüssigkeits dicht versiegelnden Wachs gebildet ist.
14. Feuerlöschmittel nach einem der Ansprüche 6,9 und 10, dadurch gekennzeichnet, da die Umhüllung aus einem Metallsieb als Trägermaterial und einem das Trägermaterial flüssigkeits dicht verschlie enden Material, ausgewählt aus der Gruppe Wachse, Polypropylen, Polyethylen oder andere thermoplastische Kunststoffe, gebildet ist.
Description:
Verfahren und Löschmittel zum Löschen eines Ö1-und/oder Fettbrandes TECHNISCHES GEBIET Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Löschen eines erhitzten oder überhitzten brennenden Öls und/oder Fetts entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und schlie t auch ein verfahrensgemä anzuwendendes Löschmittel ein.

STAND DER TECHNIK Immer wieder kommt es in privaten und auch in gewerblichen Be- reichen zu folgenschweren Unfällen mit brennenden Friteusen, Pfannen, Brätern usw., bei denen schwere Personenschäden auf- treten. Die Ursache für diese an sich vermeidbaren Unfälle ist im allgemeinen bekannt. Durch ein schadhaftes Relais oder eine nicht abgeschaltete Herdplatte wird eine Friteuse überhitzt.

Öl erreicht bei ca. 280 bis 350°C seine Zündtemperatur und entzündet sich selbst. Der Anwender ist überrascht und handelt aufgrund seiner Erfahrungen falsch, indem er versucht, mit Wasser zu löschen, was eine sogenannte Fettexplosion verur- sacht. Dabei handelt es sich nicht um eine Explosion im ei- gentlichen Sinn, sondern um ein schlagartiges Verdampfen des Wassers aufgrund der hohen Fett-und/oder Öltemperatur. Hier- bei werden brennende Ölteilchen mitgerissen, die dann eine sehr gro e Oberfläche bilden, wodurch reichlich Sauerstoff hinzutreten kann und damit die Verbrennung beschleunigt. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Verbrennungsgeschwindigkeit mit einer in mm/s gemessenen Ausbreitung.

Zwar kann man prinzipiell einen Friteusenbrand mit Wasser löschen, jedoch müssen dabei folgende Parameter aufeinander abgestimmt sein : Temperatur und Menge des Fetts oder Öls, Temperatur und Menge des Wassers und zeitlicher Verlauf der Wasserzuführung. Unter realistischen Bedingungen ist jedoch

ein solcher Löschungsversuch wegen der damit verbundenen Unfallgefahr nicht zu empfehlen.

Die gefährdeten Personen, insbesondere Hausfrauen, können durch Aufklärung, Ausbildung und Ausrüstungen vor einer Fett- explosion und ihren Folgen geschützt werden. Bei den Feuerweh- ren werden zur Unfallverhinderung gelehrt und gezeigt : 1. Energiezufuhr unterbrechen durch Abschalten der Friteuse oder der Herdplatte.

2. Mit passendem Deckel oder mit Wolldecke Friteuse oder Topf abdecken. Allerdings kann nach neuesten Erkenntnissen ein Friteusenbrand durch eine Lösch-oder Wolldecke vergrö ert werden.

3. Feuerwehr, Mitbewohner, Nachbarn alarmieren.

4. Wenn keine Löschung möglich oder durchführbar, Raum ver- lassen und Türen schlie en.

5. Elektrische Sicherungen der Wohnung abschalten.

6. Feuerwehr einweisen.

7. CO2-Pulver-Feuerlöscher zeigen wenig Wirkung.

8. Na löscher können zu einer Fettexplosion führen.

9. Na löscher mit einem Zusatz von Schaummittel oder Lösch- schaum zeigen wenig Wirkung und können zur Vergrö erung des Brandbereichs führen (hier fehlt die kühlende Wirkung des Wassers, denn Löschschaum beinhaltet etwa 95 W Luft).

10. Wasserlöscher mit einem Zusatz einer Chemikalie, z. B.

Kali-oder Natronlauge oder Mischungen einer oder mehrerer alkalischer Substanzen lassen zwar die Flammen erlöschen,

es mu jedoch auch hier mit einer Fettexplosion gerechnet werden. Hierbei wird ein Teil des Fettes in Seife umgewan- delt, die zur Oberfläche aufschwimmt und dort eine nicht mehr brennbare Trennschicht bildet.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Löschen eines erhitzten oder überhitzten und/oder brennenden Öls und/oder Fetts sowie ein zur Verfahrensdurchführung geeig- netes Löschmittel bereitzustellen, mit dem derartige Brände wirksam und ohne sogenannte Fettexplosionen mit ihren perso- nengefährdenden Folgen gelöscht werden können. Ein weiteres Anliegen der Erfindung ist eine leichte Anwendbarkeit des Ver- fahrens und des Löschmittels auch ohne Brandbekämpfungs-Fach- kenntnisse.

Die gestellte Aufgabe wird durch die Merkmale des im Patent- anspruch 1 angegebenen Verfahrens gelöst. Vorteilhafte oder zweckmä ige Ausgestaltungen des Verfahrens gehen aus den Ver- fahrens-Unteransprüchen hervor. Die wesentlichen Merkmale des erfindungsgemä en Feuerlöschmittels sind im Anspruch 6 angege- ben, und vorteilhafte oder zweckmä ige Ausführungsformen des Löschmittels gehen aus den dazugehörenden Unteransprüchen hervor.

Die Erfindung macht von der bekannten Verseifbarkeit von Fet- ten und Ölen mittels alkalischer Substanzen in Gegenwart von Wasser und von der Tatsache Gebrauch, da die dabei gebildeten Substanzen auf flüssigen Ölen/Fetten schwimmen, nicht brenn- bar, jedenfalls schwerentflammbar sind und auf von Gefä -oder Behälterwänden umrandeten Oberflächen, wie sie typisch bei Friteusen u. dgl. vorhanden sind, eine geschlossene, den Zu- tritt von Luftsauerstoff zum Öl/Fett abschirmende Trennschicht bilden können. Durch das Verdampfen des überschüssigen Wassers der alkalischen Lösung kommt es dabei zu einer für den Lösch- vorgang vorteilhaften Abkühlung des Öls/Fetts.

Wesentliches Merkmal der Erfindung ist die Verwendung eines Bindemittels für die wässrige alkalische Lösung, welches die wässrige Lösung so bindet, da praktisch kein freies Wasser vorhanden ist, welches bei Berührung mit dem sehr hei en Fett/61 schlagartig verdampfen könnte. Das Wasser wird unter Erwärmung mit zeitlicher Verzögerung von dem Bindemittel frei- gegeben, so da es auch bei hohen Temperaturen nur sehr lang- sam verdampfen kann. Eruptionen und Fettexplosionen können da- her nicht auftreten. Dabei verseifen die alkalischen Substan- zen die Öle und/oder Fette langsam und bilden die zuvor be- schriebene Trennschicht.

Wichtig bei dem erfindungsgemä en Verfahren ist die Einbrin- gung der löschaktiven, aus der wässrigen alkalischen Lösung und dem Bindemittel bestehenden Substanz in kompakter und um- hüllter Form in das Öl/Fett, so da die zunächst umhüllte löschaktive Substanz in dem Öl/Fett aufgrund der Dichteunter- schiede untertaucht und bis zum Boden des Gefä es oder Behäl- ters absinkt. Weiterhin ist es bei dem erfindungsgemä en Ver- fahren gemä Anspruch l von Wichtigkeit, da die Umhüllung sich nach dem Einbringen und Untertauchen öffnet, so da der langsame Wasserverdampfungs-und Verseifungsvorgang beginnen kann. Die Umhüllung kann aber auch unmittelbar vor dem Ein- bringen in das Fett/Öl geöffnet werden, so da der sich unter der Wärmeeinwirkung bildende Wasserdampf die löschaktive Sub- stanz unterhalb des Flüssigkeitsspiegels aus der Umhüllung austreibt.

Auf die angegebene Weise lassen sich alle tierischen Fette und pflanzlichen Öle, wie z. B. Talg, Knochenfett, Palmöle, Palm- kernöle, Olivenöl, Kokosöl, Rapsöl usw., mit einer wässrigen alkalischen Lösung verseifen. Mit z. B. Natron-oder Kalilauge, wie sie als mit guten Ergebnissen einsetzbare alkalische Sub- stanzen im Anspruch 5 angegeben sind, werden unter Bildung von Glycerin und den entsprechenden Salzen der Fettsäuren die ursprünglich veresterten Fettsäuren gespalten. Der gebildete zähe, aufschwimmende Seifenschleim hat noch einen beträchtli-

chen Wassergehalt. Das erfindungsgemä e Verfahren lä t. sich praktisch bei allen im Gebrauch befindlichen tierischen und pflanzlichen Fetten/Ölen anwenden.

Als Bindemittel wird bei dem erfindungsgemä en Verfahren ent- sprechend Anspruch 2 vorzugsweise ein sogenannter Superabsor- ber (SAP) verwendet, weil Superabsorber ein ungewöhnlich hohes Bindevermögen für Wasser aufweisen. Dieses beträgt für Wasser etwa 1 : 100 und je nach Salzgehalt der Lösung etwa 1 : 35, bezo- gen auf 30 % ige Natron-oder Kalilauge (bezogen auf Gewichts- teile). Die an den Superabsorber chemisch-physikalisch gebun- dene wässrige alkalische Lösung gibt das Wasser unter dem Ein- flu hoher Temperaturen nur verzögert frei, so da Eruptionen nicht auftreten. Sehr gute Ergebnisse werden erzielt mit den in Anspruch 3 angegebenen Superabsorbern aus vernetzten, Hy- drogele bildenden Polymeren, vorzugsweise mit Zusätzen von Ma- terialien mit gro er Oberflächenstruktur und/oder kapillarem und/oder faserigem Aufbau. Die Zusätze vereinfachen das Vermi- schen der alkalischen Lösung mit dem pulver-oder partikelför- mig vorliegenden Superabsorber.

Die im Anspruch 3 angegebenen speziellen Superabsorber und die im Anspruch 4 aufgeführten Zusätze bzw. physikalisch wirkenden Bindemittel sind für die Verwendung bei dem erfindungsgemä en Verfahren besonders gut geeignet. Die Zusätze bzw. die nur physikalisch wirkenden Bindemittel haben für sich genommen für den verfahrensgemä angestrebten Effekt der langsamen Wasser- verdampfung und auch hinsichtlich ihrer Wasseraufnahmekapazi- tät nur eine mä ige Wirksamkeit. Superabsorber sind allerdings in vielen unterschiedlichen Zusammensetzungen bekannt. Sie alle sind im Rahmen des erfindungsgemä en Verfahrens wegen ihres hervorragenden Wasseraufnahmevermögens brauchbar.

Das verfahrensgemä einzusetzende Löschmittel ist in Anspruch 6 angegeben. Wesentlich für den verfahrensgemä en Löscherfolg ist insbesondere die Ausbildung der Umhüllung, in welche die löschaktive Substanz eingefüllt ist. Die Umhüllung kann flexi-

bel oder starr ausgebildet sein, sie mu jedoch flüssigkeits- dicht sein, um eine Wasserverdunstung im Nichtgebrauch auch bei höheren Temperaturen zu verhindern. Bei Verwendung eines Kunststoffs als Umhüllungswerkstoff sollte dieser bei den im Brandbekämpfungsfall auftretenden Öl-und/oder Fettemperaturen schmelzen, um die löschaktiven Substanzen zur langsamen Was- serverdampfung bei gleichzeitiger partieller Verseifung des Öls/Fetts freizusetzen.

Flexible Umhüllungen können gemä Anspruch 7 aus Kunststoff- folie, z. B. Polyethylenfolie, beutelförmig hergestellt sein, in welche die löschaktiven Substanzen eingeschwei t oder eingeklebt sind.

Starre Kunststoffumhüllungen können ebenfalls aus einem bei Brandbekämpfungseinsatz schmelzenden Kunststoff ausgebildet sein. Dabei kann entsprechend Anspruch 8 ein rascher schmel- zender dünnwandiger Bereich an der Umhüllung vorgesehen sein.

Starre Umhüllungen aus Kunststoff oder anderen gegenüber alka- lischen Lösungen beständigen Werkstoffen können wie im An- spruch 9 angegeben auch einen für Transport und Lagerung dichtschlie enden Verschlu besitzen, der im Anwendungsfall vor dem Einbringen in das brennende Öl/Fett zu entfernen oder zu öffnen ist. In diesem Fall, bei dem zweckmä ig die Öffnung nach unten weist, erwärmt das Öl/Fett schnell den Inhalt, wo- durch im Inneren der Umhüllung das freigesetzte Wasser unter Druckerhöhung partiell verdampft und die löschaktiven Substan- zen aus der Umhüllung austreibt.

Bei starrer Ausbildung der Umhüllung kann diese grundsätzlich jede geeignete geometrische Form haben, wenn bequeme Füllbar- keit, Lager-und Transportfähigkeit sowie gute Handhabbarkeit im Einsatzfall gewährleistet sind. Im allgemeinen wird man eine Form wählen, bei welcher ein günstiges Füllvolumen/Ab- messungs-Verhältnis gegeben ist. Vorzugsweise kommen gemä

Anspruch 10 Umhüllungen von Kugel-, Flaschen-oder Kanister- form in Betracht.

Die Grö e der Umhüllungen und damit die Menge an darin einge- schlossener löschaktiver Substanz kann in Anpassung an die zu löschende Öl-oder Fettmenge unter Berücksichtigung der freien Flächengrö e der brennenden Oberfläche unterschiedlich sein.

Jedoch können auch Löschmittel in kleineren Umhüllungen den Brandlöscherfordernissen entsprechend in einer geeigneten An- zahl in das Fett/Öl eingebracht werden.

Für die Ausbildung der Umhüllung und für die dabei verwendba- ren Werkstoffe sind eine Reihe von Alternativmöglichkeiten in den Ansprüchen 11 bis 14 aufgeführt. Diesen Ausführungsformen und Werkstoffen ist u. a. gemeinsam, da sie alkalibeständig sein müssen, um das Löschmittel auch über längere Zeiträume einsatzfähig zu halten. Auch die Festigkeit der jeweiligen Um- hüllung mu den bei der Herstellung, Lagerung und Transport auftretenden Belastungen mindestens ausreichend gewachsen sein.

Die Anwendung des erfindungsgemä en Löschmittels, und das ist ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemä en Verfahrens, ist denkbar einfach. Das flexibel oder starr umhüllte Löschmittel wird einfach aus sicherer Entfernung in das Gefä oder den Be- hälter geworfen, in welchem sich das brennende Öl/Fett befin- det. Das Löschmittel taucht unter, die Umhüllung öffnet sich auf die beschriebene Weise oder wurde vor dem Einwerfen geöff- net, das gebundene Wasser wird freigesetzt und verdampft lang- sam unter Abkühlung des Öls/Fetts. Gleichzeitig verseifen aus- reichend gro e Öl/Fett-Mengen, schwimmen in zäher Konsistenz zur Oberfläche des Fetts/Öls und bilden die den Zutritt von Luftsauerstoff blockierende Sperrschicht.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Beispielen näher beschrieben. Die Beispiele l bis 15 sind Löschversuche mit herkömmlichen Löschmitteln und-methoden, während die Bei-

spiele 16 bis 25 die Erfindung betreffen. Bei den Beispielen wurde die nachfolgend angegebene Versuchsanordnung für die Durchführung der Löschversuche bei Öl-und/oder Fettbränden in der jeweils in den Beispielen angegebenen Zusammenstellung verwendet.

Versuchsanordnung An Gerätschaften kamen zum Einsatz : ein Bräter (Friteuse) mit 3,5 1 Aufnahmevolumen aus Graugu , ein elektronisches Thermo- meter mit einem Me bereich von-50°C bis 450°C, ein Propangas- brenner mit 2000 Watt Leistung, ein Feuerlöscher des Herstel- lers Gloria als Na löscher mit 6 1 Inhalt, ausgestattet mit einer CO2-Treibgaspatrone, eine Edelstahl-Gartenspritze des Herstellers Gloria mit 10 1 Inhalt, mit maximalem Druck von 6 bar und einer Hohlkegeldüse von 2 mm, ein Flüssigkeitsbehälter mit 1000 ml Inhalt mit Fernauslösung, Polyethylenflachbeutel mit 0,2 mm Foliendicke und den Abmessungen 150 x 100 mm, Hohl- kugeln aus Polyethylen mit 50 und 80 mm Durchmesser.

Brandgut war gebrauchtes, bei Raumtemperatur festes Friteusen- fett mittlerer Qualität mit einer Selbstentzündungstemperatur von etwa 300 bis 320°C. Versuche mit frischem Fett ergaben keine nennenswerten Abweichungen. Als Lösch-und Verseifungs- medien kamen zum Einsatz : Trinkwasser, Trinkwasser/Schaum- mittel-Gemische, Natronlauge, Kalilauge, Soda, gesättigte Soda-Lösung, Pottasche und Mischungen miteinander in wässrigen Lösungen.

Beispiele Beispiel 1, Natronlauge 56 % In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung

wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus 200 g Natronlauge 56 % mit einer Temperatur von ca. 20 °C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und damit zu der sogenannten kleinen Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist langsam erloschen. Das Fett kochte über den Rand. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.-Natriumseife.

Es ist ein Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht eine gro e Gefahr durch eine Fettexplosion.

Beispiel 2, Lösung aus 100 g Trinkwasser und 100 g Natronlauge 56 % In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 100 g Trinkwas- ser und 100 g Natronlauge 56 % mit einer Temperatur von ca.

20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und damit zu der sogenannten Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist erloschen, aber an anderer Stelle kam es zu einem Folgebrand. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.-Natriumseife.

Es ist Löscherfolg beobachtet, jedoch besteht sehr gro e Ge- fahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 3, Lösung aus 150 g Trinkwasser und 50 g Natronlauge 56 % In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 150 g Trinkwas- ser und 50 g Natronlauge 56 t mit einer Temperatur von ca.

20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer sehr heftigen Eruption und damit zu der soge- nannten Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist erlo- schen, das Fett kochte über den Rand, und es kam zu einem Fol- gebrand. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.- Natriumseife.

Es ist kein echter Löscherfolg beobachtbar, es besteht eine sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 4, Lösung aus 50 g Trinkwasser und 150 g Natronlauge 56 % In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 50 g Trinkwas- ser und 150 g Natronlauge 56 % mit einer Temperatur von ca.

20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und damit zu der sogenannten kleinen Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist erlo-

schen, aber an anderer Stelle kam es zu einem Folgebrand. Die Bildung einer geringen Menge einer zähen, schwimmbaren Sub- stanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.-Natriumseife.

Es ist kein echter Löscherfolg beobachtbar, es besteht eine sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdung von Personen.

Beispiel 5, Kalilauge In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus 200 g Kalilauge mit einer Tempera- tur von ca. 20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und damit zu der sogenannten kleinen Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist langsam erloschen. Das Fett kochte über den Rand. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Kali.-Kaliumseife.

Es ist ein Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht eine Gefahr durch eine Fettexplosion.

Beispiel 6, Lösung aus 100 g Trinkwasser und 100 g Kalilauge In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 100 g Trinkwas-

ser und 100 g Kalilauge mit einer Temperatur von ca. 20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und damit zu der sogenannten Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist erloschen, aber an anderer Stelle kam es zu einem Folgebrand. Die Bildung ei- ner zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei han- delte es sich um Kernseife, Kali.-Kaliumseife.

Es ist ein Löscherfolg beobachtbar, es besteht sehr gro e Ge- fahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 7, Lösung aus 150 g Trinkwasser und 50 g Kalilauge In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 150 g Trinkwas- ser und 50 g Kalilauge mit einer Temperatur von ca. 20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und einer sogenannten Fett- explosion. Das Feuer in der Friteuse ist erloschen, aber an anderer Stelle kam es zu einem Folgebrand. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Kali.-Kaliumseife.

Es ist kein Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 8, Lösung aus 50 g Trinkwasser und 150 g Kalilauge In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter

erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 50 g Trinkwas- ser und 150 g Kalilauge mit einer Temperatur von ca. 20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und damit zu der sogenannten kleinen Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist erlo- schen, das Fett kochte über den Rand, und es kam zu einem Fol- gebrand. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Kali.

Kaliumseife.

Es ist kein echter Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 9, gesättigte Sodalösung In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus 200 g gesättigter Sodalösung mit einer Temperatur von ca. 20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und damit zu der sogenannten kleinen Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist langsam erloschen. Das Fett kochte über den Rand. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um eine Art Kernseife.

Es ist ein Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht eine gro e Gefahr durch eine Fettexplosion.

Beispiel 10, Lösung aus 100 g Trinkwasser und 100 g gesättig- ter Sodalösung In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 100 g Trinkwas- ser und 100 g gesättigter Sodalösung mit einer Temperatur von ca. 20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und damit zu der sogenannten Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist erloschen, aber an anderer Stelle kam es zu einem Folgebrand. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um eine Art Kernseife.

Es ist kein echter Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 11, Lösung aus 150 g Trinkwasser und 50 g gesättigter Sodalösung In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 150 g Trinkwas- ser und 50 g gesättigter Sodalösung mit einer Temperatur von ca. 20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer sehr heftigen Eruption und einer sogenannten Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist erloschen, aber an anderer Stelle kam es zu einem Folgebrand. Die Bildung

einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um eine Art Kernseife.

Es ist kein echter Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 12, Lösung aus 50 g Trinkwasser und 150 g gesättigter Sodalösung In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 50 g Trinkwas- ser und 150 g gesättigter Sodalösung mit einer Temperatur von ca. 20°C, in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer heftigen Eruption und einer sogenannten klei- nen Fettexplosion. Das Feuer in der Friteuse ist erloschen, das Fett kochte über den Rand, und es kam zu einem Folgebrand.

Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobach- tet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.-Natrium- seife.

Es ist kein Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 13,200 g Trinkwasser In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da 200 g Trink- wasser mit einer Temperatur von ca. 15°C in das brennende Fett gelangte.

Es kam zu einer sehr heftigen Eruption und einer sogenannten Fettexplosion mit einer Stichflamme von ca. 3 m Höhe und einem Durchmesser von ca. 1,5 m. Das Feuer in der Friteuse ist spä- ter erloschen, aber an vielen anderen Stellen kam es zu Folge- bränden. Die Friteuse war fast leer.

Es ist kein Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 14, Lösung aus 195 g Trinkwasser und 5 g Mehrbe- reichsschaummittel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. In einer Spritzflasche wurde durch Schütteln Schaum hergestellt aus einer Mischung von 195 g Trinkwasser und 5 g Mehrbereichsschaummittel mit einer Temperatur von ca. 15°C. Der Schaum wurde in die Fri- teuse gespritzt.

Es kam zu einer sehr heftigen Eruption und einer sogenannten Fettexplosion mit einer Stichflamme. Das Feuer in der Friteuse ist später erloschen, aber an vielen anderen Stellen kam es zu Folgebränden. Die Friteuse war fast leer.

Es ist kein effektiver Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht sehr gro e Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Beispiel 15, Schaum aus einer Lösung von 195 g Trinkwasser und 5 g Mehrbereichsschaummittel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Mit der Fernauslösung

wurde der Flüssigkeitsbehälter geöffnet, so da die betref- fende Lösung, bestehend aus einer Mischung von 195 g Trinkwas- ser und 5 g Mehrbereichsschaummittel als Schaum mit einer ca.

20fachen Verschäumungszahl mit einer Temperatur von ca. 15°C, in das brennende Fett gelangte. Der Schaum wurde durch Schüt- teln in einem 10-Liter-Gefä erzeugt und mit einem 1-Liter- Becher über das brennende Fett geschüttet. Es wurde darauf geachtet, da möglichst wenig freies Wasser in das Fett ge- langte.

Der Schaum, mit einem Anteil von ca. 3-5 % Wasser und ca. 95 -97 W Luft war nicht in der Lage, das Feuer zu löschen, gele- gentlich kam es zu sehr heftigen Eruptionen und sogenannten Fettexplosionen mit einer Stichflamme. Das Feuer in der Fri- teuse konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden.

Es ist kein Löscherfolg beobachtbar, jedoch besteht die Gefahr durch eine Fettexplosion mit Gefährdungen von Personen.

Zusammenfassung der Ergebnisse der Beispiele 1 bis 15 : Keines der Beispiele zeigt ein zufriedenstellendes Ergebnis im Hinblick auf den Löscherfolg. Dazu mu immer mit einer starken bis sehr starken Eruption (Fettexplosion) mit einer gleichzei- tigen Brandvergrö erung (Brandausbreitung) und vor allen Din- gen mit einer Gefährdung von Personen gerechnet werden.

Beispiel 16,10 g SAP-Pulver, 100 g Trinkwasser, 40 g Natron- lauge 56 %, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 10 g SAP-Pulver, 100 g Trinkwasser, 40 g Natron- lauge 56 k in einem Polyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel

mit einer Temperatur von ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel tauchten unter den Flüssigkeits- spiegel ab und sind im brennenden Fett geschmolzen. Aus dem brennenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trenn- schicht, so da das Feuer erlosch. Ein geringer Teil des Fri- teusenfetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten.

Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobach- tet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.-Natrium- seife.

Es ist ein sehr guter Löscherfolg zu beobachten, die gro e Ge- fahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen. Entspre- chende Ergebnisse wurden erhalten, wenn anstelle der 40 g Natronlauge 40 g des weniger ätzenden Natriumacetats ver- wendet wurden.

Beispiel 17,10 g SAP-Pulver, 50 g Trinkwasser, 140 g Natron- lauge 56 %, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 10 g SAP-Pulver, 50 g Trinkwasser, 140 g Natron- lauge 56 t in einem Polyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Temperatur von ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel tauchten unter den Flüssigkeits- spiegel ab und sind im brennenden Fett geschmolzen. Aus dem brennenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trenn- schicht, so da das Feuer erlosch. Ein kleiner Teil des Fri- teusenfetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten.

Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobach- tet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.-Natrium- seife.

Es ist ein guter Löscherfolg zu beobachten, die gro e Gefahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen.

Beispiel 18,10 g SAP-Pulver, 100 g Trinkwasser, 40 g Natron- lauge 56 %, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 10 g SAP-Pulver, 50 g Trinkwasser, 50 g Natron- lauge 56 W in einem Polyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Temperatur ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel sind im brennenden Fett geschmolzen und tauchten unter den Flüssigkeitsspiegel ab. Aus dem bren- nenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trennschicht, so daS das Feuer erlosch. Ein geringer Teil des Friteusenfetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.-Natriumseife.

Es ist ein Löscherfolg zu beobachten, die gro e Gefahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen.

Beispiel 19,10 g SAP-Pulver, 100 g Trinkwasser, 40 g Kali- lauge, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter

erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 10 g SAP-Pulver, 100 g Trinkwasser, 40 g Kali- lauge in einem Polyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Temperatur von ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel tauchten unter den Flüssigkeits- spiegel ab und sind im brennenden Fett geschmolzen. Aus dem brennenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trenn- schicht, so da das Feuer erlosch. Ein geringer Teil des Fri- teusenfetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten.

Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobach- tet. Dabei handelte es sich um eine Art Kernseife.

Es ist ein sehr guter Löscherfolg zu beobachten, die gro e Ge- fahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen. Entspre- chende Ergebnisse wurden erhalten, wenn anstelle der 40 g Kalilauge 40 g des weniger ätzenden Kaliumacetats verwen- det wurden.

Beispiel 20,10 g SAP-Pulver, 50 g Trinkwasser, 140 g Kali- lauge, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 10 g SAP-Pulver, 50 g Trinkwasser, 140 g Kali- lauge in einem Polyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Temperatur ca. 20°C, wurde in das brennende Fett gewor- fen.

Der Beutel sowie die Kugel tauchten unter den Flüssigkeits- spiegel ab und sind im brennenden Fett geschmolzen. Aus dem brennenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trenn-

schicht, so da das Feuer erlosch. Ein kleiner Teil des Fri- teusenfetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten.

Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobach- tet. Dabei handelte es sich um eine Art Kernseife.

Es ist ein guter Loscherfolg zu beobachten, die gro e Gefahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen.

Beispiel 21,5 g SAP-Pulver, 50 g Trinkwasser, 50 g Kalilauge, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 5 g SAP-Pulver, 50 g Trinkwasser, 50 g Kalilauge in einem Polyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Temperatur von ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel tauchten unter den Flüssigkeits- spiegel ab und sind im brennenden Fett geschmolzen. Aus dem brennenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trenn- schicht, so da das Feuer erlosch. Ein geringer Teil des Fri- teusenfetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten.

Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobach- tet. Dabei handelte es sich um eine Art Kernseife.

Es ist ein Löscherfolg zu beobachten, die gro e Gefahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen.

Beispiel 22,100 g SAP-feucht (ungetrocknet, durchgewolft), 100 g Natronlauge 56 %, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter

erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 100 g SAP-feucht, 100 g Natronlauge 56 t in ei- nem Polyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Temperatur von ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel tauchten unter den Flüssigkeits- spiegel ab und sind im brennenden Fett geschmolzen. Aus dem brennenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trenn- schicht, so da das Feuer erlosch. Ein unbedeutender Teil des Friteusenfetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbrei- ten. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.- Natriumseife.

Es ist ein sehr guter Löscherfolg zu beobachten, die gro e Gefahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen.

Beispiel 23,50 g SAP-feucht (ungetrocknet, durchgewolft), 50 g Natronlauge 56 %, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 50 g SAP-feucht, 50 g Natronlauge 56 S in einem Polyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Tempera- tur von ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel sind im brennenden Fett geschmolzen und tauchten unter den Flüssigkeitsspiegel ab. Aus dem bren- nenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trennschicht, so da das Feuer erlosch. Ein kleiner Teil des Friteusenfetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet. Dabei handelte es sich um Kernseife, Natron.-Natriumseife.

Es ist ein Löscherfolg zu beobachten, die gro e Gefahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen.

Beispiel 24,100 g SAP-feucht (ungetrocknet, durchgewolft), 100 g Kalilauge, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 100 g SAP-feucht, 100 g Kalilauge in einem Po- lyethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Temperatur von ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel sind im brennenden Fett geschmolzen und tauchten unter den Flüssigkeitsspiegel ab. Aus dem bren- nenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trennschicht, so da das Feuer erlosch. Ein unbedeutender Teil des Friteusen- fetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet.

Dabei handelte es sich um eine Art Kernseife.

Es ist ein sehr guter Löscherfolg zu beobachten, die gro e Ge- fahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen.

Beispiel 25,50 g SAP-feucht (ungetrocknet, durchgewolft), 50 g Kalilauge, 1 Beutel, 1 Kugel In die Friteuse wurden 2000 g Fett eingefüllt und mit einem Gasbrenner so weit erhitzt, bis das Fett sich bei ca. 300°C selbst entzündete. Danach wurde das Fett auf ca. 350°C weiter erwärmt und 2 Minuten brennen lassen. Die betreffende Lösung, bestehend aus 50 g SAP-feucht, 100 g Kalilauge in einem Poly- ethylenbeutel 0,2 mm oder in der Kugel mit einer Temperatur von ca. 20°C, wurde in das brennende Fett geworfen.

Der Beutel sowie die Kugel sind im brennenden Fett geschmolzen und tauchten unter den Flüssigkeitsspiegel ab. Aus dem bren- nenden Friteusenfett quoll eine hellbraune, zähe Masse heraus, schwamm auf und bildete eine nicht brennbare Trennschicht, so da das Feuer erlosch. Ein unbedeutender Teil des Friteusen- fetts kochte über, jedoch ohne das Feuer zu verbreiten. Die Bildung einer zähen, schwimmbaren Substanz wurde beobachtet.

Dabei handelte es sich um eine Art Kernseife.

Es ist ein Löscherfolg zu beobachten, die gro e Gefahr durch eine Fettexplosion ist ausgeschlossen.

Zusammenfassung der Ergebnisse der Beispiele 16 bis 25 : Bei allen nach dem erfindungsgemä en Verfahren unter Verwen- dung des erfindungsgemä en Löschmittels durchgeführten Versu- chen wurde der Brand zuverlässig gelöscht. Es kam nicht zu Eruptionen und Fettexplosionen. Brandausbreitungen wurden nicht beobachtet. Personen waren nicht gefährdet. Weder die gebildete zähe Substanz (Seife) noch das Fett und/oder Öl lie en sich nach dem erfolgreichen Löschen wieder entzünden, auch nicht durch Umgebungsbrände. Nach Bildung der stabilen nicht brennbaren Trennschicht konnten gefahrlos Umgebungs- brände mit normalem Löschwasser abgelöscht werden, ohne Fett- explosionen hervorzurufen. Auch Löschwasserspritzer auf die Trennschicht aus der zähen Substanz (Seife) haben in keinem Falle Fettexplosionen erzeugt. Über den Friteusenrand beim Lö- schen übergelaufene Seifenreste lie en sich besser entfernen als Fett und/oder Öl.

Bei dem in den Beispielen 16 bis 25 verwendeten Superabsorber handelte es sich um das Produkt Sanwet IM 7000 der Firma Cas- sella Clariant.

Es werden ein Verfahren und zur Verfahrensdurchführung geeig- nete Mittel zum Löschen eines erhitzten oder überhitzten und/oder brennenden Öls und/oder Fetts, wie es typisch bei

Friteusenbränden vorliegt, mittels einer wässrigen alkalischen Lösung vorgeschlagen. Die wässrige alkalische Lösung führt zu einer partiellen Verseifung des Öls/Fetts unter Bildung einer schwimmenden, zähen und nicht brennbaren Trennschicht, die den Zutritt von Luftsauerstoff zu dem Brandgut beendet. Die Beson- derheiten des Verfahrens bestehen darin, da die wässrige al- kalische Lösung chemisch und/oder physikalisch an ein Binde- mittel gebunden in kompakter umhüllter Form in das brennende Öl und/oder Fett untertauchend eingebracht, d. h. eingeworfen wird und darin aus der Umhüllung zur langsamen Verdampfung des Wassers unter Vermeidung von Fettexplosionen und zur Versei- fung von Öl und/oder Fett freigesetzt wird.