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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR FOLDING AN AIRBAG
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/008975
Kind Code:
A1
Abstract:
In a method for folding a curtain-type side airbag (10) to form an elongated airbag packet, which defines a longitudinal direction (L), in a folding step, at least sections of the side airbag (10) are rolled about a first winding axis (40). In a further folding step, at least sections of the side airbag (10) are rolled about a second winding axis (46), which is at an angle (α) between 0° and 180° to the first winding axis (40).

Inventors:
SANTÍN NAVARRO PEDRO (ES)
Application Number:
EP2020/069284
Publication Date:
January 21, 2021
Filing Date:
July 08, 2020
Export Citation:
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Assignee:
DALPHI METAL ESPANA SA (ES)
International Classes:
B60R21/237; B60R21/232
Domestic Patent References:
WO2018134113A12018-07-26
Foreign References:
DE102014212238A12015-12-31
DE102005020047A12006-11-09
Attorney, Agent or Firm:
ZF PATENTABTEILUNG - DIPS (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zum Zusammenlegen eines vorhangartigen Seitengassacks (10) zu einem langgestreckten Gassackpaket (12), das eine Längsrichtung (L) definiert, wobei der Seitengassack (10) in einem Faltschritt zumindest abschnittsweise um eine erste Wickelachse (40) aufgerollt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengassack (10) in einem weiteren Faltschritt zumindest abschnittsweise um eine zweite Wickelachse (46) aufgerollt wird, die unter einem Winkel (a) zwischen 0° und 180° zur ersten Wickelachse (40) steht.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (a) zwischen der ersten Wickelachse (40) und der zweiten Wickelachse (46) 30° bis 90°, vorzugsweise 45° bis 60° beträgt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Wickelachse (40) parallel zur Längsrichtung (L) verläuft.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengassack (10) einen aufblasbaren ersten Abschnitt (14) und einen aufblasbaren zweiten Abschnitt (16) aufweist, wobei der erste Abschnitt (14) um die erste Wickelachse (40) und der zweite Abschnitt (16) um die zweite Wickelachse (46) aufgerollt wird.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (14) nicht um die zweite Wickelachse (46) aufgerollt wird und/oder dass der zweite Abschnitt (16) nicht um die erste Wickelachse (40) aufgerollt wird.

6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (16) an einem Längsende (20) des Seitengassacks (10) vorgesehen ist, insbesondere dem Längsende (20) des Seitengassacks (10), das einem Fahrzeugheck zugeordnet ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengassack (10) in einem weiteren Faltschritt zumindest abschnittsweise gefaltet wird, insbesondere nach dem Aufrollen um die erste Wickelachse (40) und/oder die zweite Wickelachse (46).

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (14) und der zweite Abschnitt (16) jeweils eine kissenförmige Kammer (28) aufweisen, die über einen Verbindungskanal (30) miteinander strömungsmäßig verbunden sind.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengassack (10) an seinem oberen Rand (24) den Verbindungskanal (30) aufweist, der in Längsrichtung (L) verläuft.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengassack (10) so aufgerollt und/oder gefaltet wird, dass der Verbindungskanal (30) teilweise mit Gas befüllbar bleibt.

1 1 . Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengassack (10) in einem weiteren Faltschritt zumindest abschnittsweise um eine dritte Wickelachse (52) aufgerollt wird, die unter einem Winkel (ß) zwischen 0° und 180° zur ersten Wickelachse (40) steht.

12. Verfahren nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengassack (10) einen dritten aufblasbaren Abschnitt (18) aufweist, der um die dritte Wickelachse (52) aufgerollt wird, insbesondere wobei der dritte Abschnitt (18) entgegengesetzt zum zweiten Abschnitt (16) an einem zweiten Längsende (22) des Seitengassacks (10) vorgesehen ist.

Description:
Verfahren zum Zusammenlegen eines Gassacks

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zusammenlegen eines vorhangartigen Seitengassacks.

Vorhangartige Seitengassäcke sind als Schutz vor einem Seitenaufprall an einem Dachrahmen eines Personenkraftwagens montiert. Sie können sich im Wesentlichen über die gesamte Seite des Fahrzeugs, von der A- bis zur C-Säule oder auch einem Abschnitt dazwischen erstrecken.

Um beispielsweise die C-Säule hinter den Fahrzeuginsassen auf dem Rücksitz abzudecken, sind Seitengassäcke bekannt, die im aufgeblasenen Zustand einen frei hängenden, nicht direkt am Fahrzeug fixierten Endabschnitt aufweisen. Dieser Endabschnitt ist zusammen mit dem restlichen Gassack gefaltet und wird durch das einströmende Füllgas entfaltet und in seine endgültige Lage gebracht.

Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einem derartigen Seitengassack eine schnelle und reproduzierbare Entfaltung in die endgültige Lage sicherzustellen.

Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren zum Zusammenlegen eines vorhangartigen Seitengassacks zu einem langgestreckten Gassackpaket gelöst, wobei das gefaltete, langgezogene, nicht eingebaute Gassackpaket eine Längsrichtung definiert. In einem Faltschritt wird der Seitengassack hierbei zumindest abschnittsweise um eine erste Wickelachse aufgerollt. In einem weiteren Faltschritt wird der Seitengassack zumindest abschnittsweise um eine zweite Wickelachse aufgerollt, die unter einem Winkel zwischen 0° und 180°, vorzugsweise zwischen 20° und 160°, zur ersten Wickelachse steht. Abschnitte, die um eine Wickelachse aufgerollt sind, wickeln sich in einer Richtung ab, die im Wesentlichen senkrecht zu dieser Wickelachse steht. Das Aufrollen des Seitengassacks um zwei unterschiedlich ausgerichtete Wickelachsen führt dazu, dass der Seitengassack sich beim Befüllen entsprechend der Wickelachsen in zwei unterschiedliche Richtungen abwickelt. Auf diese Weise lässt sich der Seitengassack so Zusammenlegen, dass er in einem kleinen, kompakten Gassackpaket zusammengefasst ist, das sich beim Befüllen des Seitengassacks, insbesondere gleichzeitig, gezielt in mehrere Richtungen entfaltet bzw. abwickelt. Hierdurch kann die Zeit verkürzt werden, in der sich der Seitengassack in seine endgültige Lage entfaltet. Ferner kann auf diese Weise sichergestellt werden, dass sich der Seitengassack entfalten kann, ohne beispielsweise durch Fahrzeugteile behindert zu werden.

Das Aufrollen von Gassäcken fällt unter den Oberbegriff Falten, wobei natürlich nicht jedes Falten ein Rollen ist.

Gemäß einer Ausführungsform beträgt der Winkel zwischen der ersten Wickelachse und der zweiten Wickelachse 30° bis 90°, vorzugsweise 45° bis 60°, wodurch sich die Ausrichtung der beiden Wickelachsen und damit die Richtungen, in denen sich der Seitengassack abwickelt, wesentlich voneinander unterscheiden. Hierdurch kann eine besonders schnelle Entfaltung des Seitengassacks in die endgültige Lage sichergestellt werden.

Die erste Wickelachse kann parallel zur Längsrichtung verlaufen, wodurch der Seitengassack zu einem besonders kompakten Gassackpaket zusammengefasst werden kann.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Seitengassack einen aufblasbaren ersten Abschnitt und einen aufblasbaren zweiten Abschnitt auf, wobei der erste Abschnitt um die erste Wickelachse und der zweite Abschnitt um die zweite Wickelachse aufgerollt wird. Auf diese Weise lässt sich der Seitengassack so Zusammenlegen, dass sich die beiden Abschnitte beim Befüllen des Seitengassacks jeweils gezielt in eine individuelle Richtung abwickeln und entfalten. Somit kann die individuelle Zeit verkürzt werden, die erforderlich ist, damit der entsprechende Abschnitt an einer vorgesehenen Stelle im Fahrzeug seine Sicherheitsfunktion bereitstellt.

Hierbei kann vorgesehen sein, dass der erste Abschnitt nicht um die zweite Wickelachse aufgerollt wird und/oder dass der zweite Abschnitt nicht um die erste Wickelachse aufgerollt wird. Mit anderen Worten kann vorgesehen sein, dass der erste Abschnitt nur um die erste Wickelachse und/oder der zweite Abschnitt nur um die zweite Wickelachse aufgerollt wird. Das bedeutet, dass die Abschnitte nicht um mehrere Wickelachsen mit unterschiedlicher Ausrichtung aufgerollt werden. Ferner kann hierbei der zweite Abschnitt an einem Längsende des Seitengassacks vorgesehen sein, insbesondere dem Längsende des Seitengassacks, das einem Fahrzeugheck zugeordnet ist. Auf diese Weise kann der zweite Abschnitt in besonders kurzer Zeit in einem zum ersten Abschnitt separaten Bereich bereitgestellt werden, beispielsweise zwischen der B- und C- Säule, während der erste Abschnitt zwischen der A- und B-Säule bereitgestellt wird.

In einer Ausführungsform wird der Seitengassack in einem weiteren Faltschritt zumindest abschnittsweise gefaltet, insbesondere nach dem Aufrollen um die erste Wickelachse und/oder die zweite Wickelachse. Im Sinne der Erfindung fällt unter den Begriff des Faltens auch ein Umlegen und/oder Zusammenlegen des Seitengassacks bzw. von dessen Abschnitte. Flierdurch kann der Seitengassack besonders kompakt zusammengelegt werden.

In einer weiteren Ausführungsform weisen der erste Abschnitt und der zweite Abschnitt jeweils eine kissenförmige Kammer auf, die über einen Verbindungskanal miteinander strömungsmäßig verbunden sind. Auf diese Weise können die beiden Kammern über einen gemeinsamen Anschluss mit Füllgas befüllt werden.

Hierbei kann der Verbindungskanal am oberen Rand des Seitengassacks im eingebauten, entfalteten Zustand vorgesehen sein, der in Längsrichtung verläuft. Der obere Rand des Seitengassacks stellt insbesondere den Bereich des Seitengassacks dar, in dem ein Anschluss zum Befüllen des Seitengassacks mit Füllgas vorgesehen ist. Durch diese Gestaltung wird sichergestellt, dass Füllgas über den Verbindungskanal zu den beiden Abschnitten geleitet wird, unmittelbar nachdem das Befüllen des Seitengassack mit Füllgas beginnt.

Dabei ist es von Vorteil, wenn der Seitengassack so aufgerollt und/oder gefaltet wird, dass der Verbindungskanal teilweise mit Füllgas befüllbar bleibt, um ein schnelles Einströmen von Füllgas in sämtliche aufblasbaren Teile des Seitengassacks beim Befüllen des Gassacks zu ermöglichen Gemäß einer Ausführungsform wird der Seitengassack in einem weiteren Faltschritt zumindest abschnittsweise um eine dritte Wickelachse aufgerollt, die unter einem Winkel zwischen 0° und 180° zur ersten Wickelachse steht. Auf diese Weise kann sich der Seitengassack beim Befüllen entsprechend der Wickelachsen in drei unterschiedliche Richtungen gerichtet entrollen, wodurch ein zuverlässiges Entfalten auch bei einer komplexen Geometrie schnell erfolgen kann.

Hierbei kann der Seitengassack einen dritten aufblasbaren Abschnitt aufweisen, der um die dritte Wickelachse aufgerollt wird. Dadurch lässt sich der Seitengassack so Zusammenlegen, dass sich alle drei Abschnitte beim Befüllen des Seitengassacks jeweils gezielt in eine individuelle Richtung abwickeln und entfalten.

Insbesondere kann dabei der dritte Abschnitt entgegengesetzt zum zweiten Abschnitt an einem zweiten Längsende des Seitengassacks vorgesehen sein, sodass ein Abschnitt in Längsrichtung vor und ein Abschnitt hinter dem mittleren zweiten Abschnitt im Fahrzeug bereitgestellt werden können, die sich jeweils in einer individuellen Richtung entrollen, wenn der Seitengassack befüllt wird.

Die Faltschritte können hierbei in beliebiger Reihenfolge und/oder zumindest teilweise zeitgleich durchgeführt werden. Teilweise werden in dieser Anmeldung Faltschritte mit„erster“,„zweiter“,„dritter“, etc. gekennzeichnet, was aber lediglich zur Verbesserung der Übersichtlichkeit geschieht und keine chronologische Abfolge impliziert.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:

- Figur 1 einen Seitengassack mit drei Abschnitten in einer schematischen Darstellung im komplett flach ausgebreiteten Zustand;

- Figur 2 den Seitengassack aus Figur 1 , nachdem die Abschnitte jeweils in einem Faltschritt um eine entsprechende Wickelachse aufgerollt wurden;

- Figur 3 den Seitengassack aus Figur 2 nach einem weiteren Faltschritt; und

- Figur 4 das Entfaltungsverhalten des Seitengassacks aus Figur 2.

Die Figuren 1 bis 3 stellen aufeinanderfolgende Faltschritte in einem Verfahren zum Zusammenlegen eines vorhangartigen Seitengassacks 10 dar.

Der Seitengassack 10 ist vor seiner Entfaltung und Befüllung an einem Dachrahmen eines Personenkraftwagens angeordnet, und zwar in Form eines gefalteten Gassackpakets 12, wie es in Figur 3 schematisch dargestellt ist. Der Seitengassack 10 kann sich im befüllten Zustand über eine oder mehrere der Fahrzeugsäulen erstrecken und kann beispielsweise von der A- bis zur C-Säule reichen.

Figur 1 zeigt den Seitengassack 10, in einem nicht befüllten, flach ausgebreiteten Zustand.

Der Seitengassack 10 hat einen inneren ersten Abschnitt 14 sowie einen äußeren zweiten Abschnitt 16 und einen äußeren dritten Abschnitt 18, die an zueinander entgegengesetzten Längsenden 20, 22 des Seitengassacks 10 vorgesehen sind und an den ersten Abschnitt 14 angrenzen.

Die Längsrichtung L wird hierbei durch die Längsrichtung des fertig gefalteten, gestreckten, nicht eingebauten Gassackpakets 12 in Figur 3 definiert und verläuft zumindest annähernd parallel zu einem oberen Rand 24 des eingebauten, aufgeblasenen Seitengassacks 10. Der obere Rand 24 folgt natürlich in gewissem Maße der Kontur eines Dachrahmens, an dem das Gassackpaket 12 schlussendlich montiert wird und weist zudem gewisse Sprünge auf, beispielsweise bedingt durch einen Einblasmund 19, an dem ein Gasgenerator (nicht gezeigt) angeschlossen wird, der das zum Aufblasen notwendige Füllgas liefert. Dennoch gibt der obere Rand 24 des Seitengassacks 10 zumindest annähernd eine durchgehende Richtung vor.

Die Längsrichtung L zeigt hierbei insbesondere in die Richtung der primären Fahrtrichtung des Fahrzeugs, d. h. sie weist zur Front des Fahrzeugs.

Entlang des oberen Rands 24 sind mehrere Befestigungsabschnitte 26 ausgebildet, über die der Seitengassack 10 fest mit dem Fahrzeug verbunden wird und die auch im aufgeblasenen und entfalteten Zustand fest mit dem Fahrzeug verbunden bleiben. Diese Befestigungsabschnitte 26 ragen auch aus dem fertig gefalteten Gassackpaket 12 heraus, um das Gassackpaket 12 befestigen zu können (siehe beispielsweise Figur 3).

Vorzugsweise sind die laschenartigen Befestigungsabschnitte 26 einstückige Fortsätze des Gassacks und aus dessen Material. An dem zweiten und dem dritten Abschnitt 16, 18 sind keine

Befestigungsabschnitte 26 vorgesehen, so dass diese Abschnitte 16, 18 über ihre gesamte Fläche sowie in beliebiger Weise gefaltet und/oder aufgewickelt werden können, insbesondere entlang des oberen Rands 24. Das heißt, die am ersten Abschnitt 14 vorhandenen Befestigungsabschnitte 26 behindern nicht das Falten bzw. Aufrollen des zweiten und dritten Abschnitts 16, 18.

In einer alternativen Ausführungsform können Befestigungsabschnitte 26 an beliebigen Stellen vorgesehen sein, wodurch eine besonders sichere Befestigung des Seitengassacks 10 gewährleistet werden kann. Jeder der Abschnitte 14, 16, 18 hat mehrere aufblasbare kissenförmige Kammern 28, die über einen Verbindungskanal 30 miteinander strömungsmäßig verbunden sind, der entlang des gesamten oder Abschnitten des oberen Randes 24 des Seitengassacks 10 verlaufen kann und der zur Verteilung des durch den Einblasmund 19 einströmenden Füllgases dient. Der erste Abschnitt 14 ist zusätzlich durch nicht aufblasbare Unterteilungen 32 gegliedert, wie dies herkömmlich bekannt ist.

Selbstverständlich kann in einer alternativen Ausführungsform jeder Abschnitt 14, 16, 18 eine beliebige Anzahl an kissenförmigen Kammern 28 aufweisen, jedoch jeweils mindestens eine. Zusätzlich oder alternativ können eine beliebige Anzahl der Abschnitte 14, 16, 18 durch eine beliebige Anzahl an nicht aufblasbaren Unterteilungen 32 gegliedert sein.

Der zweite Abschnitt 16 und der dritte Abschnitt 18 weisen jeweils einen Übergangsabschnitt 34, 35 auf, über den sie mit dem ersten Abschnitt 14 verbunden sind. Die Übergangsabschnitte 34, 35 haben eine schlauchförmige Gestalt und eine deutlich geringere Erstreckung e in einer Vertikalrichtung V senkrecht zur Längsrichtung L als der erste Abschnitt 14.

Die Erstreckung e in Vertikalrichtung V der Übergangsabschnitte 34, 35 beträgt vorzugsweise maximal 50 % der Erstreckung E in vertikaler Richtung V des ersten Abschnitts 14, wodurch es mehr Freiheitsgrade gibt, den zweiten Abschnitt 16 und den dritten Abschnitt 18 unabhängig zum ersten Abschnitt 14 zu falten, insbesondere aufzuwickeln. Auf diese Weise kann das Zusammenlegen des Seitengassacks 10 bezüglich der Richtung und Geschwindigkeit beim Entfalten sowie in Bezug auf die Kompaktheit des Gassackpakets 12 weiter optimiert werden.

In einer alternativen Ausführungsform können der zweite und dritte Abschnitt 16, 18 keine Übergangsabschnitte 34, 35 aufweisen und insbesondere über die gesamte Breite in Vertikalrichtung V an den ersten Abschnitt 14 angrenzen.

Die Abschnitte 14, 16, 18 sind als vorhangartige Abschnitte gestaltet, die sich in aufgeblasenem Zustand in Vertikalrichtung V erstrecken. Beispielsweise ist der erste Abschnitt 14 im Bereich der Seitenscheibe und der B-Säule im Fahrzeug vorgesehen. Der zweite Abschnitt 16, der dem Fahrzeugheck zugeordnet ist, kann hierbei für die Seitenscheibe zwischen der B-Säule und der C-Säule im Fahrzeug vorgesehen sein. Der dritte Abschnitt 18, der der Fahrzeugfront zugeordnet ist, kann beispielsweise dazu eingesetzt werden, abschnittsweise eine A-Säule des Fahrzeugs und/oder zumindest abschnittsweise die Windschutzscheibe im Fahrzeug zu überdecken.

Grundsätzlich können die Abschnitte 14, 16, 18 jeweils für beliebige Bereiche im Fahrzeug vorgesehen sein.

In der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform ist der Seitengassack 10 spiegelbildlich gestaltet. Selbstverständlich kann der Seitengassack 10 in einer alternativen Ausführungsform beliebig gestaltet sein, insbesondere wobei die Gestaltung an die Sicherheitsanforderungen und/oder an das Fahrzeug angepasst ist, für das der Seitengassack 10 vorgesehen ist.

In einer weiteren alternativen Ausführungsform kann der Seitengassack 10 eine beliebige Anzahl an Abschnitten 14, 16, 18 aufweisen, wobei nicht alle Abschnitte 14, 16, 18 an einen gemeinsamen Abschnitt 14, 16, 18 angrenzen müssen, sondern die Abschnitte 14, 16, 18 beispielsweise eine Reihe bilden, in der jeder Abschnitt 14, 16, 18 zu einem oder zwei Abschnitten 14, 16, 18 benachbart ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Seitengassack 10 keinen dritten Abschnitt 18, sondern lediglich den ersten Abschnitt 14 und den zweiten Abschnitt 16 auf. Um den Seitengassack 10 zu dem in Figur 3 gezeigten Gassackpaket 12 zusammenzulegen, werden mehrere aufeinanderfolgende Faltschritte durchgeführt. Die hier beschriebenen Faltschritte zum Zusammenlegen des Seitengassacks 10 können in beliebiger Reihenfolge im Ermessen des Fachmanns ausgeführt werden. Das Verfahren zum Zusammenlegen des Seitengassacks 10 wird im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 3 und der darin gezeigten Ausführungsform des Seitengassacks 10 beschrieben.

In einem ersten Faltschritt wird der erste Abschnitt 14, beginnend mit einem zum oberen Rand 24 entgegengesetzten ersten Ende 38, um eine erste Wickelachse 40 zu einer ersten Rolle 42 (siehe Figur 2) aufgerollt.

Die erste Wickelachse 40 verläuft hierbei parallel zur Längsrichtung L.

Selbstverständlich kann die erste Wickelachse 40 in einer alternativen Ausführungsform in einer beliebigen Richtung verlaufen.

Der erste Abschnitt 14 wird nicht vollständig bis zum oberen Rand 24 aufgerollt, sodass der Verbindungsabschnitt 30 zumindest abschnittsweise abgewickelt bleibt und damit nicht vollständig Teil der ersten Rolle 42 ist.

In einer alternativen Ausführungsform kann der erste Abschnitt 14 vollständig aufgerollt werden, insbesondere um das Gassackpaket 12 besonders kompakt zu gestalten.

In einem zweiten Faltschritt wird der zweite Abschnitt 16, beginnend mit einem zum Übergangsabschnitt 34 des zweiten Abschnitts 16 entgegengesetzt angeordneten zweiten Ende 44 des zweiten Abschnitts 16, um eine zweite Wickelachse 46 zu einer zweiten Rolle 48 aufgerollt.

Die zweite Wickelachse 46 verläuft unter einem Winkel a von 45° zur ersten Wickelachse 40.

In einer alternativen Ausführungsform hat der Winkel a einen Wert größer 0° bis maximal 180°, vorzugsweise größer 20° und kleiner 160°. In einer weiteren alternativen Ausführungsform hat der Winkel a einen Wert von 30° bis 90°, insbesondere von 45° bis 60°. In einem dritten Faltschritt wird der dritte Abschnitt 18, beginnend mit einem zum Übergangsabschnitt 35 des dritten Abschnitts 18 entgegengesetzt angeordneten dritten Ende 50 des dritten Abschnitts 18, um eine dritte Wickelachse 52 zu einer dritten Rolle 54 aufgerollt.

Die dritte Wickelachse 52 verläuft unter einem Winkel ß von 60° zur ersten Wickelachse 40.

In einer alternativen Ausführungsform hat der Winkel ß einen Wert größer 0° bis maximal 180°, vorzugsweise größer 20° und kleiner 160°. In einer weiteren alternativen Ausführungsform hat der Winkel ß einen Wert von 30° bis 90°, insbesondere von 45° bis 60°.

In einem vierten Faltschritt wird das zum ersten Abschnitt 14 benachbarte und vom oberen Rand 24 entfernte Rollenende 56 der zweiten Rolle 48 an einer ersten Faltlinie 58 umgeschlagen, wie in den Figuren 2 und 3 gezeigt. Die erste Faltlinie 58 verläuft parallel zur Längsrichtung L.

In einem fünften Faltschritt wird das zum ersten Abschnitt 14 benachbarte und vom oberen Rand 24 entfernte Rollenende 60 der dritten Rolle 54 an einer zweiten Faltlinie 62 umgeschlagen, die parallel zur Längsrichtung L verläuft.

Die Faltlinien 58, 62 können in einer alternativen Ausführungsform jeweils beliebig ausgerichtet und/oder an einer beliebigen Stelle angeordnet sein.

In einem alternativen Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass nach dem fünften Faltschritt ein sechster Faltschritt folgt, in dem die erste Rolle 42, die zweite Rolle 48 und die dritte Rolle 54 um die erste Wickelachse 40 weiter hin zum oberen Rand 24, insbesondere vollständig, aufgerollt werden, insbesondere um das Gassackpaket 12 besonders kompakt zu gestalten. Vorzugsweise wird das Gassackpaket 12 im sechsten Faltschritt dabei nur soweit aufgerollt, dass dennoch ein zumindest abschnittsweises schnelles Befüllen des Verbindungskanal 30 möglich ist.

Grundsätzlich kann das Verfahren zusätzlich zum ersten und zweiten Faltschritt, d. h. dem Aufwickeln des Seitengassacks 10 um die erste und die zweite Wickelachse 40, 46, eine beliebige Anzahl an Faltschritten aufweisen, die insbesondere an die Gestaltung des Seitengassacks 10 sowie an die Anforderungen an das Gassackpaket 12 angepasst sind. Insbesondere entfallen bei einem Seitengassack 10 ohne drittem Abschnitt 18 der dritte und der fünfte Faltschritt.

In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Rollen 42, 48, 54 nicht gefaltet werden, insbesondere nicht entlang einer Faltlinie 58, 62.

Zusätzlich oder alternativ zu den Faltschritten des Ausführungsbeispiels kann in einer alternativen Ausführungsform der Seitengassack 10 zumindest abschnittsweise in beliebiger Weise zusammengelegt werden, beispielsweise zickzackförmig oder schirmförmig.

Auf diese Weise ist der Seitengassack 10 zu einem kompakten Gassackpaket 12 zusammengelegt (siehe Figur 3), bei dem der Verbindungskanal 30 zumindest abschnittsweise mit Füllgas befüllbar bleibt, wodurch eine zuverlässige und schnelle Entfaltung des Seitengassacks 10 sichergestellt ist.

Bei der Entfaltung des Seitengassacks 10 (siehe Figur 4) strömt Füllgas durch den Einblasmund 19 in das Gassackpaket 12 ein und verteilt sich über den Verbindungskanal 30 entlang des oberen Randes 24 des Seitengassacks 10 und sorgt dafür, dass sich die Abschnitte 14, 16, 18 definiert entfalten, wobei sich jede Rolle 42, 48, 54 senkrecht zu ihrer Wickelachse 40, 46, 52 abwickelt.

Auf diese Weise entfalten sich die einzelnen Abschnitte 14, 16, 18 jeweils in einer separaten Richtung 64, 66, 68, sodass die Abschnitte 14, 16, 18 besonders schnell ihre Schutzfunktion an der vorgesehenen Stelle im Fahrzeug bereitstellen und beispielsweise Sicherheitsgurte oder Kopfstützen passieren können, ohne durch diese behindert zu werden.

Die Erfindung ist nicht auf die gezeigte Ausführungsform beschränkt. Insbesondere können einzelne Merkmale einer Ausführungsform beliebig mit Merkmalen anderer Ausführungsformen kombiniert werden, unabhängig von den anderen Merkmalen der entsprechenden Ausführungsformen.