Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR GLUING A FRICTION LINING, AND TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/160616
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for gluing a friction lining to a support by means of adhesive that develops its full adhesive effect under the effect of pressure and/or temperature. The invention is characterized in that the friction lining and the support are pressed together along with the adhesive before the adhesive develops its full adhesive effect in order to glue the friction lining to the support.

Inventors:
LUDES, Jens (Diefflerstrasse 9, Beckingen, 66701, DE)
STEIN, Elmar (Jahnstrasse 2, Morbach, 54497, DE)
DEITERS, Ralf (Reinsfeld, Reinsfeld, 54421, DE)
KOLLING, Ralph (Zur Lay 1, Morbach, 54497, DE)
Application Number:
DE2011/001165
Publication Date:
December 29, 2011
Filing Date:
June 03, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
LUDES, Jens (Diefflerstrasse 9, Beckingen, 66701, DE)
STEIN, Elmar (Jahnstrasse 2, Morbach, 54497, DE)
DEITERS, Ralf (Reinsfeld, Reinsfeld, 54421, DE)
KOLLING, Ralph (Zur Lay 1, Morbach, 54497, DE)
International Classes:
B29C43/18; F16D69/04
Attorney, Agent or Firm:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (AT/BHL-GIndustriestraße 3, Bühl, 77815, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Kleben eines Reibbelags auf einen Träger mit Hilfe von Kleber, der unter Einwirkung von Druck und/oder Temperatur seine volle Klebwirkung entfaltet, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibbelag (15) und der Träger (16) zusammen mit dem Kleber verpresst werden, bevor der Kleber seine volle Klebwirkung entfaltet, um den Reibbelag (15) an den Träger (16) zu heften.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber unter der Einwirkung von Druck und/oder Temperatur zum Fließen gebracht wird, bevor der Kleber seine volle Klebwirkung entfaltet.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (16) und der Reibbelag (15) vor dem Verpressen relativ zueinander positioniert und/oder zentriert werden.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere an Träger ( 6) geheftete Reibbeläge (15) in einer Stapelverklebung verpresst werden, wobei der Kleber seine volle Klebwirkung entfaltet.

5. Werkzeug zum Heften eines Reibbelags (15) an einen Träger (16) mit Hilfe von Kleber, insbesondere gemäß einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (1) eine untere Werkzeugplatte (3) und eine obere Werkzeugplatte (2) aufweist, zwischen denen der Reibbelag (15) und der Träger (16) zusammen mit dem Kleber verpresst werden.

6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Werkzeugplatte (3) Zentrierstifte (11 ) für den Reibbelag (15) und Zentrierstifte (12) für den Träger (16) aufweist.

7. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Zentrierstifte

( 1 ,12) an ihrem freien Ende konusartig verjüngen.

8. Werkzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierstifte (11) in der unteren Werkzeugplatte (3) in ihrer Längsrichtung bewegbar geführt und durch eine Feder (26) in Richtung der oberen Werkzeugplatte (2) vorgespannt sind.

9. Werkzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierstifte (12) für den Träger (16) einen anderen Außendurchmesser aufweisen als die Zentrierstifte (11 ) für den Reibbelag.

10. Werkzeug zum Stapelverkleben von Trägern mit Reibbelägen, die, insbesondere gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, insbesondere mit einem Werkzeug nach einem der Ansprüche 5 bis 9, an die Träger geheftet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (1 ;41 ) zum Stapelverkleben Zentrierstangen (54,55) aufweist, die radial außerhalb der an die Träger (16) gehefteten Reibbeläge (15) angeordnet sind, um diese zwischen zwei Druckplatten zu positionieren und/oder zu zentrieren.

Description:
Verfahren zum Kleben eines Reibbelags und Werkzeug

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kleben eines Reibbelags auf einen Träger mit Hilfe von Kleber, der unter Einwirkung von Druck und/oder Temperatur seine volle Klebwirkung entfaltet. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Werkzeug zum Heften eines Reibbelags an einen Träger mit Hilfe von Kleber. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Werkzeug zum Stapelverkleben von Trägern mit Reibbelägen, die an die Träger geheftet sind.

Aus der deutschen Patentschrift DE 44 31 642 B4 ist es bekannt, bei der Herstellung eines Vorpresslings einen Reibbelag mit einem Träger zu verbinden. Der Träger kann bei einem Heißpressvorgang oder durch einen getrennten Klebeprozess mit dem fertig hergestellten Belag verbunden werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Verklebung von Reibbelägen mit Trägern mit Hilfe von Kleber zu verbessern.

Die Aufgabe ist bei einem Verfahren zum Kleben eines Reibbelags auf einen Träger mit Hilfe von Kleber, der unter Einwirkung von Druck und/oder Temperatur seine volle Klebwirkung entfaltet, dadurch gelöst, dass der Reibbelag und der Träger zusammen mit dem Kleber ver- presst werden, bevor der Kleber seine volle Klebwirkung entfaltet, um den Reibbelag an den Träger zu heften. Beim Anheften des Reibbelags an den Träger wird der Reibbelag an dem Träger vorfixiert. Eine endgültige Fixierung des Reibbelags an dem Träger erfolgt erst dann, wenn der Kleber seine volle Klebwirkung entfaltet. Der Kleber entfaltet seine volle Klebwirkung unter längerer Einwirkung einer höheren Temperatur als beim Anheften des Reibbelags an den Träger in einem nachfolgenden Vernetzungs- beziehungsweise Aushärtungsprozess. Zum Anheften wird der Kleber nur kurzzeitig einem hohen Druck und einer geringeren Temperatur als beim Aushärten oder Vernetzen ausgesetzt. Bei dem Reibbelag handelt es sich vorzugsweise um einen Kupplungsreibbelag einer trockenen Reibungskupplung, insbesondere einer Doppelkupplung. Bei dem Träger handelt es sich vorzugsweise um ein Trägerblech. Vorzugsweise ist der Reibbelag mit Kleber beschichtet.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber unter der Einwirkung von Druck und/oder Temperatur zum Fließen gebracht wird, be- vor der Kleber seine volle Klebwirkung entfaltet. Der fließende Kleber verteilt sich optimal zwischen Träger und Reibbelag. Besonders vorteilhaft dringt der fließende Kleber teilweise in den vorzugsweise porösen Reibbelag ein. Dabei werden der Druck und/oder die Temperatur so eingestellt, dass der Kleber noch nicht vernetzt beziehungsweise aushärtet. Das Vernetzen beziehungsweise Aushärten des Klebers erfolgt erst nach dem Anheftprozess bei einer deutlich höheren Temperatur über längere Zeit.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der Träger und der Reibbelag vor dem Verpressen relativ zueinander positioniert und/oder zentriert werden. Das Positionieren und/oder Zentrieren erfolgt vorzugsweise in einem speziellen Presswerkzeug. Dabei werden Träger und Reibbelag insbesondere in Um- fangsrichtung relativ zueinander positioniert.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass mehrere an Träger geheftete Reibbeläge in einer Stapelverklebung verpresst werden, wobei der Kleber seine volle Klebwirkung entfaltet. Bei der Stapelverklebung werden die bereits an die Träger gehefteten Reibbeläge über einen längeren Zeitraum als beim vorangegangenen Anheftprozess bei einer hohen Temperatur verpresst, so dass der Kleber vernetzt beziehungsweise aushärtet. Der Druck ist beim Vernetzen oder Aushärten geringer als beim Anheften der Reibbeläge.

Bei einem Werkzeug zum Heften eines Reibbelags an einen Träger mit Hilfe von Kleber, insbesondere gemäß einem vorab beschriebenen Verfahren, ist die eingangs angegebene Aufgabe dadurch gelöst, dass das Werkzeug eine untere Werkzeugplatte und eine obere Werkzeug platte aufweist, zwischen denen der Reibbelag und der Träger zusammen mit dem Kleber verpresst werden. Die Begriffe untere und obere beziehen sich auf die Wirkrichtung der Erdschwerkraft. Vorzugsweise ist der Reibbelag mit dem Kleber beschichtet. Es ist aber auch möglich, den Träger beziehungsweise den Träger und den Reibbelag mit dem Kleber zu beschichten. Die beiden Werkzeugplatten werden vorzugsweise in eine C-Ständerpresse montiert, mit welcher der benötigte Druck zum Anheften des Reibbelags an den Träger aufgebracht werden kann. In die Werkzeugplatte, die Kontakt mit dem Träger hat, wird eine Heizplatte montiert, um die zum Anheften des Reibbelags an den Träger benötigte Temperatur in das Werkzeug einzubringen. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Werkzeugs ist dadurch gekennzeichnet, dass die untere Werkzeugplatte Zentrierstifte für den Reibbelag und Zentrierstifte für den Träger aufweist. Die Zentrierstifte dienen dazu, den Reibbelag und den Träger relativ zu dem Werkzeug und relativ zueinander zu positionieren und/oder zu zentrieren.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Werkzeugs ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Zentrierstifte an ihrem freien Ende konusartig verjüngen. Dadurch wird das Zentrieren und Positionieren des Reibbelags und des Trägers so vereinfacht, dass der Vorgang automatisiert werden kann.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Werkzeugs ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierstifte in der unteren Werkzeugplatte in ihrer Längsrichtung bewegbar geführt und durch eine Feder in Richtung der oberen Werkzeugplatte vorgespannt sind. Dadurch wird das Positionieren und Zentrieren von Träger und Reibbelag weiter vereinfacht. Das erfindungsgemäße Werkzeug wird vorzugsweise in einer Rundtelleranlage mit weiteren Werkzeugen kombiniert.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Werkzeugs ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierstifte für den Träger einen anderen Außendurchmesser aufweisen als die Zentrierstifte für den Reibbelag. In dem Träger und dem Reibbelag sind entsprechende Durchgangslöcher für die Zentrierstifte vorgesehen. Vorzugsweise wird zunächst der Reibbelag auf der unteren Werkzeugplatte positioniert und zentriert. Dabei ist in dem Reibbelag ein Durchgangsloch für den Zentrierstift des Trägers ausgespart.

Bei einem Werkzeug zum Stapelverkleben von Trägern mit Reibbelägen, die, insbesondere gemäß einem vorab beschriebenen Verfahren, insbesondere mit einem vorab beschriebenen Werkzeug, an die Träger geheftet sind, ist die oben angegebene Aufgabe dadurch gelöst, dass das Werkzeug zum Stapelverkleben Zentrierstangen aufweist, die radial außerhalb der an die Träger gehefteten Reibbeläge angeordnet sind, um diese zwischen zwei Druckplatten zu positionieren und/oder zu zentrieren. Vorzugsweise sind insgesamt vier Zentrierstangen in den Eckbereichen der vorzugsweise quadratischen Druckplatten geführt. Weitere Positionierstifte, die sich durch die Träger beziehungsweise Reibbeläge hindurch erstrecken, können entfallen. Beim Stapelverkleben werden die vorher angehefteten Reibbeläge durch Aufbringen von Druck und einer hohen Temperatur über einen längeren Zeitraum fest mit den Reibbelägen verbunden, wobei der Kleber aushärtet beziehungsweise vernetzt. Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungs- beispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:

Figur 1 ein erfindungsgemäßes Werkzeug zum Heften in einem Schnitt entlang einer

Linie l-l in Figur 2;

Figur 2 das Werkzeug aus Figur 1 in der Draufsicht;

Figur 3 eine perspektivische Darstellung des Schnitts aus Figur 1 ;

Figur 4 eine vergrößerte Einzelheit IV auf Figur 3;

Figur 5 eine vergrößerte Einzelheit V aus Figur 3;

Figur 6 ein Werkzeug zur Stapelverklebung im Schnitt und

Figur 7 einen vergrößerten Ausschnitt VII aus Figur 6.

In den Figuren 1 bis 5 ist ein Werkzeug 1 zum Heften mit einer oberen Werkzeugplatte 2 und einer unteren Werkzeugplatte 3 in verschiedenen Ansichten und Ausschnitten dargestellt. In den Schnittansichten der Figuren 1 und 3 sieht man, dass die obere Werkzeugplatte 2 mehrere Durchgangslöcher 5, 6, 7, 8 aufweist. Die Durchgangslöcher 5, 6 dienen dazu, die oberen Enden von Zentrierstiften 11 , 12 aufzunehmen, die in der unteren Werkzeugplatte 3 in Längsrichtung hin und her bewegbar geführt sind. Die Durchgangslöcher 7, 8 dienen zur Befestigung der oberen Werkzeugplatte 2 an einer (nicht dargestellten) C-Ständerpresse.

Die untere Werkzeugplatte 3 umfasst ebenfalls mehrere Durchgangslöcher 9, 0. Die

Durchgangslöcher 9, 10 dienen dazu, die untere Werkzeugplatte 3 an der C-Ständerpresse zu befestigen. In weiteren Durchgangslöchern sind die Zentrierstifte 11 , 12 hin und her bewegbar geführt.

In der in Figur 2 dargestellten Draufsicht sieht man, dass die beiden Werkzeugplatten 2, 3 jeweils insgesamt fünf Durchgangslöcher zum Befestigen der Werkzeugplatten an der Stän- derpresse aufweisen. Darüber hinaus sieht man, dass das Werkzeug 1 insgesamt acht Zentrierstifte 11 , 12 umfasst. Die Zentrierstifte 11 sind in Umfangsrichtung im Wechsel mit den Zentrierstiften 12 angeordnet. Dabei ist jeweils ein Zentrierstift 11 in Umfangsrichtung zwischen zwei Zentrierstiften 12 angeordnet. Analog ist in Umfangsrichtung zwischen zwei Zentrierstiften 11 jeweils ein Zentrierstift 12 angeordnet. Die Zentrierstifte 11 sind einem Reibbelag 15 zugeordnet. Die Zentrierstifte 12 sind einem Träger 16 zugeordnet, der als Trägerblech ausgeführt ist. Der Reibbelag 15 ist mit einem Kleber beschichtet, der dazu dient, den Reibbelag 15 an dem Träger 16 zu befestigen.

In den Figuren 4 und 5 sieht man, dass die Zentrierstifte 11 , 12 an ihren aus der Werkzeugplatte 3 herausragenden Enden jeweils eine konusartige Verjüngung 21 , 22 aufweisen. An ihren in der Werkzeugplatte 3 angeordneten Enden weisen die Zentrierstifte 11 , 12 jeweils einen Bund 35; 25 auf, der einen axialen Anschlag für die Bewegung der Zentrierstifte 11 , 12 aus der Werkzeugplatte 3 heraus nach oben darstellt.

Die Zentrierstifte 11 , 12 sind jeweils durch eine Feder 36; 26 aus der Werkzeugplatte 3 nach oben, das heißt zu der oberen Werkzeugplatte 2 hin vorgespannt. Die Feder 36; 26 ist mit ihrem oberen Ende jeweils in dem hohl ausgeführten Zentrierstift 11 , 12 angeordnet. Mit ihrem unteren Ende stützt sich die Feder 36; 26 an einem Federdeckel 37; 27 ab, der an der Unterseite der unteren Werkzeugplatte 3 befestigt ist.

In Figur 4 sieht man, dass sich der Zentrierstift 12 sowohl durch den Reibbelag 15 als auch durch den darüber angeordneten Träger 16 hindurch erstreckt. Die konusartige Verjüngung 22 am freien Ende des Zentrierstifts 12 ragt teilweise über den Träger 16 hinaus in das darüber angeordnete Durchgangsloch 5 der oberen Werkzeugplatte 2.

In Figur 5 sieht man, dass der Zentrierstift 11 für den Reibbelag 15 nach oben über den Reibbelag 5 hinaus ragt. Der Träger 16 weist im Bereich des Zentrierstifts 11 ein Durchgangsloch 39 auf. Durch das Durchgangsloch 39 kann sich der Zentrierstift 11 in das darüber angeordnete Durchgangsloch 6 der oberen Werkzeugplatte 3 erstrecken.

Das in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Werkzeug 1 zum Heften wird auch als Anheftwerkzeug bezeichnet. Die beiden Werkzeugplatten 2, 3 sind zum Beispiel aus Werkzeugstahl gefertigt und werden über spezielle Führungen an der C-Ständerpresse montiert. Auf der unteren Werkzeugplatte 3 wird der Reibbelag 15 durch die vier Zentrierstifte 11 zentriert und positio- niert. Daraufhin wird der Träger 16 über die vier Zentrierstifte 12 zum Reibbelag 15 hin positioniert und zentriert.

Danach fährt die Presse zu und vorfixiert den Träger 16 auf dem Reibbelag 15. Das

Vorfixieren wird auch als Heften oder Anheften bezeichnet. Beim Vorfixieren wird der Träger 16 an den Reibbelag 15 geheftet. Dabei wird selbstverständlich auch der Reibbelag 15 an den Träger 16 geheftet. Bei einer Variante des Werkzeugs 1 kann zuerst der Reibbelag 15 und danach der Träger 16 eingelegt werden.

Als Kleber wird vorzugsweise ein hitzeaktivierbarer, gegebenenfalls lösungsmittelhaltiger Klebstoff auf der Basis von Niltrilkautschuk/Phenolharz verwendet. Zum Anheften wird mit der Ständerpresse vorzugsweise ein Druck von circa 50 Tonnen bei einer Anheftzeit von etwa 10 Sekunden aufgebracht. Die Anhefttemperatur beträgt zwischen 150 Grad Celsius und 205 Grad Celsius. Bei diesem Anheftdruck und dieser Anhefttemperatur beginnt der Kleber zu fließen, härtet aber dabei noch nicht aus.

In dem Werkzeug 1 wird jeweils ein Reibbelag 15 an einen Träger 16 geheftet oder umgekehrt. Nach dem Anheften wird der geheftete Reibbelag-Träger-Verbund aus dem geöffneten Werkzeug 1 entnommen. Die zusammengehefteten Reibbelag/Träger-Verbundteile werden anschließend in einem Werkzeug 41 einer Stapelverklebung unterzogen.

In den Figuren 6 und 7 ist ein Werkzeug 41 zur Stapelverklebung in verschiedenen Ansichten dargestellt. Das Stapelverklebungs-Werkzeug 41 umfasst zwei Druckplatten 42 und 43. Die Druckplatte 42 kann, bezogen auf die Wirkrichtung der Erdschwerkraft, oberhalb der Druckplatte 43 angeordnet werden. Zwischen den beiden Druckplatten 42 und 43 sind insgesamt drei Stapel 45, 46, 47 mit zusammengehefteten Reibbelag/Träger-Verbundteilen angeordnet. Jeder Stapel umfasst jeweils zwölf geheftete Verbundteile, die jeweils einen Reibbelag 15 umfassen, der an den zugehörigen Träger 16 angeheftet ist. Zwischen den Stapeln 45, 46 und 46, 47 ist jeweils eine Zwischen platte 51 , 52 angeordnet.

In dem äußeren Umfangsrandbereich des Werkzeugs 41 erstrecken sich vier Zentrierstangen 54, 55 außerhalb der Stapel 45 bis 47 durch die Zwischenplatten 51 , 52 hindurch. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die vier Zentrierstangen 54, 55 radial außerhalb der Stapel 45 bis 47 so in den Eckbereichen der Druckplatten 42, 43 angeordnet, dass die an die Träger 16 gehefteten Reibbeläge 15 radial innerhalb der Zentrierstangen 54, 55 zentriert werden.

Eine zentrale Gewindestange 60 erstreckt sich durch die Druckplatten 42, 43, die Stapel 45 bis 47 und die Zwischenplatten 51 , 52 hindurch. An einem Ende der Gewindestange 60 ist eine erste Mutter 61 befestigt. Auf das andere Ende der Gewindestange 60 ist eine zweite Mutter 62 aufgeschraubt. Zwischen der Mutter 62 und der Druckplatte 42 sind ein Lager 64, das als Axial-Rillenkugellager ausgeführt ist, und ein Tellerfederpaket 65 angeordnet.

Über die Mutter 62 und die zentrale Gewindestange 60 wird ein definiertes Drehmoment eingebracht, um die beiden Druckplatten 42 und 43 gegeneinander zu verspannen. Bei der Stapelverklebung wird ein ausreichender Druck auf das Werkzeug 41 aufgebracht. Dabei wird das Werkzeug 41 , zum Beispiel in einem Ofen, etwa sechs Stunden lang einer Temperatur von etwa 205 Grad Celsius ausgesetzt. Bei den bereits gehefteten Verbundteilen kann gegebenenfalls bei der Stapelverklebung ein deutlich geringerer Druck von circa drei Tonnen genügen, um den Kleber auszuhärten beziehungsweise zu vernetzen.

Bei der Stapelverklebung vernetzt der Kleber vollständig. Vor der Entnahme der Stapel 45 bis 47 werden diese auf Raumtemperatur abgekühlt. Der Druck bei der Stapelverklebung wird vorzugsweise vom Einspannen der Druckplatten 42, 43 über die Stapelverklebung im Ofen bis hin zum Entpacken aufrecht erhalten. Durch die erfindungsgemäße Kombination des Anheftprozesses in dem in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Werkzeug 1 mit der Stapelverklebung in dem in den Figuren 6 und 7 dargestellten Werkzeug 41 können extrem hohe Anforderungen im Hinblick auf die Berstdrehzahl, insbesondere nach thermischen Schädigungen, erfüllt werden.

Bezuqszeichenliste

Werkzeug

obere Werkzeugplatte

untere Werkzeugplatte

Durchgangsloch

Durchgangsloch

Durchgangsloch

Durchgangsloch

Durchgangsloch

Durchgangsloch

Zentrierstift

Zentrierstitt

Reibbelag

Träger

konusartige Verjüngung

konusartige Verjüngung

Bund

Feder

Federdeckel

Bund

Feder

Federdeckel

Durchgangsloch

Werkzeug

obere Druckplatte

untere Druckplatte

Stapel

Stapel

Stapel

Zwischenplatte

Zwischen platte

Zentrierstange

Zentrierstange Gewindestange Mutter

Mutter

Lager

Tellerfederpaket