Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR HEATING A COMPONENT OF AN ELECTRIC MOTOR VEHICLE, AND MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/201573
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for pre-heating a component (3, 7) of an electric motor vehicle (1) having the following steps: - charging a traction battery (3) of the motor vehicle (1) by means of a fixed charging station (11); - detecting a pre-heating signal (12); - providing a task (30) which can be carried out by computer; - implementing an attempt at executing the task (13) with a processing unit (4) of the motor vehicle (1) during the charging process in accordance with the pre-heating signal (12); - conducting waste heat, generated by the execution attempt by the processing unit (4) to the component (3, 7) of the motor vehicle (1); and - pre-heating the component (3, 7) by means of the waste heat.

Inventors:
BENKERT, Maximilian (Keltenring 26, Regensburg, 93055, DE)
MÉTAYER, Julien (12 Boulevard de la gare, Toulouse, Toulouse, 31500, FR)
BOTTKE, Christian (Mohnweg 17, Barbing, 93092, DE)
Application Number:
EP2019/057980
Publication Date:
October 24, 2019
Filing Date:
March 29, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
CPT GROUP GMBH (Vahrenwalder Straße 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
G05B15/02; B60L53/00
Foreign References:
CN103280609A2013-09-04
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
WALDMANN, Alexander (Postfach 22 16 39, München, 80506, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Vorwärmen einer Komponente (3, 7) eines elektrischen Kraftfahrzeugs (1) mit folgenden Schritten:

- Laden einer Traktionsbatterie (3) des Kraftfahrzeugs (1) durch eine stationäre Ladestation (11);

- Erfassen eines Vorwärmsignals (12);

- Bereitstellen einer computerlösbaren Aufgabe (13);

- Durchführen eines Lösungsversuches der Aufgabe (13) mit einer Verarbeitungseinheit (4) des Kraftfahrzeugs (1) während des Ladevorgangs abhängig von dem Vorwärmsignal (12) ;

- Führen einer durch den Lösungsversuch von der Verarbei tungseinheit (4) erzeugten Abwärme zu der Komponente (3, 7) des Kraftfahrzeugs (1); und

- Vorwärmen der Komponente (3, 7) durch die Abwärme.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei

als die Aufgabe (13) ein Kryptowährungszahlenblock be reitgestellt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei

als die Aufgabe (13) eine Energiemanagementaufgabe eines Gebäudes bereitgestellt wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als die Aufgabe (13) eine Suche nach dem niedrigsten Preis für die Energie für den Ladevorgang der Traktionsbatterie (3) bereitgestellt wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als die Aufgabe (13) eine Suche nach einem unerwünschten Computerprogramm bereitgestellt wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Aufgabe (13) durch eine fahrzeugexterne Servereinrichtung (9) bereitgestellt wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Ergebnis des Lösungsversuchs auf einem virtuellen Marktplatz (15) zum Kauf angeboten wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als die Komponente die Traktionsbatterie (3) des Kraft fahrzeugs (1) vorgewärmt wird.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei als die Komponente ein Innenraum (7) des Kraftfahrzeugs (1) vorgewärmt wird.

10. Kraftfahrzeug (1) mit einem elektrischen Traktionsmotor (2), einer Traktionsbatterie (3) und einer Verarbeitungseinheit (4), wobei das Kraftfahrzeug (1) dazu ausgebildet ist:

- durch eine stationäre Ladestation (11) geladen zu werden;

- ein Vorwärmsignal (12) zu erfassen;

- eine computerlösbare Aufgabe (13) zu empfangen;

- einen Lösungsversuch der Aufgabe (13) mit der Verar beitungseinheit (4) während eines Ladezustands abhängig von dem Vorwärmsignal (12) durchzuführen;

- durch den Lösungsversuch erzeugte Abwärme der Verar beitungseinheit (4) zu einer Komponente (3, 7) des

Kraftfahrzeugs (1) zu führen; und

- die Komponente (3, 7) durch die Abwärme vorzuwärmen.

Description:
Beschreibung

Verfahren zum Erwärmen einer Komponente eines elektrischen Kraftfahrzeugs, und Kraftfahrzeug

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erwärmen einer Kom ponente eines elektrischen Kraftfahrzeugs. Weiterhin betrifft die Erfindung auch ein Kraftfahrzeug mit einem elektrischen Traktionsmotor, einer Traktionsbatterie und einer Verarbei tungseinheit .

Elektrische Kraftfahrzeuge werden üblicherweise an stationäre Ladestationen angeschlossen und dort geladen. Beim Laden wird eine Traktionsbatterie des elektrischen Kraftfahrzeugs mit Energie, welche üblicherweise von einem öffentlichen Stromnetz bereitgestellt wird, geladen.

Es ist auch üblich, dass die Traktionsbatterie oder ein Innenraum des Kraftfahrzeugs vorgewärmt wird. Das Vorwärmen erfolgt dann üblicherweise mit Energie von der stationären Ladestation. Üblicherweise ist zum Vorwärmen der Traktionsbatterie oder des Innenraums ein elektrisches Heizelement, beispielsweise ein PTC-Heizelement (PCT - positive temperature coefficient) in der Nähe der Traktionsbatterie oder beispielsweise in einem Luftkanal, welcher dem Innenraum des Kraftfahrzeugs Luft zu führt, angeordnet. Mit dem elektrischen Heizelement wird die elektrische Energie aus der stationären Ladestation in Wär meenergie umgewandelt .

Nachteilig an dem elektrischen Heizelement ist, dass die elektrische Energie ausschließlich zur Wärmeerzeugung genutzt wird . Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und ein Kraftfahrzeug zu schaffen, bei welchem eine Komponente des Kraftfahrzeugs energieeffizienter erwärmt werden kann.

Die Aufgabe wird durch ein Verfahren und ein Kraftfahrzeug gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst .

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Komponente eines elektrischen Kraftfahrzeugs vorgewärmt. Es werden folgende Schritte durchgeführt:

- Laden einer Traktionsbatterie des Kraftfahrzeugs durch eine stationäre Ladestation, insbesondere im Umfeld des Kraft fahrzeugs ;

- Erfassen eines Vorwärmesignals;

- Bereit stellen einer computerlösbaren Aufgabe;

- Durchführen eines Lösungsversuchs der Aufgabe mit einer Verarbeitungseinheit des Kraftfahrzeugs während des Lade vorgangs abhängig von dem Vorwärmesignal;

- Führen einer durch den Lösungsversuch von der Verarbei tungseinheit erzeugten Abwärme zu der Komponente des

Kraftfahrzeugs; und

- Vorwärmen der Komponente durch die Abwärme.

Der Erfindung liegt die Kenntnis zu Grunde, dass die Komponente des Kraftfahrzeugs, insbesondere eine Traktionsbatterie oder ein Innenraum, auch durch die Abwärme einer Verarbeitungseinheit vorgewärmt werden kann. Vorteilhaft ist das, da dann die elektrische Energie nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Lösen der Aufgabe genutzt wird. Insbesondere weist die Lösung bzw. das Ergebnis der Aufgabe für sich betrachtet einen wirtschaftlichen Wert auf. Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden also die Vorwärmeleistung und die Lösungsleistung der Aufgabe zusammen erbracht . Weiterhin ist das Verfahren vorteilhaft, da beispielsweise auf das Verbauen eines elektrischen Heizelements verzichtet werden kann, da die Verarbeitungseinheit die Rolle des elektrischen Heizelements übernehmen kann. Das Kraftfahrzeug kann dadurch mit weniger Bauteilen und somit leichter und kostengünstiger ausgebildet sein.

Die Verarbeitungseinheit des Kraftfahrzeugs ist insbesondere als Steuergerät oder als Computervorrichtung ausgebildet. Die Verarbeitungseinheit umfasst insbesondere einen Mikroprozessor und/oder eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung.

Weiterhin vorteilhaft ist es, dass die Abwärme der Verarbei tungseinheit, welche bei bekannten Kraftfahrzeugen üblicher weise unerwünscht ist und oftmals mit einem Lüfter von dem Kraftfahrzeug ungenutzt weggeführt wird, beispielsweise in die Umgebung des Kraftfahrzeugs . Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Abwärme der Verarbeitungseinheit vorzugsweise nicht ungenutzt weggeführt, sondern der Komponente zugeführt, um diese zu erwärmen.

Während des Lösungsversuchs wird die Verarbeitungseinheit vorzugsweise mit ihrer maximalen Leistung betrieben, so dass die die thermische Verlustleistung ( TDP - Thermal Design Power) der Verarbeitungseinheit, insbesondere kontinuierlich, maximal ist. Die Verarbeitungseinheit wird also vorzugsweise in einem maximal energieverbrauchenden Zustand betrieben.

Vorzugsweise ist es vorgesehen, dass als die Aufgabe ein Kryptowährungszahlenblock bereitgestellt wird. Der Kryp- towährungszahlenblock kann eine Kryptowährung umfassen, muss aber noch untersucht werden, ob die Kryptowährung darin enthalten ist oder, ob es sich lediglich um eine wertlose Zahlenreihe handelt. Eine Kryptowährung ist ein digitales Zahlungsmittel, das mit Prinzipien der Kryptographie erstellt und transferiert wird. Als Kryptowährung ist beispielweise Bitcoin bekannt. Zur Begrenzung der Neuemissionen der Kryptowährung wird die Er stellung von neuen Blöcken der Kryptowährung mit einer

Schwierigkeit verbunden. Dazu muss von dem Block eine als kryptologische Hashfunktion realisierte Einwegfunktion er rechnet werden. Dieser Hashwert muss eine allgemein bekannte Bedingung erfüllen, um als gültiger neuer Block anerkannt zu werden. Im einfachsten Fall muss der Wert unterhalb eines vorgegebenen Grenzwerts liegen. Je kleiner dieser Grenzwert ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der neu er- rechnete Hashwert darunterliegt. Entsprechend schwieriger ist es einen solchen Block zu erstellen. Der Teilnehmer verändert den Block nun solange, bis er einen gültigen Block erstellt hat, dessen Hashwert unter dem Grenzwert liegt. Dazu enthält jeder Block einen als Nonce bezeichneten Wert, dessen einzige Funktion darin besteht solange verändert zu werden, bis der Hashwert des gesamten Blocks dadurch die Bedingung erfüllt. Die Aufgabe besteht also darin, solange den Hashwert veränderter Blöcke zu errechnen, bis zufällig ein Wert unter dem vorgegebenen Grenzwert bzw. Schwellwert erreicht wird. Zur Berechnung von Neuemissionen der Kryptowährung schließen sich auch mehrere Teilnehmer zu sog. Mining-Pools , also Erzeugungsgemeinschaften, zusammen. Vor zugsweise ist es also auch vorgesehen, dass das Kraftfahrzeug als Teil eines Mining-Pools ausgebildet ist. Der Kryptowährungs- zahlenblock ist vorteilhaft, da dadurch eine kontinuierliche maximale Auslastung der Verarbeitungseinheit erreicht werden kann .

Wird der Kryptowährungs zahlenblock durch die Verarbeitungs einheit gelöst und wird dadurch Kryptowährung bereitgestellt , so ist es vorzugsweise vorgesehen, dass die Kryptowährung auf einen virtuellen Marktplatz zum Kauf angeboten wird. Die Kryptowährung wird dann vorzugsweise auf dem virtuellen Marktplatz verkauft. Somit kann die elektrische Energie, welche zum Vorheizen der Komponente gebraucht wird auch genutzt werden um Kryptowährung zu erzeugen und dadurch zumindest einen Teil der Energiekosten wieder einzuspielen.

Es kann auch vorgesehen sein, dass als die Aufgabe einer Energiemanagementaufgabe eines Gebäudes bereitgestellt wird. So kann das Kraftfahrzeug beispielsweise, wenn es durch die stationäre Ladestation an einem Gebäude angeschlossen ist, die Energiemanagementaufgabe des Gebäudes durchführen. Es ist dann beispielsweise nicht nötig, dass eine gebäudeeigene Berech nungseinheit tätig wird, da die Aufgabe von der Verarbei tungseinheit des Kraftfahrzeugs übernommen werden kann. Somit kann das Gebäude energiesparender betrieben werden und die Energie für die Verarbeitungseinheit des Kraftfahrzeugs kann zum Vorwärmen der Komponente genutzt werden.

Es kann auch vorgesehen sein, dass als die Aufgabe eine Suche nach dem niedrigsten Preis für die Energie für den Ladevorgang der Traktionsbatterie bereitgestellt wird. So kann die Verarbei tungseinheit während dem Ladevorgang beispielsweise genutzt werden, um die Suche nach dem niedrigsten Preis für die Energie für den Ladevorgang durchzuführen .

Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass als die Aufgabe eine Suche nach einem unerwünschten Computerprogramm bereitgestellt wird. Dadurch kann die Verarbeitungseinheit beispielsweise als Vi renscanner eingesetzt werden. Die Suche nach dem unerwünschten Computerprogramm kann beispielsweise im Kraftfahrzeug selbst oder aber in der angeschlossenen Ladestation oder aber in einem die stationäre Ladestation umfassenden Gebäude erfolgen. Zur Suche nach dem unerwünschten Computerprogramm kann der Ver arbeitungseinheit beispielsweise eine Sammlung von uner wünschten Computerprogrammen bereitgestellt werden, welche dann mit Programmen bzw. Daten im Kraftfahrzeug oder einem Gebäude verglichen werden. Kommt es zu einer Übereinstimmung zwischen der Datenbank mit den Signaturen der unerwünschten Programmen und dem Programm im Kraftfahrzeug oder dem Gebäude, so kann das Programm entfernt werden oder zumindest ein Hinweis auf Virenverdacht ausgegeben werden.

Vorzugsweise ist es vorgesehen, dass die Aufgabe durch eine fahrzeugexterne Servereinrichtung bereitgestellt wird. Dadurch ist beispielsweise unnötig, dass die Aufgabe stets im Kraft fahrzeug selbst vorhanden ist. So kann das Kraftfahrzeug beispielsweise zum Laden an die stationäre Ladestation ange schlossen werden und beim Erfassen des Vorwärmesignals die Aufgabe von der fahrzeugexternen Servereinrichtung empfangen. Die Aufgabe kann beispielsweise über die stationäre Ladestation oder aber direkt, beispielsweise drahtlos, von der fahrzeug externen Servereinrichtung empfangen werden. Das Kraftfahrzeug kann dazu beispielsweise abhängig von dem Vorwärmesignal die Aufgabe von der fahrzeugexternen Servereinrichtung anfordern. Das Kraftfahrzeug kann beispielsweise auch eine weitere Aufgabe von der fahrzeugexternen Servereinrichtung anfordern, falls die Aufgabe, welche zuerst bearbeitet wurde, gelöst ist. Durch die fahrzeugexterne Servereinrichtung kann auch das Ergebnis der Aufgabe bzw. die Lösung weiter verarbeitet werden. So kann das Kraftfahrzeug die Lösung der Aufgabe an die fahrzeugexterne Servereinrichtung übertragen.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass ein Ergebnis des Lösungsversuchs auf einen virtuellen Marktplatz zum Kauf an- geboten wird. So kann beispielsweise eine durch Lösung der Aufgabe erzeugte Kryptowährung auf dem virtuellen Marktplatz zum Kauf angeboten werden. Das Kraftfahrzeug kann dazu bei spielsweise direkt mit dem virtuellen Marktplatz gekoppelt sein. Der virtuelle Marktplatz kann dann beispielsweise als eine Art Börse oder Versteigerungsplattform ausgebildet sein.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass als die Komponente die Traktionsbatterie des Kraftfahrzeugs vorgewärmt wird. Vorteilhaft ist das Vorwärmen der Traktionsbatterie, da diese dadurch schonender geladen werden kann und die Lebensdauer der Traktionsbatterie verlängert wird.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass als die Komponente ein Innenraum des Kraftfahrzeugs vorgewärmt wird. Durch das Vorwärmen des Innenraums kann das Kraftfahrzeug beispielsweise für eine nach dem Ladevorgang anstehende Fahrt für die zu künftigen Insassen vorgewärmt werden.

Das Vorwärmen der Komponente beschreibt insbesondere ein ge zieltes Erwärmen der Komponente über einen Zeitraum von min destens 1 min, insbesondere mindestens 5 min. Das erfin dungsgemäße Vorwärmen dauert somit insbesondere länger an als eine kurze Erhöhung der Temperatur durch ein beliebig in einem Luftkanal angeordnetes bekanntes Steuergerät, welches ohne die bereitgestellt Aufgabe betrieben wird, da bekannte Steuergeräte nach dem Ausführen ihrer Funktion üblicherweise wieder in einen Energiesparmodus wechseln.

Durch das Vorwärmesignal wird insbesondere eine kalte Komponente des Kraftfahrzeugs derart vorgewärmt, dass eine Betriebstem peratur erreicht wird und/oder ein schädlicher Kaltstart vermieden wird und/oder ein vorbestimmtes Raumklima geschaffen wird .

Die Erfindung betrifft auch ein Kraftfahrzeug. Ein erfin dungsgemäßes Kraftfahrzeug weist einen elektrischen Trakti- onsmotor, eine Traktionsbatterie und eine Verarbeitungseinheit auf. Das Fahrzeug ist dazu ausgebildet:

- durch eine stationäre Ladestation, insbesondere im Umfeld des Kraftfahrzeugs, geladen zu werden;

- ein Vorwärmesignal zu erfassen;

- eine computerlösbare Aufgabe zu empfangen;

- einen Lösungsversuch der Aufgabe mit der Verarbeitungseinheit während eines Ladezustands abhängig von dem Vorwärmesignal durohzuführen ;

- durch den Lösungsversuch erzeugte Abwärme der Verarbei tungseinheit zu der Komponente des Kraftfahrzeugs zuzuführen; und

- die Komponente durch die Abwärme vorzuwärmen.

Vorteilhafte Ausführungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind als vorteilhafte Ausführungen des erfindungsgemäßen Kraft fahrzeugs anzusehen. Die gegenständlichen Komponenten des Kraftfahrzeugs sind jeweils dazu ausgebildet, die jeweiligen Verfahrensschritte durchzuführen .

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der Figur und der Figurenbeschreibung.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert.

Die Fig. zeigt eine schematische Draufsicht auf ein Ausfüh rungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs mit einer Verarbeitungseinheit, welches an eine stationäre Ladestation angeschlossen ist.

Also, die Fig. zeigt ein Kraftfahrzeug 1 in Draufsicht. Das Kraftfahrzeug 1 weist einen elektrischen Traktionsmotor 2, eine Traktionsbatterie 3 und eine Verarbeitungseinheit 4 auf. Der Traktionsmotor 2 wird durch die Traktionsbatterie 3 mit Energie versorgt. Das Kraftfahrzeug 1 kann zusätzlich zu dem Traktionsmotor 2 auch andere Arten von Motoren aufweisen und beispielsweise als Hybridfahrzeug ausgebildet sein.

Die Verarbeitungseinheit 4 ist beispielsweise als Berech nungseinheit oder Auswerteeinheit ausgebildet. Die Verarbei tungseinheit 4 weist insbesondere einen Prozessor und/oder eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC - application specific integrated Circuit) auf.

Die Verarbeitungseinheit 4 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel mit einer Kühlmittelzuführleitung 5 und einer Kühlmittelabführ leitung 6 mit der Traktionsbatterie 3 verbunden.

Durch die Kühlmittelzuführleitung 5 wird Wärme von der Ver arbeitungseinheit 4 zur Traktionsbatterie 3 übertragen. Durch die Kühlmittelabführleitung 6 wird das Kühlmittel, welches die Wärme an die Traktionsbatterie 3 abgegeben hat, zur Verar beitungseinheit 4 zurückgeführt .

Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist die Traktionsbatterie 3 als eine Komponente des Kraftfahrzeugs 1 ausgebildet.

Gemäß eines nicht dargestellten Ausführungsbeispiels ist auch ein Innenraum 7 des Kraftfahrzeugs 1 als Komponente ausgebildet. Auch der Innenraum 7 kann durch Abwärme der Verarbeitungseinheit 4 erwärmt werden. Dazu kann die Verarbeitungseinheit 4 bei spielsweise in einem Zuluftkanal des Innenraums 7 angeordnet sern Insbesondere ist es vorgesehen, dass die Komponente um mindestens 0,1 °C, vorzugsweise mindestens 1 °C, durch die Abwärme erwärmt wird .

Die Verarbeitungseinheit 4 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel auch mit einer Kommunikationseinheit 8 des Kraftfahrzeugs 1 verbunden. Die Kommunikationseinheit 8 ist insbesondere dazu ausgebildet eine drahtlose Verbindung mit einer fahrzeugexternen Servereinrichtung 9 bereitzustellen. Die Kommunikationseinheit 8 kann beispielsweise ein LTE-Modul ( LTE - long term evolution) aufweisen. Insbesondere ist die Kommunikationseinheit 8 als mobile Datenübertragungseinrichtung ausgebildet, welche mit der Servereinrichtung 9 drahtlos datenübertragend verbindbar ist.

Weiterhin weist das Kraftfahrzeug 1 gemäß dem Ausführungs beispiel eine Ladevorrichtung 10 auf. Die Ladevorrichtung 10 ist insbesondere als Hochvoltladevorrichtung ausgebildet. Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist die Ladevorrichtung 10 mit einer stationären Ladestation 11 elektrisch verbunden. Die Ladestation 11 ist wiederum mit einem öffentlichen Stromnetz verbunden. Die Ladevorrichtung 10 kann beispielsweise mit einem Ladekabel der Ladestation verbunden sein oder aber induktiv mit der Ladestation verbunden sein. Die Traktionsbatterie 3 kann also kabelgebunden und/oder induktiv von der Ladestation 11 geladen werden.

Ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens läuft dann bei spielsweise wie folgt ab. Das Kraftfahrzeug 1 wird an die Ladestation 11 zum Laden angeschlossen und der Ladevorgang der Traktionsbatterie 3 wird durchgeführt. Nun ist es beabsichtigt die Traktionsbatterie 3 und/oder den Innenraum 7 als jeweils eine Komponente des Kraftfahrzeugs 1 vorzuwärmen. Zu diesem Zweck wird ein Vorwärmesignal 12 erzeugt. Das Vorwärmesignal 12 kann entweder im Kraftfahrzeug 1 oder außerhalb des Kraftfahrzeugs 1 beispielsweise durch ein mobiles Kommunikationsendgerät erzeugt werden. Das Vorwärmesignal 12 wird dann von der Verarbei tungseinheit 4 erfasst. Die Verarbeitungseinheit 4 fordert dann bei der Servereinrichtung 9 eine Aufgabe 13 an. Die Aufgabe 13 liegt dabei als computerlösbare Aufgabe vor und kann bei spielsweise als Kryptowährungszahlenblock, als Energiema nagementaufgabe oder als Preissuchaufgabe oder als Suche nach einem unerwünschten Computerprogramm ausgebildet sein. Die Aufgabe 13 wird dann gemäß dem Ausführungsbeispiel von der Servereinrichtung 9 an die Verarbeitungseinheit 4 übertragen.

Die Verarbeitungseinheit 4 beginnt dann abhängig von dem Vorwärmesignal 12 mit einem Lösungsversuch der Aufgabe 13. Der Lösungsversuch kann dann beispielsweise darin bestehen aus dem Kryptowährungszahlenblock eine gültige Kryptowährungs zahlen- kombination zu bestimmen.

Beim Durchführen des Lösungsversuchs der Aufgabe 13 wird von der Verarbeitungseinheit 4 Abwärme erzeugt . Die Abwärme wird dann über die Kühlmittelzuführleitung 5 zur Traktionsbatterie 3 geführt. Dort wird die Traktionsbatterie 3 dann mittels der Abwärme vorgewärmt. Das Kühlmittel, welches die Abwärmeenergie bereits an die Traktionsbatterie 3 abgegeben hat, wird über die Kühlmittelabführleitung 6 zur Verarbeitungseinheit 4 zurück geführt .

Wird die Aufgabe 13 durch die Verarbeitungseinheit erfolgreich gelöst, also liegt ein Ergebnis 14 vor, so wird dieses Ergebnis 14 auf einem virtuellen Marktplatz 15 zum Kauf angeboten. Dazu kann das Ergebnis 14 beispielsweise drahtlos von der Verar beitungseinheit 4 über die Kommunikationseinheit 8 an den Marktplatz 15 übertragen werden.

Durch das Verfahren kann die Energie von der Ladestation 11 also nicht nur zum Vorwärmen der Komponente des Kraftfahrzeugs 1 genutzt werden, sondern auch um einen Lösungsversuch der Aufgabe 13 durchzuführen.

Bezugszeichenliste

1 Kraft fahrzeug

2 Traktionsmotor

3 Traktionsbatterie

4 Verarbeitungseinheit

5 Kühlmittelzuführleitung

6 Kühlmittelabführleitung 7 Innenraum

8 Kommunikationseinheit

9 Servereinrichtung

10 LadeVorrichtung

11 Ladestation

12 VorwärmeSignal

13 Aufgabe

14 Ergebnis

15 Marktplatz