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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR IDENTIFYING LOST OR NON-ASSIGNABLE LUGGAGE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/076536
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for identifying lost or non-assignable luggage, in particular air travel luggage, which is subjected to a security inspection after check-in by being channeled through an x-ray scanner and the x-ray images being analyzed. In order to improve and simplify the method for identifying lost or non-assignable luggage without mechanized effort, according to the invention the x-ray images taken in the x-ray scanner, which contain details about the contents of the luggage, as well as assigned optically or electronically output information about the luggage are saved in a computer for later evaluation.

Inventors:
DELIANSKI, Svetlozar (Gieselerstr. 30A, Berlin, 10713, DE)
Application Number:
EP2010/068696
Publication Date:
June 30, 2011
Filing Date:
December 02, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
DELIANSKI, Svetlozar (Gieselerstr. 30A, Berlin, 10713, DE)
International Classes:
G07B15/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Identifizieren verloren gegangener oder nicht zuordenbarer Gepäckstücke, insbesondere von

Fluggepäckstücken, die nach dem Check-In einer

Sicherheitsprüfung unterzogen wurden, indem sie durch einen Röntgenscanner geschleust und die Röntgenbilder analysiert wurden,

dadurch gekennzeichnet,

dass die im Röntgenscanner aufgenommenen Röntgenbilder mit Details über die Inhalte des Gepäckstückes zusammen mit zugeordneten optisch oder elektronisch ausgelesenen

Informationen über das Gepäckstück in einem Rechner zur späteren Auswertung gespeichert werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Details über die Inhalte des Gepäckstückes mit durch Methoden der Bildverarbeitung so erfasst werden, dass das Gepäckstück anhand des Röntgenbildes eindeutig beschrieben werden kann.

3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

bei fehlerhafter oder unmöglicher Identifikation das

Gepäckstück erneut durch den Röntgenscanner geschleust wird und die dabei entstehenden Röntgenbilder durch die

Bildverarbeitungsmethoden der ErstaufZeichnung erfasst und dem Rechner zugeleitet werden.

4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

die beim erneuten Röntgen erfassten Details über den Inhalt des Gepäckstücks mit den im Rechner gespeicherten Details über den Inhalt aller bei den ErstaufZeichnungen erfassten Gepäckstücke verglichen werden.

5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

bei einem positiven Vergleichsergebnis die Identität des Gepäckstückes bestimmt und das Gepäckstück anhand der bei der ErstaufZeichnung zugeordneten abgespeicherten Informationen dem Passagier zugeleitet wird.

6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die bei einem zweiten Durchlauf in elektronischer Form angefertigten Röntgenbilder mit Hilfe der Objekterkennung in der automatischen Bildverarbeitung abgeglichen werden.

7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

im Fall eines Totalverlustes eines Gepäckstücks die beim Check-In angefertigten Röntgenaufnahmen zum Bewerten des Inhalts von zu ersetzenden Gepäckstücken verwendet werden. 8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

zu einem verloren gegangenen Gepäckstück die im Rechner beim ersten Durchlauf durch den Röntgenscanner abgespeicherte Röntgenaufnahmen und die zugehörigen passagierbezogenen Daten zur Suche des verloren gegangenen Gepäckstücks an anderorts vorhandene Rechnern zwecks Abgleich mit dort gespeicherten Daten aufgefundener Gepäckstücke weitergeleitet werden.

Description:
Verfahren zum Identifizieren verloren gegangener oder nicht zuordenbarer Gepäckstücke

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Identifizieren verloren gegangener oder nicht zuordenbarer Gepäckstücke, insbesondere von Fluggepäckstücken, die nach dem Check-In einer Sicherheitsprüfung unterzogen wurden, indem sie durch einen Röntgenscanner geschleust und die Röntgenbilder analysiert wurden.

Mit dem ständigen Zuwachs des Personenluftverkehrs hat sich auch die Prozentzahl an fehlgeleiteten, vorübergehend nicht auffindbaren und verloren gegangenen Gepäckstücken

vervielfacht. Cirka ein Prozent der eingecheckten

Gepäckstücke verursachen Probleme bei der Abfertigung. Der Ersatz von verloren gegangenen oder nicht auffindbaren

Gepäckstücken kosten den Fluggesellschaften mehrere Millionen Dollar an Schadenersatz pro Jahr. Darüber hinaus beeinflussen verlorene Koffer massiv die Kundenzufriedenheit.

Sehr häufig gehen Gepäckstücke verloren, weil die am Gepäck angebrachten Labels mit den passagierbezogenen Informationen beim Transport durch die Sortieranlage abreißen oder

unleserlich werden und somit eine korrekte Zuordnung zu dem Bestimmungsflug unmöglich wird. Diese Gepäckstücke werden zunächst aus der Anlage aussortiert und händisch überprüft. Ist eine Zuordnung auch danach nicht möglich, wird die

Nachfrage des Passagiers nach seinem vermissten Gepäckstück abgewartet. Die Passagiere sind in diesem Fall gehalten, das sogenannte Lost Luggage Form (LLF) auszufüllen und anhand einer Tafel mit Abbildung verschiedenster Gepäckstücke eines auszuwählen, das dem verloren gegangenen Gepäckstück ähnelt. Nach diesem Bild erfolgt die Suche.

Die schlechten Prozesse verursachen hohe Kosten, schlechte Presse und einen hohen Stundenaufwand mit geringen

Erfolgsquoten. Zunehmend versuchen die frustrierten Passagiere immer mehr Gepäck, was sie früher aufgegeben haben, mit an Bord zu bringen, was wiederum zu Verzögerungen beim Abflug und Diskussionen mit der Crew führt und häufig der Grund für Verzögerungen beim Abflug ist.

Das US-Patent 5,299,116 beschreibt ein Verfahren,

das sich ebenfalls mit unidentifizierbarem Gepäck befasst. Es wird vorgeschlagen, die Daten des nicht zuordenbaren

Gepäckstückes möglichst ausführlich im Computer einer

Arbeitsstation zu speichern, zu denen auch ein Videobild des Gepäckstückes gehört. Mit Hilfe der in einer Datenbank gespeicherten Daten und Informationen, einschließlich der Videobilder, kann später anhand der Angaben des Passagiers gezielt gesucht werden und das Gepäckstück dem rechtmäßigen Eigentümer zugeordnet werden.

Das bekannte System erleichtert zwar die Zuordnung der

Gepäckstücke, setzt allerdings voraus, dass diese nicht identifizierbar aufgefunden worden sind und das Personal in der Lage ist, Informationen über diese Gepäckstücke in den Computer einzugeben.

Aus der WO 2008/003609A1 ist ein verbesserter Prozess zum Wiederauffinden und Identifizieren solcher Gepäckstücke bekannt geworden, die zum Zeitpunkt der Aufgabe am

Gepäckschalter noch eindeutig dem Passagier oder Fluggast zugeordnet werden können.

Es wird vorgeschlagen, bei der Aufgabe des Gepäckstückes und vor der Weiterleitung in die Gepäcksortieranlage von jedem Gepäckstück ein Foto- oder eine Videoaufnahme anzufertigen, welche in elektronischer Form, zumindest über einen

vorausbestimmbaren Zeitraum, zusammen mit den Flugdaten des Passagiers im Flugdatenrechner abgespeichert wird. Anders als beim vorstehend beschriebenen Stand der Technik wird hier jedes Gepäckstück, und nicht nur ein später verloren

gegangenes Gepäckstück, fotografiert und die gemachte Foto ¬ oder Videoaufnahme wird zusammen mit den Flugdaten des Passagiers abgespeichert. Jedem Passagier ist somit ein Bild bzw. eine Aufnahme seines aufgegebenen Gepäckstücks

zugeordnet und kann jederzeit aus dem Rechner abgerufen werden. Die Identifizierung des Gepäckstückes bei einem Lost & Found-Vorgang, d.h. wenn ein Gepäckstück nicht auffindbar ist, wird durch die Fotoaufnahmen vereinfacht, insbesondere wenn das Gepäckstück zuvor von mehreren Seiten aufgenommen worden ist. Die zuletzt beschriebene Lösung setzt allerdings einen apparativen Aufwand voraus; denn beim Check-In muss eine Kamera installiert sein, die auswertbare Bilder oder Videos eines jeden Gepäckstücks liefert. Werden sicher auswertbare Bilder gewünscht sollten sogar mehrere Kameras eingesetzt werden, die das Gepäckstück von mehreren Seiten aufnehmen und/oder es müssen Vorrichtungen geschaffen werden, die das Gepäckstück in eine richtige Aufnahmeposition bewegen.

Sollten gleich aussehende Koffer fotografiert worden sein, bleibt die Zuordnung schwierig.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das Verfahren zum Identifizieren verloren gegangener oder nicht zuordenbarer Gepäckstücke ohne apparativem Aufwand zu verbessern und zu vereinfachen .

Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die im

Röntgenscanner aufgenommenen Röntgenbilder mit Details über die Inhalte des Gepäckstückes zusammen mit zugeordneten optisch oder elektronisch ausgelesenen Informationen über das Gepäckstück in einem Rechner zur späteren Auswertung

gespeichert werden.

Alle am Check-In aufgegebenen Gepäckstücke durchlaufen nach dem Check-in eine Sicherheitsprüfung, wobei sie durch einen Röntgenscanner geschleust und die Röntgenbilder dort an einem Bildschirm analysiert werden. Die Röntgenbilder enthalten viele Details über die Inhalte des Gepäckstückes. Es bietet sich an, die nach dem Röntgen vorhandenen Erkenntnisse über den Inhalt der Gepäckstücke zu verwenden, um daraus auf die Identität eines bestimmten Gepäckstücks und dessen Besitzer zu schließen. Zusätzlicher apparativer Aufwände ist nicht erforderlich, da die Röntgeneinrichtungen an jedem Flughafen ohnehin vorhanden sind. Es ist lediglich erforderlich, die gewonnenen Bildinformationen über die Details des

Gepäckinhaltes vorübergehend in einem Rechner abzuspeichern und den Informationen über den Fluggast, die beispielsweise dem Label des Koffers zu entnehmen sind, einmal beim

Durchlauf durch den Röntgenscanner zuzuordnen. Der Begriff Röntgenscanner ist im Sinne der Erfindung nicht auf X-Ray Anlagen beschränkt zu verstehen, sondern umfasst auch jede beliebige Scannertechnologie, die Gepäckinhalte

sichtbar macht.

Wird bei der späteren Beförderung des Gepäckstückes das Label beschädigt oder gar abgerissen, so wird in einer

Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, bei fehlerhafter oder unmöglicher Identifikation das Gepäckstück erneut durch den Röntgenscanner zu schleusen und die dabei entstehenden Röntgenbilder durch die Bildverarbeitungsmethoden der

ErstaufZeichnung zu erfassen und dem Rechner zuzuleiten. Die Details des Gepäckinhaltes werden dabei so erfasst, dass das Gepäckstück anhand des Röntgenbildes eindeutig beschrieben werden kann.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden die beim erneuten Röntgen erfassten Details über den Inhalt des

Gepäckstücks mit den im Rechner gespeicherten Details über den Inhalt aller bei den ErstaufZeichnungen erfassten und abgespeicherten Gepäckstücke verglichen. Bei einem positiven Vergleichsergebnis kann die Identität des Gepäckstückes bestimmt und das Gepäckstück anhand der bei der

ErstaufZeichnung zugeordneten abgespeicherten Informationen dem Passagier zugeleitet werden.

Erfindungsgemäß werden die bei einem zweiten Durchlauf in elektronischer Form angefertigten Röntgenbilder mit Hilfe der Objekterkennung in der automatischen Bildverarbeitung

abgeglichen. Die zu jedem Gepäckstück in elektronischer Form im Rechner vorhandenen Röntgenbilder werden bei diesem

Vorschlag automatisch hinsichtlich Übereinstimmung mit den erneut angefertigten Röntgenaufnahmen abgeglichen und richtig zugeordnet .

Um die Datenflut zu minimieren, ist nach einem weiteren

Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die gespeicherten Informationen über den bis zum Empfang des Gepäckstückes durch den Passagier maximal zu erwartenden Zeitraum

gespeichert und anschließend gelöscht werden. Wenn ein

Flugpassagier in absehbarer Zeit, beispielsweise bis

spätestens einen Tag nach seiner Ankunft am Zielflughafen, den Erhalt seines Gepäckstückes nicht reklamiert hat, so ist davon auszugehen, dass er das Gepäckstück ordnungsgemäß in Empfang genommen hat. In diesem Fall brauchen die

Informationen und insbesondere die Röntgenaufnahmen über das Gepäckstück nicht länger im Speicher des Rechners abgelegt zu bleiben und können gelöscht werden. Auf diese Weise brauchen nur die aktuellen Fluginformationen einschließlich der

Röntgenbilder der Gepäckstücke dieser Flüge gespeichert zu bleiben, um im Fall einer unmöglichen Identifikation dem Bodenpersonal oder im Rückfragefall dem Lost & Found-Büro und den Passagieren zur Verfügung zu stehen.

Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens wird darin gesehen, dass im Fall eines Totalverlustes eines Gepäckstücks die beim Check-In angefertigten Röntgenaufnahmen zum Bewerten des Inhalts von zu ersetzenden Gepäckstücken verwendet werden können. Sollte ein Gepäckstück nicht mehr aufgefunden werden können, beispielsweise weil es entwendet worden ist, so ist die Fluggesellschaft zum Ersatz

verpflichtet. Da bislang die Fluggesellschaft allein auf Angaben des Passagiers angewiesen waren, die dieser zum Wert und dem Inhalt seines Gepäckstückes machen konnte, wurde häufig der Ersatz in einer über dem eigentlichen Wert des Gepäckstückes und seines Inhaltes liegender Höhe geleistet. Überprüfungen der vorhandenen Röntgenaufnahmen ermöglichen nun, den Inhalt, den das verloren gegangene Gepäckstück bei der Aufgabe am Gepäckschalter gehabt hat, zu identifizieren und in besserem Maße den Wert des Gepäckstückes festzulegen.

Schließlich kann das Verfahren der Erfindung dazu verwendet werden, die zu einem verloren gegangenen Gepäckstück im

Rechner beim ersten Durchlauf durch den Röntgenscanner abgespeicherte Röntgenaufnahme und die zugehörigen

passagierbezogenen Daten zur Suche des verloren gegangenen

Gepäckstücks an anderorts vorhandene Rechnern zwecks Abgleich mit dort gespeicherten Daten aufgefundener Gepäckstücke weiterzuleiten. So können beispielsweise die Daten eines gesuchten Gepäckstücks elektronisch an andere Flughäfen versandt werden, in denen nicht identifizierbare Gepäckstücke vorhanden sind. In Kenntnis des Inhaltes des gesuchten

Gepäckstücks kann dieser mit den Inhalten aufgefundener Gepäckstücke verglichen werden, um so das Gepäckstück wieder dem richtigen Passagier zuzuführen.

Mit relativ einfachen Mitteln wird durch die Erfindung ein Verfahren geschafften, das den bisher betriebenen Aufwand zum Identifizieren von Gepäckstücken mit fehlendem oder

unlesbarem Label minimiert. Dabei wird auf ohnehin vorhandene Mittel, nämlich Röntgenscanner, zurückgegriffen, die, neben ihrer ursprünglichen Aufgabe, dazu verwendet werden, die fehlende Identifikation durchzuführen. Ein weitgehend

automatisierter Prozess wird dadurch möglich. Zusätzliche Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die objektive

Bewertung des Inhaltes verlorener Gepäckstücke.

Ersatzleistungen der Fluggesellschaften treffen dadurch besser den tatsächlichen Verlustschaden.