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Title:
METHOD AND INSTALLATION FOR ROLLING IN-PROCESS STOCK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/056206
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for rolling strip-type in-process stock, in particular a metal strip (3). According to said method, the metal strip (3) is unwound from a coil (2, 7) that is held on an unwinding reel (1, 6), fed into a reversing rolling mill (8), rolled and then wound onto a winding reel (9) to form a coil (10). The metal strip (3) is conveyed from the unwinding reel (1, 6) to the winding reel (9) and reversed until the desired thickness of the metal strip has been obtained, whereby the thickness of said strip reduces with each pass of the reversing rolling mill (8). The end of the metal strip (3) of a first coil is welded to the beginning of the metal strip (3) of a second coil and the metal strip (3) of the first coil is temporarily stored in a strip storage device during the welding process. The in-process stock consisting of two lengths is then reversibly rolled to its final dimensions and an additional length is welded to the end of the in-process stock prior to the last pass. The invention also relates to an installation for carrying out said process. In said installation, the unwinding reel (1, 6) is used as the strip storage device during the reverse passes.

Inventors:
Denker, Wolfgang (Büscherstrasse 9, Freudenberg, 57258, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/012601
Publication Date:
June 23, 2005
Filing Date:
November 08, 2004
Export Citation:
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Assignee:
SMS DEMAG AKTIENGESELLSCHAFT (Eduard-Schloemann-Strasse 4, Düsseldorf, 40237, DE)
Denker, Wolfgang (Büscherstrasse 9, Freudenberg, 57258, DE)
International Classes:
B21B1/32; B21B1/24; B21B1/34; B21B1/36; B21B15/00; B21B41/00; B21B1/30; B21B1/24; B21B15/00; B21B41/00; (IPC1-7): B21B1/32
Attorney, Agent or Firm:
Valentin, Ekkehard (Valentin, Gihske Gross, Hammerstrasse 2 Siegen, 57072, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum Walzen von bandförmigem Walzgut, insbesondere Metallband (3), bei dem das Metallband (3) von einem Coil (2,7) auf einem Abwickelhaspel (1,6) abgewickelt, in einem Reversier walzwerk (8) eingefädelt und gewalzt sowie auf ein Aufwickelhas pel (9) zu einem Coil (10) aufgewickelt wird, wobei das Metallband (3) bis zum Erreichen der Solldicke reversierend von dem Abwi ckelhaspel (1,6) zum Aufwickelhaspel (9) bewegt wird und bei je dem Durchlauf des Reversierwalzwerks (8) einer Dickenreduktion unterworfen wird, wobei das Ende des Metallbandes (3) eines ers ten Coils mit dem Anfang des Metallbandes (3) eines zweiten Coils verschweisst wird und das Metallband (3) des ersten Coils in einem Bandspeicher während des Schweissvorganges zwischen gespeichert wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallband (3) bei den Reversierstichen auf den Abwi ckelhaspel (1,6) aufgewickelt wird und vor dem letzten Durchlauf an das Bandende des Metallbandes (3) ein weiterer Bandanfang eines weiteren Metallbandes (3) angeschweisst wird.
2. Anlage zum Walzen von bandförmigem Walzgut, insbesondere Metallband (3), bestehend aus mindestens einem Reversierwalz werk (8) und mindestens einer davor und einer danach angeord neten Haspel (1,6, 9) zum Aufbzw. Abwickeln des Metallbandes (3), einer Schweißvorrichtung (4) und einem Bandspeicher (5), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abwickelhaspel (1,6) für die Reversierstiche als Band speicher benutzt wird.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abwickelhaspel (1,6) gleichzeitig als Aufwickelhaspel für eine vorgeschaltete Beizlinie eingesetzt wird.
4. Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Aufwickelhaspel (9) nach dem Reversierwalzwerk (8) ein Einzelhaspel oder oder ein KarusselHaspel vorgesehen ist.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schweißmaschine (4) und dem Bandspeicher (5) eine Beizlinie integriert wird.
Description:
Verfahren und Anlage zum Walzen von Walzgut Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zum Walzen von bandför- migen Walzgut, insbesondere Metallband, bestehend aus mindestens einem Reversierwalzwerk und mindestens einer davor und einer danach angeordne- ten Haspel zum Auf-bzw. Abwickeln des Walzgutes, einer Schweißvorrichtung und einem Bandspeicher.

Zum Walzen von Walzgut, insbesondere von Metallband, sind unterschiedliche Verfahren bzw. Anlagen bekannt. So gibt es Einzelgerüste, Reversier-oder Umkehrgerüste, Tandemstrassen und Contistrassen.

Um die Abnahme von Walzgut auf Fertigdicke zu realisieren muss das Walzgut bei Einzelgerüsten dieses mehrmals durchlaufen. Sind mehrere Walzgerüste hintereinander zu einer Tandemstrasse aufgebaut, so braucht das Walzgut die Tandemstrasse nur einmal zu durchlaufen. Die Reduzierung der Dicke des Walzgutes vom Rohmass auf Fertigmass bestimmt die Anzahl der aufgestellten Walzgerüste. Contistrassen sind eine Weiterentwicklung der Tandemstrassen.

Hierbei wird das Bandende des Walzgutes eines Coils mit dem Bandanfang des nächsten Coils beispielsweise durch Schweissen verbunden. Der Vorteil einer solchen Anlage bzw. eines derartigen Verfahrens besteht darin, dass das Ein- fädeln des Walzgutes von jedem Coil entfällt, das Walzgut steht der Walzstras- se endlos zur Verfügung.

Eine derartige Anlage lässt sich nur bei grossem Durchsatz wirtschaftlich betrei- ben.

Für kleinere Mengen an Walzgut werden daher Anlagen eingesetzt, bei denen nur eine geringe Anzahl von Walzgerüsten berücksichtigt werden. Hier hat sich

ein Verfahren und eine Vorrichtung etabliert, bei der das Walzgut mehrmals ein oder zwei Walzgerüste durchläuft, ohne dass das Walzgut den Walzspalt ver- lässt. Hierzu wird das zu einem Coil aufgewickelte Walzgut von einem Abwi- ckelhaspel durch ein oder mehrere Walzgerüste geleitet und auf einen weiteren Haspel aufgewickelt. Um mehrere Stiche zu walzen, wird das Walzgut im Hin- und Hergang zwischen den nachstellbaren Walzen geformt.

Aus der DE 43 10 063 AI ist eine Anlage zum Kaltwalzen von bandförmigen Walzgut mit einem, zwischen zwei Reversierhaspeln angeordneten Reversier- gerüst und einem Haspel, von dem das Einsatzband abwickelbar ist, bekannt.

In der US 2,105, 736 ist eine Reversieranlage dargestellt, bei der eine endlose Länge von Walzgut eingesetzt wird. Hierzu besitzt die Anlage vor und nach dem Walzgerüst je einen horizontalen Bandspeicher. Das Walzgut wird von einem Haspel in den vorderen Bandspeicher geleitet. Das Bandende eines ersten Coils wird mit dem Anfang des nächsten Coils verschweisst und im Walzgerüst im Umkehrverfahren verformt.

Eine derartige Anlage lässt sich ebenfalls nur bei grossen Durchsatz wirtschaft- lich betreiben.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anlage zu schaffen, unter Berücksichtigung mindestens eines Reversierwalzwerks, um eine wirtschaftliche Bearbeitung von Walzgut anzubieten.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst indem das Metallband bei den Reversierstichen auf den Abwickelhaspel aufgewickelt wird und vor dem letzten Durchlauf an das Bandende des Metallbandes ein weiterer Bandanfang eines weiteren Metallbandes angeschweisst wird.

Eine erfindungsgemäße Anlage sieht vor, dass der Abwickelhaspel für die Re- versierstiche als Bandspeicher benutzt wird.

Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Durch das Zusammenschweißen zweier Coillängen werden kürzere Bundfolge- zeiten erreicht, da das aufwendige Einfädeln jedes Coils entfällt. Außerdem fal- len weniger Abmaßlängen an, da die Bandenden ausgewalzt werden sowie der Bandanfang jedes weiteren Coils mindestens einmal angewalzt wird. Bandan- fang und Bandende werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Anlage immer unter optimalen Zugbedingungen gewalzt.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung einer derartigen Anlage kann eine der beiden Abwickelhaspeln gleichzeitig die Funktion der Aufwickelhaspel einer vorgeschalteten Beizlinie bilden. Hierdurch wird ein aufwendiger Transport der einzelnen Coils vermieden, wobei Beschädigungen an den Coils durch den Transport nicht mehr auftreten.

Wie die Erfindung weiter vorsieht, kann die Beizlinie auch in die Anlage, bei- spielsweise zwischen der Schweißmaschine und dem Reversierwalzwerk integ- riert werden. Hierzu ist ein angepasster, größerer Bandspeicher vorzusehen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer sehr schematischen Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt : Fig. 1 eine Darstellung einer erfindungsgemäßen zweigerüstigen Rever- sierstrasse mit Schweißvorrichtung, Bandspeicher sowie Abwi- ckel-und Aufwickelhaspeln.

In der einzigen Figur ist eine Umkehr-oder Reversierstrasse dargestellt. Auf einem Abwickelhaspel 1 wird von einem Coil 2 ein Metallband 3 abgewickelt und durch eine Schweißvorrichtung 4, einen Bandspeicher 5 sowie einem Walzgerüst 8 geführt und einem Aufwickelhaspel 9 zugeführt, zum ersten Wal-

zen des Coils. Auf einem weiteren Abwickelhaspel 6 wird ein weiteres Coil 7 vorgehalten.

Im letzten Drittel des Coils 2 wird der Bandspeicher 5 aufgefahren um die Zeit- spanne für das Anschweissen des Bandendes von Coil 2 mit dem Bandanfang von Coil 7 zum Weiterwalzen zu überbrücken. Hierdurch kann das Metallband 3 von Coil 2 bis an die Schweißnaht und einige Meter darüber hinaus ausgewalzt werden. Beim Reversieren zum Walzen des Metallbandes 3 auf Solldicke mit- tels nachstellbaren Walzen wird das zusammengefügt Metallband 3 abwech- selnd auf den Haspel 6 und den Haspel 9 aufgewickelt. Auf dem Abwickelhas- pel 1 wird schon das nachfolgende Coil positioniert, um an das Bandende des Metallbandes 3 von Coil 7 angeschweisst zu werden.

Bei Erreichen der Solldicke wird das Metallband 3 auf dem Aufwickelhaspel 9 zu einem Coil 10 vorbestimmter Länge aufgewickelt. Hierzu wird das Metall- band 3 durchtrennt. Nachdem das fertige Coil 10 von dem Aufwickelhaspel 9 abgenommen wurde, wird das verbleibende Metallband 3 mit dem Aufwickel- haspel 9 verbunden. Gleichzeitig wird in der Schweißmaschine 4 ein weiteres Metallband 3 von einem Coil 2 oder 7 der Abwickelhaspel 1 oder 6 mit dem im Bandspeicher 5 verbliebenen, nicht verformten Metallband 3 verschweisst. An- schließend erfolgt, ohne Unterbrechung, die weitere Verformung der nächsten Länge des Metallbandes 3.

Durch die gleiche Einrichtung lassen sich auch sogenannte Jumbo-Coils (je zwei oder mehrere normale Coils zu einem verbunden) zusammenstellen und auswalzen und als normale Coils zuführen und abnehmen, um die zeitrauben- den Richtungswechsel einer Reversieranlage zu halbieren. Voraussetzung hier- für ist, dass die Metallbänder der Coils gleiche Abmessungen haben.