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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR INSTALLING A GAS-INSULATED ELECTRICAL TRANSMISSION LINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/015105
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates, inter alia, to a method for installing a gas-insulated electrical transmission line in a tunnel (20), wherein in the method, a plurality of line modules (40) are assembled to form the transmission line. According to the invention, in a pre-fabrication step, groups of line modules (40) are connected to form strand segments (400), the prefabricated strand segments (400) are transported to their individually predetermined installation locations within the tunnel (20), and the two strand ends of the strand segments (400) are each connected in the tunnel (20) to the respective strand ends of the strand segments (400) located in front and behind thereof.

Inventors:
EBNER, Andreas (Adam-Kraft-Str. 11, Nürnberg, 90419, DE)
IMAMOVIC, Denis (Wurzelbauerstr. 15, Nürnberg, 90409, DE)
HAUSMANN, Bruno (Wöhrder Hauptstraße 11, Nürnberg, 90489, DE)
Application Number:
EP2017/065632
Publication Date:
January 25, 2018
Filing Date:
June 26, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
H02G1/06; H02G9/08; H02G5/06
Foreign References:
JPH10155219A1998-06-09
DE19627381A11998-01-02
JPH09121437A1997-05-06
Other References:
SIEMENS: "Gas-insulated transmission lines (GIL)", 13 August 2010 (2010-08-13), pages 1 - 8, XP055034550, Retrieved from the Internet [retrieved on 20120802]
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Installieren einer gasisolierten elektrischen Übertragungsleitung in einem Tunnel (20), wobei bei dem Verfahren eine Vielzahl an Leitungsmodulen (40) unter Bildung der Übertragungsleitung zusammengesetzt werden,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- in einem Vorfertigungsschritt Gruppen von Leitungsmodulen (40) unter Bildung von Strangsegmenten (400) verbunden werden,

- die vorgefertigten Strangsegmente (400) zu ihren individu¬ ell vorgegebenen Einbauplätzen innerhalb des Tunnels (20) transportiert werden und

- die beiden Strangenden der Strangsegmente (400) im Tunnel (20) jeweils mit den Strangenden der davor und dahinter liegenden Strangsegmente (400) verbunden werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Strangsegmente (400) mit einem Transportfahrzeug nachei¬ nander an ihren jeweiligen Einbauplatz gefahren werden und jeweils nach Erreichen ihres Einbauplätzes mit ihrem einen Strangende mit dem Strangende des davor liegenden Strangseg¬ ments (400) verbunden, insbesondere verschraubt, werden.

3. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- im Tunnel (20) Schienen (22) verlegt sind und

- die Strangsegmente (400) mit einem Schienenfahrzeug (60) an ihren jeweiligen Einbauplatz gefahren werden.

4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- das Transportfahrzeug eine Hebeeinrichtung (100) aufweist und

- die Strangsegmente (400) mittels der Hebeeinrichtung (100) in ihre jeweils im Tunnel (20) vorgesehene Einbauhöhe an¬ gehoben werden.

5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- die Strangsegmente (400) mit dem Transportfahrzeug zu- nächst an ihren jeweiligen Einbauplatz gefahren werden und

- anschließend an ihrem Einbauplatz mittels einer fahrzeug- seitigen Hebeeinrichtung (100) jeweils in ihre vorgesehene Einbauhöhe angehoben werden, sofern die Transporthöhe auf dem Fahrzeug kleiner ist als die Einbauhöhe.

6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- der Tunnel (20) innenwandseitig mit Aufnahmeeinrichtungen (200-206) ausgestattet ist, die zum Halten der Strangseg- mente (400) an deren jeweiligem Einbauort ausgebildet sind und

- die Strangsegmente (400) nach Transport zum Einbauort in die Aufnahmeeinrichtungen (200-206) eingesetzt werden. 7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Strangsegmente (400) im Rahmen des Einsetzens in die Auf¬ nahmeeinrichtungen (200-206) vertikal angehoben und/oder horizontal bewegt und/oder in Tunnellängsrichtung (X) bewegt werden.

8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

im Rahmen des Einsetzens der Strangsegmente (400) in die Auf¬ nahmeeinrichtungen (200-206) die Strangsegmente (400) mittels des Transportfahrzeugs und/oder mittels der Aufnahmeeinrich¬ tungen (200-206) horizontal verschoben werden.

9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- die Aufnahmeeinrichtungen (200-206) Teleskopausleger

(201a) aufweisen, - die Teleskopausleger (201a) vor dem horizontalen Bewegen der Strangsegmente (400) ausgefahren werden und

- die Strangsegmente (400) horizontal auf die ausgefahrenen Teleskopausleger (201a) aufgeschoben werden.

10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

im Rahmen des Einsetzens der Strangsegmente (400) in die Auf¬ nahmeeinrichtungen (200-206) die Strangsegmente (400) mittels einer Hebeeinrichtung (100) des Transportfahrzeugs zunächst angehoben und anschließen in Tunnellängsrichtung bewegt, insbesondere verschoben, werden.

11. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Leitungsmodule (40) eine Länge zwischen 5 und 15 Meter aufweisen und im Rahmen der Vorfertigung Strangsegmente (400) mit einer Länge zwischen 100 und 1000 Meter gefertigt werden, wobei die Leitungsmodule (40) jeweils ein innen liegendes In- nenrohr (41) und ein Mantelrohr (42) aufweisen und im Rahmen der Vormontage jeweils die Innenrohre (41) und die Mantelroh¬ re (42) der Leitungsmodule (40) elektrisch miteinander verbunden werden und im Rahmen des Verbindens der Strangsegmente (400) im Tunnel (20) die Innenrohre (41) und die Mantelrohre (42) der Strangsegmente (400) elektrisch miteinander verbunden werden.

12. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

der Vorfertigungsschritt an einem unterirdischen Fertigungs¬ platz (50) erfolgt, der mit dem Tunnel (20) in Verbindung steht oder einen Teilabschnitt des Tunnels (20) bildet.

13. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

der Vorfertigungsschritt an einem oberirdischen Fertigungs¬ platz (50) erfolgt und die Strangsegmente (400) an einem oberirdischen Tunnelende (24) in den Tunnel (20) hineintransportiert werden.

14. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

- in dem Vorfertigungsschritt mit den genannten Gruppen von Leitungsmodulen (40) jeweils Strangsegmente (400) gebildet werden, die in der Übertragungsleitung innere Strangsegmente (400) bilden, und

- in dem Vorfertigungsschritt mit zwei weiteren Gruppen von Leitungsmodulen (40) außerdem zwei Strangsegmente (400) gebildet werden, die in der Übertragungsleitung äußere Strangsegmente (400) bilden,

- wobei die inneren Strangsegmente (400) jeweils mit dem

Strangende des vorgelagerten Strangsegments (400) und dem

Strangende des jeweils nachgelagerten Strangsegments (400) verbunden werden, und

- die beiden äußeren Strangsegmente (400) jeweils nur mit dem zugeordneten vor- oder nachgelagerten Strangsegment verbunden werden.

15. Transportfahrzeug für ein Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Transportfahrzeug eine Hebeeinrichtung (100) aufweist, die geeignet ist, vorgefertigte Strangsegmente (400) einer gasisolierten elektrischen Übertragungsleitung unter Beibehaltung ihrer horizontalen Lage anzuheben.

Description:
Beschreibung

Verfahren zum Installieren einer gasisolierten elektrischen Übertragungsleitung

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Installieren einer gasisolierten elektrischen Übertragungsleitung in einem Tunnel, wobei bei dem Verfahren eine Vielzahl an Leitungsmo ¬ dulen unter Bildung der Übertragungsleitung zusammengesetzt werden.

Bisher werden Leitungsmodule, die jeweils eine Länge von ei ¬ nigen Metern bis üblicherweise maximal 20 Metern aufweisen, in einem Schacht im Bereich des Tunnelanfangs oder - im Falle einer oberirdischen Tunnelöffnung - im Bereich der oberirdischen Tunnelöffnung zu einem Strang verschweißt. Der während der Schweißschritte entstehende Leitungsstrang wird nach je ¬ dem Verschweißschritt jeweils um die Leitungslänge des je ¬ weils angeschweißten Leitungsmoduls mit einer Winde in den Tunnel hineingezogen und anschließend wird das jeweils nächs ¬ te Leitungsmodul an das zuvor neu gebildete Strangende ange ¬ schweißt. Diese Vorgehensweise hat zur Folge, dass das vorde ¬ re Leitungsende des Leitungsstrangs vom vorderen Tunnelende durch den gesamten Tunnel hindurch bis zum entfernten Tunnel- ende gezogen werden muss; diese Vorgehensweise ist zeitauf- wändig und risikobehaftet, weil es zu einem Auseinanderbre ¬ chen des Leitungsstranges kommen kann, insbesondere dann, wenn die Tunnellänge eine Länge von einem Kilometer überschreitet .

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Installieren einer gasisolierten elektrischen Übertragungsleitung anzugeben, das weniger zeitaufwändig und mit Blick auf eine Bruchgefahr risikoloser als bisherige Verfahren durchführbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in Unteransprüchen angegeben.

Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass in einem Vorfer- tigungsschritt Gruppen von Leitungsmodulen unter Bildung von Strangsegmenten verbunden werden, die vorgefertigten Strangsegmente zu ihren individuell vorgegebenen Einbauplätzen innerhalb des Tunnels transportiert werden und die beiden

Strangenden der Strangsegmente im Tunnel jeweils mit den Strangenden der davor und dahinter liegenden Strangsegmente verbunden werden.

Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, dass auf ein Einziehen eines kompletten Lei- tungsstrangs mit einer Winde oder dergleichen verzichtet wer ¬ den kann; denn erfindungsgemäß ist vorgesehen, Strangsegmente vorzufertigen und diese individuell zu vorgegebenen Einbau- plätzen innerhalb des Tunnels zu transportieren und die Ver ¬ bindung der Strangsegmente miteinander erst anschließend in- nerhalb des Tunnels individuell am jeweiligen Einbauort durchzuführen .

Ein weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass das Herstellen von Strangsegmen- ten, das Transportieren vorgefertigter Strangsegmente an den jeweiligen Einbauort und das Zusammensetzen der bereits vorgefertigten Strangsegmente an dem jeweiligen Einbauort gleichzeitig erfolgen kann, so dass die Installationszeit mi ¬ nimiert werden kann.

Vorteilhaft ist es, wenn die Strangsegmente mit einem Trans ¬ portfahrzeug nacheinander an ihren jeweiligen Einbauplatz gefahren werden und jeweils nach Erreichen ihres Einbauplätzes mit ihrem einen Strangende mit dem Strangende des davor (also dichter am Ort der Vorfertigung der Strangsegmente) liegenden Strangsegments verbunden werden. Die Strangsegmente werden vorzugsweise miteinander ver ¬ schraubt. Um ein Verschrauben zu vereinfachen, werden die Strangenden vorzugsweise jeweils mit einem Flansch zur Bildung einer Flansch-Schraubverbindung ausgestattet.

Im Tunnel sind vorzugsweise Schienen verlegt; bei einer sol ¬ chen Tunnelausgestaltung werden die Strangsegmente bevorzugt mit einem Schienenfahrzeug an ihren jeweiligen Einbauplatz gefahren .

Das Transportfahrzeug weist vorzugsweise eine Hebeeinrichtung auf. Die Strangsegmente werden vorzugsweise mittels dieser Hebeeinrichtung in ihre jeweilige im Tunnel vorgesehene Ein ¬ bauhöhe angehoben.

Vorteilhaft ist es, wenn die Strangsegmente mit dem Trans ¬ portfahrzeug zunächst an ihren jeweiligen Einbauplatz gefahren werden und anschließend an ihrem Einbauplatz mittels einer fahrzeugseitigen Hebeeinrichtung jeweils in ihre vorgese- hene Einbauhöhe angehoben werden, sofern die Transporthöhe auf dem Fahrzeug kleiner ist als die Einbauhöhe.

Der Tunnel ist innenwandseitig vorzugsweise mit Aufnahmeein ¬ richtungen ausgestattet, die zum Halten der Strangsegmente an deren jeweiligem Einbauort ausgebildet sind. Die Strangseg ¬ mente werden nach Transport zum Einbauort bevorzugt in diese Aufnahmeeinrichtungen eingesetzt .

Die Strangsegmente werden im Rahmen des Einsetzens in die Aufnahmeeinrichtungen vorzugsweise vertikal angehoben

und/oder horizontal bewegt und/oder in Tunnellängsrichtung bewegt .

Im Rahmen des Einsetzens der Strangsegmente in die Aufnahme- einrichtungen werden die Strangsegmente mittels des Trans ¬ portfahrzeugs, insbesondere mittels einer Schiebeeinrichtung des Transportfahrzeugs, und/oder mittels der Aufnahmeeinrich ¬ tungen bevorzugt zumindest auch horizontal verschoben. Die Aufnahmeeinrichtungen weisen bevorzugt Teleskopausleger auf. Derartige Teleskopausleger werden vor dem horizontalen Bewegen der Strangsegmente vorzugsweise ausgefahren, und die Strangsegmente werden vorzugsweise horizontal auf die ausge ¬ fahrenen Teleskopausleger aufgeschoben.

Auch ist es vorteilhaft, wenn im Rahmen des Einsetzens der Strangsegmente in die Aufnahmeeinrichtungen die Strangsegmen- te mittels einer Hebeeinrichtung des Transportfahrzeugs zu ¬ nächst angehoben und anschließend in Tunnellängsrichtung bewegt, insbesondere verschoben und in Tunnellängsrichtung in eine zugeordnete Aufnahmeeinrichtung eingeschoben, werden. Die Leitungsmodule weisen vorzugsweise eine Länge zwischen 5 und 15 Meter auf. Im Rahmen der Vorfertigung werden vorzugsweise Strangsegmente mit einer Länge zwischen 100 und 1000 Meter gefertigt. Die Leitungsmodule weisen bevorzugt jeweils ein innen liegen ¬ des Innenrohr und ein Mantelrohr auf: Im Rahmen der Vormontage werden jeweils die Innenrohre und die Mantelrohre der Lei ¬ tungsmodule elektrisch miteinander verbunden; im Rahmen des Verbindens der Strangsegmente im Tunnel werden die Innenrohre und die Mantelrohre der Strangsegmente elektrisch miteinander verbunden .

Der Vorfertigungsschritt kann an einem unterirdischen Fertigungsplatz erfolgen, der mit dem Tunnel in Verbindung steht oder einen Teilabschnitt des Tunnels bildet. Alternativ kann der Vorfertigungsschritt an einem oberirdischen Fertigungs ¬ platz erfolgen; bei einer solchen Ausgestaltung werden die Strangsegmente vorzugsweise an einem oberirdischen Tunnelende in den Tunnel hineintransportiert.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass in dem Vorfertigungsschritt mit Leitungsmodulen Strangsegmente gebildet werden, die in der Übertragungsleitung innere Strangsegmente bilden, sowie zwei Strangsegmente gebildet werden, die in der Übertragungslei ¬ tung äußere Strangsegmente bilden. Die inneren Strangsegmente werden jeweils mit dem Strangende des vorgelagerten Strang- segments und dem Strangende des jeweils nachgelagerten

Strangsegments verbunden, und die beiden äußeren Strangseg ¬ mente werden jeweils nur mit dem zugeordneten vor- oder nachgelagerten Strangsegment verbunden. Die Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Transport ¬ fahrzeug, das für ein Installationsverfahren, wie es oben beschrieben ist, geeignet ist. Bezüglich eines solchen Trans ¬ portfahrzeugs ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass dieses ei ¬ ne Hebeeinrichtung aufweist, die geeignet ist, vorgefertigte Strangsegmente einer gasisolierten elektrischen Übertragungsleitung unter Beibehaltung ihrer horizontalen Lage anzuheben.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie ¬ len näher erläutert; dabei zeigen beispielhaft

Figur 1 in einer Seitenansicht einen Abschnitt eines Tun ¬ nels, in dem Leitungsmodule unter Bildung von

Strangsegmenten verbunden werden, bevor die Strangsegmente zu ihren individuell vorgegebenen Einbau- plätzen innerhalb des Tunnels transportiert werden, in einer Seitenansicht näher im Detail ein Ausführungsbeispiel für ein Schienenfahrzeug, das zum Transport vorgefertigter Strangsegmente zu Einbau- plätzen genutzt werden kann, in einem Querschnitt einen Abschnitt eines Tunnels, in dem vorgefertigte Strangsegmente bereits an ih ¬ ren individuell vorgegebenen Einbauplätzen montiert worden sind sowie ein im Tunnel befindliches Schie ¬ nenfahrzeug zum Transport vorgefertigter Strangseg ¬ mente, Figur 4 in einem Querschnitt beispielhaft das Anheben und seitliche Verschieben vorgefertigter Strangsegmente zum Einsetzen in den jeweiligen Einbauplatz, Figur 5 in einer Seitenansicht das Anheben der Strangseg ¬ mente näher im Detail,

Figur 6 ein Ausführungsbeispiel für ein Verfahren, bei dem an einem unterirdischen Fertigungsplatz zwei oder mehr Fertigungsabschnitte zum Herstellen zweier oder mehr vorgefertigter Strangsegmente vorhanden sind,

Figur 7 in einer Seitenansicht beispielhaft ein Vorfertigen von Strangsegmenten an einem oberirdischen Fertigungsplatz sowie das Transportieren der dort vorgefertigten Strangsegmente durch eine oberirdische Tunnelöffnung hindurch in einen Tunnel hinein und Figur 8 in einer Draufsicht einen oberirdischen Fertigungsplatz zum zeitlich parallelen Herstellen zweier oder mehrerer Strangsegmente aus Leitungsmodulen, bevor die Strangsegmente mittels eines Transport ¬ fahrzeugs, insbesondere eines Schienenfahrzeugs, in einen Tunnel hineingefahren bzw.

hineintransportiert werden.

In den Figuren werden der Übersicht halber für identische oder vergleichbare Komponenten stets dieselben Bezugszeichen verwendet .

Die Figur 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht einen unterhalb der Erdoberfläche 10 befindlichen Tunnel 20, der über einen Schacht 30 zugänglich ist. Über den Schacht 30 können von außen Leitungsmodule 40 zu einem unterirdischen Fertigungsplatz 50 transportiert werden. An dem unterirdischen Fertigungsplatz 50 werden die angelieferten Leitungsmo dule 40 unter Bildung von Strangsegmenten 400 zusammenge- setzt, beispielsweise verschweißt. Für das Verschweißen sind im Fertigungsplatz 50 geeignete Schweißvorrichtungen 51 vorhanden . Die Leitungsmodule 40 weisen vorzugsweise eine Länge zwischen 5 und 15 Meter, insbesondere zwischen 10 und 15 Meter, auf und werden im Rahmen der Vorfertigung zu Strangsegmenten 400 mit einer Länge zwischen 100 und 1000 Meter, insbesondere zwischen 300 und 500 Meter, zusammengeschweißt; im Rahmen des Zusammensetzens der Leitungsmodule 40 werden Innenrohre 41 und Mantelrohre 42 (siehe Figuren 3 und 4) der Strangsegmente 40 elektrisch miteinander verbunden.

Die am Fertigungsplatz 50 vorgefertigten Strangsegmente 400 werden zwecks Transport zu einem individuell vorgegebenen

Einbauplatz jeweils auf einem geeigneten Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug 60, abgelegt. Das Schienenfahrzeug 60 transportiert die vorgefertigten Strangsegmente 400 nachfol ¬ gend zum jeweiligen Einbauplatz. Das Zusammensetzen der

Strangsegmente 400 am Einbauort erfolgt vorzugsweise durch Verschrauben, insbesondere durch das Verschrauben von

Flanschverbindungen .

Die Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein geeignetes Schienenfahrzeug 60 näher im Detail. Es lässt sich erkennen, dass das Schienenfahrzeug 60 eine Vielzahl an miteinander verkuppelten Waggons 61 aufweist, die gemeinsam ein vorgefertigtes Strangsegment 400 tragen. Die verkuppelten Waggons 61 weisen jeweils ein Hebemodul 62 auf, das zum Anheben des darüber befindlichen Abschnitts des Strangsegments 400 geeignet ist. Die Hebemodule 62 der ver ¬ kuppelten Waggons 61 bilden gemeinsam eine fahrzeugseitige Hebeeinrichtung 100, die ein Anheben des vom Schienenfahrzeug 60 transportierten Strangsegments 400 auf das Höhenniveau ei ¬ nes ggf. höher liegenden Einbauplatzes ermöglichen. Die Figur 3 zeigt einen Abschnitt eines Tunnels 20 im Quer ¬ schnitt näher im Detail. Es lässt sich erkennen, dass der Tunnel 20 innenwandseitig bzw. an seiner Innenwand 21 mit Aufnahmeeinrichtungen 200 ausgestattet ist, die zum Halten vorgefertigter Strangsegmente 400 an deren jeweiligem Einbauort ausgebildet sind.

Bei dem Querschnitt gemäß Figur 3 ist die Innenwand 21 be ¬ reits mit vorgefertigten Strangsegmenten 400 versehen. Es lässt sich erkennen, dass die Strangsegmente 400 bzw. die

Leitungsmodule 40, die das jeweilige Strangsegment 400 bil ¬ den, jeweils ein Innenrohr 41 sowie ein äußeres Mantelrohr 42 aufweisen. Zur Bildung der Strangsegmente 400 werden die Innenrohre 41 und Mantelrohre 42 jeweils miteinander verbunden, insbesondere mittels der Schweißvorrichtung 51 miteinander verschweißt .

In der Figur 3 lässt sich darüber hinaus ein Schienenfahrzeug 60 erkennen, das auf im Tunnel 20 verlegten Schienen 22 fährt und das jeweils nächste zu verlegende bzw. zu montierende Strangsegment 400 zu dessen Einbauort transportiert.

Die Figur 4 zeigt in einer vereinfachten

Querschnittsdarstellung einen Abschnitt des Tunnels 20, in dem ein Strangsegment 400 montiert werden soll. Zur Montage des Strangsegments 400 soll dieses in eine Aufnahmeeinrich- tung 201 eingesetzt werden.

Die Figur 4 lässt erkennen, dass die Aufnahmeeinrichtung 201 höhenmäßig über dem Transportniveau des Strangsegments 400 auf dem Schienenfahrzeug 60 liegt, so dass vor einem Einset ¬ zen des Strangsegments 400 in die Aufnahmeeinrichtung 201 ein Anheben erfolgen muss. Das Anheben des Strangsegments 400 ge ¬ schieht über die fahrzeugseitige Hebeeinrichtung 100 des Schienenfahrzeugs 60, die bereits im Zusammenhang mit der Fi ¬ gur 2 angesprochen wurde. Das vertikale Anheben des Strangsegments 400 ist durch einen Pfeil mit dem Bezugszeichen Z in Figur 4 angedeutet. Um die Aufnahmeeinrichtung 201 zu erreichen, muss das Strangsegment 400 bei der Darstellung gemäß Figur 4 auch horizontal, also entlang der Pfeilrichtung Y nach rechts, verschoben werden. Zum Verschieben des Strangsegments 400 ist das Schie ¬ nenfahrzeug 60 vorzugsweise mit einer geeigneten Schiebeein ¬ richtung 300 ausgestattet.

Um das Einsetzen des Strangsegments 400 in die Aufnahmeein- richtung 201 zu vereinfachen, wird es als vorteilhaft angese ¬ hen, wenn die Aufnahmeeinrichtung 201 mit einem Teleskopausleger 201a ausgestattet ist, der vor dem horizontalen Bewegen bzw. dem horizontalen Einschieben des Strangsegments 400 entlang der Pfeilrichtung Y ausgefahren wird. Der Teleskopausle- ger 201a stützt das Einschieben des Strangsegments 400 ab und unterstützt somit das Einsetzen in die Aufnahmeeinrichtung 201.

Die in der Figur 4 mit den Bezugszeichen 202, 203 und 204 ge- kennzeichneten Aufnahmeeinrichtungen sind vorzugsweise ebenfalls mit entsprechenden Teleskopauslegern ausgestattet; die letztgenannten Teleskopausleger sind jedoch bei der Darstellung gemäß Figur 4 nicht sichtbar, da die Strangsegmente dort bereits eingesetzt worden sind und die Teleskopausleger dem- gemäß wieder eingefahren worden sind.

Die in der Figur 4 mit dem Bezugszeichen 205 und 206 gekennzeichneten Aufnahmeeinrichtungen sind anders ausgestaltet als die Aufnahmeeinrichtungen 201 bis 204. So lässt sich in der Figur 4 erkennen, dass die Aufnahmeeinrichtung 205 und 206 ein Einsetzen der Strangsegmente 400 allein durch ein horizontales Verschieben entlang der Pfeilrichtung Y nicht ermöglichen würden. Um das Einsetzen der vorgefertigten Strangsegmente 400 möglichst einfach zu gestalten, ist die Schiebeeinrichtung 300 des Schienenfahrzeugs 60 gemäß Figur 4 vorzugsweise zusätz ¬ lich geeignet bzw. dazu ausgestaltet, ein aufliegendes Strangsegment 400 nicht nur horizontal (siehe Pfeilrichtung Y) innerhalb der Querschnittsebene des Tunnels 20 zu verfah ¬ ren, sondern auch senkrecht zur Querschnittsebene bzw. ent ¬ lang der Tunnellängsrichtung, also in die Bildebene gemäß Fi- gur 4 hinein oder aus der Bildebene gemäß Figur 4 heraus. Ein solches Verschieben der Strangsegmente 400 ist in der Figur 4 durch einen aus der Bildebene der Figur 4 herausragenden Pfeil mit dem Bezugszeichen X gekennzeichnet. Die Figur 5 zeigt einen der verkuppelten Waggons 61 gemäß Figur 2 des Schienenfahrzeugs 60 näher im Detail. Es lässt sich das Hebemodul 62 erkennen, das gemeinsam mit anderen Hebemodulen des Schienenfahrzeugs 60 die fahrzeugseitige Hebeein ¬ richtung 100 gemäß Figur 4 bildet und dazu geeignet ist, den von ihm abgestützten Abschnitt des Strangsegments 60 entlang der Pfeilrichtung Y anzuheben. Das Hebemodul 62 kann beispielsweise durch ein Scherenmodul oder dergleichen gebildet sein . Die Figur 6 zeigt - in einer Draufsicht - einen unterirdi ¬ schen Fertigungsplatz 50, der ein paralleles Vorfertigen mehrerer Strangsegmente 400 ermöglicht. Zu diesem Zweck weist der Fertigungsplatz 50 mehrere Schweißvorrichtungen 51 auf, die parallel betrieben werden können.

Die verschweißten Leitungsmodule 40 bzw. die Strangsegmente 400 werden auf zugeordneten Schienenfahrzeugen 60 abgelegt, die einen Transport zum jeweiligen Einbauplatz innerhalb des Tunnels 60 ermöglichen. Um das Einfahren der Schienenfahrzeu- ge 60 in den Zug zu ermöglichen, ist eine Weiche 23 im Tunnel 20 vorgesehen.

Die Figur 7 zeigt in einer schematischen Darstellung von der Seite einen oberirdischen Fertigungsplatz 50, der eine Vor- fertigung von Strangsegmenten durch Verbinden, insbesondere Verschweißen, von Leitungsmodulen 40 ermöglicht, wie dies im Zusammenhang mit den unterirdischen Fertigungsplätzen gemäß den Figuren 1 und 6 bereits näher erläutert worden ist. Die oberirdisch gefertigten Strangsegmente 400 werden über ein geeignetes Transportfahrzeug, insbesondere ein Schienen ¬ fahrzeug 60, an einer oberirdischen Tunnelöffnung 24 in den Tunnel 20 eingefahren und mittels des Schienenfahrzeugs 60 zu ihrem jeweils individuell vorgegebenen Einbauplatz transportiert .

Die Figur 8 zeigt einen oberirdischen Fertigungsplatz 50, bei dem eine oder mehrere Schweißvorrichtungen 51 ein zeitlich paralleles Vorfertigen zweier oder mehrerer Strangsegmente 400 ermöglichen. Die vorgefertigten Strangsegmente 400 werden auf zugeordneten Schienenfahrzeugen 60, von denen aus Gründen der Übersicht in der Figur 8 lediglich ein einziges dargestellt ist, abgelegt und nachfolgend mittels des jeweils zu ¬ geordneten Schienenfahrzeugs 60 über Schienen 22 an einer oberirdischen Tunnelöffnung 24 in den Tunnel 20 eingefahren. Eine Weiche, die das Einfahren und Ausfahren der Schienenfahrzeuge 60 zeitlich nacheinander in den Tunnel 20 ermög ¬ licht, ist aus Gründen der Übersicht nicht näher dargestellt.

Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungs ¬ beispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.

Bezugs zeichenliste

10 Erdoberfläche

20 Tunnel

21 Innenwand

22 Schienen

23 Weiche

24 Tunnelende / Tunnelöffnung

30 Schacht

40 Leitungsmodule

41 Innenrohr

42 Mantelrohr

50 Fertigungsplatz

51 Schweiß orrichtungen

60 Schienenfahrzeug

61 Waggons

62 Hebemodul

100 Hebeeinrichtung

200 Aufnahmeeinrichtungen

201-206 Aufnahmeeinrichtungen

201a Teleskopausleger

300 Schiebeeinrichtung

400 Strangsegmente

X Pfeilrichtung

Y Pfeilrichtung

z Pfeilrichtung




 
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