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Title:
METHOD FOR THE INSTANTANEOUS EVACUATION OF A BALLOON CATHETER HAVING RADIOACTIVE CONTENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/025417
Kind Code:
A1
Abstract:
Traces of the radioactive preparation displaced into the body trigger the evacuation of the balloon catheter.

Inventors:
SZEPAN, Reiner (PF 810 332, München, 81903, DE)
Application Number:
EP2007/006583
Publication Date:
March 06, 2008
Filing Date:
July 25, 2007
Export Citation:
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Assignee:
SZEPAN, Reiner (PF 810 332, München, 81903, DE)
International Classes:
A61N5/10; A61N5/10
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Claims:

Patentansprüche:

Verfahren zur unverzögerten Evakuierung eines Ballonkatheters mit radioaktivem Inhalt.

1. Das Verfahren zur unverzögerten Entleerung eines defekten Ballonkatheters mit radioaktivem Inhalt ist gekennzeichnet durch Detektion von auftretender charakteristischer Strahlung in, von der Ballonplatzierung entfernten, Körperbereichen.

2. Das Verfahren zur unverzögerten Entleerung eines defekten Ballonkatheters mit radioaktivem Inhalt ist nach Anspruch 1 ferner gekennzeichnet durch die Minimumausrichtung der Empfindlichkeit eines deplazierten Strahlendetektors in Bezug auf den Ballon.

3. Das Verfahren zur unverzögerten Entleerung eines defekten Ballonkatheters mit radioaktivem Inhalt ist nach den vorangehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass sie über ein Magnetventil in einen Vakuumbehälter erfolgt.

4. Das Verfahren zur unverzögerten Entleerung eines defekten Ballonkatheters mit radioaktivem Inhalt ist nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetventil selbstschließend ist.

5. Das Verfahren zur unverzögerten Entleerung eines defekten Ballonkatheters mit radioaktivem Inhalt ist nach den vorangehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckabfall im Katheter die Notentleerung diversitär anregt.

Description:

Verfahren zur unverzögerten Evakuierung eines Ballonkatheters mit radioaktivem Inhalt.

Stand der Technik:

Die Nuklearmedizin ermöglicht eine entscheidende Reduktion gefährlicher Narbenbildung ( Reostenose), wie sie bei Ballondilatationen in arteriellen Blutgefäßen entstehen. Dabei wird der Ballon des Katheters mit radioaktiver Flüssigkeit gefüllt, die sowohl die hydraulische Druckübertragung als auch das lokale Veröden der Gefäßwand bewirkt. Stand der Technik ist die manuelle Applikation durch den Arzt mittels eines adaptierten Spritzenkolbens bei Beobachtung des Manometers. Neben der Strahlenbelastung des Personals besteht für den Patienten die radiologische Gefahr des Bruchs bzw der Leckage des Ballons in der Arterie. Bei Wahrnehmung eines Druckabfalls muss der Arzt deshalb sofort reagieren und die radioaktive Flüssigkeit manuell durch sofortiges rasches Herausziehen des Spritzenkolbens extrahieren.

Durch eine geeignete Antriebsvorrichtung lässt sich die Spritzenanordnung als Dosierpumpe gestalten, mittels Druckmessung kann dabei der Press- und Entnahmevorgang problemlos automatisiert werden, so dass die Strahlenbelastung des Personals reduziert wird. Ein leckbedingter Druckabfall der radioaktiven Flüssigkeit teilt sich dem Drucksensor jedoch erst verzögert mit, ferner verhält sich die Saugwirkung der Dosierpumpe träge, sodass eine erhebliche Ausschüttung in die Arterie auch mit diesem gedachten Automaten nicht zu vermeiden ist.

Erfindung:

Es ist daher Aufgabe dieser Erfindung, ein Verfahren zur unverzögerten Evakuierung eines Ballonkatheters mit radioaktivem Inhalt zu schaffen, welches die Nachteile der bisherigen Verfahren vermeidet. Die Erfindung ist durch 5 Ansprüche und der nachfolgenden Beschreibung mit weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen gekennzeichnet.

Beschreibung:

Das Rohrleitungssystem der Dosierpumpe mit Ballonkatheter ist über ein Magnetventil mit einem geeignet dimensionierten Vakuumvorratsgefäß, dem Notablasstank, verbunden. Während der medizinischen Anwendung ist das Magnetventil aktiv geschlossen, also unter Stromaufnahme. Eine signaltechnische Meldung der Ballonleckage ebenso wie ein Ausfall der elektrischen Versorgung erzwingt das augenblickliche öffnen des Magnetventils und bewirkt so das unmittelbare Aussaugen des Katheters mit physikalisch maximal möglicher Wirksamkeit.

Die Blutströmung bewirkt beim Bruch bzw bei Leckagen des Ballons die unmittelbare Verschleppung radioaktiven Präparats in der Arterie in Flussrichtung. Die unter- druckseitig des Ballons mit einem geeigneten Detektor gemessene Strahlung aus dem Körper ist demnach ein unmittelbares Indiz für den defekten Ballon. Zur sicheren Differenzierung der Strahlung von der der Umgebung kann die Richtungsempfindlichkeit des Strahlendetektors so genutzt werden, dass die primäre Strahlungsquelle, nämlich der Inhalt des Ballons, nur auf das Minimum wirkt. Praktisch kommt ua. das Isotop Re 188 zur Anwendung, dessen Gammastrahlung das Körpergewebe durchdringt und sich somit auch zum Lecknachweis eignet. Ein Schwellenwert der leckbedingten Strahlung erzeugt ein Signal zur Einleitung des Notablasses des Katheters.

Neben dem strahlungserzeugten Signal zur Einleitung des Notentlehrung des Katheters dient der Druckabfall der radioaktiven Flüssigkeit im Katheter als, wenn auch zur ersteren verzögert, diversitäre Meldung.