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Title:
METHOD FOR MANUFACTURING AIRBAG FABRICS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/023102
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for weaving fabrics that comprise in at least some sections multiple layers, especially one-piece woven (OPW) airbags comprising single-layer, double-layer and multi-layer sections. According to the inventive method, weaves or weave combinations are produced in the double- or multi-layer sections that are different from the plain weave.

Inventors:
Tröndle, Birgit (Zelgle 42, Albbruck, 79774, DE)
Becker, Michael (Adelsberg 11, Zell im Wiesental, 79669, DE)
Huber, Norbert (Salpetererstr. 31, Bad Säckingen, 79713, DE)
Eschbach, Thomas (Rheinpromenade 10, Rheinheim, 79790, DE)
Application Number:
PCT/EP2002/008764
Publication Date:
March 20, 2003
Filing Date:
August 06, 2002
Export Citation:
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Assignee:
BERGER SEIBA-TECHNOTEX VERWALTUNGS GMBH & CO. (Trottäcker 46, Bad Säckingen, 79713, DE)
Tröndle, Birgit (Zelgle 42, Albbruck, 79774, DE)
Becker, Michael (Adelsberg 11, Zell im Wiesental, 79669, DE)
Huber, Norbert (Salpetererstr. 31, Bad Säckingen, 79713, DE)
Eschbach, Thomas (Rheinpromenade 10, Rheinheim, 79790, DE)
International Classes:
B60R21/16; D03D1/02; D03D11/00; B60R21/16; D03D1/02; D03D11/00; (IPC1-7): D03D11/00; D03D1/02
Attorney, Agent or Firm:
Fischer, Matthias (Wolfratshauser Str. 145, München, 81479, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Weben von wenigstens bereichsweise mehrlagigen Geweben, ins besondere in einem Stück gewebten Luftsäcken (OnePieceWoven = OPW) mit einlagigen, zweilagigen und mehrlagigen Bereichen, dadurch gekennzeichnet, daß in zweioder mehrlagigen Bereichen von der Leinwandbindung verschiedene Gewebe bindungen oderbindungskombinationen gewebt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zweilagigen Gewebe (12) in gemischtem Rips und einem vierlagigen Gewebe (14) in L 1/1 Leinwandbindung gewebt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß unterschiedliche Garnmaterialien und/odermaterialfeinheiten ausgewählt werden und/oder die vorhan dene Anzahl Faden in eine andere Anzahl Gewebelagen aufgeteilt wird.
Description:
Fertigung von Airbag-Gewebe Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Weben von wenigstens bereichsweise mehrlagigen Geweben, insbesondere in einem Stück gewebten Luftsäcken (One-Piece-Woven = OPW) mit einer oberen Gewebelage und einer unteren Gewebelage, die in einem Rand- bereich zu einer einzigen Lage verwebt werden.

Bei der Fertigung konturbezogen gewebter mehrlagiger Gewebe, zum Beispiel in einem Stück gewebter Luftsäcke, sog. One-Piece-Woven Luftsäcke (OPW) können bei der Ausbildung mehrere Bereiche mit unterschiedlicher Anzahl an Gewebelagen, zum Beispiel bei eingeweb- ten Abstandshaltern und/oder beim Einsatz von verschiedenen Materialien und/oder Material- feinheiten, durch die jeweils unterschiedliche Gewebedichte bzw. unterschiedlichen Co- verfaktor in den einzelnen Lagen der aneinanderliegenden Bereiche Falten auftreten. Dies geschieht aufgrund der unterschiedlichen Verhältnisse von Masse zu Flächeneinheit, die pro Lage ab-oder zunimmt, wenn die vorhandene Masse an Garnmaterial in mehr oder weniger Lagen als zuvor aufgeteilt wird bzw. wenn bei gleicher Fadendichte ein gröberes Garn, d. h. ein Garn mit mehr Masse eingesetzt wird.

Dadurch ergeben sich eine Reihe von Nachteilen. So kann an den eben beschriebenen Stellen oder Bereichen die Einarbeitung der Garne in der Weberei und der Schrumpf in den nachfol- genden Prozessen von einer faltenfreien Gewebefläche abweichen, was an diesen Stellen ein Nichteinhalten der geforderten technischen Eigenschaften zur Folge haben könnte.

Desweiteren könnte durch ein Einquetschen der Falten das Gewebe an diesen Stellen in seiner Festigkeit beeinträchtigt sein.

Daneben könnte sich der Luftsack im Einsatzfall, beeinflußt durch die eben geschilderten Falten, in nicht vorgesehener Weise öffnen, was in der Folge eine Beeinträchtigung der Schutzwirkung bedeuten könnte.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Haftung einer möglicherweise auflaminierten Folie durch die nicht ebene Fläche eines faltigen Bereichs beeinträchtigt sein kann und der Auftrag einer möglicherweise vorgesehenen Beschichtung in den entsprechenden Bereichen von der Vorgabe abweichen und/oder die Haftung der Beschichtung beeinträchtigt werden könnte. Auch dies würde dazu führen, daß die technischen Vorgaben nicht eingehalten werden und das Produkt ebenso wie die mit den zuvor beschriebenen Mängeln behafteten Erzeugnisse als Ausschuß verworfen werden müßten.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Weben von wenigstens bereichsweise mehrlagigen Geweben, insbesondere in einem Stück gewebten Luftsäcken, mit einer oberen Gewebelage und einer unteren Gewebelage vorzuschlagen, bei dem die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile vermieden oder zumindest stark verringert werden.

Die Aufgabe wird gelöst mit einem Verfahren gemäß Anspruch 1. Mit Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in vorteilhafter Weise Falten, die Anlaß für zahllose Mängel im Endprodukt sind, vermieden. Gewebedichteunterschiede werden mit Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kompensiert. Im gesamten Luftsack wird eine gleich- mäßige Einarbeitung erreicht und ein gleichmäßiger Schrumpf ausgelöst. Gewebefestigkeiten werden nicht durch gequetschte Falten reduziert, so daß in Folge die Spezifikationswerte eingehalten werden können. Die sichere Funktion ist gewebeseitig gewährleistet. Aufgrund der bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erreichbaren, glatten faltenfreien Oberfläche des OPW ist eine gleichmäßige Beschichtung über alle Bereiche des Luftsackes oder OPW möglich. Eine Folie kann über den gesamten Luftsack gleichmäßig auflaminiert werden, was eine gleichmäßige Dichtheit des Gewebes des OPW sicherstellt. Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann der Ausschuß von Luftsäcken aufgrund von Falten im Endprodukt schon in einem frühen Stadium des Herstellungsprozesses webtechnisch vermie- den werden.

In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in einem zweilagigen Gewebe (12) in gemischtem Rips und einem vierlagigen Gewebe (14) in L 1/1 Leinwandbindung gewebt wird. Dies ist eine besonders vorteilhafte Bindungskombination mit der sich eine Faltenbildung sehr gut vermeiden läßt.

Selbstverständlich sind mit Gewebebindungskombinationen auch Kombinationen von anderen Bindungen mit Leinwandbindungen gemeint.

Weitere Merkmale der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Beispiels unter Zuhilfenahme einer Zeichnung kurz beschrieben.

Figur 1 zeigt das Ergebnis eines Webverfahrens nach dem Stand der Technik zur Herstellung eines Übergangs zwischen einer Lage eines zweilagigen Bereiches in eine Lage eines vierlagigen Bereiches.

Figur 2 zeigt ebenfalls zwei Bereiche eines OPW, diesmal mit Bindungskombinatio- nen, die sich nach Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben.

Figur I zeigt den Übergang von einem zweilagigen Bereich 2 in einen vierlagigen Bereich 4 eines nach einem aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren gewebten Luftsacks. Bei dem gezeigten Gewebe wird in beiden Bereichen 2 und 4 eine Leinwandbindung L 1/1 eingesetzt. Bei einem derart gewebten Luftsack tritt aufgrund des Gewebedichtenunterschieds der beiden Bereiche im Fertigprodukt ein hohes Maß an Falten auf.

Figur 2 zeigt den Übergang zwischen einer Lage eines zweilagigen Bereiches und einer Lage eines vierlagigen Bereiches eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Luftsacks. Im auf der linken Seiten von Figur 2 dargestellten zweilagigen Bereich 12 wird eine Bindungskombination aus Leinwandbindung L 1/1 und Ripsbindung RL 1/1 zweifädig und im in Figur 2 auf der rechten Seite gezeigten vierlagigen Bereich 14 eine Leinwandbin- dung L 1/1 verwendet. Das in Figur 2 gezeigte, bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellte Gewebe weist eine vergleichmäßigte Gewebedichte auf, in dem aufgrund der erfindungsgemäßen Vorgehensweise die Gewebedichte des zweilagigen Bereichs 12 reduziert und damit der Gewebedichte einer Lage des vierlagigen Bereichs 14 angeglichen wird. Als vorteilhafte Folge des Einsatzes des erfindungsgemäßen Verfahrens treten durch die verringerte Differenz der unterschiedlichen Gewebedichten im Fertigprodukt keine Falten mehr auf. Der in einem Stück gewebte Luftsack (One-Piece-Woven = OPW) kann ohne Einschränkung eingesetzt werden.