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Title:
METHOD FOR MONITORING A GRINDING SYSTEM AND GRINDING SYSTEM COMPRISING A MONITORING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/028970
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for monitoring the load state of a grinding system comprising rotating grinding elements, wherein the dynamic forces exerted by the ground material onto the grinding elements are detected in a first frequency range containing the base vibration of the grinding elements and in a second frequency range in which the first harmonic of the base vibration occurs, whereupon actions for reducing the load state are introduced if the first harmonic exceeds a pre-determined threshold relative to the magnitude of the base vibration. Such a method enables a very reliable and precise monitoring of the load state of the grinding system.

Inventors:
SPEITH, Christian (Karl-Arnold-Str. 34, Wadersloh, 59329, DE)
BERGER, Markus (Bernhardtstr. 8, Ennigerloh, 59320, DE)
ZURHOVE, Franz-Josef (Bielefelder Str. 35, Bad Iburg, 49186, DE)
OSTKAMP, Rüdiger (Werner-Scheidt-Str. 7a, Warendorf, 48231, DE)
KIMMEYER, Ludger (Im Werl 40, Beckum, 59269, DE)
WUWER, Matthias (Am Roßbach 37, Lippetal, 59510, DE)
GUERRERO PALMA, Pedro (Auf dem Weedeland 7, Lippetal, 59510, DE)
Application Number:
EP2009/061213
Publication Date:
March 18, 2010
Filing Date:
August 31, 2009
Export Citation:
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Assignee:
POLYSIUS AG (Graf-Galen-Str. 17, Beckum, 59269, DE)
SPEITH, Christian (Karl-Arnold-Str. 34, Wadersloh, 59329, DE)
BERGER, Markus (Bernhardtstr. 8, Ennigerloh, 59320, DE)
ZURHOVE, Franz-Josef (Bielefelder Str. 35, Bad Iburg, 49186, DE)
OSTKAMP, Rüdiger (Werner-Scheidt-Str. 7a, Warendorf, 48231, DE)
KIMMEYER, Ludger (Im Werl 40, Beckum, 59269, DE)
WUWER, Matthias (Am Roßbach 37, Lippetal, 59510, DE)
GUERRERO PALMA, Pedro (Auf dem Weedeland 7, Lippetal, 59510, DE)
International Classes:
B02C25/00; B02C15/00
Attorney, Agent or Firm:
TETZNER, Michael et al. (Van-Gogh-Str. 3, München, 81479, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Überwachung des Belastungszustandes einer Mahlanlage mit rotierenden Mahlorganen, insbesondere einer Rollenmühle mit rotierenden

Mahlrollen, wobei wenigstens ein belastungsspezifischer Betriebsparameter erfasst und bei Überschreitung eines Schwellwertes Maßnahmen zur Verringerung des Belastungszustandes eingeleitet werden,

dadurch gekennzeichnet, dass

a) die vom Mahlgut auf wenigstens ein Mahlorgan in wenigstens einer Richtung ausgeübte dynamische Kraft in einem ersten Frequenzbereich, der die Grundschwingung des Mahlorganes enthält, und in einem zweiten Frequenzbereich, in dem die erste Harmonische der Grundschwingung auftritt, erfasst wird und

b) Maßnahmen zur Verringerung des Belastungszustandes dann eingeleitet werden, wenn die erste Harmonische in Relation zur Größe der Grundschwingung einen vorgegebenen Schwellwert übersteigt.

2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Überwachung des Belastungszustandes einer Rollenmühle mit auf einem Mahlteller laufenden Mahlrollen, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Mahlgut in Achsrichtung auf die Mahlrollen ausgeübte dynamische Kraft erfasst wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 zur Überwachung des Belastungszustandes einer Rollenmühle mit auf einem Mahlteller laufenden Mahlrollen, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Mahlgut in tangentialer Richtung auf die Mahlrollen ausgeübte dynamische Kraft erfasst wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1 zur Überwachung des Belastungszustandes einer Rollenmühle mit auf einem Mahlteller laufenden Mahlrollen, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Mahlgut in vertikaler Richtung auf die Mahlrollen ausgeübte dynamische Kraft erfasst wird.

5. Verfahren nach den Ansprüchen 2, 3 und 4, unter Verwendung von in einem Festlager und in einem Loslager gelagerten Mahlrollen, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Mahlgut in Achsrichtung auf die Mahlrollen ausgeübte dynamische Kraft über eine Dehnungsmessung im Festlager, die vom Mahlgut in tangentialer Richtung auf die Mahlrollen ausgeübte dynamische Kraft durch eine

Dehnungsmessung im Festlager und die vom Mahlgut in vertikaler Richtung ausgeübte dynamische Kraft durch eine Druckmessung im Festlager erfasst wird.

6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Mahlgut auf ein Mahlorgan ausgeübte dynamische Kraft in einem ersten Frequenzbereich von

10 bis 30 Hz, vorzugsweise von 15 bis 25 Hz, und in einem zweiten Frequenzbereich von 20 bis 60 Hz, vorzugsweise von 30 bis 50 Hz, erfasst wird.

7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Maßnahmen zur Verringerung des Belastungszustandes eingeleitet werden, wenn der Pegel von mindestens zwei der drei Messstellen mindestens 3 bis 5 mal größer als der im Normalbetrieb vorhandene Durchschnittspegel im ersten und/oder zweiten Frequenzbereich ist.

8. Verfahren nach Anspruch 1, unter Verwendung von mit regelbarer Drehzahl angetriebenen Mahlorganen, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur Überwachung der vom Mahlgut auf die Mahlorgane ausgeübten dynamischen Kräfte eine Bestimmung des Antriebsdrehmomentes aus Leistung und Drehzahl erfolgt und eine Veränderung des Belastungszustandes der Mahlanlage durch Drehzahländerung vorgenommen wird.

9. Verfahren nach Anspruch 1, unter Verwendung von auf einem Mahlteller abrollenden Mahlorganen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mahlorgane direkt angetrieben werden.

10. Verfahren nach Anspruch 1, unter Verwendung von auf einem Mahlteller abrollenden Mahlorganen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mahlorgane über den Mahlteller angetrieben werden.

11. Mahlanlage mit angetriebenen Mahlorganen und einer Einrichtung zur Überwachung des Belastungszustandes der Mahlanlage, enthaltend wenigstens einen Sensor zur Erfassung eines belastungsspezifischen Betriebsparameters der

Mahlanlage sowie Mittel zur Verringerung des Belastungszustandes der

Mahlanlage bei Überschreitung eines Schwellwertes des erfassten

Betriebsparameters, gekennzeichnet durch einen Sensor zur Erfassung der vom Mahlgut auf wenigstens ein Mahlorgan ausgeübten dynamischen Kraft in einem ersten Frequenzbereich, der die Grundschwingung des Mahlorganes enthält, und in einem zweiten Frequenzbereich, in dem die erste Harmonische der

Grundschwingung des Mahlorganes auftritt.

Description:
VERFAHREN ZUR ÜBERWACHUNG EINER MAHLANLAGE SOWIE MAHLANLAGE MIT ÜBERWACHUNGSEINRICHTUNG

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung des Belastungszustandes einer Mahlanlage sowie eine mit einer solchen Überwachungseinrichtung ausgerüstete Mahlanlage.

Zur Überwachung von Mahlanlagen, beispielsweise von Rollenmühlen, ist es bekannt, die Schwinggeschwindigkeit der einzelnen Mahlorgane und der gesamten Mahlanlage über Sensoren zu erfassen und den Effektivwert der Schwinggeschwindigkeit im Frequenzbereich zwischen 10 und 1000 Hz nach ISO 10816-3, den sogenannten RMS-Wert (Root-Mean- Square), im Steuersystem der Mahlanlage auf vorgegebene Grenzwerte zu überwachen.

Durchgeführte Untersuchungen und Messungen haben jedoch gezeigt, dass diese bekannte Schwingungsüberwachung mittels des RMS-Wertes nicht ganz zuverlässig ist, da sie einerseits kritische Belastungszustände manchmal zu spät bzw. überhaupt nicht erfasst, während sie andererseits gelegentlich bereits anspricht, obwohl noch kein kritischer Belastungszustand erreicht ist.

Zum Schutz von Mühlen gegen Überlastung ist es auch bekannt, die von der Mühle erzeugten Arbeitsgeräusche elektroakustisch aufzunehmen und die so gewonnenen elektrischen Signale nach Frequenz und/oder Intensität auszuwerten (DE 36 21 400

Al). Auch dieses Verfahren erfüllt jedoch nicht die Anforderungen bezüglich Zuverlässigkeit und Empfindlichkeit, die an die Überwachung großer Mahlanlagen gestellt werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren sowie eine

Mahlanlage zu schaffen, die eine besonders zuverlässige und genaue Überwachung des Belastungszustandes der Mahlanlage ermöglichen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 bzw. 11 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Bei den der Erfindung zu Grunde liegenden Versuchen wurde überraschend festgestellt, dass die erste Harmonische der Grundschwingung der vom Mahlgut auf das Mahlorgan ausgeübten dynamischen Kräfte ein zur Überwachung des

Belastungszustandes der Mahlanlage besonders geeigneter Betriebsparameter ist. Während nämlich die Frequenz und die Größe der Grundschwingung der auf das Mahlorgan ausgeübten Kräfte im wesentlichen durch die Konstruktion der Mühle bedingt sind und sich auch bei Erhöhung der Belastung nicht in jedem Fall signifikant ändern, erweist sich die Größe der ersten Harmonischen (d.h. der ersten

Oberwelle) dieser Grundschwingung als ein außerordentlich sensibles Signal für einen stark erhöhten oder gar kritischen Belastungszustand. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Größe der ersten Harmonischen in Verhältnis zur Größe der Grundschwingung gesetzt wird.

Es ist daher sinnvoll, die auf das Mahlorgan wirkenden Kräfte in zwei Frequenzbereichen zu erfassen, nämlich in einem ersten Frequenzbereich, der die Grundschwingung der Kräfte enthält, und in einem zweiten Frequenzbereich, in dem die erste Harmonische dieser Grundschwingung auftritt. Maßnahmen zur Verringerung des Belastungszustandes der Mahlanlage werden insbesondere dann eingeleitet, wenn die erste Harmonische in Relation zur Größe der Grundschwingung einen vorgegebenen Wert übersteigt.

Bei einer Rollenmühle liegt der erste Frequenzbereich zweckmäßig bei 10 bis 30 Hz, vorzugsweise bei 15 bis 25 Hz, und der zweite Frequenzbereich bei 20 bis 60 Hz, vorzugsweise bei 30 bis 50 Hz.

Bei Verwendung von mit regelbarer Drehzahl angetriebenen Mahlorganen kann gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung zusätzlich zur Überwachung der vom Mahlgut auf die Mahlorgane ausgeübten dynamischen Kräfte eine

Bestimmung des Antriebsdrehmomentes aus Leistung und Drehzahl erfolgen und eine Veränderung des Belastungszustandes der Mahlanlage durch Änderung der Drehzahl der Mahlorgane vorgenommen werden.

Ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch veranschaulicht. Es zeigen:

Fig. 1 eine Perspektivansicht einer von mehreren Mahlrollen einer Rollenmühle mit der zugehörigen Rollenlagerung;

Fig. 2 eine Seitenansicht der Mahlrolle gemäß Fig. 1.

Die Mahlrolle 1 läuft auf dem (nicht dargestellten) Mahlteller einer Vertikalrollenmühle und kann entweder - wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel - von einem Antriebsmotor 2 über eine Welle, die von einer Achse 3 umgeben ist, direkt oder über den Mahlteller indirekt angetrieben werden.

Die Welle ist auf der dem Antriebsmotor 2 zugewandten Seite in einem Festlager 4 und auf der der Mahlrolle 1 zugekehrten Seite in einem als Kraftrahmen ausgebildeten Loslager 5 gelagert.

Im Betrieb werden vom Mahlgut auf die Mahlrolle 1 dynamische Kräfte in axialer Richtung (Pfeil 6), tangentialer Richtung (Pfeil 7) und vertikaler Richtung (Pfeil 8) ausgeübt.

Die in axialer Richtung wirkenden Kräfte werden im Festlager 2 durch einen dort angebrachten Dehnungsmess-Sensor 9 erfasst.

Die in tangentialer Richtung wirkenden Kräfte werden im Loslager 5 durch einen dort vorgesehen Dehnungsmess-Sensor 10 ermittelt. Die in vertikaler Richtung wirkenden Kräfte werden im Loslager 5 über den Druck eines die Achse 3 im Kraftrahmen des Loslagers 5 abstützenden Hydrauliksystemes 11 ermittelt.

Im Betrieb werden die vom Mahlgut auf die Mahlrolle 1 ausgeübten dynamischen

Kräfte durch Messung der Dehnungen mittels der Sensoren 9 und 10 sowie des Druckes im Hydrauliksystem 11 in den Frequenzbereichen zwischen 15 und 25 Hz (entsprechend der Grundschwingung der dynamischen Kräfte) und zwischen 30 und 50 Hz (entsprechend der ersten Harmonischen der dynamischen Kräfte) an allen Rolleneinheiten der Vertikalrollenmühle überwacht.

Tritt an mindestens zwei der drei Messstellen einer Rolleneinheit in wenigstens einem der beiden Frequenzbereiche ein Pegel auf, der mindestens 3 bis 5 mal größer als der im Normalbetrieb vorhandene Durchschnittspegel ist, so signalisiert dies die Annäherung an einen kritischen Belastungszustand. In diesem Falle werden automatisch geeignete Maßnahmen zur Verringerung des Belastungszustandes eingeleitet.