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Title:
METHOD FOR OPERATING A DELIVERY APPARATUS AND DELIVERY APPARATUS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/215242
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a delivery apparatus for performing the method, wherein the delivery apparatus comprises an eccentric screw pump (2) having a rotor/stator unit (5) with an outlet (6), a drive unit (3), a control device (4) and a delivery section (7), and wherein the delivery apparatus (1) has at least one pressure sensor (8, 15, 16) and a characteristic variable acquisition device (9).

Inventors:
SCHNITTGER, Thorsten (Fasanenweg 8, Frickingen, 88699, DE)
NGUYEN, Lam Huu (10954 Sailor Way, Woodbury, Minnesota, 55129, US)
SPINDLER, Florian (Friedirch-Schiller-Strasse 39, Ravensburg, 88214, DE)
GÖHRING, Alfred (Linzgaublick 5, Salem, 88682, DE)
Application Number:
EP2019/061842
Publication Date:
November 14, 2019
Filing Date:
May 08, 2019
Export Citation:
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Assignee:
J. WAGNER GMBH (Otto-Lilienthal-Str. 18, Markdorf, 88677, DE)
International Classes:
F04C2/107; B65G53/32; B65G53/48; F04C13/00
Foreign References:
EP3041600A12016-07-13
DE102014112552A12016-03-03
EP2317143A22011-05-04
DE202009014678U12010-04-22
JP2010248978A2010-11-04
DE202009014678U12010-04-22
Attorney, Agent or Firm:
OTTEN, ROTH, DOBLER & PARTNER MBB et al. (Grosstobeler Strasse 39, Berg/Ravensburg, 88276, DE)
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Claims:
Ansprüche :

1. Verfahren zum Betrieb einer Fördervorrichtung (1) zur

Förderung eines fließfähigen Baumaterials (BM) wie zum Beispiel Farbe oder Putz oder Mörtel, wobei die Fördervorrichtung (1) eine Regeleinrichtung (4), eine Exzenterschneckenpumpe (2) mit einer Rotor-Stator-Einheit (5) mit einem Auslass (6) und eine Antriebseinheit (3) umfasst, umfassend die Schritte,

dass ein Solldruck, welchen die das fließfähige Baumaterial

(BM) pumpende Exzenterschneckenpumpe (2) an dem Auslass (6) oder an einem dem Auslass (6) nachgeordneten

Förderabschnitt (7) erreichen soll, an einer Solldruck-

Einstelleinrichtung (21 ) voreingestellt wird,

dass eine Kenngrößere, insbesondere eine mechanische oder elektrische Leistung und/oder eine Drehzahl und/oder ein

Drehmoment und/oder eine Stromstärke der Antriebseinheit (3) der Exzenterschneckenpumpe (2) gemessen wird,

dass ein Ist-Druck in einem Bereich des Auslasses (6) der

Rotor-Stator-Einheit (5) und/oder in dem dem Auslass (6) nachgeordneten Förderabschnitt (7) durch wenigstens einen

Drucksensor (8, 15, 16) gemessen wird,

dass eine Veränderung des von dem wenigsten einen

Drucksensor (8, 15, 16) gemessenen Ist-Drucks mit

wenigstens einer der Kenngrößen derart in Beziehung gesetzt wird,

dass im Fall eines Anstiegs des Ist-Drucks über den

Solldruck durch die Regeleinrichtung (4) eine Reduzierung wenigstens einer der Kenngrößen derart bewirkt wird, dass der Solldruck wieder erreicht wird und

dass im Fall eines Druckabfalls des Ist-Drucks unter den Solldruck durch die Regeleinrichtung (4) eine Erhöhung wenigstens einer der Kenngrößen derart bewirkt wird, dass der Solldruck wieder erreicht wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ist-Druck von wenigstens zwei Drucksensoren (8, 15, 16) gemessen wird, wobei der Ist-Druck von dem ersten Drucksensor ( 8 ) an dem Auslass gemessen wird und wobei der Ist-Druck von dem zweiten Drucksensor (15, 16) an dem dem Auslass nachgeordneten

Förderabschnitt (7) gemessen wird, wobei der Förderabschnitt (7) auch eine Abgabevorrichtung (7b) umfasst, aus welcher das

fließfähige Baumaterial (BM) verspritzt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Betrieb ein Erreichen des Solldrucks derart erfolgt, dass in der Regeleinrichtung (4) auf der Basis eines

Unterschieds zwischen dem wenigstens einen gemessen Ist-Druck und dem Solldruck durch einen PI-Regler (4a) ein angepasster

Kenngrößenwert, insbesondere ein angepasster mechanischer oder elektrischer Leistungswert und/oder ein angepasster Drehzahlwert und/oder eine angepasster Drehmomentwert und/oder ein

angepasster Wert der Stromstärke ermittelt wird und eine

Leistung und/oder eine Drehzahl und/oder ein Drehmoment des

Antriebs (3) der Exzenterschneckenpumpe auf diesen bzw. diese eingestellt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

dass von der Regeleinrichtung (4) ein Druckunterschied zwischen dem von dem ersten Drucksensor (8) gemessenen Ist- Druck an dem Auslass (6) und dem von dem zweiten

Drucksensor (15, 16) an dem Förderabschnitt (7) gemessenen Ist-Druck ermittelt wird und

dass ein optisches und/oder akustisches Warnsignal

aktiviert wird und/oder die Leistung der Antriebseinheit (3) reduziert wird und/oder ein Antrieb (11) der

Antriebseinheit (3) der Rotor-Stator-Einheit (5) der

Exzenterschneckenpumpe (2) abgeschaltet wird, wenn der von dem zweiten Drucksensor (15, 16) gemessene Ist-Druck

erheblich von dem von dem ersten Drucksensor (8) gemessenen Ist-Druck abweicht.

5. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterschneckenpumpe (2) entweder mit einer ersten Rotor-Stator-Einheit (5) zur Förderung von Farbe oder

dass die Exzenterschneckenpumpe (2) mit einer zweiten

Rotor-Stator-Einheit zur Förderung von Mörtel oder Putz betrieben wird und

dass die Regeleinrichtung (4) abhängig von der in Betrieb befindlichen Rotor-Stator-Einheit (5)

entweder mit einem ersten, auf die erste Rotor-Stator- Einheit (5) und Solldrücke von bis zu 180 bar angepassten Regelprogramm betrieben wird

oder mit einem zweiten, auf die zweite Rotor-Stator- Einheit und Solldrücke von bis zu 60 bar angepassten

Regelprogramm betrieben wird.

6. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Schaltstellungen, in welchen eine Betriebsart-Einstelleinrichtung (22) auf „Befüllen und

Reinigen der Exzenterschneckenpumpe" gestellt ist, von der

Regeleinrichtung (4) von dem wenigstens einen Drucksensor (8, 15, 16) erfasste Druckänderungen unbeachtet gelassen werden und die Antriebseinheit (3) in diesen Schaltstellungen der Betriebsart- Einstelleinrichtung (22) mit einer konstanten Drehzahl oder mit einem konstanten Drehmoment oder mit einer konstanten Leistung betrieben wird, welche allenfalls 50% einer Drehzahl oder eines Drehmoments oder einer Leistung beträgt, mit welcher die

Antriebseinheit (3) in einem „Normalbetrieb" betrieben wird.

7. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Schaltstellungen in welchen eine Betriebsart-Einstelleinrichtung (22) auf „Befüllen und Reinigen der Exzenterschneckenpumpe" steht, von der

Regeleinrichtung (4) von dem wenigstens einen Drucksensor (1, 15, 16) erfasste Druckänderungen bis zu einem Grenzwert von

insbesondere etwa 25 bar unbeachtet gelassen werden und die

Antriebseinheit (3) in diesen Schaltstellungen der Betriebsart- Einstelleinrichtung (22) mit einer konstanten Drehzahl oder einer konstanten Leistung betrieben wird, welche allenfalls 50% einer Drehzahl bzw. Leistung beträgt, mit welcher die

Antriebseinheit (3) in einem Normalbetrieb arbeitet und die

Antriebseinheit (3) in diesen Schaltstellungen der Betriebsart- Einstelleinrichtung abgeschaltet wird, wenn an dem Drucksensor (8, 15, 16) oder an einem der Drucksensoren (8, 15, 16) der

Grenzwert gemessen wird.

8. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Schaltstellung, in welcher eine Betriebsart-Einstelleinrichtung (22) auf „Rückwärtsfördern von Baumaterial" steht, von der Regeleinrichtung (4) von dem wenigstens einen Drucksensor (8, 15, 16) erfasste

Druckänderungen unbeachtet gelassen werden und dass die

Antriebseinheit (3) in dieser Schaltstellung der Betriebsart- Einstelleinrichtung (22) in umgekehrter Drehrichtung mit einer konstanten Drehzahl oder einem konstanten Drehmoment betrieben wird, welche bzw. welches gegenüber einem Normalbetrieb

allenfalls 50% einer Drehzahl bzw. eines Drehmoments beträgt, mit welcher bzw. mit welchem der Antrieb in einem Normalbetrieb arbeitet .

9. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Schaltstellung, in welcher eine Betriebsart-Einstelleinrichtung (22) auf

„Rückwärtsfördern von Baumaterial" steht, von der

Regeleinrichtung (4) von dem wenigstens einen Drucksensor (8, 15, 16) erfasste Druckänderungen bis zu einem Grenzwert von

insbesondere etwa 25 bar unbeachtet gelassen werden und dass die Antriebseinheit in dieser Schaltstellung der Betriebsart- Einstelleinrichtung (22) in einer umgekehrten Drehrichtung bei einem unter dem Grenzwert liegenden Ist-Druck mit einer

konstanten Drehzahl oder einem konstanten Drehmoment betrieben wird, welche bzw. welches allenfalls 50% einer Drehzahl beträgt, mit welcher die Antriebseinheit (3) in einem Normalbetrieb

arbeitet und der Antrieb (11) in dieser Schaltstellung der Betriebsart-Einstelleinrichtung bei einem den Grenzwert erreichenden Ist-Druck abgeschaltet wird.

10. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Exzenterschneckenpumpe (2) zu erzeugende Solldruck mittels einer an der

Fördervorrichtung (1) angeordneten, manuell betätigbaren

Solldruck-Einstelleinrichtung (21) eingestellt wird oder dass der von der Exzenterschneckenpumpe (2) zu erzeugende Solldruck mittels einer auf einem elektronischen Gerät (24) ausführbaren Anwendung eingestellt wird, wobei eine Datenverkehr zwischen der Regeleinrichtung (4) und dem elektronischen Gerät (24) drahtlos durch eine direkte Verbindung oder drahtlos über ein

Mobilfunknetzwerk ausgeführt wird.

11. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (1) in einem Normalbetrieb derart betrieben wird, dass die Antriebseinheit (3) bei einem von dem ersten Drucksensoren (8) ermittelten,

plötzlichen Abfall des Ist-Drucks auf insbesondere unter 5 bar abgeschaltet wird und/oder von der Regeleinrichtung (4) ein akustisches oder optisches Störungssignal aktiviert wird

und/oder von der Regeleinrichtung (4) ein Störsignal an ein elektronisches Gerät (24) übermittelt wird, sofern der Abfall des Ist-Drucks festgestellt wird, ohne dass ein Leistungsabfall der Antriebseinheit (3) festgestellt wird.

12. Fördervorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend eine

Exzenterschneckenpumpe (2) mit einer Rotor-Stator-Einheit (5) mit einem Auslass (6), eine Antriebseinheit (3), eine

Regeleinrichtung (4) und einen Förderabschnitt (7), wobei die Fördervorrichtung (1) wenigstens einen Drucksensor (8, 15, 16) und eine Kenngrößen-Erfassungseinrichtung (9) umfasst.

13. Fördervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kenngrößen-Erfassungseinrichtung (9) einen

Drehzahlsensor (10) umfasst, mittels welchem eine Drehzahl der Förderschnecke (5a) der Exzenterschneckenpumpe (2) oder eines Antriebs (11) der Antriebseinheit (3) der Fördervorrichtung (1) erfassbar ist, und/oder dass die Kenngrößen- Erfassungseinrichtung (9) einen Drehmomentsensor umfasst, mittels welchem ein Drehmoment der Förderschnecke (5a) der Exzenterschneckenpumpe (2) oder eines Antriebs (11) der

Antriebseinheit (3) der Fördervorrichtung (1) erfassbar ist, und/oder dass die Kenngrößen-Erfassungseinrichtung (9) einen Leistungssensor umfasst, mittels welchem eine Leistung der Förderschnecke (5a) der Exzenterschneckenpumpe (2) oder eines Antriebs (11) der Antriebseinheit (3) der Fördervorrichtung (1) erfassbar ist.

14. Exzenterschneckenpumpe nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucksensor (8) im Bereich des

Auslasses (6) der Rotor-Stator-Einheit (5) oder dass der

Drucksensor (15, 16) nach dem Auslass (6) der Rotor-Stator- Einheit (5) der Exzenterschneckenpumpe (29 in einem Bereich des Förderabschnitts (7) der Fördervorrichtung (1) angeordnet ist.

15. Fördervorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch

gekennzeichnet, dass der Drucksensor (8) in einem Bereich des Auslasses (6) der Rotor-Stator-Einheit (5) angeordnet ist und dass ein weiterer Drucksensor (15, 16) nach dem Auslass (6) der Rotor-Stator-Einheit (5) der Exzenterschneckenpumpe (2) in einem Bereich des Förderabschnitts (7) der Fördervorrichtung (1) angeordnet ist.

16. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (1) eine Solldruck-Einstelleinrichtung (21) zur manuellen Einstellung eines Solldrucks umfasst oder dass der von der

Exzenterschneckenpumpe (2) zu erzeugende Solldruck mittels einer auf einem elektronischen Gerät (24) ausführbaren Anwendung einstellbar ist, wobei die Regeleinrichtung (4) und das elektronische Gerät (24) für einen Datenverkehr drahtlos durch eine direkte Verbindung oder drahtlos über ein Mobilfunknetzwerk verbunden sind.

Description:
"VERFAHREN ZUM BETRIEB EINER FÖRDERVORRICHTUNG UND

FÖRDERVORRICHTUNG"

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer

Fördervorrichtung gemäß dem Anspruch 1 sowie eine

Fördervorrichtung gemäß dem Anspruch 12.

Aus der DE 20 2009 014 678 Ul ist eine Fördervorrichtung bekannt, welche eine Exzenterschneckenpumpe mit einer Rotor-Stator- Einheit mit einem Auslass, eine Antriebseinheit, eine

Regeleinrichtung und einen Förderabschnitt umfasst.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum

Betrieb einer Fördervorrichtung sowie eine Fördervorrichtung zur Durchführung des Verfahrens vorzuschlagen, durch welches die

Fördervorrichtung eine hohe Lebensdauer aufweist und

insbesondere ein gleichmäßiges Versprühen von fließfähigem

Baumaterial gewährleistet ist bzw. welche derart betreibbar ist, dass die Fördervorrichtung eine hohe Lebensdauer aufweist und insbesondere ein gleichmäßiges Versprühen von fließfähigem

Baumaterial gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 12 gelöst. In den jeweiligen Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb einer

Fördervorrichtung zur Förderung eines fließfähigen Baumaterials wie zum Beispiel Farbe oder Putz oder Mörtel, welche eine

Regeleinrichtung, eine Exzenterschneckenpumpe mit einer Rotor- Stator-Einheit mit einem Auslass und eine Antriebseinheit

umfasst, umfasst die Schritte,

ein Solldruck, welchen die das fließfähige Baumaterial pumpende Exzenterschneckenpumpe an dem Auslass oder an einem dem Auslass nachgeordneten Förderabschnitt erreichen soll, wird an einer Solldruck-Einstelleinrichtung

voreingestellt, eine Kenngrößere, insbesondere eine mechanische oder elektrische Leistung und/oder eine Drehzahl und/oder ein Drehmoment und/oder eine Stromstärke der Antriebseinheit der Exzenterschneckenpumpe wird gemessen,

ein Ist-Druck wird in einem Bereich des Auslasses der Rotor-Stator-Einheit und/oder in dem, dem Auslass

nachgeordneten Förderabschnitt, welcher insbesondere als Schlauch oder als Rohr ausgebildet ist, durch wenigstens einen Drucksensor gemessen,

eine Veränderung des von dem wenigsten einen Drucksensor gemessenen Ist-Drucks wird mit wenigstens einer der

Kenngrößen derart in Beziehung gesetzt,

dass im Fall eines Anstiegs des Ist-Drucks über den Solldruck durch die Regeleinrichtung eine Reduzierung wenigstens einer der Kenngrößen derart bewirkt wird, dass der Solldruck wieder erreicht wird und dass im Fall eines Druckabfalls des Ist-Drucks unter den Solldruck durch die Regeleinrichtung eine Erhöhung wenigstens einer der Kenngrößen derart bewirkt wird, dass der Solldruck wieder erreicht wird.

Ein derartiges Verfahren bringt den Vorteil mit sich, dass insbesondere die Antriebseinheit und die Rotor-Stator-Einheit der Exzenterschneckenpumpe durch eine Vermeidung eines Anstiegs des Ist-Drucks über einen Solldruck vor Überlastungen geschützt sind und Druckschwankungen durch ein Einregeln auf den Solldruck mittels einer Anpassung der Kenngröße bzw. der Kenngrößen und insbesondere von mechanischer oder elektrischer Leistung

und/oder Drehzahl und/oder Drehmoment und/oder Stromstärke entgegengewirkt wird, so dass ein Versprühen des fließfähigen Baumaterials mit gleichbleibendem Druck sicher gestellt ist.

Hierbei sind die Drehzahl und das Drehmoment oder Stromstärke und eine stabile, gleichbleibende Spannung bzw. die hieraus resultierende Leistung die Kenngrößen bzw. Faktoren, durch welche letztlich der Ist-Druck der Exzenterschneckenpumpe beeinflusst wird und durch welche wahlweise oder kumulativ somit ein entsprechendes Nachregeln erfolgen kann. Der Ist-Druck wird nach der Rotor-Stator-Einheit nämlich am Auslass der Rotor- Stator-Einheit und/oder an einem nachgeordneten Förderabschnitt gemessen, so dass der Ist-Druck immer in einem Bereich gemessen wird, in welchem dieser bereits durch die Leistung der

Antriebseinheit beeinflusst ist.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass der Ist-Druck von wenigstens zwei Drucksensoren gemessen wird, wobei der Ist-Druck von dem ersten Drucksensor an dem Auslass der Rotor-Stator-Einheit gemessen wird und wobei der Ist-Druck von dem zweiten

Drucksensor an dem dem Auslass nachgeordneten Förderabschnitt gemessen wird, wobei der Förderabschnitt auch eine

Abgabevorrichtung umfasst, aus welcher das fließfähige

Baumaterial verspritzt wird, wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass in der Regeleinrichtung die Ist-Drücke miteinander und mit dem Solldruck verglichen werden. Hierdurch kann zum einen ein ordnungsgemäßer Betrieb auch beim Ausfall eines Drucksensors aufrechterhalten werden und hierdurch kann zum anderen durch einen Vergleich der von den Drucksensoren gemessenen Ist-Drücke auch auf eine Verstopfung oder ein Leck in dem zwischen den Drucksensoren liegenden Bereich des Förderabschnitts geschlossen werden .

Es ist auch vorgesehen, dass im Betrieb ein Erreichen des

Solldrucks derart erfolgt, dass in der Regeleinrichtung auf der Basis eines Unterschieds zwischen dem wenigstens einen gemessen Ist-Druck und dem Solldruck durch einen PI-Regler ein

angepasster Kenngrößenwert, insbesondere ein angepasster

mechanischen oder elektrischen Leistungswert und/oder ein angepasster Drehzahlwert und/oder eine angepasster

Drehmomentwert und/oder ein angepasster Wert der Stromstärke ermittelt wird und eine Leistung und/oder eine Drehzahl und/oder ein Drehmoment des Antriebs der Exzenterschneckenpumpe auf diesen bzw. diese eingestellt wird. Hierdurch ist eine

Nachregelung gewährleistetet, durch welche Druckschwankungen weitgehend vermieden sind.

Bei der Verwendung von wenigstens zwei Drucksensoren ist es vorgesehen, dass von der Regeleinrichtung ein Druckunterschied zwischen dem von dem ersten Drucksensor an dem Auslass

gemessenen Ist-Druck und dem von dem zweiten Drucksensor an dem Förderabschnitt gemessenen Ist-Druck ermittelt wird und dass ein optisches und/oder akustisches Warnsignal aktiviert wird und/oder die Leistung der Antriebseinheit reduziert wird und/oder ein Antrieb der Antriebseinheit der Rotor-Stator- Einheit der Exzenterschneckenpumpe abgeschaltet wird, wenn der von dem zweiten Drucksensor gemessene Ist-Druck erheblich, nämlich insbesondere um mehr als 30% und vorzugsweise mehr als 50% von dem von dem ersten Drucksensor gemessenen Ist-Druck abweicht. Hierdurch lässt sich eine Verstopfung bzw. ein Leck in dem zwischen den Drucksensoren liegenden Förderabschnitt detektieren und somit eine Überlastung der

Exzenterschneckenpumpe bzw. ein Ausfördern des fließfähigen Baumaterials an ungewünschter Stelle vermeiden.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass die Exzenterschneckenpumpe entweder mit einer ersten Rotor-Stator-Einheit zur Förderung von Farbe oder dass die Exzenterschneckenpumpe mit einer zweiten Rotor-Stator-Einheit zur Förderung von Mörtel oder Putz

betrieben wird und dass die Regeleinrichtung abhängig von der in Betrieb befindlichen Rotor-Stator-Einheit entweder mit einem ersten, auf die erste Rotor-Stator-Einheit und Solldrücke von bis zu 180 bar angepassten Regelprogramm betrieben wird oder mit einem zweiten, auf die zweite Rotor-Stator-Einheit und

Solldrücke von bis zu 60 bar angepassten Regelprogramm betrieben wird. Im zweiten Regelprogramm kann auch ein Arbeitsdruck von 10 bis 20 bar und ein Maximaldruck von 40 bar vorgesehen sein.

Entsprechend kann mit der Exzenterschneckenpumpe allein durch einen rasch durchführbaren Wechsel der Rotor-Stator-Einheit und einem entsprechenden Wechsel des Regelprogramms sowohl Farbe als auch Mörtel bzw. Putz bei gleichbleibendem Austrag des

fließfähigen Baumaterials versprüht werden.

Weiterhin ist es auch vorgesehen, dass in Schaltstellungen, in welchen eine Betriebsart-Einstelleinrichtung auf „Befüllen und Reinigen der Exzenterschneckenpumpe" steht, von der

Regeleinrichtung von dem wenigstens einen Drucksensor erfasste Druckänderungen unbeachtet gelassen werden und die

Antriebseinheit in diesen Schaltstellungen der Betriebsart- Einstelleinrichtung mit einer konstanten Drehzahl oder mit einem konstanten Drehmoment oder mit einer konstanten Leistung

betrieben wird, welche allenfalls 50% einer Drehzahl oder eines Drehmoments oder einer Leistung beträgt, mit welcher die

Antriebseinheit in einem „Normalbetrieb" betrieben wird.

Hierdurch ist vermieden, dass beim Befüllen bzw. Reinigen sich sprunghaft verändernde Messwerte des wenigstens einen

Drucksensors das Befüllen oder das Reinigen der

Exzenterschneckenpumpe durch eine Nachregeln der Antriebseinheit ungewünscht beeinflussen.

Alternativ ist es auch vorgesehen, dass in Schaltstellungen in welchen eine Betriebsart-Einstelleinrichtung auf „Befüllen und Reinigen der Exzenterschneckenpumpe" steht, von der

Regeleinrichtung von dem wenigstens einen Drucksensor erfasste Druckänderungen bis zu einem Grenzwert von insbesondere etwa 25 bar unbeachtet gelassen werden und die Antriebseinheit in diesen Schaltstellungen der Betriebsart-Einstelleinrichtung mit einer konstanten Drehzahl oder einer konstanten Leistung betrieben wird, welche allenfalls 50% einer Drehzahl bzw. Leistung beträgt, mit welcher die Antriebseinheit in einem Normalbetrieb arbeitet und die Antriebseinheit in diesen Schaltstellungen der

Betriebsart-Einstelleinrichtung abgeschaltet wird, wenn an dem Drucksensor oder an einem der Drucksensoren der Grenzwert

gemessen wird. Hierdurch ist vermieden, dass beim Befüllen bzw. Reinigen sich sprunghaft verändernde Messwerte des wenigstens einen Drucksensors das Befüllen oder das Reinigen der

Exzenterschneckenpumpe durch eine Nachregeln der Antriebseinheit ungewünscht beeinflussen. Gleichzeitig ist durch einen Grenzwert für die Druckänderung aber sicher gestellt, dass extreme

Druckschwankungen zum Abschalten der Antriebseinheit führen, so dass für den Anwender der Komfort besteht, in Ruhe die Ursache für die extreme Druckschwankung ergründen und beheben zu können. Es ist auch vorgesehen, dass in einer Schaltstellung, in welcher eine Betriebsart-Einstelleinrichtung auf „Rückwärtsfördern von Baumaterial" steht, von der Regeleinrichtung von dem wenigstens einen Drucksensor erfasste Druckänderungen unbeachtet gelassen werden und dass die Antriebseinheit in dieser Schaltstellung der Betriebsart-Einstelleinrichtung in umgekehrter Drehrichtung mit einer konstanten Drehzahl oder einem konstanten Drehmoment betrieben wird, welche bzw. welches gegenüber einem

Normalbetrieb allenfalls 50% einer Drehzahl bzw. eines

Drehmoments beträgt, mit welcher bzw. mit welchem der Antrieb in einem Normalbetrieb arbeitet . Hierdurch ist vermieden, dass beim Rückwärtsfördern sich sprunghaft verändernde Messwerte des wenigstens einen Drucksensors das Rückwärtsfördern der

Exzenterschneckenpumpe durch eine Nachregeln der Antriebseinheit ungewünscht beeinflussen.

Alternativ ist es auch vorgesehen, dass in einer Schaltstellung, in welcher eine Betriebsart-Einstelleinrichtung auf

„Rückwärtsfördern von Baumaterial" steht, von der

Regeleinrichtung von dem wenigstens einen Drucksensor erfasste Druckänderungen bis zu einem Grenzwert von insbesondere etwa 25 bar unbeachtet gelassen werden und dass die Antriebseinheit in dieser Schaltstellung der Betriebsart-Einstelleinrichtung in einer umgekehrten Drehrichtung bei einem unter dem Grenzwert liegenden Ist-Druck mit einer konstanten Drehzahl oder einem konstanten Drehmoment betrieben wird, welche bzw. welches allenfalls 50% einer Drehzahl beträgt, mit welcher die

Antriebseinheit in einem Normalbetrieb arbeitet und der Antrieb in dieser Schaltstellung der Betriebsart-Einstelleinrichtung bei einem den Grenzwert erreichenden Ist-Druck abgeschaltet wird. Hierdurch ist vermieden, dass beim Rückwärtsfördern sich

sprunghaft verändernde Messwerte des wenigstens einen

Drucksensors das Rückwärtsfördern der Exzenterschneckenpumpe durch eine Nachregeln der Antriebseinheit ungewünscht

beeinflussen. Gleichzeitig ist durch einen Grenzwert für die Druckänderung aber sicher gestellt, dass extreme Druckschwankungen zum Abschalten der Antriebseinheit führen, so dass für den Anwender der Komfort besteht, in Ruhe die Ursache für die extreme Druckschwankung ergründen und beheben zu können.

Weiterhin sieht das Verfahren vor, dass der von der

Exzenterschneckenpumpe zu erzeugende Solldruck mittels einer an der Fördervorrichtung angeordneten, manuell betätigbaren

Solldruck-Einstelleinrichtung eingestellt wird und/oder dass der von der Exzenterschneckenpumpe zu erzeugende Solldruck mittels einer auf einem elektronischen Gerät ausführbaren Anwendung eingestellt wird, wobei eine Datenverkehr zwischen der

Regeleinrichtung und dem elektronischen Gerät drahtlos durch eine direkte Verbindung oder drahtlos über ein Mobilfunknetzwerk ausgeführt wird. Hierdurch sind alternativ oder kumulativ die Vorteile einer Vor-Ort-Bedienung und einer Fernbedienung gegeben. Durch eine Bedienung über das elektronische Gerät ist es einem Baustellenleiter einfach möglich, auch mehrere

Fördervorrichtungen zu überwachen bzw. in kurzer Zeit von einem Ort aus einzustellen.

Schließlich sieht das Verfahren vor, dass die Fördervorrichtung in einem Normalbetrieb derart betrieben wird, dass die

Antriebseinheit bei einem von dem ersten Drucksensoren

ermittelten, plötzlichen Abfall des Ist-Drucks auf insbesondere unter 5 bar abgeschaltet wird und/oder von der Regeleinrichtung ein akustisches oder optisches Störungssignal aktiviert wird und/oder von der Regeleinrichtung ein Störsignal an ein

elektronisches Gerät übermittelt wird, sofern der Abfall des Ist-Drucks festgestellt wird, ohne dass ein Leistungsabfall der Antriebseinheit festgestellt wird. Hierdurch kann ein drohender Trockenlauf der Exzenterschneckenpumpe der Fördereinrichtung erkannt werden, so dass vor einem Heißlaufen der

Exzenterschneckenpumpe abgeschaltet werden kann oder andere geeignete Maßnahmen ergriffen werden können.

Die erfindungsgemäße Fördervorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 umfasst eine Exzenterschneckenpumpe mit einer Rotor-Stator-Einheit mit einem Auslass, eine Antriebseinheit, eine Regeleinrichtung und einen Förderabschnitt, wobei die Fördervorrichtung wenigstens einen Drucksensor und eine Kenngrößen-Erfassungseinrichtung umfasst. Durch das Vorhandensein der Kenngrößen-Erfassungseinrichtung ist der Regeleinrichtung auch ein Betriebszustand der

Antriebseinheit bekannt und ist es der Regeleinrichtung damit möglich, eine Stellgröße an einem IST-Zustand der

Antriebseinrichtung zu orientieren.

Weiterhin ist es bei der Fördervorrichtung vorgesehen, dass die Kenngrößen-Erfassungseinrichtung einen Drehzahlsensor umfasst, mittels welchem eine Drehzahl der Förderschnecke der

Exzenterschneckenpumpe oder eines Antriebs der Antriebseinheit der Fördervorrichtung erfassbar ist, und/oder dass die

Kenngrößen-Erfassungseinrichtung einen Drehmomentsensor umfasst, mittels welchem ein Drehmoment der Förderschnecke der

Exzenterschneckenpumpe oder eines Antriebs der Antriebseinheit der Fördervorrichtung erfassbar ist, und/oder dass die

Kenngrößen-Erfassungseinrichtung einen Leistungssensor, welcher insbesondere Spannung und Stromstärke erfasst, welche der

Antrieb der Antriebseinheit aufnimmt, umfasst, mittels welchem eine Leistung der Förderschnecke der Exzenterschneckenpumpe oder eines Antriebs der Antriebseinheit der Fördervorrichtung

erfassbar ist. Die Drehzahl, das Drehmoment und die Leistung sind alternativ oder kumulativ geeignet, der Regeleinrichtung einen Betriebszustand der Antriebseinheit zu vermitteln.

Es ist auch vorgesehen, dass der Drucksensor im Bereich des Auslasses der Rotor-Stator-Einheit oder dass der Drucksensor nach dem Auslass der Rotor-Stator-Einheit der

Exzenterschneckenpumpe in einem Bereich des Förderabschnitts der Fördervorrichtung angeordnet ist. Hiermit wird der Ist-Druck immer in einem Bereich gemessen, in welchem dieser bereits durch die Leistung der Antriebseinheit beeinflusst ist.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass der Drucksensor in einem Bereich des Auslasses der Rotor-Stator-Einheit angeordnet ist und dass ein weiterer Drucksensor nach dem Auslass der Rotor- Stator-Einheit der Exzenterschneckenpumpe in einem Bereich des Förderabschnitts der Fördervorrichtung angeordnet ist. Hierdurch kann zum einen ein ordnungsgemäßer Betrieb auch beim Ausfall eines Drucksensors aufrechterhalten werden und hierdurch kann zum andren durch einen Vergleich der von den Drucksensoren gemessenen Ist-Drücke auch auf eine Verstopfung oder ein Leck des zwischen den Drucksensoren liegenden Bereichs des

Förderabschnitts geschlossen werden.

Schließlich ist es vorgesehen, dass die Fördervorrichtung eine Solldruck-Einstelleinrichtung zur manuellen Einstellung eines Solldrucks umfasst oder dass der von der Exzenterschneckenpumpe zu erzeugende Solldruck mittels einer auf einem elektronischen Gerät ausführbaren Anwendung einstellbar ist, wobei die

Regeleinrichtung und das elektronische Gerät für einen

Datenverkehr drahtlos durch eine direkte Verbindung oder

drahtlos über ein Mobilfunknetzwerk verbunden sind. Hierdurch sind alternativ oder kumulativ die Vorteile einer Vor-Ort- Bedienung und einer Fernbedienung gegeben. Durch eine Bedienung über das elektronische Gerät ist es einem Baustellenleiter einfach möglich, auch mehrere Fördervorrichtungen zu überwachen bzw. in kurzer Zeit von einem Ort aus einzustellen.

Im Sinne der Erfindung ist unter einem Solldruck auch ein

Solldruckbereich zu verstehen, welcher sich von einem Druckwert, welcher 10% und insbesondere 5% unterhalb des Solldrucks liegt, bis zu einem Druckwert, welcher 10% und insbesondere 5% oberhalb des Solldrucks liegt, erstreckt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben .

Hierbei zeigt die Figur 1 eine teilweise geschnittene

Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Fördervorrichtung. In der Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Fördervorrichtung 1 in teilweise geschnittener Seitenansicht dargestellt. Zur

grundsätzlichen Funktionsweise der Fördervorrichtung 1 wird auch auf die bereits oben genannte DE 20 2009 014 678 Ul der

Anmelderin verwiesen.

Die Fördervorrichtung 1 umfasst eine Exzenterschneckenpumpe 2, eine Antriebseinheit 3, eine Regeleinrichtung 4. Die

Exzenterschneckenpumpe 2 umfasst eine Rotor-Stator-Einheit 5 mit einer Förderschnecke 5a und einem Auslass 6. Weiterhin umfasst die Fördervorrichtung 1 einen Förderabschnitt 7, welcher an den Auslasse 6 der Rotor-Stator-Einheit 5 angeschlossen ist. Der Förderabschnitt 7 umfasst einen Schlauch 7a und eine

Abgabevorrichtung 7b, mittels welcher der Ausstoß von flüssigem Baumaterial BM aktivierbar und deaktivierbar und vorzugsweise auch dosierbar ist.

Weiterhin umfasst die Fördervorrichtung 1 einen ersten

Drucksensor 8 und eine Kenngrößen-Erfassungseinrichtung 9. Die Kenngrößen-Erfassungseinrichtung 9 umfasst einen Drehzahlsensor 10, mittels welchem eine Drehzahl eines Antriebs 11 der

Antriebseinheit 3 der Fördervorrichtung 1 erfassbar ist. Hierbei ist der Antrieb 11 als BLDC-Elektromotor 12 ausgebildet und der Drehzahlsensor 10 umfasst wenigstens einen direkt an dem BLDC- Elektromotor 12 verbauten HALL-Sensor 13. Die Antriebseinheit 3 umfasst neben dem Antrieb 11 auch ein Getriebe 14, welches zwischen dem Antrieb 11 und der Exzenterschneckenpumpe 2 verbaut ist. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist es auch vorgesehen, dass der Antrieb einen Asynchronmotor mit

Frequenzumrichter oder einen anderen geeigneten Motor umfasst.

Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvarianten ist es auch vorgesehen, dass der Drehzahlsensor derart angeordnet ist, dass mit dem Drehzahlsensor eine Drehzahl der Förderschnecke der Exzenterschneckenpumpe erfass wird. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvarianten ist es alternativ oder zusätzlich zu der Erfassung einer Drehzahl auch vorgesehen, dass die Fördervorrichtung als Kenngrößen- Erfassungseinrichtung ein Drehmomentsensor umfasst, mittels welchem ein Drehmoment der Förderschnecke der

Exzenterschneckenpumpe oder eines Antriebs der Antriebseinheit der Fördervorrichtung erfassbar ist.

Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvarianten ist es alternativ oder zusätzlich zu der Erfassung einer Drehzahl mit einem Drehzahlsensor und/oder zu der Erfassung eines Drehmoments mit einem Drehmomentsensor auch vorgesehen, dass die

Fördervorrichtung als Kenngrößen-Erfassungseinrichtung einen Leistungssensor umfasst, mittels welchem eine Leistung der Förderschnecke der Exzenterschneckenpumpe oder eines Antriebs der Antriebseinheit der Fördervorrichtung erfassbar ist.

In der Figur 1 ist neben einer ersten Ausführungsvariante, in welcher die Fördervorrichtung 1 nur einen, nämlich den ersten Drucksensor 8 umfasst, auch eine zweite bis sechste

Ausführungsvariante gezeigt.

Hierbei umfasst die Fördervorrichtung 1 in der zweiten

Ausführungsvariante neben dem ersten Drucksensor 8 einen zweiten Drucksensor 15, welcher etwa in der Mitte des Schlauchs 7a angeordnet ist und einen IST-Druck in dem Schlauch 7a erfasst.

Hierbei umfasst die Fördervorrichtung 1 in der dritten

Ausführungsvariante neben dem ersten Drucksensor 8 einen zweiten Drucksensor 16, welcher an der Abgabevorrichtung angeschlossen ist und dort den IST-Druck in einem von dem fließfähigen

Baumaterial durchströmten Abschnitt erfasst.

Hierbei umfasst die Fördervorrichtung 1 in der vierten

Ausführungsvariante als einzigen Drucksensor den Drucksensor 15.

Hierbei umfasst die Fördervorrichtung 1 in der fünften Ausführungsvariante als einzigen Drucksensor den Drucksensor 16.

Hierbei umfasst die Fördervorrichtung 1 in der sechsten

Ausführungsvariante drei Drucksensoren, nämlich die

Drucksensoren 8, 15 und 16.

In sämtlichen Ausführungsvarianten ist der jeweils vorhandene Drucksensor bzw. sind die jeweils vorhandenen Drucksensoren drahtlos oder drahtgebunden an die Regeleinrichtung 4

angeschlossen, welche zur Regelung des Antriebs einen PI-Regler 4a umfasst.

Die nachfolgende Beschreibung ist für alle Ausführungsvarianten zutreffend, sofern nicht ausdrücklich abweichende Ausführungen zu einzelnen Ausführungsvarianten gemacht werden. Die

Fördervorrichtung 1 umfasst auch eine Bedieneinrichtung 17, welche an die Regeleinrichtung 9 angeschlossen ist. Die

Bedieneinrichtung 17 umfasst einen Notaus-Knopf 18, einen Start- Knopf 19 und einen Stopp-Knopf 20. Weiterhin umfasst die

Bedieneinrichtung 17 eine Solldruck-Einstelleinrichtung 21 und eine Betriebsart-Einstelleinrichtung 22. Die Solldruck- Einstelleinrichtung 21 umfasst ein Display 21a, eine erste

Wahltaste 21b und eine zweite Wahltaste 21c. Durch Drücken der Wahltasten 21b bzw. 21c kann der gewünschte Solldruck

eingestellt werden. Die Betriebsart-Einstelleinrichtung 22 umfasst ein Display 22a, eine erste Wahltaste 22b und eine zweite Wahltaste 22c. Durch Drücken der Wahltasten 22b bzw. 22c kann die gewünschte Betriebsart eingestellt werden. Hierbei sind die Betriebsarten „Fördern", „Befüllen und Reinigen der

Exzenterschenkenpumpe" , und „Rückwärtsfördern von

Baumaterial" vorgesehen. Die Betriebsart „Fördern" wird auch als „Arbeitsbetrieb" oder „Normalbetrieb" bezeichnet. Auf der Basis der jeweils eingestellten Parameter erfolgt dann durch Drücken des Start-Knopfes 19 z.B. ein Fördern des Baumaterials BM mit eine Solldruckvorgabe von 100 bar. Die Fördervorrichtung 1 umfasst einen Füllbehälter 23, über welchen der

Exzenterschneckenpumpe 2 das Baumaterial BM zugeführt wird. Bei einer Solldruckvorgabe von 100 bar ist die Fördervorrichtung 1 - wie dargestellt - mit der Rotor-Stator-Einheit 5 ausgestattet, welche für das Fördern von als Mörtel oder Putz ausgebildetem Baumaterial geeignet ist. Für das Fördern von Mörtel oder Putz sind Solldruckvorgaben von bis zu 60 bar vorgesehen. Sofern als Baumaterial Farbe gefördert werden soll, wird die Rotor-Stator- Einheit 5 gegen eine insbesondere hinsichtlich Windungszahl und Durchmesser abweichend ausgelegte, nicht dargestellte Rotor- Stator-Einheit ausgetauscht. Hier sind dann Solldruckvorgaben von bis zu 180 bar vorgesehen.

Für das Fördern von Baumaterial mit der Fördervorrichtung ist es vorgesehen,

dass - wie bereits oben beschrieben - ein Solldruck, welchen die das fließfähige Baumaterial BM pumpende

Exzenterschneckenpumpe 2 an ihrem Auslass 6 oder an einem dem Auslass 6 nachgeordneten Förderabschnitt 7 erreichen soll, an der Solldruck-Einstelleinrichtung 21

voreingestellt wird,

dass eine Kenngröße, nämlich eine Drehzahl des Antriebs 11 der Antriebseinheit 3 mittels eines Drehzahlsensors 10 gemessen wird, wobei es ergänzend oder alternativ auch vorgesehen sein kann, dass eine mechanische oder

elektrische Leistung und/oder ein Drehmoment und/oder eine Stromstärke eines Stromes, welchen der Antrieb aufnimmt, gemessen wird,

dass ein Ist-Druck in einem Bereich des Auslasses 6 der Rotor-Stator-Einheit 5 durch den Drucksensor 8 gemessen wird,

dass eine Veränderung des von dem Drucksensor 8 gemessenen Ist-Drucks mit der von dem Drehzahlsensor 10 erfassten Kenngröße „Drehzahl" und/oder wenigstens einer anderen Kenngröße derart in Beziehung gesetzt wird,

dass im Fall eines Anstiegs des von dem Drucksensor 8 gemessenen Ist-Drucks über den voreingestellten Solldruck durch die Regeleinrichtung 4 eine Reduzierung der Kenngröße „Drehzahl des Antriebs" und/oder wenigstens einer anderen Kenngröße derart bewirkt wird, dass der Solldruck wieder erreicht wird und

dass im Fall eines Druckabfalls des von dem Drucksensor 8 gemessenen Ist-Drucks unter den voreingestellten Solldruck durch die Regeleinrichtung 4 eine Erhöhung der Kenngröße „Drehzahl des Antriebs" und/oder wenigstens einer anderen Kenngröße derart bewirkt wird, dass der Solldruck wieder erreicht wird.

Abhängig von den Möglichkeiten, mit welchen die Regeleinrichtung 4 auf den Antrieb 11 einwirken kann, ist es alternativ oder kumulativ auch vorgesehen, auf die Kenngröße Drehmoment des Antriebs und/oder auf die Kenngröße Leistung des Antriebs einzuwirken, wobei die Kenngrößen zueinander selbstverständlich in einer Beziehung stehen.

Sofern mehr als ein Drucksensor nämlich die Drucksensoren 8 und 15 oder 8 und 16 oder 15 und 16 zur Überwachung des vorgegebenen Solldrucks zum Einsatz kommen, ist in der Regeleinrichtung 4 für die Sensoren 15 bzw. 16 ein gemessener oder errechneter

Druckabfall berücksichtigt, welcher durch den Abstand der

Sensoren 15 bzw. 16 von dem Auslass 6 und die Eigenschaften des Schlauches 7a wie z.B. Durchmesser und Elastizität bestimmt wird

Bei einer Ausführungsvariante der Fördervorrichtung 1 mit wenigstens zwei Drucksensoren z.B. 8 und 15 oder 8 und 16 oder 15 und 16 oder 8 und 15 und 16 ist es vorgesehen, dass von der Regeleinrichtung ein Druckunterschied zwischen dem von dem ersten Drucksensor gemessenen Ist-Druck und dem von dem weiteren Drucksensor gemessenen Ist-Druck ermittelt wird und dass ein optisches und/oder akustisches Warnsignal aktiviert wird

und/oder die Leistung der Antriebseinheit reduziert wird

und/oder ein Antrieb der Antriebseinheit der Rotor-Stator- Einheit der Exzenterschneckenpumpe abgeschaltet wird, wenn der von dem zweiten Drucksensor gemessene Ist-Druck erheblich von dem von dem ersten Drucksensor gemessenen Ist-Druck abweicht. Eine Drehzahl der Förderschnecke 5a der Fördervorrichtung 1 beträgt im Leerlauf maximal 300 ü/ in und vorzugsweise maximal 270 U/min. Unter Last also beim Fördern von fließfähigem

Baumaterial bzw. im sogenannten „Normalbetrieb" beträgt die Drehzahl der Förderschnecke 5a der Fördervorrichtung 1 maximal 300 U/min und vorzugsweise maximal 260 U/min. In den

Betriebsarten „Befüllen und Reinigen der

Exzenterschenkenpumpe" und „Rückwärtsfördern von

Baumaterial" ist die Drehzahl auf maximal 100 U/min und

vorzugsweise maximal 80 U/min begrenzt.

Alternativ oder kumulativ zu der Bedieneinrichtung 17 ist es vorgesehen, dass die Fördervorrichtung 1 ein elektronisches Gerät 24 umfasst, auf welchem eine Anwendung bzw. App ausgeführt wird, mittels welcher die Fördereinrichtung 1 in vergleichbarer Weise wie mit der Bedieneinrichtung 17 bedient werden kann.

Hierzu ist das elektronische Gerät 24, welches beispielsweis als Mobiltelefon oder als Tablet ausgebildet ist, drahtlos mit der Regeleinrichtung 4 verbunden. Hierbei ist es alternativ oder kumulativ vorgesehen, dass eine direkte drahtlose Funkverbindung etabliert ist oder dass das elektronische Gerät 24 und die

Regeleinrichtung 4 über ein Mobilfunknetz miteinander verbunden sind. Sowohl das elektronische Gerät 24 als auch die

Regeleinrichtung 4 umfassen jeweils ein entsprechendes Funkmodul bzw. entsprechende Funkmodule.

Die erwähnte Anwendung ist hierbei als mobile Applikation bzw. App-Lösung ausgebildet, welche unabhängig vom Betriebssystem zur Nutzung auf Mobiltelefonen vorgesehen ist. Hierbei ist die erwähnte drahtlose Funkverbindung zu der Regeleinrichtung insbesondere als WIFI-Funkverbindung oder als Bluetooth- Funkverbindung vorgesehen kann aber auch als Mobilfunkverbindung aufgebaut werden. Bei der kann die Regeleinrichtung hierzu mit einem Mobilfunkmodul ausgestattet werden. Die mobile App-Lösung ist vorzugsweise auch so programmiert, dass diese zur

Überwachung und Steuerung der selben Fördereinrichtung auf mehreren Mobiltelefonen installierbar ist, wobei dann vorzugsweise eines der Mobiltelefone als Mastergerät definiert ist, mittels welchem Steuerbefehle und/oder Eingaben der anderen Mobiltelefone übersteuert werden können. Es ist insbesondere vorgesehen, dass mittels der auf dem Mobiltelefon installierten App-Lösung der Solldruck eingestellt werden kann. Dies kann insbesondere dadurch erleichtert sein, dass mittels der App- Lösung durch die Auswahl einer bestimmten Pumpengarnitur in

Folge hinterlegter Daten gleich das zugehörige Regelprogramm und damit auch der passende Solldruck ausgewählt werden. Zur

Verbesserung der Regelergebnisse ist es auch vorgesehen, dass als weitere Maschinenparamater neben der Bestimmung der

Pumpengarnitur auch eine Bestimmung der Schlauchgarnitur erfolgt, welche insbesondere durch Schlauchlänge und Schlauchdurchmesser definiert ist. Sofern durch die gewählte Schlauchgarnitur an der Fördereinrichtung dann zwei oder mehr Drucksensoren verbaut sind, ist es vorgesehen, dass auch ein durch die Parameter des

Schlauchs bestimmter Druckabfall zwischen den Sensoren von der App-Lösung berechnet wird oder dessen Wert in der App-Lösung hinterlegt ist. Weiterhin ist es vorgesehen, dass zur

Optimierung des Betriebs der Fördereinrichtung und deren

Exzenterschneckenpumpe Kenngrößen des Baumaterials wie Typ (z.B. Mörtel, Farbe, Putz) und/oder Korngröße eingegeben werden.

Hierdurch kann mittels der App-Lösung dann das Regelprogramm optimiert werden. Weiterhin ist es vorgesehen, dass die Anwender mittels der App-Lösung über das Mobiltelefon bei drohendem

Trockenlauf der Fördereinrichtung alarmiert werden. Schließlich ist es vorgesehen, dass die Anwender mittels der App-Lösung

Betriebsstundenzahl, Service-Intervalle, Störungen und weitere Informationen zu jeder mit der App-Lösung registrierten

Fördereinrichtung abgerufen können. Bezugs zeichenliste :

1 Fördervorrichtung

2 Exzenterschneckenpumpe

3 Antriebseinheit

4 Regeleinrichtung

4a PI-Regler

5 Rotor-Stator-Einheit von 2

5a Förderschnecke von 5

6 Auslass von 5

7 Förderabschnitt

7a Schlauch von 7

7b Abgabevorrichtung von 7

8 Drucksensor

9 Kenngrößen-Erfassungseinrichtung

10 Drehzahlsensor

11 Antrieb von 3

12 BLDC-Elektromotor

13 HALL-Sensor als 10

14 Getriebe von 3

15 zweiter Drucksensor

16 dritter Drucksensor

17 Bedieneinrichtung

18 Notaus-Knopf

19 Start-Knopf

20 Stopp-Knopf

21 Solldruck-Einstelleinrichtung 21a Display

21b, 21c Wahltaste

22 Betriebsart-Einstelleinrichtung

22a Display

22b, 22c Wahltaste

23 Füllbehälter

24 elektronisches Gerät

BM Baumaterial