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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR OPERATING A DIESEL ENGINE, AND DIESEL ENGINE WITH A CHECK FUNCTION OF THE NH3 CONCENTRATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/072725
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for operating a diesel engine (1), wherein the NH3 concentration is measured in the exhaust tract (2) downstream of a diesel particle filter (4) combined with an SCR system, and to a corresponding diesel engine (1). When the measured NH3 concentration exceeds a threshold, the low-pressure exhaust recirculation rate is reduced depending on the measured NH3 concentration.

Inventors:
ZHANG, Hong (Spitzwegstraße 16, Tegernheim, 93105, DE)
Application Number:
EP2018/077244
Publication Date:
April 18, 2019
Filing Date:
October 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL AUTOMOTIVE GMBH (Vahrenwalder Straße 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
F01N3/20; F01N3/035; F01N9/00; F01N11/00; F01N13/00; F02D21/08; F02M26/05; F02M26/06
Foreign References:
DE102017105252A12017-10-05
JP2015172339A2015-10-01
DE102016223558A12017-06-22
US9435244B12016-09-06
DE102016222010A12017-06-01
DE102014200092A12014-07-17
US9080488B22015-07-14
US9429059B22016-08-30
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zum Betreiben eines Dieselmotors (1) mit einem im Abgasstrang (2) des Dieselmotors (1) angeordneten SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter (4), bei dem eine wässrige Harnstofflösung in den Abgasstrang (2) eingeführt wird, und einer Abgasrückführeinrichtung mit einer stromab vom SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter (4) abzweigenden Abgasrückführleitung (11) zur Durchführung einer Niederdruckabgasrückführung mit den folgenden Schritten:

- Messen der NH3-Konzentration im Abgas stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters (4); und

- bei Überschreiten eines Schwellenwertes der gemes¬ senen NH3-Konzentration Reduzieren der Nieder- druckabgasrückführrate in Abhängigkeit von der ge¬ messen NH3-Konzentration .

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hochdruckabgasrückführrate des Dieselmotors (1) entsprechend erhöht wird.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Messen der NH3-Konzentration im Abgas ein NH3-Sensor (6) verwendet wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Messen der NH3-Konzentration im Abgas eine

Speicherermittlung eines stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters (4) im Abgasstrang (2) angeord¬ neten SCR-Katalysators (5) in Kombination mit einer Messung eines stromab des SCR-kombinierten Dieselpar- tikelfilters (4) angeordneten NOx-Sensors (10) durch¬ geführt wird.

Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Messen der NH3-Konzentraion im Abgas eine Messung mit NOx-Sensoren (10) stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters (4) und stromab des SCR-Katalysators (5) durchgeführt wird.

Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die NH3-Konzentration im Abgas während der Zuführung der wässrigen Harnstofflösung zum SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter (4) oder zum Abgasstrang davor gemessen wird.

Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Abgasstrang (2), bei dem eine erste Harnstofflösungsdosis stromauf und eine zweite Harnstofflösungsdosis stromab des

SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters (4) in den Ab¬ gasstrang (2) eingeführt wird, die NH3-Konzentration gemessen und für die Entscheidung benutzt wird, wann und wie viel die Abgabe der zweiten Harnstofflösungsdosis aktiviert wird.

Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabe der ersten Harnstofflösungsdosis so lange reduziert wird, bis die NH3-Konzentration unter einem ersten höheren Schwellenwert liegt.

Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn die NH3-Konzentration unter einem zweiten unteren Schwellenwert liegt, die Harnstoffdosiermenge mit der ersten Harnstofflösungsdosis erhöht wird.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Harnstofflösungsdosis in Abhängigkeit von einem NOx-Sensorsignal nach dem

SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter (4) eingeführt wird .

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein NOx-Sensorsignal nach dem SCR-Katalysator (5) zur Steuerung der zusätzlichen Harnstofflösungsdosierung für die korrekte Speicherung von H3 im SCR-Katalysator (5) verwendet wird.

12. Dieselmotor (1) mit einem im Abgasstrang (2) des Dieselmotors (1) angeordneten SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter (4), bei dem eine wässrige Harnstoff¬ lösung in den Abgasstrang (2) eingeführt wird, und einer Abgasrückführeinrichtung mit einer stromab vom

SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter (4) abzweigenden Abgasrückführleitung (11) zur Durchführung einer Niederdruckabgasrückführung, dadurch gekennzeichnet, dass er Einrichtungen zum Messen der NH3-Konzentration im Abgas stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfil¬ ters (4) und Einrichtungen zum Reduzieren der Nieder- druckabgasrückführrate in Abhängigkeit von der gemes¬ senen NH3-Konzentration aufweist.

13. Dieselmotor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass er Einrichtungen zum entsprechenden Erhöhen der Hochdruckabgasrückführrate aufweist .

14. Dieselmotor nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zum Messen der

NH3-Konzentration einen NH3-Sensor (6) umfassen.

15. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Abgasstrang (2) stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters (4) ein

SCR-Katalysator (5) angeordnet ist.

16. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass er eine erste Harnstofflösungs- dosiereinrichtung stromauf und eine zweite Harnstoff- lösungsdosiereinrichtung stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters (4) besitzt.

17. Dieselmotor nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass er einen NOx-Sensor (10) stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters (4) und stromab des SCR-Katalysators (5) aufweist.

Description:
Beschreibung

Verfahren zum Betreiben eines Dieselmotors und Dieselmotor mit Prüfung der NH 3 -Konzentration

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Dieselmotors mit einem im Abgasstrang des Dieselmotors angeordneten SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter, bei dem eine wässrige Harnstofflösung in den Abgasstrang eingeführt wird, und einer Abgasrückführeinrichtung mit einer stromab vom SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter abzweigenden Abgasrückführleitung zur Durchführung einer Niederdruckabgasrückführung .

Bei Dieselmotoren finden eine Hochdruckabgasrückführung

(Hochdruck-EGR) und eine Niederdruckabgasrückführung (Nie- derdruck-EGR) zur Steuerung der NO x -Emissionen Verwendung. Bei der Hochdruckabgasrückführung erfolgt dabei die Abgasentnahme vor der Abgasnachbehandlung, während sie bei der Niederdruckabgasrückführung nach der Abgasnachbehandlung erfolgt. In der Aufwärmphase des Motors und des Abgassystems und auch bei dynamischen Fahrzuständen wird dabei die Hochdruckabgasrückführung stärker genutzt. In anderen Fällen findet die Niederdruckabgasrückführung mehr Verwendung, um bei gleicher NO x -Reduktion den C0 2 -Anteil zu verringern.

Des Weiteren finden im Abgassystem von Dieselmotoren immer mehr Dieselpartikelfilter mit integriertem SCR-Katalysator Verwendung (SDPF) . Ein SCR-Katalysator ist ein Katalysator, der eine selektive katalytische Reduktion durchführt. Bei entsprechender Kombination mit einem Dieselpartikelfilter bzw. entsprechender Integration kann der Dieselpartikelfilter beispielsweise eine SCR-Beschichtung aufweisen. Bei dem Verfahren der selektiven katalytischen Reduktion (SCR) wird zur Reduktion von Stickoxiden kontinuierlich eine wässrige Harnstofflösung in den Abgasstrom eingespritzt, aus welcher durch Hydrolyse Kohlenstoffdioxid und Ammoniak entstehen. Ammoniak reagiert mit den Stickoxiden im Abgas am SCR-Katalysator bzw. SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter zu elementarem Stickstoff 2 und Wasser.

Derartige SCR-kombinierte Dieselpartikelfilter werden immer häufiger eingesetzt, insbesondere in Verbindung mit einem nachgeschalteten SCR-Katalysator, um insbesondere Emissionen sowohl während der Aufwärmphase des Motors als auch bei niedrigen Betriebspunkten (Stadtfahrten) und hohen Betriebspunkten (Autobahnfahrt ) zu reduzieren. Wenn in Kombination mit einem derartigen SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter eine Niederdruckabgasrückführung durchgeführt wird, so zweigt in diesem Fall die Abgasrückführleitung üblicherweise stromab vom

SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter ab. Dabei wird in der Regel davon ausgegangen, dass der im SCR-kombinierten Die- selpartikelfilter gebildete Ammoniak mit den im Abgas vorhandenen Stickoxide vollständig zu Stickstoff umgesetzt wird, so dass kein Ammoniak mehr in die abzweigende Abgasrückführleitung gelangen kann. Bei reellen Fahrbedingungen, bei denen der SCR-kombinierte Dieselpartikelfilter (SDPF) heiß ist (bei- spielsweise über 400 °C) oder NH 3 in einer Überdosierung vorliegt, ist jedoch noch Ammoniak in dem den SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter verlassenden Abgas vorhanden. Bei einer hohen Niederdruckabgasrückführrate wird dann ein Teil des Ammoniaks mit der Abgasrückführleitung zum Motor zurückgeführt und verlässt den Motor wieder teilweise als NO x und teilweise als NH 3 (in Abhängigkeit vom Motorbetriebspunkt) . Dies ist uner ¬ wünscht und führt zu unerwünschten Emissionen und zu einem erhöhten Harnstoffverbrauch . Aus der US 9,080,488 B2 ist ein Verfahren zum Ermitteln des Durchganges von H 3 und NO x durch einen SCR-Katalysator bekannt. Dies wird mittels NOx-Sensoren durchgeführt, die aufstromseitig und abstromseitig des SCR-Katalysators angeordnet sind. Die entsprechenden Signale von diesen Sensoren werden verarbeitet, und hieraus werden die NH 3 - und NO x -Konzentrationen nach dem SCR-Katalysator errechnet.

Aus der US 9,429,059 B2 ist ein Verfahren bekannt, bei dem die NO x - und NH3-Konzentrationen im Abgas mithilfe von zwei

NOx-Sensoren ermittelt werden.

Ferner ist es bekannt, eine entsprechende Abgasrückführung über eine Kalibrierung zu steuern, mit der korrekte Emissionen und korrekte Harnstoffdosiermengen in einem definierten Fahrzyklus festgelegt werden können. Bei reellen Fahrbedingungen ist es jedoch sehr schwierig, eine Kalibrierung festzulegen, die sämtlichen Bedingungen gerecht wird. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein

Verfahren der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, mit dem eine Abgasrückführung zur Emissionsreduzierung besonders genau steuerbar ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren der angegebenen Art durch die folgenden Schritte gelöst:

Messen der NH 3 -Konzentration im Abgas stromab des

SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters; und bei Überschreiten eines Schwellenwertes der gemessenen

NH 3 -Konzentration Reduzieren der Niederdruckabgasrückführrate in Abhängigkeit von der gemessen NH 3 -Konzentration . Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird somit eine zusätzliche Niederdruckabgasrückführratensteuerung in Abhängigkeit von der NH3-Konzentration im Abgas durchgeführt. Je höher die

NH3-Konzentration im den SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter verlassenden Abgasstrom ist, desto geringer wird die Niederdruckabgasrückführrate bemessen. Hierdurch kann der Harnstoffverbrauch optimiert werden. Ferner können die negativen Auswirkungen von NH3 auf die Abgasrückführung oder den Luftkühler verringert werden.

In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird mit der Reduktion der Niederdruckabgasrückführrate eine Hochdruckab- gasrückführrate des Dieselmotors entsprechend erhöht. Zum Messen der NH3-Konzentration im Abgas wird vorzugsweise ein NH3~Sensor verwendet. Dieser Sensor ist dabei zwischen dem SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter und der Abzweigstelle der Abgasrückführleitung angeordnet. Vorzugsweise findet stromab des SCR-kombinierten Dieselpar ¬ tikelfilters und stromab der Abzweigstelle der Abgasrück- führleitung ein zusätzlicher SCR-Katalysataor Verwendung, so dass der Ammoniakanteil im Abgas, der nicht in die Abgas ¬ rückführleitung gelangt, im nachfolgenden SCR-Katalysator zu Stickstoff umgesetzt werden kann.

Wenn ein derartiger SCR-Katalysator vorgesehen ist, dann kann zum Messen der NH3-Konzentration im Abgas eine Speicherermittlung dieses stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters im Abgasstrang angeordneten SCR-Katalysators in Kombination mit einer Messung eines stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters angeordneten NO x -Sensors durchgeführt werden. Die Speicherermittlung des SCR-Katalysators kann hierbei mithilfe eines Antennensensors durchgeführt werden. Bei noch einer anderen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens kann zum Messen der NH 3 -Konzentration im Abgas eine Messung mit NO x -Sensoren stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters und stromab des SCR-Katalysators durchgeführt werden. Es versteht sich, dass es hierbei immer um die Messung der

NH 3 -Konzentration stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters und stromauf der Abzweigstelle der Abgasrückführ- leitung geht. Die entsprechende NH 3 -Konzentration im Abgas wird vorzugsweise während der Zuführung der wässrigen Harnstofflösung zum

SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter oder in den Abgasstrang stromauf desselben gemessen. Wenn ein zusätzlicher SCR-Kata- lysator vorhanden ist, erfolgt die Messung vorzugsweise auch während der Zuführung der Harnstofflösung zu diesem SCR-Kata- lysator oder dem Abgasstrang davor.

Nachfolgend wird eine weitere Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben. Hierbei geht es um die Abgabe von zwei Harnstofflösungsdosierungen stromauf und stromab des

SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters. Bei einem Abgasstrang, bei dem eine erste Harnstofflösungsdosis stromauf und eine zweite Harnstofflösungsdosis stromab des SCR-kombinierten Diesel ¬ partikelfilters in den Abgasstrang eingeführt wird, wird bei dieser Verfahrensvariante die NH 3 -Konzentration in der vorstehend beschriebenen Weise gemessen und für die Entscheidung benutzt, wann und wie viel die Abgabe der zweiten Harnstoff ¬ lösungsdosis aktiviert wird. Je höher die NH 3 -Konzentration nach dem SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter ist, desto mehr wird die Harnstofflösungsdosierung vor dem SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter reduziert, bis die NH 3 -Konzentration unterhalb eines höheren Schwellenwertes liegt, der von der SDPF-Temperatur abhängig ist und beispielsweise 40 ppm betragen kann. Wenn die NH 3 -Konzentration unterhalb eines zweiten unteren Schwellenwertes liegt, der von SDPF-Temperatur abhängig ist und beispielsweise 10 ppm betragen kann, wird die Harnstoffdo ¬ sierungsmenge mit der ersten Harnstofflösungsdosis erhöht. Gleichzeitig hiermit kann die zweite Harnstofflösungsdosis in Abhängigkeit vom NO x -Sensorsignal nach dem SCR-kombinierten Partikelfilter eingeführt werden. Je höher dabei das NO x -Signal ist, desto höher die Harnstoffdosis . Das NO x -Sensorsignal nach dem SCR-Katalysator kann dabei zur Steuerung der zusätzlichen Harnstofflösungsdosierung für die korrekte Speicherung von H3 im SCR-Katalysator verwendet werden . Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Dieselmotor mit einem im Abgasstrang des Dieselmotors angeordneten SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter, bei dem eine wässrige Harnstofflösung in den Abgasstrom eingeführt wird, und eine Abgasrückführein- richtung mit einer stromab vom Dieselpartikelfilter abzweigenden Abgasrückführleitung zur Durchführung einer Niederdruckabgasrückführung. Der Dieselmotor ist dadurch gekennzeichnet, dass er Einrichtungen zum Messen der NH3-Konzentration im Abgas stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters und Ein ¬ richtungen zum Reduzieren der Niederdruckabgasrückführrate in Abhängigkeit von der gemessenen NH3-Konzentration aufweist.

In Weiterbildung weist der Dieselmotor Einrichtungen zum entsprechenden Erhöhen der Hochdruckabgasrückführrate auf. Die Einrichtungen zum Messen der NH3-Konzentration im Abgas stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters können beispielsweise einen NH3-Sensor umfassen. Vorzugsweise ist im Abgasstrang stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters ein zusätzlicher SCR-Katalysator angeordnet. Die Abgasrückführleitung zweigt hierbei zwischen dem SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter und dem zusätzlichen SCR-Katalysator vom Abgasstrang ab.

Bei einer weiteren Variante besitzt der Dieselmotor eine erste Harnstofflösungsdosiereinrichtung stromauf und eine zweite Harnstofflösungsdosiereinrichtung stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters.

Auch können ein NO x -Sensor nach dem SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter und ein NO x -Sensor nach dem SCR-Katalysator angeordnet sein.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungs ¬ beispielen in Verbindung mit der Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung eines Dieselmo ¬ tors mit Abgasstrang einer ersten Ausführungsform; und

Figur 2 eine Darstellung entsprechend Figur 1 einer zweiten Ausführungsform.

Figur 1 zeigt auf schematische Weise einen Dieselmotor 1, der einen Abgasstrang 2 aufweist. Diejenigen Teile des Dieselmotors, die für die hier beschriebene Erfindung von keinem Interesse sind, sind dabei nicht mit Bezugszeichen versehen.

Im Abgasstrang 2 ist am weitesten stromauf ein Dieseloxida- tionskatalysator 3 angeordnet, der in herkömmlicher Weise ausgebildet sein kann. Stromab des Dieseloxidationskatalysators 3 befindet sich im Abgasstrang ein SCR-kombinierter Dieselpartikelfilter (SDPF) 4, bei dem es sich um einen üblichen Dieselpartikelfilter mit integriertem SCR-Katalysator handeln kann. SCR bedeutet hier selektive katalytische Reduktion. Ein derartiger SCR-kombinierter Dieselpartikelfilter 4 arbeitet in der eingangs beschriebenen Art und Weise, wobei eine zugeführte wässrige Harnstofflösung im Katalysator eine weitgehende Umsetzung des Abgases in CO 2 und NH 3 bewirkt und das erzeugte Ammoniak die Stickoxide (NO x ) im Abgas zu Stickstoff (N 2 ) und Wasser reduziert.

Stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters 4 ist im Abgasstrang ein SCR-Katalysator 5 angeordnet, der in der gleichen Weise wie vorstehend beschrieben operiert.

Ein Tank für eine wässrige Harnstofflösung ist mit 8 gekennzeichnet. Vom Tank 8 gehen zwei Zuführeinrichtungen 7 zum Abgasstrang 2 ab, wobei die Zuführeinrichtungen 7 Dosiereinrichtungen aufweisen, die die wässrige Harnstofflösung jeweils stromauf des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters 4 und des SCR-Katalysators 5 in den Abgasstrang einspritzen.

Des Weiteren weist der Dieselmotor 1 zur Emissionsreduzierung eine Abgasrückführeinrichtung auf, die eine Abgasrückführ- leitung 11 besitzt, welche zwischen dem SCR-kombinierten

Dieselpartikelfilter 4 und dem SCR-Katalysator 5 vom Abgasstrang 2 abzweigt. Die Abgasrückführleitung 11 führt einen Teil des Abgases der Ansaugluft des Dieselmotors zu und bewirkt hierdurch eine entsprechende Emissionsreduzierung.

Im Abgasstrang sind weitere Sensoren (Lambdasensoren,

No x -Sensoren etc.) vorgesehen, die in Figur 1 dargestellt sind, auf die jedoch im Einzelnen nicht eingegangen wird, da sie für die Erfindung keine Bedeutung haben. Wie vorstehend erwähnt, wird im SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter 4 H 3 zu 2 und H 2 O umgesetzt. Dies ist jedoch nicht unbedingt in allen Betriebsmodi der Fall, so dass auch uner ¬ wünschtes NH 3 den SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter 4 verlassen kann. Dabei besteht die Gefahr, dass ein Teil des in den Abgasstrang stromab des Dieselpartikelfilters 4 gelangenden NH 3 dabei in die Abgasrückführleitung 11 eindringen und damit Ansaugluft des Dieselmotors beigemischt werden kann. Dies ist im Niederdruckabgasrückführbetrieb der Fall.

Um dies weitgehend zu verhindern, ist im Abgasstrang 2 stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters 4 und stromauf der Abzweigstelle der Abgasrückführleitung 11 ein NH 3 -Sensor 6 vorgesehen, der die NH 3 -Konzentration im Abgas stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters 4 misst. Wenn bei der gemessenen NH 3 -Konzentration ein Schwellenwert überschritten wird, wird von einem mit dem entsprechenden Sensorsignal be ¬ aufschlagten Steuergerät (nicht gezeigt) die Niederdruckab ¬ gasrückführrate in Abhängigkeit von der gemessenen NH 3 -Kon- zentration reduziert, beispielsweise durch graduelles Schließen einer nichtgezeigten Ventileinrichtung. Damit wird eine Zumischung von NH 3 , das den SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter 4 passiert, zum zurückgeführten Abgas verhindert. Des Weiteren wird die vom NH 3 -Sensor 6 gemessene NH 3 -Konzen- tration für die Entscheidung benutzt, wann und wie viel die Abgabe der zweiten Harnstofflösungsdosis aktiviert wird. Diese zweite Harnstofflösungsdosis wird über die in Figur 1 rechts darge ¬ stellte zweite Zuführeinrichtung 7 stromauf des SCR-Katalysators 5 in den Abgasstrom injiziert. Je höher die NH 3 -Konzentration stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters ist, desto mehr wird die Harnstofflösungsdosierung vor dem SCR-kombinierten Dieselpartikelfilter reduziert, bis die NH 3 -Konzentration unter einem höheren Schwellenwert von beispielsweise 40 ppm liegt . Wenn dann NH 3 unter einem zweiten niedrigen Schwellenwert von beispielsweise 10 ppm liegt, kann wiederum die erste Harn ¬ stofflösungszuführeinrichtung die Harnstoffdosierungsmenge erhöhen .

Figur 2 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, bei der ebenfalls die NH 3 -Konzentration stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikelfilters 4 gemessen wird. Zur Konzentrations ¬ messung finden hierbei jedoch statt eines NH 3 -Sensors ein No x -Sensor 10 stromab des SCR-kombinierten Dieselpartikel ¬ filters 4 und ein NO x -Sensor 10 stromab des SCR-Katalysators 5 Verwendung .

Erwähnt sei ferner noch, dass der SCR-kombinierte Dieselpar- tikelfilter 4 und der SCR-Katalysator 5 jeweils mit einem Antennensensor 9 versehen sind.