| Ansprüche 1. Verfahren zum Betreiben eines Hausgerätesteuersystems (1; 1') zum Schalten und/oder Steuern von Hausgeräten (6, 8, 10), wobei das Hausgerätesteuersystem (1; 1' ) ein Digitalstromsystem, mit welchem Daten über ein Gebäudestromnetz übertragen werden können, und wenigstens einen Brandwarnmelder (8) als Hausgerät (6) um- fasst, der eine Brandwarnmelderbaueinheit (20) umfasst, die über eine Digitalstromidentifikationseinheit (22) an das Gebäudestromnetz angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Brandwarnmelder (8) beim Erkennen eines Brandes eine Alarmmeldung über die Digitalstromidentifikationseinheit (22) und das Gebäudestromnetz an ein ihm zugeordnetes Digitalstrommeter (2) und an eine ihm zugeordnete Brandalarmüberwachungseinheit (9) des Digitalstromsystems sendet. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandwarnmelderbaueinheit (20) des Brandwarnmelders (8) , die Brandalarmüberwachungseinheit (9) und der Digitalstromserver (3) jeweils mit einer Notstromversorgung (26) ausgestattet sind und dass für den Fall, dass die Brandwarnmelderbaueinheit (20) einen Netzstromausfall erkennt, die Brandwarnmelderbaueinheit (20) ein hochfrequentes Einheitssignal als Alarmmeldung generiert und das hochfrequente Einheitssignal über die Digitalstromidentifikationseinheit (22) an die Brandalarmüberwachungseinheit (9) übermittelt. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandalarmüberwachungseinheit (9) die Alarmmeldung über einen Digitalstromsystembus (4; 4') an weitere im Digitalstromsystem gegebenenfalls vorgesehene Brandalarmüberwachungseinheiten (9) und an einen Digitalstroraserver (3) des Digitalstromsystems übermittelt. O 2011/094873 29 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Brandalarmüberwachungseinheiten (9) die Alarmmeldung an die Brandwarnmelderbaueinhei¬ ten (20) der ihnen zugeordneten Brandwarnmelder (8) übermitteln, um diese Brandwarnmelder (8) zu aktivieren, und insbesondere der Digitalstromserver (3) die Alarmmeldung an eine externe Sicherheitsdienststelle übermittelt. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandalarmüberwachungseinheit (9) in vorgegebenen, insbesondere periodischen, Zeitabständen den aktuellen Status des ihm zugeordneten Brandwarnmelders (8) abfragt. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass die Brandalarmüberwachungsbaueinheit (9) des Brandwarnmelders (8) die Statusabfrage nicht positiv quittiert, die Brandalarmüberwachungseinheit (9) eine Störungsmeldung an den Digitalstromserver (3) sendet, welcher insbesondere eine externe Sicherheitsdienststelle über die Störung des Brandwarnmelders (8) informiert. 7. Brandwarnmelderbaueinheit für einen Brandwarnmelder (8) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandwarnmelderbaueinheit (20) derart ausgestaltet ist, dass sie beim Erkennen eines Brandes eine in ein Gebäudestromnetz einspeisbare Alarmmeldung erzeugt. 8. Brandwarnmelderbaueinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Notstromversorgung (26) vorgesehen ist. 9. Brandwarnmelderbaueinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandwarnmelderbaueinheit (20) eine Netzstromausfallerkennungseinheit 28) aufweist und dass ein Generator (30) vorgesehen ist zur Generierung eines hochfrequenten Einheitssignals als Alarmmeldung im Falle eines Netzstromausfalls. 10. Brandwarnmelderbaueinheit nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Quittiereinheit (25) zur Quittierung einer Statusabfrage vorgesehen ist. 11. Brandwarnmelderbaueinheit nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ab- deckungserkennungseinheit vorgesehen ist, die derart ausgebildet ist, dass sie erkennt, wenn die Funktionsfähigkeit eines der Brandwarnmelderbaueinheit (20) zugeordneten Brandwarnmelders (8) durch eine Abdeckung beeinträchtigt ist. 12. Brandwarnmelderbaueinheit nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandwarnmelderbaueinheit (20) als Brandwarnmeldersockel ausgebildet ist. 13. Brandwarnmelder zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Brandwarnmelderbaueinheit (20) nach einem der Ansprüche 7 bis 12. 14. Brandalarmüberwachungseinheit zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandalarmüberwachungseinheit (9) derart ausgestaltet ist, dass sie eine von einem ihr zugeordneten Brandwarnmelder (8) nach Anspruch 13 in ein Gebäudestromnetz eingespeiste Alarmmeldung auswerten und auf einen Digitalstromsystembus (4; 4') weiterleiten kann. 15. Brandalarmüberwachungseinheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Notstromversorgung vorgesehen ist. 16. Brandalarmüberwachungseinheit nach Anspruch 15, dass die Brandalarmüberwachungseinheit (9) derart ausgestaltet ist, dass sie einen Netzstromausfall erkennt, und dass ein von einem ihm zugeordneten Brandwarnmelder (8) nach Anspruch 13 generiertes hochfrequentes Einheitssignal von ihr ausgewertet und auf einen Digitalstromsystembus (4, 4') weitergeleitet werden kann. 17. Brandalarmüberwachungseinheit nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ei- ne Statusabfrageerzeugungseinheit zur Generierung einer Statusabfrage für einen der Brandalarmüberwachungseinheit (20) zugeordneten Brandwarnmelder (8) vorgesehen ist. 18. Hausgerätesteuersystem zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einem Digitalstromsystem, mit welchem Daten über ein Gebäudestromnetz übertragen werden können und welches einen oder mehrere Digitalstrommeter (2) umfasst, welche über einen Digitalstromsystembus (4; 4') miteinander verbunden sind, gekennzeichnet durch wenigstens einen Brandwarnmelder (8) nach Anspruch 13, der über eine Digitalstromiden- tifikationseinheit (22) mit einem Gebäudestromnetz und über das Gebäudestromnetz mit einem Digitalstrommeter (2) verbindbar ist, wobei das Digitalstromsystem wenigstens eine Brandalarmüberwachungseinheit (9) nach einem der Ansprüche 14 bis 17 umfasst, die dem wenigstens einen Brandwarnmelder (8) zugeordnet ist und mit Digitalstromsystembus (4; 4') verbunden ist. 19. Hausgerätesteuersystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Kamera (10) als Hausgerät (6) vorgesehen ist und dass das Digitalstromsystem wenigstens eine Kameraüberwachungseinheit (11) umfasst, die der wenigstens einen Kamera (10) zugeordnet ist und mit dem Digitalstromsystembus (4; 4') verbunden ist, wobei die Kamera (10) über eine Digitalstrom- identifikationseinheit (22) mit einem Gebäudestromnetz und über das Gebäudestromnetz mit der Kameraüberwachungseinheit (11) verbindbar ist. 20. Hausgerätesteuersystem nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (10) und die Kameraüberwachungseinheit (11) jeweils mit einer Notstromversorgung ausgestattet sind. 21. Hausgerätesteuersystem nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameraüberwachungseinheit (11) eine Statusabfrageerzeugungseinheit (43) zur Generierung einer Statusabfrage für die der Ka- raeraüberwachungseinheit (11) zugeordnete Kamera (10) aufweist . |
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Hausgerätesteuersystems, eine Brandwarnmelderbaueinheit, einen Brandwarnmelder, eine Brandalarmüberwachungseinheit und ein Hausgerätesteuersystem zur Durchführung eines solchen Verfahrens gemäss Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
Hausgerätesteuersysteme bzw. Systeme für die Hausautomatisierung basieren üblicherweise auf einem der drei Standards X10, KNX und digitalSTROM (im Folgenden als Digitalstrom bezeichnet) . Die vorliegende Erfindung befasst sich mit Hausgerätesteuersystemen, die ein Digitalstromsystem umfassen. Bei einem Digitalstromsystem werden die Steuersignale bzw. Daten über das Gebäudestromnetz, z.B. ein 230V-Netz, übertragen (vgl. Ernst Krempelsauer, „Offene Standards fürs automatische Haus - X10, KNX und DigitalSTROM", in elektor, S. 52-57, Dezember 2009) .
Ein Digitalstromsystem umfasst typischerweise einen oder mehrere als Master fungierende Digitalstrommeter, wobei jeder Digitalstrommeter in einem abgesicherten Stromkreis des Gebäudestromnetzes angeordnet ist. Ein Digitalstrommeter kann den Strom dieses abgesicherten
Stromkreises sowie einzelner in dem abgesicherten Stromkreis angeordneter Geräte messen. Ferner ist in der Regel ein Digitalstromserver für das Verwalten von mehreren abgesicherten Stromkreisen eines Gebäudestromnetzes vorge- sehen. Der Digitalstromserver dient als Plattform zur An- bindung weiterer Systeme und der Anbindung ans Internet insbesondere über eine TCP/IP-Schnittstelle (Transmission Control Protocol/Internet Protocol-Schnittstelle) . Weiter umfasst das Digitalstromsystem elektrische Geräte, wie beispielsweise Lampen, Dimmer und Bewegungssensoren, die über das Gebäudestromnetz basierend auf dem Digitalstromstandard kommunizieren. Es sind Digitalstromidentifikati- onseinheiten (auch Digitalstromidentifikations-Devices oder Digitalstromchips genannt) als Clients vorgesehen, über welche die vorgenannten elektrischen Geräte an das Gebäudestromnetz bzw. an den jeweiligen abgesicherten Stromkreis angeschlossen werden. Es kann ein so genannter Digitalstromlink als Schwestereinheit bzw. Schwesterchip zur Digitalidentifikationseinheit zur Einbindung aller erdenklichen elektrischen Geräte in das Digitalstromsystem vorgesehen sein (vgl.
www. aizo . com/de/technologie/tech_system_komplettsystem. ph P ) ·
Jeder Digitalstromidentifikationseinheit wird eine weltweit einmalige Nummer zugewiesen zur eindeutigen Identifikation des über die jeweilige Digitalstromidenti- fikationseinheit angeschlossenen elektrischen Geräts. Die Digitalstromidentifikationseinheit ist typischerweise als Hochvoltchip bzw. Hochvoltschaltkreis ausgeführt, der ein Netzteil, einen Prozessor und eine für das angeschlossene elektrische Gerät spezifische Hochvoltelektronik umfasst und eine zuverlässige Datenübertragung vom angeschlossenen elektrischen Gerät in das Gebäudestromnetz ermöglicht. Die Digitalstromidentifikationseinheit kann beispielsweise in einem Plastikgehäuse vergossen als Elektronikbauteil in eine elektrische Schaltung eingebaut werden. Weist das anzuschliessende elektrische Gerät keine eigene elektrische Schaltung auf, wie dies beispielsweise bei einer Lampe der Fall ist, kann die Digitalstromidentifikationseinheit direkt an ein Kabel des Gebäudestromnetzes angebracht oder in Form einer Lüsterklemme einge- setzt werden (vgl.
www. aizo . com/de/technologie/tech_system_hardware . php, DE-Ul-20 2005 002 237, siehe auch DE-Ul-20 2008 016 970) .
Der Digitalstromserver und die Digitalstrommeter sind über einen Digitalstromsystembus nach dem Standard dS485 verbunden, wobei der Standard dS485 an den Standard RS-485 angelehnt ist. Insgesamt können üblicherweise 64 Teilnehmer an einen Digitalstromsystembus nach dem Standard dS485 angeschlossen werden, der in der Regel als offener Systembus ausgestaltet ist. Die Kommunikation zwischen den angeschlossenen elektrischen Geräten und der Digitalstromidentifikationseinheit und/oder dem Digital- stromidentifikationslink erfolgt in der Regel nach dem Standard dS232, der an den Standard RS-232 angelehnt ist (vgl.
www . aizo . com/de/technologie/tech_system_komplettsystem. ph P ) ·
Bei einem Digitalstromsystem wird für die Datenübertragung der Bereich des Nulldurchgangs der Wechselspannung des Gebäudestromnetzes genutzt, wobei Daten durch sehr kurzes Aus- und Einschalten in der Nähe des Nulldurchgangs des Wechselstroms transportiert werden und die Wirkleistung von angeschlossenen elektrischen Geräten gezielt variiert wird (vgl. Ernst Krempelsauer, „Offene Standards fürs automatische Haus - X10, KNX und Digital- STROM", in elektor, S. 52-57, Dezember 2009,
www. aizo . com/de/technologie/tech_system_funktionsweise . ph p, siehe auch EP-Al-1 675 274, WO-A2-2005/124477 ) .
Zur Detektion von Bränden in Gebäuden und Wohnungen werden heutzutage üblicherweise Rauchwarnmelder eingesetzt, wobei je nach Raumgrösse ein oder mehrere Rauchwarnmelder in Deckenmontage als separate Punktmelder in einem Raum eingesetzt werden. Detektiert der Rauchwarnmelder einen Brand, so gibt er lokal einen Signalton, typischerweise als Dauerton, ab. Eine Weitergabe der Brandmeldung an eine externe Stelle erfolgt nicht. Ebenso sind die einzelnen in einem Gebäude bzw. einer Wohnung eingesetzten Rauchwarnmelder üblicherweise nicht miteinander verknüpft. Es ist jedoch bei einigen bekannten Rauchwarnmeldern möglich, diese mit einem Funkmodul nach- zurüsten, was die Kommunikation der Rauchwarnmelder untereinander ermöglicht, sodass ein Rauchwarnmelder, der einen Brand detektiert hat, eine Alarmmeldung (auch
Alarmtelegramm genannt) an die anderen in einem Gebäude bzw. einer Wohnung angebrachten Rauchwarnmelder, die den Brand noch nicht detektiert haben, über Funk weitergeben kann, um diese bzw. deren Signaltongeber zu aktivieren. Das Funknetzwerk überprüft sich hierbei in der Regel alle 24 Stunden automatisch. Es ist auch möglich, die einzelnen Rauchwarnmelder über Schwachstromkabel zu verknüpfen, was primär bei Neubauvorhaben sinnvoll erscheint. Ist der Rauchwarnmelder in seiner Funktion gestört, zum Beispiel bei ungenügend geladener Batterie, so gibt der Rauchwarnmelder in der Regel ca. jede Stunde einen Piepton ab. Je nach Beanspruchung des Brandwarnmelders (Anzahl der Alarmierungen mittels Signaltongeber) ist typischerweise alle 12 bis 15 Monate ein Batteriewechsel erforderlich. Ohne die zur Stromversorgung erforderliche Batterie erfüllt ein Rauchwarnmelder nur eine Alibifunktion. Ab dem Jahre 2012 ist die Installation von Rauchwarnmeldern in Neubauten zwingend vorgeschrieben. Bis Ende des Jahres 2014 müssen auch bestehende Wohneinheiten mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet werden.
Aus dem Stand der Technik sind Brandwarnmelder bekannt, die als Ein- oder Mehrkriterienbrandwarnmel- der ausgestaltet sind und als Mehrkriterienvariante mehrere unterschiedliche Sensoren in einem als Punktmelder ausgestalteten Brandwarnmelder umfassen. So umfasst der Mehrkriterienbrandwarnmelder von COPTIR unabhängige
Rauchgas-, Foto-, Wärme- und Infrarotsensoren, die von einem gemeinsamen Mikroprozessor gesteuert werden, wobei unter Rauchgas Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Stickstoffdioxid etc. verstanden wird. Durch die technische Weiterentwicklung der in den Brandwarnmeldern verwendeten Sen- sorik sind aus Einkriterienbrandwarnmeldern Hochtechnolo- gie-Mehrkriterienbrandwarnmelder entstanden, die in der Lage sind, jeden Entstehungsbrand im Wesentlichen sicher und fehlerfrei zu detektieren und bei Bedarf über eine eingebaute Schnittstelle eine Reihe von relevanten Zu- satzinformation zu liefern.
Darstellung der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines Hausgerätesteuersystems zum Schalten und/oder Steuern von Hausgeräten mit wenigstens einem Brandwarnmelder (auch Brandmelder genannt) als Hausgerät bereitzustellen, mit welchem ein Brand in einem Gebäude bzw. einer Wohnung, oder einem Büro oder einer anderen Gebäudeeinheit effizient und zuverlässig erkannt, insbesondere redundant vernetzt akustisch signalisiert und ferner insbesondere an eine externe Sicherheitsdienststelle gemeldet werden kann. Hierbei kann unter einem Gebäude bzw. einer Gebäudeeinheit zum Beispiel auch ein Büro von freiberuflich Tätigen, ein Kleingewerbebetrieb, eine Schule, eine Kindertagesstätte, ein Kindergarten, ein Kinderhort sowie ein (insbesondere kleineres) Heim und ein Beherbergungsbetrieb (insbesondere mit weniger als 12 Gästebetten) verstanden werden. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung eine Brandwarnmelderbaueinheit, einen Brandwarnmelder, eine Brandalarmüberwachungseinheit und ein Hausgerätesteuersystem zur Durchführung eines solchen Verfahrens bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betreiben eines Hausgerätesteuersystems, eine Brandwarnmelderbaueinheit, einen Brandwarnmelder, eine Brandalarmüberwachungseinheit und ein Hausgerätesteuersystem mit den Merkmalen der jeweiligen unabhängigen Ansprüche gelöst.
Das erfindungsgemässe Verfahren dient zum Betreiben eines Hausgerätesteuersystems, welches ein Di- gitalstromsystem und wenigstens einen Brandwarnmelder um- fasst, wobei eine Brandwarnmelderbaueinheit des Brandwarnmelders über eine Digitalstromidentifikationseinheit an ein Gebäudestromnetz angeschlossen ist. Gemäss dem er- 5 findungsgemässen Verfahren sendet die Brandwarnmelderbaueinheit bzw. der Brandwarnmelder beim Erkennen eines Brandes eine Alarmmeldung über die Digitalstromidentifi- kationseinheit und das Gebäudestromnetz an ein ihr bzw. ihm zugeordnetes Digitalstrommeter des Digitalstromsys-0 tems und an eine ihr bzw. ihm zugeordnete Brandalarmüberwachungseinheit des Digitalstromsystems.
Die erfindungsgemässe Brandwarnmelderbaueinheit ist derart ausgestaltet, dass sie beim Erkennen eines Brandes eine in das Gebäudestromnetz einspeisbare5 Alarmmeldung erzeugt. Die erfindungsgemässe Brandwarnmelderbaueinheit ist bevorzugt als Brandwarnmeldersockel, d.h. als Sockel für einen Brandwarnmelder ausgebildet. Die erfindungsgemässe Brandwarnüberwachungseinheit ist derart ausgestaltet, dass sie eine von einem ihr zugeord-o neten erfindungsgemässen Brandwarnmelder bzw. ein von einer ihr zugeordneten erfindungsgemässen Brandwarnmelderbaueinheit in das Gebäudestromnetz eingespeiste Alarmmeldung verarbeiten und/oder auswerten und auf einen Digitalstromsystembus des Digitalstromsystem weiterleiten
5 kann. Der erfindungsgemässe Brandwarnmelder umfasst eine erfindungsgemässe Brandwarnmelderbaueinheit .
Das erfindungsgemässe Hausgerätesteuersystem umfasst ein Digitalstromsystem mit einem oder mehreren Digitalstrommetern, welche über den Digitalstromsystembuso miteinander verbunden sind und kommunizieren können, und wenigstens einen erfindungsgemässen Brandwarnmelder und eine diesem zugeordnete erfindungsgemässe Brandalarmüberwachungseinheit. Der Brandwarnmelder ist über eine ihm zugeordnete Digitalstromidentifikationseinheit mit dem5 Gebäudestromnetz und über das Gebäudestromnetz mit einem dem Brandwarnmelder zugeordneten Digitalstrommeter ver- bindbar. Die Brandalarmüberwachungseinheit ist an den Digitalstromsystembus angeschlossen .
Wird von einem Brandwarnmelder ein Brand erkannt, so übermittelt die Brandalarmüberwachungseinheit die von dem Brandwarnmelder empfangene Alarmmeldung vorzugsweise über den Digitalstromsystembus an weitere an den Digitalstromsystembus angeschlossene Brandalarmüberwachungseinheiten. Diese weiteren Brandalarmüberwachungseinheiten übermitteln die Alarmmeldung wiederum an die ihnen zugeordneten Brandwarnmelder bzw. Brandwarnmelderbaueinheiten und aktivieren diese Brandwarnmelder hierdurch. Die die Alarmmeldung empfangende Brandalarmüberwachungseinheit übermittelt die Alarmmeldung ferner über den Digitalstromsystembus vorzugsweise an den Digitalstromserver, der die Alarmmeldung dann an eine externe Sicherheitsdienststelle wie z.B. die Feuerwehr und/oder ein Sicherheitsunternehmen, welche ständig personell besetzt sind, weiterleitet.
Die Brandwarnmelderbaueinheit des Brandwarnmelders, die Brandalarmüberwachungseinheit und der Digitalstromserver sind bevorzugterweise mit einer Notstromversorgung für den Fall des Ausfalls des Gebäudestromnetzes ausgestattet. Erkennt die Brandwarnmelderbaueinheit einen Netzstromausfall und gleichzeitig über den mit ihr verbundenen Brandwarnmelder einen Brand, so generiert die Brandwarnmelderbaueinheit vorzugsweise ein hochfrequentes Einheitssignal, insbesondere ein hochfrequentes Einheitssignal im Kilohertzbereich, welches beim Detektieren eines Brandes bei Netzstromausfall als redundantes Alarmübertragungssignal im Gebäudestromnetz - und somit im weitesten Sinne als Alarmmeldung - dient, und übermittelt dieses hochfrequente Einheitssignal an die Brandalarmüberwachungseinheit, welche die Alarmmeldung nun insbesondere über den Digitalstromsystembus an den Digitalstromserver und weitere Brandalarmüberwachungseinheiten kommunizieren kann. W
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Mittels des Digitalstromservers kann die Alarmmeldung nun auch bei Netzstromausfall an eine externe Sicherheitsdienststelle übermittelt werden. Die Brandwarnmelderbaueinheit weist hierfür vorzugsweise eine Netzstromausfallerkennungseinheit und einen Signalgenerator auf, wobei der Signalgenerator der Erzeugung des hochfrequenten Einheitssignals im Falle eines erkannten Netzstromausfalls dient. Die Brandalarmüberwachungseinheit weist hierfür vorzugsweise ebenfalls eine Netzstromausfallerkennungseinheit auf und ist derart ausgestaltet, dass sie das von der Brandwarnmelderbaueinheit erzeugte hochfrequente Einheitssignal verarbeiten bzw. auswerten und über den Digitalstromsystembus an den Digitalstromserver weiterleiten kann.
Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass für den Fall, dass die Brandwarnmelderbaueinheit einen Brandalarm bei Netzstromausfall erkennt, diese ein Funksignal erzeugt, welches sie dann über ein Funknetz, beispielsweise ein so genanntes Wireless Local Area Network (WLAN) , an die ihr zugeordnete Brandalarmüberwachungseinheit und/oder an weitere Brandwarnmelderbaueinheiten bzw. Brandwarnmelder und/oder den Digitalstromserver übermittelt, wobei diese Komponenten ebenso jeweils mit einem entsprechenden LAN-Modul ausgestattet sind. Entsprechend kann von einer externen Sicherheitsstelle mittels Funk eine Fernwartung und Fernfunktionsüberprü- fung der Brandwarnmelder bzw. der Brandwarnmelderbaueinheiten durchgeführt werden.
Die Brandwarnmelder können beispielsweise auch anstatt in Deckenmontage als Handfeuermelder (sogenannte manuelle Alarmtaster - auch Meldertaster genannt - nach DIN EN 54 Teil 11) in Verbindung mit einer erfin- dungsgemässen Brandwarnmelderbaueinheit ausgeführt sein.
Zusätzlich zu den Brandwarnmeldern bzw. den Brandwarnmelderbaueinheiten können weitere Sensoren bzw. Sensoreinheiten der Sicherheitstechnik vorgesehen sein, wie beispielsweise linienförmige Rauch- oder Wärmemelder, Gaswarnmelder, Glasbruchsensoren, auf sich bewegende Wärmeobjekte reagierende Sensoren, Infrarot-Lichtschranken, Reed- und/oder Störmeldekontakte, Körperschalldetektoren etc., die entsprechend der Brandwarnmelder jeweils über eine Digitalstromidentifikationseinheit und gegebenenfalls über einen Digitalstromlink mit einem abgesicherten Stromkreis des Gebäudestromnetzes verbunden sind. Den weiteren Sensoren bzw. Sensoreinheiten ist jeweils eine der Brandalarmüberwachungseinheit entsprechende Sensor- Überwachungseinheit zugeordnet, die über den Digitalstromsystembus mit dem Digitalstromserver und weiteren Sensorüberwachungseinheiten verbunden ist. Die weiteren Sensoren bzw. Sensoreinheiten und die Sensorüberwachungseinheiten weisen vorzugsweise eine akkumulatorgepufferte Notstromversorgung für den Fall des Netzstromausfalls auf .
Der erfindungsgemässe Brandwarnmelder bzw. die erfindungsgemässe Brandwarnmelderbaueinheit können über die Digitalstromidentifikationseinheit und gegebe- nenfalls den Digitalstromlink zusammen mit der erfin- dungsgemässen Brandwarnüberwachungseinheit einfach nachgerüstet und in ein bestehendes Hausgerätesteuersystem, welches ein Digitalstromsystem einsetzt, eingebracht werden. Die Brandwarnmelder (auch Alarmmelder genannt) kön- nen vorteilhafterweise innerhalb einer Nutzereinheit (wie z.B. einer Wohnung, eines Einfamilienhauses, einer Kindertagesstätte, einer Büroetage etc.) signaltechnisch redundant miteinander vernetzt werden, ohne dass zusätzliche Leitungsinstallationen erforderlich sind. Lediglich die Brandwarnüberwachungseinheit muss an den Digitalstrombus und einen abgesicherten Stromkreis und der
Brandwarnmelder muss über die Identifikationseinheit an den abgesicherten Stromkreis angeschlossen werden. Dies hat eine preiswerte Um- bzw. Nachrüstung zur Folge.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und den anhand der Zeichnungen nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen Hausgerätesteuersystems,
Figur 2 eine vereinfachte schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfin- dungsgemässen Hausgerätesteuersystems,
Figur 3 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemässen Brandalarmmelders mit einer erfin- dungsgemässen Brandwarnmelderbaueinheit und
Figur 4 eine schematische Darstellung einer Kamera als Hausgerät für das erfindungsgemässe HausgerätesteuerSystem.
In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen strukturell bzw. funktionell gleiche bzw. gleichwirkende Komponenten.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
In Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Hausgerätesteuersystems 1. Das Hausgerätesteuersystem 1 umfasst beispielhaft drei Digitalstrommeter 2 und vorzugsweise einen Digitalstromserver 3, welche über einen Digitalstromsystembus 4 nach dem Standard dS485 verbunden sind. Der Digitalstromserver 3 ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass er an das Internet angeschlossen und über das Internet kommunizieren kann, was durch den Pfeil 7 symbolisiert ist. Das heisst, der Digitalstromserver 3 ist vorzugsweise als Webserver ausgestaltet.
Jedes Digitalstrommeter 2 ist einem abgesicherten Stromkreis 5 mit wenigstens einem elektrischen Hausgerät 6 zugeordnet und in einen solchen integriert, wobei einem abgesicherten Stromkreis 5 selbstverständlich auch mehr als ein Digitalstrommeter 2, insbesondere ein Digitalstrommeter 2 für jedes Hausgerät 6, zugeordnet sein kann. Das elektrische Hausgerät 6 ist über eine nicht gezeigte Digitalstromidentifikationseinheit - gegebenenfalls in Verbindung mit einem nicht dargestellten Digitalstromlink - an den gesicherten Stromkreis 5 angeschlossen, so dass dem Hausgerät 6 für die Steuerung und das Schalten eine eindeutige Nummer für die Identifikation zugewiesen ist. Bei dem elektrischen Hausgerät 6 handelt es sich beispielhaft um eine Lampe. Über die jeweiligen Digitalstrommeter 2 wird der in den einzelnen abgesicherten Stromkreisen 5 und durch die jeweiligen elektrischen Hausgeräte 6 fliessende Strom gemessen. Mittels des Digitalstromservers 2 können die elektrischen Hausgeräte 6 geschaltet und gesteuert, beispielsweise die Lampen 6 ein- und ausgeschaltet werden.
Die abgesicherten Stromkreise 5 sind Stromkreise eines Gebäudestromnetzes, welches ein Gebäude bzw. in einem Gebäude vorgesehene Gebäudeeinheiten bzw. Objekte wie Wohneinheiten, Büros, Geschäfte etc. mit Netzwechselspannung bzw. Netzstrom versorgt. Bei dem Gebäudestromnetz kann es sich z.B. um ein 230V-
Wechselspannungsnetz mit einer Frequenz von 50 Hertz oder um ein 110V-Wechselspannungsnetz mit einer Frequenz von 60 Hertz handeln. Zur Verteilung der Netzspannung an die Abnehmer und somit an die abgesicherten Stromkreise 5 um- fasst das Gebäudestromnetz drei Aussenleiter LI, L2, L3, einen Neutralleiter N und einen Schutzleiter PE oder alternativ einen PEN-Leiter (Protective Earth Neutral) , welcher zugleich die Funktionen des Schutzleiters PE und des Neutralleiters N erfüllt. Jeder abgesicherte Stromkreis 5 ist mit einem nicht näher bezeichneten Anschluss an den Neutralleiter N und mit einem nicht näher bezeichneten Anschluss an den Aussenleiter LI angeschlossen, wobei zwischen dem Aussenleiter LI und dem Digitalstrommeter 2 eine Sicherung 16 bzw. ein Sicherungsautomat 16, W
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beispielsweise ein Sicherungsautomat F16A, zur Absicherung des jeweiligen Stromkreises 5 vorgesehen ist.
Jedem abgesicherten Stromkreis 5 ist vorzugsweise ein weiteres elektrisches Hausgerät in Form eines erfindungsgemässer Brandwarnmelder 8 zugeordnet, wobei wenigstens ein Brandwarnmelder 8 vorgesehen ist und die Brandwarnmelder 8 bevorzugt parallel zu den Lampen 6 geschaltet sind. Bei dem Brandwarnmelder 8 handelt es sich vorzugsweise um einen punktförmigen Brandwarnmelder, der in Deckenmontage angebracht ist. Auch der Brandwarnmelder 8 ist an den jeweiligen abgesicherten Stromkreis 5 über eine nicht dargestellte Digitalstromidentifikationsein- heit - gegebenenfalls in Verbindung mit einem nicht dargestellten Digitalstromlink - angeschlossen, so dass dem Brandwarnmelder 8 für das Schalten bzw. die Steuerung eine eindeutige Nummer für die Identifikation zugewiesen ist. Der erfindungsgemässe Brandwarnmelder 8 ist weiter unten im Zusammenhang mit Figur 3 näher beschrieben.
Jedem Brandwarnmelder 8 ist eine Brandalarmüberwachungseinheit 9 zugeordnet, die parallel zu einem Digitalstrommeter 2 geschaltet ist und mit den Aussenlei- tern LI, L2, L3 und mit dem Nullleiter N des Gebäudestromnetzes verbunden ist. Die Brandalarmüberwachungseinheiten 9 sind über den Digitalstromsystembus 4 mit den Digitalstrommetern 2 und mit dem Digitalstromserver 3 verbunden und können über den Digitalstromsystembus 4 mit diesen kommunizieren. Das Digitalstrommeter 2, welches einem abgesicherten Stromkreis 5 zugeordnet ist, misst den Strom durch den Brandwarnmelder 8 des abgesicherten Stromkreises 5. Die Brandalarmüberwachungseinheiten 9 bilden vorzugsweise zusammen mit dem Digitalstromserver 3, den Digitalstrommetern 2 und dem Digitalstromsystembus 4 Teil des Digitalstromsystems des Hausgerätesteuersystems 1 und werden daher auch als Digitalstrombrandalarm- Überwachungseinheiten bezeichnet .
In einem der abgesicherten Stromkreise 5' ist bevorzugt eine Kamera 10 als elektrisches Hausgerät ange- ordnet, die insbesondere der Videoüberwachung eines Raumes in dem Gebäude dient und parallel zu der Lampe 6 bzw. dem Brandwarnmelder 8 geschaltet ist. Die Kamera 10 ist über eine nicht dargestellte Digitalstromidentifikations- einheit - gegebenenfalls in Verbindung mit einem Digitalstromlink - an den abgesicherten Stromkreis 5' angeschlossen, so dass der Kamera 10 für die Steuerung und das Schalten eine eindeutige Nummer für die Identifikation zugewiesen ist. Selbstverständlich kann in jedem abgesicherten Stromkreis 5 eine derartige Kamera vorgesehen sein .
Der Kamera 10 ist eine Kameraüberwachungseinheit 11 (auch Videoadapter genannt) zugeordnet, die vorzugsweise Teil des Digitalstromsteuersystems 1 bildet und daher auch als Digitalstromkameraüberwachungseinheit bzw. Digitalstromvideoadapter bezeichnet wird. Über die Digitalstromidentifikationseinheit ist die Kamera 10 mit dem abgesicherten Stromkreis 5' des Gebäudestromnetzes und über den abgesicherten Stromkreis 5' mit der Kameraüberwachungseinheit 11 verbunden. Die Kameraüberwachungseinheit 11 ist über den Digitalstromsystembus 4 mit den Digitalstrommetern 2 und dem Digitalstromserver 2 verbunden. Sie weist einen Entkoppler 12 zur Entkopplung vom abgesicherten Stromkreis 5' und einen Signalwandler 13 auf, um das von der Kamera 10 aus dem abgesicherten
Stromkreis ausgekoppelte und empfangene Videosignal in ein Signal zu wandeln, was über eine TCP/IP-Schnittstelle an den Digitalstromserver 3 übertragen werden kann, wobei für die Übertragung eine entsprechende Verbindung 14 zwischen der Kameraüberwachungseinheit 11 und dem Digitalstromserver 3 besteht. Für den Fall, dass das von der Kameraüberwachungseinheit 11 von der Kamera 10 empfangene Videosignal verschlüsselt ist, weist die Kameraüberwachungseinheit 11 vorzugsweise eine Entschlüsselungseinheit zum Entschlüsseln des verschlüsselten Videosignals auf . Die Kameraüberwachungseinheit 11 kann ferner eine Statusabfrageerzeugungseinheit zur Generierung einer Statusabfrage (auch Lebensmeldung genannt) für die Kamera 10 aufweisen, wobei die Kameraüberwachungseinheit 11 die Statusabfrage in vorgegebenen - vorzugsweise periodischen - Zeitabständen an die Kamera 10 sendet, die den Erhalt der Statusabfrage bei störungsfreier Funktionsfähigkeit der Kamera 10 positiv quittiert und diese positive Quittierung an die Kameraüberwachungseinheit 11 zurücksendet. Auf diese Weise kann eine ständige Überwachung der Kamera 10 erfolgen. Empfängt die Kameraüberwachungseinheit 11 nach einer Statusabfrage keine oder eine negative Quittierung, so generiert sie eine Störungsmeldung und sendet diese über den Digitalst omsystembus 4 und den Digitalstromserver 3 an eine ständig besetzte externe Serviceleistungsstelle. Die Kamera 10 ist detaillierter weiter unten im Zusammenhang mit Figur 4 beschrieben.
Da der Brandwarnmelder 8 an den Netzstrom angeschlossen ist und über eine Notstromversorgung verfügt, sind keine häufigen Batteriewechsel durch den Benutzer/Betreiber erforderlich. Durch die wiederholte Abfrage des Status des Brandwarnmelders wird verhindert, dass dieser beispielsweise durch vernachlässigte Wartung und Instandhaltung nur noch eine Alibifunktion z.B. gegenüber einer Behörde oder einem Schornsteinfeger erfüllt.
Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässes Hausgerätesteuersystems 1' , bei welchem die mit einem separaten Digitalstromsystembus 4' verbundenen Komponenten des Digitalstromsystems, welche im Zusammenhang mit der Sicherheit stehen, d.h. die Brandalarmüberwachungseinheiten 9, optional die Kameraüberwachungseinheit 11 und der Digitalstromserver 3 in Bezug auf ihre Anschlüsse auf einer Seite der Aussen- leiter LI, L2, L3, des Schutzleiters PE und des Neutralleiters N bzw. eines PEN-Leiters zusammengefasst sind, während sich die der Einfachheit halber nicht dargestellten (es wird diesbezüglich auf Figur 1 verwiesen) Digi- talstrommeter 2 auf einer anderen Anschlussseite der Aus- senleiter LI, L2, L3, des Schutzleiters PE und des Neutralleiters N bzw. eines PEN-Leiters befinden und über den Digitalstromsystembus 4 miteinander verbunden sind. Das Ausführungsbeispiel 1' ermöglicht ein einfaches Nachrüsten eines bestehenden Digitalstromsystems, wobei auf die die Sicherheit betreffenden Komponenten einfach z.B. für einen Austausch zugegriffen werden kann. Im Folgenden bezüglich des Hausgerätesteuersystems 1 und den Digitalstromsystembus 4 gemachte Ausführungen sollen ebenfalls für das Hausgerätesteuersystem 1' und den Digitalstromsystembus 4' gelten.
Figur 3 zeigt einen erfindungsgemässen Brandwarnmelder 8 für ein Hausgerätesteuersystem 1, 1' . Der Brandwarnmelder 8 umfasst eine Brandwarnmelderbaueinheit 20, die bevorzugt von dem Brandwarnmelder 8 separiert werden kann und insbesondere als Sockel für den Brandwarnmelder 8 ausgestaltet ist. Der Brandwarnmelder 8 weist vorzugsweise einen eingebauten Piezolautsprecher 21 als Signaltongeber auf, der im Falle eines detektierten Brandes einen andauernden Signalton zur Alarmierung abgibt. Ferner weist der Brandwarnmelder 8 bevorzugt einen Taster zum lokalen, insbesondere manuellen Rückstellen eines ausgelösten Alarms z.B. bei Fehlalarm und/oder zum testweisen Aktivieren des Signaltongebers zur Überprüfung des Brandwarnmelders 8. Der Brandwarnmelder 8 kann auf einem bekannten Brandwarnmelder z.B. von Hekatron, System Sensor, Notifier, Securiton mit gegebenenfalls erforderlichen Anpassungen und Erweiterungen basieren, in die eine erfindungsgemässe Brandwarnmelderbaueinheit 20 integriert ist bzw. die an eine erfindungsgemässe Brandwarnmelderbaueinheit 20 angeschlossen ist. Zum Anschluss an das Gebäudestromnetz ist insbesondere ein entsprechendes Netzteil mit einem Wechselspannungseingang und geregelter Ausgangsgleichspannung für den Brandwarnmelderbetrieb vorgesehen. W
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Der Brandwarnmelder 8 kann als Einkriterien- brandwarnmelder ausgestaltet sein, der z.B. nur sich entwickelnden Rauch detektiert. Bei einem solchen Einkriterienmelder kann es sich beispielsweise um einen Einkriterienmelder nach der Produktnorm DIN EN 14604 sowie der Anwendungsnorm DIN 14676 und/oder nach EN 54 handeln. Der Brandwarnmelder 8 ist jedoch vorzugsweise zur Minimierung von Fehlalarmen als Mehrkriterienbrandwarnmelder ausgestaltet, der gleichzeitig zum Beispiel Rauch, Wärmeanstieg, Rauchgasgehalt und Infrarotstrahlung detektieren kann. Bei einem solchen Mehrkriterienbrandwarnmelder kann es sich beispielsweise um einen Mehrkriterienmelder nach der Produktnorm DIN EN 14604 sowie der Anwendungsnorm DIN 14676, nach EN 54 oder nach der Norm CEA 4021 handeln. Besonders bevorzugt werden Zweikriterienbrandwarnmelder, die mit einem Mikroprozessor ausgestattet sind, der eine Brandanalyse in der Entstehungsphase eines Brandes durchführen kann, indem er die von dem Brandwarnmelder gemessenen Signale mit gespeicherten Signalwerten von bekannten Brandschemata vergleicht.
In der Brandwarnmelderbaueinheit 20 ist vorzugsweise die Digitalstromidentifikationseinheit 22 angeordnet, über die der Brandwarnmelder 8 mit dem abgesicherten Stromnetz 5 verbunden ist und welche gegebenenfalls über einen Digitalstromlink 23 und eine Schnittstelle 24 nach dem Standard dS232 mit einer Steuereinheit 25 verbunden ist, wobei die Schnittstelle 24 für mono- oder bidirektionale Kommunikation ausgelegt sein kann und bevorzugt für bidirektionale Kommunikation ausgelegt ist. Selbstverständlich können die Digitalstromidentifikationseinheit 22 und gegebenenfalls auch der Digitalstromlink 23 auch ausserhalb der Brandwarnmelderbaueinheit 20 angeordnet sein. Über die bidirektionale dS232- Schnittstelle 24, die Digitalstromidentifikationseinheit 22 und gegebenenfalls den Digitalstromlink 23 kann die Steuereinheit 25 sowohl Alarmmeldungen ins abgesicherte Stromnetz 5 senden als auch Meldungen aus diesem empfangen .
Anstelle oder zusätzlich zu der dS232- Schnittstelle 24 kann ein potentialfreier Schaltkontakt zwischen Steuereinheit 25 und Digitalstromlink 23 bzw. Digitalstromidentifikationseinheit 22 vorgesehen sein zur Übermittlung einer Alarmmeldung auf den Digitalstromlink 23 bzw. die Digitalstromidentifikationseinheit, was jedoch kostspieliger als das Vorsehen nur einer dS232- Schnittstelle 24 ist. Es kann ein weiterer potentialfreier Schaltkontakt zwischen Steuereinheit 25 und Digitalstromlink 23 bzw. Digitalstromidentifikationseinheit 22 vorgesehen sein, zur Übermittlung einer Störungsmeldung, die eine Störung des Brandwarnmelders 8 anzeigt, an den Digitalstromlink 23 bzw. die Digitalstromidentifikationseinheit 22, wobei auch die Übermittlung der Störungsmeldung vorzugsweise über die dS232-Schnittstelle 24 erfolgt. Ist keine dS232-Schnittstelle 24 vorgesehen, kann keine Statusabfrage des Brandwarnmelders 8 bzw. der
Brandwarnmelderbaueinheit 20 erfolgen.
Ferner weist die Brandalarmmelderbaueinheit 20 eine eigene Stromversorgungseinheit 26 mit wenigstens einem Akkumulator (nicht dargestellt) , vorzugsweise einem langlebigen Lithiumakkumulator, zur Akkupufferung auf, wobei das oben genannte Netzteil der Stromversorgungseinheit 26 zugeordnet sein kann. Es ist vorzugsweise ein Ladegerät zum schonenden Laden des Akkumulators vorgesehen. Die Stromversorgungseinheit 26 dient der Notstromversorgung bei Ausfall des Netzstroms bzw. des Gebäudestromnetzes. Die Stromversorgungseinheit 26 bildet Teil einer Notalarmeinheit 35 der Brandalarmbaueinheit 20, die im Falle eines Ausfalls des Netzstroms aktiv wird. Die Notalarmeinheit 35 umfasst weiter eine Netzstromausfaller- kennungseinheit 28, die mit der Steuereinheit 25 verbunden und im an ein abgesichertes Stromnetz 5 angeschlossenen Zustand an das abgesicherte Stromnetz 5 angeschlossen ist. Ferner sind ein digitaler Signalprozessor 29 und ein als Signalgenerator fungierender Oszillator 30 zur Generierung eines hochfrequenten Einheitssignals, z.B. einem hochfrequenten Rechteck- oder Sinussignal, bei Netzstromausfall vorgesehen. Alternativ kann der Oszillator 30 ein kodiertes oder unkodiertes Spannungssignal als Alarmmeldung bei Notalarmbetrieb generieren. Das hochfrequente Einheitssignal (auch Notalarmsignal genannt) kann getaktet oder ungetaktet und/oder kodiert oder unkodiert und/oder gepulst oder ungepulst und/oder moduliert oder unmoduliert sein, wobei zur Vermeidung von gebäude- bzw. objektübergreifenden Alarmierungen die Frequenz des hochfrequenten Einheitssignal oder dessen Kodierung in Abhängigkeit von dem jeweiligen Gebäude bzw. Objekt variiert werden kann. Der Oszillator 30 ist über den digitalen Signalprozessor 29, vorzugsweise über eine bidirektionale dS232-Schnittstelle 36, mit der Steuereinheit 25 verbunden. Ferner ist der Oszillator 30 über den digitalen Signalprozessor 29 mit einem Sender 31 verbunden, über welchen ein von dem Oszillator 30 generiertes und von dem Signalprozessor 29 digitalisiertes hochfrequentes Eingangssignal an einen Signalkoppler 32 übermittelt werden kann, der das hochfrequente Eingangssignal dann in den abgesicherten Stromkreis 5 einspeist, wo es von der dem Brandwarnmelder 8 zugeordneten Brandalarmüberwachungseinheit 9 empfangen werden kann. Zwischen den Signalkoppler 32 und den digitalen Signalprozessor 29 ist zusätzlich zu dem Sender 31 noch ein Empfänger 33 geschaltet, der von der Brandalarmüberwachungseinheit 9 bei Netzstromausfall ausgesandte und von dem Signalkoppler 32 empfangene Signale über den digitalen Signalprozessor 29 und vorzugsweise die dS232-Schnittstelle 36 an die Steuereinheit 25 zur Auswertung weiterleiten kann. Das von dem als Oszillator 30 ausgestalteten Signalgenerator erzeugte hochfrequente Einheitssignal hat bevorzugt eine Frequenz im Kilohertz-Bereich.
Erkennt ein Brandwarnmelder 8 einen Brand, so sendet er eine Alarmmeldung über die dS232-Schnittstelle 24 und/oder einen potentialfreien Schaltkontakt an die Digitalstromidentifikationseinheit 22 und gegebenenfalls an den Digitalstromlink 23, wobei das Senden vorzugsweise über die dS232-Schnittstelle 24 erfolgt. Gleichzeitig wird von der Steuereinheit 25 der Signaltongeber 21 akti ¬ viert und gibt einen Signalton ab. Zusätzlich aktiviert die Steuereinheit 25 eine vorzugsweise vorgesehene optische Anzeige (z.B. eine LED-Anzeige (Light Emitting Diode-Anzeige)), so dass diese leuchtet. Die Digitalstrom- identifikationseinheit 22 bzw. der Digitalstromlink 23 sendet nun die Alarmmeldung über den abgesicherten Stromkreis 5 des Gebäudestromnetzes an den Digitalstrommeter 2 und die Brandalarmüberwachungseinheit 9 des jeweiligen abgesicherten Stromkreises 5. Die Brandalarmüberwachungs- einheit wertet die Alarmmeldung aus und sendet sie über den Digitalstromsystembus 4, über den sie mittels einer dS485-Schnittstelle angeschlossen ist, an die weiteren an den Digitalstromsystembus 4 angeschlossenen Brandalarmüberwachungseinheiten 9 und an den Digitalstromserver 3. Die weiteren Brandalarmüberwachungseinheiten 9 senden nun die Alarmmeldung an die ihnen zugeordneten Brandwarnmelder 8 und über deren Digitalstromidentifikationseinheiten 22, gegebenenfalls deren Digitalstromlinks 23, und deren dS232-Schnittstellen 24 an deren Steuereinheiten 25, die daraufhin deren Signaltongeber 21 zur Abgabe eines
Signaltons aktiviert. Auf diese Weise erfolgt eine vernetzte Alarmierung. Der Digitalstromserver 3 übermittelt die Alarmmeldung vorzugsweise über das Internet bei Bedarf an eine ständig besetzte, hilfeleistende externe Si- cherheitsdienststelle .
Erkennt dahingegen die Netzstromausfallerken- nungseinheit 28 der Brandwarnmelderbaueinheit 20 einen Netzstromausfall, so schaltet die Steuereinheit 25 die Brandwarnmelderbaueinheit 20 auf Notalarmbetrieb um und wird von der Notstromversorgung 26 mit elektrischer Energie versorgt. Erkennt der Brandwarnmelder 8 einen Alarm, so meldet er dies der Steuereinheit 25, welche wiederum vorzugsweise über die dS232-Schnittstelle 36 den Signal ¬ generator 30 veranlasst ein hochfrequentes Einheitssignal als Alarmmeldung bei Notalarmbetrieb zu generieren. Dieses hoch requente Einheitssignal wird nun über den Sig- nalkoppler 32 auf den abgesicherten Stromkreis 5, in welchem der Brandwarnmelder 8 angeordnet ist, aufgeprägt und über den abgesicherten Stromkreis 5 an die Brandalarmüberwachungseinheit 9 übertragen.
Die Brandalarmüberwachungseinheit 9 ist ebenfalls derart ausgestaltet, dass sie einen Netzstromausfall erkennt und schaltet auf Notalarmbetrieb um. Die Brandalarmüberwachungseinheit 9 empfängt das hochfrequente Einheitssignal, wertet es aus und sendet es nun über seine dS485-Schnittstelle und den Digitalstromsystembus 4 an die weiteren an den Digitalstromsystembus 4 angeschlossenen Brandalarmüberwachungseinheiten 9 und an den Digitalstromserver 3. Die weiteren Brandalarmüberwachungseinheiten 9 senden nun das hochfrequente Einheitssignal an die ihnen zugeordneten Brandwarnmelder 8 und über die Signalkoppler 32 und vorzugsweise die dS232- Schnittstellen 36 an deren Steuereinheiten 25, die daraufhin deren Signaltongeber 21 zur Abgabe eines Signaltons aktiviert. Auf diese Weise erfolgt redundant auch im Notalarmbetrieb (Redundanz) eine vernetzte Alarmierung. Der Digitalstromserver 3 übermittelt eine entsprechende Alarmmeldung vorzugsweise über das Internet bei Bedarf an eine ständig besetzte, hilfeleistende externe Sicherheitsdienststelle.
Es ist somit sowohl für den Notalarmbetrieb als auch für den Normalbetrieb ohne detektierten Brand eine einfache kommunikative Verknüpfung aller Brandwarnmelder in einer Gebäudeeinheit für einen Sammelalarm ohne zusätzlichen Installationsaufwand in Form eines Leitungsnetzes oder zusätzlicher Hardware-Komponenten möglich.
Sind in einem Gebäude mehrere, z.B. übereinanderliegende Gebäudeeinheiten (auch Objekte genannt) wie z.B. mehrere Stockwerke vorgesehen, wobei die Untertei- lung in bestimmte Gebäudeeinheiten z.B. nach dem Treppenhausaufgang innerhalb eines Gebäudes erfolgt, und soll bei der Detektion eines Brandes in einer Gebäudeeinheit nicht nur in dieser ein Alarm ausgelöst werden, sondern in allen weiteren Gebäudeeinheiten (so genannte Objekt- alarmierung) , so wird die Alarmmeldung, die bei einem Netzstromausfall durch das hochfrequente Einheitssignal erfolgt, von der bzw. den Brandalarmüberwachungseinheit (en) 9 einer Gebäudeeinheit insbesondere bei Ausfall des Betriebs der Digitalstrommeter 2 (d.h. bei Netzstromausfall) über die Aussenleiter LI, L2, L3 an die Brandalarmüberwachungseinheiten 9 der weiteren Gebäudeeinheiten übermittelt, die dann wiederum die ihnen zugeordneten Brandwarnmelder 8 zur Abgabe eines Signaltons und gegebenenfalls eines optischen Signals aktivieren. Ferner erfolgt eine Weiterleitung der Alarmmeldung von dem von der bzw. den Brandalarmüberwachungseinheit (en) 9 informierten, mit einer Notstromversorgung ausgestatteten Digitalstromserver 3 einer Gebäudeeinheit an die ebenfalls mit einer Notstromversorgung ausgestatteten Digitalstromserver 3 der weiteren Gebäudeeinheiten vorzugsweise über entsprechende TCP/IP-Schnittstellen und Internet sowohl bei Netzstromausfall als auch wenn kein Netzstromausfall vorliegt. Ein zusätzlicher Installations- und Hardwareaufwand entfällt. So können z.B. bei einem Brand in einer Erdgeschosswohnung bzw. in einem Erdgeschoss, der bisher nur von einem oder mehreren Brandwarnmeldern 8 in der Erdgeschosswohnung/dem Erdgeschoss erkannt worden ist, darüber liegende Gebäudeeinheiten (z.B. Wohnungen) alarmiert werden, sodass deren Brandwarnmelder 8 einen akustischen Signalton abgeben, selbst wenn ein Netzstromausfall vorliegen sollte. Liegt kein Netzstromausfall vor, werden vorzugsweise nur die Digitalstromserver 3 und nicht die Aussenleitungen LI, L2, L3 zur Weiterleitung der Alarmmeldung an weitere Gebäudeeinheiten eingesetzt. Bewohner können hierbei vorteilhafterweise bereits in einer Brandentstehungsphase evakuiert werden, was die Si- cherheit sämtlicher Bewohner eines Gebäudes erhöht. Auch die Objektalarmierung ist somit vernetzt und bei Netzstromausfall redundant konzipiert.
Weist der Brandalarmmelder 8, der einen Alarm erkannt hat, einen Taster zum Rückstellen des Alarms insbesondere bei Fehlalarm auf, so kann vorgesehen sein, dass das beim Betätigen des Taster generierte Rückstellsignal von dem Brandalarmmelder 8 an das Digitalstromsystem und von diesem an weitere Brandalarmmelder 8 zu deren Alarmrückstellung übermittelt wird. Dies kann auch wie im letzten Absatz beschrieben gebäudeeinheitenübergreifend vorgesehen sein.
Hat die Brandalarmüberwachungseinheit 9 eine Alarmmeldung erhalten, so löst sie über das Digitalstromsystem die Abschaltung diverser von dem Hausgerätesteuersystem 1 gesteuerter elektrischer Hausgeräte, wie z.B. einer Dunstabzugshaube, einer Klimaanlage, eines Lüfters oder einer Lüftungsanlage aus, falls dies aus Sicherheitsgründen erforderlich ist. Entsprechend kann es über das Digitalstromnetz das Anschalten diverser von dem Hausgerätesteuersystem 1 gesteuerter elektrischer Hausgeräte, wie z.B. eines in einem Treppenhaus speziell für den Brandfall vorgesehenen Rauch- und Wärmeabzugs (RWA) , der für raucharme und somit länger begehbare Fluchtwege zur Selbstrettung sorgt, auslösen, falls dies zur Erhöhung der Sicherheit erforderlich ist. Ausserdem können Aufzüge mittels des Digitalstromsystems automatisch in einen Evakuierungsmodus geschaltet werden, so dass im Brandfall noch in Fahrt befindliche Aufzugskabinen nicht in einem mit Brandrauch beaufschlagten Geschoss anhalten. Ebenso lassen sich über das Digitalstromsystem feuerhemmende Brandabschlusstüren im Brandfall über eine vorgesehene Magnetbefestigungsvorrichtung schliessen und die Beleuchtung der Fluchttürkennzeichnung einschalten.
Bevorzugterweise fragt eine Brandalarmüberwachungseinheit 9 in vorgegebenen, vorzugsweise periodischen Zeitabständen den aktuellen Status des ihm zugeord- neten Brandwarnmelders 8 ab, so dass der Brandwarnmelder 8 ständig bezüglich seiner Funktionsfähigkeit überwacht wird. Hierzu weist die Brandalarmüberwachungseinheit 9 vorzugsweise eine Statusabfrageerzeugungseinheit zur Generierung eines Statusabfrage (auch Lebensmeldung genannt) auf, die die Brandalarmüberwachungseinheit 9 über das abgesicherte Stromnetz 5 an den Brandwarnmelder 8 sendet und die über die Digitalstromidentifikationseinheit 22, gegebenenfalls den Digitalstromlink 23 und die bevorzugt vorhandene bidirektionale dS232-Schnittstelle 24 an die Steuereinheit 25 der Brandwarnmelderbaueinheit 20 gelangt. Ist der Brandwarnmelder 8 funktionsfähig, so quittiert/bestätigt die Brandwarnmelderbaueinheit 20 des Brandwarnmelders 8 die Statusabfrage mit einer positiven Quittierungsmeldung, die von einer Quittiereinheit erzeugt wird, bei der es sich insbesondere um die Steuereinheit 25 handeln kann.
Quittiert die Brandwarnmelderbaueinheit 20 die Statusabfrage nicht positiv bzw. erfolgt keine Bestätigung/Quittierung der Statusabfrage durch die Brandwarnmelderbaueinheit 20, so erzeugt und übermittelt die
Brandalarmüberwachungseinheit 9 eine Störungsmeldung, die die durch die Digitalstromidentifikationseinheit gegebene Identifikationsnummer des gestörten Brandwarnmelders 8 umfasst, über den Digitalstromsystembus 4 an den Digitalstromserver 3. Der Digitalstromserver 3 ordnet vorzugsweise die Identifikationsnummer einem bestimmten Brandwarnmelder 8 und Angaben zu dessen Anordnung und Position (Gebäudeeinheit, Appartement, Raum, und ähnliches) zu und sendet eine Störungsmeldung, die den Brandwarnmelder 8 und die genannten Angaben zu dessen Anordnung und Position umfassen, bevorzugt über das Internet an eine ständig besetzte externe Sicherheitsdienststelle.
Die Brandwarnmelderbaueinheit 20 weist vorzugsweise eine nicht dargestellte Abdeckungserkennungs- einheit auf, die derart ausgebildet ist, dass sie erkennt, wenn auf dem Brandwarnmelder 8, dem die Brandwarn- melderbaueinheit 20 zugeordnet ist, eine Abdeckung ange ¬ bracht ist, z.B. zur Vermeidung von Fehlalarmen, insbesondere eine Abdeckung, die dessen Funktionsfähigkeit einschränkt. Wird beispielsweise der Brandwarnmelder 8 von seinem Benutzer mit einer Abdeckung versehen, z.B. mit einem Klebeband abgeklebt, um aufgrund von Störungen oder Raumnutzungsänderungen (z.B. Rauch- und/oder Kochverhalten des Benutzers) auftretende Fehlalarme zu verhindern, so wird dies von der Abdeckungserkennungseinheit erkannt, die hierfür insbesondere einen optischen Sensor umfassen kann. Erkennt die Abdeckungserkennungseinheit das Vorhandensein einer Abdeckung, so generiert sie eine Störungsmeldung, die sie zusammen mit der Identifikationsnummer des Brandwarnmelders 8 über das abgesicherte Stromnetz 5 an den Digitalstromserver 3 des Digitalstromsystems sendet, welches die Störungsmeldung mit der Identifikationsnummer an eine vorzugsweise ständig besetzte Sicherheitsdienststelle sendet, bei der es sich auch um einen Hauswart oder eine Hausverwaltung handeln kann.
Figur 4 zeigt eine Kamera 10 für eine Hausgerätesteuersystem 1, 1' . In der Kamera 10 ist vorzugsweise die Digitalstromidentifikationseinheit 40 angeordnet, über die die Kamera 10 mit dem abgesicherten Stromnetz 5' verbunden ist und welche gegebenenfalls über einen Digitalstromlink 41 und eine Schnittstelle 42 nach dem Standard dS232 mit einer Steuereinheit 43 verbunden ist.
Selbstverständlich können die Digitalstromidentifikationseinheit 40 und gegebenenfalls der Digitalstromlink 41 auch ausserhalb der Kamera 10 angeordnet sein. Die Kamera umfasst eine Videoüberwachungseinrichtung 44 (auch CCTV - Closed Circuit Television genannt) zur Videoüberwachung z.B. eines Wohn- oder Büroraums in einem Gebäude, welche mit der Steuereinheit 43 verbunden ist und von dieser gesteuert werden kann, wobei die Kamera 10 die elektrische Energie aus dem abgesicherten Stromkreis 5' des Gebäudes bzw. Objekts nutzt. Die Kamera 10 wird durch den Digitalstromserver 3 über das abgesicherte Stromnetz 5' , den Digi- talstromidentifikatonseinheit 40, gegebenenfalls den Di- gitalstromlink 41, über die dS232-Schnittstelle 42 und die Steuereinheit 43 gesteuert. Die Steuerung kann ein Ein- bzw. Ausschalten der Videoüberwachungseinrichtung 44 und insbesondere bei einer als Dome-Kamera ausgestalteten Kamera 10 eine Schwenkung und Neigung des schwenk- und neigbaren Kamerakopfes der Videoüberwachungseinrichtung 44 und auch ein gegebenenfalls erforderliches Programmieren der Videoüberwachungseinheit 44 umfassen. Ferner kann sowohl eine Programmierung als auch eine Fernüberwachung vorzugsweise mittels externer, tragbarer elektronischer Geräte wie beispielsweise Mobiltelefone oder Surftablets, insbesondere so genannte iPhones oder iPads, über auf diesen installierter Applikationen möglich sein, indem das Mobiltelefon oder das Surftablet eine entsprechende Meldung an den Digitalstromserver 3 sendet bzw. sich in den Digitalstromserver 3 einwählt, der die Meldung über den Digitalstromsystembus 4 an die an diesen angeschlossene Kameraüberwachungseinheit 11 abgibt, welche das Signal über die Digitalstromidentifikationseinheit 40 und gegebenenfalls den Digitalstromidentifikationslink 41, die dS232-Schnittstelle 42 und das Steuergerät 43 an die Videoüberwachungseinrichtung 44 weiterleitet. Auf diese Weise kann über ein externes, tragbares elektronisches Gerät oder extern über das Internet weltweit eine Fernüberwachung der Videoüberwachungseinrichtung 44 erfolgen, die Videoüberwachungseinrichtung 44 kann ein oder aus geschaltet werden und deren Kamerakopf kann bewegt werden.
Entsprechend können über eine derartige Programmierung so genannte Alarmfester vorgegeben werden, beispielsweise über eine TCP/IP- bzw. Ethernet- Schnittstelle der Kameraüberwachungseinheit 11 und/oder des Digitalstromservers 3. Ein Alarmfenster ist durch ein Feld frei definierbarer Detektionszellen innerhalb eines Videobildes definiert und dient der Aktivitäts- bzw. Be- wegungserkennung innerhalb dieses Alarmfensters, wobei ein Vergleich mit vorgegebenen, im Normalzustand (d.h. ohne Brandfall) abgespeicherten Alarmfenstern durchgeführt wird, um Unterschiede festzustellen. Das Videosignal kann kodiert oder nicht kodiert sein, wobei der Einsatz eines kodierten Videosignals aus Sicherheitsgründen bevorzugt ist.
Das Videosignal der Videoüberwachungseinrichtung 44 wird über einen Analog-Digital-Umsetzer 45 und einen digitalen Signalprozessor 46 an einen Signalkoppler 47 gegeben, der das digitalisierte Videosignal der Videoüberwachungseinrichtung 44 in den abgesicherten Stromkreis 5' einspeist, von welchem es von der Kameraüberwachungseinheit 11 abgegriffen, in ein TCP/IP-Videosignal aufbereitet und über eine TCP/IP- bzw. Ethernet- Schnittstelle mittels Leitung 14 an den Digitalstromserver 3 übermittelt wird, der das TCP/IP—Videosignal im Falle eines detektierten Alarms über Internet an eine ständig besetzte Sicherheitsdienststelle übermittelt, so dass gleichzeitig eine Alarmierung der Sicherheitsdienststelle für den Interventionseinsatz und Video- bzw. Bildmaterial für Fahndung und Beweisführung sichergestellt werden können.
Zwischen dem digitalen Signalprozessor 46 und dem Signalkoppler 47 kann eine vorzugsweise von der Steuereinheit 43 über eine entsprechende, nicht näher bezeichnete Leitung steuerbare Signalverschlüsselungseinheit 48 zur Verschlüsselung des digitalisierten Videosignals vorgesehen sein. Das digitalisierte Videosignal kann also verschlüsselt werden, wenn gewünscht.
Ferner weist die Kamera 10 vorzugsweise eine eigene Stromversorgungseinheit 49 mit wenigstens einem Akkumulator 50, vorzugsweise einem Lithiumakkumulator, zur Akkupufferung auf. Die Stromversorgungseinheit 49 dient der Notstromversorgung bei Ausfall des Netzstroms bzw. des Gebäudestromnetzes. Entsprechend weist die Kameraüberwachungseinheit eine entsprechende Stromversor- gungseinheit mit wenigstens einem Akkumulator zur Akku- pufferung für den Fall des Netzstromausfalls auf.
Beispielsweise bei einem durch die Kamera 10 ausgelösten Einbruchalarm, der z.B. dadurch ausgelöst wurde, dass sich der Inhalt eines bestimmten Alarmfensters genügend substantiell von dem Inhalt des entsprechenden vorgegebenen, in der Kameraüberwachungseinheit 11 abgespeicherten Alarmfensters unterscheidet, wird ein entsprechendes den Einbruch kenntlich machendes Signal von der Kameraüberwachungseinheit 11 über die dS485- Schnittstelle an den Digitalstromserver 3 übermittelt, der nun eine Verbindung zu einer externen Sicherheitsdienststelle etablieren kann, um das Videosignal über Leitung 14 beispielsweise zur Beweissicherung live zu übertragen. Eine Speicherung der Videosignale und der in ihnen enthaltenen Bilder beispielsweise auf dem Digitalstromserver 3 oder innerhalb der externen Sicherheitsdienststelle erfolgt vorzugsweise nur im Alarmfall.
Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausgestaltungen bzw. Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und auch in anderer Weise innerhalb des ümfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.
