Riedle, Reiner (6 St. Ulrich Strasse, Radolfzell, Radolfzell, 78315, DE)
Ziegler, Uwe (25 Im Grund, Aach, Aach, 78267, DE)
Brütsch, Martin (6 Konstanzer Weg, Gailingen, Gailingen, 78262, DE)
Lucas, Bernhard (16 In Lebern, Rielasingen-Worblingen, Rielasingen-Worblingen, 78239, DE)
Riedle, Reiner (6 St. Ulrich Strasse, Radolfzell, Radolfzell, 78315, DE)
Ziegler, Uwe (25 Im Grund, Aach, Aach, 78267, DE)
Brütsch, Martin (6 Konstanzer Weg, Gailingen, Gailingen, 78262, DE)
| 1. | Verfahren zum Betreiben eines Vierwalzenglättwerkes (R), bei welchem eine Kunststoffschmelze (2) aus einer Extrusionsdüse (1) zwischen einer ersten und einer zweiten Walze (Wi, W2) und dann zwischen einer dritten und einer vierten Walze (W3, W4) vergleichmässigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage der dritten Walze (W3) zum Einstellen unterschiedlicher Betriebszustände, auch im Betrieb gegenüber den Walzen (Wi und/oder W2) verändert wird. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für einen Anfahrprozess die dritte Walze (W3) in etwa mittig unterhalb der beiden ersten Walzen (Wi und W2) verfahren wird, um die Kunststoffschmelze (2) auf die dritte Walze (W3) zu übergeben. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Walze (W1) über einen Antrieb in einer XRichtung gegenüber der zweiten Walze (W2) zur Einstellung eines Spaltes [S1) ansteuerbar verfahren wird. |
| 4. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Walze (W2) ortsfest in einem Gehäuse (8) drehbar und angetrieben gelagert wird und die Walze (W2) mit Antriebseinheit zum Austauschen, Warten, Reinigen oder Reparieren aus einem Schlitz der Seitenwände (6) entnommen wird. |
| 5. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Walze (W3) um eine exzentrische Drehachse (D) zur Veränderung ihrer Lage gegenüber der Walze (VS1) und/oder Walze (W2) aktiv ansteuerbar bewegt wird, wobei die Drehachse (D) ausserhalb einer Mittelachse (M3) der Walze (W3) liegt. |
| 6. | Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (W3) und ggf. ihr Antrieb auf einem Drehschild (7) gelagert sind, wobei das Drehschild (7) um die Drehachse (D) aktiv angetrieben und ansteuerbar verschwenkt wird. |
| 7. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (W4) unterhalb der Walze (W3) angeordnet ist und die Walze (W4) gegenüber der Walze (W3) aktiv ansteuerbar auch im Betrieb verfahren wird. |
| 8. | Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (W4) im Drehschild (7) gelagert ist und innerhalb des Drehschildes (7) linear gegen die Walze (W3) verfahren wird, um einem Spalt (S3) zwischen Walze (W3) und Walze (W4) , entkoppelt und unabhängig von der Lage des Drehschildes (7) bzw. der Lage der Walze (W3) auch im Betrieb aktiv •ansteuerbar zu verändern. |
| 9. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen (Wx bis W4) thermisch temperierbar und alle einzeln angetrieben werden, wobei die Antriebe in den Walzen (Wx bis W4) integriert sind, oder an diese anschliessen. |
| 10. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass alle Walzen (W1 bis W4) baugleich ausgebildet sind und untereinander austauschbar sind. |
| 11. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehschild (7) um die Drehachse (D) mittels eines Linearantriebes (4.2) , insbesondere Hydraulikzylinder aktiv ansteuerbar auch im Betrieb verschwenkt wird, wobei der Linearantrieb (4.2) einerseits an einem Gehäuse (8) , insbesondere an einer Seitenwand (6) des Gehäuses (8) abgestützt ist, und andernends am Drehschild (7) in einem grossen Hebelarm zur Drehachse (D) angreift, wobei zwischen den Angriffspunkt (9) und der Drehachse (D) die Walzen (W3 und W4) gelagert werden. |
| 12. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (W4) gegenüber der Walze (W3) linear verfahrbar ist, wobei eine Wirklinie (L4) des Linearantriebes (4.3) der Walze (W4) in etwa auf einen Mittelpunkt (M3) der Walze (W3) ausgerichtet wird. |
| 13. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wirklinie (L1) eines Linearantriebes (4.1) der Walze (W1) auf eine Mittelachse (M2) der Walze (W2) ausgerichtet wird. |
| 14. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch Verschwenken des Drehschildes (7) , die Walze (W3) gegenüber der Walze (W2) bewegt wird und hierdurch ein Spalt (S2) aktiv ansteuerbar verändert wird. |
| 15. | Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass unabhängig von der Bewegung der Walze (W3) durch Verschwenken des Drehschildes (7) um die Drehachse (D) ein Spalt (S3) mittels des Linearantriebes (4) durch Bewegen der Walze (W4) gegenüber der Walze (W3) auch im Betrieb aktiv ansteuerbar verändert wird. |
| 16. | Vierwalzenglättwerk zum Vergleichmässigen einer Kunststoffschmelze (2) mit vier Walzen (Wi, W2, W3, W4) , wobei die Kunststoffschmelze (2) zwischen der ersten und der zweiten Walze (Wi, W2) mittels eines Extrusionsdüse (1) vergleichmässigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage der dritten Walze (W3) zum Einstellen unterschiedlicher Betriebszustände, auch im Betrieb gegenüber den Walzen (Wi und/oder W2) veränderbar ist. |
| 17. | Vierwalzenglättwerk nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen (Wi bis W2) zwischen Seitenwänden (6) eines Gehäuses (8) gelagert sind, wobei ausserhalb der Seitenwände (6) die Antriebselemente der jeweiligen Walzen (Wi bis W4) , bestehend aus Motor und/oder Getriebeeinheit daran anschliessen. |
| 18. | Vierwalzenglättwerk nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Seitenwände (6) ein jeweils um eine Drehachse (D) verschwenkbares Drehschild (7) eingesetzt ist, welche über zumindest einen Linearantrieb (4.2) um die Drehachse (D) verschwenkbar gelagert sind. |
| 19. | Vierwalzenglättwerk nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den gegenüberliegenden Drehschildern (7) die Walzen (W3 und W4) verschwenkbar bzw. bewegbar um die Drehachse (D) , angetrieben über den Linearantrieb (4.2) lageveränderbar sind. |
| 20. | Vierwalzenglättwerk nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (W4) über einen weiteren Linearantrieb (4.3) zur aktiven Einstellung eines Spaltes (S3) gegen die Walze (W3) auch im Betrieb verfahrbar ist. |
| 21. | Vierwalzenglättwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die vierte Walze (W4) über eine im Drehschild (7) integrierte Linearführung (5) linear mittels des zumindest einem Linearantriebes (4.3) gegen die Walze (W3) auch im Betrieb bewegbar und verfahrbar ist. |
| 22. | Vierwalzenglättwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung eines Spaltes (S2) zwischen Walze (W2) und Walze (W3) das Drehschild (7) mittels des Linearantriebes (4.2) um die Drehachse (D) bewegbar ist, und ein Spalt (S3) zwischen Walze (W3 und W4) konstant gehalten bleibt und lediglich durch den weiteren Linearantrieb (4.3) lediglich durch Bewegen der Walze (W4) gegenüber der Walze (W3) veränderbar ist. |
| 23. | Vierwalzenglättwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wirklinie (L4) des Linearantriebes (4.3) der Walze (W4) in etwa auf die Mittelachse (M3) der Walze (W3) ausgerichtet ist. |
| 24. | Vierwalzenglättwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wirklinie (Li) eines Linearantriebes (4.1) der Walze (Wi) in etwa auf eine Mittelachse (M2) der Walze (W2) ausgerichtet ist. |
| 25. | Vierwalzenglättwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 16 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass eine Veränderung des Spaltes (S2) zwischen Walze (W2) und Walze (W3) unabhängig von einer Einstellung des Spaltes (S3) zwischen Walze (W3) und Walze (W4) bzw. unabhängig von einer Einstellung des Spaltes (Si) zwischen Walze (W2) und Walze (Wx) durch Betätigen des Linerantriebes (4.2), insbesondere durch Verschwenken des Drehschildes (7) um die Drehachse (D) erfolgt. |
| 26. | Vierwalzenglättwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 16 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass durch Verschwenken des Drehschildes (7) mittels des Linearantriebes (4.2) um die Drehachse (D) für eine Anfahrposition die Walze (W3) unterhalb in etwa mittig zwischen die beiden Walzen (Wi und W2) verfahrbar ist, um die Kunststoffschmelze (2) aufzunehmen. |
| 27. | Vierwalzenglättwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 16 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen (Wi bis W4) mit entsprechenden Antrieben und anschliessenden Getriebeelementen baugleich ausgebildet sind und untereinander austauschbar sind. |
| 28. | Vierwalzenglättwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 16 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme und Lagerung der Walze (W2) in Seitenwänden (6) des Gehäuses (8) eine schlitzartige Ausnehmung gebildet ist. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Vierwalzenglättwerkes, bei welchem eine Kunststoffschmelze aus einer Extrusionsdüse zwischen einer ersten und einer zweiten Walze und dann zwischen einer dritten und einer vierten Walze vergleichmässigt wird sowie ein nach dem Verfahren arbeitendes Vierwalzenglättwerk.
Ein herkömmliches Vierwalzenglättwerk ist bspw. aus der DE 195 44 988 bekannt und beschrieben. Auf diesen Stand der Technik wird ausdrücklich verwiesen. Dieser Stand der Technik soll auch Grundlage dieser Anmeldung sein.
Bei herkömmlichen Vierwalzenglättwerken ist nachteilig, dass die Verweilzeit der Kunststoffschmelze innerhalb des Vierwalzenglättwerkes zu gering ist. Da die Kunststoffschmelze ein guter Isolator ist, erfolgt eine Wärmeabfuhr, der Kunststoffschmelze im Vierwalzenglättwerk nicht hinreichend schnell, so dass die Produktionsgeschwindigkeit begrenzt ist.
Im Vierwalzenglättwerk wird die Kunststoffschmelze auf eine gewünschte Spaltbreite reduziert, oberflächenbehandelt, abgekühlt und einer weiteren Bearbeitung, wie bspw. einer Rollbahn übergeben.
Dabei ist ferner nachteilig, dass sich bei herkömmlichen Vierwalzenglättwerken diese sich nur schwer reinigen lassen, bei Crash, Walzen häufig beschädigt werden, was unerwünscht ist, und zudem ein Austausch einzelner Walzen des Vierwalzenglättwerkes nur sehr arbeits- und kostenaufwendig möglich ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Verfahren sowie ein Vierwalzenglättwerk zu schaffen, welche die genannten Nachteile beseitigen und welche die Produktionsgeschwindigkeit erhöhen, eine Wärmeabfuhr verbessern, ein automatisches Anfahren ermöglichen und bei Crash automatisiert ein Beschädigen der Walzen verhindert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe führen die Merkmale der Kennzeichen der Patentansprüche 1 und 16.
Bei der vorliegenden Erfindung hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die dritte und die vierte Walze des Vierwalzenglättwerkes über ein Drehschild gemeinsam über eine aussermittige Drehachse zu verschwenken.
Dabei ist die vierte Walze gegenüber der dritten Walze anhand des Drehschildes bewegbar und lässt unabhängig von der Bewegung des Drehschildes eine Einstellung eines Spaltes zwischen dritter und vierter Walze zu.
Durch das Verschwenken des Drehschildes lässt sich insbesondere ein Spalt zwischen einer zweiten Walze und der dritten Walze einstellen, wobei ein Spalt zwischen dritter und vierten Walze davon unberührt und konstant bleibt.
Insbesondere hat sich ferner als vorteilhaft bei der vorliegenden Erfindung erwiesen, dass durch das Schwenken des Drehschildes und damit durch Verschwenken der dritten Walze, die unterhalb der beiden ersten Walzen angeordnet ist, ein Anfahrprozess erleichtert ist, in dem bspw. die dritte Walze vorzugsweise mittig zwischen den beiden oberen Walzen verfahren bzw. verschwenkt wird. Hierdurch lässt sich die Kunststoffschmelze durch die beiden ersten Walzen mittig auf die dritte Walze aufbringen, so dass ein manuelles Umschlingen der dritten Walze mit der Kunststoffschmelze beim Anfahren des Produktionsprozesses hierdurch entfallen kann. Dieser Anfahrprozess ist hierdurch wesentlich erleichtert.
Nach dem Umschlingen der dritten Walze mit der Kunststoffschmelze lässt sich durch Öffnen des Spaltes zwischen dritter und vierter Walze durch Verfahren einer der vierten Walze, die Kunststoffschmelze die vierte Walze umschlingen und wird dann einer Rollbahn zur weiteren Verarbeitung übergeben.
Während dieses Prozesses wird die Kunststoffschmelze in den jeweiligen Spalten gleichmässig abgekühlt und erhält hierdurch eine gewünschte Oberfläche. Hierdurch ist es ebenfalls möglich alle vier Walzen im Betrieb zu reinigen, da alle vier Walzen frei zugänglich sind.
Ferner hat sich als vorteilhaft erwiesen, bei der vorliegenden Erfindung, dass die Walzen alle von gleicher Bauart ausgebildet sind und untereinander austauschbar sind. Alle Walzen sind von gleichem Durchmesser, haben den gleichen Antrieb, d. h. die gleiche Servo- und Getriebeeinheiten.
Jede Walze kann durch jede Walze ausgetauscht werden. Dies gewährleistet, dass nur eine einzige Walze mit einem einzigen Antriebssystem als Ersatzteil bereit gehalten werden muss, um entweder die erste, zweite, dritte oder vierte Walze bei Beschädigung auszutauschen. Hierdurch lassen sich ebenfalls die Lagerhaltungskosten erheblich reduzieren.
Insgesamt ist bei der vorliegenden Erfindung ein Verfahren sowie ein Vierwalzenglättwerk geschaffen, mit welchem es möglich ist, wesentlich höhere Fertigungs- bzw. Extrusionsgeschwindigkeiten zu fahren. Die Temperaturabfuhr der Kunststoffschmelze ist ebenfalls verbessert, hierdurch lassen sich ebenfalls höhere Durchsätze bzw. Fertigungs¬ und Extrusionsgeschwindigkeiten fahren. Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in Figur 1 eine schematisch dargestellte Draufsicht auf ein Vierwalzenglättwerk zum Bearbeiten einer aus einer Extrusionsdüse ausgebrachten Kunststoffschmelze;
Figur 2 eine schematisch dargestellte Seitenansicht durch das Vierwalzenglättwerk in einem Betriebszustand;
Figur 3 eine schematisch dargestellte Seitenansicht des Vierwalzenglättwerkes gemäss Figur 2 in einer Anfahrposition.
Gemäss den Figuren 1 und 2 wird einem Vierwalzenglättwerk R mittels einer hier nur angedeuteten, als Breitschlitzdüse ausgebildeten, Extrusionsdüse 1 eine Kunststoffschmelze 2 zugeführt. Dabei ist die Extrusionsdüse 1 ortsfest, wobei das Vierwalzenglättwerk R über hier angedeutete Rollenantriebe 3 gegenüber einem Untergrund und in dargestellter X-Richtung hin und her verfahrbar ist.
Im Wesentlichen ist das Vierwalzenglättwerk R aus zueinander beabstandeten parallelen Seitenwänden 6 gebildet. Zwischen den Seitenwänden 6 sind die Walzen Wx bis W4 rotativ gelagert und dort über entsprechende hier nicht näher dargestellte Antriebselemente, bestehend aus Getriebeelemente und Servomotoren aktiv angetrieben.
Zudem ist jede Walze Wi bis W4 temperierbar, d. h. erwärmbar oder abkühlbar. Die Walzen W1 und W2 sind nebeneinander angeordnet. Dort führt eine Wirklinie Li eines Linearantriebes L1 oder Walze W1 durch die eine Mittelachse M1 der Walze W1 und der beanchbarten Walze W2.
Die Linearführungen 5.1 sind vorzugsweise jeweils in den Seitenwänden 6 vorgesehen und führen linear die Walze W1 bewegbar gegenüber der Walze W2 entlang der Wirklinie L1 zur Einstellung und Veränderung eines Spaltes S1 auch im Betrieb. Jede Walze W1 bis W4 ist aktiv antreibbar bzw. angetrieben.
Als besonders vorteilhaft hat sich bei der vorliegenden Erfindung erwiesen, die Walzen W3 und W4 nicht in den Seitenwänden 6 zu lagern, sondern innerhalb parallel zueinander beabstandeter Drehschilder 7, welche wie in Doppelpfeilrichtung angedeutet, um eine Drehachse D mittels eines Linearantriebes 4.2 hin und her bewegbar bzw. verschwenkbar sind.
Der Linearantrieb 4.2 ist an einer Seitenwand 6 oder am Gehäuse 8 des Vierwalzenglättwerkes R abgestützt.
Bevorzugt liegt ein Angriffspunkt 9 des Linearantriebes 4.2 weit ausserhalb der Drehachse D, um einen grossen Hebelarm zu ■ ermöglichen. Zwischen dem Angriffspunkt 9 und der Drehachse D sind übereinander, zueinander leicht versetzt die Walzen W3 und W4 angeordnet.
Die Walze W3 ist lediglich im Drehschild 7 rotativ und angetrieben gelagert.
Die Walze W4 ist unterhalb der Walze W3 angeordnet, wobei deren Mittelachse M4 zur Mittelachse M3 der Walze W3 leicht versetzt ist. Die Walze W4 ist über eine weitere im Drehschild 7 vorgesehene Linearführung 5.2 linear über einen Linearantrieb 4.3 hin und her bewegbar.
Dabei ist die Linearführung 5.2 bzw. eine Wirklinie L4 auf in etwa der Mittelachse M3 der Walze W3 ausgerichtet.
Durch das Betätigen des Linearantriebes 4.3 lässt sich die Walze W4 gegen die Walze W3 bewegen, so dass sich hierüber ein Spalt S3 einstellen und verändern lässt.
Wichtig ist bei der vorliegenden Erfindung, dass unabhängig von der Einstellung des Spaltes S3 sich der Spalt S2 durch Verschwenken des Drehschildes 7 zwischen den Walzen W2 und W3 einstellen bzw. im Betrieb verändern lässt.
Eine Bewegung bzw. eine Einstellung aller Spalte Si, S2 und S3 ist daher entkoppelt und eigenständig auch im Betrieb möglich.
Entscheidend ist jedoch bei der vorliegenden Erfindung, insbesondere für den Anfahrprozess, wie es bspw. im Ausführungsbeispiel gemäss Figur 3 aufgezeigt ist, dass die Kunststoffschmelze 2 beim Anfahren zwischen den Walzen Wi und W2 auf die Walze W3 unmittelbar gelangt, wenn diese mittels des Drehschildes 7 um die Drehachse D in eine etwa mittige Position zwischen den beiden Walzen Wi und W2 verfahren wird.
Dann kann beim entsprechenden Verdrehen der Walze W3 die Kunststoffschmelze 2 automatisch ohne manuelle Hilfe aufgenommen werden, und umschlingt die Walze W3. Nach dem Aufnehmen der Schmelze 3 durch die Walze W3 ist es denkbar, dass das Drehschild D noch weiter absinkt, um die Kunststoffschmelze 2 der Walze W4 zu übergeben.
Gelangt die Kunststoffschmelze 2 zwischen die Walzen W3 und W4 und umschlingt diese, so wird dann, wie es in Figur 2 dargestellt ist, die Kunststoffschmelze 2 einer hier nur angedeuteten Rollbahn 10 zur weiteren Verarbeitung übergeben.
Auch bei Notaus-Funktion, bei Wartung und Reinigungsarbeiten, lässt sich durch Verschwenken des Drehschildes 7 und damit der Walzen W3 und W4 ein Reinigen und Austauschen von Walzenantrieben etc. leicht durchführen.
Hierzu ist es lediglich erforderlich, dass der Linearantrieb 4.3 die Walze W4 zurückfährt und vergrössert hierdurch den Spalt S3 zwischen Walze W4 und W3.
Durch gleichzeitiges Verschwenken des Drehschildes 7 um die Drehachse D lässt sich ebenso der Spalt S2 zwischen Walze W2 und Walze W3 öffnen, so dass auch hier Wartungs- und Reinigungsarbeiten möglich sind, ohne das Vierwalzenglättwerk R zu demontieren bzw. ohne einzelne Walzen auszubauen.
Ferner hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass die Linearantriebe 4.1, 4.2 und 4.3 jeweils in der Mitte der Lagerungen bzw. in der Lagermitte der Walzen Wi, W2 bzw. Mitte der Lagerung der Drehachse D angreifen, um eine Biegung der Walze Wi bis W4 zu verhindern bzw. eine Biegung auszuschliessen. Dies soll ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegen. Ferner hat sich als besonders vorteilhaft bei der vorliegenden Erfindung erwiesen, dass alle Walzen Wx bis W4 von gleicher Grösse und gleicher Bauart gebildet sind und mit entsprechenden gleichen Antrieben, Servomotoren und/oder Getriebeelementen versehen sind. Hierdurch lassen sich die einzelnen Walzen Wi bis W4 universell einsetzen bzw. auch untereinander austauschen.
Somit ist lediglich erforderlich, dass bspw. lediglich eine Walze Wx bis W4 mit Getriebeelementen, Antriebselementen od. dgl. bereit gehalten werden muss, und ggf. dann als Ersatz der Walze Wi, W2, W3 oder W4 dienen kann. Dies lässt insbesondere eine kostengünstige Ersatzteillagerhaltung zu. DR . PETER WEISS & DIPL . - ING . A . BRECHT Patentanwälte European Patent Attorney
Aktenzeichen : P 3155/PCT Datum : 25 . 02 . 2005 B/HU
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