LANKER, Markus (Wasserschöpfi 17, Zürich, CH-8055, CH)
NOTZ, Markus (Fleggen 110, Schwändi, CH-8762, CH)
LANKER, Markus (Wasserschöpfi 17, Zürich, CH-8055, CH)
| Ansprüche 1 . Verfahren zum Betrieb eines Hybridantriebs (30), wobei der Hybridantrieb (30) eine elektrische Maschine (1 ) und einen hydraulischen Antrieb (2) umfasst, wobei der hydraulische Antrieb (2) einen Hydraulikkolben (2a) und eine Kolbenstange (2b) aufweist, wobei die Kolbenstange (2b) mit der elektrischen Maschine (1 ) gekoppelt ist, wobei ein Ventil oder eine Ventilkombination (3) zur Ansteuerung des hydraulischen Antriebs (2) vorgesehen ist, und wobei eine Steuereinrichtung (10) zur Ansteuerung der elektrischen Maschine (1 ) vorgesehen ist, mit den Schritten - Ermitteln einer von dem Hybridantrieb (30) angeforderten Betätigungsrichtung und angeforderten Betätigungskraft, - Schalten des Ventils oder der Ventilkombination (3) in eine Stellung, dass der hydraulische Antrieb (2) in die ermittelte Betätigungsrichtung wirksam ist, - Ermitteln der Differenz der von dem hydraulischen Antrieb (2) erzeugten Kraft sowie der angeforderten Betätigungskraft und - Betrieb der elektrischen Maschine (1 ) in einer Weise, dass durch Addition oder Subtraktion der von ihr erzeugten Kraft zu oder von der vom hydraulischen Antrieb (2) erzeugten Kraft die angeforderte Betätigungskraft erreicht wird, wobei die elektrische Maschine (1 ) beim Abbremsen des hydraulischen Antriebs (2) angetrieben wird, wobei die elektrische Maschine (1 ) im Generatorbetrieb betrieben und regenerierte elektrische Energie erzeugt wird, und wobei die regenerierte elektrische Energie eine weiteren Verwendung zugeführt wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die regenerierte elektrische Energie in einem Zwischenkreis (22) gespeichert und wieder verwendet wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit der regenerierten elektrischen Energie eine Pumpe (24) betrieben wird, die einen Hydraulik-Akkumulator (4) auflädt. 4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Maschine (1 ) für einen zusätzlichen Kraftaufbau verwendet wird und den hydraulischen Antrieb (2) beim Kraftaufbau unterstützt. 5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein im wesentlichen drosselloses Ventil (3) oder eine im wesentlichen drossellose Ventil kombination verwendet wird. 6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Hybridantrieb (30) bei einer Spritzgießmaschine als Antrieb für ein Betätigungselement (40) verwendet wird, insbesondere als Antrieb für die Einspritzachse oder als Antrieb für den Formschluss. 7. Hybridantrieb (30) umfassend - eine elektrische Maschine (1 ), - einen hydraulischen Antrieb (2) mit einem Hydraulikkolben (2a) und einer Kolbenstange (2b), wobei die Kolbenstange (2b) mit der elektrischen Maschine (1 ) gekoppelt ist, - ein Ventil oder eine Ventilkombination (3) zur Ansteuerung des hydraulischen Antriebs (2) - und eine Steuereinrichtung (10) zur Ansteuerung der elektrischen Maschine (1 ), wobei die Steuereinrichtung (10) ausgebildet ist, um mit der elektrischen Maschine (1 ) eine zum hydraulischen Antrieb (2) gleichwirkende Kraft aufzubauen, wobei die elektrische Maschine (1 ) als Motor dient, oder um mit der elektrischen Maschine (1 ) eine zum hydraulischen Antrieb (2) entgegenwirkende Kraft aufzubauen, wobei die elektrische Maschine (1 ) als Generator dient, oder um die elektrische Maschine (1 ) kraftlos zu schalten, derart, dass die Kombination aus der Wirkung der elektrischen Maschine (1 ) und des hydraulischen Antriebs (2) einen vorgegebenen Wert einer Betätigungskraft erreicht, wobei mit der elektrischen Maschine (1 ) als Generator regenerierte elektrische Energie erzeugbar ist, wobei die regenerierte elektrische Energie eine weiteren Verwendung zuführbar ist. 8. Hybridantrieb nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil oder die Ventilkombination (3) im Wesentlichen drossellos ausgebildet ist. 9. Hybridantrieb nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Antrieb (2) als Gleichlaufzylinder oder als Differentialzylinder ausgeführt ist. 10. Hybridantrieb nach einem der Ansprüche 7 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zwischenkreis (22) zur Speicherung der regenerierten elektrischen Energie vorgesehen ist. 1 1 . Hybridantrieb nach einem der Ansprüche 7 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hydraulik-Akkumulator (4) vorgesehen ist, der in Wirkverbindung mit dem hydraulischen Antrieb (2) steht, und dass eine Pumpe (24) zum Aufladen des Hydraulik-Akkumulators (4) vorgesehen ist, wobei die Pumpe (24) von der regenerierten elektrischen Energie antreibbar ist. 12. Hybridantrieb nach einem der Ansprüche 7 - 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Hybridantrieb (30) mit einem Druckübersetzer (6) ausgestattet ist. |
Verfahren zum Betrieb eines Hybridantriebs und Hybridantrieb
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines Hybridantriebs sowie einen solchen Hybridantrieb.
Hybridantriebe zum Antrieb beweglicher Einheiten bei Werkzeugmaschinen, insbesondere auch bei Spritzgießmaschinen, sind allgemein bekannt. So ist es beim Antrieb der Plastifizier- und Einspritzeinheit einer Spritzgießmaschine bekannt, einen Antrieb, beispielsweise für den axialen Vorschub, vorzusehen, der sowohl aus einem elektrischen wie auch einem hydraulischen Teilantrieb besteht. Diesbezüglich wird auf die DE 43 44 335 C2 verwiesen, bei der in einer Ausführungsform die Antriebskraft einer Kombination von Elektromotoren hydraulisch unterstützt wird.
Eine analoge Vorrichtung einer Kombination von hydraulischem und elektrischem Antrieb für den Axialvorschub ist aus der JP 04189525 bekannt.
Überdies wird hinsichtlich eines Regelungsverfahrens für die hydraulische Unterstützung eines elektrischen Antriebs auf die EP 760 277 hingewiesen, bei dem eine Druckbeaufschlagung eines hydraulischen Kolbens über einen Druckmittelspeicher bei Erreichen einer definierten Regelgröße erfolgt, die einem festgelegten Belastungszustand des Elektromotors entspricht. Dabei ist der Druckanstieg im Zylinder proportional zur Lastaufnahme des Elektromotors.
Aus der DE 101 04 109 A1 ist ein weiteres Regelverfahren für die hydraulische Unterstützung eines elektrischen Antriebes für ein axial verfahrbares Maschinenteil in einer Spritzgießmaschine bekannt. Auf das axial verfahrbare Maschinenteil wirken in Längsrichtung die Kraft eines Elektromotors, dessen Drehbewegung über ein Getriebe in eine Längsbewegung umgesetzt wird, und die Kraft des Kolbens eines hydraulischen Zylinders. Die von dem Elektromotor ausgeübte Kraft wird auf einen Wert begrenzt, bei dem noch keine Beschädigung des Getriebes erfolgt. Zur Begrenzung des von dem Elektromotor aufgebrachten Kraftanteils wird aus dem Sollwert für die in axialer Richtung auf das Maschinenteil wirkende Kraft und dem Istwert dieser Kraft eine Regeldifferenz gebildet, die die Summe der auf das Maschinenteil in axialer Richtung wirkenden Kraftanteile steuert. Aus dem Istwert der in axialer Richtung auf das Maschinenteil wirkenden Kraft und einem die mechanische Belastbarkeit des Getriebes berücksichtigenden Wert wird ein Sollwert für die in axialer Richtung auf den Kolben wirkende Kraft gebildet. Aus dem Sollwert für die in axialer Richtung auf den Kolben wirkende Kraft und ihrem Istwert wird eine Regeldifferenz gebildet, die einen der auf das Maschinenteil in axialer Richtung wirkenden Kraftanteile steuert.
Nachteilig ist dabei, dass die hydraulischen Zylinder in der Regel mittels Proportionalventilen gesteuert werden, welche die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung entsprechend ihrer Ansteuerung bestimmen. Mit einer solchen Regelung wird sichergestellt, dass bei einer bestimmten Anwendung mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit verfahren werden kann. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Hydraulikzylinder bewegt, ist dabei proportional zum Volumenstrom. Ein unterschiedlich großer Volumenstrom kann dadurch erzeugt werden, dass das Ventil mehr oder weniger stark ausgelenkt wird. Andererseits bedeutet eine weniger schnelle Verfahrung des Zylinders aber auch eine höhere Drosselung beim Ventildurchfluss mit dem Nachteil, dass überschüssige Energie, die an sich zur Verfügung steht, in Wärme umgewandelt wird und verloren geht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, mit einem Hybridantrieb einen Antrieb zu realisieren, der möglichst energieeffizient ist.
Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig durch die im Anspruch 1 und vorrichtungsmäßig durch die im Anspruch 7 genannten Merkmale gelöst.
Ein Gedanke der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, dass als Ventil lediglich ein einfaches Ventil (z.B. Schaltventil, Proportionalventil, etc.) oder eine Kombination aus Ventilen verwendet wird, welches möglichst keine Drosselung oder Querschnittsverengung aufweist, so dass über das Ventil selbst möglichst keine Energie durch Leitungs- oder Drosselverluste verloren geht. Die vormalige Steuerungs- oder Regelungsaufgabe des Ventils wird nunmehr von einer elektrischen Maschine übernommen, die entweder unmittelbar oder mittelbar über ein Getriebe mit dem Hydraulikzylinder bzw. der Kolbenstange verbunden ist. Die elektrische Maschine kann als Motor oder als Generator wirken. Mit der elektrischen Maschine, die je nach Ansteuerung sowohl zum Antreiben (Motor) wie auch als Generator arbeiten kann, ist es möglich, den Hydraulikkolben sowohl in Bewegungsrichtung wie auch entgegen der Bewegungsrichtung mit Kraft zu beaufschlagen. In einem Fall addiert sich die vom Elektromotor erzeugte Kraft zu der Kraft des Hydraulikantriebs, im anderen Fall wird der Generators vom Hydraulikantrieb mit angetrieben, so dass von der ursprünglich vom Hydraulikantrieb zur Verfügung gestellten Kraft eine geringere resultierende Kraft übrig bleibt.
Anstatt die überschüssige Energie also wie bisher bei einem Proportionalventil an einer Drosselstelle in Wärme umzuwandeln, wird erfindungsgemäß die überschüssige hydraulische Energie in elektrische Energie regeneriert, wobei die elektrische Energie nachfolgend in anderen Achsen oder Komponenten oder über einen Zwischenkreis gespeichert und wieder verwendet werden kann. Das vorliegende Prinzip basiert also auf der Rückgewinnung der überschüssigen hydraulischen Energie, wobei die elektrische Maschine als Generator dient und die Funktion eines Proportionalventils ersetzt.
Natürlich kann die elektrische Maschine nicht nur zum Bremsen verwendet werden, sondern auch unterstützend für einen zusätzlichen Kraftaufbau - wie oben beschrieben - nützlich sein. Dies hat den Vorteil, dass der hydraulische Antrieb um die Leistungsfähigkeit der elektrischen Maschine geringer ausgelegt werden kann.
Bei einer speziellen Ausführungsform kann der Hydraulikzylinder in den Leerlauf schaltbar sein und der Antrieb lediglich über die als Elektromotor arbeitende elektrische Maschine selbst erfolgen. Wird der hydraulische Zylinder mittels eines Akkumulators betrieben, so können mit einem solchen Antrieb hohe Dynamiken erzielt werden. Der mechanisch gekoppelte Generator kann die überschüssige Energie in Elektrizität umwandeln. Muss der Hydraulikzylinder in Position gehalten werden, so können die beiden Druckkammern entlastet oder kurz geschlossen werden. Während der Positionierung selbst kann insbesondere der Elektromotor verwendet werden, der unterstützend wirken kann.
Mit dem vorgeschlagenen Hybridantrieb kann man auch noch weitere Vorteile realisieren. Insbesondere ist eine Ausnutzung der an sich bekannten Vorteile des elektrischen Antriebs möglich. So kann eine direkte und optimale Geschwindigkeitsregelung durchgeführt werden, was die Regelgenauigkeit in besonderer Weise steigert. Wie vorgenannt bereits erwähnt, kann die überschüssige Energie wieder gewonnen werden, was gleichzeitig zu einer Reduktion der Erwärmung des Antriebs beiträgt. Das vorgeschlagene Antriebsystem ist überdies sehr kompakt. Aber auch die Vorteile der Hydraulik (beispielsweise großer Kraftaufbau, hohe Dynamik und längeres Kraft halten) bleiben erhalten.
Bei einer Spritzgießmaschine kann ein solcher Antrieb für die Einspritzachse, den Formschluss, Hilfssteuerungen oder allgemein Zylinder mit hohen dynamischen Anforderungen verwendet werden.
Dabei können als Antrieb für den hydraulischen Antrieb sowohl Akkumulatoren wie auch Pumpen (z.B. Regelpumpen) verwendet sein. Gegebenenfalls kann auch eine Kombination von Akkumulatoren und Pumpen vorgesehen werden.
Verschiedene konkrete Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung erläutert. Die Zeichnungen zeigen in ein schematisches Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Hybridantriebs, wobei die elektrische Maschine nur schematisch dargestellt ist,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Details aus Fig. 1 mit einer konkreten Ausführungsform der elektrischen Maschine,
Fig. 3 eine weitere schematische Darstellung eines Details aus Fig. 1 mit einer weiteren Ausgestaltung der elektrischen Maschine,
Fig. 4 eine weitere schematische Darstellung eines Details aus Fig. 1 mit einer weiteren Ausführungsform der elektrischen Maschine und
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Druckübersetzers.
In Fig. 1 ist ein konkretes Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Dabei ist mit der Bezugsziffer 30 ein kompakter Hybridantrieb beschrieben, der einen hydraulischen Antrieb 2 mit einem doppelwirkenden Zylinderkolben 2a, eine mit dem Zylinderkolben 2a verbundene elektrische Maschine 1 , sowie ein hydraulisches Ventil (hier Schaltventil) 3 zeigt, welches zur Versorgung der beiden Druckkammern des Zylinders 2c mit Hydraulikfluid ausgebildet ist. Die elektrische Maschine 1 ist mit einer Steuereinrichtung 10 verbunden, mit der der Betrieb der elektrischen Maschine 1 gesteuert werden kann und mit der die elektrische Maschine 1 wie unten näher beschrieben gesteuert wird. Des Weiteren ist eine Versorgungsleitung 20 vorgesehen, mit der regenerierte elektrische Energie einer weiteren Verwendung zugeführt werden kann. Beispielsweise kann ein Zwischenkreis 22 vorgesehen werden, in dem die regenerierte elektrische Energie gespeichert werden kann, bis sie wieder benötigt wird. Von dem Zwischenkreis 22 kann die elektrische Energie über die Versorgungsleitung 20 wieder der elektrischen Maschine 1 zugeführt werden. Es kann aber auch vorgesehen werden, mit der regenerierten elektrischen Energie eine Pumpe 24 zum Aufladen des Hydraulik-Akkumulators 4 anzutreiben, wie weiter unten noch erläutert wird.
Der hydraulische Antrieb 2 umfasst einen Zylinder 2c, in dem der doppelwirkende Zylinderkolben 2a hin und her beweglich aufgenommen ist. Die Kolbenstange 2b des Zylinderkolbens 2a ist auf beiden Seiten aus dem Zylinder 2c herausgeführt und steht an einer Seite in unmittelbarer Verbindung mit der elektrischen Maschine 1 . Auf der anderen Seite ist die Kolbenstange 2b mit einem axial zu verfahrenden Betätigungselement 40 bzw. einer Last 40 wirkverbunden. Der hydraulische Antrieb 2 kann als Gleichlauf- oder als Differentialzylinder ausgeführt sein. Ferner kann auch ein einfach wirkender Zylinderkolben bzw. einfach wirkender Hydraulikzylinder vorgesehen werden, beispielsweise wenn der Elektromotor 1 zwischen dem hydraulischen Antrieb 2 und der Last 40 angeordnet wird.
Das hydraulische Ventil 3 besteht aus mindestens einem Zweiwegeventil mit mindestens zwei Ventilstellungen, in welchen Hydraulikfluid - wie dargestellt - in die beiden Kammern beidseits des doppelwirkenden Kolbens 2a gefördert werden kann. An seinem Eingang ist das Hydraulikventil 3 mit einem Akkumulator 4 und an seinem Ausgang mit einem Behälter bzw. Tank 40 für das Hydraulikfluid verbunden. Je nach Schaltstellung kann das hydraulische Ventil 3 Hydraulikfluid zumindest in die eine oder in die andere Druckkammer befördern und den doppelwirkenden Kolben 2a so mit einer bestimmten Kraft in die eine oder die andere Richtung beaufschlagen.
In den Fig. 2 - 4 sind überdies konkrete Ausgestaltungen der elektrischen Maschine 1 bzw. der mechanischen Verbindung der elektrischen Maschine 1 mit der Kolbenstange 2b des hydraulischen Antriebs 2 dargestellt.
So ist in Fig. 2 eine elektrische Maschine 1 a gezeigt, welche als Motor und Generator verwendet werden kann und dessen Rotor unmittelbar oder über ein Getriebe mit einem Ritzel 7 gekoppelt ist, welches auf einem gezahnten Teil 8 der Kolbenstange 2b, die als Zahnstange wirkt, abrollt. Natürlich können auch beidseits der Kolbenstange 2b jeweils Ritzel 7 angeordnet sein, welche auf zugeordneten Zahnungen 8 abrollen bzw. in jeweilige Zahnungen 8 eingreifen und so eine symmetrische Krafteinbringung ermöglichen. An ihrem anderen Ende ist die Kolbenstange 2b mit einer Last 40 wirkverbunden.
In Fig. 3 ist eine elektrische Maschine 1 in Form eines Hohlwellenmotors 1 b angeordnet, dessen Rotor integral eine Mutter aufweist, die mit einer Spindel 9, welche auf dem entsprechenden Teil der Kolbenstange 2a angeordnet ist, in Wirkeingriff steht. Auf der anderen Seite ist die Kolbenstange 2b mit einer Last 40 wirkverbunden. Die Drehbewegung der Mutter wird über die Spindel 9 in eine axiale Bewegung der Last 40 umgesetzt.
In den Fig. 2 und 3 stellen die Ritzel-Zahnstangen-Kombination bzw. die Mutter- Spindel-Kombination Getriebe dar, welche die Drehbewegung des Elektromotors 1 bzw. der elektrischen Maschine 1 in eine Linearbewegung der Last 40 umwandeln.
In der Fig. 4 ist eine weitere Kombination dargestellt, bei der eine Übersetzung (beispielsweise Druckübersetzung) verwendet wird, wobei die elektrische Maschine direkt (ohne Übersetzung) mit dem hydraulischen Zylinder gekoppelt sein kann. Als elektrische Maschine 1 ist ein Linearmotor 1 c vorgesehen, in dessen Spulensystem der mit Stabmagneten 5 bestückte Teil der Kolbenstange 2b verschieblich angeordnet ist. Der mit dem Stabmagneten 5 bestückte Teil der Kolbenstange 2b ist über einen Druckübersetzer 6, wovon eine Ausführungsform in Fig. 5 im Detail dargestellt ist, mit dem doppelwirkenden Kolben 2a des hydraulischen Antriebs 2 verbunden. Auf der anderen Seite ist die Kolbentange 2b mit der Last 40 wirkverbunden.
Alle Ausführungsformen der Fig. 1 - 4 arbeiten nun in der gleichen Weise.
Soll das Betätigungselement 40 bzw. die Last 40 angetrieben werden, so wird das elektrische Ventil 3 entsprechend betätigt, so dass die zu beaufschlagende Druckkammer des doppelwirkenden Kolbens 2a mit Hydraulik versorgt wird. Da es faktisch zu kaum einer Drosselung im Ventil 3 selbst kommt, liegt der Akkumulatordruck 4 unter Berücksichtigung der Leitungsquerschnitte in der entsprechend verschalteten Druckkammer vor. Dies betrifft auch die entsprechenden Volumenströme des Hydraulikfluids, die durch die Leitungsquerschnitte bestimmt sind.
Soll nun das Betätigungselement 40 in geringerer Weise (z.B. weniger schnell oder mit weniger Kraft) angetrieben werden, so wird die elektrische Maschine 1 von der Steuereinrichtung 10 gesteuert als Generator betrieben und bremst gleichermaßen den hydraulischen Antrieb 2 ab, so dass als resultierende Kraft eine geringere Kraft als ohne Zuschaltung der elektrischen Maschine 1 zur Verfügung steht. Mit einer entsprechenden Steuerung bzw. Regelung der elektrischen Maschine 1 kann die Betätigungskraft in gewünschter Weise bestimmt und eingestellt werden.
Die von der elektrischen Maschine 1 im Generator-Betrieb erzeugte elektrische Energie kann über die Versorgungsleitung 20 in ein System (beispielsweise einen Zwischenkreis 22 als Energiespeicher) zurückgespeist werden. Alternativ kann mit der elektrischen Energie auch wieder eine Pumpe 24 betrieben werden, die den Akkumulator 4 auflädt. Dies ist in der Figur 1 mit der Verbindungslinie 26 zwischen der elektrischen Maschine 1 und einem Motor M der Pumpe 24 veranschaulicht. Auf diese Weise wird energiemäßig - bis auf Wirkungsgradverluste - die regenerierte Energie wieder im Akkumulator 4 selbst gespeichert. Selbstverständlich kann die Pumpe 24 auch an den Zwischenkreis 22 angeschlossen sein und von der dort zwischengespeicherten elektrischen Energie angetrieben werden. Diese Variante soll mit der gestrichelten Linie 28 angedeutet werden. Dadurch, dass die überschüssige Energie nicht im Ventil„verbrannt" wird, geht insgesamt weniger Energie verloren und die ansonsten verbrannte Energie steht dem System weiter zur Verfügung. Insgesamt ist die elektrische Maschine 1 sowie ihre Peripherie somit dazu ausgelegt, um elektrische Energie zu erzeugen und in ein System rückzuspeisen. Die elektrische Maschine 1 wird beim Abbremsen des hydraulischen Antriebs 2 angetrieben, die gewonnene Energie wird in elektrische Energie umgewandelt und in ein System rückgespeist.
Überdies kann mit der vorliegenden Ausführungsform der Akkumulator 4 und der Hydraulikantrieb 2 geringer ausgelegt werden, da der elektrische Antrieb 1 auch als elektrischer Motor betrieben werden und in Kombination mit dem hydraulischen Antrieb 2 dessen Antriebskraft erhöhen kann.
Dabei können die Vorteile sowohl des hydraulischen Antriebs (hohe Dynamik) wie auch des elektrischen Antriebs (hohe Regelgenauigkeit) genutzt werden. In besonderer Weise wesentlich ist jedoch, dass die ansonsten über das Proportionalventil„verbrannte Energie" nicht vollständig verloren geht.
Die Wirkverbindung zwischen der elektrischen Maschine 1 , nachstehend auch Elektromotor genannt, dem hydraulischen Antrieb 2, nachstehend auch Hydraulikzylinder genannt, und der Last 40 kann auf vielfältige Weise realisiert werden. Insbesondere kann die Last 40 nicht nur wie in den Figuren 1 bis 4 dargestellt angeordnet sein. Vielmehr kann die Last 40 auch an anderen Positionen in dem Antriebsstrang vorgesehen werden:
- Hydraulikzylinder - Elektromotor - Last
- Last - Hydraulikzylinder - Elektromotor
- Hydraulikzylinder - Last - Elektromotor
- Elektromotor - Last - Hydraulikzylinder
- Last - Elektromotor - Hydraulikzylinder
und so weiter.
Bezugszeichenliste Elektrische Maschine
a Elektrische Maschine mit Zahnstange-Ritzel-Kombination
b Elektrische Maschine mit Spindel-Mutter-Kombination
c Elektrische Maschine mit Linearantrieb
Hydraulischer Antrieb mit einem doppelwirkenden Hydraulikzylinder
a Kolben
b Kolbenstange
c Zylinder
Ventil
Hydraulik-Akkumulator
Stange mit Permanentmagnet
Druckübersetzer
Ritzel
Zahnung
Spindel
0 Steuereinrichtung
0 Versorgungsleitung (für Versorgung und Transport der zurück gewonnenen
Energie)
2 Zwischenkreis
4 Pumpe
6 Verbindungsleitung zwischen Elektromotor 1 und Pumpe 24
8 Verbindungsleitung zwischen Zwischenkreis 22 und Pumpe 24
0 Hybridantrieb
0 Last bzw. anzutreibendes Element
2 Tank
