Sampers, Dirk (Woestenstraat 3, Oostvleteren, B-8640, BE)
| 1. | Verfahren zum Betreiben einer Webmaschine mit einem ersten Antriebsmotor, der ein erstes Element antreibt, beispielsweise ei ne Weblade, und mit wenigstens einem zweiten Antriebsmotor, der ein zweites Element antreibt, beispielsweise eine Fachbil dungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehwinkel verlauf für eine imaginäre Synchronisationswelle der Webma schine gebildet wird, und dass die von den Antriebsmotoren ange triebenen Elemente jeweils in wenigstens einer vorbestimmten Drehwinkelposition zu der imaginären Synchronisationswelle syn chronisiert werden. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmotoren (10,15 ; 10, 44) abhängig von dem Drehwinkel verlauf der imaginären Synchronisationswelle betrieben werden. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegung wenigstens eines der Antriebsmotoren (10,15 ; 10,44) geregelt wird und dass der Regelung SollWerte zugrunde gelegt sind, die von dem Drehwinkelverlauf der imaginären Syn chronisationswelle abgeleitet sind. |
| 4. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Drehbewegung wenigstens eines der An triebsmotoren (10,15 ; 10,44) nach einem Programm gesteuert ist. |
| 5. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Winkelpositionen der imaginären Synchronisa tionswelle, zu der die Antriebsmotoren (10,15 ; 10,44) synchroni siert sind, einstellbar sind. |
| 6. | Webmaschine mit einem ersten Antriebsmotor, der ein erstes Element antreibt, beispielsweise eine Weblade, und mit wenigs tens einem zweiten Antriebsmotor, der ein zweites Element an treibt, beispielsweise eine Fachbildungseinrichtung, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Steuerund Regeleinrichtung (48) vorge sehen ist, die einen Drehwinkelverlauf für eine imaginären Syn chronisationswelle der Webmaschine bildet und an jeweils eigene Steuerund Regeleinheiten (49,51) der Antriebsmotoren (10,15 ; 10,44) weitergibt, die jedes der von den Antriebsmotoren ange triebenen Elemente in wenigstens einer vorgegebenen Drehwin kelposition zu der imaginären Synchronisationswelle synchroni sieren. |
| 7. | Webmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerund Regeleinheit (49,51, 50) wenigstens eines der Antriebsmotoren (10,15 ; 10,44) die Drehbewegung dieses An triebsmotors nach SollWerten regelt, die von dem Drehwinkelver lauf der imaginären Synchronisationswelle abgeleitet sind. |
| 8. | Webmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerund Regeleinheit (49,51) wenigstens eines der Antriebsmotoren (10,15 ; 10,44) eine Programmsteuerung ent hält. |
| 9. | Webmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, dass den Steuerund Regeleinheiten (49,51) der Antriebsmotoren (10,15 ; 10,44) Eingabeeinrichtungen (53,54) zugeordnet sind, mittels der Daten eingebbar sind, aufgrund derer die zu der imaginären Synchronisationswelle zu synchronisieren den Winkelpositionen einstellbar sind. Webmaschine, nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Fachbildungsmittel ein eigener An triebsmotor (15,44) vorgesehen ist, der von einem Hauptan triebsmotor (10), der die Weblade (13) antreibt, unabhängig ist. Webmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (15) der Fachbildungsmittel an einem Rahmen (25,26) der Webmaschine angebracht und über ein elastisches Kupplungselement (18) mit den Fachbildungsmitteln verbunden ist. |
| 10. | Webmaschine nach Anspruch. |
| 11. | oder 11, dadurch gekennzeich net, dass zwischen der Weblade (13) und dem Hauptantriebsmo tor (10) sowie zwischen den Antriebselementen (14,37) der Fachbildungsmittel und deren Antriebsmotor (15,44) jeweils we nigstens eine Getriebestufe (11,16, 45) vorgesehen ist. Webmaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die dem Hauptantriebsmotor (10) zugehörige Getriebestufe (11) und die dem Antriebsmotor (15) der Fachbil dungsmittel zugehörige Getriebestufe (16) in einem gemeinsamen Getriebegehäuse (25) angeordnet sind, das vorzugsweise in einen Rahmen der Webmaschine integriert ist. Webmaschine nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die Getriebestufe (11) des Hauptantriebsmo tors (10) und die Getriebestufe (16) des Antriebsmotors (15) der Fachbildungsmittel in voneinander getrennten Kammern (26,27) des gemeinsamen Getriebegehäuses untergebracht sind. Webmaschine nach Anspruch 10 oder 12, dadurch gekennzeich net, dass der Antriebsmotor (15,44) der Fachbildungsmittel an ei nem Gehäuse befestigt ist, das Antriebselemente für die Fachbil dungsmittel enthält. |
| 12. | 16 Webmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (15) der Fachbildungsmittel an einem Getriebe gehäuse (33) befestigt ist, das seinerseits an dem Gehäuse der Antriebselemente befestigt ist. |
| 13. | 17 Webmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (15) unmittelbar an dem Gehäuse der Antriebs elemente der Fachbildungsmittel angebracht ist. |
| 14. | 18 Webmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 17, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Hauptantriebsmotor (10) und oder der Weblade (13) sowie dem Antriebsmotor (15,44) und/oder den Antriebselementen und/oder den Fachbildungsmitteln Sensoren (23,24, 28,31, 50,52, 56,57, 59) zugeordnet sind, die die Win kelposition des jeweiligen Bauteils erfassen. |
| 15. | 19 Webmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Hauptantriebsmotor (10) und/oder dem Antriebsmotor (15,44) der Fachbildungsmittel schaltbare Bremsen (22,29, 30) zugeordnet sind. |
Bei Webmaschinen müssen die Bewegungen der einzelnen Elemente zeitlich aufeinander abgestimmt sein. Um diese zeitliche Abstimmung bei dem Einsatz unabhängiger Antriebsmotoren zu erhalten, ist es be- kannt, die Drehwinkelposition einer Hauptwelle, die insbesondere eine Weblade antreibt, zu erfassen und den oder die Antriebsmotoren der anderen Elemente mit diesen Drehwinkelpositionen zu synchronisieren.
Diese Synchronisation bereitet Probleme, da die Hauptwelle sich mit wechselnder Drehgeschwindigkeit bewegt. Vor dem Anschlagen eines eingetragenen Schussfadens nimmt die Drehgeschwindigkeit der Hauptwelle ab. Wenn die Weblade mit dem Webblatt in die rückwärtige Position gelangt, so nimmt die Drehgeschwindigkeit der Hauptwelle zu.
Wenn angestrebt wird, beispielsweise den Antriebsmotor einer Fachbil- dungseinrichtung mit dem Hauptantriebsmotor, der die Weblade an-
treibt, zu synchronisieren, so muss der Antriebsmotor der Fachbildungs- einrichtung ebenso die ungleichmäßige Bewegung ausführen. Das führt dazu, dass der ohnehin schon einer hohen Belastung ausgesetzte An- triebsmotor einer Fachbildungseinrichtung und auch die Fachbildungs- einrichtung weiteren Belastungen ausgesetzt sind, die an sich nicht not- wendig sind.
Um den für einen völlig synchronen Betrieb erforderlichen Energieauf- wand zu vermindern, ist es bekannt (EP 0893535 A1), die Steuer-und Regeleinrichtung so ausbilden, dass zwischen einer harten und einer weichen Regelung umgeschaltet werden kann. Bei der harten Regelung, die während des Starts der Webmaschine eingesetzt wird, folgt der An- triebsmotor der Fachbildungseinrichtung mit sehr genauer Synchronisa- tion dem Hauptantriebsmotor. Während des normalen Webbetriebs wird dann auf die weiche Regelung umgeschaltet, bei welcher der Antriebs- motor der Fachbildungseinrichtung dem Hauptantriebsmotor mit gerin- gen Abweichungen gegenüber dem Synchronlauf vor-oder nacheilen darf.
Es ist auch bekannt (EP 0946801 B1), einen Kanteneinlegeapparat ei- ner Webmaschine unabhängig von dem Hauptantriebsmotor nach einem Programm zu steuern. Dabei wird überwacht, ob eine Desynchronisation über einen zulässigen Wert hinaus auftritt. Tritt diese Desynchronisation auf, so erfolgt eine Korrektur nach einem Korrekturprogramm.
Es ist bekannt, alle Elemente einer Webmaschine mittels eines gemein- samen Hauptantriebsmotors anzutreiben. Um eine Schussfadensuche bei einem Schussfadenbruch durchführen zu können, ist es weiter be- kannt (EP 0161012 B1), einen zusätzlichen Motor für das Schussfaden- suchen und für eine langsame Bewegung vorzusehen. Der Hauptan- triebsmotor wird bei einer Schussfadensuche abgekuppelt, so dass mit- tels des zusätzlichen Motors entweder nur die Fachbildungsmittel be-
wegt werden können, oder die Webmaschine mit geringer Geschwindig- keit.
Es ist auch bekannt (EP 0726345 A1), den Webmaschinenantrieb so zu gestalten, dass die gleichen Funktionen, d. h. der normale Webbetrieb, das Schussfadensuchen und die langsame Bewegung, mit nur einem Hauptantriebsmotor ausgeführt werden können.
Es ist ferner bekannt (FR 2660672 A1), einen Antriebsmotor für die Fachbildungsmittel, insbesondere eine Jacquard-Einrichtung, sowie ei- nen weiteren Antriebsmotor für alle übrigen Elemente der Webmaschine vorzusehen. Die beiden Antriebsmotoren sind über ein elektronisches Getriebe miteinander verbunden. Das elektronische Getriebe vergleicht permanent die Informationen von zwei Aufnehmern, nämlich eines die Drehung der Hauptwelle der Webmaschine erfassenden Aufnehmers und eines die Drehung des Antriebsmotors für die Fachbildungsmittel erfassenden Aufnehmers, und stellt auf diese Weise sicher, dass die beiden Motoren synchron laufen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Webmaschine der ein- gangs genannten Art so zu betreiben, dass für die Antriebsmotoren von Elementen möglichst keine unnötigen Belastungen zu überwinden sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein Drehwinkelverlauf für eine imaginäre Synchronisationswelle der Webmaschine gebildet wird, und dass die von den Antriebsmotoren angetriebenen Elemente jeweils in wenigstens einer vorbestimmten Drehwinkelposition zu der imaginären Synchronisationswelle synchronisiert werden.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass die Elemente einer Webmaschine nicht ständig während des gesamten Webzyklus zuein- ander exakt synchronisiert sein müssen, sondern dass sich die einzel-
nen Elemente nur in bestimmten Drehwinkelpositionen in geeigneten Positionen befinden müssen. Während des restlichen Webzyklus kön- nen sie dagegen Positionen einnehmen, die weitgehend voneinander unabhängig sind. Die imaginäre Synchronisationswelle ist das Element, nach welchem nicht nur die zusätzlichen Elemente wie Fachbildungsein- richtungen oder Kanteneinleger oder Aufwickeleinrichtungen odgl. aus- gerichtet werden, sondern auch die Weblade. Die einzelnen Elemente einschließlich der Weblade werden somit nicht mehr zu einer Hauptwelle synchronisiert, sondern zu der imaginären Synchronisationswelle, zu der auch die Weblade synchronisiert wird. Die einzelnen Elemente können deshalb ihre Bewegungen so ausführen, dass möglichst geringe Belas- tungen für ihre Antriebsmotoren und/oder für die Elemente selbst auf- treten, ohne dass der Bewegungsverlauf über 360° auf die anderen E- lemente und insbesondere auf die Bewegung der Weblade abgestimmt ist. Die Erfindung bietet insbesondere auch bei dem Start einer Webma- schine Vorteile. Ein Antriebsmotor, der Bauelemente mit größerer Masse antreibt, beispielsweise der Antriebsmotor der Weblade, kann früher ge- startet werden, als beispielsweise ein Antriebsmotor für eine Fachbil- dungseinrichtung. Die Startzeitpunkte der Antriebsmotoren können so abgestimmt werden, dass sie, d. h. die von ihnen angetriebenen Elemen- te, die jeweils gewünschte Drehwinkelposition zu dem richtigen Zeit- punkt einnehmen. Beispielsweise kann der Antriebsmotor einer Fachbil- dungseinrichtung so gestartet werden, dass die Kettfäden sich bei einem Winkel von 320° der imaginären Synchronisationswelle kreuzen, wäh- rend der Antriebsmotor der Weblade so gestartet wird, dass das An- schlagen eines Schussfadens bei 0° oder 360° der imaginären Synchro- nisationswelle erfolgt. Dabei ist nicht der Zeitpunkt des Starts der An- triebsmotoren wichtig, sondern vielmehr, dass die davon angetriebenen Elemente sich zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Position befinden.
Bei einer Webmaschine mit einem Antriebsmotor, der ein erstes Ele- mente antreibt, beispielsweise eine Weblade, und mit wenigstens einem
zweiten Antriebsmotor, der ein zweites Element antreibt, beispielsweise eine Fachbildungseinrichtung, wird die Erfindung dadurch verwirklicht, dass eine Steuer-und Regeleinrichtung vorgesehen ist, die einen Dreh- winkelverlauf für eine imaginäre Synchronisationswelle der Webmaschi- ne bildet und an jeweils eigene Steuer-und Regeleinheiten der An- triebsmotoren weiterleitet, die jedes der von den Antriebsmotoren ange- triebenen Elemente in wenigstens einer vorgegebenen Drehwinkelposi- tion zu der imaginären Synchronisationswelle synchronisieren.
In Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass ein eigener An- triebsmotor für die Fachbildungsmittel vorgesehen ist, der von einem Hauptantriebsmotor, der die Weblade antreibt, unabhängig ist.
Da der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel von dem Hauptantriebsmo- tor unabhängig ist, kann er mit optimierten Bedingungen arbeiten.
Bei einer einfachen Ausführungsform, die nahezu keine Änderungen an einer Webmaschine erfordert, wird vorgesehen, dass der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel an einem Rahmen der Webmaschine angebracht und über ein elastisches Kupplungselement mit Antriebselementen der Fachbildungsmittel verbunden ist. Das elastische Kupplungselement ist zumindest sinnvoll, um Schwingungen oder Vibrationen nicht von den Fachbildungsmitteln auf die anderen Elemente der Webmaschine und umgekehrt zu übertragen.
Bei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel an einem Gehäuse befestigt ist, das Antriebselemente für Fachbildungsmittel enthält. Damit ist der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel von den übrigen Elementen der Webmaschine weitestgehend getrennt, so dass einerseits Schwingun- gen und Vibrationen nicht gegenseitig übertragen werden, während an- dererseits keine Umlenkungen von Antriebskräften notwendig sind.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten Aus- führungsbeispielen und den Unteransprüchen.
Fig. 1 zeigt einen Teilschnitt durch einen Antrieb einer Weblade einer Webmaschine und einen Teilschnitt durch einen Antrieb für ei- ne Fachbildungseinrichtung, sowie ein Blockschaltbild der da- zugehörigen Steuer-und Regeleinrichtung.
Fig. 2 zeigt eine teilweise geschnittene Ansicht eines ersten Antriebs mit einem gemeinsamen Getriebegehäuse für Getriebestufen des Hauptantriebsmotors und des Antriebsmotors für die Fach- bildungsmittel, Fig. 3 eine teilweise geschnittene Ansicht ähnlich Fig. 2 durch einer Ausführung mit getrennten Getriebekammern, Fig. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht ähnlich Fig. 3 einer Ausfüh- rungsform, die mit zusätzlichen Elementen ausgerüstet ist, Fig. 5 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Ausführungsform mit einem Hauptantriebsmotor und einem Antriebsmotor für die Fachbildungsmittel, die Getriebe mit getrennten Getriebege- häusen besitzen, Fig. 6 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Ausführungsform, bei welcher der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel über ein Ge- triebe an einem Gehäuse von Antriebselementen angebracht ist,
Fig. 7 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Ausführungsform, bei welcher der Antriebsmotor der Fachbildungsmittel direkt an ei- nem Gehäuse von Antriebselementen angebracht ist und Fig. 8 eine teilweise geschnittene Ansicht einer Webmaschine mit ei- ner Jacquard-Einrichtung, die einen eigenen Antriebsmotor auf- weist.
Ein erster Antriebsmotor 10 treibt über eine Getriebestufe 11 eine An- triebswelle 12 für eine Weblade 13 an. Ein zweiter Antriebsmotor 44 treibt über eine Getriebestufe 45 eine beispielsweise als Schaftmaschine ausgeführte Fachbildungseinrichtung 46 an, die über Gestänge 47 mit nicht dargestellten Webschäften verbunden ist.
Während eines Webzyklus führt die Welle 12, die üblicherweise als Hauptwelle bezeichnet wird, eine Drehung um 360° aus. Bei 0° oder 360° schlägt das auf der Weblade 13 angeordnete Webblatt einen ein- getragenen Schussfaden an. Die von der Fachbildungseinrichtung 46 und dem Gestänge 47 angetriebenen, d. h. angehobenen und abgesenk- ten Webschäfte, bilden ein Webfach, in das ein Schussfaden eingetra- gen wird. Nach dem Schusseintrag wird das Webfach durch Anheben und Absenken anderer Webschäfte gewechselt, wonach der nächste Schussfaden eingetragen wird. Der Wechsel des Webfaches erfolgt zum Beispiel bereits, bevor der eingetragene Schussfaden endgültig ange- schlagen ist. Hierbei kreuzen sich die Kettfäden der sich nach oben be- wegenden Webschäfte mit den Kettfäden der sich nach unten bewegen- den Webschäfte. Diese Kreuzung erfolgt beispielsweise bei einem Win- kel von 320° der Welle 12, d. h. 40° vor dem Anschlagen des eingetra- genen Schussfadens.
Um die Bewegungen der Weblade 13 und der Fachbildungseinrichtung 46 zu synchronisieren, bildet eine Regel-und Steuereinrichtung 48 auf-
grund von mittels einer Eingabeeinheit 55 eingegebener Daten einen Drehwinkelverlauf für eine imaginäre Synchronisationswelle. Die beiden Antriebsmotoren 10 und 44 werden jeweilig abhängig von dem Drehwin- kelverlauf dieser imaginären Synchronisationswelle betrieben. Für den Antriebsmotor 10 der Weblade 13 ist eine Steuer-und Regeleinheit 49 vorgesehen, in die die Daten mittels einer Eingabeeinheit 53 für das Betreiben in Abhängigkeit von dem Drehwinkelverlauf der imaginären Synchronisationswelle eingegeben werden. An die Steuer-und Regel- einheit 49 ist ein Drehpositionsgeber 50 angeschlossen, der die Position der Welle 12 und damit die Position der Weblade 13 angibt. Bei einer anderen Ausführungsform ist ein Drehpositionsgeber 57 auf der Welle des Antriebsmotors 10 angeordnet. Die Steuer-und Regeleinheit 49, die an den Antriebsmotor 10 angeschlossen ist, regelt diesen Antriebsmotor 10 nach Soll-Werten, die von dem Drehwinkelverlauf der imaginären Synchronisationswelle abgeleitet sind, derart, dass die Weblade 13 bei- spielsweise in einer Winkelposition (0° oder 360°) mit der imaginären Synchronisationswelle synchronisiert ist, d. h. beim Anschlagen eines Schussfadens. Die Steuer-und Regeleinheit 49 kann für den Antriebs- motor 10 auch ein Programm vorgeben, das insbesondere der WO 9927426 entspricht. Dabei kann die Steuerung nach einem vorge- gebenen Drehmoment oder Drehmomentenverlauf oder nach einer vor- gegebenen Geschwindigkeit oder Geschwindigkeitsverlauf erfolgen.
Die Informationen über den Drehwinkelverlauf der imaginären Synchro- nisationswelle werden auch an eine Steuer-und Regeleinheit 51 wei- tergeleitet, die dem Antriebsmotor 44 zugeordnet ist. Der Antriebsmotor 44 wird in Abhängigkeit von dem Drehwinkelverlauf der imaginären Syn- chronisationswelle in der Weise betrieben, dass ebenfalls bei einer vor- gegebenen Drehwinkelposition, beispielsweise bei einer Drehwinkelposi- tion von 320° der imaginären Synchronisationswelle eine bestimmte Position von dem Gestänge 47 der Fachbildungseinrichtung 46 einge- nommen wird. An die Steuer-und Regeleinheit 51 ist eine Eingabeein-
heit 54 angeschlossen, mit der die Daten das Betreiben in Abhängigkeit von der imaginären Synchronisationswelle eingegeben werden. Um die- se Position zu erkennen, ist der Fachbildungseinrichtung 46 ein Drehpo- sitionsgeber 52 zugeordnet, der an die Steuer-und Regeleinheit 51 an- geschlossen ist. In der Zeichnung ist angedeutet, dass dieser Drehposi- tionsgeber 52 die Position des Gestänges 47 erfasst. Stattdessen kann jedoch auch ein Drehpositionsgeber 56 auf der Welle 58 der Fachbil- dungseinrichtung 46 angeordnet sein oder ein Drehpositionsgeber 59 auf der Welle des Antriebsmotors 44.
Da die Antriebsmotoren 10 und 44 völlig von einander getrennt sind und auch nicht miteinander synchronisiert sind, sondern indirekt über die imaginäre Synchronisationswelle miteinander in Beziehung stehen, kön- nen sie so ausgelegt werden, dass sie mit geringstmöglichem Kraftauf- wand die jeweils zugehörigen Elemente antreiben. Dabei ist es auch möglich, den Antriebsmotor 10 der Weblade 13 so anzusteuern, dass er während des Anschlagens eines Schussfadens die Weblade immer mit der gleichen Geschwindigkeit oder mit einer mit der Eingabeeinheit 53 eingegebenen Geschwindigkeit bewegt, unabhängig von der sonstigen Geschwindigkeit der Elemente der Webmaschine, d. h. unabhängig von der sich gegebenenfalls auch ändernden Webgeschwindigkeit, mit der aufeinanderfolgende Schussfäden eingewoben werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass jeder Schussfaden mit der gleichen oder vorgegebenen unterschiedlichen Kraft angeschlagen wird.
Die Fachbildungseinrichtung enthält beispielweise eine Schaftmaschine, oder einen anderen Schaftantrieb, der als Dobby oder Nockenantrieb oder Kurbelantrieb oder Exzenterantrieb odgl. ausgebildet ist. Die Fach- bildungseinrichtung kann auch eine Jacquard-Einrichtung sein. Darüber hinaus kann die Fachbildungseinrichtung auch so ausgebildet sein, dass jedem Webschaft ein einzelner Antriebsmotor oder Gruppen von Web- schäften jeweils ein Antriebsmotor zugeordnet ist.
Der Steuer-und Regeleinrichtung 48 ist eine Eingabeeinheit 55 zuge- ordnet, über welche die Daten eingegeben werden können, die benötigt werden, um den Drehwinkelverlauf der imaginären Synchronisationswel- le zu bilden. Den Steuer-und Regeleinheiten 49,51 der Antriebsmoto- ren 10,44 sind Eingabeeinheiten 53,54 zugeordnet, über die Daten ein- gegeben werden können, die bestimmen, zu welcher Winkelposition o- der Winkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle die An- triebsmotoren 10,44 jeweils synchronisiert sind, d. h. die von diesen an- getriebenen Elemente.
Die Antriebsmotoren 10,44 können mit einem eigenen Drehwinkelver- lauf betrieben werden. Die Antriebsmotoren 10, 44 können mittels der jeweils zugehörigen Steuer-und Regeleinheit 49,51 in Verbindung mit Signalen der Drehpositionsgeber 50,52 so betrieben werden, wie dies beispielsweise aus der WO 9927426 bekannt ist. Vorzugsweise werden jedoch die Antriebsmotoren 10,44 mittels ihrer jeweiligen Steuer-und Regeleinheiten 49,51 abhängig von Signalen der Steuer-und Regelein- heit 48 und dieser Weise abhängig von dem Drehwinkelverlauf der ima- ginären Synchronisationswelle betrieben.
Jedes der Elemente und auch jeder der Antriebsmotoren 10,44 müssen nicht absolut genau zu einer vorgegebenen Drehwinkelposition der ima- ginären Synchronisationswelle synchronisiert sein. Es reicht aus, wenn sie mit einer relativ geringen Toleranz zu diesen Drehwinkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle synchronisiert sind. Dabei ist eine Synchronisation im Allgemeinen ausreichend genau, wenn die Abwei- chung zu der Drehwinkelposition der imaginären Synchronisationswelle kleiner als 5° ist. Ein Toleranzwert kann für jeden Schusseintrag unter- schiedlich festgelegt werden.
Jedes Element, beispielsweise die Weblade oder Fachbildungseinrich- tungen kann selbstverständlich auch zu mehreren Drehwinkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle synchronisiert werden. Eine Syn- chronisation für die Weblade kann beim Anschlagen beispielsweise bei 360°, beim Beginn eines Schussfadeneintrags beispielsweise bei 80°, und bei Ende eines Schussfadeneintrags beispielsweise bei 240°, syn- chronisiert werden. Bei diesem Synchronisieren kann vorgesehen wer- den, dass die Weblade zwischen den Drehwinkelpositionen 80° und 240° im Wesentlichen in ihrer hinteren Position stehen bleibt. Die Fach- bildungseinrichtung kann für die Drehwinkelposition des Kreuzens bei- spielsweise bei 320° und beim Beginn des Schusseintrags beispielweise bei 80° und beim Ende des Schusseintrags beispielsweise bei 240° syn- chronisiert werden, d. h. während der Zeit, während der das Webfach genügend weit offen bleiben muss.
Wenn das Übertragungsverhältnis zwischen Antriebsmotor und ange- triebenem Element eine ganze Zahl ist, ist es ohne weiteres möglich, den Antriebsmotor und nicht das angetriebene Element zu Drehwinkel- positionen der imaginären Synchronisationswelle zu synchronisieren.
Der für die imaginäre Synchronisationswelle gebildete Drehwinkelverlauf kann auf einer konstanten Drehzahl beruhen. Bevorzugt wird vorgese- hen, dass der Drehwinkelverlauf über mehrere Schusseinträge festge- legt wird und sich dann jeweils wiederholt. Dabei kann der Drehwinkel- verlauf in Funktion von unterschiedlichen, nacheinander einzubringen- den Arten von Schussfaden, von aufeinander folgenden Kettfadenbin- dungen, von der Anzahl der von unten nach oben oder der von oben nach unten zu bewegenden Kettfäden oder in Abhängigkeit von anderen Bedingungen festgelegt werden. Insbesondere wird ein geeigneter Drehwinkelverlauf für die imaginäre Synchronisationswelle für das Star- ten und Stoppen der Webmaschine festgelegt.
Ebenso kann vorgesehen werden, dass die Drehwinkelpositionen der imaginären Synchronisationswelle variiert werden, zu denen ein Element synchronisiert wird. Wenn beispielsweise ein Drehwinkelverlauf der ima- ginären Synchronisationswelle für mehrere Schusseinträge festgelegt wird, beispielsweise für drei Schusseinträge, so kann vorgesehen wer- den, dass die Fachbildungseinrichtung für ein Kreuzen der Kettfäden bei dem ersten Schusseintrag auf 320°, bei dem zweiten Schusseintrag auf 315° und bei einem dritten Schusseintrag auf 310° synchronisiert ist.
Danach wiederholt sich der Ablauf.
Das erfindungsgemäße Steuern oder Regeln von Antriebsmotoren in Abhängigkeit von dem Drehwinkelverlauf einer imaginären Synchronisa- tionswelle wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung auch zum An- treiben von anderen Elementen ausgenutzt, beispielsweise zum Antrei- ben eines Tuchaufwickelmotors, eines Motors eines Kanteneinlegers oder einer Kantenbildungseinrichtung oder ähnlicher Einrichtungen.
Darüber hinaus kann die Erfindung auch zum Antreiben einer sogenann- ten Jacquarette eingesetzt werden, d. h. einer verkleinerten Jacquardein- richtung, die nur eine geringe Anzahl von Kettfäden bedient, beispiels- weise 100 Kettfäden, während die übrigen Kettfäden durch Webschäfte oder eine große Jacquardeinrichtung bedient werden.
Der in Fig. 2 zum Teil dargestellte Webmaschinenantrieb enthält einen Hauptantriebsmotor 10, der über eine Getriebestufe 11 eine Welle 12 antreibt, auf welcher in nicht näher dargestellter Weise Nockenscheiben (auf beiden Maschinenseiten) angeordnet sind, die eine Weblade 13 an- treiben. Der Hauptantriebsmotor kann noch weitere Elemente antreiben, wie beispielsweise einen Warenabzugsbaum, eine Sandwalze, Kanten- einleger, Kantendreher und Aufwickeleinrichtungen, etc.. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist für Antriebselemente 14 der Fachbildungsmit- tel, die als Dobby oder Nockenantrieb oder Kurbelantrieb oder Schaft- maschine oder Schaftantrieb gestaltet sind, ein eigener Antriebsmotor
15 vorgesehen, der von dem Hauptantriebsmotor 10 unabhängig ist. Der Antriebsmotor 15 treibt über eine Getriebestufe 16 eine Welle 17 an, die über eine elastische Kupplung 18 mit einer Winkelgetriebestufe 19 eine Welle 20 der Antriebselemente 14 antreibt. Von der rotierenden Bewe- gung der Welle 20, die quer zu der Welle des Hauptantriebsmotors 10 verläuft, werden zunächst Antriebsmittel angetrieben, die parallel zu der Welle des Hauptantriebsmotors 10 eine hin-und hergehende Bewegung ausführen. Von diesen Antriebsmitteln werden dann in vertikaler Rich- tung auf und ab gerichtete Bewegungen abgeleitet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist für die Welle 17 eine Brem- se 22 und ein Winkelpositionsgeber 23 vorgesehen. Auch dem Hauptan- triebsmotor 10 ist ein Winkelpositionsgeber 24 zugeordnet. Die Winkel- positionsgeber 23,24 sind in entsprechender Weise an die Steuer-und Regeleinheit der Webmaschine angeschlossen wie die Winkelpositions- geber 50,52 der Fig. 1 an die Steuer-und Regeleinheiten 48,49 und 51. Die Steuer-und Regeleinheiten 48,49 und 51 können in der Steuer- und Regeleinheit der Webmaschine enthalten sein. Diese gibt für den Hauptantriebsmotor 10 und den Antriebsmotor 15 der Fachbildungsmit- tel Soll-Drehzahlen vor, die eingeregelt werden. Diese Soll-Drehzahlen beziehen sich auf eine Drehzahl einer imaginären Hauptwelle, die von der Steuer-und Regeleinheit festgelegt wird. Ferner werden der Haupt- antriebsmotor 10 und der Antriebsmotor 15 jeweils zu wenigstens einer Winkelposition der imaginären Hauptwelle synchronisiert, in welcher sie korrelierte Winkelpositionen mit der imaginären Hauptwelle einnehmen.
Beispielsweise wird der Hauptantriebsmotor 10 zur Winkelposition 0° (Schussfadenanschlag) synchronisiert, während der Antriebsmotor 15 mit 320° (Kreuzung der Kettfäden) synchronisiert wird. Auf die jeweili- gen Sollwerte werden die Drehzahl des Hauptantriebsmotors 10 und des Antriebsmotors 15 unabhängig voneinander eingeregelt, so dass keiner der beiden Antriebsmotoren 10 oder 15 dem Drehzahlverlauf des ande- ren Antriebsmotors folgen muss.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die Getriebestufen 11 und 16 innerhalb eines gemeinsamen Getriebegehäuses 25 untergebracht, das bevorzugt in ein Seitenteil der Webmaschine integriert ist. Der Hauptantriebsmotor 10 und der Antriebsmotor 15 sind auf der gleichen Seite angeordnet, d. h. auf der Außenseite.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist die Getriebestufe 17 des Antriebsmotors 15 für die Antriebselemente 14 und damit für die Fach- bildungsmittel nicht innerhalb des Getriebegehäuses 26 untergebracht, das die Getriebestufe 11 des Webladenantriebs enthält. An das Getrie- begehäuse 26 ist ein getrenntes Getriebegehäuse 27 angeflanscht, das die Getriebestufe 16 enthält. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der An- triebsmotor 15 der Fachbildungsmittel auf der dem Hauptantriebsmotor 10 gegenüberliegenden Seite angeordnet. Ein Winkelpositionsgeber oder Drehzahlgeber 28 ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Welle 17 zugeordnet. Eine Bremse 29 kann in den Antriebsmotor 15 integriert sein.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 entspricht in ihrem Grundaufbau der Ausführungsform nach Fig. 3. Zusätzlich ist dem Antriebsmotor 15 der Fachbildungsmittel eine Bremse 29 und ein weiterer Winkelpositions- oder Drehzahlgeber 31 zugeordnet. Darüber hinaus ist auch der Haupt- antriebsmotor 10 mit einer Bremse 30 ausgerüstet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist das Getriebegehäuse 32 des Hauptantriebs von einem Getriebegehäuse 33 des Antriebs für die An- triebselemente 14 völlig getrennt. Das Getriebegehäuse 33, das die Ge- triebestufe 16 enthält und an das der Antriebsmotor 15 angeflanscht ist, ist an dem Gehäuse der Antriebselemente 14 befestigt. Die Getriebestu- fe 16 ist direkt mit der Winkelgetriebestufe 19 verbunden, d. h. ohne das Zwischenschalten einer elastischen Kupplung. Bei dieser Ausführungs-
form ist der Antriebsmotor 15 der Fachbildungsmittel so angeordnet, dass seine Achse parallel zur Achse des Hauptantriebsmotors 10 ver- läuft. Da das Getriebegehäuse 33 völlig von dem Getriebegehäuse 32 der Getriebestufe 11 des Hauptantriebsmotors 10 getrennt ist, ist es na- türlich auch ohne weiteres möglich, das Getriebegehäuse 33 mit dem Antriebsmotor 15 oben oder unten oder auf der gegenüberliegenden Seite an dem Gehäuse der Antriebselemente 14 anzubringen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist ebenfalls der Antriebsmotor 15 für die Antriebselemente 14 und damit für die Fachbildungsmittel voll- ständig von der übrigen Webmaschine getrennt. Die Getriebestufe 16 befindet sich in dem Getriebegehäuse 33, das an das Gehäuse der An- triebselemente 14 so angeflanscht ist, dass die Welle 17 koaxial zur Welle 20 verläuft, die parallel zur Achse des Hauptantriebsmotors 10 hin-und hergehende, lineare Bewegungen veranlasst. Das Getriebege- häuse 33 mit dem angeflanschten Antriebsmotor 15 wird bei einer ab- gewandelten Ausführungsform auf der gegenüberliegenden Seite der Antriebselemente 14 angeordnet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 ist der Antriebsmotor 15 für die An- triebselemente 14 und damit für die Fachbildungsmittel unmittelbar an dem Gehäuse der Antriebselemente 14 derart angeflanscht, dass die Achse des Antriebsmotors 15 koaxial zu der Welle 20 der Antriebsele- mente 14 verläuft.
Das Konzept der vorliegenden Erfindung, nämlich ein von einem Haupt- antriebsmotor 10 einer Webmaschine unabhängig antreibbaren An- triebsmotor für Fachbildungsmittel vorzusehen, ist bei der Ausführungs- form nach Fig. 8 für eine Webmaschine 36 verwirklicht, die mit einer Jacquard-Einrichtung 37 ausgerüstet ist. Die Webmaschine 36 besitzt einen Hauptantriebsmotor 10, der über eine Getriebestufe eine mit No- cken versehene Welle 12 für eine Weblade 13 antreibt. Die Getriebestu-
fe 11 ist in einem Getriebegehäuse 32 untergebracht, das in ein Seiten- teil der Webmaschine integriert ist. Die auf einem Gestell 38 oberhalb der Webmaschine 36 angeordnete Jacquard-Einrichtung 37 ist mit ei- nem eigenen Antriebsmotor 15 versehen. Bei dem Ausführungsbeispiel ist der Antriebsmotor 15 an ein Getriebegehäuse 33 angeflanscht. Die Abtriebswelle 17 der Getriebestufe 16 ist vorzugsweise direkt mit dem Schaft der Jacquard-Einrichtung 37 gekuppelt, d. h. koaxial zu diesem angeordnet. Bei einer abgewandelten Ausführungsform entfällt ein Ge- triebegehäuse 33, da die Getriebestufe 16 direkt in die Jacquard- Einrichtung 37 integriert ist. Bei einer weiter abgewandelten Ausfüh- rungsform ist der Antriebsmotor 15 direkt mit der Jacquard-Einrichtung 37 verbunden, d. h. ohne eine Getriebestufe.
Da keine mechanische Verbindung zwischen dem Hauptantriebsmotor 10 und dem Antriebsmotor 15 für die Antriebselemente der Fachbil- dungsmittel besteht, können die jeweils räumlich günstigsten Anordnun- gen gewählt werden, sowohl für eine Jacquard-Einrichtung 37 als auch für Schaftantriebe. Der Schaftantrieb sowie eine Jacquard-Einrichtung 17 können mit dem jeweiligen Antriebsmotor 15 eine vorgefertigte Bau- einheit bilden, die der jeweiligen Webmaschine zugeordnet wird.
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